In manchen Google-Ads-Konten fehlt seit dem 3. November in den Einstellungen von Search-Kampagnen eine Zeile: die Sprache. Statt der Einstellung entscheiden nun Anzeigentext, Landingpage und die Suchanfrage, wer welche Anzeige sieht. Für mehrsprachige Konten im DACH-Raum hängt damit mehr an den Texten als an den Einstellungen.
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Google Ads streicht die kampagnenweite Spracheinstellung bei Search-Kampagnen, ein erstes Konto zeigte sie am 3. November nicht mehr an.[2] Google selbst nennt als Start den September 2026 und schreibt auf der Hilfeseite, Werbetreibende müssten nichts tun.[1]
Das Wichtigste in Kürze
- Bei Search-Kampagnen entfällt die Spracheinstellung auf Kampagnenebene.
- Die Sprache von Anzeige und Landingpage steuert künftig die Auslieferung.
- In Performance Max gilt die Einstellung nicht mehr im Suchnetzwerk, sie bleibt für YouTube, Display, Discover und Gmail.
- Google verlangt keine Umstellung, der Rollout läuft laut ersten Berichten ungleichmäßig.
Was ändert Google an der Spracheinstellung?

Entfernt: Auf der Hilfeseite „About language targeting“ steht, die Einstellung auf Kampagnenebene werde entfernt und Search-Anzeigen würden automatisch nach der Sprache der Anzeigen zugeordnet.[1] Bei Performance Max gilt sie nicht mehr im Google-Suchnetzwerk, für YouTube, Display, Discover und Gmail bleibt sie bestehen. Shopping-Anzeigen in Performance Max sind nicht betroffen.[1]
Reichweite: Laut Search Engine Journal betrifft die Änderung auch AI Max for Search. Entwickler sollen über die API keine Sprachkriterien mehr senden, vorhandene Kriterien bleiben bestehen, wirken aber nicht mehr auf die Auslieferung.[3] Zusätzliche Sprachberichte hat Google laut dem Bericht nicht angekündigt.[3]
Wie entscheidet Google künftig über die Sprache?
Signale: Google wertet die Sprache der Suchanfrage, die Spracheinstellungen und Gewohnheiten des Nutzers sowie die Sprache von Anzeige und Landingpage aus.[1][2] Bei mehreren möglichen Sprachen priorisiert die KI. Bei Markenbegriffen zieht Google die bevorzugte Sprache des Nutzers heran.[3] Der Standort bleibt eine eigene Einstellung.[2]
Umkehrung: Bisher legte der Werbetreibende fest, welche Sprachen eine Kampagne erreichen soll. Nun ist der Anzeigentext selbst das Signal. Ein Konto mit gemischten Sprachen in einer Anzeigengruppe sendet damit widersprüchliche Signale. Thomas Eccel, der Google-Ads-Konten betreut, rät laut PPC Land, nie mehrere Sprachen in einer Anzeigengruppe zu mischen und Kampagnen je Sprache für Budget und Berichte getrennt zu führen. Das ist eine Praktikermeinung, keine Vorgabe von Google.[2]
Kampagnentyp und Kanal
Orange: Stellen, an denen künftig die Sprache der Anzeige zählt.
Wie lange die Änderung dauerte
Anzeigentext und Landingpage steuern nun die Auslieferung, also gehören beide ins Kampagnen-Controlling.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was bedeutet das im DACH-Raum?
Mehrsprachigkeit: Werbetreibende in der Schweiz konnten bisher vorgeben, ob Anzeigen auf Deutsch, Französisch oder Italienisch laufen. Künftig muss die Landingpage in der Sprache der Anzeige vorliegen, sonst fehlt das Signal. Das ist eine Einordnung der Redaktion, Google beschreibt keinen DACH-Fall.
Muster: Die Entfernung reiht sich in die Automatisierung des Jahres ein: Dynamic Search Ads sollen laut PPC Land bis Februar 2027 automatisch zu AI Max wechseln.[2] Das KI-Übersetzungswerkzeug für Suchkampagnen kopiert englische Kampagnen in zehn Sprachen und macht die Anzeigensprache noch wichtiger.
Was sollten Werbetreibende jetzt prüfen?
- Anzeigen und Landingpages: Passen Anzeigentexte und Zielseiten je Kampagne zur gewünschten Sprache, besonders bei KI-generierten Assets?[3]
- Anzeigengruppen trennen: Eine Sprache je Anzeigengruppe, bei Bedarf eine Kampagne je Sprache.
- Suchbegriffe beobachten: Nach dem Rollout Suchbegriffe, Standorte und Nutzermix ansehen, bevor Sie die Struktur ändern.[3]
- Übersetzungen kontrollieren: Automatisch übersetzte Anzeigen vor dem Start von einer Muttersprachlerin oder einem Muttersprachler lesen lassen.
Pflegen Sie die Konten nicht selbst, besprechen Sie die Prüfung mit einer Google-Ads-Agentur. Wie weit Google die Steuerung in die Automatik verlagert, zeigt auch AI Max mit seinen KI-Anzeigentexten. Für Performance Max gilt die Teilung nach Kanälen.
FAQ: Google Ads streicht die Spracheinstellung bei Search-Kampagnen
Hat Google die Spracheinstellung bei Search-Kampagnen entfernt?
Ja, laut Google-Hilfeseite entfällt die Spracheinstellung auf Kampagnenebene ab September 2026. Search-Anzeigen werden automatisch nach der Sprache der Anzeigen zugeordnet. Der Rollout läuft laut ersten Berichten ungleichmäßig.
Gilt die Änderung auch für Performance Max?
Teilweise. Im Google-Suchnetzwerk wirkt die Einstellung nicht mehr. Für YouTube, Display, Discover und Gmail bleibt sie bestehen, Shopping-Anzeigen in Performance Max sind nicht betroffen.
Muss ich mein Konto umbauen?
Google schreibt, dass Werbetreibende nichts tun müssen. Prüfen sollten Sie, ob Anzeigentexte und Landingpages in der gewünschten Sprache vorliegen, denn sie steuern die Auslieferung.
Bleiben bestehende Sprachkriterien in der API erhalten?
Laut Search Engine Journal bleiben vorhandene Kriterien bestehen, wirken aber nicht mehr auf die Auslieferung. Neue oder aktualisierte Search-Kampagnen sollen keine Sprachkriterien mehr senden.
Quellen
3 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- Google Ads-HilfeAbout language targeting, abgerufen am 8. November 2026
- PPC LandGoogle Ads drops language targeting from Search campaigns
- Search Engine JournalBericht über die Entfernung der Spracheinstellung, von Brooke Osmundson
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