Subaru Deutschland hat bestätigt, dass die Marke in Europa spätestens Ende 2027 keine Verbrenner mehr verkauft. Den Anfang macht noch in diesem Jahr der Outback mit Boxermotor, ab 2028 stehen nur drei Elektromodelle aus der Kooperation mit Toyota beim Händler.
Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügenVon Januar bis September 2026 hat das Kraftfahrt-Bundesamt 2.944 neue Subaru zugelassen, 8,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.[1] Der Marktanteil liegt bei 0,1 Prozent. Gegenüber auto motor und sport nennt Subaru als Grund für den Ausstieg die CO2-Grenzwerte und die Pflicht zu Assistenzsystemen in der EU, die kleineren Herstellern die Zulassung erschweren.[2]
Das Wichtigste in Kürze
- Der Outback mit 2,5-Liter-Saugboxer verschwindet noch 2026 aus dem Angebot, Impreza, Crosstrek und Forester folgen 2027.
- Ab 2028 verkauft Subaru in Europa nur Solterra, E-Outback und Uncharted, alle drei auf Basis von Toyota-Modellen.
- Vollhybride wie in den USA plant Subaru für Europa derzeit nicht.
Warum gibt Subaru den Boxer in Europa auf?

Die EU misst den CO2-Ausstoß im Flottenschnitt aller Neuwagen eines Herstellers. Für 2025 wollte Subaru laut einer Meldung an die EU-Kommission seine Werte deshalb in einem Pool mit Tesla verrechnen, ebenso wie Toyota, Ford, Mazda und Stellantis.[3] Nach demselben Prinzip bezahlt Porsche seit August den Elektroautobauer Xpeng: Die Elektroautos des Partners drücken den gemeinsamen Wert.
Seit einer Änderung im Jahr 2025 rechnet die EU die Jahre 2025 bis 2027 im Dreijahresschnitt ab.[4] Ab 2028 zählt wieder jedes einzelne Jahr. Subarus letzte Verbrenner verschwinden damit genau zum Ende dieser Übergangszeit.
Der zweite Grund sind die Assistenzsysteme. Seit Juli 2024 schreibt die EU für jeden Neuwagen unter anderem einen Notbremsassistenten, einen Notfall-Spurhalteassistenten und eine Müdigkeitswarnung vor.[5] Porsche nahm den Verbrenner-Macan schon 2024 vom europäischen Markt, weil der Hersteller die alte Elektronik nicht nach der Cybersicherheitsvorschrift UN R155 zertifizieren wollte.
Bei 2.944 Neuzulassungen in neun Monaten rechnet sich für Subaru kein Umbau des Boxers nach jeder neuen EU-Regel.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Was baut Subaru künftig selbst?
Die drei Elektromodelle für Europa sind Toyota-Ableger: Der Solterra entspricht dem bZ4X, der E-Outback dem bZ4X Touring, der Uncharted dem C-HR+.[2] Unabhängiger werden will Subaru mit einer eigenen Plattform. Auf seiner Teststrecke nördlich von Tokio zeigte der Hersteller am 18. Oktober laut Automotive News einen getarnten Outback mit Allradantrieb und 380 Kilowatt.[6]
Der Akku des Prototyps besteht aus 4.000 Rundzellen von Panasonic Energy und wiegt 24 Prozent weniger als der bisherige, die elektrische Achse liefert der Toyota-Zulieferer Aisin.[6] Teile der Technik sollen ab etwa 2029 in Serie gehen.
Was bedeutet der Ausstieg für Käufer?
Das EU-Parlament peilt für 2035 einen um 87,5 Prozent geringeren CO2-Ausstoß von Neuwagen an, ein Rest an Verbrennern bliebe damit erlaubt. Subaru steigt in Europa sieben Jahre früher aus.
Käufer eines Allrad-Kombis mit Boxermotor müssen nach dem Outback zu einer anderen Marke wechseln oder auf den E-Outback umsteigen.[2] Planen Sie eine Ersatzbeschaffung, klären Sie mit dem Händler noch vor Jahresende, welche Verbrenner als Lagerfahrzeug verfügbar sind. Die Entscheidung betrifft nur den Verkauf neuer Autos, bereits zugelassene Fahrzeuge bleiben unberührt.
Quellen
6 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- Kraftfahrt-BundesamtNeuzulassungen von Personenkraftwagen im September 2026 nach Marken (Tabelle zur Pressemitteilung)
- auto motor und sportKeine Verbrenner mehr: Jetzt offiziell, bei Subaru endet die Boxer-Ära
- Reuters via Yahoo FinanceStellantis, Toyota, Ford, Mazda, Subaru plan to pool CO2 emissions with Tesla
- EUR-LexVerordnung (EU) 2025/1214 zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/631 hinsichtlich zusätzlicher Flexibilität bei der Berechnung der Erfüllung der Verpflichtungen der Hersteller
- EUR-LexVerordnung (EU) 2019/2144 über die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen hinsichtlich ihrer allgemeinen Sicherheit
- ElectrekSubaru’s next EV will be smarter, more efficient, and less like a Toyota (19. Oktober 2026, nach Automotive News)
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