Seit dem 1. Januar 2020 muss jede Bäckerei mit elektronischer Kasse zu jedem Brötchen einen Beleg ausgeben, ob der Kunde ihn will oder nicht. Gemeint waren Betrüger, betroffen sind alle. Ihrem eigenen Chef vertrauen laut forsa 68 Prozent der Beschäftigten, den Unternehmern als Gruppe nur 35 Prozent.
Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügenDas Misstrauen gegenüber Unternehmern hat in Deutschland eine lange Geschichte, von den Weberaufständen über die Enteignungen in der DDR bis zu den Morden der RAF. Hier lesen Sie, woher das Feindbild stammt, warum die Zahlen der gängigen Ost-West-Erklärung widersprechen und wie die Bürokratie den Verdacht gegen eine ganze Berufsgruppe in Paragrafen gießt.
Das Wichtigste in Kürze
- 68 Prozent der Beschäftigten vertrauen laut forsa ihrem eigenen Arbeitgeber, den Unternehmern als Gruppe nur 35 Prozent. Das Feindbild gilt der Gattung, weniger dem Chef, den man kennt.
- Die DDR drückte den Anteil der Selbstständigen bis 1989 auf 2,2 Prozent. Heute vertrauen Ostdeutsche Unternehmern aber genauso wie Westdeutsche, und ihre Selbstständigenquote liegt sogar leicht höher.
- Die RAF ermordete zwischen 1977 und 1991 sechs Spitzenvertreter der Wirtschaft. Keiner von ihnen war Eigentümer seiner Firma, getroffen hat das Feindbild trotzdem den ganzen Berufsstand.
- Belegpflicht, Zeiterfassung und Lieferkettengesetz behandeln jeden Betrieb wie einen Verdächtigen. 64 Prozent der Gründer melden bürokratische Hürden, und erstmals planen mehr Mittelständler die Stilllegung als die Übergabe.
1 Wie viel Prozent der Beschäftigten vertrauen laut forsa ihrem eigenen Arbeitgeber? Aufklappen ↓
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2 Wie viele mittelständische Betriebe überführte die DDR 1972 in Volkseigentum? Aufklappen ↓
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3 Wie hoch war 2025 die Selbstständigenquote in Ost- und Westdeutschland, jeweils ohne Berlin? Aufklappen ↓
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4 Welcher Anteil der Gründungen 2025 entfiel laut KfW auf den Nebenerwerb? Aufklappen ↓
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5 In wie vielen Tatort-Folgen der sechs Jahre vor 2024 waren laut BVMW Unternehmer, Manager oder Selbstständige die Täter? Aufklappen ↓
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Wen meint Deutschland, wenn über „die Unternehmer“ geschimpft wird?

Meist den Vorstand eines Konzerns, getroffen wird aber der Mittelstand. Von den Unternehmen in Deutschland sind 99,3 Prozent kleine und mittlere Betriebe, sie beschäftigen mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer.
Das Statistische Bundesamt zählte für 2024 rund 3,2 Millionen kleine und mittlere Unternehmen. Auf diese Betriebe entfallen 54 Prozent der 39,3 Millionen Beschäftigten in den erfassten Branchen, Bau und Landwirtschaft sind in der Rechnung noch nicht einmal enthalten. Hinzu kommen 3,7 Millionen Selbstständige samt mithelfender Familienangehöriger, rund 8 Prozent aller Erwerbstätigen.
Hinter dem Wort Unternehmer stehen sehr verschiedene Menschen.
Die Inhaberin eines Friseursalons in Gera haftet mit ihrem Ersparten, zahlt die Löhne von vier Angestellten und macht die Buchhaltung am Sonntag. Der Vorstandsvorsitzende eines Dax-Konzerns ist selbst Angestellter, setzt kein eigenes Kapital ein und erhält sein Gehalt vom Aufsichtsrat. Der Gründer eines Softwarehauses in Leipzig lebt vom Geld seiner Investoren und hofft, dass der Umsatz kommt, bevor das Kapital ausgeht. Alle drei landen in derselben Schublade, sobald von „den Unternehmern“ die Rede ist.
Das Feindbild lebt von dieser Verwechslung. Ein Skandal im Konzern färbt auf den Handwerksbetrieb ab, und ein Gesetz gegen die schwarzen Schafe einer Branche trifft alle drei Millionen Betriebe mit gleicher Wucht. Die Folgen spüren vor allem Betriebe ohne Rechtsabteilung.
- Mittelstand: 99,3 Prozent der Unternehmen sind klein oder mittelgroß und stellen 54 Prozent der Beschäftigten.
- Verwechslung: Inhaberin und angestellter Konzernchef landen in derselben Schublade.
- Breitenwirkung: Regeln gegen Einzelne treffen alle drei Millionen Betriebe.
Wie sehen die Deutschen ihre Unternehmer?

Mit zwei Gesichtern. 68 Prozent der Beschäftigten vertrauen ihrem eigenen Arbeitgeber, aber nur 35 Prozent der Bundesbürger vertrauen „den Unternehmern“. Das Feindbild gilt dem Unternehmer als Gattung, weniger dem Chef, den man kennt.
Das Meinungsforschungsinstitut forsa misst seit zwei Jahrzehnten, welchen Institutionen die Deutschen trauen. Für das Vertrauensranking Ende 2025 befragte forsa vom 3. bis 12. Dezember 4.025 Erwachsene zu 36 Institutionen. Ganz oben stehen Ärzte mit 81 und die Polizei mit 80 Prozent, ganz unten Werbeagenturen und soziale Medien mit je 3 Prozent.
Der eigene Arbeitgeber landet mit 68 Prozent auf Platz sechs, gleichauf mit den Stadtwerken und vor dem Bundespräsidenten.
Die Unternehmer als Gruppe kommen auf 35 Prozent, hinter den Gewerkschaften mit 47 Prozent und knapp vor dem Bundestag mit 32 Prozent. Zwischen beiden Werten liegen 33 Prozentpunkte. Dieselben Menschen, die ihrem Chef vertrauen, misstrauen der Berufsgruppe, der ihr Chef angehört. Den eigenen Betrieb kennen die Befragten aus dem Alltag, den Unternehmer als Gattung aus Schlagzeilen, Krimis und Wahlkampfreden.
forsa befragte vom 3. bis 12. Dezember 2025 insgesamt 4.025 Erwachsene zu 36 Institutionen. Der Wert für den eigenen Arbeitgeber bezieht sich auf abhängig Beschäftigte.
Einen Trend zum Schlechteren zeigt die Umfrage nicht. Ende 2020 vertrauten 31 Prozent den Unternehmern, Ende 2024 lag der Wert bei 32, Ende 2025 bei 35 Prozent. Unter den Institutionen der Wirtschaft legten nur die Banken stärker zu.
Zwischen den Teilgruppen liegen große Abstände. Männer vertrauen Unternehmern zu 42 Prozent, Frauen zu 28 Prozent, einen so großen Abstand zwischen den Geschlechtern hebt forsa bei keiner anderen Institution hervor. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Wert bei 26 Prozent, bei den über 60-Jährigen bei 35 Prozent. Die jüngste Gruppe vertraut den Arbeitgeberverbänden mit 37 Prozent sogar mehr als den Unternehmern selbst.
Auch die politische Bindung prägt das Bild. Anhänger der Parteien, die forsa als Mitte zusammenfasst, vertrauen Unternehmern zu 35 Prozent, Anhänger der AfD zu 47 Prozent, Anhänger der Linken zu 12 Prozent. Den eigenen Arbeitgeber schätzen alle drei Gruppen deutlich höher ein, die Mitte mit 72, AfD und Linke mit je 64 Prozent.
Wie viel ein Arbeitsplatz den Betrieb jenseits des Bruttolohns kostet, wissen die wenigsten Beschäftigten. Bei 2.800 Euro brutto zahlt ein Betrieb 2026 rund 3.440 Euro im Monat, wie wir im Beitrag über den Arbeitgeberanteil nachgerechnet haben.
Das Misstrauen gilt dem Unternehmer als Gattung, nicht dem eigenen Chef: 68 gegen 35 Prozent. Am skeptischsten sind Frauen, junge Erwachsene und Anhänger der Linken.
Woher kommt das Bild vom Ausbeuter?

Aus der frühen Industrialisierung, in der Kinder in Fabriken arbeiteten und Weber hungerten. Das Bild hatte einen wahren Kern. Die Verhältnisse, die das Bild hervorgebracht hatten, verschwanden, das Bild selbst überlebte sie um mehr als ein Jahrhundert.
Im Juni 1844 zogen Weber in den schlesischen Dörfern Peterswaldau und Langenbielau vor die Häuser der Fabrikanten, deren Stücklöhne sie nicht mehr ernährten. Das preußische Militär schlug den Weberaufstand nach drei Tagen nieder.
Gerhart Hauptmann machte daraus das Drama „Die Weber“. Die Uraufführung 1893 in Berlin fand nur als geschlossene Vorstellung statt, weil die Polizei öffentliche Aufführungen verboten hatte.
Preußen verbot 1839 per Regulativ die Fabrikarbeit von Kindern unter neun Jahren und begrenzte die Arbeitszeit der unter 16-Jährigen auf zehn Stunden am Tag. Ein solches Gesetz braucht nur ein Staat, in dem Kinderarbeit zum Alltag gehört. Die Figur des hartherzigen Fabrikherrn hat hier ihren Ursprung, und Karl Marx lieferte ihr wenige Jahre später die Theorie: Der Gewinn des Kapitalisten entsteht in seinem Modell aus der unbezahlten Mehrarbeit der Arbeiter. Aus dem Einzelfall des geizigen Fabrikanten wurde so ein Gesetz der Geschichte, und aus dem Unternehmer eine Klasse mit einem Gegner.
Andere Unternehmer jener Zeit passen nicht in das Bild.
Robert Bosch führte in seiner Stuttgarter Firma 1906 den Achtstundentag ein und galt in Unternehmerkreisen deshalb als „der rote Bosch“. Für alle Industriearbeiter kam der Achtstundentag erst im November 1918: Arbeitgeber und Gewerkschaften vereinbarten ihn im Stinnes-Legien-Abkommen, eine Anordnung des Demobilmachungsamts setzte ihn kurz darauf in Kraft. Alfred Krupp richtete in Essen schon in den 1830er-Jahren eine Hilfskasse für kranke Arbeiter ein, Jahrzehnte vor Bismarcks Krankenversicherung von 1883.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Bundesrepublik auf ein Gegenmodell zum Klassenkampf. Ludwig Erhard schrieb 1957 in „Wohlstand für Alle“, Wohlstand für alle und Wohlstand durch Wettbewerb gehörten „untrennbar zusammen“. Der Unternehmer war in diesem Bild kein Gegner der Arbeiter, er war der Motor ihres Aufstiegs. Die Wirtschaftswunderjahre gaben Erhard recht, verdrängten die ältere Erzählung aber nur.
Das Bild vom Ausbeuter stammt aus einer Zeit, in der Preußen Kinderarbeit erst verbieten musste. Unternehmer wie Bosch passten schon damals nicht hinein.
Was hat die DDR aus dem Unternehmer gemacht?

Eine aussterbende Art. Die sowjetische Besatzungszone und später die DDR enteigneten Fabrikanten in mehreren Wellen, bis 1989 nur noch 2,2 Prozent der Erwerbstätigen selbstständig waren. In der Bundesrepublik waren zur selben Zeit 10,9 Prozent selbstständig.
Die erste Welle kam mit der sowjetischen Besatzung. In Sachsen stimmten am 30. Juni 1946 beim Volksentscheid über die Enteignung von Betrieben der „Kriegs- und Naziverbrecher“ 77,6 Prozent mit Ja. Die übrigen Länder der Zone enteigneten ohne Abstimmung, per Gesetz oder Verordnung.
Im Frühjahr 1948 waren nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung bereits 9.200 Firmen entschädigungslos enteignet. Auf diese Betriebe entfielen 40 Prozent der Bruttoproduktion der Zone.
Viele Eigentümer und Fachleute gingen in den Westen. Die Statistik der Flüchtlinge kennt keine eigene Spalte für Unternehmer, aber zwischen 1952 und 1961 kamen 20,7 bis 22,3 Prozent der Flüchtlinge aus Industrie und Handwerk. Mit ihnen verließ das Wissen, wie man einen Betrieb führt, das Land in Richtung Bundesrepublik.
Die letzte große Welle folgte 1972, ein Jahr nach Erich Honeckers Machtantritt.
Das Politbüro beschloss am 8. Februar 1972, die verbliebenen privaten und halbstaatlichen Betriebe zu verstaatlichen. Binnen weniger Monate überführte die DDR rund 11.400 mittelständische Firmen in Volkseigentum, darunter 6.500 halbstaatliche Betriebe, an denen der Staat schon beteiligt war. Ablehnen konnten die Eigentümer nicht, über den Preis verhandeln auch nicht. Ausgenommen blieben im Wesentlichen Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten. Im Juli meldete Honecker den Vollzug per Brief an den sowjetischen Parteichef Leonid Breschnew.
Die verstaatlichten Firmen erwirtschafteten etwa 10 Prozent der gesamten Produktion, bei begehrten Konsumgütern aber rund 40 Prozent.
Übrig blieben vor allem Handwerker. Im September 1989 zählte die DDR 113.300 Selbstständige im privaten Handwerk, insgesamt zählte die Statistik 185.000 Selbstständige und mithelfende Familienangehörige bei gut 8,5 Millionen Erwerbstätigen. Daraus ergibt sich eine Selbstständigenquote von 2,2 Prozent. In Westdeutschland lag die Quote im April 1989 bei 10,9 Prozent, gerechnet auf derselben Grundlage.
Die Verfassung der DDR von 1968 schrieb fest, dass die Volkswirtschaft auf dem sozialistischen Eigentum an den Produktionsmitteln beruht. Für den freien Unternehmer sah das System keinen Platz vor, und diesen Teil seines Programms hat der Staat gründlich erledigt. Wirtschaftsfeindlich im Sinne des Unternehmertums war die DDR also mit Ansage.
- Enteignung: Bis Frühjahr 1948 verloren 9.200 Firmen in der Zone ihre Eigentümer ohne Entschädigung.
- 1972: Rund 11.400 mittelständische Betriebe wurden zwangsweise volkseigen.
- 1989: Nur 2,2 Prozent der Erwerbstätigen waren selbstständig, im Westen 10,9 Prozent.
Misstraut der Osten den Unternehmern mehr als der Westen?

Nein, das zeigen die aktuellen Zahlen nicht. Ostdeutsche vertrauen Unternehmern laut forsa zu 36 Prozent, Westdeutsche zu 35 Prozent. Tiefes Misstrauen gilt im Osten einem bestimmten Kapitel der Geschichte: der Treuhand.
Die Treuhandanstalt übernahm 1990 rund 8.500 volkseigene Betriebe mit mehr als vier Millionen Beschäftigten. Bis Ende 1994 privatisierte die Anstalt 53 Prozent der Firmen, gab 13 Prozent an frühere Eigentümer zurück und legte 30 Prozent still. Mitte 1994 arbeiteten in den rund 140 Unternehmen, die noch in ihrem Besitz waren, nur noch etwa 40.000 Menschen. Am Ende stand nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung ein Defizit von knapp 260 Milliarden D-Mark.
Gekauft haben vor allem Westdeutsche.
Von den rund 13.500 Privatisierungen bis Ende 1994 gingen nach der Auswertung des Historikers Marcus Böick 80 Prozent an westdeutsche, 15 Prozent an ausländische und 5 Prozent an ostdeutsche Käufer. Für viele Familien im Osten bekam der Unternehmer damit ein Gesicht: das eines Käufers aus dem Westen, der das Werk übernahm und Stellen strich.
Treuhand-Präsident Detlev Karsten Rohwedder erlebte den Großteil dieser Arbeit nicht mehr. Ein Scharfschütze der RAF erschoss ihn am 1. April 1991 in seinem Haus in Düsseldorf.
Die Erinnerung an die Treuhand sitzt tief. Im Oktober 2019 sagten in einer Umfrage von infratest dimap für den MDR 71 Prozent der Ostdeutschen, die Treuhand habe vor allem zum Vorteil westdeutscher Unternehmen gehandelt. Bundesweit sahen das 49 Prozent so. Das Misstrauen gilt einem Verfahren und seinen Gewinnern, nicht dem Handwerksmeister im Nachbarort.
| Kennzahl | Ostdeutschland | Westdeutschland |
|---|---|---|
| Großes Vertrauen in Unternehmer (Ende 2025) | 36 % | 35 % |
| Großes Vertrauen in den eigenen Arbeitgeber (Ende 2025, Beschäftigte) | 64 % | 69 % |
| Selbstständigenquote 1989 | 2,2 % | 10,9 % |
| Selbstständigenquote 1991, ohne Berlin | 5,1 % | 10,2 % |
| Selbstständigenquote 2025, ohne Berlin | 8,3 % | 7,9 % |
| Treuhand handelte vor allem zum Vorteil westdeutscher Unternehmen (2019) | 71 % | 49 % (bundesweit) |
Bei den Selbstständigen hat der Osten aufgeholt und den Westen sogar überholt. 1991 waren in den ostdeutschen Flächenländern 5,1 Prozent der Erwerbstätigen selbstständig, im Westen 10,2 Prozent. 2025 lag die Quote im Osten bei 8,3 Prozent, im Westen bei 7,9 Prozent, jeweils ohne Berlin. Die westdeutsche Quote sank in dieser Zeit um mehr als ein Fünftel, die ostdeutsche stieg um mehr als die Hälfte.
Eine Lücke bleibt an der Spitze. Von den 500 größten Unternehmen Deutschlands hatten 2013 nur 34 ihren Sitz im Osten, 20 davon in Berlin, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle ausgewertet hat. Ostdeutsche erleben Unternehmertum im Alltag als Mittelstand, den Konzern als Filiale mit Zentrale anderswo.
Die These, das Feindbild Unternehmer sei vor allem ein Erbe der DDR, hält den Zahlen deshalb nicht stand. Die DDR hat dem Osten die Unternehmer genommen, aber nicht das Vertrauen in sie. Das Feindbild ist ein gesamtdeutsches.
Die DDR hat dem Osten die Unternehmer genommen, nicht das Vertrauen in sie. Das tiefe Misstrauen im Osten gilt der Treuhand, die vier Fünftel der Firmen an Westdeutsche verkaufte.
Wie lebte das Feindbild im Westen weiter?

Als politische Parole, als Kampfbegriff und in den 1970er- und 1980er-Jahren als Mordmotiv. Die RAF tötete Vorstände von Banken und Konzernen, weil sie für ein System standen, nicht wegen eines eigenen Vergehens.
Die Studentenbewegung von 1968 machte die Kritik am Kapitalismus an den westdeutschen Universitäten salonfähig. Aus einem kleinen Teil dieses Milieus ging die Rote Armee Fraktion hervor. Bis zu ihrer Selbstauflösung 1998 ermordete die RAF nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung 34 Menschen.
Sechs ihrer Opfer standen an der Spitze von Banken, Konzernen, Verbänden oder der Treuhand. Mit ihnen starben Fahrer und Polizisten, deren einziges Risiko darin bestand, diese Männer zu begleiten.
| Datum | Opfer | Funktion | Ort |
|---|---|---|---|
| 30.07.1977 | Jürgen Ponto | Vorstandssprecher der Dresdner Bank | Oberursel |
| 05.09. bis 19.10.1977 | Hanns Martin Schleyer | Arbeitgeber- und BDI-Präsident, Vorstand bei Daimler-Benz | entführt in Köln, tot aufgefunden in Mülhausen im Elsass |
| 01.02.1985 | Ernst Zimmermann | Vorstandsvorsitzender der MTU | Gauting |
| 09.07.1986 | Karl Heinz Beckurts | Vorstand bei Siemens, Leiter der Konzernforschung | Straßlach bei München |
| 30.11.1989 | Alfred Herrhausen | Vorstandssprecher der Deutschen Bank | Bad Homburg |
| 01.04.1991 | Detlev Karsten Rohwedder | Präsident der Treuhandanstalt | Düsseldorf |
Keiner dieser Männer war Eigentümer der Firma, die er führte. Ponto, Herrhausen, Zimmermann und Beckurts waren angestellte Vorstände, Schleyer zugleich oberster Arbeitgeberfunktionär, Rohwedder Chef einer öffentlichen Anstalt. Die Täter wählten Repräsentanten, keine Inhaber. Der Bäckermeister, der Maschinenbauer in dritter Generation und die Gründerin einer Softwarefirma kamen in ihrem Weltbild als Menschen gar nicht vor.
Hanns Martin Schleyer wurde trotzdem zum Gesicht des Unternehmers schlechthin.
Als Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des Bundesverbands der Deutschen Industrie stand er 1977 an der Spitze beider großen Wirtschaftsverbände zugleich. Die sechs Wochen seiner Entführung gingen als „Deutscher Herbst“ in die Geschichte der Bundesrepublik ein. Die Täter meinten mit ihm das Kapital, getötet haben sie einen Menschen und vier seiner Begleiter.
Mit dem Ende der RAF verschwand die Gewalt, die Sprache blieb. SPD-Chef Franz Müntefering sagte im April 2005 der „Bild am Sonntag“, manche Finanzinvestoren fielen „wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter“. Gemeint waren Fonds, in Verruf gerieten Kapitalgeber überhaupt.
Juso-Chef Kevin Kühnert sagte im Mai 2019 der „Zeit“, ohne Kollektivierung sei eine Überwindung des Kapitalismus nicht denkbar. Als Beispiel nannte er BMW: Ihm sei weniger wichtig, ob am Ende „staatlicher“ oder „genossenschaftlicher Automobilbetrieb“ auf dem Klingelschild stehe. Einen kapitalistischen Eigentümer schließe das jedenfalls aus.
Am 26. September 2021 stimmten in Berlin 1.035.950 Menschen beim Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ mit Ja, das waren 57,6 Prozent der Teilnehmenden. Das Abgeordnetenhaus verabschiedete im März 2026 ein Rahmengesetz, das selbst keine einzige Wohnung vergesellschaftet und frühestens 2028 gilt.
Rechtslage, Entschädigungssummen und das Verfahren haben wir im Beitrag zur Enteignung von Immobilienkonzernen aufgeschlüsselt.
Kapitalismuskritik kommt auch vom rechten Rand. Die Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt Begriffe wie „Globalisten“ als antisemitische Chiffren für einen angeblich ausbeuterischen Kapitalismus. Björn Höcke etwa wettert gegen einen „Finanzkapitalismus“, der Deutschland „in seinen Klauen“ halte, und trennt ihn von der heimischen Realwirtschaft, wie die Jüdische Allgemeine dokumentiert hat. Das Feindbild wechselt je nach Lager die Adresse, verschwindet aber nicht.
- Gewalt: Die RAF ermordete Vorstände und Funktionäre, keinen einzigen Inhaber.
- Sprache: Heuschrecken, Kollektivierung und Enteignung blieben im Vokabular.
- Lager: Links trifft die Kritik den Konzern, rechts das globale Kapital.
Wie erzählt Deutschland von seinen Unternehmern?

Im Fernsehkrimi oft als Täter, im Schulbuch selten als Gestalter. Beide Befunde stammen allerdings aus Auswertungen, die Wirtschaftsverbände in Auftrag gegeben haben, und die Gegenseite widerspricht.
Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) zählte 2024 die Mörder im ARD-„Tatort“ der vorangegangenen sechs Jahre aus. In 39 Folgen waren Unternehmer, Manager oder Selbstständige die Täter, vor Berufskriminellen mit 28 und Polizisten mit 23 Fällen. BVMW-Chef Christoph Ahlhaus sprach von einem „völlig grotesken Bild“.
Die ARD hielt dagegen, die Krimis spielten in den unterschiedlichsten Milieus, ein pauschales Urteil über einen Berufsstand sei nicht beabsichtigt.
Wie viele Folgen der Verband insgesamt ausgewertet hat, nennt die Meldung nicht. Der Befund zeigt eine Häufung, beweisen kann er keine Absicht. Dramaturgisch liegt der Firmenchef als Täter nahe, denn mit Schulden, Erben und Geheimnissen bringt er Motiv und Fallhöhe gleich mit.
Schulbücher untersuchte 2024 das Zentrum für ökonomische Bildung der Universität Siegen im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung und des Verbands Die Jungen Unternehmer. Die Forscher fanden einen Staat, der als „benevolenter, paternalistischer Akteur“ die Probleme löst, während unternehmerische Initiative kaum vorkommt. Außerdem fanden die Forscher sachliche Fehler in den untersuchten Büchern.
Zu einem anderen Ergebnis kam eine vergleichende europäische Schulbuchstudie des Georg-Eckert-Instituts. Die deutschen Bücher zeichneten ein „erstaunlich differenziertes Bild der Wirtschaft und unternehmerischer Tätigkeit“, eine grundsätzlich ablehnende Haltung lasse sich ihnen nicht attestieren. Die Bildungsgewerkschaft GEW hielt diesen Befund 2013 den Wirtschaftsverbänden entgegen, die damals ein eigenes Schulfach Wirtschaft forderten.
Nach unserer Einschätzung treffen sich beide Lesarten in einem Punkt. Wer in der Schule nie erlebt, wie ein Betrieb kalkuliert, Löhne zahlt und Verluste verkraftet, füllt die Lücke später mit dem Bild aus dem Sonntagskrimi.
Krimi und Schulbuch zeigen Unternehmer selten als Gestalter, beide Befunde stammen aber aus Verbandsstudien. Unumstritten ist nur die Lücke: Wie ein Betrieb kalkuliert, lernt kaum jemand in der Schule.
Wie behandelt die Bürokratie den Unternehmer?

Wie einen Verdächtigen, der seine Unschuld laufend belegen muss. Viele Pflichten der vergangenen zehn Jahre richten sich gegen einzelne Betrüger, gelten aber für jeden Betrieb. Den Nachweis schuldet der Unternehmer, nicht der Staat.
Das deutlichste Beispiel liegt an jeder Ladenkasse.
Seit dem 1. Januar 2020 verlangt Paragraf 146a der Abgabenordnung, dass jeder Betrieb mit elektronischer Kasse zu jedem Verkauf einen Beleg ausstellt, in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit dem Kauf. Den Anlass lieferte ein Gesetz von 2016 gegen manipulierte Kassen. Eine Befreiung erteilt das Finanzamt nur aus Gründen der Zumutbarkeit und kann sie jederzeit widerrufen. Die Kundin, die zwei Brezeln kauft und den Bon liegen lässt, sieht den Sinn der Regel nicht. Der Bäcker zahlt Papier, Drucker und Zeit trotzdem.
Ab 2028 soll der Papierbon fallen, das Misstrauen bleibt. Der Regierungsentwurf, den das Kabinett am 23. September 2026 beschloss, trägt den Langtitel „Gesetz zur Fortentwicklung von Kassenaufzeichnungen und zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung sowie zur weiteren Digitalisierung handels- und steuerrechtlicher Aufzeichnungen“. Er ersetzt die Belegausgabepflicht durch eine Pflicht, jeden Beleg digital bereitzustellen, und schreibt Betrieben ab 100.000 Euro Jahresumsatz eine elektronische Kasse mit zertifizierter Sicherheitseinrichtung vor.
Beim Mindestlohn müssen Arbeitgeber in Minijobs und in Branchen mit hohem Schwarzarbeitsrisiko Beginn, Ende und Dauer jeder Arbeitszeit binnen sieben Tagen aufzeichnen und zwei Jahre lang aufbewahren. Das Bundesarbeitsgericht entschied im September 2022, dass alle Arbeitgeber die Arbeitszeit erfassen müssen. Das Arbeitsministerium legte im Juni 2026 einen Entwurf vor, der die elektronische Zeiterfassung zur Regel macht.
Hervorgehoben: Eingriffe in das Eigentum und die geplante Neuregelung der Kassen. Die Pflicht zur Zeiterfassung beruht auf einem Urteil, ein Gesetz liegt erst als Entwurf vor.
Seit 2023 verlangt das Lieferkettengesetz von großen Firmen, Menschenrechtsrisiken bei ihren Zulieferern zu prüfen und darüber jährlich zu berichten. Die Fragen landeten beim Mittelstand, der selbst gar nicht unter das Gesetz fällt: In einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer gaben 2023 schon 45 Prozent der international tätigen Firmen an, dass Partner aus der Lieferkette sie zu Menschenrechts- und Umweltrisiken befragt hatten, meist ihre Kunden. Ein Regierungsentwurf vom Oktober 2025 will die Berichtspflicht nun ersatzlos und rückwirkend streichen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle prüft die Berichte schon nicht mehr.
Alle diese Regeln haben ein berechtigtes Ziel. Steuerbetrug, Lohndumping und Ausbeutung in fernen Fabriken kommen vor.
Der Konstruktionsfehler liegt im Werkzeug. Der Staat verdächtigt die Gesamtheit, um die Ausnahme zu finden, und lässt die Gesamtheit die Kosten der Suche bezahlen. Der Bon für jede Brezel richtet sich gegen wenige Betrüger, bezahlt wird er von allen Betrieben. Vor allem dokumentiert er, dass der Gesetzgeber dem ehrlichen Bäcker nicht glaubt.
Laut forsa vertrauen 68 Prozent der Beschäftigten ihrem Chef, der Gesetzgeber behandelt jede Bäckerei wie eine Verdächtige.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Der Jahresbericht 2026 des Nationalen Normenkontrollrats zeigt, wie zäh der Rückbau verläuft. Der laufende Aufwand für Gesetze sank im Berichtszeitraum um rund 6,8 Milliarden Euro, davon entfielen auf die Wirtschaft aber nur 45 Millionen Euro. Der Großteil beruht laut Rat auf dem Gebäudemodernisierungsgesetz, das die Pflicht zu 65 Prozent erneuerbarer Energie bei neuen Heizungen zurücknimmt. Die vermiedenen Kosten sind real, eine spürbare Entlastung im Alltag der Unternehmen bringen sie nach Einschätzung des Rats aber nicht. Die Bürokratiekosten aus Informationspflichten stiegen im selben Zeitraum um rund 1,3 Milliarden Euro, vor allem durch neue Nachhaltigkeitsberichte nach EU-Recht.
Verantwortlich dafür ist keine einzelne Partei. Kassengesetz, Mindestlohngesetz und Lieferkettengesetz stammen aus Koalitionen von Union und SPD, die Pflicht zur Zeiterfassung aus Urteilen des Europäischen Gerichtshofs und des Bundesarbeitsgerichts, die Nachhaltigkeitsberichte aus Brüssel. Das Misstrauen gegenüber Unternehmern ist in Deutschland kein Programm eines Lagers. Das Misstrauen ist eine Gewohnheit der Gesetzgebung.
- Beweislast: Belegpflicht, Zeiterfassung und Lieferkettenberichte verlangen den Nachweis vom Betrieb.
- Rückbau: Von 6,8 Milliarden Euro Entlastung kamen nur 45 Millionen bei der Wirtschaft an.
- Gewohnheit: Die Regeln stammen aus verschiedenen Regierungen, Gerichten und aus Brüssel.
Was kostet das Misstrauen?

Zeit, Wachstum und Nachfolger. Gründer verbringen laut KfW im Schnitt gut ein Fünftel ihrer Arbeitszeit mit gesetzlichen Pflichten. Erstmals planen mehr Mittelständler die Stilllegung ihres Betriebs als eine Übergabe.
Die Gründerzahlen scheinen jede Klage zu widerlegen. Der KfW-Gründungsmonitor 2026 zählt für 2025 rund 690.000 Gründerinnen und Gründer, nach 585.000 im Vorjahr. Laut Global Entrepreneurship Monitor befanden sich 2025 13 Prozent der 18- bis 64-Jährigen in einer frühen Gründungsphase, Deutschland lag damit auf Platz sechs von 26 vergleichbaren Ländern.
Gewachsen ist allerdings vor allem das Gründen neben dem Job.
483.000 der Gründungen zählt die KfW im Nebenerwerb, ein Rekordanteil von 70 Prozent. Im Vollerwerb stagniert die Zahl bei 206.000. Viele Deutsche probieren das Unternehmertum aus, ohne den sicheren Arbeitsplatz aufzugeben, und die Hemmnisse sind bekannt: Knapp zwei Drittel der Gründer, 64 Prozent, berichten von bürokratischen Hürden und Verzögerungen, Bürokratie bleibt damit das am häufigsten genannte Hindernis. Von durchschnittlich 24 Wochenstunden für die eigene Firma entfallen 5,1 Stunden auf gesetzliche und regulatorische Pflichten. Im Vollerwerb arbeiten Gründer im Schnitt 45 Stunden pro Woche, und Betriebe mit Beschäftigten trifft der Aufwand laut KfW besonders.
Die Zahl der Selbstständigen sinkt seit 2012. 2025 zählte das Statistische Bundesamt noch 3,7 Millionen, 38.000 weniger als im Vorjahr, und spricht selbst von einem andauernden Abwärtstrend.
Am deutlichsten zeigt sich der Schaden beim Generationswechsel. Laut KfW-Nachfolge-Monitoring planen bis Ende 2029 rund 569.000 Mittelständler, ihren Betrieb stillzulegen, 545.000 suchen eine Nachfolge. Erstmals überwiegen damit die geplanten Schließungen. Gut die Hälfte der Inhaber ist 55 Jahre oder älter, vor 20 Jahren lag der Anteil bei 20 Prozent. Von denen, die schließen wollen, nennen 42 Prozent zu viel Bürokratie als einen Grund, so viele wie nie zuvor.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Gründerinnen und Gründer 2025 | rund 690.000 (Vorjahr 585.000) | KfW-Gründungsmonitor 2026 |
| davon im Nebenerwerb | 483.000, Anteil 70 % | KfW-Gründungsmonitor 2026 |
| Gründer mit bürokratischen Hürden | 64 % | KfW-Gründungsmonitor 2026 |
| Wochenstunden für gesetzliche Pflichten | 5,1 von 24 | KfW-Gründungsmonitor 2026 |
| Selbstständige 2025 | 3,7 Mio., 38.000 weniger als 2024 | Statistisches Bundesamt |
| Geplante Stilllegungen bis Ende 2029 | 569.000 | KfW-Nachfolge-Monitoring |
| Gesuchte Nachfolgen bis Ende 2029 | 545.000 | KfW-Nachfolge-Monitoring |
| Entgangene Wirtschaftsleistung pro Jahr | 146 Mrd. € (Szenario Schweden) | ifo-Institut, 2024 |
Das ifo-Institut hat den gesamtwirtschaftlichen Schaden 2024 im Auftrag der IHK für München und Oberbayern geschätzt. Käme Deutschland bei der Bürokratie auf das Niveau Schwedens, läge die Wirtschaftsleistung jedes Jahr um 146 Milliarden Euro höher.
Wie sich solche Verluste über Jahrzehnte aufsummieren, haben wir im Beitrag über das Wachstum, das zu viel Bürokratie kostet, nachgerechnet.
Für den einzelnen Betrieb lässt sich der Schaden schlichter beziffern: Jede Stunde für ein Formular fehlt beim Kunden, beim Lehrling oder am Familientisch.
- Nebenerwerb: 70 Prozent der Gründungen starten neben dem sicheren Job.
- Pflichten: Gut ein Fünftel ihrer Arbeitszeit verbringen Gründer mit Vorschriften.
- Nachfolge: 569.000 geplante Schließungen stehen 545.000 gesuchten Nachfolgern gegenüber.
Welche Fälle nähren das Feindbild?

Echte Skandale mit echten Geschädigten. Schlecker, Cum-Ex, der Dieselbetrug und Wirecard haben gezeigt, dass Missbrauch in der Wirtschaft vorkommt. Gesetzgeber und Gerichte haben darauf reagiert.
Das Feindbild als reine Ideologie abzutun, wäre zu bequem. Die Fälle der vergangenen 20 Jahre haben Beschäftigte, Anleger und Steuerzahler geschädigt, und sie prägen das Bild in der Öffentlichkeit stärker als jede Statistik über den Mittelstand.
| Fall | Zeitraum | Verantwortliche | Stand der Justiz |
|---|---|---|---|
| Schlecker | Insolvenz 2012 | Inhaber Anton Schlecker | Landgericht Stuttgart 2017: zwei Jahre auf Bewährung wegen vorsätzlichen Bankrotts, rechtskräftig |
| Cum-Ex und Cum-Cum | 2000 bis 2020 | Banken, Fonds, Berater | Steueranwalt Hanno Berger zu acht Jahren Haft verurteilt, rechtskräftig seit 2023; Steuerschaden laut Universität Mannheim mindestens 35,9 Mrd. € |
| Diesel-Abgasbetrug Volkswagen | bekannt seit 2015 | angestellter Vorstand | Verfahren gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn seit Juli 2025 vorläufig eingestellt, weil er als verhandlungsunfähig gilt |
| Corona-Ausbruch bei Tönnies | Juni 2020 | Familienunternehmen | kein Strafurteil; Folge war das Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie ab 2021 |
| Wirecard | Zusammenbruch 2020 | angestellter Vorstand | Prozess gegen Ex-Chef Markus Braun seit Dezember 2022, kein Urteil; Braun bestreitet die Vorwürfe |
Nur zwei der Fälle betreffen Eigentümer. Anton Schlecker haftete als Einzelkaufmann mit seinem privaten Vermögen für seine Drogeriekette und wurde wegen vorsätzlichen Bankrotts verurteilt, der Schlachtkonzern Tönnies gehört einer Familie, ein Strafurteil fiel dort nicht. Wirecard und Volkswagen leiteten angestellte Manager, beim Cum-Ex-Komplex standen Banken, Fonds und Berater im Zentrum. Alle Fälle betreffen große Unternehmen mit Tausenden Beschäftigten, keinen der drei Millionen Kleinbetriebe.
Auf die Skandale folgten gezielte Antworten.
Seit 2021 verbietet das Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft Werkverträge beim Schlachten und Zerlegen. Ebenfalls 2021 beschloss der Bundestag nach dem Wirecard-Zusammenbruch das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz mit strengeren Regeln für Abschlussprüfer. Gegen die Cum-Ex-Akteure führen Staatsanwaltschaften seit Jahren Strafverfahren. Solche Antworten treffen die Täter oder eine klar umrissene Branche. Problematisch wird die Reaktion erst, sobald der Gesetzgeber wegen eines Einzelfalls den Stab über eine ganze Berufsgruppe bricht.
Die großen Skandale hatten echte Opfer und meist angestellte Manager als Verantwortliche. Gezielte Gesetze trafen die Täter, Pflichten für alle trafen den Mittelstand.
Was machen andere Länder anders?

Die Spaltung zwischen dem Betrieb von nebenan und dem großen Konzern kennen auch die USA, dort vertrauen 67 Prozent den kleinen Unternehmen. Anders ist nach unserer Beobachtung der Sprachgebrauch: Amerikaner meinen mit Unternehmertum vor allem den kleinen Betrieb.
Das Umfrageinstitut Gallup fragt die Amerikaner jedes Jahr, wie sehr sie Institutionen vertrauen. Im Juni 2026 hatten 67 Prozent großes oder ziemlich großes Vertrauen in kleine Unternehmen, keine der 14 abgefragten Institutionen schnitt besser ab. Großkonzernen vertrauten bei der Vorjahreserhebung im Juni 2025 nur 15 Prozent.
Die Fragen von Gallup und forsa sind nicht gleich gebaut, die Prozentwerte lassen sich deshalb nicht eins zu eins vergleichen.
Das Muster ähnelt sich trotzdem: Vertraut wird dem, was man kennt. Der Unterschied liegt nach unserer Beobachtung im Sprachgebrauch. In den USA steht „small business“ für den Inhaber, der sein Geld riskiert und Leute einstellt. In Deutschland ruft „der Unternehmer“ eher das Bild des Vorstands mit Dienstwagen auf, und den Inhaber nennt man lieber Mittelständler, als wäre er etwas anderes.
Die Schweiz stimmte am 30. November 2025 über eine Initiative der Jungsozialisten ab, die Erbschaften und Schenkungen ab umgerechnet rund 54 Millionen Euro mit 50 Prozent besteuern wollte. Mit 21,7 Prozent Ja-Stimmen scheiterte die Vorlage deutlich.
Am wirksamsten waren laut der Nachbefragung VOX des Instituts gfs.bern die Argumente, die Steuer gefährde Familienunternehmen und treibe Vermögende aus dem Land. Selbst unter Anhängern der Sozialdemokraten fand die Initiative nur eine knappe Mehrheit.
Auch die Amerikaner trauen dem kleinen Betrieb mehr als dem Konzern, meinen mit Unternehmertum aber vor allem den kleinen Betrieb. Die Schweizer stimmten gegen eine Steuer, die Familienunternehmen gefährdet hätte.
Wie kommt Deutschland aus dem Feindbild heraus?

Mit Gesetzen, die dem ehrlichen Betrieb zunächst vertrauen und den Betrüger gezielt verfolgen. Außerdem braucht Deutschland Schulen, in denen Wirtschaft aus der Sicht dessen vorkommt, der Löhne zahlt, und Beschäftigte, die am Erfolg ihres Betriebs beteiligt sind.
Nach unserer Einschätzung liegt der größte Hebel beim Gesetzgeber.
Die Bundesregierung zeigt selbst, dass Ausnahmen möglich sind: Die geplante Kassenpflicht soll nicht für Betriebe mit weniger als 12.000 Euro Barumsatz im Jahr gelten. Eine solche Bagatellgrenze gehört in jedes Gesetz, das eine ganze Branche unter Verdacht stellt. Hinzu kommen sollte eine feste Frist, nach der eine Pflicht ausläuft, sofern niemand nachweist, dass sie ihren Zweck erfüllt. Den Beweis schuldet dann der Staat, nicht der Betrieb.
Der zweite Hebel liegt in der Schule. Baden-Württemberg führte mit dem Bildungsplan 2016 das Fach „Wirtschaft / Berufs- und Studienorientierung“ an weiterführenden Schulen ein. Ein Fach allein macht noch keine Gründer. Eine Unterrichtsstunde mit einer echten Kalkulation, in der Lohn, Miete, Sozialabgaben und Steuer vorkommen, ersetzt aber das Wissen aus dem Sonntagskrimi.
Der dritte Hebel liegt bei den Unternehmern selbst. 68 Prozent der Beschäftigten vertrauen ihrem eigenen Arbeitgeber, und dieses Kapital lässt sich vermehren. Seit 2024 bleiben Mitarbeiterbeteiligungen bis zu 2.000 Euro im Jahr steuerfrei. Beschäftigte mit eigenem Anteil haben einen Grund, im Chef einen Mitgesellschafter zu sehen statt eines Gegenspielers.
Ein Feindbild verschwindet nicht durch Werbekampagnen von Verbänden. Das Bild verliert an Kraft, sobald die Menschen den Unternehmer häufiger als Nachbarn, Ausbilder und Steuerzahler erleben als im Krimi und in der Abgabenordnung. Dafür muss der Staat aufhören, jeden Betrieb wie einen Verdächtigen zu behandeln.
- Bagatellgrenzen: Kleine Betriebe von Pflichten gegen Betrüger ausnehmen und solche Pflichten befristen.
- Schule: Wirtschaft aus der Sicht dessen lehren, der Löhne zahlt.
- Beteiligung: Mitarbeiter am Betrieb beteiligen, bis 2.000 Euro im Jahr steuerfrei.
Glossar: 15 wichtige Fachbegriffe zum Feindbild Unternehmer

Bagatellgrenze
Bagatellgrenze heißt ein Schwellenwert, unter dem eine gesetzliche Pflicht nicht greift, etwa ein Mindestumsatz oder eine Mindestzahl von Beschäftigten. Die geplante Kassenpflicht soll zum Beispiel nicht für Betriebe mit weniger als 12.000 Euro Barumsatz im Jahr gelten. Solche Grenzen schützen Kleinbetriebe vor Aufwand, der in keinem Verhältnis zum Risiko steht.
Belegausgabepflicht
Belegausgabepflicht nennt die Abgabenordnung die Pflicht, jedem Kunden zu einem Verkauf über eine elektronische Kasse unmittelbar einen Beleg auszustellen. Die Pflicht gilt seit dem 1. Januar 2020 und stammt aus dem Kassengesetz von 2016 gegen manipulierte Kassen. Ab 2028 soll eine digitale Bereitstellungspflicht an ihre Stelle treten.
Bürokratiekosten
Bürokratiekosten sind der Teil des Erfüllungsaufwands, der durch Informationspflichten entsteht: Formulare, Meldungen, Nachweise, Statistiken und Berichte. Der Nationale Normenkontrollrat weist sie gesondert aus. Laut seinem Jahresbericht 2026 stiegen sie zuletzt um rund 1,3 Milliarden Euro, vor allem durch neue Nachhaltigkeitsberichte.
Erfüllungsaufwand
Erfüllungsaufwand umfasst alle Kosten und den Zeitaufwand, die Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung durch die Befolgung eines Gesetzes entstehen. Jeder Gesetzentwurf des Bundes muss ihn beziffern, der Nationale Normenkontrollrat prüft die Angaben. Der Wert unterscheidet laufenden und einmaligen Aufwand.
Gründungsintensität
Gründungsintensität nennt die KfW die Zahl der Existenzgründungen je 10.000 Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren. 2025 lag sie bei 136 nach 115 im Vorjahr. Die Kennzahl zählt Voll- und Nebenerwerbsgründungen zusammen und sagt deshalb wenig darüber, wie viele Gründer vom eigenen Betrieb leben.
Halbstaatlicher Betrieb
Halbstaatlicher Betrieb hieß in der DDR ein Privatunternehmen, an dem der Staat als Gesellschafter beteiligt war. Der private Eigentümer behielt einen Teil der Firma, der Staat redete über seine Beteiligung mit. 1972 überführte die DDR rund 6.500 dieser Firmen ohne Mitsprache der Eigentümer vollständig in Volkseigentum.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind nach der Definition der EU Firmen mit weniger als 250 Beschäftigten und höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder 43 Millionen Euro Bilanzsumme. In Deutschland zählen 99,3 Prozent der vom Statistischen Bundesamt erfassten Unternehmen dazu.
Lieferkettengesetz
Lieferkettengesetz ist die Kurzform des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG), das seit 2023 gilt. Das Gesetz verpflichtet Unternehmen ab 1.000 Beschäftigten, Menschenrechts- und Umweltrisiken bei Zulieferern zu prüfen. Ein Regierungsentwurf von 2025 will die jährliche Berichtspflicht rückwirkend streichen.
Mitarbeiterkapitalbeteiligung
Mitarbeiterkapitalbeteiligung bezeichnet Anteile am Unternehmen, die ein Arbeitgeber seinen Beschäftigten verbilligt oder unentgeltlich überlässt. Nach Paragraf 3 Nummer 39 des Einkommensteuergesetzes bleibt der Vorteil bis 2.000 Euro im Jahr steuerfrei. Beschäftigte werden so zu Miteigentümern ihres Betriebs.
Nationaler Normenkontrollrat (NKR)
Nationaler Normenkontrollrat (NKR) heißt das unabhängige Gremium, das seit 2006 die Folgekosten neuer Gesetze des Bundes prüft. Er bewertet jeden Regierungsentwurf, bevor das Kabinett ihn beschließt, und legt jährlich einen Bericht über die Entwicklung von Erfüllungsaufwand und Bürokratiekosten vor.
Nebenerwerbsgründung
Nebenerwerbsgründung heißt eine Existenzgründung, bei der die selbstständige Tätigkeit nicht die Haupteinnahmequelle ist. Viele Gründer behalten dabei ihre Anstellung. 2025 entfielen laut KfW 70 Prozent aller Gründungen auf den Nebenerwerb, im Schnitt arbeiteten diese Gründer 16 Stunden pro Woche für ihre Firma.
Selbstständigenquote
Selbstständigenquote ist der Anteil der Selbstständigen an allen Erwerbstätigen, je nach Statistik mit oder ohne mithelfende Familienangehörige. In der DDR lag er 1989 bei 2,2 Prozent, in Westdeutschland bei 10,9 Prozent. 2025 kamen die ostdeutschen Flächenländer auf 8,3, die westdeutschen auf 7,9 Prozent.
Treuhandanstalt
Treuhandanstalt hieß die Bundesanstalt, die von 1990 bis 1994 die volkseigenen Betriebe der DDR privatisierte, sanierte oder stilllegte. Die Anstalt übernahm rund 8.500 Betriebe mit mehr als vier Millionen Beschäftigten. Ihr erster Präsident Detlev Karsten Rohwedder wurde 1991 von der RAF ermordet.
Vergesellschaftung
Vergesellschaftung meint nach Artikel 15 des Grundgesetzes die Überführung von Grund und Boden, Naturschätzen oder Produktionsmitteln in Gemeineigentum gegen Entschädigung. Anders als die Enteignung nach Artikel 14 dient sie keinem einzelnen Vorhaben. Angewandt wurde der Artikel seit 1949 noch nie.
Volkseigener Betrieb (VEB)
Volkseigener Betrieb (VEB) war die Rechtsform staatlicher Unternehmen in der DDR. Formal gehörten sie dem Volk, tatsächlich steuerten Ministerien und Plankommission Produktion, Preise und Investitionen. 1989 arbeitete die große Mehrheit der Erwerbstätigen in volkseigenen Betrieben oder Genossenschaften.
FAQ: Feindbild Unternehmer: Von der Enteignung zum Generalverdacht

Warum haben Unternehmer in Deutschland einen schlechten Ruf?
Das Bild vom Ausbeuter stammt aus der frühen Industrialisierung und lebte in Klassenkampf, DDR-Ideologie und westdeutscher Kapitalismuskritik weiter. Skandale wie Wirecard oder Cum-Ex bestärken das Bild. Dem eigenen Chef vertrauen trotzdem 68 Prozent der Beschäftigten, den Unternehmern als Gruppe nur 35 Prozent.
Wie viele Deutsche vertrauen Unternehmern?
Laut forsa-Vertrauensranking hatten Ende 2025 35 Prozent der Bundesbürger großes Vertrauen in Unternehmer, Ende 2020 lag der Wert bei 31 Prozent. Männer vertrauen ihnen zu 42 Prozent, Frauen zu 28 Prozent, 18- bis 29-Jährige zu 26 Prozent. Ost und West liegen mit 36 und 35 Prozent fast gleichauf.
Was geschah mit Unternehmern in der DDR?
Die Unternehmer wurden in mehreren Wellen enteignet. Bis Frühjahr 1948 verloren 9.200 Firmen in der sowjetischen Zone ihre Eigentümer ohne Entschädigung, 1972 verstaatlichte die DDR rund 11.400 mittelständische Betriebe. 1989 waren nur noch 2,2 Prozent der Erwerbstätigen selbstständig.
Welche Wirtschaftsvertreter ermordete die RAF?
Die RAF ermordete Jürgen Ponto von der Dresdner Bank und Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer 1977, MTU-Chef Ernst Zimmermann 1985, Siemens-Vorstand Karl Heinz Beckurts 1986, Alfred Herrhausen von der Deutschen Bank 1989 und Treuhand-Präsident Detlev Karsten Rohwedder 1991. Keiner war Eigentümer seiner Firma.
Wie viele Unternehmen zählt Deutschland?
Das Statistische Bundesamt zählte für 2024 in den erfassten Branchen rund 3,2 Millionen kleine und mittlere Unternehmen, das sind 99,3 Prozent aller Unternehmen. Diese Betriebe beschäftigen 54 Prozent der Arbeitnehmer. Bau und Landwirtschaft sind in dieser Zählung nicht enthalten.
Was kostet Bürokratie die deutsche Wirtschaft?
Das ifo-Institut schätzt die entgangene Wirtschaftsleistung auf 146 Milliarden Euro im Jahr, gemessen am Bürokratieniveau Schwedens. Gründer verbringen laut KfW im Schnitt 5,1 von 24 Wochenstunden mit gesetzlichen Pflichten. 42 Prozent der Mittelständler nennen Bürokratie als Grund für ihren Rückzug.
Quellen
71 Quellen anzeigenQuellen ausblendenabgerufen am 27.10.2026
- forsaInstitutionen-Vertrauensranking 2025 (Befragung 3. bis 12.12.2025, 4.025 Befragte)
- GallupConfidence in Institutions Remains Near Record Low
- GallupConfidence in Institutions, Topline and Tabs
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- Friedrich-Ebert-Stiftung, BibliothekChronik: Uraufführung von Gerhart Hauptmanns Die Weber
- gewerkschaftsgeschichte.deRegulativ über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in Fabriken
- Deutsches Historisches Museum, LeMOBiografie Robert Bosch
- Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der WissenschaftenDeutsche Biographie: Bosch, Robert
- Deutsches Historisches Museum, LeMOBiografie Alfred Krupp
- Deutsches Historisches Museum, LeMODer Achtstundentag
- Deutsches Historisches Institut Washington, GHDILudwig Erhard: Wohlstand für Alle
- Bundeszentrale für politische BildungDeutschland-Chronik: 30. Juni 1946
- Bundeszentrale für politische BildungKimmel E.: Ausgangslage SBZ/DDR
- Deutsches Historisches Institut Washington, GHDIDie berufliche Struktur der Fluchtbewegung in Prozent (1952 bis 1961)
- Bundeszentrale für politische BildungHugi S.: Verstaatlichung der privaten und halbstaatlichen Betriebe
- Stiftung FamilienunternehmenVoluntarily dispossessed: 50 years ago
- Verfassungen.deVerfassung der Deutschen Demokratischen Republik vom 6. April 1968
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- Bundeszentrale für politische BildungBreuel B.: Treuhandanstalt, Bilanz und Perspektiven, APuZ 43-44/1994
- Bundeszentrale für politische BildungBensberger Gespräche 2020: Workshop zur Treuhand mit Marcus Böick
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- Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der LänderErwerbstätige in den Ländern, Reihe 1 Band 1
- Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle25 Jahre nach dem Mauerfall
- Bundeszentrale für politische BildungDie Namen der Toten (Opfer der RAF)
- Bundeszentrale für politische BildungSiemens A.: Die Opfer der RAF
- Bundeszentrale für politische BildungDeutschland-Chronik: 30. Juli 1977
- Bundeszentrale für politische BildungVor 30 Jahren: Ermordung von Alfred Herrhausen
- der FreitagRaab K.: Und niemand sagt Heuschrecke
- t-onlineKevin Kühnert: Juso-Chef fordert Kollektivierung von BMW
- Landesabstimmungsleiterin BerlinVolksentscheid Deutsche Wohnen & Co. enteignen: endgültiges Ergebnis
- HaufeBerlin: Debatte um Enteignungen geht weiter
- GÖRGVergesellschaftung von Wohnungsunternehmen: rechtliche Einordnung
- Jüdische AllgemeineSchindler F.: Der völkische Antikapitalist
- Bundeszentrale für politische BildungVirchow F.: Antisemitismus in der extremen und populistischen Rechten
- Sonntagsblatt (epd)Analyse: Unternehmer und Manager morden im ARD-Tatort am häufigsten
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- Gewerkschaft Erziehung und WissenschaftDas didaktische Desaster (12.02.2013), mit Zitaten aus der Studie des Georg-Eckert-Instituts
- Europäische KommissionEmpfehlung 2003/361/EG betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen
- Statistisches Bundesamt54 % in kleinen und mittleren Unternehmen tätig
- Statistisches BundesamtPressemitteilung Nr. 001: Erwerbstätigenzahl im Jahr 2025 fast unverändert
- Bundesministerium der Justiz§ 146a Abgabenordnung: Ordnungsvorschrift für die Buchführung und für Aufzeichnungen mittels elektronischer Aufzeichnungssysteme
- Bundesministerium der FinanzenEntwurf eines Gesetzes zur Fortentwicklung von Kassenaufzeichnungen und zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung
- Bundesministerium der FinanzenGesetzentwurf der Bundesregierung zur Fortentwicklung von Kassenaufzeichnungen
- Bundesministerium der Justiz§ 17 Mindestlohngesetz: Erstellen und Bereithalten von Dokumenten
- BundesarbeitsgerichtBeschluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21: Initiativrecht des Betriebsrats, elektronische Zeiterfassung
- Bundesministerium der Justiz§ 10 Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz: Dokumentations- und Berichtspflicht
- Deutscher BundestagVorlagen zum Lieferkettengesetz debattiert
- Bundesamt für Wirtschaft und AusfuhrkontrolleLieferketten: Überblick
- Deutsche Industrie- und HandelskammerSonderauswertung Lieferketten, Umfrage Going International 2023
- Nationaler NormenkontrollratJahresbericht 2026: Update für Staat und Verwaltung
- KfW ResearchKfW-Gründungsmonitor 2026
- KfW ResearchKfW-Gründungsmonitor 2026, Tabellen- und Methodenband
- KfWImmer mehr Mittelständler wollen nach altersbedingtem Rückzug der Chefs schließen
- Global Entrepreneurship MonitorCountry Profile Germany
- Existenzgründungsportal des BMWEGlobal Entrepreneurship Monitor Länderbericht: weiter hohe Gründungsdynamik in Deutschland
- ifo InstitutBürokratie in Deutschland kostet jährlich 146 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung
- Legal Tribune OnlineLG Stuttgart: Bewährungsstrafe für Anton Schlecker
- Legal Tribune OnlineHaftstrafe für Hanno Berger: BGH bestätigt das LG Bonn
- Universität MannheimCumEx-Files 2.0: Neuberechnung des Steuerschadens durch Cum-Ex/Cum-Cum
- Bundesministerium der Justiz§ 6a Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft
- ZDFheuteProzess gegen Ex-VW-Chef Winterkorn vorerst eingestellt
- t-online (dpa)Wirecard: Verteidigung blitzt mit Aussetzung ab
- Deutscher BundestagBundestag stärkt Finanzmarktintegrität und Anlegerschutz
- gfs.bernVOX-Analyse November 2025, Zusammenfassung
- Europäische ZentralbankEuro foreign exchange reference rates
- Landesinstitut für Schulentwicklung Baden-WürttembergBildungsplan 2016: Wirtschaft / Berufs- und Studienorientierung (Gymnasium)
- Bundesministerium der Justiz§ 3 Einkommensteuergesetz (Nr. 39, Mitarbeiterkapitalbeteiligung)
- Rödl & PartnerMitarbeiterbeteiligung nach dem Zukunftsfinanzierungsgesetz
