Apple hat im Quartal bis Ende September 114,5 Milliarden Dollar umgesetzt, umgerechnet 99,6 Milliarden Euro und 12 Prozent mehr als vor einem Jahr. Für das Weihnachtsquartal erwartet Finanzchef Kevan Parekh eine Bruttomarge von 45 bis 46 Prozent, nach 47,9 Prozent. Bei Mac und iPad rechnet Apple mit Lieferengpässen, weil Speicherchips knapp und teuer sind.
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Apple hat am Montagabend die Zahlen für das vierte Quartal seines Geschäftsjahres vorgelegt, das am 26. September endete.[1] In der Telefonkonferenz mit Analysten sprach John Ternus zum ersten Mal als Konzernchef. Im Gesamtjahr setzte Apple 416,6 Milliarden Euro um, 15 Prozent mehr als im Vorjahr (Kurs 0,87 Euro je Dollar, Stand 2. November 2026).[2]
Das Wichtigste in Kürze
- Das iPhone brachte 50,1 Milliarden Euro ein, 17 Prozent mehr als vor einem Jahr.
- iPad und die Sparte Wearables, Home und Zubehör büßten 10 und 8 Prozent Umsatz ein.
- Bis Ende Dezember erwartet Apple 7 bis 10 Prozent mehr Umsatz bei sinkender Marge.
- Bei Mac und iPad erwartet Apple wegen fehlender Speicherchips Engpässe.
Woher kommt das Wachstum?

Den größten Teil liefert das iPhone. Ternus nannte das iPhone Duo in der Mitteilung das iPhone mit dem „größten Umbruch seit dem ersten Modell“. Das faltbare Gerät ist nach Angaben von Betriebschef Sabih Khan weiterhin knapp; in Deutschland liefert Apple neue Bestellungen erst Ende Januar aus. Der Mac legte um 24 Prozent auf 9,39 Milliarden Euro zu, Dienste wie App Store und iCloud um 10 Prozent auf 27,47 Milliarden Euro.[1]
Regional wuchs Großchina mit 21 Prozent auf 15,26 Milliarden Euro am stärksten, dort startet gerade Apple Intelligence mit Alibabas Qwen. Europa steigerte den Umsatz um 12 Prozent auf 27,85 Milliarden Euro, nur in Japan ging er leicht zurück.[1]
Warum sinkt die Marge im Weihnachtsquartal?
„Eine solche Entwicklung bei den Speicherpreisen hat es noch nicht gegeben“, sagte Ternus. Bis Ende Dezember erwartet er noch höhere Speicherkosten. Teilweise fängt Apple sie mit Chips ab, die das Unternehmen vorher zu günstigeren Preisen eingelagert hat. Der Vorteil daraus werde aber kleiner.[2] Die Vorräte in der Bilanz stiegen binnen eines Jahres von 4,97 auf 12,65 Milliarden Euro.[1]
Ein zweiter Effekt läuft aus. Die Marge von 47,9 Prozent enthält rund einen Prozentpunkt aus erstatteten Zöllen, im Quartal davor waren es zwei Punkte.[3] Den größten Teil der Erstattungen hat Apple laut Parekh inzwischen erhalten.[2] Bei den Chipherstellern verdiente Samsung zuletzt 72 Milliarden Euro im Quartal, fast alles mit Chips.
Apple meldet ein Rekordjahr, doch den Preis für den Speicher in jedem Gerät bestimmen gerade die Chiphersteller.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was bedeutet das für Käufer in Deutschland?
Apple hat zuletzt mehrere Geräte in Deutschland teurer gemacht, etwa das iPad mini mit OLED-Display um 70 Euro. Das MacBook Pro mit Touchscreen kostet 400 Euro mehr als das Modell mit LCD. Zu künftigen Preisen macht die Quartalsmitteilung keine Angaben.[1]
Firmen, die vor dem Jahreswechsel Macs oder iPads für ihre Beschäftigten beschaffen wollen, sollten früh bestellen und die Lieferzeit im Angebot festschreiben lassen. Apple selbst gibt keinen Ausblick über den Dezember hinaus.[2]
Quellen
3 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- Apple NewsroomApple reports fourth quarter results, mit Konzernabschluss
- Apple Investor RelationsTelefonkonferenz zum vierten Quartal 2026
- Apple NewsroomApple reports third quarter results
Mehr Newshunger?
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