Anwalts-KI Vergleich 2026
Das sind die besten 55 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
10 Min. Lesezeit
4,7 (116) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Eine hellblaue Waage mit einem Prozessor auf der linken und einem Etikett "Amwesenheit einer" auf der rechten Seite

Recherche, Vertragsprüfung, Schriftsatzentwurf und Aktenauswertung kosten in jeder Kanzlei und Rechtsabteilung viele Stunden. Anwalts-KI und Legal AI beschleunigen diese Arbeit, solange Berufsgeheimnis und Datenschutz gewahrt bleiben: von der KI-Rechtsrecherche über die KI-Vertragsprüfung bis zur Kanzleisoftware mit KI-Funktionen. Wir haben 55 Anbieter geprüft. Der Ratgeber erklärt, welche Arten von KI für Anwälte und Kanzleien es gibt, worauf Sie bei Verschwiegenheit, DSGVO und Quellenbasis achten sollten und welche Kostenmodelle üblich sind. Wer Verträge nicht nur prüfen, sondern dauerhaft verwalten möchte, findet in unserem Vergleich der Vertragsmanagement-Software passende Lösungen.


Anwalts-KI im Vergleich: Empfohlene Anbieter

Manz

Sitz in Wien Fachverlag aus Österreich Österreichisches Recht

Juristische Datenbank mit KI vom Wiener Fachverlag MANZ: Genjus KI ist ein KI-Rechtsassistent für Anwaltschaft und Justiz, Steuerberatung und Unternehmensjuristen. Rechtsfragen lassen sich frei schildern, Antworten kommen mit Fundstellen, dazu Zusammenfassungen und Aktenzuordnung. Österreichisches Recht.

Manz Screenshot manz.at

MANZ Genjus KI wird von der MANZ’schen Verlags- und Universitätsbuchhandlung GmbH in Wien angeboten, deren Gesellschafter die Manz GmbH ist. Der KI-Rechtsassistent richtet sich an Anwaltschaft und Justiz, Steuerberater und Unternehmensjuristen und basiert auf österreichischem Recht.

Rechtsprobleme lassen sich frei schildern, die Antworten enthalten Fundstellen und Zitate mit direktem Zugriff auf die zugrunde liegende Literatur. Genjus KI fasst Rechercheergebnisse und komplexe Texte wie Entscheidungen, Gesetzestexte und Kommentare zusammen. Über Sammlungen lassen sich Aktivitäten organisieren und Akten zuordnen. Die Inhalte stammen von Manz sowie den Partnerverlagen Facultas und Kitzler Verlag/finanzverlag, weitere Partnerverlage und Parlamentsmaterialien sind in Arbeit. Das Angebot ergänzt die RDB Rechtsdatenbank und MANZ-Noxtua. Die Daten liegen im Rechenzentrum des KI-Dienstleisters Deepset in Frankfurt am Main, Eingaben werden nicht gespeichert und Inhalte nicht für KI-Training verwendet.

Preise sind nicht veröffentlicht. Der Zugang erfolgt über eine Anfrage bei Manz, zudem gibt es Tutorials und die Möglichkeit, Genjus KI live zu erleben.

Das spricht für Manz
Antworten mit Fundstellen
Rechtsprobleme frei schildern und Antworten samt Fundstellen und Zitaten erhalten.
Zusammenfassungen
Entscheidungen, Gesetzestexte und Kommentare werden in verständlicher Sprache zusammengefasst.
Aktenzuordnung
Über Sammlungen lassen sich Aktivitäten organisieren und Akten zuordnen.
Verlagsinhalte
Inhalte von Manz sowie den Partnerverlagen Facultas und Kitzler Verlag/finanzverlag.
Direkter Quellenzugriff
Direkte Verweise führen sofort zur zugrunde liegenden Fachliteratur.
Für Recht und Steuer
Das Angebot richtet sich an Anwaltschaft, Justiz, Steuerberatung und Unternehmensjuristen.

Sind Sie selbst Anbieter? Jetzt empfohlener Anbieter werden

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Was ist Anwalts-KI, und wer braucht sie?

Eine hellblaue Waage mit einem Prozessor auf der linken und einem Etikett "Amwesenheit einer" auf der rechten Seite
Anwalts-KI wiegt mit, entschieden wird weiterhin von Ihnen.

Anwalts-KI ist KI-Software, die juristische Arbeit unterstützt: Sie recherchiert in Rechtsquellen, prüft Verträge, entwirft Texte und wertet Akten aus. Sie spart Zeit bei Routineaufgaben, die Verantwortung für das Ergebnis bleibt bei Ihnen.

Generische KI-Chatbots sind breit trainiert und liefern Antworten ohne verlässliche juristische Quellenbasis. Anwalts-KI ist dagegen auf Rechtsstoff ausgerichtet: Sie greift auf Gesetze, Rechtsprechung, Kommentare oder Ihre eigenen Dokumente zu und nennt Belegstellen, die Sie prüfen können. Trotzdem gilt, dass Sprachmodelle Inhalte erfinden können, etwa Urteile oder Fundstellen, die es nicht gibt. Jedes Ergebnis gehört deshalb in Ihre fachliche Kontrolle.

Lohnend ist KI für Einzelanwältinnen und Einzelanwälte, die Recherche und Entwürfe beschleunigen wollen, für Kanzleien mit vielen Vertragsprüfungen und für Rechtsabteilungen, die Anfragen aus Fachabteilungen bündeln. Auch Notariate und Kanzleimanager setzen KI für Dokumentenerstellung, Posteingang und Mandantenkommunikation ein.

Wichtig ist die Abgrenzung. KI ersetzt weder die anwaltliche Prüfung noch die Beratung. Sie liefert Vorschläge, Zusammenfassungen und Entwürfe. Welche Daten in welches System gelangen, entscheiden Sie anhand von Berufsrecht und Datenschutz, bevor das erste Mandat berührt wird.

Der 6-Punkte-Test: Lohnt sich Anwalts-KI für Sie?
  • Viel Recherche: Sie recherchieren mehrmals pro Woche in Rechtsprechung, Gesetzen oder Kommentaren.
  • Vertragsprüfungen: Sie prüfen regelmäßig Verträge, die nach ähnlichen Maßstäben bewertet werden.
  • Schriftsätze und Entwürfe: Standardtexte und erste Entwürfe binden viel Zeit, die Sie für die Beratung brauchen.
  • Große Aktenmengen: Sie werten umfangreiche Dokumente aus, etwa bei Due Diligence oder in Verfahren.
  • Klare Regeln möglich: Sie können Verschwiegenheit, AVV und Prüfung der Ergebnisse verbindlich festlegen.
  • Wachsendes Team: Mehrere Personen sollen dieselbe Lösung nutzen und Wissen gemeinsam verwenden.

Treffen vier oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein Test mit Anwalts-KI. Fehlen klare Regeln für Verschwiegenheit und Prüfung, klären Sie zuerst diese Grundlagen.

Typische Probleme beim Einsatz von KI in der Kanzlei

Blauer Papierflieger mit Text "Unfall Treferfunden" fliegt von einem Papierstapel weg, verbunden durch gestrichelte Linie
Überzeugend formulierte Fundstellen können erfunden sein: Prüfen Sie jede Quelle.

Die größten Hürden sind selten die Technik, sondern Berufsgeheimnis, Datenschutz und der Umgang mit Ergebnissen, die überzeugend klingen, aber falsch sein können.

Klassisch sind Zeitdruck und Aktenberge. Recherche dauert, die Vertragsprüfung bindet Associates, und Schriftsätze entstehen oft unter Fristdruck. Dazu kommt die Abrechnung nach Stunden: Wer schneller arbeitet, muss sein Honorarmodell überdenken. Wer KI einsetzt, sollte vorher klären, wie die gewonnene Zeit in Mandat und Vergütung eingeht.

Berufsrechtlich ist die Verschwiegenheit das zentrale Thema. Anwältinnen und Anwälte unterliegen der Pflicht nach § 43a Abs. 2 BRAO, und die Verletzung von Privatgeheimnissen ist nach § 203 StGB strafbar. § 43e BRAO regelt, unter welchen Voraussetzungen Sie Dienstleister einbeziehen dürfen, unter anderem mit sorgfältiger Auswahl und einer Verpflichtung des Dienstleisters zur Verschwiegenheit in Textform. Für die Schweiz ist Art. 321 StGB einschlägig, für Österreich § 9 RAO.

Hinzu kommen Datenschutz und Schatten-KI. Verarbeitet ein Anbieter personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag, brauchen Sie einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO und müssen den Serverstandort prüfen. Häufig nutzen Mitarbeitende aber ohne Wissen der Kanzleileitung private Chatbots und kopieren Inhalte aus Akten hinein. Das Risiko beginnt damit außerhalb jeder Vereinbarung.

Zeitdruck und Aktenberge

Umfangreiche Unterlagen und enge Fristen lassen wenig Raum für gründliche Auswertung.

Recherche dauert

Rechtsprechung und Kommentare zu durchsuchen bindet viele Stunden pro Mandat.

Vertragsprüfung bindet Associates

Standardprüfungen von Verträgen belegen Kapazität, die anderswo fehlt.

Erfundene Urteile

Sprachmodelle können plausible, aber falsche Fundstellen liefern, die niemand geprüft hat.

Berufsgeheimnis und § 203 StGB

Mandantendaten in Cloud-KI zu geben, verlangt Verschwiegenheitsverpflichtung und geprüfte Dienstleister.

Datenschutz und Schatten-KI

Serverstandort, AVV und private Chatbots im Team sind Risiken, die Sie aktiv regeln müssen.

Abrechnung nach Stunden

Wer durch KI schneller arbeitet, muss Honorarmodell und Mandantenkommunikation anpassen.

Welche Arten von Anwalts-KI gibt es?

Schlüsselbund mit blauem Paragraphensymbol, Metallring und mehreren Schlüsseln sowie Etikett mit deutscher Aufschrift
Recherche, Vertragsprüfung, Datenbank, Kanzleisoftware, Mandantenkontakt, Automatisierung oder Dokumentenanalyse: Jede Art löst eine andere Aufgabe.

Legal AI und KI-Software für Kanzleien lassen sich in sieben Gruppen einteilen. Sie unterscheiden sich darin, ob der Schwerpunkt auf Recherche, Vertragsprüfung, Aktenverwaltung, Mandantenkontakt, Automatisierung oder der Analyse großer Dokumentenmengen liegt.

KI-Rechtsassistenten und Legal-AI-Plattformen bündeln Recherche, Fragen an Dokumente, Entwürfe und zunehmend auch Agenten für mehrstufige Aufgaben. Lösungen zur KI-Vertragsprüfung prüfen Verträge nach einem Playbook, erkennen Klauseln und arbeiten oft als Add-in direkt in Word. Juristische Datenbanken und Fachverlage ergänzen ihre Inhalte um KI-Recherche über Rechtsprechung, Kommentare und Zeitschriften.

Kanzleisoftware mit KI-Funktionen bringt Diktat, Posteingang, Aktenverwaltung und Fristen mit KI-Unterstützung in den Kanzleialltag. Systeme für KI-Mandantenaufnahme und Kanzleikommunikation beantworten Anfragen per Telefon oder Chat und erfassen Mandatsdaten vor. Legal Automation erstellt Dokumente aus Vorlagen und baut No-Code-Workflows, auch als Self-Service für Fachabteilungen.

Die siebte Gruppe sind Wissenssuche, eDiscovery und Dokumentenanalyse. Sie durchsuchen große Dokumentenmengen, etwa bei Due Diligence, und machen internes Kanzleiwissen auffindbar. Viele Anbieter decken mehrere Gruppen ab, der Schwerpunkt entscheidet über die Eignung für Ihren Alltag.

KI-Rechtsassistenten und Legal-AI-Plattformen

Recherche, Fragen an Dokumente, Entwürfe und Agenten für mehrstufige juristische Aufgaben.

KI-Vertragsprüfung und Vertragsanalyse

Prüfung nach Playbook, Klauselerkennung und Word-Add-in für Review und Verhandlung.

Juristische Datenbanken und Fachverlage mit KI

KI-Recherche über Rechtsprechung, Kommentare und Zeitschriften mit Verweis auf die Quellen.

Kanzleisoftware mit KI-Funktionen

Aktenverwaltung, Diktat, Posteingang und Fristen mit KI-Unterstützung im Kanzleialltag.

KI-Mandantenaufnahme und Kanzleikommunikation

Telefon- und Chat-Assistenten, Intake und Posteingangsbearbeitung für den Mandantenkontakt.

Legal Automation und Dokumentenerstellung

No-Code-Workflows, Vorlagen und Self-Service für Fachabteilungen und Standarddokumente.

Wissenssuche, eDiscovery und Dokumentenanalyse

Auswertung großer Dokumentenmengen, Due Diligence und Zugriff auf internes Kanzleiwissen.

Cloud-Dienst des Anbieters
Der Anbieter betreibt die Plattform
  • Schneller Start ohne eigene Server
  • Updates und Betrieb durch den Anbieter
  • Serverstandort und AVV prüfen
  • Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 43e BRAO klären
Betrieb im eigenen Haus
Sie betreiben die Lösung selbst
  • Mehr Kontrolle über Daten und Standort
  • Eigener Aufwand für Betrieb und Updates
  • Anbindung an interne Systeme möglich
  • Höhere Einstiegshürde, nicht von allen Anbietern angeboten

Whitepaper
KI in der Kanzlei mit System
2026
Ratgeber für Entscheider
Kostenloser Download

Whitepaper:
KI in der Kanzlei mit System 2026

Der Leitfaden zu Anwalts-KI und Legal AI: welche Arten von Lösungen es gibt, wie Sie Berufsgeheimnis, DSGVO und KI-Verordnung berücksichtigen, erfundene Quellen vermeiden, eine KI-Richtlinie für die Kanzlei aufsetzen und das passende Lizenzmodell wählen.

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Worauf Sie bei der Auswahl von KI für Anwälte achten sollten

Aufgeschlagenes Buch mit blauem Einband und Lupe, die Text vergrößert. Sprechblase mit "Erst prüfen, dann vertrauen"
Quellenbasis, Verschwiegenheit, Datenschutz, Integration und Lizenzmodell entscheiden mehr als die Länge der Funktionsliste.

Die passende Lösung hängt von Ihrem Einsatzfall, Ihren Quellen und Ihren berufsrechtlichen Pflichten ab. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Quellenbasis, Verschwiegenheit, Datenschutz und Integration zu Ihrem Alltag passen.

Beginnen Sie mit der juristischen Quellenbasis. Deckt die Lösung deutsches Recht ab, oder auch österreichisches und Schweizer Recht? Nennt sie Belegstellen, sodass Sie jede Aussage am Original prüfen können? Gute Quellenangaben sind das wichtigste Mittel gegen erfundene Inhalte.

Danach kommen Berufsgeheimnis und Datenschutz. Fragen Sie nach einer Verschwiegenheitsverpflichtung des Anbieters, die den Anforderungen des § 43e BRAO genügt, nach einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, nach dem Serverstandort und danach, ob Ihre Daten zum Training von Modellen verwendet werden. Für Ihre Kanzlei ist ein Ausschluss dieser Nutzung ein zentrales Kriterium.

Zum Schluss prüfen Sie Integration und Lizenzmodell. Ein Add-in für Word, die Anbindung an Kanzleisoftware und Dokumentenmanagement sowie eine Trennung nach Mandaten sparen Handarbeit und vermeiden Datenvermischung. Lizenzen werden meist je Nutzer abgerechnet, manche Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage. Achten Sie auch auf Support und Schulungsangebote.

Juristische Quellenbasis
Auf welchem Recht arbeitet die Lösung?

Prüfen Sie, ob deutsches Recht, Rechtsprechung und Kommentare abgedeckt sind und ob bei Bedarf auch österreichische oder Schweizer Quellen verfügbar sind.

Deutsches Recht abgedecktRechtsprechung und KommentareAktualität der Quellen
Praxistipp: Stellen Sie im Test eine Frage aus einem abgeschlossenen Fall und vergleichen Sie die Antwort mit Ihrem Ergebnis.
Quellenangaben und Belegstellen
Können Sie jede Aussage prüfen?

Gute Lösungen nennen Fundstellen und verlinken auf das Original. So erkennen Sie erfundene Inhalte, bevor sie in einen Schriftsatz gelangen.

Fundstellen mit Link zum OriginalBelegstellen im Dokument markiertKennzeichnung unsicherer Antworten
Praxistipp: Prüfen Sie stichprobenartig, ob genannte Urteile tatsächlich existieren.
Berufsgeheimnis und Verschwiegenheit
Erfüllt der Anbieter die Anforderungen?

Nach § 43e BRAO müssen Dienstleister sorgfältig ausgewählt und in Textform zur Verschwiegenheit verpflichtet werden. Hinzu kommen § 43a Abs. 2 BRAO und § 203 StGB.

Verschwiegenheitsverpflichtung in TextformSorgfältige Auswahl dokumentiertZugriffsrechte nach Mandat
Praxistipp: Fragen Sie den Anbieter, ob er eine Verpflichtung zur Verschwiegenheit nach § 43e BRAO anbietet.
DSGVO, AVV und Serverstandort
Wo und wie werden Daten verarbeitet?

Ein Vertrag nach Art. 28 DSGVO, ein klar benannter Serverstandort und technische Schutzmaßnahmen sind die Grundlage für einen rechtssicheren Einsatz.

Vertrag zur AuftragsverarbeitungServerstandort benanntUnterauftragnehmer transparent
Praxistipp: Lassen Sie sich die Liste der Unterauftragnehmer zeigen und prüfen Sie deren Standorte.
Kein Training mit Mandantendaten
Was geschieht mit Ihren Eingaben?

Klären Sie, ob Eingaben und Dokumente zum Training von Modellen genutzt werden. Für Kanzleien ist der vertragliche Ausschluss ein zentrales Kriterium.

Ausschluss von Training vertraglichLöschfristen für EingabenTrennung der Mandanten
Praxistipp: Lassen Sie sich die Regelung schriftlich bestätigen und nicht nur in der Produktbeschreibung zeigen.
Integration
Passt die Lösung in Ihre Werkzeuge?

Ein Add-in für Word, die Anbindung an Kanzleisoftware oder Dokumentenmanagement und Single Sign-on sparen Handarbeit und vermeiden Medienbrüche.

Word-Add-inKanzleisoftware und DMSSingle Sign-on
Praxistipp: Testen Sie die Integration mit einem echten Dokument aus Ihrer Akte, nicht mit einer Demovorlage.
Preis- und Lizenzmodell
Was zahlen Sie bei wachsendem Bedarf?

Lizenzen werden meist je Nutzer berechnet, teils mit Limits für Dokumente oder Abfragen. Viele Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage.

Modell nachvollziehbarLimits für Nutzung klarKündigungsfristen geprüft
Praxistipp: Rechnen Sie das Modell für die Zahl der Nutzer durch, die Sie in zwei Jahren erwarten.
Support und Schulung
Kommen Sie im Alltag weiter?

Eine deutschsprachige Oberfläche, Dokumentation, Schulungsangebote und ein erreichbarer Support erleichtern die Einführung und die Erfüllung der Pflicht zur KI-Kompetenz.

Deutsche OberflächeSchulungen für das TeamErreichbarer Support
Praxistipp: Stellen Sie während der Testphase eine echte Frage an den Support und messen Sie die Antwortzeit.
5 Fragen, 2 Minuten

Welche Anwalts-KI passt zu Ihnen?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 55 recherchierten Anbietern ab, nicht nur mit den empfohlenen Anbietern.

Frage 1 von 5
Wofür möchten Sie KI vor allem einsetzen?
Ihr Einsatzfall bestimmt, welche Art von Lösung infrage kommt.
Recherche
Rechtsprechung, Gesetze und Kommentare schneller auswerten.
Vertragsprüfung
Verträge nach Playbook prüfen und Klauseln erkennen.
Schriftsätze und Dokumente
Entwürfe, Vorlagen und Dokumentenerstellung.
Akten und Wissen
Große Dokumentenmengen und Kanzleiwissen durchsuchen.
Frage 2 von 5
Wer arbeitet mit der Lösung?
Die Nutzergruppe beeinflusst Lizenzmodell und Anforderungen.
Einzelanwalt oder Einzelanwältin
Eigene Kanzlei mit wenigen Mitarbeitenden.
Mittelgroße Kanzlei
Mehrere Berufsträger und Teams.
Großkanzlei
Viele Standorte, Legal Ops und hohe Anforderungen.
Rechtsabteilung
Syndikusrechtsanwälte und Unternehmensjuristen.
Frage 3 von 5
Welche Systeme nutzen Sie bereits?
Eine gute Integration spart Handarbeit und vermeidet Medienbrüche.
Kanzleisoftware
Aktenverwaltung und Abrechnung sind im Einsatz.
Microsoft Word
Ein Add-in direkt im Dokument wäre hilfreich.
Dokumentenmanagement
Akten liegen in einem DMS oder Vertragssystem.
Noch keine feste Lösung
Sie starten ohne Anbindung.
Frage 4 von 5
Wie wichtig ist Ihnen der Datenschutz?
Berufsgeheimnis und DSGVO prägen die Auswahl.
Höchste Priorität
Serverstandort, Verschwiegenheit und kein Modelltraining mit Ihren Daten.
Wichtig
AVV und klare Regeln genügen.
Noch offen
Sie möchten zuerst den Rahmen verstehen.
Nur anonymisierte Daten
Mandantendaten sollen nicht verarbeitet werden.
Frage 5 von 5
Was ist Ihnen am wichtigsten?
Ihre Gewichtung hilft, den passenden Anbieter auszuwählen.
Quellenbasis
Belegstellen und deutsche Rechtsquellen.
Sicherheit
Berufsgeheimnis, Zertifikate und Zugriffsrechte.
Einfache Bedienung
Schneller Start ohne lange Einarbeitung.
Preis
Planbare Kosten pro Nutzer.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

So führen Sie KI in der Kanzlei Schritt für Schritt ein

Blauer Füller schreibt auf grauem Behälter mit Aufschrift "Erst Regeln, dann loslegen"
Einsatzfälle klären, testen, Regeln festlegen, schulen und auswerten: So wird KI zu einem verlässlichen Werkzeug.

Eine Lösung bringt erst dann Ergebnisse, wenn Einsatzfälle, Regeln und Schulung feststehen. Planen Sie die Einführung in klaren Schritten und legen Sie die Kennzahlen fest, bevor der Rollout beginnt.

Legen Sie zuerst die Einsatzfälle fest: Recherche, Vertragsprüfung, Schriftsatzentwurf, Aktenauswertung oder Mandantenkommunikation. Testen Sie danach zwei bis drei Lösungen in einem Pilot mit echten, anonymisierten Fällen. So sehen Sie, wie Quellenangaben, Qualität und Bedienung im Alltag funktionieren.

Schließen Sie vor dem Echtbetrieb die Verschwiegenheitsvereinbarung und den Vertrag zur Auftragsverarbeitung ab. Erstellen Sie eine KI-Richtlinie für die Kanzlei: Welche Daten dürfen in welches Werkzeug, wer prüft Ergebnisse, wie wird dokumentiert? Beachten Sie dabei die Hinweise der BRAK zum Einsatz von KI.

Schulen Sie Ihr Team. Art. 4 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 verlangt seit dem 2. Februar 2025, dass Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, für ausreichende KI-Kompetenz ihres Personals sorgen. Prüfen und messen Sie die Ergebnisse regelmäßig, und passen Sie Regeln an, wenn sich Einsatzfälle ändern.

1 bis 2 Tage

Einsatzfälle festlegen

Sie legen fest, ob Sie Recherche, Vertragsprüfung, Entwürfe, Aktenauswertung oder Mandantenkommunikation unterstützen möchten.

Einsatzfälle sammelnNutzergruppen festlegenErfolgskriterien definieren
1
2 bis 4 Wochen

Pilot mit zwei bis drei Lösungen

Sie testen mit echten, anonymisierten Fällen und vergleichen Qualität, Quellenangaben und Bedienung.

Fälle anonymisierenLösungen parallel testenBelegstellen stichprobenartig prüfen
2
wenige Tage

Verschwiegenheit und AVV

Sie schließen die Verschwiegenheitsvereinbarung und den Vertrag zur Auftragsverarbeitung ab, bevor Mandantendaten verarbeitet werden.

Verpflichtung nach § 43e BRAO regelnVertrag nach Art. 28 DSGVO abschließenServerstandort dokumentieren
3
1 bis 2 Wochen

KI-Richtlinie für die Kanzlei

Sie legen fest, welche Daten in welches Werkzeug dürfen, wer Ergebnisse prüft und wie Sie den Einsatz dokumentieren.

Zulässige Daten festlegenPrüfpflichten benennenHinweise der BRAK berücksichtigen
4
1 bis 2 Wochen

Schulung und KI-Kompetenz

Sie schulen das Team im Umgang mit KI, Grenzen und Prüfpflichten und erfüllen damit die Anforderung aus Art. 4 KI-Verordnung.

Schulung für alle NutzerBeispiele für Fehlerquellen zeigenAnsprechperson benennen
5
laufend

Ergebnisse prüfen und messen

Sie prüfen Qualität und Nutzung regelmäßig und passen Regeln und Lizenzen an.

Kennzahlen auswertenFehlerfälle sammelnRichtlinie aktualisieren
6
Zeit je Vertragsprüfung
Durchschnittliche Dauer einer Vertragsprüfung vor und nach Einführung der KI
Recherchezeit
Zeit von der Fragestellung bis zur belastbaren Fundstelle
Anteil geprüfter KI-Ausgaben
Anteil der KI-Ergebnisse, die dokumentiert am Original geprüft wurden
Nutzungsquote
Anteil der Berechtigten, die die Lösung regelmäßig einsetzen

Häufige Fehler beim Einsatz von KI für Kanzleien

Hellblauer Mantel mit schwarzem Kragen und Ärmelbündchen hängt an einem Kleiderbügel an weißer Wand. Ein Zettel mit "Hat die KI geschrieben" klebt am Mantel
Wer KI-Texte ungeprüft unterschreibt, haftet für jeden erfundenen Satz.

Viele Fehler gefährden das Berufsgeheimnis oder die Qualität von Schriftsätzen. Die häufigsten betreffen ungeprüfte Ergebnisse, kostenlose Chatbots und fehlende Regeln.

Am gravierendsten ist es, KI-Ergebnisse ungeprüft zu übernehmen. Erfundene Urteile und Fundstellen können in Schriftsätzen landen, wenn niemand die Belege kontrolliert. Ebenso riskant ist es, Mandantendaten in kostenlose Chatbots zu kopieren, ohne dass eine Verschwiegenheitsverpflichtung oder ein Vertrag nach Art. 28 DSGVO besteht.

Fehlt eine KI-Richtlinie, entscheidet jede Person selbst, was sie eingibt. Das führt zu Schatten-KI, die Sie weder kennen noch kontrollieren. Wer nur nach dem Preis auswählt, spart kurzfristig und riskiert Lücken bei Quellenbasis und Datenschutz.

Organisatorisch wird oft vergessen, das Team zu schulen und Mandanten zu informieren. Beides gehört zu einem verantwortungsvollen Einsatz. Die Schulung ist außerdem wegen Art. 4 der KI-Verordnung ohnehin Pflicht, soweit KI-Systeme in Ihrer Kanzlei eingesetzt werden.

1
KI-Ergebnisse ungeprüft übernehmen

Erfundene Urteile und falsche Fundstellen können im Schriftsatz landen, wenn niemand sie kontrolliert.

Jede Fundstelle am Original prüfen und die Prüfung dokumentieren.
2
Mandantendaten in kostenlose Chatbots kopieren

Ohne Vertrag und Verschwiegenheitsverpflichtung drohen Verstöße gegen Berufsrecht und § 203 StGB.

Nur freigegebene Werkzeuge mit AVV und Verschwiegenheitsverpflichtung nutzen.
3
Keine Verschwiegenheitsvereinbarung

Dienstleister mit Zugang zu Mandatsgeheimnissen müssen nach § 43e BRAO in Textform verpflichtet werden.

Verpflichtung vor dem ersten Einsatz abschließen und ablegen.
4
Keine KI-Richtlinie

Ohne Regeln entscheidet jede Person selbst, was sie eingibt, und Schatten-KI entsteht.

Zulässige Daten, Prüfpflichten und freigegebene Werkzeuge schriftlich festlegen.
5
Nur nach Preis auswählen

Der günstigste Anbieter hat oft Lücken bei Quellenbasis, Datenschutz oder Integration.

Kriterien gewichten und die Gesamtkosten über mehrere Jahre vergleichen.
6
Team nicht schulen

Ohne Schulung steigen Fehlerquote und Unsicherheit, und die Pflicht aus Art. 4 KI-Verordnung bleibt unerfüllt.

Schulung für alle Nutzer einplanen und Auffrischungen festlegen.
7
Mandanten nicht informieren

Setzen Sie KI im Mandat ein, erwarten viele Mandanten Transparenz über Art und Umfang.

Einsatz von KI im Mandat prüfen und, wo nötig, in der Mandatsvereinbarung ansprechen.

Was kostet Anwalts-KI?

Hellblaues Sparschwein mit schwarzem Anzug neben einer Münze zur Größenvergleich auf weißem Hintergrund
Vorhandene Kanzleisoftware, Einstiegs-Abo, Datenbank mit Zusatz, Legal-AI-Plattform oder Enterprise: Das Lizenzmodell entscheidet, was Sie langfristig zahlen.

Die Kosten reichen von KI-Funktionen in der vorhandenen Kanzleisoftware bis zu Enterprise-Verträgen auf Anfrage. Entscheidend sind Lizenzmodell, Zahl der Nutzer, Funktionsumfang und Betrieb.

Viele Kanzleisoftware-Anbieter ergänzen KI-Funktionen als Zusatz zur bestehenden Lizenz. Einstiegs-Abos für KI-Assistenten werden meist je Nutzer und Monat abgerechnet. Juristische Datenbanken bieten KI-Recherche häufig als Zusatzmodul zu bestehenden Lizenzen an.

Spezialisierte Legal-AI-Plattformen für Recherche, Vertragsprüfung und Dokumentenanalyse liegen preislich darüber. Enterprise-Lösungen für Großkanzleien und Rechtsabteilungen, auch mit CLM-Anbindung, gibt es meist nur nach Angebot. Viele Anbieter nennen keine Preise auf der Website.

Wichtig für Ihre Kalkulation: Rechnen Sie mit der Zahl der Nutzer und Einsatzfälle in zwei Jahren. Aussagekräftiger als der Einstiegspreis sind die Gesamtkosten über mehrere Jahre inklusive Schulung, Einführung und interner Arbeitszeit für die Prüfung der Ergebnisse.

KI in vorhandener Kanzleisoftware niedrig als Zusatz zur Lizenz

Viele Kanzleisoftware-Anbieter ergänzen KI-Funktionen für Diktat, Posteingang oder Entwürfe. Die Kosten richten sich nach Ihrem bestehenden Vertrag.

Einstiegs-Abo pro Nutzer niedrig bis mittel pro Nutzer und Monat

KI-Assistenten für Recherche und Entwürfe richten sich an Einzelkanzleien und kleine Teams. Funktionsumfang und Limits unterscheiden sich stark.

Datenbank mit KI-Zusatz mittel als Zusatzmodul

Juristische Datenbanken und Fachverlage bieten KI-Recherche meist zusätzlich zur bestehenden Lizenz an. Der Umfang hängt von den gebuchten Inhalten ab.

Spezialisierte Legal-AI-Plattform hoch pro Nutzer, häufig auf Anfrage

Plattformen für Recherche, Vertragsprüfung und Dokumentenanalyse bieten den größten Funktionsumfang. Preise gibt es oft nur nach Angebot.

Wovon die Kosten abhängen

Die Kosten für Anwalts-KI richten sich nach Lizenzmodell, Zahl der Nutzer, Funktionsumfang und Betrieb. Hinzu kommen Schulung, Einführung, Integration und die interne Arbeitszeit für die Prüfung der Ergebnisse. Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Einstiegspreis, sondern die Gesamtkosten über mehrere Jahre.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit Anwalts-KI aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Was regelt § 43e BRAO? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. § 43e BRAO regelt, unter welchen Voraussetzungen Sie Dienstleistern den Zugang zu fremden Geheimnissen eröffnen dürfen. Dazu zählen sorgfältige Auswahl und die Verpflichtung des Dienstleisters zur Verschwiegenheit in Textform.
2 Was kann bei generativer KI trotz überzeugender Formulierung passieren? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Sprachmodelle können Inhalte erzeugen, die plausibel klingen, aber nicht stimmen. Deshalb müssen Sie Belegstellen am Original prüfen, bevor Sie Ergebnisse verwenden.
3 Seit wann gilt die Pflicht zur KI-Kompetenz nach Art. 4 der KI-Verordnung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Art. 4 der Verordnung (EU) 2024/1689 gilt seit dem 2. Februar 2025 und verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, für ausreichende KI-Kompetenz ihres Personals zu sorgen.
4 Welche Norm regelt den Vertrag mit einem Anbieter, der personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Art. 28 DSGVO verlangt für die Auftragsverarbeitung einen Vertrag, der Gegenstand, Dauer, Art der Daten und Schutzmaßnahmen regelt. Die Verschwiegenheit nach Berufsrecht und § 203 StGB kommt zusätzlich hinzu.
5 Wie gehen Sie mit Mandantendaten in kostenlosen KI-Chatbots um? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Ohne vertragliche Grundlage riskieren Sie eine Verletzung der Verschwiegenheit nach § 43a Abs. 2 BRAO und § 203 StGB. Regeln Sie die Nutzung in einer KI-Richtlinie und stellen Sie geeignete Werkzeuge bereit.

Glossar: Begriffe rund um Anwalts-KI

Die wichtigsten Begriffe rund um KI für Anwälte, Legal AI und Berufsrecht, kompakt und anbieterneutral erklärt.

Legal AI

KI-Software für juristische Aufgaben wie Recherche, Vertragsprüfung, Entwürfe und Dokumentenanalyse.

Generative KI

KI, die Texte, Bilder oder andere Inhalte erzeugt. Ergebnisse können fehlerhaft sein und gehören geprüft.

Halluzination

Ausgabe eines Sprachmodells, die plausibel klingt, aber erfunden ist, etwa ein Urteil oder eine Fundstelle.

Large Language Model

Großes Sprachmodell, das Texte auf Basis von Wahrscheinlichkeiten erzeugt und die Grundlage vieler KI-Assistenten bildet.

RAG

Retrieval-Augmented Generation: Das Modell greift auf ausgewählte Quellen zu und kann Belegstellen angeben.

Playbook

Regelwerk, nach dem Verträge geprüft werden, mit bevorzugten Klauseln, Rückfallpositionen und Eskalationen.

Vertragsprüfung

Review von Verträgen auf Risiken, Abweichungen und fehlende Klauseln, mit KI-Unterstützung oft in Word.

eDiscovery

Auffinden und Auswerten großer Mengen elektronischer Dokumente für Verfahren und Untersuchungen.

Due Diligence

Sorgfältige Prüfung von Unterlagen bei Transaktionen, bei der KI große Dokumentenmengen vorsortieren kann.

Legal Automation

Automatisierte Dokumentenerstellung und Workflows für juristische Standardfälle, oft ohne Programmierung.

Verschwiegenheit

Berufspflicht von Anwältinnen und Anwälten nach § 43a Abs. 2 BRAO, über anvertraute Informationen Stillschweigen zu bewahren.

§ 203 StGB

Strafnorm zur Verletzung von Privatgeheimnissen, die auch Berufsgeheimnisträger wie Rechtsanwälte betrifft.

§ 43e BRAO

Regelt die Inanspruchnahme von Dienstleistungen und verlangt unter anderem die Verpflichtung des Dienstleisters zur Verschwiegenheit in Textform.

Auftragsverarbeitung (AVV)

Vertrag nach Art. 28 DSGVO zwischen Verantwortlichem und Dienstleister, der die Verarbeitung personenbezogener Daten regelt.

KI-Kompetenz

Nach Art. 4 KI-Verordnung muss das Personal ausreichende Kenntnisse im Umgang mit KI-Systemen haben, Pflicht seit 2. Februar 2025.

Schatten-KI

Nutzung nicht freigegebener KI-Werkzeuge durch Mitarbeitende, oft mit privaten Konten und ohne Vertrag.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Anwalts-KI und KI-Software für Kanzleien, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Hinweise zu Berufsrecht, § 203 StGB, DSGVO und KI-Verordnung ersetzen keine Rechtsberatung.

Was ist Anwalts-KI?

Anwalts-KI ist KI-Software, die juristische Arbeit in Kanzleien und Rechtsabteilungen unterstützt, etwa bei Recherche, Vertragsprüfung, Entwürfen und Aktenauswertung. Dazu zählen Legal-AI-Plattformen, KI-Funktionen in juristischen Datenbanken und Kanzleisoftware, Systeme zur Mandantenaufnahme, Legal Automation und Werkzeuge für Dokumentenanalyse. Die Verantwortung für das Ergebnis bleibt bei den Anwältinnen und Anwälten.

Worin unterscheidet sich Anwalts-KI von generischen KI-Chatbots?

Anwalts-KI ist auf juristische Quellen und Arbeitsabläufe ausgerichtet und nennt in der Regel Belegstellen, während generische KI-Chatbots breit trainiert sind und oft keine verlässliche Quellenbasis liefern. Auch Verschwiegenheit, Vertragsrahmen und Serverstandort unterscheiden sich meist. Erfundene Inhalte sind jedoch bei jeder generativen KI möglich, deshalb müssen Sie Ergebnisse immer prüfen.

Darf ich als Anwalt oder Anwältin KI mit Mandantendaten nutzen?

Ja, wenn Sie Verschwiegenheit und Datenschutz wahren. Maßgeblich sind § 43a Abs. 2 BRAO, § 43e BRAO für die Einbeziehung von Dienstleistern mit Verpflichtung zur Verschwiegenheit in Textform, § 203 StGB sowie Art. 28 DSGVO für die Auftragsverarbeitung. In der Schweiz gilt Art. 321 StGB, in Österreich § 9 RAO. Beachten Sie auch die Hinweise der BRAK. Die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung.

Was sagt die KI-Verordnung zum Einsatz in Kanzleien?

Die KI-Verordnung (EU) 2024/1689 verlangt in Art. 4 seit dem 2. Februar 2025, dass Anbieter und Betreiber von KI-Systemen für ausreichende KI-Kompetenz ihres Personals sorgen. Das betrifft auch Kanzleien und Rechtsabteilungen, die KI einsetzen. Welche weiteren Pflichten gelten, hängt vom Einsatz und der Einstufung des Systems ab. Lassen Sie das im Einzelfall prüfen.

Wie vermeide ich erfundene Urteile und Fundstellen?

Prüfen Sie jede Fundstelle am Original, bevor Sie sie verwenden. Wählen Sie Lösungen mit Quellenangaben und Verlinkung, formulieren Sie Fragen präzise und legen Sie in der KI-Richtlinie fest, wer Ergebnisse kontrolliert. Ein vollständiger Schutz vor Fehlern besteht bei generativer KI nicht, deshalb bleibt die anwaltliche Prüfung unverzichtbar.

Worauf achte ich bei der Auswahl von KI für Anwälte?

Achten Sie auf juristische Quellenbasis mit Belegstellen, Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 43e BRAO, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Serverstandort, den Ausschluss von Training mit Ihren Daten, Integration in Word und Kanzleisoftware, das Lizenzmodell pro Nutzer sowie Support und Schulung. Testen Sie zwei bis drei Lösungen mit anonymisierten Fällen.

Was ist Schatten-KI, und wie begegne ich ihr?

Schatten-KI bezeichnet den Einsatz nicht freigegebener KI-Werkzeuge durch Mitarbeitende, etwa privater Chatbots, in die Inhalte aus Akten kopiert werden. Begegnen Sie ihr mit einer KI-Richtlinie, freigegebenen Werkzeugen mit Vertrag und Schulung. Verbote allein helfen selten, weil der Bedarf bestehen bleibt.

Was kostet Anwalts-KI?

Die Spanne reicht von KI-Funktionen in der vorhandenen Kanzleisoftware über Einstiegs-Abos pro Nutzer und Datenbanken mit KI-Zusatz bis zu spezialisierten Legal-AI-Plattformen und Enterprise-Verträgen auf Anfrage. Viele Anbieter nennen keine Preise. Rechnen Sie neben der Lizenz mit Schulung, Einführung und Zeit für die Prüfung der Ergebnisse.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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