Update vom 11. Oktober 2026: WordPress 7.0 „Armstrong“ ist wie geplant am 20. Mai 2026 erschienen, ohne Echtzeit-Kollaboration. Am 19. August 2026 folgte WordPress 7.1 „Mary Lou“, das statt gleichzeitigen Bearbeitens Notizen mit @-Erwähnungen direkt am Text bringt. Aktuell ist das Sicherheitsupdate WordPress 7.1.3 vom 6. Oktober, für den 7.0-Zweig liefert WordPress.org die Version 7.0.7.
Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügenWordPress 7.0 erscheint am 20. Mai 2026, neun Tage nach dem heutigen Tag. Mit dem Release Candidate 3 vom 8. Mai ist der finale Stichtag offiziell besiegelt. Die neue Version bringt native KI-Anbindung über eine zentrale Connectors-API, eine neue Admin-Oberfläche und einen modernisierten Block-Editor.
WordPress 7.0 ist das größte Major-Release seit dem Block-Editor 2018. Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt eine WordPress-Hauptversion am Erscheinungstag eingespielt? Genau deshalb lohnt es, die verbleibenden neun Tage strukturiert zu nutzen.
Das Wichtigste in Kürze
- Finaler Release-Termin: 20. Mai 2026
- Release Candidate 3 ist am 8. Mai 2026 erschienen
- Native KI-Connectors-API für OpenAI, Claude und Gemini im Core
- PHP 8.3 empfohlen, neue DataViews-Oberfläche im Admin
Was beim RC3 vom 8. Mai passiert ist

Der dritte Release Candidate hat 143 weitere Fixes und Updates seit RC2 eingebracht. Das WordPress-Core-Team hatte den Release ursprünglich für den 9. April 2026 geplant, dann aber wegen eines Architektur-Problems bei der Echtzeit-Kollaboration verschoben. Die zugrundeliegende Datenbank-Implementierung musste neu gebaut werden, weil die ursprüngliche Lösung Query-Caches sitewide deaktivierte.
Real-Time Collaboration ist deshalb nicht mehr Teil von 7.0. Das Feature wurde auf den 7.1-Zyklus verschoben, kam aber auch mit WordPress 7.1 am 19. August 2026 nicht in den Kern. Die offizielle Mitteilung zum RC3 ist auf wordpress.org dokumentiert.
Native KI über die Connectors-API

Das Highlight von 7.0 ist die Connectors-API. Damit gibt es im Core erstmals eine standardisierte Schnittstelle, um externe KI-Dienste anzubinden. OpenAI, Claude und Gemini lassen sich über das neue Connectors-Dashboard mit wenigen Klicks integrieren, API-Schlüssel werden zentral verwaltet.
Für Plugin-Entwickler bedeutet das eine entscheidende Vereinfachung. Statt eigene KI-Anbindungen zu bauen, registrieren sie ihre Plugins über die neue Schnittstelle. Die Abilities-API beschreibt zusätzlich, welche Aktionen ein Plugin einer KI anbieten kann. Damit wird WordPress zur Plattform für agentische Workflows, nicht nur zum klassischen CMS.
Neue Admin-UI und Block-Verbesserungen

Der wp-admin-Bereich erhält seine erste größere Modernisierung seit Jahren. DataViews ersetzt die klassischen WP-List-Tables durch eine modernere, App-ähnliche Oberfläche. Filter, Sortierung und Bulk-Aktionen funktionieren intuitiver. Drei neue Blöcke kommen dazu: ein Icon-Block, ein Breadcrumbs-Block und eine erweiterte Gallery-Lightbox-Navigation.
Auch die Block-Sichtbarkeit ist neu: Im Editor lässt sich jetzt direkt steuern, ob ein Block auf Desktop, Tablet oder Smartphone angezeigt wird. Für Theme-Entwickler relevant: Das Font-Management ist jetzt einheitlich in allen Themes verfügbar, klassische wie Block-Themes.
WordPress 7.0 schiebt das CMS vom Publishing-Tool zur KI-Plattform. Wer am 20. Mai unvorbereitet ist, riskiert nicht den Update-Termin, sondern den Anschluss an die nächste Generation des Web.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Vorbereitungs-Checkliste bis zum 20. Mai

Fünf Schritte bringen Sie bis zum Release-Tag durch. Zunächst PHP-Version prüfen: Empfohlen ist 8.3 oder höher, das absolute Minimum liegt bei 7.2.24, aber alles unter 8.1 ist sicherheitstechnisch problematisch. Parallel ein vollständiges Backup von Datenbank und Files erstellen, am besten als 1:1-Klon auf einer Staging-Umgebung.
Im dritten Schritt die Plugin-Kompatibilität testen. Page-Builder, SEO-Plugins, Mehrsprachen-Tools und WooCommerce-Erweiterungen sollten gegen den RC3 geprüft werden. Achten Sie auf das „Tested up to 7.0″-Feld im Plugin-Repository. Im vierten Schritt einen kompletten Workflow auf der Staging-Seite durchspielen, vom Beitrag erstellen bis zum Bestellvorgang. Erst danach den Live-Update einplanen, und auch das nicht am 20. Mai selbst, sondern etwa eine Woche später, wenn die ersten Kompatibilitäts-Patches durch sind.
Service-Artikel zur WordPress-Vorbereitung

Für die WordPress-Vorbereitung gibt es bei Dr. Web vier Service-Artikel zu den häufigsten Fragen: Welches Hosting-Paket zu Ihrem Projekt passt, wie Sie die WordPress-Sicherheit Schritt für Schritt aufbauen, wie Managed Hosting und Cloudflare zusammenspielen und welche Grundlagen WordPress als CMS auszeichnen.
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