Volkswagen nimmt seit Montag Bestellungen für die Basisversion seines kompakten Elektro-SUV an, drei Monate nach der Weltpremiere. Die große Batterie kostet in derselben Ausstattung 4.600 Euro mehr und reicht laut Norm gut 100 Kilometer weiter. Mit der Kaufprämie des Bundes zahlen viele Haushalte für den Einstieg weniger als 23.000 Euro.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenZur Weltpremiere am 15. Juli ließ sich der ID. Cross nur mit 52-kWh-Batterie bestellen, ab 36.525 Euro.[1] Den Einstiegspreis von 27.995 Euro für die Basisversion Trend nannte Volkswagen schon damals. Für die vier Einstiegsmodelle der Modellfamilie zählt der Konzern fast 150.000 Bestellungen, gebaut wird das SUV im spanischen Pamplona.[2]
Das Wichtigste in Kürze
- Der ID. Cross Trend mit 37 kWh kostet ab 27.995 Euro und kommt laut Norm bis zu 324 Kilometer weit.
- An der Schnellladesäule lädt die kleine Batterie in rund 23 Minuten von 10 auf 80 Prozent.
- Die Kaufprämie des Bundes beträgt je nach Einkommen und Kinderzahl 3.000 bis 6.000 Euro.
Was bekommen Käufer für 4.600 Euro Aufpreis?

In der Ausstattung Life kostet der ID. Cross mit 37 kWh und 99 kW laut Konfigurator 31.925 Euro, mit 52 kWh und 155 kW 36.525 Euro.[3] Der Aufpreis bringt 15 kWh mehr Batteriekapazität und 56 kW mehr Leistung, die Normreichweite steigt von bis zu 324 auf bis zu 427 Kilometer.[1]
Die kleine Batterie nutzt nach Berichten der Fachpresse Zellen mit Lithium-Eisenphosphat (LFP), die große Zellen mit Nickel, Mangan und Kobalt. LFP-Zellen kommen ohne Nickel und Kobalt aus und kosten weniger, speichern aber weniger Energie je Kilogramm. Auch der ID. Polo auf derselben Plattform MEB+ fährt in der Basisversion mit LFP-Zellen.
Reicht die kleine Batterie für Pendler?
Für den Trend gibt Volkswagen einen Normverbrauch von 13,8 bis 14,7 kWh je 100 Kilometer an.[4] Ein Ladestopp von 10 auf 80 Prozent füllt 25,9 kWh nach, nach Normverbrauch genug für rund 175 bis 190 Kilometer. Die mittlere Ladeleistung liegt damit bei knapp 70 kW, die Spitze bei 90 kW.
Kälte senkt die Reichweite spürbar, wie stark, zeigt der Reichweiten-Rechner. Mehr Ladestopps machen zudem den Ladetarif wichtiger, denn die Preise je Kilowattstunde schwanken je nach Anbieter deutlich.
Was bedeutet die Bundesprämie für den Preis?
Die E-Auto-Förderung des Bundes zahlt für reine Elektroautos 3.000 Euro Grundbetrag, je 1.000 Euro mehr unter 60.000 und unter 45.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen sowie 500 Euro je Kind, höchstens für zwei.[5] Ein Haushalt ohne Kinder unter 45.000 Euro erhält 5.000 Euro und zahlt für den Trend damit 22.995 Euro. Oberhalb von 80.000 Euro entfällt die Prämie, mit zwei Kindern liegt die Grenze bei 90.000 Euro.
Für Pendler ist die kleine Batterie das vernünftigere Angebot, Vielfahrer sparen damit am falschen Ende.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Bis zum 1. Oktober zahlte das BAFA im Schnitt 4.418 Euro je bewilligtem Antrag, Firmenwagen fördert das Programm nicht. Betriebe können Elektroautos im Anlagevermögen dafür im ersten Jahr zu 75 Prozent abschreiben, bei Anschaffung vor dem 1. Januar 2028.
Vergleichen Sie vor der Bestellung Ihre längste regelmäßige Strecke im Winter mit den 324 Kilometern Normreichweite und rechnen Sie einen Abschlag ein. Einen Liefertermin für die Basisversion nennt Volkswagen in der Mitteilung nicht.
Quellen
5 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- Volkswagen NewsroomWeltpremiere des neuen ID. Cross: Premium-Klasse im Kompakt-Format
- Volkswagen NewsroomErfolgreicher Markteintritt der Electric Urban Car Family
- VolkswagenKonfigurator ID. Cross (abgerufen am 20. Oktober 2026)
- Volkswagen NewsroomBezahlbar und vielseitig: ID. Cross ist ab sofort mit 37 kWh-Batterie bestellbar
- BundesumweltministeriumFragen und Antworten zur E-Auto-Förderung
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