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Sie legen eine Tiefkühlpizza in den Einkaufswagen, und in der Kaufland-App wartet schon ein Coupon für die Cola dazu. Ihre Kundenkarte war schneller als Ihr Durst. Aus den Daten der Kaufland Card XTRA mit mehr als 13 Millionen Mitgliedern hat die Kette ermittelt, dass nur jeder vierte Käufer einer Tiefkühlpizza auch ein Kaltgetränk mitnimmt, und verkauft Herstellern wie Coca-Cola seit März Werbung, die das ändern soll.

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Am 23. Oktober hat Kaufland Bojan Luncer zum Vorstand Länder berufen, der Posten war seit Januar unbesetzt.

Der frühere Real-Chef übernimmt am 1. November die sieben Auslandsgesellschaften von Polen bis Moldau, fünf Wochen, nachdem Ivan Chernev als fünfter Deutschland-Chef seit 2019 angetreten ist.

Die Personalwechsel fallen in eine Debatte über die Zukunft der Großfläche, in der Strategieprofessor Martin Fassnacht die Kaufland-Märkte in Deutschland für nicht mehr überlebensfähig hält. Der Konzernabschluss der Kaufland Stiftung zeigt dagegen 353 Millionen Euro Jahresüberschuss, eine Umsatzrendite von 1,0 Prozent und mehr Gewinn als im Vorjahr.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schwarz-Gruppe beziffert den Kaufland-Umsatz im Geschäftsjahr 2025/26 auf 36,7 Milliarden Euro, 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr, mit 794 SB-Warenhäusern in Deutschland und mehr als 1.600 Filialen in acht Ländern.
  • Der geprüfte Konzernabschluss der Kaufland Stiftung & Co. KG weist bei 34,4 Milliarden Euro Umsatzerlösen einen Gewinn von 353 Millionen Euro aus. Von 100 Euro Umsatz blieben 1,03 Euro, bei Rewe 2025 nur 58 Cent.
  • Kaufland verdient an der Handelsspanne mit einem Rohertrag von 20,6 Prozent des Umsatzes, an Konditionen der Lieferanten und zunehmend an Daten: Retail Media über Kaufland Interact, Provisionen von 7 bis 16 Prozent auf dem Online-Marktplatz in neun Ländern.
  • Den Gewinn der deutschen Märkte veröffentlicht die Schwarz-Gruppe nicht. Der Abschluss erfasst für Deutschland nur das Großhandelsgeschäft, den Einzelhandel dagegen in den sieben Auslandsmärkten.
  • Der Anteil der SB-Warenhäuser am deutschen Lebensmittelmarkt sank von 12,6 Prozent 2020 auf 11,5 Prozent 2025. Kaufland wächst trotzdem, vor allem über Aktionspreise mit mehr als 300 Wochenangeboten.

Fünf Fragen an den Riesen aus Neckarsulm

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie das Geschäftsmodell von Kaufland?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 In welcher Stadt eröffnete 1984 das erste Kaufland? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Das erste Kaufland-SB-Warenhaus öffnete 1984 in Neckarsulm, wo die Schwarz-Gruppe bis heute ihre Zentrale hat. In Backnang stand 1968 der erste Handelshof der Familie Schwarz.
2 Wie viel blieb dem Kaufland-Konzern 2025/26 von 100 Euro Umsatz als Jahresüberschuss? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Der Konzern der Kaufland Stiftung erzielte 353 Millionen Euro Jahresüberschuss bei 34,4 Milliarden Euro Umsatzerlösen. 58 Cent blieben der Rewe Group, 2,29 Prozent sparten Kunden mit der Kaufland Card.
3 Wie viele Real-Standorte durfte Kaufland laut Bundeskartellamt im Dezember 2020 übernehmen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. An neun Orten verweigerte die Behörde die Übernahme, weil den Kunden sonst zu wenige Alternativen geblieben wären. Inzwischen hat Kaufland 125 frühere Real-Märkte integriert.
4 Wie viele Mitglieder hat das Vorteilsprogramm Kaufland Card XTRA in Deutschland? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Auf Basis der Daten von mehr als 13 Millionen Mitgliedern verkauft Kaufland Interact seit März 2026 Werbung an Hersteller, etwa den „Meal Deal“ mit Coca-Cola.
5 Wie hoch waren die offenen Forderungen gegen Lieferanten, vor allem Boni und Rabatte, Ende Februar 2026? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Der Konzernabschluss weist 687 Millionen Euro aus, ein Jahr zuvor 785 Millionen Euro. Der Betrag ist fast doppelt so hoch wie der Jahresüberschuss.

Wer steckt hinter Kaufland und wie fing alles an?

Hinter Kaufland steht die Heilbronner Familie Schwarz, deren Großhandel sich 1930 mit der Firma Lidl zusammenschloss. 1968 eröffnete die Familie den ersten Handelshof in Backnang, 1984 das erste Kaufland in Neckarsulm. Heute gehört die Kette zur Schwarz-Gruppe, deren Kapital fast vollständig bei einer Stiftung liegt.

Die Wurzel des Konzerns ist der Lebensmittelgroßhandel. 1930 legte Josef Schwarz seine Firma mit A. Lidl & Comp. zur Lidl & Schwarz KG zusammen, eigene Märkte betrieb die Familie erst Jahrzehnte später.

Bis heute führt der Konzernabschluss das deutsche Kaufland-Geschäft als Großhandel, der Gewinn der deutschen Märkte fehlt deshalb darin.

Der Handelshof in Backnang war 1968 der erste große Selbstbedienungsmarkt der Familie. Aus diesem Anfang wuchsen zwei Linien: kleine Läden mit wenigen Artikeln unter dem Namen Lidl und große Märkte, die ab 1984 Kaufland hießen. Wie Lidl daraus ein eigenes Ökosystem aufgebaut hat, lesen Sie in unserer Analyse des Lidl-Geschäftsmodells.

Handelsprofessor Carsten Kortum nennt Kaufland heute einen Großflächendiscounter, der niedrige Preise mit sehr großer Auswahl verbindet.

JahrStation
1930Josef Schwarz und A. Lidl & Comp. bilden die Lidl & Schwarz KG in Heilbronn
1968erster Handelshof in Backnang
1984erstes Kaufland-SB-Warenhaus in Neckarsulm
1990erste Filiale in Ostdeutschland, in Meißen
1998erste Auslandsfiliale in Kladno, Tschechien
2020/21Übernahme von Real-Märkten und des Onlinemarktplatzes real.de
2026Marktplatz in neun Ländern, Bojan Luncer wird Vorstand Länder

Eine Stiftung ohne Stimmrecht

Dieter Schwarz hat das Eigentum so geordnet, dass Kapital und Stimmrechte getrennt liegen. Die gemeinnützige Dieter Schwarz Stiftung hält fast alle Anteile an Lidl und Kaufland, hat in den Unternehmen aber laut einer Recherche von FragDenStaat aus dem Jahr 2023 kein Mitspracherecht.

Die Stimmen liegen bei der Schwarz Unternehmenstreuhand, deren persönlich haftender Gesellschafter seit Dezember 2021 Gerd Chrzanowski ist.

Aktionäre, die eine Dividende erwarten, hat Kaufland nicht. Die Stiftung fördert mit ihrem Geld vor allem Bildung und Wissenschaft in Heilbronn, der Stadt, aus der die Familie Schwarz stammt.

Zur Schwarz-Gruppe gehören heute neben Lidl und Kaufland die eigenen Produktionsbetriebe, die IT-Sparte Schwarz Digits mit der Cloud Stackit und der Entsorger PreZero.

Die Zentrale der Gruppe sitzt in Neckarsulm, und die Sparten arbeiten einander zu: Die Produktion liefert Backwaren, Getränke und Kaffee in die Regale, Schwarz Digits betreibt die Rechenzentren, PreZero entsorgt und verwertet Abfälle.

Die Kaufland-Gesellschaft selbst heißt Kaufland Stiftung & Co. KG. Nach dem Publizitätsgesetz stellt Kaufland einen geprüften Konzernabschluss auf, den die Gruppe auch im Lobbyregister des Bundestags hinterlegt hat.

Der Abschluss ist die wichtigste Quelle dieser Analyse, weil die Schwarz-Gruppe selbst keinen Gewinn veröffentlicht.

Auf den PunktGroßhändler, der Läden baute
  • Herkunft: Kaufland stammt aus demselben Heilbronner Großhandel wie Lidl.
  • Format: große Auswahl zu Preisen nahe am Discount.
  • Eigentum: Die Stiftung hält das Kapital, die Treuhand die Stimmen.

Wie wurde aus der Idee ein Imperium?

Turm aus 8 grauen Würfeln auf Sockel mit roter Fahne „8 Länder“ vor grauem Hintergrund
Von Neckarsulm bis Moldau: Kaufland betreibt mehr als 1.600 Filialen in acht Ländern.

Kaufland wuchs in drei Sprüngen: 1990 nach Ostdeutschland, ab 1998 nach Mittel- und Osteuropa und 2020/21 durch die Übernahme von Real-Märkten. Heute betreibt die Kette mehr als 1.600 Filialen in acht Ländern, die Schwarz-Gruppe meldete für 2025/26 einen Umsatz von 36,7 Milliarden Euro.

Erst der Osten Deutschlands, dann der Osten Europas

Die erste Filiale außerhalb Westdeutschlands öffnete 1990 in Meißen, im Jahr nach dem Fall der Mauer. Acht Jahre später folgte mit Kladno in Tschechien die erste Auslandsfiliale.

Heute ist Kaufland in Polen, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Kroatien und der Republik Moldau vertreten.

In Rumänien kam Kaufland im ersten Halbjahr 2026 laut Lebensmittel Zeitung auf 15,8 Prozent Marktanteil und ist dort die Nummer zwei. In Polen meldete die Kette nach zwei Jahren mit sinkendem Umsatz für 2025/26 wieder ein Plus.

Für Australien gründete Kaufland Gesellschaften, eröffnete aber keinen Markt und gab die Pläne wieder auf.

Im Konzernabschluss 2025/26 stehen drei Australien-Gesellschaften mit Sitz in Neckarsulm und eine in Mount Waverley bei Melbourne bis heute in der Liste der einbezogenen Unternehmen.

Die Übernahme von Real

Den größten Sprung der Firmengeschichte brachte das Ende einer Konkurrentin. Als der Metro-Konzern seine SB-Warenhauskette Real an den Finanzinvestor SCP verkauft hatte, meldete Kaufland 2020 beim Bundeskartellamt die Übernahme von 101 Märkten an.

Die Behörde gab am 22. Dezember 2020 bis zu 92 Standorte frei, an neun Orten hätte die Übernahme den Kunden zu wenige Alternativen gelassen.

Kaufland kaufte danach weitere Märkte einzeln hinzu. Nach Zählung der Lebensmittel Praxis hat die Kette inzwischen 125 frühere Real-Standorte mit rund 9.000 Beschäftigten integriert.

Der Rest von Real lief als „Mein Real“ weiter, ging 2023 in die Insolvenz in Eigenverwaltung und schloss die letzten Märkte im März 2024.

Mit den Märkten kam der Onlinemarktplatz real.de, den Kaufland im Oktober 2020 übernahm und im April 2021 in kaufland.de umbenannte. Aus dem Nebenprodukt einer Übernahme ist ein Marktplatz in neun Ländern geworden, auf dem mehr als 15.000 Händler verkaufen.

Die Integration von mehr als 120 Real-Märkten habe viel Kraft gekostet, sagte Carsten Kortum im September der Lebensmittel Praxis.

Ein Riese im Schatten der Schwester

Innerhalb der Schwarz-Gruppe, die 2025/26 insgesamt 185,6 Milliarden Euro umsetzte, steht Kaufland mit 36,7 Milliarden Euro im Schatten von Lidl mit 140,2 Milliarden Euro. Auf Kaufland entfällt knapp ein Fünftel des Gruppenumsatzes.

In Deutschland betrieb die Schwarz-Gruppe 2025 nach Zählung der Lebensmittel Praxis 794 SB-Warenhäuser. Kaufland beschäftigt mehr als 162.000 Menschen, davon über 92.000 in Deutschland.

Wachstum
Kaufland wächst, aber langsamer als Lidl
Umsatz von Kaufland in Milliarden Euro je Geschäftsjahr (März bis Februar) in zwei Abgrenzungen.
Filialumsatz laut Schwarz-Gruppe
  • 2023/2434,2 Mrd. €
  • 2024/2535,2 Mrd. €
  • 2025/2636,7 Mrd. €
Umsatzerlöse im Konzernabschluss
  • 2023/2431,9 Mrd. €
  • 2024/2532,9 Mrd. €
  • 2025/2634,4 Mrd. €
794
SB-Warenhäuser in Deutschland 2025
über 1.600
Filialen in acht Ländern
plus 6,1 %
Wachstum von Lidl 2025/26, Kaufland plus 4,3 %

Wie verdient Kaufland tatsächlich sein Geld?

Ein weißer Einkaufskorb mit roten Tickets und dem Anhänger „Daten“ steht auf einem Podest
Ware, Konditionen, Daten: Kaufland verdient nicht nur an der Kasse.

Kaufland verdient am Warenverkauf mit einem Rohertrag von 20,6 Prozent des Umsatzes, an Boni und Rabatten der Lieferanten und zunehmend an Werbung, Daten und Marktplatz-Provisionen. Nach allen Kosten blieben dem Kaufland-Konzern 2025/26 von 100 Euro Umsatz 1,03 Euro Gewinn.

Zwei Geschäfte in einem Abschluss

Laut Lagebericht hat der Konzern der Kaufland Stiftung & Co. KG 2025/26 „Großhandelsumsätze in Deutschland sowie Einzelhandelsumsätze in sieben Ländern innerhalb Mittel- und Osteuropas“ erzielt.

Für die deutschen Märkte erfasst der Abschluss also den Umsatz aus den Lieferungen an die Filialen, nicht den Umsatz an der Kasse.

Der Konzern zählt im Jahresschnitt 72.910 Beschäftigte, Kaufland beschäftigt allein in Deutschland mehr als 92.000 Menschen. Der Einzelhandel der deutschen Filialen läuft demnach über andere Gesellschaften der Schwarz-Gruppe, deren Gewinn nicht veröffentlicht ist.

Die Umsatzerlöse stiegen 2025/26 gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf 34,4 Milliarden Euro. Auf Handelswaren entfielen 32,97 Milliarden Euro, also 95,8 Prozent.

Die übrigen 1,44 Milliarden Euro verbucht der Konzern als sonstige Umsatzerlöse, ohne sie aufzuschlüsseln.

Die 36,7 Milliarden Euro, die die Schwarz-Gruppe im Juni als Kaufland-Umsatz meldete, sind eine andere Größe: ein Filialumsatz, dessen Abgrenzung die Gruppe nicht erklärt.

Kaufland Stiftung & Co. KG, Konzern2023/242024/252025/26
Umsatzerlöse31.918 Mio. €32.928 Mio. €34.412 Mio. €
Rohertrag6.450 Mio. €6.716 Mio. €7.091 Mio. €
Rohertragsquote20,2 %20,4 %20,6 %
Personalaufwand1.520 Mio. €1.659 Mio. €1.830 Mio. €
EBIT648 Mio. €600 Mio. €644 Mio. €
Jahresüberschuss388 Mio. €265 Mio. €353 Mio. €
Umsatzrendite1,2 %0,8 %1,0 %

Geld, das nicht an der Kasse entsteht

Ein Händler verdient nicht nur an der Spanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis, sondern auch an den Konditionen, die er Herstellern abverlangt. Im Kaufland-Abschluss steht dafür eine unscheinbare Zeile: Zum Stichtag Ende Februar 2026 hatte der Konzern 687 Millionen Euro an Forderungen gegen Lieferanten in der Bilanz, „im Wesentlichen Boni, Rabatte und Rückvergütungen“.

Ein Jahr zuvor lag der Betrag bei 785 Millionen Euro.

Nach der Real-Übernahme ermittelte das Bundeskartellamt, weil Kaufland Sonderforderungen an Lieferanten gestellt hatte, und stellte das Verfahren im Juli 2021 ein, nachdem Kaufland die Forderungen an Gegenleistungen geknüpft und bis Ende 2022 befristet hatte.

Grundstücke und Gebäude stehen mit 5,45 Milliarden Euro in der Konzernbilanz, und in den Gebäuden vermietet Kaufland auch Flächen an fremde Händler. 2023 übernahm Kaufland Immobilien drei frühere Real-Objekte in Köln, Staßfurt und Waiblingen samt laufender Mietverträge mit Drittmietern, wie aus der Freigabe der EU-Kommission hervorgeht.

Wie viel Miete Kaufland insgesamt einnimmt, veröffentlicht die Kette nicht.

Auf dem Kaufland-Marktplatz zahlen Händler je nach Warengruppe 7 bis 16 Prozent Provision und eine Monatsgebühr ab 39,95 Euro. Das Handelsvolumen über alle Länder wuchs im Geschäftsjahr 2025/26 um 11,9 Prozent, meldete der Branchendienst Onlinemarktplatz.de im Juni.

Eine absolute Zahl nennt Kaufland nicht.

Erlösmodell
Woher das Geld des Kaufland-Konzerns kommt
Erlöse des Konzerns der Kaufland Stiftung & Co. KG im Geschäftsjahr 2025/26 in Millionen Euro.
Erlöse 2025/26
  • Handelswaren32.969 Mio. € · 95,8 %
  • Sonstige Umsatzerlöse1.443 Mio. € · 4,2 %
  • Sonstige betriebliche Erträge104 Mio. €
  • Erträge aus Beteiligungen32 Mio. €
687 Mio. €
offene Boni und Rabatte der Lieferanten am 28.02.2026
13 Mio.
Mitglieder der Kaufland Card XTRA in Deutschland
7 bis 16 %
Provision auf dem Marktplatz

Was die Kundenkarte über Sie weiß

Seit dem 12. Februar 2026 heißt das Vorteilsprogramm in Deutschland Kaufland Card XTRA und funktioniert nur noch in der App. Kunden bekommen einen Punkt je Euro Einkauf, individuelle Coupons und Gratisprodukte, Kaufland erhält im Gegenzug die Einkaufsdaten von mehr als 13 Millionen Mitgliedern.

Aus dem Befund zur Tiefkühlpizza entstand der „Meal Deal“ mit Coca-Cola. Für die Kampagne sprach Kaufland gezielt Kunden mit Vorliebe für Pizza und Softdrinks an, über die App, über Anzeigen in sozialen Netzwerken im Umkreis von einem Kilometer um rund 170 Filialen und über Bildschirme am Eingang.

Gemessen wurde die Wirkung mit Kontrollgruppen.

Die Einheit Kaufland Interact verkauft diese Werbung seit März 2026 an Hersteller. „Unseren Partnern können wir belegen, welchen Effekt Werbung auf Markenwahrnehmung und Verkauf hat“, sagt ihr Leiter Matthias Schönwandt.

In der Bilanz taucht der Wert dieser Daten nirgends als Vermögenswert auf, und wo die Werbeerlöse verbucht sind, schlüsselt der Abschluss nicht auf.

Für die Kunden lohnt sich der Tausch messbar, aber bescheiden. Eine Auswertung von 1,26 Millionen Kassenbons durch die App Smhaggle ergab für das erste Quartal 2025, dass Inhaber der Kaufland Card im Schnitt 2,29 Prozent des Bonbetrags sparten, der höchste Wert unter den untersuchten Programmen.

Wo die Marge entsteht

Aus dem Rohertrag von 7,09 Milliarden Euro, also 20,6 Prozent des Umsatzes, bezahlt Kaufland Personal, Mieten, Energie, Logistik und Werbung. Nach diesen Kosten blieb ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 644 Millionen Euro, eine EBIT-Marge von 1,9 Prozent, nach Zinsen und Steuern ein Überschuss von 353 Millionen Euro.

Der Konzernabschluss weist kein Ergebnis je Land aus, eine Rechnung nach Segmenten ist deshalb nicht möglich. Laut Lagebericht stieg der Umsatz 2025/26 schneller als die Kosten der Warenbeschaffung, vor allem weil mehr Kunden kamen und die Preise inflationsbedingt höher lagen.

Gleichzeitig wuchs der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr um 10,3 Prozent, mehr als doppelt so schnell wie der Umsatz.

Im Vergleich mit Rewe steht Kaufland solide da: Die Kölner Gruppe behielt 2025 von 100 Euro Konzernumsatz 58 Cent, der Kaufland-Konzern 1,03 Euro. Ganz vergleichbar sind die Werte nicht, weil der Kaufland-Abschluss das deutsche Geschäft als Großhandel erfasst.

Aktionen als Lockmittel

Mit Preisaktionen holt Kaufland Kunden in die großen Märkte. Seit dem 12. Oktober beginnt die Werbewoche am Montag, mit mehr als 300 Wochenangeboten, die sechs Tage gelten, und zusätzlichen Angeboten ab Donnerstag.

Bei mehr als 7.000 Produkten verspricht Kaufland dauerhaft Preise wie beim Discounter.

Unsere Einordnung: Die Aktionen sollen Kunden in einen Markt holen, in dem sie neben dem Sonderangebot auch Frischware, Drogerieartikel und Haushaltswaren kaufen. Carsten Kortum nennt Kaufland „in erster Linie promotiongetrieben“.

Für die Verteilung der Prospekte setzte der Konzern 2025/26 neben der Stammbelegschaft 12.295 Zeitungsausträger mit Minijob ein.

Größe, die sich rechnet

Kaufland gehört zu einer Gruppe, die mit Lidl rund 14.500 Filialen in 33 Ländern betreibt, und führt Marken der Schwester, etwa die Werkzeugmarke Parkside. Die eigenen Produktionsbetriebe der Gruppe setzten 2025/26 laut Lebensmittel Praxis 5,7 Milliarden Euro um, fast ausschließlich mit Lidl und Kaufland. Kaufland betreibt eigene Fleischwerke in Heilbronn, Möckmühl, Osterfeld und Heilbad Heiligenstadt, die den größten Teil der Fleisch- und Wurstwaren der Kette herstellen.

Auf dem Marktplatz wirkt ein Netzwerkeffekt: Jeder neue Händler bringt Artikel, die weitere Käufer anlocken, und jeder Käufer macht den Marktplatz für Händler attraktiver.

In Spanien startete Kaufland Anfang Oktober mit mehr als 3.100 Händlern und über 10 Millionen Artikeln, ohne dort einen einzigen Markt zu betreiben.

Was sich seit 2021 verschoben hat

Bis 2020 hatte Kaufland in Deutschland weder einen Onlinemarktplatz noch ein eigenes Vorteilsprogramm. Seitdem sind drei Erlösquellen dazugekommen: der Marktplatz seit der Umbenennung von real.de im April 2021, die eigene Kundenkarte seit Oktober 2021 und die Werbung mit Kundendaten, die Schwarz Media seit 2023 und Kaufland Interact seit März 2026 vermarkten.

Payback, das bis 2023 in Polen parallel lief, hat Kaufland durch das eigene Programm ersetzt.

Die Rohertragsquote stieg von 2023/24 bis 2025/26 von 20,2 auf 20,6 Prozent, der Gewinn schwankte zwischen 265 und 388 Millionen Euro. Unsere Einschätzung: Die neuen Erlösquellen sind klein, aber sie wachsen dort, wo die Großfläche Kunden verliert, nämlich bei Daten und im Netz.

Auf den PunktSpanne, Konditionen, Daten
  • Ware: 95,8 Prozent der Umsatzerlöse, Rohertrag 20,6 Prozent.
  • Lieferanten: 687 Millionen Euro offene Boni und Rabatte zum Stichtag.
  • Daten: 13 Millionen Kartenmitglieder speisen das Werbegeschäft.
  • Blinder Fleck: Den Gewinn der deutschen Filialen veröffentlicht die Gruppe nicht.

Wie groß ist die Marktmacht von Kaufland?

Größer werdende Spielfiguren auf Podest, mittlere rot mit „25%“-Fahne
Rund 25 Prozent Marktanteil: Kaufland und Lidl bilden die zweitgrößte Handelsgruppe in Deutschland.

Allein ist Kaufland in Deutschland ein Händler mittlerer Größe mit geschätzt 24,4 Milliarden Euro Bruttoumsatz, unter den SB-Warenhäusern aber der klare Marktführer. Seine Macht gegenüber Lieferanten bezieht Kaufland aus der Schwarz-Gruppe, die laut Bundeskartellamt rund 25 Prozent des Lebensmittelmarkts hält.

Ein Viertel des Marktes, gemeinsam mit Lidl

Edeka, Rewe, die Schwarz-Gruppe und Aldi vereinten 2025 laut Bundeskartellamt mehr als 90 Prozent der bundesweiten Umsätze, Edeka kam auf rund 30 Prozent, die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland auf rund 25 Prozent, Rewe auf rund 22 und Aldi auf rund 15 Prozent.

Die Konzentration sei weiter gestiegen, schrieb die Behörde.

Für Lieferanten ist die Schwarz-Gruppe damit schwer zu umgehen. Edeka und Rewe, „in Abstufungen auch die Schwarz-Gruppe“, seien für manche Hersteller von Markenartikeln jeweils einzeln unverzichtbar, stellte das Bundeskartellamt fest.

Ein Hersteller, der sich mit Neckarsulm nicht einigt, verliert im Ernstfall Lidl und Kaufland zugleich.

Noch stärker steht Edeka da. Womit der genossenschaftliche Verbund am meisten verdient, lesen Sie in unserer Analyse des Edeka-Geschäftsmodells.

König einer schrumpfenden Betriebsform

Die Marktforscher von NIQ Trade Dimensions schätzen den Bruttoumsatz von Kaufland in Deutschland für 2025 auf 24,4 Milliarden Euro, 2,8 Prozent mehr als 2024. Lidl kam auf geschätzt 34,8 Milliarden Euro, Aldi auf 36,9 Milliarden, Edeka auf 84,7 Milliarden.

Der stärkste Konkurrent auf der großen Fläche, Globus, setzte 6,7 Milliarden Euro um, gut ein Viertel des Kaufland-Umsatzes.

Unter den SB-Warenhäusern dominiert Kaufland. Im ersten Halbjahr 2026 kauften 23,9 Millionen Menschen bei Kaufland ein, bei Globus 5,1 Millionen.

Kaufland-Kunden kamen im Halbjahr im Schnitt 24,5-mal, Globus-Kunden 14,6-mal, der Durchschnittsbon lag bei Kaufland dagegen mit 34,40 Euro deutlich unter den rund 43 Euro bei Globus.

Die Betriebsform als Ganzes schrumpft. Der Anteil der SB-Warenhäuser am deutschen Lebensmittelmarkt fiel von 12,6 Prozent im Jahr 2020 auf 11,5 Prozent 2025, rechnete der Handelsberater Johannes Berentzen in der Lebensmittel Praxis vor. Das EHI Retail Institute zählte für 2024 bei den SB-Warenhäusern 19,1 Milliarden Euro Nettoumsatz, fast so viel wie im Vorjahr, während die Discounter auf 97,7 Milliarden Euro zulegten.

„Während die Großflächen nahezu stagnieren, können Discounter am deutlichsten zulegen“, sagte EHI-Experte Marco Atzberger.

Marktmacht
Kaufland unter den großen Händlern
Geschätzter Bruttoumsatz im deutschen Lebensmittelhandel 2025 in Milliarden Euro, einschließlich Umsatzsteuer.
Bruttoumsatz Deutschland 2025
  • Edeka-Gruppe84,7 Mrd. €
  • Rewe-Gruppe70,6 Mrd. €
  • Aldi Nord und Süd36,9 Mrd. €
  • Lidl34,8 Mrd. €
  • Kaufland24,4 Mrd. €
  • Globus6,7 Mrd. €
rund 25 %
Marktanteil Schwarz-Gruppe 2025 laut Bundeskartellamt
11,5 %
Anteil der SB-Warenhäuser 2025, nach 12,6 % im Jahr 2020
23,9 Mio.
Kaufland-Käufer im ersten Halbjahr 2026, Globus 5,1 Mio.

Keine Fesseln an der Kasse

Kunden können Kaufland jederzeit verlassen, ein Wechsel zu Lidl, Aldi oder Edeka kostet keinen Cent Gebühr. Kaufland bindet Kunden über Preis, Sortiment und seit 2021 über die eigene Kundenkarte, deren Punkte und Coupons nur im eigenen Markt gelten. Die Bindung bleibt schwach, weil die großen Ketten einander genau beobachten: Preisänderungen bei Produkten mit hoher Preisgleichheit gingen laut Bundeskartellamt häufig von Aldi aus, zuletzt vermehrt auch von Lidl.

Stärker ist die Bindung der Lieferanten. Ein Hersteller kann auf einen Abnehmer, der zusammen mit Lidl ein Viertel des Marktes kontrolliert, kaum verzichten.

Das Kartellamt schaut zu

Eine gemeinsame Marktbeherrschung der großen Handelsgruppen auf den Absatzmärkten ließ sich nach den etablierten Kriterien nicht feststellen, schrieb das Bundeskartellamt im September. Die relative Nachfragemacht gegenüber Herstellern reiche aber aus, um im Einzelfall gegen Missbrauch vorzugehen.

Kaufland selbst nennt kartellrechtliche Verfahren im Lagebericht als eines der rechtlichen Risiken und hat für hinreichend konkrete Fälle Rückstellungen gebildet.

Wer ist bei Kaufland eigentlich das Produkt?

Aufnahme zweier weißer Kartons mit einem Aufkleber darauf in Nahaufnahme
Pizza im Wagen, Coupon in der App: Daten von 13 Millionen Kartenmitgliedern steuern die Werbung.

Bei Kaufland sind die Kunden Käufer und Datenlieferanten zugleich: Auf Basis der Einkaufsdaten aus mehr als 13 Millionen Kartenkonten verkauft Kaufland Herstellern gezielte Werbung. Die Markenhersteller zahlen damit doppelt, über Konditionen im Einkauf und über Kampagnen bei Kaufland Interact.

Der Kunde mit der App

Für die meisten Leser ist Kaufland ein großer Markt, in dem sie regelmäßig den Grundbedarf einkaufen. Seit Februar ist dieser Einkauf in Deutschland nur noch mit der App rabattiert, neue Mitglieder bekommen keine Plastikkarte mehr. Punktesammler geben Kaufland damit ein vollständiges Bild ihres Warenkorbs.

Für den Kunden sieht ein persönlicher Coupon aus wie ein Rabatt. Für Kaufland ist er zugleich Werbefläche, die ein Hersteller bezahlt, und Messinstrument, das über Kontrollgruppen zeigt, ob die Anzeige gewirkt hat.

Die Gegenleistung ist überschaubar: Bei einem Durchschnittsbon von 34,40 Euro bringt die Ersparnis von 2,29 Prozent rund 79 Cent.

Der Hersteller, der zweimal bezahlt

Ein Markenhersteller verhandelt mit Kaufland erst über Preise, Boni und Rückvergütungen, dann über Werbung. Im Einkauf steht er einer Gruppe gegenüber, die das Bundeskartellamt für manche Markenhersteller als schwer ersetzbar einstuft.

In der Werbung kauft er von derselben Gruppe den Zugang zu Kunden, die Kaufland anhand der Daten aus der eigenen Kundenkarte ausgewählt hat.

Im Herbst wollte der Abfüller Coca-Cola Europacific Partners seine Abgabepreise im Schnitt um rund 3 Prozent erhöhen. Kaufland einigte sich mit dem Abfüller laut Lebensmittel Praxis früher als Edeka, das am 23. Oktober nachzog.

Der Händler auf fremdem Grund

Auf dem Online-Marktplatz verkaufen mehr als 15.000 Händler, die für jede Bestellung je nach Warengruppe 7 bis 16 Prozent Provision an Kaufland abgeben. Suche, Platzierung und Bewertungen steuert Kaufland als Betreiber des Marktplatzes, der Händler liefert und zahlt.

Händler, die zusätzlich auf den Auslandsportalen verkaufen, setzten im Schnitt 70 Prozent mehr um als zuvor, meldete Onlinemarktplatz.de im Juni unter Berufung auf Kaufland.

Unsere Einschätzung: Eine Abhängigkeit wie bei Amazon ist auf diesem Marktplatz noch nicht zu erkennen. Mit jedem Land ohne Filialen, zuletzt den Niederlanden und Spanien, wächst aber sein Gewicht für die Händler.

Die Menschen im Markt

An Bedientheken, Kassen und Regalen arbeiten bei Kaufland in Deutschland mehr als 92.000 Menschen. Im Konzern mit 72.910 Beschäftigten stieg der Personalaufwand 2025/26 auf 1,83 Milliarden Euro. Im Juni 2026 rief Verdi in mehr als 100 Kaufland-Filialen zum Warnstreik auf.

Rollen
Wer bei Kaufland zahlt und wer kassiert
Die Beteiligten am Geschäftsmodell und ihre Rolle, Stand Oktober 2026.
zahlt und liefert Daten
Kunden
Zahlen an der Kasse, mehr als 13 Millionen sammeln in der App Punkte und geben dafür ihre Einkaufsdaten preis.
zahlt doppelt
Markenhersteller
Gewähren Boni und Rabatte, zum Stichtag 687 Millionen Euro offen, und kaufen Werbung bei Kaufland Interact.
zahlt Provision
Marktplatzhändler
Mehr als 15.000 Händler zahlen ab 39,95 Euro im Monat und 7 bis 16 Prozent je Verkauf.
kassiert
Kaufland und Stiftung
Der Konzern behält von 100 Euro Umsatz 1,03 Euro, die Eigentümerin ist eine gemeinnützige Stiftung.
arbeitet
Beschäftigte
Mehr als 92.000 Menschen in Deutschland, im Juni 2026 rief Verdi in über 100 Filialen zum Warnstreik auf.
verteilt
Zeitungsausträger
12.295 geringfügig Beschäftigte bringen die Prospekte zu den Haushalten.

Was kostet das Angebot wirklich, und wer trägt die Kosten?

Münzstapel mit rotem Abschluss auf Sockel mit Warnhinweis „Nicht schubsen!“, vor Weiß
Von 100 Euro Umsatz bleiben dem Kaufland-Konzern 1,03 Euro als Gewinn.

Von 100 Euro Umsatz gibt der Kaufland-Konzern 79,39 Euro für Waren aus, 12,60 Euro für sonstige Kosten wie Miete, Energie und Werbung und 5,32 Euro für Personal. Übrig bleiben 1,03 Euro. Die Kosten tragen vor allem die Kunden über den Preis und die Lieferanten über Boni und Rabatte.

Die Rechnung hinter 100 Euro

Größter Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 2025/26 ist der Materialaufwand von 27,3 Milliarden Euro, vor allem für die eingekaufte Ware.

Den zweitgrößten Posten bilden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 4,3 Milliarden Euro für die übrigen Betriebskosten, die der Abschluss nicht einzeln ausweist.

Je 100 Euro Umsatz, Konzern Kaufland 2025/26Euro
Ware und Material79,39
Sonstige betriebliche Aufwendungen (Miete, Energie, Logistik, Werbung u. a.)12,60
Personal5,32
Abschreibungen1,21
Sonstige Erträge und Beteiligungserträgeplus 0,39
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)1,87
Zinsen, nettominus 0,28
Ertragsteuernminus 0,57
Jahresüberschuss1,03

Der Personalanteil von 5,32 Euro wirkt für einen Händler mit Bedientheken niedrig. Der Grund liegt in der Abgrenzung: Der Konzern beliefert die deutschen Filialen als Großhändler, das Personal der Filialen ist zum großen Teil in anderen Gesellschaften beschäftigt.

Ein Einkauf, auseinandergenommen

Angenommen, ein Einkauf über den Durchschnittsbon von 34,40 Euro enthält nur Lebensmittel mit 7 Prozent Umsatzsteuer. Dann gingen 2,25 Euro an das Finanzamt, 32,15 Euro wären der Nettoumsatz. Übertragen auf die Quoten des Konzerns entfielen davon rund 25,52 Euro auf die Ware, 4,05 Euro auf Miete, Energie und übrige Kosten und 1,71 Euro auf Personal.

Als Gewinn blieben 33 Cent. Die Rechnung ist eine Näherung, weil der Konzernabschluss den deutschen Einzelhandel nicht enthält und ein echter Einkauf auch Drogerieartikel mit 19 Prozent Steuer umfasst.

Wer die Rechnung bezahlt

Die Kunden zahlen über den Preis, und dieser Preis folgt in Deutschland den Discountern.

Für die Margen der vier großen Gruppen stellte das Bundeskartellamt im September fest, dass sie nach einem deutlichen Anstieg in der Corona-Zeit seit spätestens 2022 wieder sinken, im Durchschnitt aber noch über dem Niveau vor der Pandemie liegen. Nach Abzug aller Kosten bewegen sich die Margen im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Ob die Kette Preissteigerungen schneller weitergab als Preissenkungen, lässt sich aus dem Abschluss nicht ablesen. Sicher ist nur, dass die Rohertragsquote 2025/26 von 20,4 auf 20,6 Prozent stieg.

Die Lieferanten zahlen über Konditionen. 687 Millionen Euro an Boni, Rabatten und Rückvergütungen standen zum Stichtag offen, das ist fast das Doppelte des Jahresüberschusses.

Der Fiskus erhielt 195 Millionen Euro Ertragsteuern, mehr als die Hälfte des Jahresüberschusses.

Unsere Einschätzung: Bei Kaufland zahlt der Kunde nicht übermäßig, und der Fiskus kommt nicht zu kurz. Die Kosten der großen Fläche drücken stattdessen auf die Marge selbst, die mit 1,9 Prozent vor Zinsen und Steuern wenig Puffer für Fehler lässt.

Auf den PunktEin Euro von hundert
  • Ware: 79,39 Euro je 100 Euro Umsatz gehen an Lieferanten und Produktion.
  • Fläche: 12,60 Euro für Miete, Energie, Logistik und Werbung.
  • Gewinn: 1,03 Euro, bei einem Durchschnittseinkauf rechnerisch 33 Cent.

Wer profitiert und wer zahlt drauf?

Ein roter Einkaufskorb mit einer Medaille auf einem Siegerpodest (Plätze 1, 2 und 3)
Stiftung, App-Kunden und Marktplatzhändler gewinnen, Lieferanten und Zeitungsausträger stehen unter Druck.

Gewinner sind die Eigentümer-Stiftung, Kunden mit App und Händler, die über den Marktplatz ins Ausland verkaufen. Druck spüren die Lieferanten, die Konkurrenz auf der großen Fläche, die Zeitungsausträger und die Manager an der Spitze des Deutschlandgeschäfts.

GruppeEntwicklungEinordnung
Kaufland-KonzernJahresüberschuss 2025/26 plus 33,2 Prozent auf 353 Millionen EuroGewinn erholt, Marge bleibt bei 1,0 Prozent
Kunden mit Kaufland Card XTRAmehr als 13 Millionen Mitglieder, im Schnitt 2,29 Prozent Ersparnis (Smhaggle, 2025)sparen etwas, liefern dafür ihre Einkaufsdaten
Marktplatz-Händlermehr als 15.000 Anbieter in neun Ländernneuer Zugang zu Kunden, 7 bis 16 Prozent Provision
Kaufland Polennach zwei Minusjahren wieder mehr UmsatzAusbau soll schneller werden
Lieferanten687 Millionen Euro offene Boni und Rabatte zum Stichtagverhandeln mit einer kaum ersetzbaren Gruppe
Globus und andere SB-WarenhäuserGlobus-Umsatz 2025 minus 0,2 ProzentKaufland wächst um 2,8 Prozent, Globus schrumpft
Zeitungsausträger12.295 geringfügig Beschäftigte, im Vorjahr 15.306weniger Verteiler für die Prospekte
Deutschland-Chefsfünf Chefs seit 2019Stefan Hoppe ging nach rund einem Jahr

Eine Stiftung als stiller Gewinner

Die Gewinne der Schwarz-Gruppe fließen über die Schwarz Beteiligungs GmbH zu großen Teilen an die gemeinnützige Dieter Schwarz Stiftung, die nach einer Analyse des Beraters Thorsten Klinkner aus dem Jahr 2019 99,9 Prozent der Anteile hält.

Das Eigenkapital des Kaufland-Konzerns lag Ende Februar 2026 bei 4,8 Milliarden Euro, eine Quote von 33,0 Prozent.

Der Konzern nutzte den Gewinn 2025/26 auch, um Schulden abzubauen. Die Nettofinanzverschuldung sank um 846 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro, investiert wurden 540 Millionen Euro, vor allem in das Filialnetz.

Die Beschäftigten im Tarifstreit

Im Juni 2026 bestreikte Verdi mehr als 100 Kaufland-Filialen und warf dem Unternehmen vor, ein „inakzeptables“ Angebot der Arbeitgeber mitzutragen. Verdi-Vorstandsmitglied Silke Zimmer sagte: „Dieter Schwarz ist mit Abstand der reichste Mensch in Deutschland.“ Kaufland hielt dagegen, als tarifgebundenes Unternehmen an einer zügigen Lösung interessiert zu sein. Der Konflikt zeigt den Kern des Modells: Jeder Prozentpunkt mehr Lohn trifft eine Marge, die vor Zinsen und Steuern bei 1,9 Prozent liegt.

Die Beschäftigten von Real

Rund 9.000 frühere Real-Beschäftigte arbeiten heute in den übernommenen Märkten unter dem Kaufland-Schild. „Mein Real“ schloss bis zum 31. März 2024 die letzten 45 Märkte, nur einzelne Standorte gingen an Rewe, Kaufland und Edeka.

Mittelständische Händler profitierten von einer Auflage des Bundeskartellamts. Die Verkäuferin SCP musste 2020 Standorte mit einem Einkaufsvolumen von mindestens 200 Millionen Euro an Lebensmittelhändler aus dem Mittelstand abgeben, statt sie an die großen Gruppen zu verkaufen.

Die Konkurrenz auf der großen Fläche

Real ist verschwunden, der Umsatz von Globus sank 2025 laut NIQ leicht. Kaufland wächst unter den SB-Warenhäusern, aber diese Betriebsform verliert Kunden an Discounter, Drogerien und Fachmärkte.

Martin Fassnacht, Strategieprofessor an der WHU, fragte in der Lebensmittel Praxis: „Wer würde Kaufland in Deutschland vermissen?“ Der Berater Johannes Berentzen sieht das Geschäftsmodell dagegen nicht gefährdet, wohl aber das Versprechen „alles unter einem Dach“: Fachmarktzentren mit Drogerie, Tierbedarf und Nonfood Tür an Tür machen dieses Versprechen hinfällig.

Kaufland verdient an 100 Euro Umsatz einen Euro, doch wie viel die deutschen Märkte abwerfen, verrät die Schwarz-Gruppe nicht.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Wie politisch ist Kaufland?

Ein Ordner mit der Beschriftung „29 Vorhaben“ und einem roten Gummiband auf einer weißen Box
29 Regelungsvorhaben stehen im Eintrag von Kaufland im Lobbyregister des Bundestags.

Kaufland meldet im Lobbyregister des Bundestags für 2025/26 Ausgaben von 840.001 bis 850.000 Euro und 29 Regelungsvorhaben, von Tierhaltungskennzeichnung bis Verpackungsrecht. Die eigentliche Lobbyarbeit leistet die Schwarz Corporate Affairs für die ganze Gruppe, mit mehr als 3,2 Millionen Euro im Jahr.

Lobbyarbeit mit fremdem Personal

Der Eintrag der Kaufland Stiftung & Co. KG im Lobbyregister weist für das Geschäftsjahr 2025/26 null Vollzeitstellen für Interessenvertretung aus. Die Arbeit erledigt die Schwarz Corporate Affairs GmbH & Co. KG in Neckarsulm mit Hauptstadtbüro in Berlin, die 3.240.001 bis 3.250.000 Euro und 11,29 Vollzeitstellen meldet.

17 Personen üben dort die Interessenvertretung unmittelbar aus.

Gemessen an 36,7 Milliarden Euro Umsatz sind die Summen klein, die Themenliste dagegen ist breit und reicht von der Plastikabgabe bis zur Rücknahme alter Batterien.

Was Kaufland in Berlin will

Zum Agrarorganisationen- und Lieferkettengesetz, das Lieferanten von Lebensmitteln vor unfairen Praktiken großer Abnehmer schützt, fordert Kaufland die „Beibehaltung des Status quo“. Das Gesetz gehe schon heute „in weiten Teilen“ über die EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie) hinaus.

Bei der Tierhaltungskennzeichnung will Kaufland dagegen mehr Regeln, aber für andere: Das Gesetz soll auf weitere Tierarten und auf die Außer-Haus-Verpflegung ausgeweitet werden, damit dort dasselbe Transparenzniveau gilt wie im Lebensmittelhandel. Beim geplanten Gesetz gegen Werbung für ungesunde Kinderlebensmittel unterstützt Kaufland laut Registereintrag das Ziel, plädiert aber für andere Instrumente.

Breit ist das Engagement beim Verpackungsrecht. Kaufland wirbt im Register für ein privatwirtschaftliches Fondsmodell, das die Lizenzentgelte für Verpackungen nach ökologischen Kriterien staffelt, und für eine Umlage der EU-Plastikabgabe, die recyclingfähige Verpackungen begünstigt.

Unsere Einordnung: Regeln, die Konkurrenten außerhalb des Handels gleichstellen, findet Kaufland gut, Regeln, die die eigene Verhandlungsmacht begrenzen, nicht.

Steuern ohne Oase

Die Ertragsteuern des Kaufland-Konzerns lagen 2025/26 bei 195 Millionen Euro, eine Quote von 35,6 Prozent auf das Ergebnis vor Steuern.

Die Gesellschaften sitzen in Deutschland und in den sieben Ländern mit Filialen, dazu kommen Töchter in Hongkong, Pakistan, Sri Lanka und Australien sowie eine Beteiligung von 27,26 Prozent an der Finanzgesellschaft SG Finance & Treasury Limited in Dublin. Hinweise auf eine Gewinnverlagerung in Niedrigsteuerländer enthält der Abschluss nicht.

Der Lagebericht nennt ein politisches Risiko ausdrücklich: Staaten könnten in Krisen Handelsspannen begrenzen oder Verkaufspreise deckeln.

Ein Lebensmittelhändler als europäischer Champion

Öffentlich stellt die Schwarz-Gruppe ihre Größe in einen politischen Rahmen. Konzernchef Gerd Chrzanowski sprach im Juni von einem Beitrag „für ein starkes souveränes Europa“, Kaufland-Vorstand Gerald Schönbucher nannte den Marktplatz in Spanien eine „starke europäische Antwort“ auf die weltweiten Onlinehändler.

Ins selbe Bild gehört das Sponsoring: Ab dem Winter 2026/27 ist Kaufland Titelsponsor des Skisprung-Weltcups bis 2029/30.

Politik
Lobbyarbeit der Schwarz-Gruppe in Berlin
Gemeldete Ausgaben für Interessenvertretung im Geschäftsjahr 2025/26, Obergrenze der Spanne in Millionen Euro.
Lobbyregister des Bundestags
  • Schwarz Corporate Affairs (für die Gruppe)3,24 bis 3,25 Mio. €
  • Kaufland Stiftung & Co. KG0,84 bis 0,85 Mio. €
29
Regelungsvorhaben im Kaufland-Eintrag
11,29
Vollzeitstellen bei Schwarz Corporate Affairs
35,6 %
Steuerquote des Kaufland-Konzerns 2025/26

Was könnte Kaufland zu Fall bringen?

Ein weißer Einkaufswagen mit einem roten Rad auf einem Podest, beschriftet mit „MÄNGELWARE“
Format, Kosten, Osteuropa und Führung: Hier wackelt die Marge von Kaufland.

Das größte Risiko ist das Format selbst: Der Marktanteil der SB-Warenhäuser sinkt, Discounter, Drogerien und Nonfood-Ketten greifen einzelne Sortimente heraus. Hinzu kommen steigende Lohn- und Energiekosten bei 1,9 Prozent Marge, ein stagnierendes Onlinegeschäft und eine unruhige Führung.

Die Fläche wird zur Last

Kauflands Märkte sind groß, Carsten Kortum spricht von Verkaufsflächen „von 4.000 Quadratmetern und mehr“. Große Flächen und breite Sortimente erzeugten Komplexität, hohe Bestände und Kosten, während Kunden schnelle Einkäufe und klare Sortimente erwarteten, sagte der Handelsprofessor im September.

Ein großes Nonfood-Angebot sei früher ein Pluspunkt gewesen, funktioniere aber gegen Action und ähnliche Ketten nicht mehr.

Ein Branchenkenner beschrieb Kaufland in der Lebensmittel Praxis als ein Unternehmen, das „am Tropf der Promotion“ hänge. Weniger Aktionen könnten Frequenz kosten, weniger Sortiment ebenso.

Gegen die Schwäche der großen Fläche modernisiert Kaufland laut Lebensmittel Praxis rund 40 Filialen im Jahr, und seit September führen fünf Märkte ein Drogeriesortiment mit mehr als 9.000 Artikeln rund um die neu gestaltete Eigenmarke Bevola.

Auf Google bewerten Kunden Kaufland laut einer Auswertung von Quantiquest mit 3,65 Punkten schlechter als jeden Vollsortimenter, nur beim Preis-Leistungs-Verhältnis liegt die Kette mit 3,9 Punkten gut.

Online stagniert der Umsatz

Im Onlinegeschäft meldeten Lidl und Kaufland zusammen 1,7 Milliarden Euro Umsatz, im zweiten Jahr in Folge ohne Wachstum. Wie viel davon auf den Marktplatz entfällt, schlüsselt die Gruppe nicht auf. Der Marktplatz wächst, muss sich aber gegen Amazon und Otto behaupten.

Otto hat mit rund 6.100 Partnern weniger als halb so viele Händler, verlangt aber 99,90 Euro Grundgebühr im Monat und bis zu 22 Prozent Provision, wie unsere Analyse des Otto-Geschäftsmodells zeigt. Unsere Einschätzung: Die niedrigeren Gebühren von Kaufland helfen beim Wachstum und begrenzen zugleich, was der Marktplatz je Bestellung abwirft.

Kosten, die schneller steigen als der Umsatz

Für 2026 erwartet Kaufland trotz der Lohnsteigerungen einen Gewinn auf Vorjahresniveau, nennt aber den Konflikt am Persischen Golf und die gestiegenen Energiepreise als Unsicherheit.

Osteuropa als Stütze und Wackelkandidat

Die sieben Auslandsmärkte machen Kaufland unabhängiger vom deutschen Markt. Doch der Lebensmittelhandel schrumpfte 2025 inflationsbereinigt in Rumänien um 2,4 Prozent und in Polen um 1,0 Prozent, wie der Lagebericht nach Eurostat-Daten festhält.

Die Lebensmittel Zeitung nannte das Auslandsgeschäft am 23. Oktober „zunehmend schwierig“, zehn Monate lang war der zuständige Vorstandsposten unbesetzt.

Führung im Schleudersitz

Ivan Chernev ist der fünfte Deutschland-Chef seit 2019. Sein Vorgänger Stefan Hoppe ging im September nach rund einem Jahr, Gründe nannte Kaufland nicht. Chernev arbeitet seit mehr als 20 Jahren für Kaufland und führte zuletzt die Landesgesellschaft in Bulgarien, die nun Michail Petrov übernimmt, früher dort Finanzchef.

„Wenn man einem Manager nur ein Jahr gibt, sind viele Veränderungen, die er anstößt, noch gar nicht sichtbar“, sagte Kortum über Hoppe, der unter anderem die Kundenkarte neu aufgesetzt und das Drogeriekonzept vorangetrieben hatte.

Handelsexperten wie Kortum und Stephan Rüschen sehen darin eher ein Konzept- als ein Führungsproblem, Martin Fassnacht verortet die Verantwortung bei der Konzernspitze.

Der schwarze Schwan liegt am Golf

Das unwahrscheinliche, aber teure Szenario beschreibt der Lagebericht selbst: Bleibt die Versorgung mit Öl und Gas nach dem Konflikt am Persischen Golf über die Sommermonate hinaus gestört, rechnet der Konzern mit weit höheren Energiepreisen, steigenden Verbraucherpreisen und Problemen in den globalen Lieferketten.

Ein zweites Risiko nennt Kaufland bei der Technik: Ausfälle und Angriffe auf die IT, gegen die der Konzern ein Managementsystem nach ISO/IEC 27001 aufgebaut hat.

Drei Szenarien bis 2031

Die folgenden Szenarien sind eine Einschätzung der Redaktion auf Basis des Konzernabschlusses und der Marktdaten, keine Prognose von Kaufland.

  • Umbau gelingt: Kaufland baut die Märkte nach dem Vorbild des früheren Real-Standorts in Waiblingen frischer um, die Drogerie zieht Kunden, und der Marktplatz wirft in Europa Gewinn ab. Die Umsatzrendite steigt über 1,5 Prozent.
  • Weiter so: Kaufland wächst mit der Inflation und mit Osteuropa, die SB-Warenhäuser verlieren in Deutschland weiter Anteile, die Marge pendelt um 1 Prozent.
  • Rückzug: Lohn- und Energiekosten fressen die Marge auf, die Schwarz-Gruppe gibt schwache Standorte ab oder baut sie zu Lidl-Filialen um und konzentriert Kaufland auf Osteuropa.
Risiken
Was die Marge von Kaufland bedroht
Die wichtigsten Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Wirkung, Einschätzung der Redaktion, Stand 24.10.2026.
hoch
Format
Der Anteil der SB-Warenhäuser sank von 12,6 auf 11,5 Prozent, Discounter und Fachmärkte holen Kunden.
hoch
Kosten
Der Personalaufwand stieg 2025/26 um 10,3 Prozent, der Umsatz um 4,5 Prozent.
mittel
Energie
Der Lagebericht nennt den Konflikt am Persischen Golf und hohe Energiepreise als Unsicherheit für 2026.
mittel
Osteuropa
Der Lebensmittelhandel schrumpfte 2025 in Rumänien um 2,4 und in Polen um 1,0 Prozent.
mittel
Führung
Fünf Deutschland-Chefs seit 2019, der Vorstand Länder war zehn Monate unbesetzt.
niedrig
Online
Lidl und Kaufland setzen online seit zwei Jahren unverändert 1,7 Milliarden Euro um.

Was bedeutet Kaufland für deutsche Unternehmer und Verbraucher?

Wegweiser-Modell mit roten Pfeilschildern: Kunden, Händler, Hersteller, Feierabend
Rabatte per App, Werbung für Hersteller, Provision für Händler: Das bedeutet Kaufland in Deutschland.

Für Verbraucher ist Kaufland eine preisgünstige Adresse mit großer Auswahl, der Rabatte inzwischen gegen Daten aus der App tauscht. Für Unternehmer ist die Kette Abnehmer, Werbeplattform und Marktplatz in einem, mit Gebühren unter denen von Otto und einem Zugang zu Kunden in neun Ländern.

Was Verbraucher wissen sollten

Seit dem 12. Oktober beginnen die Wochenangebote montags, die Prospekte kommen am Wochenende.

Aktionskäufer können den Einkauf damit schon am Wochenende planen. Rabatte über die Kaufland Card XTRA bekommen Kunden nur noch in der App, ein Punkt je Euro, dazu persönliche Coupons.

Die App lohnt sich für Stammkunden messbar, wenn auch in kleinen Beträgen. Kunden, die ihre Einkaufsdaten nicht teilen wollen, zahlen dafür einen kleinen Aufpreis, bekommen aber weiterhin die Wochenangebote und die mehr als 7.000 Produkte mit Discountpreisen.

Was Lieferanten und Hersteller erwartet

Für Markenhersteller bleibt die Schwarz-Gruppe ein Abnehmer, den das Bundeskartellamt für manche von ihnen als schwer ersetzbar einstuft. Neu ist die zweite Rechnung: Kaufland Interact verkauft seit März Werbung auf Basis der Daten aus der Kundenkarte, gemessen mit Kontrollgruppen.

Hersteller sollten Konditionen und Werbebudgets deshalb gemeinsam verhandeln und sich die Wirkung einer Kampagne mit Zahlen belegen lassen, was Kaufland ausdrücklich anbietet.

Kleine Erzeuger können sich auf das Agrarorganisationen- und Lieferkettengesetz berufen, das unlautere Handelspraktiken verbietet. Kaufland will dieses Gesetz unverändert lassen, eine Verschärfung zugunsten der Erzeuger ist von der Kette also nicht zu erwarten.

Was Onlinehändler gewinnen können

Für deutsche Onlinehändler ist der Kaufland-Marktplatz ein vergleichsweise günstiger Weg in mehrere Länder auf einmal, Otto verlangt mindestens 99,90 Euro im Monat. Die Monatsgebühr beginnt bei 39,95 Euro, die Provision liegt je nach Warengruppe zwischen 7 und 16 Prozent, und in Spanien hinterlegt Kaufland mit einem eigenen Dienst die vorgeschriebenen Registriernummern für die erweiterte Herstellerverantwortung.

Händler sollten trotzdem rechnen: Kaufland nennt kein Handelsvolumen; wie viele Bestellungen ein neues Land bringt, lässt sich vorab nicht sagen.

Was Wettbewerber lernen können

Kaufland-Kunden kommen im Schnitt 24,5-mal im Halbjahr, lassen aber nur 34,40 Euro je Einkauf an der Kasse, gut 8 Euro weniger als bei Globus.

Kaufland ist damit stärker Teil des regelmäßigen Versorgungseinkaufs, Globus eher Ziel für den großen Einkauf, schreibt die Lebensmittel Praxis. Genau um diesen regelmäßigen Einkauf werben auch die Discounter in der Nachbarschaft.

Drei Szenarien für die nächsten zwölf Monate

SzenarioWas passiertFolge für Kunden und Partner
OptimistischChernev und Luncer bleiben, Umbau und Drogerie greifen, der Marktplatz wächst in Spanien und den Niederlandenstabile Preise, mehr Coupons, mehr Kundschaft für Marktplatzhändler
RealistischUmsatz wächst moderat, Gewinn auf Vorjahresniveau wie im Lagebericht geplant, der Anteil der SB-Warenhäuser sinkt weiterAktionsrhythmus bleibt, Hersteller verhandeln weiter hart
PessimistischEnergie und Löhne steigen stärker, ein weiterer Chefwechsel, Schließung schwacher Märkteweniger Standorte, Druck auf Lieferanten und Beschäftigte

Unsere Einschätzung zum Schluss: Kaufland ist kein Sanierungsfall, sondern ein Händler mit ordentlichem Gewinn und einem ungelösten Formatproblem. Die neuen Vorstände in Deutschland und im Ausland müssen zeigen, wofür die große Fläche steht, bevor die Kunden die Antwort selbst geben, indem sie zum Discounter, zur Drogerie oder ins Netz gehen.

Auf den PunktPreis gegen Daten, Reichweite gegen Provision
  • Verbraucher: Rabatte nur noch per App, im Schnitt gut 2 Prozent Ersparnis.
  • Hersteller: Konditionen und Werbung bei derselben Gruppe.
  • Onlinehändler: Neun Länder ab 39,95 Euro Monatsgebühr.

Glossar: 15 wichtige Fachbegriffe zum Geschäftsmodell von Kaufland

Ein offenes Buch auf weißem Sockel mit rotem Lesezeichen und Schild „Glossar“
Von Anzapfverbot bis Umsatzrendite: Das Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe zu Kaufland.

Agrarorganisationen- und Lieferkettengesetz

Das Agrarorganisationen- und Lieferkettengesetz (AgrarOLkG) verbietet großen Abnehmern bestimmte unlautere Handelspraktiken gegenüber Lieferanten von Agrar- und Lebensmitteln, etwa kurzfristige Stornierungen. Das Gesetz setzt eine EU-Richtlinie um und geht in Teilen darüber hinaus. Kaufland setzt sich laut Lobbyregister dafür ein, das Gesetz in der jetzigen Fassung beizubehalten.

Anzapfverbot

Das Anzapfverbot untersagt marktmächtigen Unternehmen, von Lieferanten Vorteile ohne sachliche Gegenleistung zu verlangen, etwa nach einer Übernahme. Das Bundeskartellamt prüfte 2021 Sonderforderungen von Kaufland nach dem Kauf der Real-Märkte und stellte das Verfahren ein, nachdem Kaufland die Forderungen an Gegenleistungen geknüpft und befristet hatte.

EBIT

Das EBIT ist das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern und zeigt, was das laufende Geschäft verdient. Der Kaufland-Konzern kam 2025/26 auf ein EBIT von 644 Millionen Euro, nach 600 Millionen Euro im Vorjahr. Bezogen auf den Umsatz entspricht das einer EBIT-Marge von 1,9 Prozent.

Eigenmarke

Eine Eigenmarke, auch Handelsmarke, gehört dem Händler statt einem Hersteller. Der Händler bestimmt Rezeptur und Preis, gefertigt wird bei Herstellern oder in eigenen Betrieben. Bei Kaufland gehören etwa K-Classic und K-Bio dazu, im Drogeriesortiment die neu gestaltete Marke Bevola, im Nonfood die Lidl-Marke Parkside.

Erweiterte Herstellerverantwortung

Die erweiterte Herstellerverantwortung verpflichtet Unternehmen, die Waren in Verkehr bringen, sich an der Entsorgung von Verpackungen, Elektrogeräten oder Batterien zu beteiligen. Für diese Beteiligung müssen sich Händler in vielen EU-Ländern registrieren. Für Spanien hinterlegt Kaufland die vorgeschriebenen Registriernummern seiner Marktplatzhändler mit einem eigenen Dienst.

Großhandelsumsatz

Als Großhandelsumsatz verbucht ein Unternehmen Verkäufe an andere Händler statt an Endkunden. Der Konzernabschluss der Kaufland Stiftung weist für Deutschland ausdrücklich Großhandelsumsätze aus, den Einzelhandel dagegen nur in den sieben Auslandsmärkten. Der Gewinn der deutschen Filialen ist deshalb im Abschluss nicht vollständig enthalten.

Handelsvolumen

Das Handelsvolumen, auf Englisch Gross Merchandise Value, ist der Gesamtwert aller Waren, die über einen Marktplatz verkauft werden, unabhängig davon, wer sie anbietet. Der Betreiber verdient daran nur über Provisionen und Gebühren. Für den Kaufland-Marktplatz meldete Onlinemarktplatz.de für 2025/26 ein Wachstum von 11,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, einen absoluten Wert nennt Kaufland nicht.

Konzernabschluss nach Publizitätsgesetz

Einen Konzernabschluss nach Publizitätsgesetz müssen große Unternehmen aufstellen und veröffentlichen, auch wenn sie nicht an der Börse notiert sind. Der Abschluss wird von Wirtschaftsprüfern geprüft. Die Kaufland Stiftung & Co. KG legt ihn jährlich vor, für 2025/26 mit dem Bestätigungsvermerk der Prüfungsgesellschaft EY.

Lobbyregister

Das Lobbyregister des Deutschen Bundestags verzeichnet seit 2022 Organisationen und Unternehmen, die auf Parlament und Bundesregierung Einfluss nehmen. Eingetragen werden Ausgaben, Personal und konkrete Regelungsvorhaben. Kaufland meldet für 2025/26 Ausgaben von 840.001 bis 850.000 Euro und hat dort auch seinen Konzernabschluss hinterlegt.

Nettofinanzverschuldung

Die Nettofinanzverschuldung umfasst die Schulden aus Finanzierungen abzüglich der flüssigen Mittel eines Unternehmens. Die Kennzahl zeigt, wie viel Kredit nach Abzug des vorhandenen Geldes offen ist. Beim Kaufland-Konzern sank die Nettofinanzverschuldung bis Ende Februar 2026 um 846 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro.

Relative Marktmacht

Relative Marktmacht liegt vor, wenn ein Unternehmen für bestimmte Geschäftspartner unverzichtbar ist, ohne den gesamten Markt zu beherrschen. Das Bundeskartellamt stellte 2026 fest, dass Edeka und Rewe, in Abstufungen auch die Schwarz-Gruppe, für manche Hersteller von Markenartikeln jeweils einzeln kaum ersetzbar sind.

Retail Media

Retail Media bezeichnet Werbung, die Händler in eigenen Kanälen an Hersteller verkaufen, etwa in der App, auf Bildschirmen im Markt oder in sozialen Netzwerken rund um die Filiale. Grundlage sind die Einkaufsdaten der eigenen Kunden. Bei Kaufland vermarktet die Einheit Kaufland Interact solche Kampagnen seit März 2026.

Rohertrag

Der Rohertrag ist der Umsatz abzüglich des Wareneinsatzes. Aus ihm bezahlt ein Händler Personal, Mieten, Energie, Logistik und Werbung. Beim Kaufland-Konzern lag der Rohertrag 2025/26 bei 7,09 Milliarden Euro, das entspricht einer Rohertragsquote von 20,6 Prozent nach 20,4 Prozent im Vorjahr.

SB-Warenhaus

Ein SB-Warenhaus ist ein großflächiger Selbstbedienungsmarkt mit Lebensmitteln und einem breiten Angebot an Drogerie- und Nonfood-Artikeln, meist mit mehreren tausend Quadratmetern Verkaufsfläche. Kaufland betrieb 2025 in Deutschland 794 solcher Märkte. Der Anteil des Formats am Lebensmittelmarkt sank von 12,6 Prozent 2020 auf 11,5 Prozent 2025.

Umsatzrendite

Die Umsatzrendite setzt den Gewinn ins Verhältnis zum Umsatz und zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz übrig bleibt. Im Lebensmittelhandel liegt dieser Wert im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der Kaufland-Konzern kam 2025/26 auf 1,0 Prozent, nach 0,8 Prozent im Vorjahr und 1,2 Prozent zwei Jahre zuvor.

FAQ: Wie verdient Kaufland Geld, wenn die Großfläche schrumpft?

Papiermodell eines Lagers und davor ein roter Einkaufskorb mit einem Zettel, auf dem FAQ steht
Eigentümer, Lidl, Länder, Führung, Kundenkarte und Angebote: Die FAQ beantworten häufige Fragen.

Wem gehört Kaufland?

Kaufland gehört zur Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm. Fast alle Anteile hält die gemeinnützige Dieter Schwarz Stiftung, die Stimmrechte liegen bei der Schwarz Unternehmenstreuhand. Eine Börsennotierung und Aktionäre hat Kaufland nicht.

Gehört Kaufland zu Lidl?

Nein. Kaufland und Lidl sind Schwesterunternehmen innerhalb der Schwarz-Gruppe. Beide stammen aus demselben Heilbronner Großhandel, betreiben aber getrennte Märkte. Einzelne Lidl-Marken wie Parkside führt inzwischen auch Kaufland.

In welchen Ländern ist Kaufland vertreten?

Kaufland betreibt Märkte in Deutschland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Kroatien und der Republik Moldau, insgesamt mehr als 1.600 Filialen. Den Online-Marktplatz betreibt Kaufland in neun Ländern: Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Polen, Österreich, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Spanien.

Wer leitet Kaufland?

Vorstandsvorsitzender von Kaufland ist Frank Schumann. Das Deutschlandgeschäft führt seit September 2026 Ivan Chernev, zuvor Chef von Kaufland Bulgarien. Ab dem 1. November 2026 verantwortet Bojan Luncer als Vorstand Länder die sieben Auslandsgesellschaften.

Wie funktioniert die Kaufland Card XTRA?

Die Kaufland Card XTRA ist das Vorteilsprogramm von Kaufland und funktioniert in Deutschland seit dem 12. Februar 2026 nur noch über die App. Kunden erhalten einen Punkt je Euro Einkauf, persönliche Coupons und Gratisprodukte. Mehr als 13 Millionen Menschen sind Mitglied.

Wann starten die Angebote bei Kaufland?

Seit dem 12. Oktober 2026 beginnt die Werbewoche bei Kaufland am Montag. Mehr als 300 Wochenangebote gelten sechs Tage lang, dazu kommen Angebote ab Donnerstag und solche nur für Freitag und Samstag. Die Prospekte erscheinen bereits am Wochenende davor.

Quellen

41 Quellen anzeigenQuellen ausblendenabgerufen am 24.10.2026
  1. Kaufland Stiftung & Co. KGKonzernabschluss und Konzernlagebericht zum 28. Februar 2026 (Geschäftsjahr 2025/26)
  2. Kaufland Stiftung & Co. KGKonzernabschluss und Konzernlagebericht zum 28. Februar 2025 (Geschäftsjahr 2024/25)
  3. KauflandBojan Luncer wird neuer Vorstand Länder bei Kaufland23.10.2026
  4. Lebensmittel PraxisGroßfläche unter Druck: Warum Beobachter sagen, Kaufland fehlt ein klares Konzept21.10.2026
  5. BundeskartellamtEDEKA darf tegut-Standorte unter weitreichenden Nebenbestimmungen übernehmen28.09.2026
  6. Lebensmittel PraxisLidl-Mutter legt Zahlen vor: Schwarz-Gruppe steigert Umsatz um fast 6 Prozent11.06.2026
  7. Lebensmittel PraxisTop 30 Lebensmittelhändler: Ein Jahr Preiskampf, das ist die Bilanz04.05.2026
  8. KauflandAuszeichnung für modernes Retail Media: Kaufland Interact gewinnt ECR Award für Meal Deal mit Coca-Cola16.09.2026
  9. KauflandAb sofort in neun Ländern: Kaufland wächst mit Launch in Spanien zum größten Marktplatz-Netzwerk aus Europa06.10.2026
  10. KauflandKaufland stellt Werbewoche um: Angebote starten jetzt schon montags06.10.2026
  11. KauflandEin Einkauf statt zwei Wege: Kaufland startet Drogerie-Offensive28.09.2026
  12. KauflandLangfristige Partnerschaft mit der FIS: Kaufland wird Titelsponsor des Skisprung-Weltcups20.10.2026
  13. KauflandÜber Kaufland
  14. Lebensmittel ZeitungTop-Management: Bojan Luncer wird Kaufland-Vorstand23.10.2026
  15. Lebensmittel PraxisNach dem Chefwechsel: Handelsexperte Kortum sieht bei Kaufland großes Format-Problem21.09.2026
  16. Lebensmittel PraxisFührungswechsel: Kaufland tauscht den Chef seines Deutschlandgeschäfts nach nur einem Jahr aus14.09.2026
  17. Lebensmittel PraxisKonditionen-Streit: Coca-Cola und Edeka erzielen Einigung23.10.2026
  18. Lebensmittel PraxisRabatte im Supermarkt: Mit Treue-Apps im Handel sparen Kunden maximal zwei Prozent12.06.2025
  19. Lebensmittel PraxisProblemfall Großfläche: Wie Kaufland und Marktkauf um ihre Bedeutung ringen15.08.2025
  20. Lebensmittel PraxisEHI-Studie: Lebensmittelhandel steigert Umsatz auf 209,7 Milliarden Euro
  21. Lebensmittel PraxisLidl-Mutter legt Zahlen vor: Schwarz-Gruppe steigert Umsatz auf 175 Milliarden Euro22.05.2025
  22. Lebensmittel PraxisJahresbilanz: Kaufland und Lidl mit deutlichem Umsatzplus24.05.2024
  23. Lebensmittel PraxisBundeskartellamt: Ermittlungen gegen Kaufland eingestellt22.07.2021
  24. Lebensmittel PraxisSupermarktkette Real schließt letzte Märkte
  25. Lebensmittel PraxisOnline-Handel: real.de wird kaufland.de
  26. Lebensmittel PraxisKaufland-Fleischwerke30.11.2020
  27. BundeskartellamtReal/Kaufland/Globus: Clearance subject to conditions22.12.2020
  28. Lobbyregister des Deutschen BundestagsRegistereintrag Kaufland Stiftung & Co. KG (R001733)
  29. Lobbyregister des Deutschen BundestagsRegistereintrag Schwarz Corporate Affairs GmbH & Co. KG (R001551)
  30. FragDenStaatWie die Stiftung des reichsten Deutschen und Baden-Württemberg zusammenarbeiten26.06.2023
  31. UnternehmerKompositionen (Thorsten Klinkner)Unternehmerische Gestaltung und soziale Gestaltungsfreiheit: Lidl-Gründer Dieter Schwarz mit interessanter Doppelstruktur25.07.2019
  32. Europäische KommissionFall M.10992, Kaufland Immobilien / Vermögenswerte08.03.2023
  33. Lebensmittel ZeitungWirtschaftlicher Gegenwind: Schwarz investiert in Rumänien weiter14.08.2026
  34. Lebensmittel ZeitungGeschäftsjahr 2025/26: Kaufland schafft in Polen die Wende20.03.2026
  35. dpa-AFX über extraETFRoundup: Warnstreik bei Kaufland, was Kunden erwartet24.06.2026
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