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PayPal-Chef Enrique Lores hebt die Jahresprognose von 5,38 Dollar aus dem Juli auf 5,60 Dollar bereinigten Gewinn je Aktie an, umgerechnet 4,87 Euro. Das Plus beim Gewinn je Aktie stammt vor allem aus Aktienrückkäufen: Der bereinigte Nettogewinn sank im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 3 Prozent. Im Auslandsgeschäft, zu dem auch Deutschland zählt, ging der Umsatz um 2 Prozent zurück.

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Im dritten Quartal verdiente PayPal bereinigt 1,26 Euro je Aktie, 8 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Konzern legte die Zahlen am Dienstag vor.[1]

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • PayPal erwartet für 2026 nun 4,87 Euro bereinigten Gewinn je Aktie, im Juli rechnete der Konzern mit 4,68 Euro.
  • Im dritten Quartal wuchs der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 2 Prozent auf 7,47 Milliarden Euro, das Zahlungsvolumen um 6 Prozent.
  • Die Zahl der verwässerten Aktien sank binnen eines Jahres um gut 10 Prozent, der bereinigte Quartalsgewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um 3 Prozent.
  • Außerhalb der USA fiel der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 2 Prozent, währungsbereinigt um 4 Prozent.

Was meldet PayPal für das dritte Quartal?

Oranger Torte auf Teller, ein Stück auf Heber, Fähnchen mit Text „Je Stück mehr“
PayPal verarbeitete von Juli bis September 423,8 Milliarden Euro, ein Plus von 6 Prozent. Der Umsatz stieg dagegen nur um 2 Prozent auf 7,47 Milliarden Euro

Von Juli bis September wickelte PayPal Zahlungen von 423,8 Milliarden Euro ab, 6 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg nur um 2 Prozent auf 7,47 Milliarden Euro, ebenso der Rohertrag nach Abzug der Transaktionskosten, den PayPal Transaktionsmarge nennt. Die Zahl der aktiven Konten wuchs binnen eines Jahres um 0,6 Prozent auf 440 Millionen.[1]

Vorstandschef Enrique Lores spricht von einem mehrjährigen Umbau: „Wir sehen allmählich, wie sich unsere Strategie in unseren Finanzergebnissen niederschlägt.“ Seit Ende August muss er diesen Umbau ohne Käufer zu Ende bringen, nachdem Stripe und Advent nach PayPal gegriffen und ihr Angebot dann zurückgezogen hatten.

Woher kommt das Plus beim Gewinn je Aktie?

Binnen eines Jahres sank die Zahl der verwässerten Aktien von 960 auf 858 Millionen, weil PayPal eigene Aktien für 5,22 Milliarden Euro zurückkaufte. Der bereinigte Nettogewinn fiel im selben Vergleich von 1,12 auf 1,08 Milliarden Euro und verteilt sich so auf deutlich weniger Anteile.[1]

Nach den Regeln der US-Rechnungslegung sank der Gewinn je Aktie gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um 4 Prozent auf 1,09 Euro. Die Differenz erklären die Umbaukosten von 222 Millionen Euro, nach 60 Millionen im Vorjahresquartal, die PayPal aus dem bereinigten Wert herausrechnet. Als Umbaukosten verbucht der Konzern Abfindungen, Kosten für Büroflächen und Sonderabschreibungen.

Das Zahlungsvolumen wächst dreimal so schnell wie der Umsatz, weil die margenschwache Kartenabwicklung für Händler über die Tochter Braintree stärker zulegt als das Bezahlen über das eigene PayPal-Konto. Dieser margenstarke Teil wuchs schon im zweiten Quartal nur um 2 Prozent. Unsere Analyse des Geschäftsmodells von PayPal rechnet die Margen beider Wege vor.

Weniger Gewinn, mehr Gewinn je Aktie
PayPal im dritten Quartal 2026, Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal
1,26 €
bereinigter Gewinn je Aktie, plus 8 %
1,08 Mrd. €
bereinigter Nettogewinn, minus 3 %
858 Mio.
verwässerte Aktien, ein Jahr zuvor 960 Mio.
3,12 Mrd. €
Umsatz außerhalb der USA, minus 2 %, währungsbereinigt minus 4 %
Was die Zahl je Aktie bewegt
5,22 Mrd. €
für Aktienrückkäufe in den vergangenen zwölf Monaten, davon 1,31 Mrd. € im dritten Quartal
222 Mio. €
Umbaukosten im dritten Quartal, im bereinigten Gewinn herausgerechnet; im Vorjahresquartal 60 Mio. €
1,09 €
Gewinn je Aktie nach US-Rechnungslegung, minus 4 % gegenüber dem Vorjahresquartal

Was bedeutet das für Händler in Deutschland?

Im Heimatmarkt USA wuchs der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 5 Prozent, im Ausland sank er.[1] Im deutschen Onlinehandel war PayPal 2025 laut EHI Retail Institute die wichtigste Zahlart, mit 28,7 Prozent des untersuchten Umsatzes. Zugleich gewinnt Wero an Boden: Lidl akzeptiert die Bezahl-App bereits, dm bindet sie seit August im Onlineshop ein.

PayPal steckt 5,22 Milliarden Euro in Rückkäufe und verdient trotzdem weniger als vor einem Jahr.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Prüfen Sie, wie stark Ihr Shop von PayPal abhängt. Vergleichen Sie die Kosten je Zahlart, denn jeder Prozentpunkt Gebühr geht direkt von der Marge ab. Fragen Sie Ihren Zahlungsdienstleister, ab wann er Wero anbindet. Steht ohnehin ein neues Shopsystem an, grenzt unser Vergleich der Shopsysteme die Auswahl ein.

Quelle

[1] PayPal Holdings: „PayPal Reports Third Quarter 2026 Results“ (Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC, 27. Oktober 2026)

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