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Leapmotor hat im Oktober 106.127 Elektroautos ausgeliefert, Xpeng erstmals mehr als 50.000. Nio meldet dagegen den ersten Rückgang im Vorjahresvergleich seit Februar 2024, Li Auto den schwächsten Monat seit Februar. Entscheidend ist vor allem das Geschäft außerhalb Chinas.

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Welche Hersteller wachsen?
  2. Warum verlieren Nio und Li Auto?
  3. Was bedeutet das für Europa?
  4. Mehr Newshunger?

Im Ausland hat Xpeng im Oktober 13.326 Autos ausgeliefert, 166 Prozent mehr als vor einem Jahr.[1] Damit ging gut jedes vierte der 50.237 Autos des Herstellers aus Guangzhou ins Ausland, beides Monatsrekorde.[1] Nach den Zahlen vom Wochenende liegen Chinas junge E-Auto-Hersteller inzwischen weit auseinander.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Leapmotor lieferte 106.127 Autos aus, den vierten Monat in Folge mehr als 100.000.
  • Xpeng kam auf 50.237 Autos, davon 13.326 im Ausland.
  • Nio lieferte 34.246 Autos aus, 15,2 Prozent weniger als im Oktober 2025.
  • Li Auto fiel auf 29.025 Autos, den niedrigsten Wert seit Februar.

Welche Hersteller wachsen?

Ein weißes Modellauto mit „Export“-Schild und Aufwärtspfeil sowie ein zweites mit „Ladenhüter“
Leapmotor steigert Auslieferungen um 51 Prozent, erreicht bis Oktober 772.666 Fahrzeuge und muss monatlich 113.667 Autos produzieren, um Jahres ziel zu schaffen

Leapmotor lieferte 51 Prozent mehr Autos aus als vor einem Jahr, gegenüber September blieb ein Plus von 0,45 Prozent.[2] Von Januar bis Oktober kamen 772.666 Autos zusammen, gut drei Viertel des Jahresziels von einer Million. Für dieses Ziel braucht der Hersteller im November und Dezember durchschnittlich 113.667 Autos im Monat, mehr als im Oktober.[2] Im Stellantis-Werk bei Saragossa läuft seit Oktober der B10 in Serie. Stellantis hält 51 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen Leapmotor International, das die Autos außerhalb Chinas verkauft.[2]

Xpeng lag 20 Prozent über dem Vorjahresmonat.[1] Seit dem 1. November liefert der Hersteller in China das SUV Mona L05 aus, das zur Einführung ab 139.800 Yuan kostet, umgerechnet rund 18.100 Euro. Firmenchef He Xiaopeng hatte im August für das vierte Quartal mehr als 60.000 Autos im Monat angekündigt.[3]

Warum verlieren Nio und Li Auto?

Bei Nio brach die Marke Onvo für Familienautos ein. Sie lieferte 8.383 Autos aus, gut die Hälfte weniger als vor einem Jahr.[4][5] Die Hauptmarke Nio wuchs um 5,7 Prozent auf 18.125 Autos, die Kleinwagenmarke Firefly erreichte mit 7.738 einen Rekord. Seit Jahresbeginn hat Nio 334.547 Autos ausgeliefert und damit schon mehr als im ganzen Jahr 2025.[4][5]

Li Auto lieferte 8,6 Prozent weniger aus als im Oktober 2025, der zweite Rückgang in Folge.[6] Der Hersteller stattet seine Elektro-SUV mit eigenen Chips und Akkus aus, der überarbeitete i6 kommt erst seit dem 29. Oktober zu den Kunden.[6]

Dahinter steht ein schwacher Heimatmarkt. Der Pkw-Verband CPCA erwartet für Oktober rund 1,07 Millionen verkaufte Elektroautos und Plug-in-Hybride in China, 16,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.[7] Bei den reinen E-Auto-Herstellern standen Ende September 880.000 Autos auf Lager. Trotzdem produzieren die Hersteller weiter, um die Lieferketten am Laufen zu halten und die Jahresziele zu erreichen, schreibt der Verband.[7]

Im Ausland wachsen Chinas Start-ups noch. Der Heimatmarkt allein reicht ihnen nicht mehr.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Chinas E-Auto-Start-ups im Oktober
Ausgelieferte Autos im Oktober 2026 und die Lage am Heimatmarkt
106.127
Autos lieferte Leapmotor aus, 51 Prozent mehr als im Oktober 2025
13.326
Autos lieferte Xpeng außerhalb Chinas aus, 166 Prozent mehr als vor einem Jahr
−15,2 %
weniger Autos als vor einem Jahr lieferte Nio aus, das erste Minus seit Februar 2024
880.000
Autos standen Ende September bei Chinas reinen E-Auto-Herstellern auf Lager

Was bedeutet das für Europa?

Auf Elektroautos aus China erhebt die EU bei Herstellern wie Nio, Xpeng und Leapmotor einen Ausgleichszoll von 20,7 Prozent, zusätzlich zum regulären Einfuhrzoll von 10 Prozent.[8] Den B10 aus Saragossa betrifft das nicht. Xpeng lässt mehrere Modelle für Europa beim Auftragsfertiger Magna Steyr in Graz montieren.

Die CPCA rechnet zudem damit, dass Exporteure Lieferungen ins vierte Quartal vorziehen. Als Gründe nennt der Verband geplante Änderungen bei der Steuererstattung für Exporte und mögliche strengere Handelsschranken im nächsten Jahr.[7] Ab April 2027 sinkt die Rückerstattung der Mehrwertsteuer für exportierte Elektroautos von 13 auf 9 Prozent. Händler und Flottenkunden in Deutschland dürften deshalb bis zum Frühjahr mehr Fahrzeuge chinesischer Hersteller angeboten bekommen.

Quellen

8 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. XPeng Inc.XPENG Announces Vehicle Delivery Results for October 202631.10.2026
  2. CnEVPostLeapmotor delivers record 106,127 vehicles in October, topping 100,000 for fourth straight month01.11.2026
  3. CnEVPostXpeng monthly deliveries top 50,000 for first time in October01.11.2026
  4. NIO Inc.NIO Inc. Provides October 2026 Delivery Update01.11.2026
  5. CnEVPostNio October deliveries fall 15.23%, ending 31-month streak of year-on-year growth01.11.2026
  6. CnEVPostLi Auto October deliveries fall to 29,025, lowest since February01.11.2026
  7. CnEVPostChina NEV retail sales fall 13% in October 1-25 as peak-season demand stays weak28.10.2026
  8. Amtsblatt der Europäischen UnionDurchführungsverordnung (EU) 2024/2754 zur Einführung eines endgültigen Ausgleichszolls auf die Einfuhren neuer batteriebetriebener Elektrofahrzeuge für die Personenbeförderung mit Ursprung in der Volksrepublik China29.10.2024

Mehr Newshunger?

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