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Eine Interessentin fragt ChatGPT nach einem Dienstleister für Lohnbuchhaltung und bekommt drei Empfehlungen mit Begründung und Quellenlinks. Ihr Unternehmen fehlt, eine Ergebnisliste kommt gar nicht vor. Laut einer Bitkom-Umfrage vom Herbst 2025 nutzt die Hälfte der deutschen Internetnutzer KI-Chats zumindest gelegentlich statt einer Suchmaschine.

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Ob Ihre Website in solchen Antworten vorkommt, hängt von Dingen ab, die Sie selbst in der Hand haben: von klaren Antworten, sauberer Struktur, gepflegten Daten, erkennbaren Autoren und einer robots.txt, die die richtigen Crawler hereinlässt. Hier lesen Sie, was KI-Systeme bei der Quellenauswahl nachweislich belohnen, welche Ratschläge Google selbst für überflüssig hält und wie Sie messen, ob Ihre Inhalte zitiert werden.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Google zählt die Optimierung für KI-Antworten zur klassischen Suchmaschinenoptimierung: Eine Seite muss indexiert sein und mit einem Textausschnitt erscheinen dürfen, die Google-Suche ignoriert Sonderdateien wie die llms.txt.
  • In einer Studie der Princeton University und des IIT Delhi steigerten wörtliche Zitate die Sichtbarkeit einer Quelle in KI-Antworten um 41 % gegenüber dem unveränderten Text, mit Suchbegriffen vollgestopfte Texte verloren an Sichtbarkeit.
  • OpenAI und Anthropic trennen Crawler für das Training von Crawlern für die Suche: Die Trainings-Crawler dürfen Sie sperren, ohne aus den Suchantworten von ChatGPT und Claude zu verschwinden.
  • Bei Google-Suchen mit KI-Zusammenfassung klickten Nutzer laut Pew Research nur bei 1 % der Aufrufe auf eine zitierte Quelle, deshalb gehören Markennennungen neben die Besucherzahlen in jede Erfolgsmessung.
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Wissenstest
GEO-Optimierung: Was wissen Sie?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Bei wie viel Prozent der Aufrufe mit KI-Zusammenfassung klickten Google-Nutzer laut Pew Research auf eine zitierte Quelle? Aufklappen ↓
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Richtig: A. Pew Research beobachtete im März 2025 die Google-Suchen von 900 Erwachsenen in den USA. Ein Quellenlink innerhalb der KI-Zusammenfassung wurde nur bei 1 % der Aufrufe angeklickt. Mehr dazu lesen Sie im Kapitel zum Unterschied zwischen GEO und SEO.
2 Welche Methode steigerte in der GEO-Studie der Princeton University und des IIT Delhi die Sichtbarkeit einer Quelle am stärksten? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Wörtliche Zitate brachten 41 % mehr Sichtbarkeit, Statistiken 33 % und Quellenangaben 28 %. Zusätzliche Suchbegriffe kosteten dagegen 9 %.
3 Welcher Crawler von OpenAI erfasst Seiten für die Suche in ChatGPT? Aufklappen ↓
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Richtig: C. OAI-SearchBot erfasst Seiten für die Suchantworten von ChatGPT. GPTBot sammelt Inhalte für das Training, ChatGPT-User ruft Seiten im Auftrag einzelner Nutzer ab.
4 Was bewirkt eine Sperre für Google-Extended in der robots.txt? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Google-Extended steuert nur das Training künftiger Gemini-Modelle und das Grounding, also Antworten, die Gemini mit Inhalten aus dem Suchindex stützt. Auf die Aufnahme in die Google-Suche und das Ranking hat die Kennung keinen Einfluss.
5 Wie behandelt die Google-Suche eine llms.txt? Aufklappen ↓
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Richtig: A. Google stellt in seinem Leitfaden zur KI-Suche klar, dass die Suche solche Dateien ignoriert. Eine llms.txt hilft der Sichtbarkeit in Google nicht und schadet ihr nicht.

Was unterscheidet GEO-Optimierung von klassischer SEO?

Blaue Sprechblase mit angehängtem Schild und Aufschrift „QUELLE“ auf weißem Grund
GEO-Optimierung zielt darauf ab, dass KI-Systeme wie ChatGPT oder Google AI Overviews eine Website als Quelle zitieren, während klassische SEO auf hohe Platzierungen in Suchergebnissen ausgerichtet ist

GEO-Optimierung soll erreichen, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Googles AI Overviews eine Website als Quelle nennen. Klassische SEO zielt auf einen guten Platz in der Trefferliste. Beide beruhen auf denselben Grundlagen, ausgewählt wird in der KI-Antwort aber nach anderen Regeln.

Das Kürzel GEO steht für Generative Engine Optimization, geprägt von Forschern der Princeton University und des Indian Institute of Technology Delhi in einer Studie vom November 2023.

In Angeboten von Agenturen und Beratern taucht die Disziplin meist als GEO Optimierung auf, gemeint sind alle Maßnahmen, mit denen eine Website ihre Chancen erhöht, in einer KI-generierten Antwort als Quelle genannt zu werden.

In seinem Leitfaden zur Optimierung für generative KI-Funktionen, zuletzt im Juli 2026 überarbeitet, schreibt Google, die Optimierung für die generative KI-Suche sei Optimierung für die Suche insgesamt und damit weiterhin SEO. Zusätzliche technische Voraussetzungen für die AI Overviews, die KI-Zusammenfassungen über den Suchergebnissen, und für den KI-Modus verlangt Google nicht. Eine Seite muss indexiert sein und mit einem Textausschnitt in der Suche erscheinen dürfen, mehr nicht.

In der Trefferliste tritt eine Seite gegen andere Seiten an, in der KI-Antwort ein Textabschnitt gegen andere Abschnitte.

Krishna Madhavan vom Bing-Team bei Microsoft hat das im Oktober 2025 beschrieben: KI-Assistenten zerlegen Seiten in kleinere, gegliederte Abschnitte, bewerten diese einzeln und setzen aus den besten die Antwort zusammen. Ein Ratgeber auf Platz drei kann also den zitierten Satz liefern, während der Text auf Platz eins leer ausgeht, weil ihm eine Passage fehlt, die die Frage für sich allein beantwortet.

Bei Google-Suchen mit KI-Zusammenfassung klickten die 900 Erwachsenen in den USA, deren Surfverhalten das Pew Research Center im März 2025 auswertete, nur bei 8 % der Aufrufe auf ein klassisches Suchergebnis, ohne Zusammenfassung bei 15 %. Ein Quellenlink innerhalb der Zusammenfassung wurde bei 1 % der Aufrufe angeklickt.

Unter den 16- bis 29-Jährigen nutzen sogar zwei Drittel KI-Chats zumindest gelegentlich statt einer Suchmaschine, ergab die repräsentative Bitkom-Umfrage unter 1.030 Internetnutzern vom November 2025.

Als Fundament gilt weiter, was unser Leitfaden zu den SEO-Grundlagen für Google und die KI-Suche beschreibt: eine technisch saubere Website, Inhalte zu den Fragen der Kunden und Erwähnungen auf anderen Websites. Die folgende Tabelle zeigt, wo sich die beiden Disziplinen trotzdem unterscheiden.

MerkmalKlassische SEOGEO-Optimierung
ZielEin guter Platz in der TrefferlisteDie Nennung als Quelle in einer KI-Antwort
Was konkurriertDie ganze SeiteDer einzelne Textabschnitt
Wichtige CrawlerGooglebot, BingbotZusätzlich OAI-SearchBot, Claude-SearchBot, PerplexityBot
ErfolgskennzahlPosition, Klicks, UmsatzNennungen, Klicks aus KI-Diensten, Suchen nach dem Firmennamen
MesswerkzeugeSearch Console, WebanalyseSearch Console, Verweise mit utm_source=chatgpt.com, eigene Testfragen
Auf den PunktEin Fundament, zwei Ziele

Google zieht die Quellen für seine KI-Antworten aus demselben Suchindex wie die Trefferliste. Ein Ratgeber auf Platz drei kann deshalb den zitierten Satz liefern, sofern einer seiner Abschnitte die Frage allein beantwortet.

Wie wählen KI-Systeme ihre Quellen aus?

Blaues Sieb mit Griffbeschriftung
KI-Suchsysteme holen Seiten aus einem Suchindex und übernehmen nur die Passagen, die eine Frage am klarsten beantworten.

KI-Suchsysteme holen zu einer Frage passende Seiten aus einem Suchindex, zerlegen sie in Abschnitte und übernehmen die Passagen, die die Frage am klarsten beantworten. In die Auswahl kommt nur, was ein Crawler abrufen durfte und was der Index kennt.

Für die AI Overviews und den KI-Modus beschreibt Google das Auffächern der Suchanfrage, im Original Query Fan-out: Das System stellt zu einer Frage mehrere verwandte Suchanfragen zu Unterthemen und Datenquellen und baut aus den Ergebnissen die Antwort. Das Verfahren bringt mehr und vielfältigere Quellen in die Antwort als die klassische Trefferliste.

Ein Ratgeber muss deshalb nicht für die Hauptfrage ganz oben stehen. Ein Absatz zu Kosten, Fristen oder einem Vergleich bringt den Ratgeber auch über eine Teilfrage in die Antwort.

OpenAI, Anthropic und Perplexity betreiben eigene Such-Crawler, die das Web für ihre Antworten erfassen: OAI-SearchBot für ChatGPT, Claude-SearchBot für Claude und PerplexityBot für Perplexity. Stellt ein Nutzer eine Frage, rufen die Dienste zusätzlich einzelne Seiten live ab, unter eigenen Kennungen wie ChatGPT-User oder Perplexity-User.

Für Copilot und Bing beschreibt Microsoft Überschriften als Kapiteltitel, die Textabschnitte klar voneinander abgrenzen. Assistenten würden Frage-Antwort-Paare nach Microsofts Darstellung oft wortwörtlich übernehmen, und Listen und Tabellen würden komplexe Angaben in wiederverwendbare Teile zerlegen. Lange Textblöcke ohne Gliederung lassen nach Madhavans Beschreibung die Gedanken ineinanderlaufen und erschweren die Auswahl.

Eine Quelle muss also vier Hürden nehmen, bevor ein Leser sie überhaupt sieht.

Vom Crawler bis zum Zitat: vier Hürden

So gelangt ein Textabschnitt Ihrer Website in eine KI-Antwort

1
Zugang

robots.txt und Firewall lassen den Such-Crawler des KI-Dienstes durch

2
Index

Die Seite ist indexiert und darf mit Textausschnitt in der Suche erscheinen

3
Auswahl

Ein Abschnitt beantwortet die Frage oder eine Teilfrage für sich allein

4
Nennung

Die Antwort verlinkt die Quelle, angeklickt wird der Link bei Google selten

Bei Google-Suchen mit KI-Zusammenfassung klickten Nutzer bei 1 % der Aufrufe auf einen Quellenlink in der Zusammenfassung (Pew Research, März 2025).

Wie formulieren Sie Antworten, die KI-Systeme übernehmen?

Ein blaues Notizbuch mit dem Aufdruck
Wörtliche Zitate steigerten in der GEO-Studie von Princeton University und IIT Delhi die Sichtbarkeit einer Quelle in KI-Antworten um 41 %.

Beantworten Sie jede Frage im ersten Satz unter der passenden Überschrift, mit konkreten Zahlen, benannten Quellen und kurzen Zitaten von Fachleuten. Zahlen, Quellen und Zitate steigerten in den Tests der GEO-Studie die Sichtbarkeit einer Quelle am stärksten, angehäufte Suchbegriffe schadeten.

Die Forscher um Pranjal Aggarwal haben für ihre Studie 10.000 Suchanfragen gesammelt und neun Methoden geprüft, mit denen Website-Betreiber ihre Texte umschreiben können. Gemessen wurde, wie viel Text einer Quelle in der generierten Antwort landet, gewichtet nach der Position in der Antwort.

Am stärksten wirkten wörtliche Zitate: Die Sichtbarkeit stieg um 41 % gegenüber dem unveränderten Text.

Ergänzte Statistiken brachten 33 % mehr Sichtbarkeit, Quellenangaben 28 %, zusätzlich in den Text gestopfte Suchbegriffe kosteten 9 %. Seiten, die in der Trefferliste nur auf Platz fünf standen, gewannen mit Quellenangaben sogar 115 % Sichtbarkeit hinzu, die Seiten auf Platz eins verloren mit derselben Methode 30 %. Am meisten gewinnen also Seiten, die in der Trefferliste nicht ganz oben stehen.

Die Werte stammen aus kontrollierten Testläufen der Forscher, und die Effekte unterschieden sich je nach Themengebiet.

Was in der GEO-Studie die Sichtbarkeit steigerte

Veränderung der Sichtbarkeit einer Quelle in generierten Antworten gegenüber dem unveränderten Text

Wörtliche Zitate ergänzen
+41 %
Statistiken ergänzen
+33 %
Quellenangaben ergänzen
+28 %
Zusätzliche Suchbegriffe einbauen
−9 %
+115 %

Sichtbarkeit gewannen Seiten von Platz fünf der Trefferliste mit Quellenangaben, Seiten auf Platz eins verloren mit derselben Methode 30 %

Kontrollierte Testläufe mit 10.000 Suchanfragen, gemessen am positionsgewichteten Textanteil der Quelle in der Antwort. Die Effekte unterschieden sich je nach Themengebiet.

Antwort zuerst, Erklärung danach

Ein Absatz, den ein KI-System übernehmen soll, muss ohne den Rest der Seite verständlich sein. Nennen Sie deshalb im ersten Satz das Subjekt beim Namen, statt mit „diese Lösung“ oder „das Verfahren“ auf einen früheren Absatz zu verweisen. Wir bei Dr. Web beginnen jedes Kapitel nach einer Frage-Überschrift mit einer fett gesetzten Kurzantwort von höchstens 320 Zeichen, auch dieses.

Microsoft nennt Begriffe wie „innovativ“ oder „öko“ ohne konkrete Angaben ausdrücklich eine Schwachstelle und rät, Aussagen an messbaren Fakten festzumachen. Statt „schnelle Lieferung“ schreiben Sie „Lieferung innerhalb von 24 Stunden in Deutschland“, statt „erfahrenes Team“ die Zahl der abgeschlossenen Projekte.

Der Satz „Die Gründung einer GmbH ist mit verschiedenen Kosten verbunden, die je nach Einzelfall variieren“ steht so in vielen Gründungsratgebern und beantwortet keine Frage. Übernahmefähig wird der Absatz erst mit den Zahlen aus dem GmbH-Gesetz: Das Stammkapital beträgt mindestens 25.000 €, und vor der Anmeldung zum Handelsregister müssen bei Bareinlagen insgesamt mindestens 12.500 € eingezahlt sein, die Hälfte dieses Mindestbetrags.

Zitate und Zahlen mit Absender

Ein Zitat wirkt nur mit erkennbarem Absender. Nennen Sie Namen und Funktion der zitierten Fachperson und belegen Sie jede Zahl mit Institution und Jahr, so wie dieser Beitrag die Bitkom-Umfrage oder die Auswertung von Pew Research belegt.

Am wertvollsten sind eigene Daten: Eine Auswertung aus Ihren Projekten, Ihrer Kundenbefragung oder Ihren Servicefällen liefert eine Information, die sonst niemand veröffentlicht. Unter zehn ähnlichen Ratgebern hebt genau diese Angabe Ihre Seite ab.

Keine Sondersprache für Maschinen

Eine eigene Schreibweise für KI verlangt keiner der großen Anbieter. Der Google-Leitfaden sieht keine Pflicht vor, Texte in kleine Stücke zu zerlegen, und nennt keine ideale Länge für eine Seite. Wichtiger als austauschbare Listen, die tausendfach im Netz stehen, sind dort Inhalte, die eigenes Experten- oder Erfahrungswissen liefern und über Allgemeinwissen hinausgehen.

Microsofts Rat zu klaren Abschnitten und Googles Absage an das Zerlegen widersprechen sich nur scheinbar. Gemeint ist kein Zerhacken für Maschinen, sondern ein Aufbau, in dem jeder Abschnitt eine Frage vollständig beantwortet.

Auf den PunktWas übernommen wird
  • Kurzantwort: Der erste Satz unter der Überschrift beantwortet die Frage vollständig.
  • Belege: Zahl, benannte Quelle und Fachzitat erhöhten in der Studie die Sichtbarkeit am stärksten.
  • Eigenes Wissen: Erfahrungen und eigene Daten heben einen Text von austauschbaren Listen ab.

Welche Struktur hilft KI-Systemen beim Lesen?

Blaue Karteibox mit weißem Register; vorderste Karte groß „H2“; unten rechts: Ordnung muss sein
Frage-Überschriften gliedern eine Seite in Abschnitte, die KI-Systeme einzeln finden und übernehmen können.

Eine klare Gliederung mit Frage-Überschriften, kurzen Absätzen, Listen und Tabellen in echtem HTML hilft KI-Systemen, die passende Passage zu finden. Strukturierte Daten nach schema.org ergänzen die Gliederung, für KI-Antworten sind sie laut Google aber keine Voraussetzung.

Formulieren Sie H2- und H3-Überschriften als die Fragen, die Kunden tatsächlich stellen, und beantworten Sie jede direkt darunter. Pew Research fand KI-Zusammenfassungen bei 60 % der Google-Suchen, die als Frage formuliert waren, aber nur bei 8 % der Suchen mit einem oder zwei Wörtern.

Microsoft warnt außerdem, KI-Systeme erfassten versteckte Inhalte unter Umständen nicht: Antworten in Reitern oder aufklappbaren Menüs könnten übersehen werden. Für Text in Bildern ohne Alternativtext gilt dasselbe. Preise, Öffnungszeiten und technische Daten gehören deshalb als Text auf die Seite.

Halten Sie die Hierarchie der Überschriften sauber: eine H1 für den Titel, darunter H2 für die Hauptfragen und H3 für Unterpunkte. Für Inhalte, die erst per JavaScript nachgeladen werden, verweist der Google-Leitfaden auf die bekannten Grundregeln für Crawling, semantisches HTML und JavaScript. Ein Text, den der Crawler erst nach mehreren Skripten zu sehen bekommt, ist gegenüber einem Text im ausgelieferten Quellcode im Nachteil.

Die technische Grundlage, also Crawling, Indexierung und kurze Ladezeiten, erklärt unser Ratgeber zum technischen SEO ausführlich. Hakt die Technik, hilft die beste Formulierung nicht, weil der Crawler die Seite gar nicht erst vollständig erfasst.

Strukturierte Daten: hilfreich, aber keine Pflicht

Strukturierte Daten beschreiben Inhalte in einem maschinenlesbaren Format, meist als JSON-LD im Quelltext. Microsoft bezeichnet dieses Markup als Weg, einfachen Text in Daten zu verwandeln, die Maschinen eindeutig auslesen können. Google stellt dagegen klar, dass die generative KI-Suche kein spezielles Markup voraussetzt, und empfiehlt strukturierte Daten weiterhin für die erweiterten Suchergebnisse. Für Fachartikel und Ratgeber passt der Typ Article mit Autor, Veröffentlichungs- und Änderungsdatum. Google verlangt, dass die Angaben im Markup mit dem sichtbaren Text der Seite übereinstimmen.

Auf den PunktLesbar für Mensch und Maschine

Jede Überschrift stellt eine Kundenfrage, jede Antwort steht als Text direkt darunter und nicht in einem Reiter. Strukturierte Daten helfen, solange sie dem sichtbaren Inhalt entsprechen.

Warum zählen Aktualität und erkennbare Autoren?

Hellblauer Tischkalender mit Datum 22.10.2026 und Reiter mit der Aufschrift „Autor“
Ein ehrlich gepflegtes Änderungsdatum und ein erkennbarer Autor helfen Lesern und KI-Systemen, einen Text einzuordnen.

KI-Assistenten zitieren im Schnitt jüngere Seiten als die klassische Google-Suche, und Google rät ausdrücklich zu Autorenangaben. Ein ehrlich gepflegtes Änderungsdatum und eine Autorenzeile mit Profilseite machen Stand und Urheber eines Textes für Leser und Maschinen sichtbar.

Das SEO-Softwareunternehmen Ahrefs hat 17 Millionen Quellenangaben aus KI-Suchsystemen wie ChatGPT, Perplexity, Gemini, Copilot und den AI Overviews ausgewertet und mit der klassischen Google-Suche verglichen. Die von KI-Assistenten zitierten Seiten waren im Schnitt 1.064 Tage alt, die organischen Treffer 1.432 Tage. Die zitierten Seiten waren damit um 25,7 % jünger als die organischen Treffer.

Von allen untersuchten Diensten zitierte ChatGPT die jüngsten Seiten, die AI Overviews die ältesten. Ahrefs-Autor Ryan Law warnt selbst vor dem Fehlschluss: Schwache Inhalte, die täglich aktualisiert werden, gewinnen dadurch keine Sichtbarkeit.

Ein bloß verschobenes Datum wertet Google als Warnsignal. In seinen Hinweisen zu hilfreichen Inhalten fragt der Konzern Betreiber, ob sie das Datum von Seiten ändern, damit diese aktuell wirken, obwohl sich der Inhalt nicht wesentlich verändert hat.

Aktualisieren Sie stattdessen, was veraltet ist: Zahlen, Preise, Gesetzesstände und Screenshots. Erst danach gehört das neue Datum auf die Seite.

Zeigen Sie das Änderungsdatum sichtbar an, am besten mit einem Halbsatz zum Inhalt der Änderung, etwa „Aktualisiert am 22.10.2026: neue Zahlen der Bitkom-Umfrage“. Leser erkennen so den Stand des Textes, und das Markup-Feld dateModified hat eine sichtbare Entsprechung.

Wer schreibt hier?

Google empfiehlt genaue Autorenangaben, etwa eine Autorenzeile, wo Leser sie erwarten. Vertrauen nennt der Konzern den wichtigsten Teil von E-E-A-T, dem Kürzel für Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Erfundene Autorenprofile wertet Google als Täuschung.

Setzen Sie deshalb einen Namen unter jeden Fachbeitrag und verlinken Sie ihn auf eine Autorenseite mit Funktion, Fachgebiet und Belegen der Erfahrung. Im Markup verweist das Feld author mit Namen und URL auf diese Seite.

Laut Googles Dokumentation zu Article-Daten gehört in author.name nur der Name, Berufsbezeichnungen stehen im Feld jobTitle.

In der Princeton-Studie gewannen Seiten von Platz fünf mit Quellenangaben 115 % Sichtbarkeit: Belege schlagen Ranking.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Auf den PunktAktuell und mit Namen
  • Datum: Ändern Sie das Datum erst nach einer echten Überarbeitung, nie als Kosmetik.
  • Autor: Unter jedem Fachbeitrag steht eine Autorenzeile mit verlinkter Profilseite.
  • Markup: author und dateModified stimmen mit dem sichtbaren Text überein.

Welche Rolle spielt die robots.txt für KI-Crawler?

Hellblaue Tür mit Metallgriff und einem Schild „NUR SUCHE“ davor
In der robots.txt legen Website-Betreiber getrennt fest, ob KI-Crawler für die Suche oder für das Training zugreifen dürfen.

Die robots.txt legt fest, welche Crawler Ihre Seiten abrufen dürfen. Die großen KI-Anbieter steuern Training und Suche über getrennte Kennungen. Sperren Sie den Such-Crawler eines Anbieters aus, fehlt Ihre Website in dessen Antworten.

Die Datei liegt im Hauptverzeichnis einer Domain und enthält Regeln für einzelne Kennungen, die sogenannten User-Agents.

OpenAI nutzt drei solche Kennungen. GPTBot sammelt Inhalte, die für das Training der Sprachmodelle verwendet werden können. OAI-SearchBot erfasst Seiten für die Suche in ChatGPT, und Websites, die diesen Crawler aussperren, erscheinen nicht in den Suchantworten, höchstens noch als bloßer Link ohne Textauszug.

ChatGPT-User ruft Seiten ab, wenn ein Nutzer im Chat danach fragt. Für Abrufe, die ein Nutzer im Chat auslöst, wendet OpenAI die robots.txt unter Umständen nicht an.

Anthropic folgt demselben Muster mit ClaudeBot für das Training, Claude-SearchBot für die Suche und Claude-User für Abrufe im Auftrag von Nutzern. PerplexityBot sammelt Seiten für die Suchergebnisse von Perplexity und keine Inhalte für das Training von KI-Modellen.

Für Abrufe, die ein Nutzer auslöst, setzt Perplexity die Kennung Perplexity-User ein, die robots.txt-Vorgaben meist ignoriert.

Bei Google erfasst der Googlebot Seiten für die Suche, und die eigene Kennung Google-Extended steuert, ob Inhalte für das Training künftiger Gemini-Modelle und für das Grounding genutzt werden dürfen, also für Antworten, die Gemini zur Laufzeit mit Inhalten aus dem Suchindex anreichert. Auf die Aufnahme in die Google-Suche und das Ranking hat Google-Extended keinen Einfluss. Um Inhalte aus den AI Overviews herauszuhalten, bleiben bei Google nur die Snippet-Anweisungen wie nosnippet oder max-snippet, die zugleich die Darstellung in der normalen Trefferliste einschränken.

AnbieterTrainingSucheAbruf im Auftrag von Nutzern
OpenAIGPTBotOAI-SearchBotChatGPT-User
AnthropicClaudeBotClaude-SearchBotClaude-User
Perplexitynicht dokumentiertPerplexityBotPerplexity-User
GoogleGoogle-Extended (nur Kennung in der robots.txt, kein eigener Crawler)Googlebotnicht gesondert ausgewiesen

Eine robots.txt, die das Training ausschließt und die Suche ausdrücklich zulässt, sieht so aus:

User-agent: GPTBot
Disallow: /

User-agent: ClaudeBot
Disallow: /

User-agent: Google-Extended
Disallow: /

User-agent: OAI-SearchBot
Allow: /

User-agent: Claude-SearchBot
Allow: /

User-agent: PerplexityBot
Allow: /

Mit der Sperre für Google-Extended schließen Sie auch das Grounding in Gemini aus. Änderungen an der robots.txt greifen bei der Suche in ChatGPT nach rund 24 Stunden.

Die Firewall nicht vergessen

Wer nur die robots.txt prüft, macht unter Umständen die Rechnung ohne den Wirt. Der Netzwerkdienstleister Cloudflare hat am 1. Juli 2025 angekündigt, bekannte KI-Crawler standardmäßig zu blockieren, solange die Betreiber sie nicht ausdrücklich zulassen. Auch Firewalls von Hosting-Anbietern und Sicherheits-Plugins können Bots aussperren, ohne dass die robots.txt davon etwas verrät. Prüfen Sie in den Server-Logs, ob OAI-SearchBot, Claude-SearchBot und PerplexityBot tatsächlich Seiten erhalten.

Unsere Einschätzung: Für Unternehmen, die über ihre Website Kunden gewinnen wollen, kostet ein pauschales Aussperren aller KI-Bots mehr Sichtbarkeit, als die Sperre an Kontrolle bringt. Verlage mit Bezahlinhalten rechnen anders. Die Abwägung beschreibt unser Beitrag zur Frage, ob Websites KI-Crawler dulden oder aussperren sollen.

Auf den PunktTraining und Suche trennen

Cloudflare blockiert bekannte KI-Crawler seit Juli 2025 standardmäßig, Firewalls und Plugins können dasselbe tun. Ob die Such-Crawler wirklich durchkommen, zeigen erst die Server-Logs.

Woran erkennen Sie, ob KI-Systeme Ihre Inhalte zitieren?

Helltürkiser Handzähler auf 0001 mit Anhänger „Klick.“ vor weißem Hintergrund
Klicks aus ChatGPT erscheinen in der Webanalyse über den Parameter utm_source=chatgpt.com als eigene Verweisquelle.

Anhaltspunkte liefern die Verweise aus KI-Diensten in Ihrer Webanalyse, die Google Search Console, die Server-Logs und regelmäßige Testfragen in ChatGPT, Perplexity und Gemini. Ein Gesamtbild über alle Dienste ergibt keines dieser Werkzeuge allein.

ChatGPT hängt an Links in seinen Suchantworten automatisch den Parameter utm_source=chatgpt.com an. In Google Analytics oder einem anderen Analysewerkzeug erscheinen diese Besuche damit als eigene Verweisquelle. Für andere Dienste lohnt sich ein Filter auf deren Domains in der Liste der verweisenden Websites. Klicks und Impressionen aus den AI Overviews und dem KI-Modus zählt Google in der Search Console im Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“ mit. Klicks von Ergebnisseiten mit KI-Zusammenfassung seien wertvoller, schreibt Google, weil Nutzer länger auf der Website blieben.

Geben Sie jeden Monat dieselben 20 bis 30 typischen Kundenfragen in ChatGPT, Perplexity, Gemini und den KI-Modus von Google ein und notieren Sie, welche Quellen genannt werden. Die Antworten schwanken von Abruf zu Abruf, deshalb zählt bei diesem Selbsttest die Tendenz über mehrere Monate.

Die Server-Logs zeigen, wie oft ChatGPT-User, Claude-User oder Perplexity-User Ihre Seiten abrufen. Steigende Abrufe zeigen, dass Nutzer die Dienste häufiger nach Themen fragen, zu denen Ihre Inhalte passen.

Für den Anfang genügt ein Suchbefehl wie grep ChatGPT-User access.log auf dem Server oder ein Filter im Log-Werkzeug Ihres Hosters.

Rechnen Sie bei alldem nicht mit einem Besucherstrom wie aus der klassischen Suche. Eine Interessentin, die Ihren Firmennamen in drei KI-Antworten gelesen hat, sucht später womöglich direkt nach Ihnen. Beobachten Sie deshalb in der Search Console auch die Suchanfragen nach Ihrem Firmennamen.

Auf den PunktMessen ohne Gesamtbild
  • Webanalyse: Werten Sie Verweise mit utm_source=chatgpt.com und von KI-Domains getrennt aus.
  • Selbsttest: Geben Sie jeden Monat dieselben Kundenfragen ein und notieren Sie die genannten Quellen.
  • Markensuche: Suchen nach dem Firmennamen machen eine Wirkung sichtbar, die keinen Klick hinterlässt.

Was kann GEO-Optimierung leisten, und wo endet sie?

Weißes Buch, blauer Stab mit Anhänger „llms.txt“ auf weißem Grund
Sonderdateien wie die llms.txt ignoriert die Google-Suche, belegte Antworten und offene Such-Crawler zahlen sich dagegen aus.

GEO-Optimierung erhöht die Chance, als Quelle genannt zu werden, eine Nennung garantieren kann niemand. Am meisten bewirken belegte Antworten, ein offener Zugang für Such-Crawler und gepflegte Inhalte.

Der Entwickler Jeremy Howard schlug im September 2024 die llms.txt vor, eine Markdown-Datei im Hauptverzeichnis, die KI-Systemen eine kuratierte Übersicht der wichtigsten Inhalte anbietet. Google stellt in seinem Leitfaden klar, dass die Suche solche Dateien ignoriert: Eine llms.txt hilft der Sichtbarkeit in Google nicht und schadet ihr nicht.

In den Crawler-Dokumentationen von OpenAI, Anthropic und Perplexity, aus denen dieser Beitrag zitiert, kommt die Datei nicht vor.

Viele Agenturen behandeln GEO als eigenständige Disziplin mit eigenen Kennzahlen, etwa dem Anteil der Nennungen in KI-Antworten zu einem Themenfeld. Für ChatGPT, Claude und Perplexity spricht einiges dafür: Deren Such-Crawler und Indizes arbeiten unabhängig von Google, und die Besuche, die sie vermitteln, wertet die Search Console nicht aus.

Unsere Einordnung: KI-Systeme belohnen vor allem, was gute Fachtexte schon immer ausgezeichnet hat, nämlich eine klare Antwort, einen Beleg und eine Person, die mit ihrem Namen dafür einsteht. Neu sind die Crawler-Steuerung und die Messung, und dort lohnt sich gezielte Arbeit, weil eine falsche Sperre sofort Sichtbarkeit kostet und erst eine Auswertung den Verlust sichtbar macht.

Eine Nennung schützt außerdem nicht vor Fehlern in der Antwort. In der Bitkom-Umfrage gaben 42 % der Nutzer von KI-Suchen an, schon falsche oder erfundene Informationen erhalten zu haben, und nur 57 % gaben an, die Antworten vor der Verwendung zu prüfen.

Kontrollieren Sie bei Ihren Testfragen deshalb auch, ob die Antworten Ihre Preise, Leistungen und Standorte richtig wiedergeben.

Das A und O bleibt eine Seite, die eine Kundenfrage besser beantwortet als jede andere, denn in der Trefferliste wie in der KI-Antwort hat ein solcher Text die besten Aussichten.

Auf den PunktOhne Wunderdatei

Die Google-Suche ignoriert die llms.txt, belegte Antworten und ein offener Zugang für Such-Crawler zahlen sich dagegen aus. Prüfen Sie in KI-Antworten nicht nur, ob Ihre Website vorkommt, sondern auch, ob die Angaben stimmen.

Glossar: 16 wichtige Fachbegriffe zur GEO-Optimierung

Offenes Buch mit blauem
Das Glossar erklärt 16 Fachbegriffe zur GEO-Optimierung, von AI Overviews über Google-Extended bis zur robots.txt.

AI Overviews

Die AI Overviews sind KI-erzeugte Zusammenfassungen, die Google über den klassischen Suchergebnissen einblendet. Die Übersichten verlinken die Seiten, aus denen die Antwort stammt. Für einen Platz als Quelle muss eine Seite indexiert sein und mit einem Textausschnitt in der Suche erscheinen dürfen.

Crawler

Ein Crawler ist ein Programm, das Websites automatisch aufruft und ihren Inhalt erfasst, etwa für einen Suchindex oder für das Training eines Sprachmodells. KI-Anbieter betreiben meist mehrere Crawler mit unterschiedlichen Aufgaben. Website-Betreiber lassen jeden davon in der robots.txt einzeln zu oder sperren ihn.

E-E-A-T

E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness, also Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Google beschreibt mit diesen vier Kriterien, woran sich die Qualität von Inhalten erkennen lässt. Vertrauen nennt Google dabei den wichtigsten der vier Punkte.

Generative Engine Optimization (GEO)

Die Generative Engine Optimization (GEO) umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine Website ihre Chance erhöht, in Antworten von KI-Systemen als Quelle genannt zu werden. Den Begriff prägten Forscher der Princeton University und des IIT Delhi in einer Studie aus dem Jahr 2023.

Google-Extended

Google-Extended ist eine Kennung für die robots.txt, mit dem Betreiber steuern, ob Google ihre Inhalte für das Training künftiger Gemini-Modelle und für das Grounding verwenden darf. Auf die Aufnahme in die Google-Suche und auf das Ranking hat eine Sperre keinen Einfluss.

Grounding

Beim Grounding stützt ein Sprachmodell seine Antwort zur Laufzeit auf aktuelle Inhalte aus einem Suchindex, statt allein auf sein Trainingswissen. Das Verfahren soll Antworten genauer und aktueller machen. Google nutzt dafür Inhalte aus dem eigenen Suchindex für Gemini.

JSON-LD

JSON-LD ist ein Format, in dem Websites strukturierte Daten im Quelltext hinterlegen, ohne den sichtbaren Inhalt zu verändern. Google empfiehlt dieses Format für Markup nach schema.org, etwa für Artikel mit Autor, Veröffentlichungs- und Änderungsdatum.

KI-Modus

Der KI-Modus (AI Mode) ist eine eigene Suchansicht von Google, in der ein KI-System ausführliche Antworten im Dialog formuliert und Quellen verlinkt. Für die Antworten stellt das System zu einer Frage mehrere verwandte Suchanfragen und wertet deren Ergebnisse aus.

llms.txt

Die llms.txt ist eine vorgeschlagene Markdown-Datei im Hauptverzeichnis einer Website, die KI-Systemen eine kuratierte Übersicht der wichtigsten Inhalte bieten soll. Den Vorschlag veröffentlichte der Entwickler Jeremy Howard im September 2024. Die Google-Suche ignoriert solche Dateien.

OAI-SearchBot

Der OAI-SearchBot ist der Such-Crawler von OpenAI, der Seiten für die Suchantworten in ChatGPT erfasst. Websites, die diesen Crawler in der robots.txt aussperren, erscheinen nicht in den Suchantworten. Für das Training der Modelle nutzt OpenAI einen anderen Crawler, den GPTBot.

Query Fan-out

Beim Query Fan-out, dem Auffächern der Suchanfrage, zerlegt ein KI-Suchsystem eine Frage in mehrere verwandte Suchanfragen zu Unterthemen und Datenquellen und baut aus den Ergebnissen eine Antwort. Google setzt das Verfahren in den AI Overviews und im KI-Modus ein, wodurch auch Seiten zu Teilfragen als Quelle infrage kommen.

robots.txt

Die robots.txt ist eine Textdatei im Hauptverzeichnis einer Domain, in der Betreiber festlegen, welche Crawler welche Bereiche der Website abrufen dürfen. Seriöse Crawler halten sich an diese Regeln, für Abrufe im Auftrag einzelner Nutzer gelten sie bei manchen KI-Diensten nur eingeschränkt.

Snippet

Ein Snippet ist der Textausschnitt, den eine Suchmaschine unter einem Suchergebnis anzeigt. Über Anweisungen wie nosnippet oder max-snippet begrenzen Betreiber, wie viel Text Google zeigen darf. Seiten ohne erlaubtes Snippet kommen als Quelle für die AI Overviews nicht infrage.

Strukturierte Daten

Strukturierte Daten beschreiben Inhalte einer Seite in einem festen, maschinenlesbaren Vokabular, meist nach schema.org. Das Markup kennzeichnet etwa Autor, Datum, Produkt oder Frage-Antwort-Paare. Google verlangt, dass das Markup zum sichtbaren Text passt, für die KI-Suche ist kein spezielles Markup nötig.

User-Agent

Der User-Agent ist die Kennung, mit der sich ein Browser oder Crawler beim Abruf einer Seite gegenüber dem Server ausweist, etwa GPTBot oder PerplexityBot. Über diese Kennung adressiert die robots.txt einzelne Crawler, und in den Server-Logs lässt sich ablesen, welcher Bot welche Seiten aufgerufen hat.

UTM-Parameter

Ein UTM-Parameter ist ein Zusatz am Ende einer URL, mit dem Analysewerkzeuge die Herkunft eines Besuchs erkennen. ChatGPT hängt an Links in seinen Suchantworten automatisch utm_source=chatgpt.com an, sodass Website-Betreiber diese Besuche in der Webanalyse getrennt auswerten können.

FAQ: GEO-Optimierung für Websites: So werden Inhalte in KI-Antworten zitiert

Ein Foto zeigt eine blaue Sprechblase und ein Schild mit dem Text FAQ vor weißem Hintergrund
Die FAQ beantworten häufige Fragen zur GEO-Optimierung, von der llms.txt über WordPress bis zur Wahl einer Agentur.

Was ist eine llms.txt, und braucht meine Website eine?

Die llms.txt ist eine vorgeschlagene Markdown-Datei im Hauptverzeichnis, die KI-Systemen eine kuratierte Übersicht der wichtigsten Inhalte anbietet. Für Google brauchen Sie die Datei nicht, die Google-Suche ignoriert sie. Ob andere KI-Dienste die Datei auswerten, haben OpenAI, Anthropic und Perplexity in ihren Crawler-Dokumentationen nicht beschrieben.

Lässt sich GEO-Optimierung mit WordPress umsetzen?

Ja, die wichtigsten Maßnahmen lassen sich in WordPress ohne Programmierung umsetzen: Frage-Überschriften und Kurzantworten im Editor, strukturierte Daten über ein SEO-Plugin und eine angepasste robots.txt. Prüfen Sie zusätzlich, ob ein Sicherheits-Plugin oder die Firewall Ihres Hosters KI-Crawler blockiert.

Wie schnell zitieren KI-Systeme neue Inhalte?

Eine Frist bis zur ersten Nennung nennt keiner der Anbieter. Änderungen an der robots.txt greifen bei der Suche in ChatGPT nach rund 24 Stunden. Bei Google kann ein erneutes Crawlen einige Tage bis mehrere Monate dauern, und erst ein indexierter Inhalt kommt für die AI Overviews infrage.

Schadet das Sperren von KI-Crawlern dem Google-Ranking?

Eine Sperre für Google-Extended schadet dem Ranking nicht, Google nutzt die Kennung weder für die Aufnahme in die Suche noch als Ranking-Signal. Sperren Sie dagegen den Googlebot, verschwindet die Seite aus der Google-Suche und damit auch aus den AI Overviews.

Woher beziehen ChatGPT und Perplexity ihre Quellen?

Beide Dienste erfassen das Web mit eigenen Such-Crawlern, OpenAI mit OAI-SearchBot und Perplexity mit PerplexityBot, und rufen bei einer Nutzerfrage zusätzlich einzelne Seiten live ab. Sperrt die robots.txt den Such-Crawler aus, erscheint die Website nicht mehr in den Suchantworten des jeweiligen Dienstes.

Braucht ein Unternehmen für GEO eine Agentur?

Nicht zwingend. Klare Antworten, Belege, Autorenangaben und eine geprüfte robots.txt setzen viele Unternehmen selbst um. Externe Unterstützung lohnt sich vor allem für die laufende Messung über mehrere KI-Dienste und für Websites mit vielen Seiten, auf denen Struktur und Crawler-Zugang systematisch geprüft werden müssen.

Quellen

17 Quellen anzeigenQuellen ausblendenabgerufen am 22.10.2026
  1. BitkomInternet-Suche im Wandel: Hälfte nutzt KI-Chats (Presseinformation, 20.11.2025)
  2. Aggarwal, Murahari, Rajpurohit, Kalyan, Narasimhan, Deshpande (Princeton University, IIT Delhi)GEO: Generative Engine Optimization (KDD 2024, Fassung v3 vom 28.06.2024)
  3. Google Search CentralOptimizing your website for generative AI features on Google Search (aktualisiert 10.07.2026)
  4. Google Search CentralAI features and your website (aktualisiert 10.12.2025)
  5. Microsoft Advertising Blog, Krishna MadhavanOptimizing Your Content for Inclusion in AI Search Answers08.10.2025
  6. Pew Research CenterGoogle users are less likely to click on links when an AI summary appears in the results22.07.2025
  7. Bundesministerium der JustizGesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, § 5 und § 7
  8. Google Search CentralCreating helpful, reliable, people-first content (aktualisiert 05.10.2026)
  9. Google Search CentralArticle structured data (aktualisiert 08.09.2026)
  10. Ahrefs, Ryan LawNew Study: AI Assistants Prefer to Cite “Fresher” Content (17 Million Citations Analyzed)28.07.2025
  11. OpenAIOverview of OpenAI Crawlers
  12. AnthropicDoes Anthropic crawl data from the web, and how can site owners block the crawler?
  13. PerplexityPerplexity Crawlers
  14. Google Search CentralGoogle’s common crawlers: Google-Extended
  15. Cloudflare, Matthew PrinceContent Independence Day: no AI crawl without compensation!01.07.2025
  16. OpenAI Help CenterPublishers and Developers FAQ
  17. Jeremy HowardThe /llms.txt file (Vorschlag vom 03.09.2024)
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