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Intel-Chef Lip-Bu Tan hat laut Tom’s Hardware mit AMD-Chefin Lisa Su über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen. Einzelheiten nannte Tan nicht. Für sein nächstes Fertigungsverfahren 14A braucht Intel einen großen Kunden von außen, sonst kann der Konzern das Projekt laut Jahresbericht stoppen.

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Am Samstag trat Tan bei einer Gesprächsrunde der Chinese American Semiconductor Professional Association (CASPA) auf, einem Verband von Halbleiterfachleuten. Auf dem Podium sprach Tan über Chips nach Kundenwunsch, die eigene Auftragsfertigung und Lisa Su.[1] Am Donnerstag legt Intel Zahlen für das dritte Quartal vor.[3]

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Tan sprach laut Tom’s Hardware mit Lisa Su über eine Zusammenarbeit, Details fehlen.
  • Ohne großen externen Kunden kann Intel 14A laut Jahresbericht aufgeben.
  • Einen solchen Kunden für 14A hat Intel bisher nicht bestätigt.

Was hat Tan über AMD gesagt?

Siliziumwafer auf Ständer und Schild „Kunden gesucht“
Tan erwähnte in einer Aufzeichnung vom 24. Oktober Gespräche mit Lisa Su über mögliche Zusammenarbeit, nannte aber keine Einzelheiten

Tom’s Hardware beruft sich auf eine Aufzeichnung der Runde vom 24. Oktober. Darin erwähnt Tan Gespräche mit Lisa Su über mögliche Felder der Zusammenarbeit, nennt aber keines.[1] Einen Vertrag haben beide Konzerne nicht bekannt gegeben. AMD hat sich zu den Gesprächen bislang nicht geäußert.

Deutlicher wurde Tan bei der eigenen Fertigung. Laut US-Fachmedien, die einen Mitschnitt auswerten, bestätigte Tan die Serienfertigung im Verfahren 18A, die Intel im Jahresbericht gemeldet hatte.[2] Für 14A kündigte der Intel-Chef die nächste Version der Entwurfsvorgaben für Chipdesigner an, die endgültige Fassung soll Anfang 2027 folgen.

Warum braucht Intel einen Kunden für 14A?

Im Jahresbericht für 2025 schreibt Intel, der Konzern könne 14A und die Nachfolgeverfahren auf Eis legen oder aufgeben, falls er keinen bedeutenden externen Kunden gewinnt.[2] Mit Apple schloss Intel laut Wall Street Journal im Mai eine vorläufige Fertigungsvereinbarung, zunächst für das Verfahren 18A-P.

AMD lässt seine Prozessoren bei TSMC in Taiwan fertigen, wie unsere Analyse des Geschäftsmodells zeigt. Bestellte AMD einzelne Chips bei Intel, hätte 14A einen Referenzkunden, den jeder Einkäufer kennt. Ob Tan und Su darüber sprachen, ist offen.

Mit Konkurrenten arbeitet Intel längst zusammen: Im Oktober 2024 gründeten Intel und AMD einen Arbeitskreis, der mit Microsoft, Google, Dell und anderen die x86-Architektur weiterentwickelt.[4] Im September 2025 kündigte Nvidia an, für 4,35 Milliarden Euro Intel-Aktien zu kaufen und mit Intel Chips für Rechenzentren und PCs zu entwickeln.[5]

Intels Fertigung sucht Kundschaft
Stand 28. Oktober 2026
18A

läuft laut Intel in Serie

Anfang 2027

endgültige 14A-Entwurfsvorgaben laut Tan

14A unter Vorbehalt

ohne großen externen Kunden droht der Stopp

Intel und die Konkurrenz
Oktober 2024
Intel und AMD gründen einen Arbeitskreis für x86
September 2025
Nvidia kündigt den Kauf von Intel-Aktien für 4,35 Mrd. € an
24. Oktober 2026
Tan erwähnt laut Tom’s Hardware Gespräche mit Lisa Su
29. Oktober 2026
Intel legt die Zahlen zum dritten Quartal vor

Ein Gespräch mit Lisa Su ersetzt keinen Auftrag. Ohne Unterschrift eines großen Kunden steht 14A weiter unter Vorbehalt.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was heißt das für Unternehmen im DACH-Raum?

In Deutschland fertigt Intel keine Chips. Die geplante Fabrik in Magdeburg hat der Konzern aufgegeben, ebenso das Werk für Montage und Test in Polen.[2] Europas modernste Intel-Fertigung steht in Irland, wo Intel fünf Milliarden Euro in seine Chipwerke steckt.

Für Einkäufer von Servern und PCs zählt die Lieferkette, denn die meisten Firmenrechner laufen mit x86-Prozessoren von Intel oder AMD. Findet Intel Kunden für 14A, bleibt neben TSMC und Samsung ein dritter Anbieter für die modernsten Chips im Rennen. Achten Sie bei den Quartalszahlen gerne darauf, ob Tan einen ersten großen 14A-Kunden nennt.

Quellen

5 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. Tom’s HardwareIntel’s Lip-Bu Tan has spoken with Lisa Su about potential collaboration with AMD (englisch)26.10.2026
  2. IntelJahresbericht (Form 10-K) für das Geschäftsjahr 2025 (englisch), eingereicht bei der US-Börsenaufsicht SEC am 23. Januar 2026
  3. IntelIntel to Report Third-Quarter 2026 Financial Results (Pressemitteilung, englisch)06.10.2026
  4. IntelIntel and AMD Form x86 Ecosystem Advisory Group to Accelerate Innovation for Developers and Customers (Pressemitteilung, englisch)15.10.2024
  5. NvidiaNVIDIA and Intel to Develop AI Infrastructure and Personal Computing Products (Pressemitteilung, englisch)18.09.2025

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