Nutzer in Australien, Kanada, Indien und sieben weiteren Ländern bekommen in Googles KI-Suche jetzt Werbung zu sehen. In den USA blendet Google Anzeigen zusätzlich in Antworten auf Folgefragen ein. Deutschland steht nicht auf der Liste, mit Großbritannien folgt im vierten Quartal aber der erste europäische Markt.
Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügen„Wie beim Umstieg auf Mobilgeräte vor über zehn Jahren konzentrieren wir uns zuerst auf die beste Suche, danach folgt die Monetarisierung“, sagte Google-Chef Sundar Pichai am 28. Oktober zu den Quartalszahlen.[4] Am selben Abend kündigte Google an, die Anzeigen im AI Mode, auf Deutsch KI-Modus, auszuweiten.[1]
Das Wichtigste in Kürze
- Werbung im AI Mode gibt es in zehn weiteren Ländern.
- Brasilien, Mexiko und Großbritannien sollen im vierten Quartal folgen, ein EU-Staat ist nicht genannt.
- In den USA erscheinen Anzeigen auch in Antworten auf Folgefragen.
- Laut Search Engine Journal bremste die geringere Monetarisierung im AI Mode das Suchwachstum mit.
Wo erscheint die Werbung jetzt?

Hinzu kommen Australien, Kanada, Indien, Kenia, Malaysia, Neuseeland, Nigeria, Pakistan, die Philippinen und Singapur. Im vierten Quartal sollen weitere Märkte folgen, darunter Brasilien, Mexiko und Großbritannien.[1] Laut Google-Ads-Hilfe laufen Anzeigen in den KI-Antworten nur auf Englisch, in Pakistan nur als Textanzeigen.[2]
In den USA zeigt Google zudem Anzeigen in Antworten auf Folgefragen, also bei jeder weiteren Frage. Such-, Shopping- und Performance-Max-Kampagnen nehmen laut Hilfe automatisch teil, in derselben Auktion und ohne Aufpreis.[2] Ausschließen lassen sich die KI-Antworten nicht, nur auszuschließende Keywords und Markenausschlüsse greifen weiter.
Warum holt Google die Werbung in die KI-Antwort?
Im dritten Quartal wuchs das Suchgeschäft um 12 Prozent auf 63,35 Mrd. Dollar, rund 55,1 Mrd. Euro.[3] Nach 19 Prozent im ersten und 17 Prozent im zweiten Quartal verlangsamte sich das Wachstum laut Search Engine Journal damit erneut.[5] In der Telefonkonferenz nannte Chief Business Officer Philipp Schindler demnach neben Währungseffekten und Zurückhaltung von Werbekunden aus Handel und Medien die geringere Monetarisierung im AI Mode als Grund. Eine Größenordnung nannte er nicht.[5]
Anfragen im AI Mode sind laut Google im Schnitt dreimal so lang wie klassische Suchen.[1] Bei offenen Fragen ohne klare Kaufabsicht ordnet Google Anzeigen der Frage und der KI-Antwort zu. Keywords mit den Optionen „genau passend“ und „passende Wortgruppe“ kommen dabei laut Hilfe nicht zum Zug, nur weitgehend passende Keywords, AI Max, Shopping und Performance Max.[2] Viele AI-Mode-Anfragen bleiben für manche Kampagnen unerreichbar, jede Folgefrage mit Anzeige schafft neue Werbefläche.
Google führt eigene Zahlen an: Gesponserte und organische Produkteinträge im AI Mode erreichten in den USA vom 20. August bis 3. September ähnliche Klickraten.[1] Nachprüfen lässt sich das nicht: In den Berichten erscheint der AI Mode nur zusammen mit der übrigen Suche.[2]
Der Weg der Werbung in den AI Mode
Die Suchanfragen wachsen so schnell wie seit fünf Jahren nicht, im AI Mode verdient Google aber weniger daran.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was bedeutet das für Werbetreibende in Deutschland?
Auf der Länderliste der Hilfe steht weder Deutschland noch ein anderer EU-Staat, auch die Schweiz fehlt.[2] Einen Grund nennt Google nicht. Den KI-Modus können Suchende hierzulande seit Juni nutzen, Anzeigen über und unter den KI-Übersichten zeigt Google laut Hilfe in allen Ländern mit dieser Funktion.[2] Schon beim Test mit Daten aus Gmail und Fotos blieb der EWR außen vor.
- Kampagnen für Großbritannien prüfen: Such- und Shopping-Kampagnen mit britischer Ausrichtung laufen nach dem Start ohne Zutun in den KI-Antworten, auch Performance Max.
- Keyword-Mix ansehen: Konten mit überwiegend genau passenden Keywords erreichen offene Fragen im AI Mode nicht, AI Max dagegen schon.
- Website aktuell halten: Zu manchen Anzeigen schreibt Gemini kurze Erläuterungen, auch aus Inhalten der Website. Bearbeiten oder abschalten lassen sich diese Texte nicht.[2]
FAQ: Google weitet Anzeigen im AI Mode auf zehn weitere Länder aus, Deutschland fehlt
In welchen Ländern zeigt Google Werbung im AI Mode?
Laut Google-Ads-Hilfe in den USA, Australien, Kanada, Indien, Kenia, Malaysia, Neuseeland, Nigeria, Pakistan, auf den Philippinen und in Singapur, jeweils auf Englisch. Brasilien, Mexiko und Großbritannien sollen im vierten Quartal 2026 folgen. Ein EU-Staat steht nicht auf der Liste.
Lassen sich die KI-Antworten als Werbeplatz ausschließen?
Eine Möglichkeit, die KI-Antworten auszuschließen, bietet Google nicht. Such-, Shopping- und Performance-Max-Kampagnen nehmen automatisch teil. Steuern lässt sich die Auslieferung nur über auszuschließende Keywords und Markenausschlüsse, getrennte Berichte für den AI Mode gibt es nicht.
Was sind Anzeigen in Folgefragen?
Stellt ein Nutzer nach der ersten Antwort eine Folgefrage, kann Google auch zur neuen Antwort Anzeigen ausliefern. Die Funktion startet zunächst in den USA. Gekennzeichnet sind die Anzeigen dort mit dem englischen Hinweis „Sponsored“.
Quellen
5 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- Google BlogAds in AI Mode expand to 10 new countries
- Google-Ads-HilfeAbout ads in AI-powered experiences in Google Search (abgerufen am 29.10.2026)
- AlphabetAlphabet Announces Third Quarter 2026 Results
- Google BlogQ3 2026 earnings call: Remarks from our CEO
- Search Engine JournalGoogle Says Lower AI Mode Monetization Weighed On Search Growth
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