B2B Digitalagentur Vergleich 2026
Das sind die besten 67 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
Aktualisiert: 15 Min. Lesezeit
4,5 (14) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Weißer Ordner mit der Aufschrift "Digitalstrategie 2026" und einem blauen Notizzettel mit Text "2026 machen wir nächstes Jahr"

Wer im B2B verkauft, verkauft an mehrere Entscheider gleichzeitig, über Monate hinweg und mit einem Produkt, das Erklärung braucht. Genau daran scheitern viele Webauftritte: Sie zeigen das Unternehmen, beantworten aber keine der Fragen, die ein Einkauf oder eine Fachabteilung stellt. Eine B2B Digitalagentur baut den digitalen Auftritt und die dahinterliegenden Prozesse so um, dass Vertrieb und Marketing davon etwas haben. Dieser Ratgeber erklärt anbieterneutral, welche Agenturtypen der Markt kennt, worauf Sie bei der Auswahl achten, wie ein Digitalprojekt abläuft und welche Kosten nach dem Livegang weiterlaufen.


B2B Digitalagenturen im DACH-Raum: Empfohlene Anbieter

Leadeffect

Über 70 B2B-IT-Kunden Fokus IT, Software und SaaS Hamburg, seit 2019 Ab 2.500 € pro Monat

Leadeffect ist eine Hamburger Agentur für B2B-Leadgenerierung, spezialisiert auf IT-Dienstleister, Software- und SaaS-Anbieter.

Leadeffect Screenshot leadeffect.de

Leadeffect gewinnt für IT- und Softwareunternehmen qualifizierte Leads über vier Kanäle: Google Ads, SEO, GEO für die KI-Suche und LinkedIn. Alle Kanäle kommen aus einer Hand. Jede Disziplin hat ein eigenes Team, der Kunde hat einen festen Ansprechpartner. Die Geschäftsführer Daniel Mehlen und Frederik Dohm sind in jedes Kundenprojekt eingebunden. Die Zusammenarbeit startet ab 2.500 € pro Monat.

Die Kampagnen richten sich nach der Kaufentscheidung im IT-Umfeld: lange Zyklen, mehrere Entscheider, erklärungsbedürftige Produkte. Maßstab sind Leads und Leadkosten. Dafür setzt Leadeffect Lead-Tracking mit Attribution auf und optimiert die Landingpages auf Conversion.

Eine Banking-Plattform steigerte ihre Leads von rund 20 auf rund 200 pro Monat, bei Leadkosten unter 60 Euro. Ein Softwareanbieter erreicht über internationales SEO und SEA 15.000 Besucher und 40 Leads im Monat. Ein Anbieter von QM-Software verdoppelte seine Neukunden bei Leadpreisen unter 100 Euro.

Das spricht für Leadeffect
B2B-Google-Ads mit Leadfokus
Kampagnen auf Suchbegriffe mit Kaufabsicht, konsequenter Ausschluss von Streuverlusten, Steuerung nach Leadkosten statt nach Klickpreisen.
B2B-SEO
Rankings für die Begriffe, mit denen IT-Entscheider nach Lösungen suchen, dazu Inhalte, die Anfragen auslösen.
GEO für die KI-Suche
Sichtbarkeit in ChatGPT, Gemini, Perplexity und den Google AI Overviews. Der Einstieg ist ein Readiness-Check, danach werden die Nennungen regelmäßig gemessen.
LinkedIn-Marketing
Ads und gezielte Ansprache aller Entscheider im Buying Center, eingegrenzt nach Branche, Position und Unternehmensgröße.
Tracking und Conversion-Optimierung
Lead-Tracking und Attribution bis zur Anfrage, Heatmaps und Landingpage-Tests, damit aus Besuchern Leads werden.

Wukonig

Aus Graz, seit 1999 Fokus B2B, Industrie & Software Betreuung durch die Gründer

Wukonig ist eine inhabergeführte Online-Marketing-Beratung aus Graz, die B2B-Unternehmen seit über 25 Jahren zu mehr qualifizierten Anfragen verhilft. Mit Revenue Marketing misst die Agentur Marketing am Umsatz statt an Leads und betreut börsennotierte Industriekonzerne ebenso wie Hidden Champions.

Wukonig Screenshot wukonig.com

Die Beratung setzt dort an, wo B2B vom Lehrbuch abweicht: kleine Zielgruppen, 8 bis 12 Touchpoints vor der ersten Anfrage und ein Buying Center statt eines einzelnen Käufers. Für die richtigen Kontakte nutzt Wukonig vier Hebel: SEO auch für Suchbegriffe mit sehr geringem Volumen, LinkedIn-Kampagnen mit Targeting nach Job, Arbeitgeber und Skills, Google Ads als schnellen Nachfragetest vor Investitionen in Content und eine engere Verzahnung von Vertrieb und Marketing.

Beim Revenue Marketing wird die Customer Journey vom ersten Touchpoint bis zum Abschluss nachvollziehbar. Meldet der Vertrieb zurück, welche Anfragen wirklich Potenzial hatten, kann das Marketing auf diese Qualität optimieren, statt Lead-Mengen zu produzieren. Das nötige Tracking baut Wukonig in den meisten Projekten zuerst auf, oft ohne teure Tools.

Zu den B2B-Kunden zählen ams OSRAM, Anton Paar, NetApp, Pipelife International, Industrie Informatik und Rosendahl Nextrom. Die beiden Gründer Jörg Wukonig und Reinhard Posch arbeiten selbst in den Mandaten mit, unterstützt von einem kleinen, erfahrenen Kernteam.

Das spricht für Wukonig
SEO für kleine Suchvolumen
Suchbegriffe besetzen, die Keyword-Tools kaum ausweisen und Wettbewerber deshalb links liegen lassen.
LinkedIn-Kampagnen
Targeting nach Job, Arbeitgeber, Ausbildung und Skills, damit die Anzeigen genau die richtigen Entscheider erreichen.
Google Ads als Nachfragetest
Mit Anzeigen schnell prüfen, ob es Nachfrage gibt, bevor Budget in Content und Rankings fließt.
Vertrieb und Marketing verzahnen
Eine gemeinsame Messgröße und Feedback-Schleife, damit das Marketing auf Anfragequalität statt Lead-Menge optimiert.
Revenue Marketing
Die Customer Journey bis zum Abschluss nachvollziehbar machen und Marketing am Umsatz messen.
Website als Lead-Kanal
Kaufnahe Suchbegriffe, ein passender nächster Schritt auf jeder wichtigen Seite und Messung auf qualifizierte Anfragen.

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Was macht eine B2B Digitalagentur, und brauchen Sie wirklich eine?

Weißer Ordner mit der Aufschrift "Digitalstrategie 2026" und einem blauen Notizzettel mit Text "2026 machen wir nächstes Jahr"
Der Beschluss zur Digitalisierung passt oft auf einen Haftzettel, das Vorhaben dahinter füllt einen ganzen Ordner.

Eine B2B Digitalagentur plant und baut den digitalen Auftritt und die digitalen Prozesse eines Unternehmens, das an andere Unternehmen verkauft, von der Website über Shop und Kundenportal bis zur Anbindung an CRM und ERP. Danach bespielt und pflegt sie diese Kanäle weiter. Wer wenige Bestandskunden betreut und über Messe und Empfehlung wächst, kommt mit einer gepflegten Website und einem festen Freiberufler weit. Sobald mehrere Kanäle, mehrere Systeme und mehrere Sprachen zusammenkommen, lohnt sich eine Agentur.

Business-to-Business, kurz B2B, bezeichnet Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen. Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt den organisationalen Beschaffungsprozess als Entscheidung mehrerer beteiligter Rollen, die im Buying Center zusammenwirken: die Fachabteilung, die das Produkt einsetzt, der Einkauf, der Konditionen und Lieferfähigkeit prüft, häufig die IT und am Ende die Geschäftsführung. Für den digitalen Auftritt hat das eine unbequeme Folge. Eine einzige Seite muss mehrere Rollen mit unterschiedlichen Fragen gleichzeitig überzeugen.

Wo verläuft die Grenze zu benachbarten Dienstleistern? Eine klassische Werbeagentur denkt von der Kampagne und vom Medium her, entwickelt Motive, Anzeigen und Messeauftritte. Eine reine Webagentur baut die Website und übergibt sie danach. Eine Unternehmensberatung analysiert Strategie und Organisation, setzt aber selten selbst um. Eine Digitalagentur arbeitet dazwischen: Sie plant die Plattform, baut sie, verbindet sie mit den Systemen im Haus und betreibt sie anschließend weiter. In der Praxis überlappen diese Rollen stark, weshalb die Selbstbeschreibung auf der Startseite weniger aussagt als die Referenzliste.

Konkret umfasst das Leistungsbild einer B2B Digitalagentur meist fünf Bereiche: die Digitalstrategie mit Zielen und Kennzahlen, den Aufbau der Plattform aus Corporate Website, Shop oder Kundenportal, die Datenanbindung an ERP, PIM und CRM, die Inhalte von Fachartikel bis Referenzbericht sowie die laufende Sichtbarkeit über Suche, Kampagnen und Fachmedien. Nicht jede Agentur deckt alle fünf Bereiche selbst ab. Viele kaufen einzelne Gewerke zu, was legitim ist, solange Sie wissen, wer am Ende haftet.

Der B2B-Unterschied prägt jede dieser Aufgaben. Die Zielgruppe ist klein und oft namentlich benennbar, weshalb Reichweite weniger zählt als Passgenauigkeit. Der Kaufprozess zieht sich über Monate, weshalb Inhalte über lange Zeit tragen müssen. Das Produkt ist erklärungsbedürftig, weshalb technische Tiefe wichtiger ist als Werbesprache. Und der Abschluss fällt am Ende im Vertriebsgespräch, weshalb Marketing im B2B nicht beim Klick endet, sondern bei einer sauber übergebenen Anfrage.

Muss deshalb jedes Unternehmen eine Agentur beauftragen? Nein. Ein Betrieb mit stabilem Kundenstamm, klarer Nische und einem gepflegten Auftritt fährt mit einem festen Freiberufler und internen Zuständigkeiten oft besser als mit einem Rahmenvertrag, den niemand ausschöpft. Kippen tut die Rechnung erst, wenn mehrere Systeme, mehrere Sprachen und mehrere Kanäle gleichzeitig gepflegt werden sollen und im Marketing dafür eine halbe Stelle zur Verfügung steht.

Je mehr der acht Punkte auf Ihr Unternehmen zutreffen, desto eher spricht Ihre Lage für eine Agentur. Ab drei Treffern lohnt der Vergleich konkreter Angebote, darunter trägt eine interne Lösung meist noch.

Der 8-Punkte-Test: Brauchen Sie eine B2B Digitalagentur?
  • Alter: Ihre Website ist älter als vier Jahre und wurde seither nur geflickt.
  • Herkunft: Neue Kunden kommen fast ausschließlich über Messe, Vertrieb und Empfehlung.
  • Blindflug: Niemand kann sagen, wie viele Anfragen die Website im letzten Quartal gebracht hat.
  • Produktdaten: Technische Daten und Preise liegen in Excel-Listen und in mehreren Versionen vor.
  • Vertrieb: Der Außendienst pflegt Kontakte im eigenen Postfach statt im CRM.
  • Sprachen: Neue Märkte stehen an, die Website steht aber nur auf Deutsch.
  • Schnittstellen: Ein Shop oder ein Kundenportal ist beschlossen, der Weg der Preise und Bestände aus dem ERP dorthin aber ungeklärt.
  • Kapazität: Marketing ist eine halbe Stelle, die nebenbei auch Messe, Kataloge und Anzeigen betreut.

Lohnt sich der Schritt für jedes Unternehmen? Nicht zwingend. Wer eine überschaubare Kundenzahl betreut, in einer klaren Nische arbeitet und einen gepflegten Auftritt hat, kommt mit internen Zuständigkeiten und einem festen Freiberufler gut zurecht. Treffen jedoch drei oder mehr Punkte zu, hängen sie meist zusammen, und die interne Lösung kostet über die Zeit mehr als das Honorar: veraltete Inhalte, verlorene Anfragen und ein Vertrieb, der ohne Vorarbeit ins Gespräch geht.

Diese 7 Probleme löst eine B2B Digitalagentur

Altes Buch mit blauem Etikett "Stand 2019" neben einem Flyer "PREISE AKTUELL" auf weißer Oberfläche
Gedruckte Kataloge veralten schneller, als der Vertrieb sie nachbestellen kann.

Die meisten Beschwerden über den eigenen Webauftritt lassen sich auf einen einzigen Konstruktionsfehler zurückführen: Die digitale Präsenz wurde als Projekt behandelt und gehört nach dem Livegang niemandem mehr. Eine Agentur löst deshalb selten ein einzelnes Problem, sondern räumt die Kette dahinter auf, von den Produktdaten bis zur Übergabe an den Vertrieb.

Das Statistische Bundesamt weist regelmäßig aus, wie viele Unternehmen eine Website betreiben und wie viele davon tatsächlich über digitale Kanäle verkaufen. Zwischen beiden Werten klafft eine Lücke, und genau in dieser Lücke sitzen die Probleme, um die es hier geht. Eine Website zu haben ist längst Standard. Aus ihr Anfragen zu bekommen, die der Vertrieb brauchen kann, ist die eigentliche Aufgabe.

Auffällig ist, wie oft die Ursache nicht im Marketing liegt. Produktdaten stammen aus dem ERP, Preise aus dem Vertrieb, technische Angaben aus der Konstruktion. Fehlt eine verbindliche Quelle für diese Daten, entsteht die bekannte Situation, in der Katalog, Preisliste und Website drei verschiedene Wahrheiten erzählen. Bitkom beschreibt in seinen Erhebungen zur Digitalisierung im Mittelstand denselben Befund aus anderer Richtung: Digitale Vorhaben scheitern häufiger an Zuständigkeiten und Datenqualität als an Technik.

Dazu kommt die internationale Ebene. Wer in mehreren Märkten verkauft, bedient sie oft mit einer übersetzten Broschüre statt mit einer eigenen Sprachversion, in der Ansprechpartner, Zertifikate und Lieferbedingungen des jeweiligen Marktes stehen. Und seit Suchmaschinen Antworten zunehmend zusammenfassen, fällt eine weitere Lücke auf: In diesen Antworten taucht der Wettbewerb auf, weil er seine Fachfragen sauber beantwortet hat, während das eigene Unternehmen nur eine Imageseite anbietet.

Die folgenden sieben Punkte kommen in Erstgesprächen am häufigsten vor. Keiner davon verlangt zwingend eine Agentur. Treten mehrere gleichzeitig auf, hängen sie aber fast immer zusammen, und genau dann rechnet sich ein Dienstleister, der die ganze Kette sieht.

Die Website erklärt das Unternehmen, nicht das Produkt

Imageseiten beantworten keine der Fragen, die Einkauf und Fachabteilung stellen. Eine Agentur baut den Auftritt entlang des Kaufprozesses um, mit technischen Angaben, Anwendungsfällen und klaren Einstiegen je Rolle.

Anfragen kommen zufällig und ohne Quelle

Ohne Messtechnik bleibt offen, welcher Kanal die Anfrage gebracht hat. Sauber gesetzte Messpunkte und eine Anbindung an das CRM machen sichtbar, welche Inhalte tatsächlich zu Gesprächen führen.

Produktdaten leben in drei Versionen

Katalog, Preisliste und Website widersprechen sich, weil jede Quelle getrennt gepflegt wird. Ein Produktdatensystem bündelt die Angaben an einer Stelle und spielt sie in alle Kanäle aus.

Der Vertrieb bekommt Kontakte ohne Kontext

Ein Formulareingang ohne Vorgeschichte zwingt zum Neustart in jedem Gespräch. Übergabe an das CRM samt besuchter Seiten und angefragter Produkte verkürzt den Weg zum ersten sinnvollen Termin.

Inhalte entstehen unregelmäßig

Die Zuständigkeit pendelt zwischen Marketing, Produktmanagement und Geschäftsführung, deshalb bleibt der Redaktionsplan liegen. Eine Agentur liefert Struktur, Themenplanung und die Produktion selbst.

Neue Märkte mit übersetzter Broschüre

Eine reine Übersetzung ignoriert Ansprechpartner, Zertifikate und Lieferbedingungen des Zielmarktes. Eigene Sprachversionen mit lokalen Inhalten und passender Suchstrategie wirken deutlich besser.

In Suchantworten erscheint nur der Wettbewerb

Wer Fachfragen sauber beantwortet, wird in Suchergebnissen und zusammengefassten Antworten zitiert. Fehlen solche Inhalte, übernimmt der Wettbewerb diese Rolle im Markt.

Welche Arten von B2B Digitalagenturen gibt es?

Der Markt teilt sich in sieben Typen, von der Industrie-Werbeagentur über Web- und Commerce-Häuser bis zum CRM-Partner und zum Sichtbarkeits-Spezialisten. Fast jede Agentur bedient zwei bis drei dieser Rollen gleichzeitig, weshalb die Referenzliste mehr über den Schwerpunkt verrät als die Leistungsseite.

Die Einteilung folgt der Frage, wo eine Agentur ihr Handwerk gelernt hat. Häuser aus der klassischen Industriekommunikation kommen von Marke, Messe und Vertriebsunterlagen und haben das Digitale später hinzugenommen. Web- und Plattformagenturen kommen von Redaktionssystem und Gestaltung. Commerce-Häuser kommen vom Shop und von der Produktdatenpflege. Performance-Agenturen kommen von Kampagne und Kanal, Content- und PR-Häuser vom Text und von der Fachmedienarbeit, CRM-Partner von der Software, und die Sichtbarkeits-Spezialisten kommen aus der Suchmaschinenoptimierung.

Diese Herkunft prägt bis heute, was eine Agentur wirklich gut kann. Wer eine Corporate Website mit vielen Sprachversionen braucht, ist bei einem Plattformhaus meist besser aufgehoben als bei einer Kampagnenagentur, auch wenn beide Websites im Angebot führen. Wer Produktdaten aus dem ERP in einen Shop mit kundenindividuellen Preisen und Rahmenverträgen bringen will, braucht ein Haus mit Erfahrung in PIM und Schnittstellen, nicht das schönste Gestaltungskonzept.

Die eigentliche Marktfrage lautet deshalb selten „welcher Typ“, sondern „alles aus einer Hand oder mehrere Spezialisten“. Beide Wege funktionieren, kosten aber an unterschiedlichen Stellen. Die Gegenüberstellung unten zeigt, wo jeweils der Preis liegt.

In der Praxis hat sich ein dritter Weg durchgesetzt, der beide Seiten mischt. Eine Leitagentur verantwortet Marke, Website und Betreuung, und für Shop, Kampagnen oder CRM kommen ein bis zwei Spezialisten dazu, die von der Leitagentur mitgesteuert werden. Diese Konstruktion funktioniert nur, wenn im eigenen Unternehmen jemand benannt ist, der die Schnittstelle verantwortet. Sonst verschiebt sich der Koordinationsaufwand lediglich vom Dienstleister zurück in die eigene Marketingabteilung.

B2B-Full-Service- und Industrie-Werbeagentur

Marke, Kampagne, Messe, Vertriebsunterlagen und Website aus einem Haus. Passt, wenn Positionierung und Auftritt gemeinsam entwickelt werden sollen und die Technik überschaubar bleibt.

Web- und Plattform-Digitalagentur

Corporate Website, Redaktionssysteme wie TYPO3 oder WordPress, Kundenportale sowie Gestaltung und Design-Systeme. Erste Wahl bei vielen Sprachversionen, vielen Vorlagen und langlebiger Pflege.

B2B-Commerce- und PIM-Agentur

Onlineshop mit Kundenpreisen, Rahmenverträgen und Freigabeprozessen, dazu Produktdatenpflege und Anbindung an das ERP. Der Schwerpunkt liegt auf Daten und Schnittstellen, nicht auf Kampagnen.

B2B-Performance- und Demand-Generation-Agentur

Kampagnen über Suchanzeigen und Fachnetzwerke auf kleine, klar benannte Zielgruppen. Sinnvoll, wenn die Plattform bereits steht und planbarer Anfrageeingang fehlt.

B2B-Content-, PR- und Kommunikationsagentur

Fachartikel, Whitepaper, Referenzberichte sowie Presse- und Fachmedienarbeit. Passt bei erklärungsbedürftigen Produkten, die über Fachwissen statt über Werbedruck verkauft werden.

CRM- und Marketing-Automation-Partner

Einführung und Betrieb von Systemen wie HubSpot, Salesforce oder Dynamics samt Übergabeprozess an den Vertrieb. Der Nutzen entsteht erst, wenn der Vertrieb die Daten wirklich nutzt.

Sichtbarkeits-Spezialist für B2B

Suchmaschinenoptimierung für Nischenbegriffe mit kleinem Suchvolumen, dazu die Aufbereitung von Inhalten für zusammengefasste Suchantworten. Wirkt langsam, dafür dauerhaft.

Alles aus einer Hand
Eine Agentur für Strategie, Marke, Website, Kampagne und Betreuung
  • Ein Ansprechpartner und ein Vertrag für alle Gewerke
  • Konsistenter Auftritt, weniger Reibung zwischen den Beteiligten
  • Höherer Preis, selten Spitzenqualität in jeder einzelnen Disziplin
  • Klumpenrisiko, sobald die Zusammenarbeit endet
Spezialist je Aufgabe
Mehrere Dienstleister mit Tiefe in Technik, Kanal oder Branche
  • Maximale Tiefe im jeweiligen Gewerk, oft besseres Verhältnis von Preis und Leistung
  • Schnellere Ergebnisse dort, wo Spezialwissen zählt
  • Koordinationsaufwand bleibt bei Ihnen im Unternehmen
  • Bruchrisiko an den Schnittstellen zwischen den Dienstleistern

Whitepaper
B2B Digitalagentur
2026
Ratgeber für Entscheider
Kostenloser Download

Whitepaper:
B2B Digitalagentur 2026

Der Leitfaden stellt sieben Agenturtypen von der Industrie-Werbeagentur bis zum CRM-Partner vor und nennt acht Auswahlkriterien mit Prüffragen fürs Erstgespräch. Ein eigener Abschnitt zeigt, wie ein Digitalprojekt in sechs Phasen abläuft und welche Kennzahlen dabei zählen. Zum Schluss ordnet der Text die üblichen Abrechnungsmodelle ein und benennt die Kosten, die nach dem Livegang weiterlaufen.

Anbietervergleich B2B-Marketing Website-Relaunch B2B-Commerce Auswahlkriterien Agenturkosten DSGVO
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Worauf Sie bei der Auswahl achten müssen

Drei weiße Boxen mit blauen Etiketten. Links "Rundum-Betreuung", Mitte offen mit Stift, rechts "Alles aus einer Hand"
Agenturversprechen klingen austauschbar, erst der Blick hinein zeigt den Unterschied.

Entscheidend sind acht Punkte: nachweisbare B2B-Erfahrung, technische Passung zu Ihren Systemen, geregelte Datenhoheit, sauberer Umgang mit Auftragsverarbeitung nach der Datenschutz-Grundverordnung, verbindliche Betreuung nach dem Livegang, Anschluss an Ihren Vertrieb, Messbarkeit bis zur qualifizierten Anfrage sowie Team und Verfügbarkeit. Zu jedem Punkt gehört eine Frage, die Sie im Erstgespräch stellen.

Der häufigste Auswahlfehler ist schnell benannt. Agenturen werden nach der Optik ihrer eigenen Website ausgesucht, während das Projekt später an Schnittstellen, Produktdaten und Freigabewegen hängt. Eine gute Prüfung dreht die Reihenfolge um: erst die Referenzen mit vergleichbar erklärungsbedürftigen Produkten, dann die Technik, dann die Zusammenarbeit, und erst zum Schluss die Gestaltung.

Besonders unterschätzt wird die Frage der Datenhoheit. Wem gehören nach dem Projekt Domain, Quellcode, Werbekonten, Analysedaten und Inhalte? e-recht24 weist für die Zusammenarbeit mit Dienstleistern regelmäßig darauf hin, dass Nutzungsrechte und die Auftragsverarbeitung nach Art. 28 der Datenschutz-Grundverordnung schriftlich geregelt gehören, und zwar vor Projektstart. Dazu zählt auch, wo die eingesetzten Werkzeuge betrieben werden und was mit Formular- und Trackingdaten geschieht. Dieser Abschnitt ordnet die Praxis ein und ersetzt keine Rechtsberatung, weil am Ende der jeweilige Vertrag zählt.

Wie wichtig ist räumliche Nähe? Nähe ist kein Qualitätsmerkmal, aber ein praktischer Vorteil, sobald Werkstermine, Produktaufnahmen und Workshops mit Vertrieb und Technik anstehen. Für eine Leitagentur, die Ihr Produkt verstehen muss, spricht deshalb einiges für die Region. Für Spezialisten in Kampagnen, Shop oder CRM spielt der Standort kaum eine Rolle, solange Erreichbarkeit und Reaktionszeiten vertraglich stehen.

Drei Signale sollten Sie skeptisch machen. Garantierte Rankings und garantierte Anfragezahlen kann niemand seriös zusagen, weil beides von Wettbewerb und Suchsystemen abhängt. Festpreise für nicht abgegrenzte Leistungen verschieben den Konflikt nur auf später. Und ein Pitch mit fertigen Gestaltungsentwürfen, bevor überhaupt jemand mit Ihrem Vertrieb gesprochen hat, zeigt, in welcher Reihenfolge diese Agentur denkt. Werbesprache wie „ganzheitlich“ oder „auf Augenhöhe“ ersetzt kein Angebot mit Leistungsgrenzen.

Nachweisbare B2B-Erfahrung
Referenzen mit erklärungsbedürftigen Produkten

Cases aus dem Konsumgütergeschäft sagen wenig über lange Kaufprozesse und mehrere Entscheider aus. Lassen Sie sich zwei bis drei Projekte zeigen, die Ihrem Vorhaben in Produkt und Vertriebsweg ähneln.

Frage fürs Erstgespräch: Welches Projekt aus Ihrem Portfolio kommt unserem am nächsten, und mit wem dort dürfen wir sprechen?
Technische Passung zur Systemlandschaft
Redaktionssystem, Shop, PIM, ERP und CRM

Entscheidend ist, welche Systeme die Agentur selbst beherrscht und welche sie zukauft. Eine ehrliche Antwort darauf schützt vor Projekten, in denen die wichtigste Schnittstelle beim Subunternehmer liegt.

Frage fürs Erstgespräch: Welche Gewerke erledigt Ihr Team selbst, und welche vergeben Sie weiter?
Datenhoheit und Zugänge
Quellcode, Domains, Werbekonten, Daten und Inhalte

Wem nach dem Projekt was gehört, gehört vor Projektstart schriftlich geregelt. Dazu zählen Nutzungsrechte am individuell erstellten Quellcode, die Herausgabe aller Zugänge und der Export der Inhalte.

Frage fürs Erstgespräch: Was genau bekommen wir ausgehändigt, wenn die Zusammenarbeit endet?
Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Art. 28 der Datenschutz-Grundverordnung

Formular-, Tracking- und Kontaktdaten laufen über die Agentur, deshalb braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Klären Sie zusätzlich, wo die eingesetzten Werkzeuge betrieben werden.

Frage fürs Erstgespräch: Welche Werkzeuge setzen Sie ein, wo werden die Daten verarbeitet, und liegt ein Auftragsverarbeitungsvertrag vor?
Betreuung nach dem Livegang
Wartung, Updates und Reaktionszeiten

Eine Website altert ab dem ersten Tag. Sicherheitsupdates, Fehlerbehebung und Weiterentwicklung gehören in einen Vertrag mit benanntem Team und zugesagten Reaktionszeiten statt in eine mündliche Zusage.

Frage fürs Erstgespräch: Wie sieht Ihr Wartungsvertrag aus, und in welcher Zeit reagieren Sie bei einem Ausfall?
Anschluss an Ihren Vertrieb
Übergabe der Anfrage statt Übergabe des Klicks

Im B2B endet Marketing bei der qualifizierten Anfrage. Eine gute Agentur spricht früh mit dem Vertrieb, versteht den Einwandkatalog und richtet Inhalte und Formulare darauf aus.

Frage fürs Erstgespräch: Wann im Projekt sprechen Sie zum ersten Mal mit unserem Außendienst?
Messbarkeit und Reporting
Kennzahlen bis zur qualifizierten Anfrage

Besucherzahlen taugen bei kleinen Zielgruppen wenig. Vereinbaren Sie vorab, was als Erfolg gilt, und sichern Sie sich Zugriff auf die Rohdaten statt nur auf eine aufbereitete Monatsfolie.

Frage fürs Erstgespräch: Welche Kennzahl legen Sie uns nach sechs Monaten vor, und woher stammen die Daten?
Team, Größe und Verfügbarkeit
Wer nach dem Pitch tatsächlich arbeitet

In der Präsentation sitzt oft die Geschäftsführung, im Projekt arbeiten andere. Fragen Sie nach den namentlich benannten Personen, nach der Zahl paralleler Projekte und nach der Vertretung bei Ausfällen.

Frage fürs Erstgespräch: Wer aus diesem Raum arbeitet später an unserem Projekt, und wer vertritt diese Person?
Bedarfscheck in 2 Minuten

Welche B2B Digitalagentur passt zu Ihnen?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Empfehlung per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 67 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Was steht bei Ihnen an?
Das Vorhaben bestimmt, welcher Agenturtyp passt.
Neue Website oder Relaunch
Corporate Website mit Redaktionssystem, mehreren Vorlagen und Sprachen.
Onlineshop oder Kundenportal
B2B-Commerce mit Kundenpreisen, Rahmenverträgen und Datenanbindung.
Mehr qualifizierte Anfragen
Sichtbarkeit, Inhalte und Kampagnen auf eine klar benannte Zielgruppe.
Marke und Positionierung
Auftritt, Botschaften und Vertriebsunterlagen neu aufsetzen.
Frage 2 von 5
Wie groß ist Ihr Unternehmen?
Größe und Struktur beeinflussen Aufwand und Abstimmungswege.
Bis 20 Mitarbeitende
Kurze Wege, meist ohne eigene Marketingabteilung.
21 bis 100 Mitarbeitende
Marketing als eigene Rolle, oft mit knapper Kapazität.
101 bis 500 Mitarbeitende
Mehrere Abteilungen und Standorte mit Abstimmungsbedarf.
Über 500 Mitarbeitende
Konzernnahe Strukturen mit Einkauf, IT und Compliance im Projekt.
Frage 3 von 5
Welche Systeme sollen angebunden werden?
Schnittstellen treiben den Aufwand stärker als die Gestaltung.
Keine Anbindung nötig
Website ohne Verbindung zu Warenwirtschaft oder Kundendatenbank.
CRM
Anfragen sollen mit Kontext direkt im Vertriebssystem landen.
ERP oder PIM
Preise, Bestände und Produktdaten kommen aus vorhandenen Systemen.
Mehrere Systeme gleichzeitig
ERP, PIM und CRM sollen zusammen mit der Plattform arbeiten.
Frage 4 von 5
Wie soll die Zusammenarbeit laufen?
Das Modell entscheidet über Vertrag und Kostenstruktur.
Einmaliges Projekt
Abgegrenzter Auftrag mit Abnahme und Übergabe.
Projekt mit anschließender Betreuung
Umsetzung plus Wartungsvertrag für die Zeit danach.
Laufender Retainer
Feste Monatspauschale für Betreuung, Inhalte und Kampagnen.
Noch unklar
Zuerst Beratung, danach Entscheidung über den Rahmen.
Frage 5 von 5
Welches Budget planen Sie für die nächsten zwölf Monate?
Der Rahmen grenzt Umfang und Anbieterkreis ein.
Bis 25.000 Euro
Einzelne Maßnahmen oder ein klar begrenztes Vorhaben.
25.000 bis 75.000 Euro
Relaunch mittlerer Größe oder laufende Betreuung.
75.000 bis 200.000 Euro
Mehrsprachiger Auftritt oder Shop mit Datenanbindung.
Mehr als 200.000 Euro
Plattformprojekt mit Portal, Schnittstellen und Betrieb.
Fast geschafft
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Vielen Dank, {vorname}

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Wie ein Digitalprojekt mit einer Agentur abläuft

Sechs weiße rechteckige Objekte in einer Reihe, das mittlere trägt ein türkises Etikett mit "Freigabe"
Digitalprojekte laufen sauber, bis eine Freigabe im eigenen Unternehmen zu lange dauert.

Ein B2B-Digitalprojekt läuft in sechs Phasen, von Briefing und Angebot über Discovery, Konzept und Umsetzung bis zu Livegang und laufendem Betrieb. Nach Erfahrungswerten aus der Praxis vergehen bei mittelgroßen Vorhaben rund vier bis neun Monate bis zum Livegang, wobei die Freigaben im eigenen Unternehmen häufiger bremsen als die Agentur.

Am Anfang steht eine unspektakuläre, aber folgenreiche Frage: Wer entscheidet? Ein Projekt, das Marketing, Vertrieb, IT und Geschäftsführung berührt, braucht eine benannte Person mit Mandat, sonst wandern Entwürfe wochenlang durch Abstimmungsrunden. Genauso wichtig ist die Discovery-Phase, in der Workshops mit Vertrieb und Technik stattfinden, die Bestandsseite analysiert wird und am Ende ein Konzept mit Aufwandsschätzung steht. Diese Phase ist bezahlte Arbeit und keine Vorleistung, weil dort die Entscheidungen fallen, die später am teuersten zu ändern sind.

Die zweite kritische Stelle liegt am Ende. Nach dem Livegang endet in vielen Projekten das Budget, und die Seite altert ab dem ersten Tag. Zum Livegang gehören deshalb nicht nur Datenübernahme, Weiterleitungen und Messtechnik, sondern auch eine Schulung der Redaktion und die vollständige Übergabe aller Zugänge. Wer diese beiden Punkte im Angebot vermisst, sollte sie einfordern, bevor unterschrieben wird.

Die Kennzahlen unter der Zeitleiste zeigen, woran Sie den Fortschritt später messen. Besucherzahlen taugen dafür wenig, weil eine B2B-Zielgruppe klein ist. Aussagekräftig sind qualifizierte Anfragen, ihre Herkunft, die Reaktionszeit des Vertriebs und der Anteil der Inhalte, der nach dem Livegang überhaupt aktualisiert wurde.

Woche 1 bis 3

Briefing und Angebot

Ziele, Rahmen und Budget werden abgesteckt, dazu die Frage, wer im Unternehmen entscheidet und wer freigibt.

Ziele und Rahmen festlegenEntscheider und Freigeber benennenAngebote vergleichbar machen
1
Woche 2 bis 6

Discovery

Workshops mit Marketing, Vertrieb und IT, Analyse der Bestandsseite, Zielgruppen und Anforderungen. Am Ende steht ein Konzept mit Aufwandsschätzung.

Workshops mit Vertrieb und TechnikBestandsanalyse und AnforderungenKonzept mit Aufwandsschätzung
2
Woche 4 bis 10

Konzept und Design

Informationsarchitektur, Prototyp und Design-System entstehen, danach folgt die Abnahme der Gestaltung.

Seitenstruktur und PrototypDesign-System und VorlagenAbnahme der Gestaltung
3
Woche 8 bis 20

Umsetzung und Schnittstellen

Redaktionssystem, Inhalte und die Datenanbindung an ERP, PIM und CRM werden gebaut und getestet.

Redaktionssystem aufsetzenInhalte einpflegen und übersetzenSchnittstellen anbinden und testen
4
1 bis 2 Wochen

Livegang

Datenübernahme, Weiterleitungen und Messtechnik werden scharf geschaltet, die Redaktion geschult und alle Zugänge übergeben.

Weiterleitungen und MesstechnikSchulung der RedaktionÜbergabe aller Zugänge
5
laufend

Betrieb und Weiterentwicklung

Wartung, Inhalte, Kampagnen und regelmäßige Auswertung halten den Auftritt am Leben und entwickeln ihn weiter.

Wartung und SicherheitsupdatesRedaktionsplan und KampagnenAuswertung und nächste Ausbaustufe
6
6
Phasen bis zum Betrieb
4–9
Monate bis zum Livegang
3
Bereiche im Discovery-Workshop
1
benannte Person mit Mandat

Die häufigsten Fehler in der Zusammenarbeit

Weiße Box mit Zahlenschloss, blauem Tag "unsere Website" und Schlüsselbehälter "Passenger Schlüssel"
Wem Domains, Zugänge und Quellcode gehören, entscheidet der Vertrag und nicht die Gewohnheit.

Die teuersten Fehler entstehen nicht bei der Agenturwahl, sondern in der eigenen Organisation: kein benannter Verantwortlicher, ein Vertrieb, der bei keinem Workshop dabei war, unterschätzte Inhalte und ein Budget, das mit dem Livegang endet. Dazu kommen zwei Klassiker aus dem Vertragswerk, nämlich ungeklärte Zugänge und die falsche Erfolgsmessung.

Bemerkenswert ist, wie berechenbar diese Fehler auftreten. Fast alle lassen sich vor Projektstart mit einer halben Stunde Vorbereitung entschärfen: eine Person benennen, den Vertrieb zum ersten Workshop einladen, den Redaktionsplan für die Inhalte gleich mitplanen, die Zugänge im Vertrag regeln und festlegen, welche Kennzahl am Ende zählt. Nachträglich kostet jeder dieser Punkte ein Vielfaches.

Ein Sonderfall ist der Agenturwechsel. Wer wechselt, merkt oft erst dann, was alles beim alten Dienstleister liegt, von der Domain über das Werbekonto bis zum Zugang zum Redaktionssystem. Ein sauberer Wechsel beginnt deshalb mit einer Inventur der Zugänge und endet mit einer schriftlichen Übergabe, nicht mit einer Kündigung.

Zu jedem der sieben Punkte steht darunter die konkrete Gegenmaßnahme. Keiner davon verlangt zusätzliches Budget, alle verlangen eine Entscheidung.

1
Auswahl nach Optik

Die Agentur wird nach der Gestaltung ihrer eigenen Website ausgewählt, obwohl das Projekt an Schnittstellen, Produktdaten und Inhalten hängt.

Erst Referenzen, Technik und Zusammenarbeit prüfen, die Gestaltung zuletzt.
2
Niemand entscheidet

Ohne benannten Projektverantwortlichen mit Mandat ziehen sich Freigaben über Wochen, und jede Abstimmungsrunde bringt neue Meinungen ins Spiel.

Eine Person mit Entscheidungsbefugnis benennen und Freigabefristen vereinbaren.
3
Der Vertrieb bleibt außen vor

Sitzt der Vertrieb bei keinem Workshop mit am Tisch, erkennt er die eigenen Kunden im Ergebnis nicht wieder und nutzt die neue Seite nicht.

Den Außendienst in Discovery und Abnahme fest einplanen.
4
Inhalte werden unterschätzt

Das Design steht, die Texte fehlen, und der Livegang verschiebt sich um Monate, weil Fachabteilungen nebenbei schreiben sollen.

Redaktionsplan, Verantwortliche und Budget für Inhalte von Anfang an mitplanen.
5
Zugänge bleiben bei der Agentur

Domain, Werbekonten und Quellcode liegen beim Dienstleister, weil im Vertrag niemand danach gefragt hat.

Herausgabe der Zugänge und Nutzungsrechte vor Projektstart schriftlich regeln.
6
Budgetende am Tag des Livegangs

Nach dem Start ist kein Geld mehr für Pflege und Weiterentwicklung eingeplant, und die Seite altert ab dem ersten Tag.

Einen Anteil des Projektbudgets für die zwölf Monate nach dem Livegang reservieren.
7
Falsche Erfolgsmessung

Besucherzahlen werden zum Maßstab, obwohl eine B2B-Zielgruppe klein ist und nur qualifizierte Anfragen zählen.

Vorab definieren, was als qualifizierte Anfrage gilt, und genau das messen.

Was kostet eine B2B Digitalagentur wirklich?

Eine Waage zeigt ein Ungleichgewicht: Auf der linken Seite liegt ein Stapel Angebote, auf der rechten Seite ein Wartungsumschlag
Die laufenden Kosten nach dem Livegang wiegen oft schwerer als der Projektpreis.

Abgerechnet wird auf vier Arten: nach Aufwand über Stunden- oder Tagessatz, als Projektfestpreis auf Basis eines abgenommenen Konzepts, als monatlicher Retainer für die laufende Betreuung oder gemischt aus Projektpreis und Wartungspauschale. Die Summe unter dem Angebot entscheidet weniger als die Kosten des Auftritts über drei Jahre.

Zu belastbaren Zahlen eine Vorbemerkung in eigener Sache. Für Stundensätze, Tagessätze und Projektbudgets in diesem Markt liegen fast ausschließlich Angaben von Agenturen selbst vor, teils von Anbietern, die in diesem Vergleich gelistet sind. Solche Quellen sind für einen neutralen Ratgeber ungeeignet. Die Stufen unten beschreiben deshalb, wofür Sie zahlen und was den Preis treibt, und verzichten auf Beträge, die niemand unabhängig belegen kann. Der GWA als Verband der Kommunikationsagenturen ordnet die gängigen Vergütungsmodelle als Rahmen ein, ohne Marktpreise festzulegen.

Preistreibend wirken vier Faktoren, und zwar unabhängig vom Abrechnungsmodell: die Zahl der Sprachversionen, die Zahl der Seitenvorlagen, die Zahl der Schnittstellen zu ERP, PIM und CRM sowie der Anteil an Inhalten, den die Agentur selbst erstellen soll. Wer vergleichbare Angebote will, gibt allen Anbietern dieselben Annahmen zu diesen vier Punkten vor. Ohne diese Vorgabe vergleichen Sie am Ende vier verschiedene Projekte.

Der zweite Teil der Rechnung steht selten im Angebot. Hosting, Wartung und Sicherheitsupdates laufen dauerhaft, Lizenzen für Redaktionssystem, Shop, PIM und CRM ebenso. Dazu kommen Inhalte und Produktfotografie, Übersetzungen je Sprachversion, die Schulung der Redaktion, die interne Arbeitszeit für Freigaben und die Weiterentwicklung nach dem Livegang. Diese Posten machen über drei Jahre gerechnet häufig den größeren Teil der Gesamtkosten aus.

Für 2026 zeichnen sich vier Entwicklungen ab, die auf das Budget durchschlagen. Sichtbarkeit in zusammengefassten Suchantworten wird zu einem eigenen Arbeitsfeld neben der klassischen Suchmaschinenoptimierung. Kundenportale mit Self-Service ersetzen einen Teil der Preisanfragen per Telefon. Gepflegte Produktdaten tragen Shop, Katalog und automatisierte Antworten zugleich, was ihre Pflege aufwertet. Und Barrierefreiheit wird zunehmend nachgefragt, auch dort, wo sie für reine B2B-Angebote rechtlich noch nicht greift.

Discovery und Konzept nach Aufwand Stunden- oder Tagessatz

Workshops, Analyse und Konzept mit Aufwandsschätzung als eigenständige, bezahlte Vorstufe. Wer diese Stufe überspringt, kauft ein Angebot ohne belastbare Grundlage.

Website oder Relaunch Projektpreis auf Basis des abgenommenen Konzepts

Preistreiber sind die Zahl der Sprachversionen, der Seitenvorlagen und der Anteil an Inhalten, den die Agentur selbst erstellt.

Shop oder Kundenportal Projektpreis zuzüglich Lizenzen und Schnittstellen

Kundenpreise, Rahmenverträge und die Anbindung an ERP und PIM bestimmen den Aufwand stärker als die Gestaltung der Oberfläche.

Laufende Betreuung Retainer pro Monat

Wartung, Sicherheitsupdates, Inhalte und Kampagnen als feste Monatspauschale mit vereinbartem Leistungsumfang und Reaktionszeiten.

Versteckte Kosten (TCO)

Zum Projektpreis kommen Hosting, Wartung und Sicherheitsupdates, Lizenzen für Redaktionssystem, Shop, PIM und CRM, Inhalte und Produktfotografie, Übersetzungen je Sprachversion, die Schulung der Redaktion, die interne Arbeitszeit für Freigaben und die Weiterentwicklung nach dem Livegang. Über drei Jahre gerechnet machen diese Posten häufig den größeren Teil der Gesamtkosten aus. Entscheidend ist deshalb nicht die Summe unter dem Angebot, sondern was der Auftritt über drei Jahre kostet und wie viele qualifizierte Anfragen in dieser Zeit entstehen.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit B2B-Digitalprojekten aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Was kennzeichnet den Einkauf im B2B gegenüber dem Kauf durch Endverbraucher? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Im B2B entscheidet selten eine einzelne Person. Fachabteilung, Einkauf, IT und Geschäftsführung wirken im Buying Center zusammen, jeweils mit eigenen Fragen. Inhalte müssen deshalb mehrere Rollen gleichzeitig überzeugen.
2 Wofür steht die Abkürzung PIM? Aufklappen ↓
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Richtig: C. PIM steht für Product Information Management. Ein solches System verwaltet technische Merkmale, Texte, Bilder und Übersetzungen zentral und liefert sie an Shop, Website und Katalog. So erzählen die Kanäle dieselbe Geschichte.
3 Was bedeutet „headless“ bei einem Content-Management-System? Aufklappen ↓
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Richtig: A. Bei einem Headless CMS liegt die Inhaltspflege getrennt von der Ausgabe. Die Inhalte werden über eine Schnittstelle bereitgestellt und lassen sich in Website, App, Portal und Katalog zugleich verwenden.
4 Woran scheitern B2B-Digitalprojekte am häufigsten? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Technik ist selten der Engpass. Fehlt eine benannte Person mit Mandat, ziehen sich Freigaben über Wochen, und fehlende Inhalte verschieben den Livegang. Beides lässt sich vor Projektstart klären.
5 Welcher Kostenblock wird bei einem Relaunch am häufigsten unterschätzt? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Nach dem Livegang laufen Hosting, Wartung, Lizenzen, Inhalte und Übersetzungen weiter. Über drei Jahre gerechnet übersteigen diese Posten oft den Projektpreis. Wer sie einplant, vergleicht Angebote realistischer.

Glossar zur B2B-Digitalisierung

Hier finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe rund um B2B-Marketing, digitale Plattformen und die Zusammenarbeit mit einer Agentur, kompakt und anbieterneutral erklärt.

B2B (Business-to-Business)

B2B bezeichnet Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen, im Unterschied zum Geschäft mit Endverbrauchern. Typisch sind kleine Zielgruppen, erklärungsbedürftige Produkte, lange Kaufprozesse und mehrere Beteiligte auf Kundenseite.

Buying Center

Als Buying Center gilt die Gruppe von Personen, die im Kundenunternehmen gemeinsam über eine Beschaffung entscheidet. Dazu zählen meist Fachabteilung, Einkauf, IT und Geschäftsführung, häufig mit unterschiedlichen Interessen und Fragen.

Lead, MQL und SQL

Ein Lead ist ein Kontakt mit erkennbarem Interesse. Als MQL gilt ein vom Marketing als reif eingestufter Kontakt, als SQL ein vom Vertrieb bestätigter. Die Abgrenzung gehört zwischen beiden Bereichen schriftlich vereinbart.

Demand Generation

Demand Generation umfasst alle Maßnahmen, die Bedarf im Markt sichtbar machen und Nachfrage aufbauen, bevor eine konkrete Anfrage entsteht. Fachinhalte, Studien und Fachmedienarbeit zahlen darauf ein.

Account-based Marketing (ABM)

Beim Account-based Marketing richtet sich die Ansprache auf eine begrenzte Liste namentlich ausgewählter Zielkunden. Marketing und Vertrieb arbeiten dabei je Zielkunde gemeinsam an Inhalten und Kontaktwegen.

Customer Journey

Die Customer Journey beschreibt den Weg vom ersten Kontakt bis zum Auftrag über alle Berührungspunkte hinweg. Im B2B zieht sich dieser Weg über Monate und läuft über mehrere Personen im Kundenunternehmen.

Content-Management-System (CMS)

Ein Content-Management-System verwaltet Inhalte einer Website und macht sie ohne Programmierkenntnisse pflegbar. Im B2B verbreitet sind TYPO3 und WordPress, dazu Systeme wie Neos, Contentful oder Storyblok.

Headless CMS

Bei einem Headless CMS sind Inhaltsverwaltung und Ausspielung voneinander getrennt. Die Inhalte werden über eine Schnittstelle bereitgestellt und können Website, App, Portal und Katalog zugleich beliefern.

Digital Experience Platform (DXP)

Eine Digital Experience Platform bündelt Redaktionssystem, Personalisierung, Suche und Anbindung an weitere Systeme in einer Umgebung. Der Ansatz lohnt sich erst bei vielen Kanälen und großen Inhaltsbeständen.

PIM (Product Information Management)

Ein PIM verwaltet Produktdaten wie technische Merkmale, Texte, Bilder und Übersetzungen an zentraler Stelle. Von dort gehen die Daten an Shop, Website, Katalog und Marktplätze, was Widersprüche zwischen den Kanälen verhindert.

B2B-Commerce

B2B-Commerce bezeichnet den Onlineverkauf zwischen Unternehmen. Typisch sind kundenindividuelle Preise, Rahmenverträge, Staffelungen, Freigabeprozesse auf Bestellerseite und ein Login vor der Preisanzeige.

Kundenportal

Ein Kundenportal gibt Bestandskunden nach Anmeldung Zugriff auf Angebote, Bestellungen, Dokumente, Ersatzteile und Serviceanfragen. Solche Portale entlasten den Innendienst und ersetzen einen Teil der Anfragen per Telefon.

ERP-Schnittstelle

Eine ERP-Schnittstelle verbindet die Warenwirtschaft mit Website, Shop oder Portal und überträgt Preise, Bestände, Aufträge und Kundendaten. Ihr Aufwand wird bei Digitalprojekten am häufigsten unterschätzt.

CRM

Ein Customer-Relationship-Management-System verwaltet Kontakte, Gespräche und Verkaufschancen an einer Stelle. Im B2B ist das CRM die Übergabestelle zwischen Marketing und Vertrieb und damit der Ort, an dem sich Erfolg messen lässt.

Marketing Automation

Marketing Automation steuert wiederkehrende Abläufe wie Nachfassstrecken, Bewertungen von Kontakten und die Übergabe an den Vertrieb regelbasiert. Der Nutzen hängt an sauberen Daten und klaren Regeln, nicht an der Software.

UX (User Experience)

UX beschreibt, wie gut sich eine Anwendung benutzen lässt, gemessen an Aufgaben statt an Geschmack. Im B2B zählt vor allem, ob ein Einkauf technische Daten, Preise und Ansprechpartner ohne Umwege findet.

GEO und LLMO

GEO und LLMO bezeichnen die Aufbereitung von Inhalten für zusammengefasste Antworten aus Sprachmodellen. Im Kern geht es darum, Fachfragen präzise und zitierfähig zu beantworten, damit die eigene Quelle in solchen Antworten vorkommt.

Retainer

Ein Retainer ist eine feste Monatspauschale für laufende Agenturleistungen mit vereinbartem Umfang. Der Vorteil liegt in planbaren Kosten und reservierter Kapazität, der Nachteil in einer Bindung, die regelmäßig überprüft gehört.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um B2B-Marketing, Digitalprojekte und die Zusammenarbeit mit einer Agentur, kurz und anbieterneutral beantwortet.

Was unterscheidet eine Digitalagentur von einer Werbeagentur?

Eine Werbeagentur denkt von der Kampagne und vom Medium her, eine Digitalagentur von der Plattform und vom Prozess, also von Website, Shop, Daten und Systemen. In der Praxis überschneiden sich beide Rollen stark, weil viele Werbeagenturen inzwischen Websites bauen und viele Digitalagenturen Kampagnen steuern. Die Selbstbeschreibung auf der Startseite sagt deshalb weniger aus als die Referenzliste und die Frage, wer die Technik im eigenen Team hat.

Worin unterscheidet sich B2B-Marketing von B2C-Marketing?

Im B2B entscheidet selten eine einzelne Person, sondern ein Buying Center aus Fachabteilung, Einkauf und Geschäftsführung, und der Weg bis zum Auftrag dauert Monate statt Minuten. Die Zielgruppe ist klein und oft namentlich benennbar, das Produkt braucht Erklärung, und der Abschluss fällt am Ende im Vertriebsgespräch statt im Warenkorb. Inhalte müssen deshalb mehrere Rollen gleichzeitig überzeugen, vom Techniker bis zum Einkauf.

Was kostet ein B2B-Website-Relaunch?

Der Preis hängt vor allem davon ab, wie viele Sprachen, Seitenvorlagen und Schnittstellen im Spiel sind, weshalb belastbare Angebote erst nach einer Discovery-Phase entstehen. Ein Auftritt mit wenigen Vorlagen und ohne Datenanbindung liegt deutlich unter einem mehrsprachigen Portal, das Produktdaten aus PIM und ERP zieht. Angebote ohne abgegrenzten Leistungsumfang sagen wenig aus, auch wenn die Summe darunter niedrig wirkt.

Wie lange dauert ein B2B-Website-Relaunch?

Von der Beauftragung bis zum Livegang vergehen bei mittelgroßen Projekten nach Erfahrungswerten aus der Praxis rund vier bis neun Monate. Die Spanne hängt an der Zahl der Sprachversionen, Vorlagen und Schnittstellen und daran, wie schnell Inhalte im eigenen Unternehmen freigegeben werden. Eine Zusage ist diese Spanne nicht, weil jedes Projekt eigene Abhängigkeiten mitbringt.

Full-Service oder Spezialagentur, was ist besser?

Eine Full-Service-Agentur nimmt Ihnen die Koordination ab, ein Spezialist liefert mehr Tiefe im einzelnen Gewerk, und in der Praxis gewinnt oft die Mischung aus einer Leitagentur und ein bis zwei Spezialisten. Wer wenig eigene Kapazität für Steuerung hat, fährt mit einem Hauptansprechpartner besser. Wer bereits eine erfahrene Marketingleitung im Haus hat, holt sich Tiefe lieber je Gewerk dazu.

Wem gehören Website, Daten und Zugänge nach dem Projekt?

Domains, Werbekonten, Analysedaten, Inhalte und in aller Regel auch der individuell erstellte Quellcode sollten Ihnen gehören, was aber nur gilt, wenn der Vertrag das ausdrücklich regelt. Klären Sie Nutzungsrechte, die Herausgabe der Zugänge und den Umgang mit Quellcode vor Projektstart und nicht erst beim Abschied. Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung, weil die Rechtslage vom jeweiligen Vertrag abhängt.

Brauche ich eine Agentur aus meiner Region?

Nähe ist kein Qualitätsmerkmal, hilft aber bei Werksterminen, Produktaufnahmen und Workshops mit Vertrieb und Technik. Viele Unternehmen wählen deshalb die Leitagentur regional und holen Spezialisten für Shop, Kampagnen oder CRM überregional dazu. Entscheidend bleibt, wie verbindlich die Zusammenarbeit organisiert ist und wie schnell Sie eine Antwort bekommen.

Woran erkenne ich eine seriöse B2B Digitalagentur?

Eine seriöse Agentur stellt vor dem ersten Entwurf Fragen zu Produkt, Vertrieb und Zielgruppe, nennt Referenzen mit Ansprechpartnern und regelt Datenhoheit und Zugänge schriftlich. Garantierte Rankings, garantierte Anfragezahlen und Festpreise für nicht abgegrenzte Leistungen sind Warnzeichen. Ebenso verdächtig ist ein Pitch mit fertigen Gestaltungsentwürfen, bevor überhaupt jemand mit Ihrem Vertrieb gesprochen hat.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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