Apple verkauft das MacBook Pro erstmals mit Touchscreen. In Deutschland kostet das 14-Zoll-Modell mit OLED-Display und M5 Pro ab 3.299 Euro, 400 Euro mehr als das weiter angebotene Modell mit LCD-Display. Vorbestellungen nimmt Apple seit dem 28. Oktober an, die Auslieferung beginnt am 6. November.
Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügen„Das neue MacBook Pro mit PROLED XDR Display ist ein riesiger Schritt nach vorn für den Mac“, sagt Johny Srouji, Hardwarechef von Apple.[1] Bisher baute der Konzern Touchscreens nur in iPhone und iPad ein. Steve Jobs hatte Touchscreens an Notebooks im Oktober 2010 als ergonomisch ungeeignet abgelehnt.[3]
Das Wichtigste in Kürze
- Das MacBook Pro mit OLED-Display und Touchscreen kostet in Deutschland ab 3.299 Euro, mit 16 Zoll ab 3.899 Euro.
- Gegenüber den LCD-Modellen beträgt der Aufpreis je nach Größe und Chip zwischen 320 und 500 Euro.
- Das 14-Zoll-Modell wiegt 1,38 Kilogramm und damit rund 230 Gramm weniger als bisher.
- Siri AI, die Apple in die neue Dynamic Island holt, gibt es bislang nicht auf Deutsch.
Was kann das neue MacBook Pro?

Das Display arbeitet mit zwei leuchtenden Pixelschichten, wie Apple es 2024 zuerst im iPad Pro eingeführt hat.[4] Apple nennt eine Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits (Candela pro Quadratmeter), ein Kontrastverhältnis von 10.000.000:1 und eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz. Neben dem Farbraum P3 deckt das Display jetzt Adobe RGB ab, den Farbraum vieler Druckereien und Fotografen. Der Touchsensor sitzt im Displaypanel selbst statt in einer Schicht darüber, das soll die Verzögerung beim Antippen verringern.[1]
Viele vorhandene Programme lassen sich sofort per Finger bedienen, weil macOS jede Berührung als Mausklick weiterreicht. Am oberen Bildrand sitzt die Dynamic Island vom iPhone, dort zeigt der Mac Spotlight, Live-Aktivitäten und Siri AI an. Als Prozessor dient der M5 Pro oder M5 Max, nicht der neuere M6, den Apple einen Tag zuvor im günstigeren 14-Zoll-Modell vorgestellt hatte.[1]
Warum hat Apple so lange auf den Touchscreen verzichtet?
Jobs hielt senkrechte Bildschirme für ungeeignet, weil der ausgestreckte Arm nach kurzer Zeit ermüdet. Hewlett-Packard verkaufte damals bereits Rechner mit Touchscreen und widersprach: Die Berührung ergänze Tastatur und Maus, statt sie zu ersetzen.[3] Genau so ordnet Apple den Touchscreen heute ein, als Zusatz zu Tastenkürzeln und Trackpad.
Gegen das Wackeln des Bildschirms beim Antippen setzt Apple auf ein neu konstruiertes Scharnier, bei Videoanrufen glättet eine Bildstabilisierung das Kamerabild. Als Zielgruppe nennt Apple Grafiker, die auf dem ganzen Display zeichnen, und Entwickler, die ihre iPhone- und iPad-Apps direkt am Mac per Finger testen. Das dünnere OLED-Display macht die Geräte leichter: Das 16-Zoll-Modell wiegt 1,82 Kilogramm, rund 320 Gramm weniger als bisher.[1]
Was bedeutet das für Käufer in Deutschland?
400 Euro Aufpreis zahlt der Käufer für das Antippen, und die neue Siri dazu versteht noch kein Deutsch.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
In den USA kostet das 14-Zoll-Modell ab 2.899 Dollar, umgerechnet 2.522 Euro ohne Umsatzsteuer.[2] Firmen zahlen hierzulande netto 2.772 Euro, rund 10 Prozent mehr. Siri AI läuft auf dem Mac bisher nur als Testversion und nur auf Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch. Auf dem iPhone hält Apple die neue Siri in der EU wegen des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act) ganz zurück.[1]
Fotografen, Druckvorstufen und Cutter sollen das Notebook dank Adobe RGB unterwegs als Referenzmonitor nutzen, so wirbt Apple. Medizinische Bilder zeigt das Display laut Apple nur für Forschung, Lehre und zur reinen Betrachtung an, nicht zur Befundung.[1] Computer lassen sich seit 2021 mit einer Nutzungsdauer von einem Jahr abschreiben, der Aufpreis mindert den Gewinn also sofort.
Quellen
4 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- AppleApple stellt wegweisendes MacBook Pro mit PROLED XDR Display vor (Pressemitteilung)
- AppleApple unveils groundbreaking MacBook Pro with PROLED XDR Display (Pressemitteilung USA)
- EngadgetHP responds to Jobs about touchscreen PCs
- ApplePressemitteilung zum iPad Pro mit M4 und Tandem-OLED-Display
