Artikel teilen

Ein neues Web-Tool verwandelt jeden einzelnen Buchstaben in eine dichte Textur aus hunderten Mini-Zeichen. Letterbox läuft kostenlos, ohne Anmeldung und speichert jedes Design direkt in der URL.

Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügen
Inhalt 4 Abschnitte
  1. Was macht Letterbox anders?
  2. Welche Einstellungen bietet das Tool?
  3. Für wen lohnt sich der Blick?
  4. Mehr Newshunger?

Das Typografie-Tool Letterbox baut aus einem simplen Wort eine grafische Spielerei: Jeder Buchstabe besteht selbst aus hunderten winziger Zeichen. Entwickler Charlie Clark hat das Projekt gerade auf Product Hunt vorgestellt, und der Andrang in den Kommentaren zeigt, dass die Idee einen Nerv trifft.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Letterbox formt jeden Buchstaben aus hunderten kleiner Zeichen und erzeugt so dichte, textile Schriftbilder.
  • Schriftart, Schnitt, Farben, Fülldichte und Spaltenzahl lassen sich frei einstellen.
  • Jedes Ergebnis steckt vollständig in der URL, der Link allein genügt zum Teilen.
  • Das Tool ist kostenlos, braucht kein Konto und läuft auf Desktop und Smartphone.

Was macht Letterbox anders?

Aus Buchstabennudeln geformter Buchstabe Q und eine blaue Buchstabennudel u auf weißem Grund
Letterbox füllt Buchstabenformen mit echtem Text: Aus der Nähe entsteht Buchstabensalat, aus der Distanz ein klares Wort

Maschinell erzeugte Schriftgrafiken setzen meist auf Schatten oder Verläufe. Letterbox füllt stattdessen die Form jedes Buchstabens mit echtem Text. Selbstähnlichkeit ist das Prinzip dahinter: Aus der Nähe liest man Buchstabensalat, aus der Distanz ein klares Wort. Clark ordnet seine Motivation auf der Projektseite so ein, dass er Typografie immer als visuelle Kunst verstanden habe und nicht bloß als Mittel zum Lesen.

Welche Einstellungen bietet das Tool?

Aus Holzstempeln gebildeter Buchstabe 'A' mit Lupe und Miniaturarbeiter vor weißem Hintergrund
Textsteuerung mit kuratierten Schriften wie Playfair Display: Anpassung von Schnitt, Stil, Füllgröße, Dichte und Spalten für variable Textureffekte

Die Steuerung bleibt überschaubar. Aus einem kuratierten Satz wählen Sie eine Schrift, etwa Playfair Display, dazu Schnitt und Stil wie kursiv. Über die Füllgröße bestimmen Sie, wie fein die winzigen Zeichen geraten; je kleiner der Wert, desto abstrakter wirkt der Buchstabe. Fülldichte und Spaltenzahl regeln die Textur, Vorder- und Hintergrundfarbe geben Sie als Hex-Wert ein. Als Füllinhalt dienen wahlweise Blindtext oder eigene Worte.

Für wen lohnt sich der Blick?

Großer Holzbuchstabe
Gestalter nutzen das Tool für schnelle Teaser-Grafiken und Poster ohne Grafikprogramm. Designs lassen sich per Link teilen und präzise reproduzieren

Den größten Nutzen ziehen Gestalter, die schnell ein auffälliges Schriftbild brauchen, ohne ein Grafikprogramm zu starten. Social-Media-Teams bauen damit Teaser-Grafiken, Designer skizzieren Hero-Bereiche oder Poster. Teilen per Link klappt mühelos, weil das gesamte Design in der URL steckt und eine Kollegin über denselben Link exakt dieselbe Komposition sieht. Ein Export als Bilddatei fehlt bislang, daher landen die Ergebnisse meist als Screenshot im Entwurf.

Für einen ersten Test genügen ein Wunschwort, eine kursive Schrift und ein kräftiger Hex-Wert. Anregungen für eigene Schriften liefert unser Überblick zu kostenlosen Tools fürs Schriftdesign, und die Grundlagen sauberer Schrift im Browser fasst unser Leitfaden zur Web-Typografie im Alltag zusammen.

Mehr Newshunger?

Miniaturarbeiter baut großes A aus Holzbuchstabenwürfeln mit Umlauten ä und ü darüber
Google Fonts und weitere handverlesene Schriften für Anfänger in der Typografie und Design
4,4 13 Bewertungen

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Dr. Web Newsletter

Jede Woche ein bisschen klüger.

Der Dr. Web Newsletter: die besten Artikel, Anbieter-Tipps und neue Tools, kompakt zusammengefasst, jeden Donnerstag. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.