Wenn AWS, OpenAI oder GitHub gleichzeitig schwächeln, merken es viele Teams erst an den Beschwerden ihrer Nutzer. isUpMap bündelt den Live-Status von über 80 Internetdiensten in einer einzigen Karte. Das Werkzeug ist kostenlos, quelloffen und läuft auf einem einzigen Cloudflare Worker.
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Die Status-Heatmap isUpMap beantwortet im Ernstfall eine simple Frage: Liegt die Störung an der eigenen Anwendung oder am Anbieter dahinter? Am 18. November 2025 legte ein Konfigurationsfehler bei Cloudflare für rund drei Stunden große Teile des Netzes lahm, vom Online-Shop bis zur KI-Schnittstelle. Für solche Momente sammelt das Werkzeug die offiziellen Statusmeldungen von mehr als 80 Diensten an einem Ort.
Das Wichtigste in Kürze
- isUpMap zeigt den Status von über 80 Diensten wie AWS, OpenAI, GitHub und Stripe als farbige Kachelkarte.
- Das Tool steht unter MIT-Lizenz und läuft komplett auf einem einzigen Cloudflare Worker mit D1-Datenbank.
- Ein Cron-Job fragt alle fünf Minuten die offiziellen Statusseiten und Feeds der Anbieter ab und führt ein Störungsprotokoll.
- Für deutsche Teams taugt die Karte als schneller Frühwarn-Blick, ersetzt aber kein Monitoring mit aktiver Alarmierung.
Was zeigt isUpMap auf einen Blick?

Die Oberfläche ordnet jeden Dienst als Kachel in einem farbigen Statusraster an, gruppiert nach Bereichen wie KI, Cloud, Payments oder Kommunikation. Die Farbe einer Kachel signalisiert den Zustand, von Grün für den Normalbetrieb über Gelb bei Beeinträchtigungen bis Rot beim Ausfall. Ein Tippen auf eine Kachel öffnet die Verfügbarkeit der letzten 24 Stunden und sieben Tage samt kurzer Störungshistorie.
Wie funktioniert die Heatmap technisch?

Hinter der Karte steckt ein einziger Cloudflare Worker. Ein Cron-Trigger ruft alle fünf Minuten die offiziellen Quellen ab. Bei den meisten Diensten ist das die Statuspage-JSON nach Atlassian-Standard, bei anderen ein RSS- oder Atom-Feed, bei wenigen ein simpler Erreichbarkeits-Ping. Die Ergebnisse landen in einer D1-Datenbank, die zugleich ein Störungsprotokoll führt und gelöste Vorfälle nach 90 Tagen aufräumt. Die Seite fragt im Hintergrund nur alle 45 Sekunden den zwischengespeicherten Stand ab, damit die Anbieter nicht mit Anfragen geflutet werden.
Eine bunte Karte ersetzt kein Monitoring, aber sie macht eine unbequeme Wahrheit sichtbar: Der eigene Betrieb hängt an einer Handvoll fremder Anbieter, deren Ausfall niemand im Haus steuern kann.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Für wen lohnt sich der Blick auf die Karte?

Den größten Nutzen ziehen Teams, die viele externe Dienste verketten, etwa Agenturen, SaaS-Anbieter oder DevOps-Verantwortliche. Kommerzielle Aggregatoren wie StatusGator oder IsDown decken mehrere tausend Dienste ab und schicken Alarme nach Slack, Teams oder PagerDuty. isUpMap liefert dafür einen kostenlosen Überblick ohne Anmeldung und lässt sich per Klick auf der eigenen Cloudflare-Infrastruktur betreiben.
Die Grenzen nennt das Projekt offen. Der Status aus RSS-Feeds bleibt eine Schätzung, und die Karte aktualisiert sich nur im Fünf-Minuten-Takt. Eine echte Alarmierung per Mail oder Messenger fehlt ganz.
Für den Anfang genügt ein Lesezeichen auf isUpMap, um bei der nächsten großräumigen Störung in Sekunden zwischen eigenem Fehler und fremdem Ausfall zu unterscheiden. Betriebe mit kritischen Abhängigkeiten planen zusätzlich eine Lösung mit aktiver Alarmierung ein, denn eine Karte muss man selbst aufrufen.
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