Volkswagen zählt mehr als 30.000 Bestellungen für den elektrischen ID. Polo, den Kleinwagen ab 24.995 Euro. Die Lieferzeit liegt schon bei rund zehn Monaten. Der Andrang zeigt, dass am Massenmarkt der Preis über den Erfolg entscheidet, nicht die Technik.

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Der VW ID. Polo kam am 5. September in den Handel. Schon jetzt melden die Händler volle Auftragsbücher: Mehr als 30.000 Bestellungen hat Volkswagen für den elektrischen Kleinwagen registriert, deutlich mehr als erwartet. Der Rückstand bei der Auslieferung wächst entsprechend schnell.

Das Wichtigste in Kürze

  • Volkswagen verzeichnet über 30.000 Bestellungen für den ID. Polo, viele davon aus Deutschland.
  • Der Einstiegspreis beginnt bei 24.995 Euro für die Ausstattung Trend, die Lieferzeit liegt bei rund zehn Monaten.
  • Mit den Schwestermodellen Cupra Raval, Škoda Epiq und VW ID. Cross kommt die elektrische Kleinwagen-Familie auf mehr als 100.000 Vorbestellungen.
  • Gebaut wird der Wagen im spanischen Werk Pamplona, die Nachfrage übersteigt die Produktion.

Warum ist der Elektro-Polo schon ausverkauft?

Ladekabel mit Preisschild und Schnecke, Symbol für lange Lieferzeit
Über 30.000 Bestellungen für den ID. Polo überfordern VW. Die Lieferzeit beträgt zehn Monate, das Werk erreicht seine Kapazitätsgrenzen

Die Nachfrage übersteigt die geplante Produktion. Mehr als 30.000 Kunden haben den ID. Polo seit dem Verkaufsstart bestellt, besonders viele davon in Deutschland. Die Auftragsbücher reichen für Monate, die Lieferzeit liegt bei rund zehn Monaten. Mit diesem Andrang hatte Volkswagen nicht gerechnet und stößt nun an die Kapazitätsgrenzen des Werks.

Mit 24.995 Euro für die Ausstattung Trend bleibt der ID. Polo knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Euro. Eine besser ausgestattete Version mit größerem Akku kostet zunächst spürbar mehr als 30.000 Euro.

Wie kann ein Elektroauto so günstig sein?

Der niedrige Preis entsteht durch eine gemeinsame Konzernbasis und die Fertigung in Spanien. Volkswagen baut den ID. Polo im Werk Pamplona und teilt die Technik mit drei Schwestermodellen: dem Cupra Raval, dem Škoda Epiq und dem VW ID. Cross.[1] Zusammen kommt diese elektrische Kleinwagen-Familie auf mehr als 100.000 Vorbestellungen.

Die Skaleneffekte greifen allerdings nur bei ausgelasteten Bändern. Genau hier liegt der Engpass: Die Nachfrage läuft der Produktion davon, und Volkswagen muss die Fertigung erst hochfahren. Für Käufer bedeutet der Erfolg deshalb lange Wartezeiten trotz niedrigem Preis.

Volkswagen liefert endlich den günstigen Stromer, den die Marke jahrelang schuldig blieb, und scheitert nun an der eigenen Kapazität.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Was bedeutet der Andrang für den Markt?

Der volle Auftragsbestand offenbart eine Marktlücke. Jahrelang fehlten Stromer unter 25.000 Euro, während die Hersteller vor allem teure SUV verkauften. Erst der Preisdruck durch chinesische Anbieter und die schärferen CO2-Flottengrenzen der EU haben die Konzerne zu bezahlbaren Modellen gebracht.

Der ID. Polo trifft dabei auf Rivalen wie den Renault 5, den Citroën ë-C3 und den Hyundai Inster, während BYD sein Händlernetz in Deutschland ausbaut. Für gewerbliche Flotten und Pendler verschieben die Wartezeiten die Planung: Ein günstiges E-Auto für 2026 lässt sich nur mit langem Vorlauf sichern.

Der elektrische VW ID. Polo in Zahlen

Nachfrage, Preis und Wartezeit des günstigen Stromers

24.995 €
Einstiegspreis der Ausstattung Trend
30.000+
Bestellungen für den ID. Polo
100.000+
Vorbestellungen der Kleinwagen-Familie
10 Monate
aktuelle Lieferzeit
Gebaut wird der ID. Polo im Werk Pamplona in Spanien. Über eine gemeinsame Konzernbasis teilt er seine Technik mit Cupra Raval, Škoda Epiq und VW ID. Cross.

Für Interessenten heißt der Erfolg vor allem: früh bestellen und die lange Lieferzeit einplanen. In die Kalkulation gehören neben dem Kaufpreis auch die Ladekosten und der Wertverlust, dazu die aktuelle E-Auto-Prämie.

FAQ: Der VW ID. Polo ist ausverkauft

Was kostet der VW ID. Polo?

Der VW ID. Polo startet bei 24.995 Euro für die Basisausstattung Trend. Eine besser ausgestattete Variante mit größerem Akku kostet zunächst deutlich mehr als 30.000 Euro. Der Einstiegspreis liegt damit knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Euro.

Wie lange ist die Lieferzeit beim VW ID. Polo?

Die Lieferzeit liegt derzeit bei rund zehn Monaten. Volkswagen verzeichnet mehr als 30.000 Bestellungen, das Modell ist damit für Monate ausverkauft. Der Grund ist die hohe Nachfrage, die die aktuelle Produktion übersteigt.

Wo wird der VW ID. Polo gebaut?

Volkswagen fertigt den ID. Polo im Werk Pamplona in Spanien. Dort entstehen auch die Schwestermodelle der elektrischen Kleinwagen-Familie. Über eine gemeinsame Konzernbasis teilen sich ID. Polo, Cupra Raval, Škoda Epiq und VW ID. Cross ihre Technik.

Welche Alternativen hat der VW ID. Polo?

Im Segment der günstigen Elektro-Kleinwagen konkurriert der ID. Polo mit dem Renault 5, dem Citroën ë-C3 und dem Hyundai Inster. Auch die Schwestermodelle Cupra Raval und Škoda Epiq nutzen dieselbe Technik. Chinesische Anbieter wie BYD drängen zusätzlich in dieses Preissegment.

Quelle

[1] Volkswagen Group: „Škoda launches production of the new Epiq in Pamplona, Spain“

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