Buchhaltungssoftware für Freiberufler Vergleich
2026
Das sind die besten 24 Anbieter.
Honorare abrechnen, Belege sortieren, die Umsatzsteuer im Blick behalten: Für Freiberufler frisst die Buchhaltung schnell wertvolle Zeit. Eine passende Buchhaltungssoftware nimmt genau diese Arbeit ab, von der Honorarrechnung über die automatische Belegerfassung bis zur Meldung an ELSTER. Dieser Ratgeber erklärt, was Buchhaltungssoftware für Freiberufler leistet, welche Typen es gibt, worauf Sie bei der Auswahl achten und was die Programme kosten.
everbill ist eine Online-Buchhaltung und Fakturierung für österreichische EPU und KMU. Rechnungen, Angebote und Mahnungen entstehen in Minuten, die RKSV-konforme Registrierkasse dokumentiert Umsätze finanzamtkonform. Belege lassen sich digitalisieren, der Export führt zu Steuerberatern über BMD, DATEV, RZL und RZA. 14 Tage kostenlos.
everbill richtet sich an österreichische Einzelunternehmen, Kleinunternehmer und KMU, die Rechnungen und Belege ohne Buchhaltungskenntnisse verwalten möchten. Angebote wandeln sich per Mausklick in Rechnungen um.
Die RKSV-konforme Registrierkasse dokumentiert Umsätze finanzamtkonform, auch mobil mit App und Bondrucker. Eingangsrechnungen und Belege werden digitalisiert und elektronisch archiviert, sodass das Zettelchaos entfällt.
Ein Mahnsystem verwandelt offene Rechnungen in Mahnungen, Lagerverwaltung, Kassenbuch und wiederkehrende Rechnungen ergänzen den Funktionsumfang. Für die Steuerberatung stehen Exporte nach BMD, DATEV, RZL und RZA bereit.
Steuerberaterinnen und Steuerberater erhalten über everbill direkten Zugriff auf geordnete Daten. Die Tarife reichen vom Free-Paket über Pro bis Business, eine kostenlose Testphase über 14 Tage steht bereit.
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Was ist Buchhaltungssoftware für Freiberufler, und brauchen Sie sie?

Buchhaltungssoftware für Freiberufler ist ein meist cloudbasiertes Programm, das Honorarrechnungen, Belege, Umsatzsteuer und die Einnahmenüberschussrechnung übernimmt. Nötig wird sie, sobald regelmäßig Honorare und Belege anfallen und Sie Steuermeldungen ohne mühsame Handarbeit und ohne Fehler erledigen wollen.
Als Freiberufler nach Paragraf 18 Einkommensteuergesetz sind Sie für Ihre Buchhaltung selbst verantwortlich, ohne die Strukturen eines großen Unternehmens im Rücken. Genau hier setzt die Software an. Sie bündelt Angebote, Honorarrechnungen, Belege und Auswertungen an einem Ort und hält alles GoBD-konform vor, sodass die Unterlagen jederzeit prüfungssicher sind.
Ein großer Vorteil der freien Berufe ist die schlanke Gewinnermittlung. Weil keine Bilanzierungspflicht besteht, genügt die Einnahmenüberschussrechnung, egal wie hoch der Umsatz ausfällt. Gute Programme sind genau darauf ausgelegt und erzeugen die EÜR auf Knopfdruck, erfassen Belege per App und gleichen Bankumsätze automatisch ab.
Nicht jeder braucht sofort das größte Paket. Wer nur wenige Honorare im Jahr abrechnet, kommt kurzfristig mit einer Vorlage aus. Sobald jedoch Umsatzsteuer, wachsende Belegmengen und die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater dazukommen, spart eine passende Software spürbar Zeit und senkt das Risiko teurer Fehler.
- Honorare: Sie schreiben regelmäßig Honorarrechnungen und wollen dafür nicht jedes Mal eine Vorlage anpassen.
- Belege: Quittungen und Eingangsrechnungen sammeln sich, und die Zuordnung kostet Sie Zeit.
- Umsatzsteuer: Sie müssen eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben oder Ihren Steuerstatus sauber abbilden.
- Überblick: Sie möchten jederzeit sehen, welche Rechnungen offen sind und wie es um den Gewinn steht.
- Steuerberater: Für den Jahresabschluss sollen Buchungen und Belege sauber digital übergeben werden.
- E-Rechnung: Sie müssen strukturierte E-Rechnungen empfangen und künftig auch selbst ausstellen können.
Braucht das wirklich jeder? Wer nur wenige Honorare im Jahr abrechnet und keine Umsatzsteuer abführt, kommt zur Not mit einer Vorlage aus. Sobald jedoch regelmäßige Rechnungen, Belege und Steuermeldungen zusammenkommen, spart eine passende Buchhaltungssoftware spürbar Zeit und senkt das Fehlerrisiko.
Diese Probleme löst eine Buchhaltungssoftware
Eine Buchhaltungssoftware nimmt sich die typischen Zeitfresser vor, von mühsamen Honorarrechnungen über das Belegchaos bis zum richtigen Umsatzsteuer-Status. Sie automatisiert Belegerfassung und Bankabgleich, meldet an ELSTER und zeigt jederzeit, wie es um Umsatz und offene Honorare steht.
Die meisten Buchhaltungsprobleme entstehen nicht aus Unwillen, sondern aus fehlender Zeit und Routine. Belege bleiben liegen, Rechnungen werden spät geschrieben, und die Umsatzsteuervoranmeldung gerät unter Druck. Die Software gibt diesen Aufgaben eine feste, automatisierte Struktur.
Besonders wertvoll ist die korrekte Abbildung des Steuerstatus. Ob Sie regelbesteuert sind, als Heilberuf von der Umsatzsteuer befreit sind oder die Ist-Versteuerung nutzen, das Programm setzt die Vorgabe sauber in jede Honorarrechnung um. Zusammen mit automatischer Belegerfassung, Bankabgleich und einem klaren Export für die Kanzlei sinkt der Aufwand deutlich.
Welche Arten von Buchhaltungssoftware gibt es?
Das Feld reicht vom reinen Rechnungstool über vollwertige Cloud-Buchhaltung und Geschäftskonten mit Steuerservice bis zu klassischen Desktop-Programmen. Welcher Typ passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Buchhaltung Sie selbst erledigen und ob Sie mobil oder lokal arbeiten wollen.
Manche Programme konzentrieren sich auf Angebote und Honorarrechnungen und eignen sich für Freiberufler mit wenigen Belegen. Andere bieten die volle Buchhaltung mit Belegerfassung, EÜR und ELSTER-Anbindung. Dazu kommen Geschäftskonten, die Buchhaltung und einen Steuerservice verbinden, sowie installierte Desktop-Klassiker mit großem Funktionsumfang.
Der wichtigste Unterschied liegt oft zwischen Cloud und Desktop. Cloud-Lösungen laufen im Browser und per App, aktualisieren sich selbst und erlauben den Zugriff für den Steuerberater. Desktop-Programme halten die Daten lokal und laufen offline. Für die meisten Freiberufler ist die Cloud die praktischere Wahl, während Desktop bei voller Datenhoheit punktet.
Diese Programme erstellen Angebote und Honorarrechnungen und verwalten Kunden, verzichten aber auf tiefe Buchhaltung. Sie passen für Freiberufler mit wenigen Belegen und einfacher Steuersituation.
Vollwertige Lösungen mit Rechnungen, Belegerfassung, EÜR und oft ELSTER-Anbindung. Sie passen für die meisten Freiberufler, die ihre Buchhaltung selbst und ortsunabhängig führen wollen.
Anbieter, die ein Geschäftskonto mit Rechnungen und einem Steuerservice verbinden. Passend, wenn Sie Konto, Buchhaltung und Steuer in einer App bündeln wollen.
Installierte Programme mit großem Funktionsumfang und voller Datenhoheit auf dem eigenen Rechner. Sinnvoll, wenn Sie offline arbeiten und Daten lokal halten möchten.
- Läuft im Browser und per App auf jedem Gerät
- Automatische Updates und Online-Backup
- Direkter Zugriff für den Steuerberater möglich
- Laufende Monatsgebühr, Daten liegen beim Anbieter
- Daten bleiben lokal auf Ihrem Computer
- Läuft ohne ständige Internetverbindung
- Oft einmaliger Kauf statt Abo
- Updates und Sicherung liegen bei Ihnen
2026
Whitepaper:
Buchhaltungssoftware für Freiberufler 2026
Der Leitfaden für die freien Berufe: vom kostenlosen Rechnungstool bis zur Cloud-Buchhaltung mit ELSTER- und DATEV-Anbindung, mit Auswahlkriterien, Steuer-Sonderfällen, Ablauf der Einführung und echten Kostenspannen.
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Worauf Sie bei der Auswahl achten müssen
Bei der Auswahl zählen EÜR- und GoBD-Konformität, die ELSTER- und DATEV-Anbindung, die korrekte Abbildung Ihres Umsatzsteuer-Status, eine gute Belegerfassung mit Bank-Import sowie ein fairer Preis mehr als bunte Oberflächen. Ein Blick auf die enthaltenen Schnittstellen und den regulären Monatspreis sagt am meisten aus.
Das wichtigste Kriterium ist, dass die Software zu Ihrer Steuersituation passt. Prüfen Sie, ob sie die EÜR unterstützt, GoBD-konform archiviert und Ihre Meldungen an ELSTER sendet. Freiberufler sollten außerdem darauf achten, dass sich Umsatzsteuerbefreiung oder Ist-Versteuerung sauber einstellen lassen, denn gerade Heilberufe und beratende Berufe haben hier besondere Anforderungen.
Achten Sie außerdem auf den Alltag und die Kosten. Eine gute Belegerfassung per OCR und ein automatischer Bankabgleich sparen jede Woche Zeit, und die Unterstützung von E-Rechnungen wird im Geschäftsverkehr zunehmend verlangt. Wer mit einer Kanzlei arbeitet, sollte auf einen sauberen DATEV-Export achten. Vergleichen Sie zum Schluss den regulären Preis nach der Rabattphase.
Prüfen Sie, ob die Software die Einnahmenüberschussrechnung sauber unterstützt und GoBD-konform archiviert. Für Freiberufler ist die EÜR die maßgebliche Gewinnermittlung, ein Bilanz-Modus ist nicht nötig.
Achten Sie darauf, welche Meldungen direkt an ELSTER gehen. Wer Umsatzsteuervoranmeldung und EÜR aus der Software sendet, spart den Umweg über das Portal.
Die Software sollte Regelbesteuerung, Umsatzsteuerbefreiung und Ist-Versteuerung korrekt umsetzen. Gerade Heilberufe und beratende Berufe haben hier besondere Anforderungen.
Wenn Sie mit einer Kanzlei arbeiten, ist ein sauberer DATEV-Export entscheidend. So übergeben Sie Buchungen und Belege ohne Medienbruch.
Gute Programme lesen Belege per OCR aus und gleichen Bankumsätze automatisch ab. Das senkt den Aufwand im Alltag deutlich.
Vergleichen Sie den regulären Monatspreis nach der Rabattphase und die Grenzen der Tarife. Die Software sollte mit Ihrer Praxis oder Ihrem Büro mitwachsen können.
Welche Buchhaltungssoftware passt zu Ihnen als Freiberufler?
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Wie die Einführung einer Buchhaltungssoftware abläuft

Die Einführung läuft meist in sechs Schritten ab, von der Bedarfsklärung über eine Testphase und das Einrichten bis zur Datenübernahme und zum laufenden Betrieb. Von der Entscheidung bis zum produktiven Einsatz vergehen je nach Umfang meist ein bis zwei Wochen.
Am Anfang steht nicht die Installation, sondern die Klärung des Bedarfs. Erst wenn feststeht, ob Sie nur Honorare abrechnen oder die volle Buchhaltung brauchen und ob ein Steuerberater eingebunden ist, lohnt sich die Testphase. Nahezu alle Anbieter stellen dafür eine kostenlose Testzeit bereit.
Danach folgen Einrichtung und Datenübernahme. Sie hinterlegen Stammdaten, den richtigen Umsatzsteuer-Status und den Kontenrahmen, verbinden Bankkonto und Belegerfassung und importieren bestehende Kunden und offene Honorare. Im laufenden Betrieb erfassen Sie dann Belege, schreiben Rechnungen und senden Meldungen an ELSTER, während zum Jahresende die EÜR bereitsteht.
Die häufigsten Fehler bei der Buchhaltung als Freiberufler
Die teuersten Fehler sind, Belege zu spät zu erfassen, den Umsatzsteuer-Status falsch zu setzen, unnötig auf einen Bilanz-Modus zu setzen und den Steuerberater nicht einzubinden. Fast alle lassen sich durch die richtige Einstellung der Software und eine konsequente Routine vermeiden.
Viele Probleme entstehen aus Aufschieben und falschen Einstellungen. Wer Belege sammelt und erst zum Jahresende sortiert, verschenkt Vorsteuer und Zeit. Ein falsch gesetzter Steuerstatus, etwa eine übersehene Umsatzsteuerbefreiung, führt schnell zu fehlerhaften Honorarrechnungen und Ärger bei der Prüfung.
Der zweite große Fehlerblock betrifft Planung und Kosten. Ein im ersten Jahr rabattierter Tarif wirkt günstig, wird danach aber oft deutlich teurer. Und wer den Steuerberater nicht früh über einen passenden Export einbindet, erzeugt am Jahresende doppelte Arbeit. Wer diese Punkte von Anfang an bedenkt, arbeitet ruhiger und günstiger.
Wer Belege sammelt und erst zum Jahresende sortiert, verliert Zeit und Vorsteuer.
Eine falsch gesetzte Befreiung oder Kleinunternehmerregelung führt zu fehlerhaften Honorarrechnungen.
Manche Freiberufler wählen unnötig eine Software mit vollem Bilanz-Modus und machen die Buchhaltung komplizierter.
Viele Tarife sind im ersten Jahr rabattiert und werden danach deutlich teurer.
Ohne passenden Export entsteht am Jahresende doppelte Arbeit.
Wer keine strukturierten E-Rechnungen empfangen kann, gerät im B2B-Geschäft ins Hintertreffen.
Was kostet Buchhaltungssoftware für Freiberufler?

Kostenlose Tarife decken einfache Honorarrechnungen ab, solide Cloud-Buchhaltung mit EÜR und ELSTER liegt meist zwischen 12 und 30 Euro im Monat, Pakete mit Steuerservice darüber. Dazu kommen mögliche Aufschläge für weitere Nutzer, Belegmengen oder Bankkonten.
Die Preisspanne ist groß, weil Funktionsumfang und Automatisierung den Preis bestimmen. Ein reines Rechnungstool oder ein Free-Tarif kostet wenig bis nichts, während eine vollautomatische Buchhaltung mit Belegerkennung und Steuerservice in einer höheren Klasse spielt. Viele Anbieter locken zudem mit Rabatten im ersten Jahr.
Entscheidend ist der Blick auf die Wirtschaftlichkeit. Den monatlichen Kosten steht die Zeit gegenüber, die Sie bei Rechnungen, Belegen und Steuermeldungen sparen, sowie die reduzierten Steuerberaterstunden. Gerade wer viele Belege hat oder ungern Zahlen sortiert, holt die Ausgaben für eine gute Buchhaltungssoftware meist schnell wieder herein.
Honorarrechnungen und einfache Belegablage in kostenlosen Tarifen. Ein guter Start für wenige Belege und den Nebenerwerb.
Rechnungen, Angebote und einfache Auswertungen. Passend für Freiberufler mit überschaubarer Buchhaltung.
Volle Buchhaltung mit EÜR, Bankabgleich und ELSTER. Der übliche Bereich für hauptberuflich Selbstständige.
Buchhaltung samt Steuererklärung oder Geschäftskonto mit Steuerservice. Für alle, die möglichst viel abgeben wollen.
Der Monatspreis ist nur ein Teil der Rechnung. Dazu kommen oft Aufschläge für zusätzliche Nutzer, Bankkonten oder Belegmengen, der Sprung vom rabattierten ersten Jahr auf den Normalpreis sowie die eigene Zeit für Einrichtung und Pflege. Wer diese Posten einrechnet und den gesparten Steuerberaterstunden gegenüberstellt, beurteilt die Wirtschaftlichkeit einer Buchhaltungssoftware realistisch.
1 Was ist die EÜR? Aufklappen ↓
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2 Müssen Freiberufler bilanzieren? Aufklappen ↓
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3 Wofür nutzen Freiberufler ELSTER? Aufklappen ↓
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4 Was besagt die Ist-Versteuerung? Aufklappen ↓
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5 Was ist eine E-Rechnung im Sinne der neuen Regeln? Aufklappen ↓
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Glossar: Buchhaltungs-Begriffe kurz erklärt
Die wichtigsten Begriffe rund um Buchhaltung, Steuer und Software für Freiberufler, verständlich erklärt.
- EÜR
Die Einnahmenüberschussrechnung ist die maßgebliche Gewinnermittlung für Freiberufler. Sie stellt Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gegenüber und bildet die Grundlage der Steuererklärung.
- Freiberufler
Angehörige der freien Berufe nach Paragraf 18 Einkommensteuergesetz, etwa Ärzte, Anwälte, Architekten, Ingenieure, Journalisten oder Designer. Sie zahlen keine Gewerbesteuer und dürfen den Gewinn per EÜR ermitteln.
- GoBD
Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern in elektronischer Form. Sie verlangen eine nachvollziehbare, unveränderbare und revisionssichere Ablage von Belegen und Buchungen.
- UStVA
Die Umsatzsteuervoranmeldung meldet dem Finanzamt regelmäßig die eingenommene und gezahlte Umsatzsteuer. Viele Programme berechnen sie automatisch und übertragen sie an ELSTER.
- ELSTER
Das elektronische Portal der deutschen Finanzverwaltung für Steuererklärungen und Voranmeldungen. Über die ELSTER-Schnittstelle senden Programme Meldungen direkt an das Finanzamt.
- DATEV
Ein weit verbreiteter Standard für den Datenaustausch mit Steuerberatern. Über die DATEV-Schnittstelle übergeben Sie Buchungen und Belege digital an die Kanzlei.
- Umsatzsteuerbefreiung
Eine Befreiung von der Umsatzsteuer, etwa für viele Heilberufe nach Paragraf 4 Nummer 14 Umsatzsteuergesetz. Rechnungen werden dann ohne Umsatzsteuer und mit einem entsprechenden Hinweis erstellt.
- Ist-Versteuerung
Ein Verfahren, bei dem die Umsatzsteuer erst mit dem Zahlungseingang fällig wird. Viele Freiberufler dürfen es nach Paragraf 20 Umsatzsteuergesetz nutzen, was die Liquidität schont.
- Kleinunternehmerregelung
Eine Regel nach Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz, nach der unter bestimmten Umsatzgrenzen keine Umsatzsteuer ausgewiesen wird. Rechnungen werden dann ohne Umsatzsteuer und mit einem Hinweis erstellt.
- E-Rechnung
Eine strukturierte elektronische Rechnung in Formaten wie XRechnung oder ZUGFeRD. Anders als ein PDF lässt sie sich automatisch einlesen und weiterverarbeiten.
- Beleg
Ein Nachweis für eine Einnahme oder Ausgabe, etwa eine Rechnung oder ein Kassenbon. In der Software werden Belege erfasst, oft per Foto, und den Buchungen zugeordnet.
- Honorar
Die Vergütung für eine freiberufliche Leistung, oft nach Zeit, Aufwand oder einer Gebührenordnung berechnet. In der Software bildet die Honorarrechnung den zentralen Vorgang.
- Kontenrahmen
Ein geordnetes Verzeichnis aller Buchungskonten, in Deutschland meist SKR03 oder SKR04. Er sorgt dafür, dass Geschäftsvorfälle einheitlich zugeordnet werden.
- OCR-Belegerkennung
Eine Technik, die Text aus fotografierten oder eingescannten Belegen ausliest. Sie übernimmt Betrag, Datum und Lieferant automatisch in die Buchung.
- Umsatzsteuer-ID
Eine europaweit gültige Kennung für umsatzsteuerliche Zwecke, vor allem im Geschäft mit dem EU-Ausland. Sie steht auf Rechnungen und wird in den Stammdaten hinterlegt.
- Bankabgleich
Der automatische Abgleich von Kontoumsätzen mit offenen Rechnungen und Belegen. Er zeigt, welche Rechnungen bezahlt sind, und spart manuelles Zuordnen.
- Jahresabschluss
Die zusammenfassende Darstellung des Geschäftsjahres, bei Freiberuflern die EÜR. Sie ist Grundlage für die Steuererklärung und wird oft mit dem Steuerberater erstellt.
- Cloud-Buchhaltung
Buchhaltungssoftware, die im Browser läuft und die Daten online speichert. Sie aktualisiert sich automatisch und ist von mehreren Geräten aus erreichbar.
- DSGVO
Die Datenschutz-Grundverordnung der EU regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten. Bei Cloud-Software zählen ein Serverstandort in der EU und ein Auftragsverarbeitungsvertrag.
Häufige Fragen
Was ist Buchhaltungssoftware für Freiberufler?
Buchhaltungssoftware für Freiberufler ist ein meist cloudbasiertes Programm, das Honorarrechnungen, Belege und Steuervoranmeldungen für Angehörige der freien Berufe übernimmt. Sie erstellt Angebote und Rechnungen, erfasst Belege oft per Foto, gleicht Bankumsätze ab und erzeugt die Einnahmenüberschussrechnung. Viele Tools senden die Umsatzsteuervoranmeldung direkt an ELSTER. So bleibt die Buchhaltung ohne tiefes Fachwissen nachvollziehbar und aktuell.
Brauche ich als Freiberufler eine Buchhaltungssoftware?
Eine Buchhaltungssoftware lohnt sich für die meisten Freiberufler, sobald regelmäßig Honorare und Belege anfallen. Sie spart Zeit, vermeidet Fehler bei Umsatzsteuer und Einnahmenüberschussrechnung und hält alle Unterlagen GoBD-konform an einem Ort. Wer nur wenige Rechnungen im Jahr schreibt, kommt zur Not mit einer Vorlage aus. Sobald Steuervoranmeldungen und wachsende Belegmengen zusammenkommen, zahlt sich ein passendes Programm schnell aus.
Muss ich als Freiberufler bilanzieren oder reicht die EÜR?
Als Freiberufler dürfen Sie Ihren Gewinn immer per Einnahmenüberschussrechnung ermitteln, unabhängig von Umsatz und Gewinn. Die Pflicht zur doppelten Buchführung und Bilanz nach den Paragrafen 140 und 141 Abgabenordnung trifft freie Berufe nach Paragraf 18 Einkommensteuergesetz nicht. Eine Buchhaltungssoftware für Freiberufler ist deshalb auf die EÜR ausgerichtet und braucht keinen aufwendigen Bilanz-Modus. Das hält die Buchhaltung schlank.
Was kostet Buchhaltungssoftware für Freiberufler?
Buchhaltungssoftware für Freiberufler kostet je nach Umfang meist zwischen 0 und 30 Euro im Monat. Reine Rechnungstools und einzelne Free-Tarife sind kostenlos oder sehr günstig, vollwertige Cloud-Buchhaltung mit EÜR und ELSTER liegt oft bei 10 bis 30 Euro monatlich. Pakete mit Steuerservice kosten mehr. Viele Anbieter locken mit Rabatten im ersten Jahr, weshalb sich der Blick auf den regulären Preis lohnt.
Gibt es kostenlose Buchhaltungssoftware für Freiberufler?
Ja, einige Anbieter bieten dauerhaft kostenlose Tarife oder Rechnungstools an. Diese decken meist Grundfunktionen wie Rechnungen, Angebote und eine einfache Belegablage ab, während Bankabgleich, Steuerauswertungen oder ELSTER-Übertragung den Bezahltarifen vorbehalten bleiben. Für den Start oder wenige Honorarrechnungen reicht ein Gratis-Tarif oft aus. Mit wachsendem Umfang wird ein Bezahltarif in der Regel sinnvoll.
Ist die Software GoBD-konform?
Seriöse Buchhaltungssoftware ist GoBD-konform, was Sie vor dem Kauf prüfen sollten. Die GoBD verlangen unter anderem eine unveränderbare, nachvollziehbare und revisionssichere Aufbewahrung von Belegen und Buchungen. Gute Cloud-Lösungen erfüllen das durch Protokollierung und geschützte Archivierung. Achten Sie auf eine klare Aussage des Anbieters zur GoBD-Konformität und zur Verfahrensdokumentation.
Kann ich damit die Umsatzsteuervoranmeldung und EÜR an ELSTER senden?
Viele Programme übertragen Umsatzsteuervoranmeldung und Einnahmenüberschussrechnung direkt an ELSTER. Die Software berechnet die Werte aus Ihren Buchungen und meldet sie ohne den Umweg über das ELSTER-Portal. Einige Tools unterstützen auch die Einkommensteuererklärung. Prüfen Sie im Tarif, welche Meldungen enthalten sind, da der Umfang zwischen den Anbietern spürbar schwankt.
Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater?
Die meisten Programme bieten einen Export für den Steuerberater, häufig über die DATEV-Schnittstelle. Damit übergeben Sie Buchungen und Belege digital, statt Ordner zu verschicken. Manche Tools geben der Kanzlei sogar einen eigenen Zugang. Wenn Sie mit einem Steuerberater zusammenarbeiten, ist ein sauberer DATEV-Export eines der wichtigsten Auswahlkriterien.
Was gilt für umsatzsteuerbefreite Freiberufler wie Heilberufe?
Viele Heilberufe wie Ärzte, Zahnärzte und Heilpraktiker sind nach Paragraf 4 Nummer 14 Umsatzsteuergesetz von der Umsatzsteuer befreit. In der Buchhaltungssoftware stellen Sie dazu den passenden Steuerstatus ein, damit Rechnungen ohne Umsatzsteuer und mit dem korrekten Hinweis erstellt werden. Andere Freiberufler können unter bestimmten Voraussetzungen die Ist-Versteuerung nach Paragraf 20 Umsatzsteuergesetz nutzen. Prüfen Sie vor der Einrichtung Ihren steuerlichen Status.
Cloud oder Desktop, was ist besser für Freiberufler?
Für die meisten Freiberufler ist eine Cloud-Lösung die praktischere Wahl. Sie läuft im Browser und auf dem Smartphone, aktualisiert sich automatisch, sichert die Daten online und erlaubt den direkten Zugriff für den Steuerberater. Desktop-Programme bieten dafür volle Datenhoheit auf dem eigenen Rechner und laufen ohne ständige Internetverbindung. Wer mobil und ohne Wartungsaufwand arbeiten will, fährt mit der Cloud meist besser.
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