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Wer ein Elektroauto ohne Ladekarte lädt, erfährt den Preis oft erst an der Säule. Die kostenlose App LadeSofort zeigt den Ad-hoc-Preis schon vorher an, also den Preis ohne Vertrag, Abo oder Registrierung beim Betreiber. Erfasst sind über 40.000 Ladestationen in Deutschland und Nachbarländern wie Österreich. Hinter dem Projekt steht Jan Graupner aus Neu Duvenstedt in Schleswig-Holstein.

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Was LadeSofort zeigt

Oranges Ladekabel mit „ad hoc“-Plakette und weißer Karte
Karte zeigt Ladestationen farbcodiert nach Preis. App listet Gebühren separat auf und ermöglicht Filterung nach Steckertyp, Leistung, Betreiber und Zahlungsart. Routenplaner kalkuliert Ladestopps

Die Karte färbt Ladestationen nach Preis ein, grün steht für günstig, rot für teuer. Start-, Park- und Blockiergebühren weist die App gesondert aus. Filtern lässt sich nach Steckertyp, Ladeleistung, Betreiber und Zahlungsart, etwa EC-Karte, Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay.

Ein Routenplaner berechnet Ladestopps anhand von Reichweite und Verbrauch und übergibt die Strecke an Apple Maps, Google Maps oder Waze. LadeSofort läuft auf iOS, Android und im Browser, für die Karte ist keine Registrierung nötig. Öffentlich ist das Angebot seit August 2025, im App Store steht es bei 4,7 Sternen, bei Google Play bei 4,6.

Woher die Preise kommen

Verfügbarkeit und Preise bezieht LadeSofort nach eigenen Angaben über eine eigene Schnittstelle in Echtzeit. Dazu kommt die Community: Nutzer melden Preisänderungen, laden Fotos hoch, bewerten Stationen und reichen neue ein. Für jeden Beitrag gibt es Punkte in einer öffentlichen Bestenliste.

Wie weit Ad-hoc-Preise und Roaming-Preise auseinanderliegen können, hat zuletzt das Urteil zu EWE Go und DCS gezeigt. An den betroffenen Säulen haben Spontanlader mit 79 Cent je Kilowattstunde weniger gezahlt, als der Roaming-Anbieter DCS mit 83,7 Cent im Einkauf bezahlen musste. Ein Preisvergleich vor dem Ladestopp kann sich deshalb lohnen.

Scout und Beobachtungsliste für die Langstrecke

Mit der aktuellen Version sind zwei Funktionen für unterwegs dazugekommen. Die Navigation „Scout“ prüft vor dem Ladestopp live, ob am Ziel noch Ladepunkte frei sind. Die Beobachtungsliste behält die nächsten Stationen entlang der Route samt Belegung im Blick, auf einer Fahrt von Hamburg nach Salzburg etwa alle Schnelllader auf der Strecke.

In Österreich verzeichnet LadeSofort bereits knapp 9.000 Ladestationen. Weitere Länder sind laut Gründer in Vorbereitung.

Wer hinter dem Projekt steht

Jan Graupner arbeitet seit über zehn Jahren in der Online-Branche und fährt selbst elektrisch. LadeSofort entwickelt der Gründer mit einem kleinen Team neben seiner eigentlichen Arbeit. Finanziert wird das Projekt über Spenden per PayPal und WhyDonate. Werbung für Ladeverträge nimmt LadeSofort nicht an, Provisionen von Ladeanbietern gibt es nach eigener Aussage keine.

Was das für Fuhrparks bedeutet

Unternehmen mit E-Autos im Fuhrpark stehen vor der Frage, ob jedes Fahrzeug eine eigene Ladekarte braucht. Wo der Ad-hoc-Preis unter dem Roaming-Preis der Ladekarte liegt, kann spontanes Laden mit der Firmenkreditkarte günstiger sein. Voraussetzung ist eine saubere Quittung, die sich in die Spesenabrechnung übernehmen lässt.

Ad-hoc-Laden mit Karte galt lange als teure Notlösung. Seit Betreiber ihre Preise offen ausweisen müssen, lohnt der Blick vor dem Ladestopp, und genau dafür braucht es eine unabhängige Übersicht.“

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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LadeSofort gibt es kostenlos im App Store, bei Google Play und im Browser unter ladesofort.de.

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