Nach der Geburt Ihrer Tochter füllen Sie den Antrag auf Kindergeld aus, 259 Euro im Monat. Die Gegenrechnung steht in einer anderen Statistik. Ende 2025 entfielen laut Statistischem Bundesamt auf jeden Einwohner rechnerisch 31.887 Euro öffentlicher Schulden, die Neugeborenen eingeschlossen.
Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügenDie ab 2025 Geborenen haben schon einen Namen, bevor sie sprechen können: Generation Beta. Hier lesen Sie, wie groß dieser Jahrgang ist, wie lange er voraussichtlich lebt und was ihm der Staat an Schulden, Rentenlasten, Betreuungsplätzen und Förderung mitgibt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der erste Jahrgang der Generation Beta zählt 654.241 Geburten, so wenige wie seit 1946 nicht. Die Geburtenziffer sank 2025 auf 1,32 Kinder je Frau.
- Nach dem mittleren Szenario werden die Jungen des Jahrgangs 2025 im Schnitt 84,3 Jahre alt, die Mädchen 88,4 Jahre.
- Auf jeden Einwohner entfielen Ende 2025 rechnerisch 31.887 Euro öffentlicher Schulden. Das Sondervermögen erlaubt weitere 500 Milliarden Euro Kredit.
- Auf 100 Menschen im Erwerbsalter kommen heute 33 ab 67, im Jahr 2070 voraussichtlich 43 bis 61. Die geplante Frühstart-Rente soll jedem Kind ab sechs Jahren 10 Euro im Monat einzahlen.
1 Wie viele Kinder kamen 2025 in Deutschland zur Welt? Aufklappen ↓
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2 Wie hoch war die öffentliche Verschuldung Ende 2025 rechnerisch je Einwohner? Aufklappen ↓
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3 Wie viel soll der Bund mit der geplanten Frühstart-Rente monatlich je Kind einzahlen? Aufklappen ↓
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4 Wie hoch ist das Kindergeld seit Januar 2026? Aufklappen ↓
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5 Welcher Anteil der Kinder unter drei Jahren wurde im März 2026 in Kita oder Tagespflege betreut? Aufklappen ↓
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Wer gehört zur Generation Beta?

Alle ab 2025 Geborenen, beim australischen Marktforscher McCrindle die Jahrgänge 2025 bis 2039. Der erste Jahrgang ist in Deutschland mit 654.241 Geburten der kleinste seit 1946.
Den Namen hat Mark McCrindle geprägt, dessen Institut in Sydney sitzt. Er hatte die ab 2010 Geborenen Generation Alpha genannt, nach dem griechischen Alphabet, das 2005 erstmals für atlantische Wirbelstürme herhalten musste, weil die vorbereiteten Namen der Jahresliste aufgebraucht waren. Beta ist der nächste Buchstabe, jede Generation umfasst bei McCrindle feste 15 Jahre.
Eine amtliche Abgrenzung legt der Staat nicht fest. Wie die Namen der Generationen von der Kriegsgeneration bis heute entstanden sind, beschreibt der Überblick über alle Generationen von der Kriegsgeneration bis zur Generation Beta.
2025 kamen 654.241 Kinder zur Welt, 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die zusammengefasste Geburtenziffer sank auf 1,32 Kinder je Frau, den niedrigsten Wert seit 1997. Rund 1,01 Millionen Menschen starben, das Geburtendefizit von rund 352.000 war nach den vorläufigen Zahlen das höchste seit Kriegsende. 46,6 Prozent der Neugeborenen waren erste Kinder ihrer Mutter, 34,8 Prozent zweite und 18,6 Prozent dritte oder weitere.
Zum Vergleich: Im Spitzenjahr 1964 kamen 1.357.304 Kinder zur Welt, mehr als doppelt so viele.
Im Westen bekam eine Frau damals rechnerisch 2,54 Kinder. Seit dem Pillenknick 1972 sterben in Deutschland jedes Jahr mehr Menschen, als geboren werden. Wie groß die Generation Beta am Ende wird, hängt an Annahmen. Die mittlere Variante der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung unterstellt langfristig 1,47 Kinder je Frau und ab 2030 jedes Jahr 250.000 Menschen mehr, die zuziehen als fortziehen. Beides liegt über den Werten von 2025.
Warum so wenige Geburten?
Das Statistische Bundesamt nennt zwei Gründe. Die kleinen Geburtsjahrgänge der 1990er-Jahre sind jetzt Anfang 30 und damit im Alter, in dem die meisten Kinder zur Welt kommen. Mitte der 1990er-Jahre lag die Geburtenziffer mit 1,24 Kindern je Frau auf ihrem Tiefstwert. Zugleich sinkt die Geburtenziffer selbst seit 2022 jedes Jahr. Beides zusammen drückt die Zahl der Neugeborenen.
Die Unterschiede zwischen den Ländern sind deutlich. Sachsen lag 2025 bei 1,16 Kindern je Frau, Niedersachsen bei 1,38. Die östlichen Flächenländer kamen zusammen auf 1,22, die westlichen Länder auf 1,34. Nur Hamburg verzeichnete 2025 einen leichten Anstieg der Geburten.
Deutschland steht damit nicht allein. Auch Frankreich, Österreich, Italien und Schweden meldeten für 2025 weniger Geburten.
Mehr Geburten erwartet das Amt nur, wenn die Geburtenziffer deutlich steigt und mindestens moderat Menschen zuwandern. Selbst dann bliebe die Zahl voraussichtlich unter den rund 795.000 Geburten des Jahres 2021. Warum die Zahlen sinken und was die Forschung dazu sagt, steht im Beitrag über den Wandel im Kreißsaal.
Die Generation Beta beginnt mit dem Jahrgang 2025 und 654.241 Geburten, dem niedrigsten Wert seit 1946. Den Namen prägte der Marktforscher McCrindle, eine amtliche Abgrenzung fehlt.
Wie lange wird die Generation Beta leben?

Nach dem mittleren Szenario des Statistischen Bundesamts werden die Jungen des Jahrgangs 2025 im Schnitt 84,3 Jahre alt, die Mädchen 88,4 Jahre. Die Werte beruhen auf Annahmen zur künftigen Sterblichkeit.
Das Amt rechnet mit Kohortensterbetafeln. Diese Tafeln verfolgen einen Geburtsjahrgang über sein ganzes Leben und setzen für die Zukunft Annahmen über die Sterblichkeit ein. Für den Jahrgang 2026 nennt das Amt je nach Variante eine Lebenserwartung von 81,0 bis 89,1 Jahren für Jungen und 85,4 bis 92,5 Jahren für Mädchen.
Das Alter von 100 Jahren erreichen vom Jahrgang 2026 voraussichtlich 2 bis 13 Prozent der Jungen und 5 bis 22 Prozent der Mädchen.
Der Vergleich mit den Urgroßeltern zeigt den Abstand. Der Jahrgang 1926 kam nach derselben Statistik auf 61,6 Jahre bei den Männern und 69,2 bei den Frauen, wobei gefallene Soldaten in diesen Werten fehlen. Von 100.000 Jungen des Jahrgangs 1926 erreichten rund 62.000 das Alter von 65, vom Jahrgang 2026 werden nach den Varianten 90.000 bis 95.000 so alt. Bei den Mädchen steigt die Zahl von rund 74.000 auf 94.000 bis 97.000.
Jüngere Jahrgänge beruhen auf Annahmen zur künftigen Sterblichkeit. In den Kriegsjahren fehlen gefallene Soldaten, die Werte der Männer früher Jahrgänge sind deshalb zu hoch.
Die Kohortenwerte liegen höher als die bekanntere Lebenserwartung aus der jährlichen Sterbetafel. Für 2025 nennt das Statistische Bundesamt dort 79,1 Jahre für Jungen und 83,6 für Mädchen, beides Höchstwerte. Diese Periodenwerte unterstellen, dass sich die Sterblichkeit nie mehr verbessert. Die Kohortentafel rechnet dagegen mit weiteren Fortschritten. 1901 bis 1910 lag die Lebenserwartung bei Geburt im damaligen Reichsgebiet bei 44,8 Jahren für Jungen und 48,3 für Mädchen.
Im Zeitraum 2023 bis 2025 hatten Baden-Württemberg mit 84,4 Jahren bei Frauen und 80,3 Jahren bei Männern die höchste Lebenserwartung bei Geburt, Männer in Sachsen-Anhalt mit 76,4 Jahren die niedrigste. Eine heute 65-jährige Frau hat im Schnitt noch 21,2 Jahre vor sich, ein gleichaltriger Mann 18,2 Jahre.
Auch die Säuglingssterblichkeit zeigt den Wandel. Vom Jahrgang 1926 starben 11,2 Prozent der Jungen im ersten Lebensjahr, beim Jahrgang 2025 rechnet die Kohortentafel mit 0,34 Prozent.
Die Jungen des Jahrgangs 2025 werden nach dem mittleren Szenario 84,3 Jahre alt, die Mädchen 88,4. Bis zu 22 Prozent der Mädchen des Jahrgangs 2026 könnten 100 werden.
Welche Schulden erbt die Generation Beta?

Ende 2025 hatte der öffentliche Gesamthaushalt 2.662,2 Milliarden Euro Schulden, rechnerisch 31.887 Euro je Einwohner. Hinzu kommen Kredite aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität von bis zu 500 Milliarden Euro.
Das Statistische Bundesamt zählt die Schulden von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung beim nicht-öffentlichen Bereich, also bei Banken und anderen Gläubigern außerhalb des Staates. Binnen eines Jahres stiegen sie um 151,4 Milliarden Euro oder 6,0 Prozent. Die Gemeinden legten mit 15,4 Prozent am stärksten zu, ihre Schulden erreichten 197,0 Milliarden Euro.
Je Einwohner stieg die Verschuldung binnen eines Jahres um 1.821 Euro oder 6,1 Prozent. Allein der Bund steht mit 22.043 Euro je Einwohner in den Büchern, die Länder mit 7.484 Euro.
| Ebene | Schulden Ende 2025 | je Einwohner |
|---|---|---|
| Bund | 1.840,4 Milliarden Euro | 22.043 Euro |
| Länder | 624,9 Milliarden Euro | 7.484 Euro |
| Gemeinden | 197,0 Milliarden Euro | 2.550 Euro |
| Sozialversicherung | 13 Millionen Euro | unter 1 Euro |
| Öffentlicher Gesamthaushalt | 2.662,2 Milliarden Euro | 31.887 Euro |
Die Pro-Kopf-Zahl ist ein rechnerischer Durchschnitt. Kein Neugeborenes haftet persönlich für 31.887 Euro, und die Werte zeigen den Nennbetrag ohne Zinsen. Bedient werden die Schulden aus künftigen Haushalten, also aus Steuern und Abgaben der Jahrgänge, die dann arbeiten. Die Generation Beta beginnt damit frühestens in den 2040er-Jahren.
Ein großer Teil der kommenden Kredite ist schon in trockenen Tüchern.
Im März 2025 änderte der Bundestag das Grundgesetz für ein Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Der Kreditrahmen beträgt 500 Milliarden Euro und kann binnen zwölf Jahren bewilligt werden. 100 Milliarden gehen an Länder und Kommunen, 100 Milliarden an den Klima- und Transformationsfonds und 300 Milliarden in zusätzliche Investitionen des Bundes.
Investitionen schaffen auch Werte, die bleiben: Brücken, Schienen, Leitungen und Schulgebäude, die die Generation Beta nutzen wird. Ob der Nutzen die Kosten deckt, entscheidet sich an der Umsetzung der einzelnen Vorhaben.
Auf jeden Einwohner entfielen Ende 2025 rechnerisch 31.887 Euro öffentlicher Schulden, Tendenz steigend. Das Sondervermögen erlaubt weitere 500 Milliarden Euro Kredit für Infrastruktur und Klimaneutralität.
Wer finanziert die Rente, wenn die Generation Beta arbeitet?

Weniger Erwerbstätige für mehr Ältere. Heute kommen auf 100 Menschen im Erwerbsalter 33 im Rentenalter, im Jahr 2070 nach der Vorausberechnung des Statistischen Bundesamts 43 bis 61.
Der Altenquotient setzt die Menschen ab 67 ins Verhältnis zu den 20- bis 66-Jährigen. Bis 2035 wird nach der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung ein Viertel der Bevölkerung 67 oder älter sein. 2038 leben voraussichtlich 20,5 bis 21,3 Millionen Menschen in diesem Alter, 3,8 bis 4,5 Millionen mehr als heute. Im Erwerbsalter von 20 bis 66 Jahren zählte das Amt 2024 rund 51,2 Millionen Menschen.
Mit der älteren Abgrenzung ab 65 Jahren lässt sich der Weg seit 1960 nachzeichnen. Damals kamen auf 100 Menschen von 20 bis 64 Jahren 19,3 Ältere, 2025 dann 39,7. Für 2040 erwartet das Amt in der mittleren Variante 50,3, für 2070 rund 58.
Die Rentenversicherung misst das Verhältnis direkt in ihrer Kasse. 1960 kamen rechnerisch 3,79 Beitragszahler auf einen Rentner, 2025 noch 2,10. Für 2040 rechnet die Deutsche Rentenversicherung mit 1,74. Die Werte sind Rechengrößen aus Einnahmen und Ausgaben, keine gezählten Köpfe.
1960 Bundesrepublik und DDR zusammen. Die Karten oben nutzen die neuere Abgrenzung ab 67 Jahren.
Amtliche Zahlen für die Beiträge reichen nur bis 2039. Der Rentenversicherungsbericht 2025 der Bundesregierung rechnet mit einem Beitragssatz von 18,6 Prozent bis 2027, 19,8 Prozent 2028 und 21,2 Prozent 2039. Die Bundesregierung betont, die Modellrechnungen seien „keine Prognosen“. Das Sicherungsniveau vor Steuern bleibt bis 2031 bei 48 Prozent und sinkt danach bis 2039 auf 46,3 Prozent. Die Generation Beta tritt erst Jahre nach dem Ende dieser Rechnung ins Berufsleben ein.
Mit welchen Zahlen die heute Jungen beim Berufsstart rechnen, zeigt der Beitrag über die Generation Z.
Frühstart-Rente
Ein neues Instrument zielt direkt auf die Kinder. Am 12. August 2026 beschloss das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Frühstart-Rente, das parlamentarische Verfahren steht noch aus. Geplant ist, dass der Bund für jedes Kind vom sechsten Lebensjahr bis zur Volljährigkeit 10 Euro im Monat in ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot zahlt.
Starten soll die Förderung rückwirkend zum 1. Januar 2026 mit dem Geburtsjahrgang 2020. Der Jahrgang 2025 käme 2031 hinzu. Zwölf Jahre lang 120 Euro ergeben 1.440 Euro staatliche Einzahlung, nominal und ohne Erträge. Ausgezahlt wird das Kapital grundsätzlich frühestens mit 65 Jahren. Erträge bleiben in der Ansparphase steuerfrei. Eltern ohne eigenes Depot sollen eine staatliche Sammelanlage nutzen können, zuständig wäre die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen. In Kraft treten soll das Gesetz zum 1. Januar 2027.
„Bei der Frühstartrente handelt es sich nicht um eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung“, stellt die Deutsche Rentenversicherung klar.
Die geplante Frühstart-Rente zahlt einem Kind bis zur Volljährigkeit 1.440 Euro ein, auf jeden Einwohner entfallen schon heute 31.887 Euro Staatsschulden.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Auf 100 Menschen im Erwerbsalter kommen heute 33 ab 67, im Jahr 2070 voraussichtlich 43 bis 61. Die geplante Frühstart-Rente würde einem Kind des Jahrgangs 2025 bis zur Volljährigkeit 1.440 Euro einzahlen.
Was bekommen die Kinder vom Staat?

259 Euro Kindergeld im Monat und ab der Einschulung um 2031 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule. Betreut wurden im März 2026 aber nur 37,2 Prozent der Kinder unter drei Jahren.
Seit dem 1. Januar 2026 zahlt die Familienkasse 259 Euro Kindergeld je Kind und Monat, 4 Euro mehr als zuvor. Familien mit kleinem Einkommen können zusätzlich den Kinderzuschlag von höchstens 297 Euro je Kind und Monat bekommen.
Bei der Betreuung der Kleinsten klafft eine Lücke zwischen Ost und West. Am 1. März 2026 besuchten 756.700 Kinder unter drei Jahren eine Kita oder Tagespflege, 44.600 weniger als ein Jahr zuvor und der dritte Rückgang in Folge. Die Betreuungsquote lag im früheren Bundesgebiet bei 34,1 Prozent, in den neuen Ländern einschließlich Berlin bei 53,5 Prozent.
Bei den Drei- bis Sechsjährigen sind 95,3 Prozent in Betreuung.
Obwohl weniger Kinder geboren werden, sank die Quote der unter Dreijährigen 2026 gegenüber dem Vorjahr von 37,8 auf 37,2 Prozent. Seit 2025 rechnet das Statistische Bundesamt die Quoten auf Basis des Zensus 2022, mit älteren Jahren sind sie deshalb nur eingeschränkt vergleichbar.
| Leistung | Stand 2026 |
|---|---|
| Kindergeld | 259 Euro je Kind und Monat, seit 1. Januar 2026 |
| Kinderzuschlag | höchstens 297 Euro je Kind und Monat |
| Betreuung unter drei Jahren | 37,2 Prozent der Kinder (1. März 2026) |
| Betreuung drei bis sechs Jahre | 95,3 Prozent der Kinder (1. März 2026) |
| Ganztag in der Grundschule | Rechtsanspruch ab 1. August 2026 für Klasse 1, ab 2029/30 für Klasse 1 bis 4 |
| Frühstart-Rente | 10 Euro im Monat vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr, Gesetzentwurf |
Am 1. August 2026 begann der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, zunächst für die erste Klasse. Er wächst jedes Jahr um eine Klassenstufe und gilt ab dem Schuljahr 2029/30 für alle Klassen von 1 bis 4. Der Bund gibt bis 2029 bis zu 3,5 Milliarden Euro für Investitionen und beteiligt sich ab 2030 mit bis zu 1,3 Milliarden Euro im Jahr an den Betriebskosten.
Grundlage ist das Ganztagsförderungsgesetz von 2021. Im ersten Jahr 2026 zahlt der Bund 135 Millionen Euro zu den Betriebskosten.
Die Kinder des Jahrgangs 2025 kommen regulär um 2031 in die Schule und haben damit von Anfang an den vollen Anspruch.
Schon heute sind 74 Prozent der Grundschulen Ganztagsschulen. Rund 1,9 Millionen Grundschulkinder nutzen Ganztag oder Hort, eine Teilnahmequote von 57 Prozent.
Die Generation Beta bekommt 259 Euro Kindergeld im Monat und ab der Einschulung einen vollen Anspruch auf Ganztag. Bei der Krippe bleibt der Westen mit 34,1 Prozent deutlich hinter dem Osten mit 53,5 Prozent.
In welcher Welt wächst die Generation Beta auf?

In einer wärmeren und digitaleren. Selbst wenn die Erwärmung auf 1,5 Grad begrenzt bliebe, erlebt nach einer Studie in Nature mehr als die Hälfte der 2020 Geborenen weltweit Hitzewellen in einem Ausmaß, das im Klima vor der Industrialisierung unbekannt war.
Ein Team um den Klimaforscher Luke Grant von der Vrije Universiteit Brussel hat 2025 berechnet, wie viele Menschen eines Geburtsjahrgangs im Lauf ihres Lebens solchen Extremen ausgesetzt sind. Bei einem Pfad von 1,5 Grad betrifft das 52 Prozent des Jahrgangs 2020, beim Jahrgang 1960 nur 16 Prozent. Bei einer Erwärmung von 3,5 Grad bis 2100 beträfe das 92 Prozent des Jahrgangs 2020.
In diesem Szenario erlebten außerdem 29 Prozent nie gekannte Ernteausfälle und 14 Prozent nie gekannte Flusshochwasser. Mit der Klimapolitik, die zur Zeit der Studie beschlossen war und auf etwa 2,7 Grad hinausläuft, verdoppelt sich der betroffene Anteil vom Jahrgang 1960 zum Jahrgang 2020 mindestens.
Die Werte gelten weltweit, eigene Zahlen für Deutschland nennt die Studie nicht. Die Generation Beta ist noch jünger als der untersuchte Jahrgang 2020.
Künstliche Intelligenz im Kinderzimmer
Beim Alltag mit Technik stehen die Jüngsten noch am Anfang. Die KIM-Studie 2024 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest befragte 1.225 Kinder von 6 bis 13 Jahren. 9 Prozent der Kinder, die das Internet nutzen, verwendeten mindestens einmal pro Woche Anwendungen mit künstlicher Intelligenz.
Im Unterricht setzten 11 Prozent der Schulkinder, die dort digitale Geräte nutzen, regelmäßig solche Werkzeuge ein, 72 Prozent nie. Zu Hause nutzten 7 Prozent sie mindestens wöchentlich für die Schule, 81 Prozent nie. „Das Thema KI spielt noch keine große Rolle bei den Schulvorbereitungen“, schreiben die Autoren.
Bei den Jugendlichen sieht das schon anders aus: Drei Viertel der 12- bis 19-Jährigen lernen laut JIM-Studie 2025 mit künstlicher Intelligenz.
Mehr als die Hälfte der 2020 Geborenen erlebt nach einer Nature-Studie weltweit nie gekannte Hitzewellen, selbst bei 1,5 Grad. Künstliche Intelligenz nutzen heute 9 Prozent der Kinder wöchentlich, bei Jugendlichen drei Viertel.
Was heißt das für Unternehmen?

Als Kunden erreichen Unternehmen die Generation Beta vorerst nur über ihre Eltern, als Arbeitgeber über Familienfreundlichkeit. Auf dem Arbeitsmarkt kommt sie frühestens in den 2040er-Jahren an, und dann in kleinen Jahrgängen.
Für Arbeitgeber zählt heute vor allem die Betreuung. Im früheren Bundesgebiet wird gut ein Drittel der unter Dreijährigen betreut, in den neuen Ländern mehr als die Hälfte. Betriebe, die bei der Suche nach einem Platz helfen oder Zuschüsse zahlen, erreichen nach unserer Einschätzung gerade junge Eltern.
Langfristig verschiebt sich das Verhältnis von Jung und Alt weiter. Mit 654.241 Geburten 2025 rückt in zwei Jahrzehnten ein Jahrgang nach, der knapp halb so groß ist wie der stärkste Jahrgang der Babyboomer. Bis 2040 erreichen laut Statistischem Bundesamt 13,3 Millionen Erwerbspersonen das Alter von 67 Jahren, 30 Prozent aller Erwerbspersonen. Personalplanung rechnet deshalb besser mit dauerhaft knappen Fachkräften.
Unsere Einordnung: Die Generation Beta erbt mehr als Schulden. Die Kinder bekommen einen besseren Anspruch auf Betreuung, eine längere Lebenserwartung als jede Generation vor ihr und Investitionen in Schienen, Brücken und Schulen. Wie schwer das Erbe wiegt, steht und fällt damit, ob die Kredite von heute in Dingen stecken, die in 30 Jahren noch nutzen: in Schulen, Netzen und Verkehrswegen statt in laufenden Ausgaben.
Für Unternehmen ist die Generation Beta heute eine Frage der Familienfreundlichkeit, als Arbeitskräfte kommt sie in den 2040er-Jahren. Ihr Erbe umfasst Schulden, aber auch Investitionen und einen Anspruch auf Ganztag.
Glossar: 12 wichtige Fachbegriffe zu Generation Beta, Staat und Zukunft

Altenquotient
Altenquotient heißt die Zahl der Menschen im Rentenalter je 100 Menschen im Erwerbsalter. Das Statistische Bundesamt rechnet heute meist mit 67 Jahren als Grenze. Danach kommen auf 100 Menschen von 20 bis 66 Jahren derzeit 33 Ältere, 2070 je nach Variante 43 bis 61.
Beitragssatz
Beitragssatz nennt man den Anteil des Bruttolohns, der an die gesetzliche Rentenversicherung geht. Arbeitgeber und Beschäftigte zahlen je die Hälfte. 2026 liegt er bei 18,6 Prozent, nach der Modellrechnung der Bundesregierung steigt er bis 2039 auf 21,2 Prozent.
Betreuungsquote
Betreuungsquote gibt an, welcher Anteil der Kinder einer Altersgruppe eine Kita oder Tagespflege besucht. Bei den unter Dreijährigen lag sie am 1. März 2026 bei 37,2 Prozent, im Westen bei 34,1 Prozent und in den neuen Ländern einschließlich Berlin bei 53,5 Prozent.
Frühstart-Rente
Frühstart-Rente heißt ein geplantes Vorsorgedepot für Kinder. Der Bund soll vom sechsten Lebensjahr bis zur Volljährigkeit 10 Euro im Monat einzahlen, ausgezahlt wird frühestens mit 65. Das Kabinett beschloss den Gesetzentwurf im August 2026, der Bundestag hat noch nicht entschieden.
Ganztagsanspruch
Ganztagsanspruch bezeichnet das Recht von Grundschulkindern auf Betreuung über den Unterricht hinaus. Er gilt seit dem 1. August 2026 für die erste Klasse und wächst bis zum Schuljahr 2029/30 auf alle Klassen von 1 bis 4. Grundlage ist das Ganztagsförderungsgesetz von 2021.
Geburtendefizit
Geburtendefizit heißt die Zahl, um die die Sterbefälle eines Jahres die Geburten übersteigen. In Deutschland sterben seit 1972 jedes Jahr mehr Menschen, als geboren werden. 2025 lag das Defizit nach vorläufigen Zahlen bei rund 352.000, dem höchsten Wert seit Kriegsende.
Kindergeld
Kindergeld zahlt die Familienkasse für jedes Kind bis zum 18. Geburtstag, in Ausbildung oder Studium unter Umständen länger. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt das Kindergeld 259 Euro je Kind und Monat. Für Erhöhungen müssen Familien keinen neuen Antrag stellen.
Kinderzuschlag
Kinderzuschlag heißt eine zusätzliche Leistung für Familien, deren Einkommen für die Eltern reicht, aber nicht für den ganzen Bedarf der Kinder. Er beträgt höchstens 297 Euro je Kind und Monat und wird bei der Familienkasse beantragt.
Kohortensterbetafel
Kohortensterbetafel nennt das Statistische Bundesamt eine Rechnung, die einen Geburtsjahrgang über sein ganzes Leben verfolgt. Für jüngere Jahrgänge setzt sie Annahmen über die künftige Sterblichkeit ein. Deshalb liegen ihre Werte höher als die Lebenserwartung aus der jährlichen Sterbetafel.
Öffentlicher Gesamthaushalt
Öffentlicher Gesamthaushalt fasst Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung samt ihrer Extrahaushalte zusammen. Seine Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich lagen Ende 2025 bei 2.662,2 Milliarden Euro, 6,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Sondervermögen
Sondervermögen heißt ein Topf des Bundes neben dem regulären Haushalt, der eigene Kredite aufnehmen darf. Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität umfasst einen Kreditrahmen von 500 Milliarden Euro, der binnen zwölf Jahren bewilligt werden kann.
Zusammengefasste Geburtenziffer
Zusammengefasste Geburtenziffer gibt an, wie viele Kinder eine Frau rechnerisch bekäme, wenn die Geburtenhäufigkeit eines Jahres ihr ganzes Leben gälte. 2025 lag sie in Deutschland bei 1,32, im Westen 1964 bei 2,54.
FAQ: Generation Beta: Was der Staat den Kindern ab 2025 vererbt

Welche Jahrgänge gehören zur Generation Beta?
Beim australischen Marktforscher McCrindle, der den Namen geprägt hat, die Jahrgänge 2025 bis 2039. Eine amtliche Abgrenzung legt der Staat nicht fest.
Warum heißt die Generation Beta so?
McCrindle hatte die ab 2010 Geborenen nach dem griechischen Alphabet Generation Alpha genannt. Beta ist der nächste Buchstabe, jede Generation umfasst bei ihm 15 Jahre.
Wie viele Kinder wurden 2025 in Deutschland geboren?
654.241, so wenige wie seit 1946 nicht. Die zusammengefasste Geburtenziffer lag bei 1,32 Kindern je Frau, dem niedrigsten Wert seit 1997.
Wie alt wird die Generation Beta?
Nach dem mittleren Szenario der Kohortensterbetafel werden die Jungen des Jahrgangs 2025 im Schnitt 84,3 Jahre alt, die Mädchen 88,4 Jahre. Die Werte beruhen auf Annahmen zur künftigen Sterblichkeit.
Was ist die Frühstart-Rente?
Ein geplantes Vorsorgedepot, in das der Bund vom sechsten Lebensjahr bis zur Volljährigkeit 10 Euro im Monat einzahlt. Für ein Kind des Jahrgangs 2025 wären das 1.440 Euro ohne Erträge. Der Bundestag hat noch nicht entschieden.
Wie viele Schulden erbt die Generation Beta?
Ende 2025 entfielen rechnerisch 31.887 Euro öffentlicher Schulden auf jeden Einwohner. Der Wert ist ein Durchschnitt, kein Neugeborenes haftet persönlich dafür. Bedient werden die Schulden aus künftigen Haushalten.
Quellen
28 Quellen anzeigenQuellen ausblendenabgerufen am 26.10.2026
- McCrindleWelcome Gen Beta
- McCrindleUnderstanding Generation Alpha
- Statistisches BundesamtZahl der Geburten sinkt im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit
- Statistisches BundesamtZusammengefasste Geburtenziffer sinkt im Jahr 2025 auf 1,32 Kinder je Frau
- Statistisches BundesamtLebendgeborene, Gestorbene und Geburtenüberschuss (lange Reihe)
- Bundesinstitut für BevölkerungsforschungZusammengefasste Geburtenziffern in West- und Ostdeutschland ab 1945
- Statistisches BundesamtLebenserwartung einzelner Geburtsjahrgänge (Kohortensterbetafeln)
- Statistisches BundesamtStatistischer Bericht: Kohortensterbetafeln für Deutschland 1926 bis 2026
- Statistisches BundesamtLebenserwartung bei Geburt im Jahr 2025 auf neue Höchstwerte gestiegen
- Statistisches BundesamtStatistisches Jahrbuch 1984, Sterbetafeln in abgekürzter Form
- Statistisches BundesamtPro-Kopf-Verschuldung steigt im Jahr 2025 auf 31.887 Euro
- BundesregierungSondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität
- Statistisches BundesamtBereits 2035 wird ein Viertel der Bevölkerung 67 Jahre und älter sein
- Statistisches BundesamtStatistischer Bericht: 16. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, Deutschland 2024 bis 2070
- Statistisches BundesamtBevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2022, 2025
- Institut Arbeit und QualifikationAltenquotient 1960 bis 2070 (sozialpolitik-aktuell)
- Deutsche RentenversicherungRentenversicherung in Zeitreihen 2025
- BundesregierungAusblick auf die Entwicklung der Renten
- Deutsche RentenversicherungBundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Frühstartrente
- Statistisches BundesamtKindertagesbetreuung 2026: Zahl der unter Dreijährigen sinkt zum dritten Mal in Folge
- Statistisches BundesamtBetreuungsquote von Kindern unter 6 Jahren nach Bundesländern
- BundesfamilienministeriumRechtsanspruch auf Ganztag startet zum 1. August 2026
- Bundesagentur für ArbeitKindergeld steigt 2026: Kein neuer Antrag notwendig
- NatureGrant u. a.: Global emergence of unprecedented lifetime exposure to climate extremes
- Vrije Universiteit BrusselWill you live an unprecedented life?
- Medienpädagogischer Forschungsverbund SüdwestKIM-Studie 2024
- Medienpädagogischer Forschungsverbund SüdwestJIM-Studie 2025
- Statistisches Bundesamt13,3 Millionen Erwerbspersonen erreichen bis 2040 das Rentenalter
