Jobbörsen Vergleich 2026
Das sind die besten 50 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
9 Min. Lesezeit
4,7 (128) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Pinnwand mit schwarzem Rahmen, Korkoberfläche, weißen Notizzetteln mit roten und gelben Stecknadeln, zentral orange Schild "Wir suchen Sie"

Wo erreichen Sie die Fachkräfte, die Ihr Unternehmen sucht? Im DACH-Raum konkurrieren große Generalisten, Business-Netzwerke, Fachjobbörsen, regionale Portale, Plattformen für Ausbildung und Berufseinstieg sowie Jobsuchmaschinen um Ihre Stellenanzeigen. Wir haben 50 Jobbörsen aus Sicht von Arbeitgebern geprüft und zeigen, worauf Sie bei Zielgruppe, Reichweite, Anzeigenprodukten und Kosten achten sollten.


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Was sind Jobbörsen, und welche brauchen Sie für Ihre Stellen?

Pinnwand mit schwarzem Rahmen, Korkoberfläche, weißen Notizzetteln mit roten und gelben Stecknadeln, zentral orange Schild "Wir suchen Sie"
Die richtige Jobbörse bringt Ihre Anzeige zu den Menschen, die Sie suchen.

Jobbörsen sind Online-Plattformen, auf denen Arbeitgeber Stellenanzeigen veröffentlichen und Bewerbende nach passenden Jobs suchen. Für Unternehmen entscheidet die Wahl der Jobbörse darüber, ob eine Anzeige die richtige Zielgruppe erreicht, wie viele passende Bewerbungen eingehen und was eine Einstellung am Ende kostet.

Der Markt im DACH-Raum ist breit aufgestellt. Große Generalisten erreichen viele Suchende über alle Branchen hinweg, Business-Netzwerke verbinden Anzeigen mit Profilen und Active Sourcing, und spezialisierte Jobbörsen konzentrieren sich auf bestimmte Berufsgruppen wie IT, Medizin, Gastronomie oder Wissenschaft. Hinzu kommen regionale Portale, Angebote für Ausbildung und Berufseinstieg, Freelancer-Plattformen, öffentliche Jobbörsen und Jobsuchmaschinen, die Anzeigen aus vielen Quellen bündeln.

Welche Jobbörse passt, hängt von der Stelle ab. Für eine Fachkraft in der Pflege eignen sich andere Kanäle als für eine Softwareentwicklerin oder einen Auszubildenden im Handwerk. Viele Unternehmen setzen deshalb nicht auf eine einzige Plattform, sondern kombinieren einen Generalisten mit einer Fachjobbörse und der kostenlosen Veröffentlichung bei der Bundesagentur für Arbeit.

Rechtlich gilt für jede Anzeige das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das diskriminierende Ausschreibungen untersagt. Zudem verlangt die EU-Entgelttransparenzrichtlinie, Richtlinie (EU) 2023/970, dass Bewerbende vor dem Vorstellungsgespräch Angaben zum Einstiegsentgelt oder zu dessen Spanne erhalten. Viele Jobbörsen bieten dafür inzwischen eigene Gehaltsfelder an.

Der 7-Punkte-Test: Welche Jobbörsen brauchen Sie?
  • Engpassberuf: Sie suchen in einem Beruf, in dem offene Stellen nur schwer zu besetzen sind.
  • Spezialisierung: Die Stelle verlangt spezielles Fachwissen, etwa in IT, Medizin, Technik oder Wissenschaft.
  • Region: Ihr Standort liegt außerhalb der Ballungsräume oder Sie suchen gezielt in einer Region.
  • Nachwuchs: Sie besetzen Ausbildungsplätze, Praktika, Werkstudentenstellen oder Einstiegspositionen.
  • Volumen: Sie schreiben regelmäßig mehrere Stellen im Jahr aus.
  • Projektarbeit: Sie suchen Freelancer für zeitlich begrenzte Projekte.
  • Auswertung: Sie können messen, aus welchem Kanal passende Bewerbungen kommen.

Punkt eins und zwei sprechen für eine Fachjobbörse und Active Sourcing, Punkt drei für regionale Portale, Punkt vier für Ausbildungs- und Einstiegsplattformen, Punkt fünf für Kontingente oder Flatrates, Punkt sechs für Freelancer-Plattformen. Ohne Punkt sieben bleibt jede Kanalwahl ein Blindflug.

Welche Probleme lösen Jobbörsen, und welche schaffen sie?

Glastrichter mit bunten Konfetti-Partikeln, die oben herausfallen und unten sammeln. Orange "Passt"-Etikett sichtbar
Viele Bewerbungen sind nicht dasselbe wie passende Bewerbungen.

Jobbörsen verschaffen Stellenanzeigen eine Reichweite, die eine Karriereseite allein selten hat. Gleichzeitig kämpfen Arbeitgeber mit steigenden Anzeigenpreisen, vielen unpassenden Bewerbungen, schwer vergleichbaren Leistungsversprechen und einem Markt, in dem Fachkräfte oft gar nicht mehr aktiv suchen.

Der Fachkräftemangel verschärft die Lage. Die Bundesagentur für Arbeit weist in ihrer Engpassanalyse regelmäßig zahlreiche Berufe aus, in denen offene Stellen nur schwer besetzt werden können. In diesen Berufen reicht eine einzelne Anzeige selten aus, weil passende Kandidatinnen und Kandidaten bereits beschäftigt sind und nicht täglich Jobbörsen durchsuchen.

Hinzu kommen praktische Probleme. Preise für Premium-Anzeigen und Laufzeitverlängerungen summieren sich, Aggregatoren übernehmen Anzeigen automatisch und verändern ihre Darstellung, und Klick- oder Bewerberzahlen sagen wenig über die Qualität der Bewerbungen aus. Gute Jobbörsen lösen einen Teil davon mit gezielter Ausspielung, CV-Datenbanken und transparenten Auswertungen, aber ohne eine klare Zielgruppendefinition verpufft auch das beste Produkt.

Fachkräftemangel

In vielen Berufen gibt es mehr offene Stellen als passende Bewerbende. Eine einzelne Anzeige reicht dort selten.

Passive Kandidaten

Gut beschäftigte Fachkräfte suchen nicht aktiv. Netzwerke und CV-Datenbanken ermöglichen die direkte Ansprache.

Steigende Anzeigenpreise

Premium-Platzierungen, Verlängerungen und Zusatzpakete summieren sich schnell.

Unpassende Bewerbungen

Große Reichweite bringt viele Bewerbungen, aber nicht automatisch passende.

Unklare Herkunft

Aggregatoren übernehmen Anzeigen, sodass unklar bleibt, welcher Kanal welche Bewerbung gebracht hat.

Langsame Prozesse

Umständliche Formulare und lange Rückmeldezeiten kosten gute Kandidatinnen und Kandidaten.

Rechtliche Vorgaben

Das AGG und die EU-Entgelttransparenzrichtlinie stellen Anforderungen an Formulierung und Gehaltsangaben.

Welche Arten von Jobbörsen gibt es?

Holzkasten mit Angelködern in verschiedenen Fächern. Oranges Etikett mit Text "Für jede Zielgruppe der passende Köder"
Generalist, Fachportal oder Netzwerk: Jede Jobbörse fischt in einem anderen Teich.

Die wichtigsten Arten sind Generalisten, Business-Netzwerke, regionale und länderspezifische Jobbörsen, Fach- und Branchenjobbörsen, Plattformen für Ausbildung und Berufseinstieg, Freelancer-Plattformen, öffentliche Jobbörsen und Jobsuchmaschinen. Jede Art erreicht eine andere Zielgruppe zu einem anderen Preis.

Generalisten wie StepStone oder Indeed bieten die größte Reichweite über alle Berufe, Business-Netzwerke wie LinkedIn und XING verbinden Anzeigen mit Profilen und direkter Ansprache. In Österreich und der Schweiz dominieren eigene Plattformen wie karriere.at oder jobs.ch. Fachjobbörsen erreichen kleinere, aber genauer passende Zielgruppen, etwa in IT, Medizin, Wissenschaft oder Gastronomie.

Für Auszubildende, Studierende und Absolventen gibt es spezialisierte Portale, für Projektarbeit Freelancer-Plattformen. Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und die AMS-Plattform in Österreich sind für Arbeitgeber kostenlos, interamt und service.bund.de bündeln Stellen im öffentlichen Dienst. Jobsuchmaschinen durchsuchen andere Quellen und bieten oft bezahlte Sichtbarkeit mit Abrechnung pro Klick.

Generalist

Größte Reichweite über alle Branchen und Berufe, geeignet für viele Standardstellen.

Business-Netzwerk

Stellenanzeigen verbunden mit Profilen, Empfehlungen und direkter Ansprache passiver Kandidaten.

Fach- und Branchenjobbörse

Kleinere, genau passende Zielgruppen, etwa in IT, Medizin, Wissenschaft, Gastronomie oder Nachhaltigkeit.

Regional- und Länderportal

Stark in einer Region oder einem Land, etwa Österreich und die Schweiz mit eigenen Marktführern.

Ausbildung und Einstieg

Plattformen für Auszubildende, Studierende, Praktika und Absolventen.

Öffentliche Jobbörse

Kostenlose Veröffentlichung bei Bundesagentur und AMS sowie Portale für den öffentlichen Dienst.

Jobsuchmaschine

Bündelt Anzeigen aus vielen Quellen, bezahlte Sichtbarkeit häufig pro Klick.

Generalist
Breite Reichweite über alle Berufe
  • Hohe Sichtbarkeit bei vielen Suchenden
  • Geeignet für Standard- und Massenstellen
  • Oft höhere Preise pro Anzeige
  • Mehr unpassende Bewerbungen möglich
Fachjobbörse
Kleine, passgenaue Zielgruppe
  • Hoher Anteil passender Bewerbungen
  • Fachlich passendes Umfeld für die Anzeige
  • Geringere absolute Reichweite
  • Für jede Berufsgruppe ein eigenes Portal nötig

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Der Leitfaden für Arbeitgeber: welche Jobbörsen für welche Stellen passen, wie Sie Anzeigen schreiben und ausspielen, Kosten pro Einstellung senken und rechtliche Vorgaben einhalten.

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Worauf Sie bei der Auswahl einer Jobbörse achten sollten

Kompass auf topografischer Karte mit orange Zielgruppen-Flagge, Navigationsinstrumente für Orientierung
Die Zielgruppe weist den Weg zur passenden Jobbörse.

Entscheidend sind Zielgruppe und Reichweite in Ihrer Branche und Region, das Anzeigenprodukt mit Laufzeit und Platzierung, das Preismodell, Zusatzleistungen wie Active Sourcing oder Social-Distribution und die Anbindung an Ihr Bewerbermanagement. Belastbar vergleichen lassen sich Jobbörsen erst über die Kosten pro passender Bewerbung.

Fragen Sie jede Jobbörse, wie viele Suchende sie in Ihrer Berufsgruppe und Region erreicht, und lassen Sie sich Beispiele vergleichbarer Anzeigen zeigen. Prüfen Sie, wie lange eine Anzeige läuft, ob sie automatisch nach oben rückt, ob sie an Partnerportale und soziale Netzwerke verteilt wird und ob Sie Bewerbungen per Schnittstelle direkt in Ihr Bewerbermanagementsystem übernehmen können.

Beim Preismodell unterscheiden sich Festpreise pro Anzeige, Kontingente, Flatrates und Abrechnung pro Klick. Festpreise schaffen Planbarkeit, Klickmodelle skalieren mit der Nachfrage. Werten Sie nach jeder Ausschreibung aus, woher die passenden Bewerbungen gekommen sind, und verschieben Sie das Budget entsprechend.

Zielgruppe
Wer liest die Jobbörse?

Die wichtigste Frage: Erreicht die Plattform die Berufsgruppe, Karrierestufe und Region, die Sie suchen?

Schwerpunkt in Ihrer BerufsgruppePassende KarrierestufeStärke in Ihrer RegionSprache und Land der Zielgruppe
Praxistipp: Suchen Sie auf der Plattform selbst nach Ihrer Stelle und sehen Sie, welche Wettbewerber dort inserieren.
Reichweite
Belegte Zahlen statt Versprechen

Reichweitenangaben sind schwer vergleichbar. Fragen Sie nach Zahlen für Ihre Berufsgruppe und Region, nicht nach der Gesamtzahl.

Zahlen zu Besuchern oder SuchendenAufschlüsselung nach Beruf und RegionBeispiele vergleichbarer AnzeigenAuswertung je Anzeige
Praxistipp: Lassen Sie sich Bewerberzahlen einer vergleichbaren Anzeige aus den letzten Monaten zeigen.
Anzeigenprodukt
Laufzeit und Platzierung

Laufzeit, automatische Aktualisierung, Top-Platzierung und Verteilung an Partnerportale bestimmen, wie lange eine Anzeige sichtbar bleibt.

Laufzeit und VerlängerungAutomatisches HochschiebenTop-Platzierung oder HervorhebungVerteilung an Partner und soziale Netzwerke
Praxistipp: Achten Sie darauf, ob die Anzeige nach wenigen Tagen im Suchergebnis nach unten rutscht.
Preismodell
Festpreis, Kontingent oder Klick

Festpreise schaffen Planbarkeit, Kontingente senken Stückkosten, Klickmodelle skalieren mit der Nachfrage.

Transparente PreislisteKontingente und FlatratesPay-per-Click mit BudgetgrenzeKostenlose Basisanzeige
Praxistipp: Vergleichen Sie Kosten pro passender Bewerbung, nicht pro Anzeige.
Active Sourcing
Kandidaten direkt ansprechen

Lebenslauf-Datenbanken und Netzwerke erlauben es, passive Kandidatinnen und Kandidaten direkt anzusprechen.

Zugang zu Lebenslauf-DatenbankDirektnachrichten an ProfileSuchfilter nach QualifikationDSGVO-konforme Ansprache
Praxistipp: Formulieren Sie Direktansprachen persönlich und mit klarem Bezug zum Profil.
Schnittstellen
Bewerbermanagement

Übernimmt die Jobbörse Anzeigen und Bewerbungen per Schnittstelle, sparen Sie manuelle Arbeit.

Schnittstelle zu Ihrem BewerbermanagementsystemMultiposting-AnbindungBewerbungen gebündelt im PostfachExport der Auswertungen
Praxistipp: Klären Sie vorab, ob Ihr Bewerbermanagementsystem die Jobbörse als Kanal unterstützt.
Employer Branding
Mehr als eine Anzeige

Arbeitgeberprofile, Bewertungen und Content-Formate stärken Ihre Marke gegenüber Bewerbenden.

ArbeitgeberprofilBilder und Videos in der AnzeigeBewertungen und EinblickeKarriere-Events oder Content
Praxistipp: Pflegen Sie Ihr Arbeitgeberprofil aktuell, bevor Sie Anzeigen schalten.
Rechtssicherheit
AGG und Entgelttransparenz

Die Plattform sollte diskriminierungsfreie Anzeigen und Gehaltsangaben technisch unterstützen.

Pflichtfeld für m/w/d oder neutrale TitelGehaltsfeld oder GehaltsspanneHinweise zur BarrierefreiheitDatenschutzkonforme Bewerbungswege
Praxistipp: Prüfen Sie jede Anzeige vor Veröffentlichung auf Alters-, Geschlechts- und Herkunftsbezüge.
5 Fragen, 2 Minuten

Welche Jobbörse passt zu Ihren Stellen?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Empfehlung per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 50 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Welche Stellen möchten Sie besetzen?
Die Berufsgruppe entscheidet über den passenden Kanal.
Fach- und Führungskräfte
Erfahrene Spezialisten und Leitungspositionen.
IT und Technik
Entwicklung, Engineering, Naturwissenschaften.
Gewerbe und Dienstleistung
Handwerk, Gastronomie, Pflege, Logistik.
Ausbildung und Einstieg
Auszubildende, Studierende, Absolventen.
Frage 2 von 5
Wo liegt Ihr Standort?
Regionale Stärke unterscheidet sich stark zwischen Plattformen.
Deutschland
Ein oder mehrere Standorte in Deutschland.
Österreich
Stellen in Österreich.
Schweiz
Stellen in der Schweiz.
Mehrere Länder
Ausschreibungen im gesamten DACH-Raum.
Frage 3 von 5
Wie viele Stellen schreiben Sie pro Jahr aus?
Das Volumen entscheidet über Einzelanzeige oder Kontingent.
Eine bis drei
Gelegentliche Ausschreibungen.
Vier bis zwanzig
Regelmäßiger Bedarf.
Mehr als zwanzig
Hohes Volumen mit mehreren Standorten.
Projektweise
Vor allem Freelancer für Projekte.
Frage 4 von 5
Wie wichtig ist Ihnen die direkte Ansprache von Kandidaten?
Active Sourcing erreicht auch passive Fachkräfte.
Sehr wichtig
Wir wollen gezielt Profile ansprechen.
Ergänzend
Anzeige zuerst, Ansprache bei Bedarf.
Nicht nötig
Anzeigen reichen uns.
Unsicher
Wir kennen Active Sourcing noch nicht.
Frage 5 von 5
Welches Budget planen Sie pro Stelle?
Die Preise reichen von kostenlos bis Premium.
Kostenlos
Nur öffentliche und kostenlose Kanäle.
Bis 500 Euro
Eine Anzeige bei einer Fach- oder Nischenjobbörse.
500 bis 2.000 Euro
Generalist oder Kombination mehrerer Kanäle.
Mehr als 2.000 Euro
Premium-Pakete, Active Sourcing und Employer Branding.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Empfehlung senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

So veröffentlichen Sie Stellenanzeigen Schritt für Schritt

Schwarzer Bürostuhl auf einer Treppe aus fünf orangefarbenen Holzblöcken. Auf dem untersten Block steht "Erst das Profil"
Vom Anforderungsprofil bis zur Auswertung: So wird aus einer Anzeige eine Einstellung.

Erfolgreiche Ausschreibungen folgen fünf Schritten: Anforderungsprofil schärfen, Kanäle auswählen, Anzeige schreiben, veröffentlichen und ausspielen sowie Ergebnisse auswerten. Wer gleich bucht, zahlt oft für Reichweite in der falschen Zielgruppe.

Klären Sie zuerst, wen Sie suchen: Aufgaben, Muss- und Kann-Kriterien, Arbeitsort, Arbeitszeitmodell und Gehaltsspanne. Wählen Sie danach die Kanäle, meist eine Kombination aus kostenlosem Basiskanal, Generalist oder Netzwerk und einer passenden Fachjobbörse. Schreiben Sie die Anzeige so, dass Bewerbende Aufgaben, Vorteile und Rahmenbedingungen sofort erkennen, und prüfen Sie sie auf diskriminierungsfreie Formulierungen.

Nach der Veröffentlichung lohnt es, die ersten Tage genau zu beobachten. Bleiben Bewerbungen aus, hilft es oft, Titel und Einleitung zu überarbeiten, die Anzeige oben zu platzieren oder weitere Kanäle hinzuzunehmen. Messen Sie am Ende Bewerbungen, Einladungen und Einstellungen je Kanal. So entsteht mit jeder Ausschreibung ein genaueres Bild, welche Jobbörse für welche Stelle funktioniert.

1 bis 2 Tage

Anforderungsprofil

Aufgaben, Muss- und Kann-Kriterien, Standort, Arbeitszeitmodell und Gehaltsspanne festlegen.

Aufgaben beschreibenKriterien priorisierenGehaltsrahmen festlegen
1
1 Tag

Kanäle wählen

Kostenlosen Basiskanal, Generalist oder Netzwerk und passende Fachjobbörse kombinieren.

Zielgruppe prüfenAngebote vergleichenBudget verteilen
2
1 bis 2 Tage

Anzeige schreiben

Titel, Einleitung, Aufgaben, Vorteile und Rahmenbedingungen klar und diskriminierungsfrei formulieren.

Suchfreundlichen Titel wählenAufgaben konkret beschreibenAGG-Prüfung durchführen
3
2 bis 4 Wochen

Veröffentlichen und ausspielen

Anzeige schalten, erste Tage beobachten und bei Bedarf nachsteuern.

Anzeige veröffentlichenBewerbungseingang beobachtenTitel oder Platzierung anpassen
4
laufend

Bewerbungen bearbeiten

Schnell rückmelden und Gespräche zügig terminieren.

Eingangsbestätigung sendenInnerhalb weniger Tage sichtenGespräche planen
5
nach Besetzung

Auswerten

Bewerbungen, Einladungen und Einstellungen je Kanal erfassen und Budget anpassen.

Herkunft je Bewerbung erfassenKosten pro Einstellung berechnenKanalmix anpassen
6
3
Kanäle je Stelle als Richtwert
< 5 Tage
bis zur ersten Rückmeldung
1
Gehaltsspanne je Anzeige
100 %
Bewerbungen mit Kanalherkunft

Die häufigsten Fehler bei der Nutzung von Jobbörsen

Weißer Megafon mit orangem Etikett "AN ALLE" neben einer Menschenmenge aus weißen Figuren
Eine Anzeige für alle erreicht am Ende niemanden richtig.

Die häufigsten Fehler sind eine unklare Zielgruppe, austauschbare Anzeigentexte, fehlende Gehaltsangaben, zu viele Kanäle ohne Auswertung, zu lange Bewerbungsprozesse und diskriminierende Formulierungen. Die meisten lassen sich mit einem klaren Anforderungsprofil und einer einfachen Kanalauswertung vermeiden.

Viele Anzeigen beschreiben das Unternehmen ausführlich, die Aufgaben aber vage. Bewerbende entscheiden in Sekunden, ob sie weiterlesen, und brauchen Titel, Aufgaben, Arbeitsort und Gehaltsrahmen auf einen Blick. Ebenso schaden umständliche Bewerbungsformulare, die Lebenslauf-Daten mehrfach abfragen, gerade auf dem Smartphone.

Auf der Kostenseite verschwenden Unternehmen Budget, wenn sie jede Stelle überall buchen, ohne später zu prüfen, woher die passenden Bewerbungen gekommen sind. Und schließlich führen Formulierungen, die Alter, Geschlecht oder Herkunft ausschließen, zu Entschädigungsansprüchen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

1
Unklare Zielgruppe

Unternehmen schreiben die Stelle überall gleichzeitig aus, ohne zu wissen, wo die Zielgruppe sucht.

Vorab festlegen, welche Berufsgruppe und Region erreicht werden soll.
2
Austauschbarer Text

Die Anzeige beschreibt das Unternehmen ausführlich, Aufgaben und Vorteile bleiben vage.

Aufgaben, Rahmenbedingungen und Vorteile konkret und oben platzieren.
3
Kein Gehalt

Ohne Gehaltsangabe klicken viele Bewerbende weiter, und die Entgelttransparenzrichtlinie verlangt Angaben vor dem Gespräch.

Gehaltsspanne in der Anzeige nennen.
4
Diskriminierende Formulierung

Begriffe wie „junges Team“ oder „Muttersprachler“ können Ansprüche nach dem AGG auslösen.

Anzeige vor Veröffentlichung auf AGG-Konformität prüfen.
5
Umständliches Formular

Lange Formulare und Pflicht-Uploads schrecken gerade mobil Bewerbende ab.

Kurzbewerbung und mobile Optimierung anbieten.
6
Keine Auswertung

Unternehmen stecken ihr Budget jedes Mal in dieselben Kanäle, ohne zu prüfen, woher die Einstellungen kommen.

Herkunft jeder Bewerbung erfassen und Kanalmix anpassen.
7
Langsame Rückmeldung

Gute Kandidaten sagen anderen Arbeitgebern zu, während ihre Bewerbung noch unbearbeitet ist.

Feste Fristen für Sichtung und Rückmeldung einführen.

Was kosten Jobbörsen?

Bei den geprüften Jobbörsen reicht die Spanne von kostenlos bis rund 1.900 Euro pro Einzelanzeige, Abos, Flatrates und Kampagnen kosten auch mehrere tausend Euro. Öffentliche Jobbörsen sind für Arbeitgeber gratis, bei Generalisten und Fachjobbörsen hängen die Preise von Laufzeit, Platzierung, Region und Zusatzleistungen ab, Jobsuchmaschinen rechnen oft pro Klick ab.

Kostenlos veröffentlichen Sie in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und in Österreich bei „alle jobs“ des AMS, einige Plattformen bieten zudem kostenlose Basisanzeigen mit begrenzter Sichtbarkeit. Bezahlte Einzelanzeigen bei Fach- und Nischenjobbörsen beginnen häufig im niedrigen dreistelligen Bereich, bei großen Generalisten und für Premium-Pakete mit Top-Platzierung und Social-Distribution liegen sie deutlich darüber.

Für Unternehmen mit vielen Stellen lohnen Kontingente und Flatrates, die den Preis pro Anzeige senken. Rechnen Sie neben den Anzeigenkosten auch die Zeit für Texterstellung, Bewerbersichtung und Auswertung ein. Die Preise in unseren Anbieterkarten geben den Stand vom 28. September 2026 wieder, viele Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage.

Kostenlos 0 € pro Anzeige

Kostenfrei veröffentlichen Arbeitgeber in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und beim AMS in Österreich. Einen kostenlosen Einstieg mit begrenzter Sichtbarkeit bieten auch jobs.ch, JobScout24 und jobup.ch in der Schweiz sowie LinkedIn, Indeed und medi-jobs.

Fach- und Nischenjobbörse ab ca. 90 € pro Anzeige

Spezialisierte Portale starten im zwei- bis niedrigen dreistelligen Bereich, etwa 89 Euro bei stellenwerk, 98 Euro bei greenjobs, 129 Euro für die Azubi-Anzeige bei heise Jobs oder 199 Euro bei medi-jobs. Premium-Varianten mit Top-Platzierung kosten entsprechend mehr.

Generalist und Länderportal ca. 900 bis 1.900 € pro Anzeige

Bei großen Jobbörsen liegt eine Einzelanzeige je nach Paket bei 979 bis 1.485 Euro (jobs.de), 949 bis 1.599 Euro (karriere.at) oder 1.150 bis 1.850 Euro (Jobware). Kontingente, Abos und Flatrates senken den Preis pro Anzeige.

Klick- und Erfolgsmodelle variabel pro Klick oder Einstellung

Jooble und LinkedIn rechnen gesponserte Anzeigen nach Klicks und selbst gesetztem Budget ab. Recruiting-Plattformen berechnen dagegen einen Anteil am Bruttojahresgehalt, bei Workwise 14 bis 22 Prozent, bei Instaffo 12 bis 15 Prozent.

Versteckte Kosten

Neben dem Anzeigenpreis fallen Kosten für Top-Platzierungen, Verlängerungen, Zusatzpakete, Zugang zu Lebenslauf-Datenbanken und die Arbeitszeit für Texterstellung, Sichtung und Auswertung an. Viele Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage oder gewähren Rabatte auf Kontingente.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit Jobbörsen aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Wo können Arbeitgeber in Deutschland Stellen kostenlos veröffentlichen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ist für Arbeitgeber kostenlos. In Österreich bietet das AMS eine vergleichbare Plattform.
2 Welches Gesetz verbietet diskriminierende Stellenanzeigen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz untersagt Benachteiligungen etwa wegen Alter, Geschlecht oder Herkunft, auch in Stellenausschreibungen.
3 Was verlangt die EU-Entgelttransparenzrichtlinie von Arbeitgebern im Bewerbungsprozess? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die Richtlinie (EU) 2023/970 verpflichtet Arbeitgeber, Bewerbenden vor dem Vorstellungsgespräch Informationen zum Einstiegsentgelt oder zu dessen Spanne zu geben.
4 Was bezeichnet Active Sourcing? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Beim Active Sourcing sprechen Arbeitgeber passende Kandidatinnen und Kandidaten direkt an, etwa über Netzwerke oder Lebenslauf-Datenbanken.
5 Welche Kennzahl eignet sich am besten, um Jobbörsen zu vergleichen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Klicks und Anzeigenpreise sagen wenig über den Erfolg. Aussagekräftiger sind die Kosten pro passender Bewerbung oder pro Einstellung je Kanal.

Glossar: Begriffe rund um Jobbörsen und Recruiting

Die wichtigsten Begriffe rund um Stellenanzeigen, Jobbörsen und Recruiting, kompakt und anbieterneutral erklärt.

Jobbörse

Eine Jobbörse ist eine Online-Plattform, auf der Arbeitgeber Stellenanzeigen veröffentlichen und Bewerbende nach Jobs suchen.

Generalist

Ein Generalist ist eine Jobbörse für alle Branchen und Berufe mit großer Reichweite.

Fachjobbörse

Eine Fachjobbörse konzentriert sich auf bestimmte Berufsgruppen oder Branchen, etwa IT, Medizin oder Gastronomie.

Jobsuchmaschine

Eine Jobsuchmaschine sammelt Stellenanzeigen aus vielen Quellen und zeigt sie gebündelt an.

Active Sourcing

Active Sourcing bezeichnet die direkte Ansprache passender Kandidaten durch Arbeitgeber, etwa über Netzwerke oder Datenbanken.

Lebenslauf-Datenbank

Eine Lebenslauf-Datenbank enthält Profile von Suchenden, die Arbeitgeber durchsuchen und kontaktieren können.

Multiposting

Multiposting beschreibt das gleichzeitige Veröffentlichen einer Anzeige auf mehreren Jobbörsen über eine Software.

Bewerbermanagementsystem

Ein Bewerbermanagementsystem verwaltet Stellenanzeigen, Bewerbungen und den Auswahlprozess im Unternehmen.

Pay-per-Click

Pay-per-Click ist ein Preismodell, bei dem Arbeitgeber für jeden Klick auf ihre Anzeige zahlen.

Kontingent

Ein Kontingent ist ein vorab gekauftes Paket mehrerer Anzeigen zu einem reduzierten Stückpreis.

Employer Branding

Employer Branding umfasst alle Maßnahmen, mit denen sich ein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber positioniert.

AGG

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Benachteiligungen, auch in Stellenausschreibungen.

Entgelttransparenzrichtlinie

Die Richtlinie (EU) 2023/970 stärkt die Lohntransparenz und verlangt unter anderem Gehaltsangaben gegenüber Bewerbenden.

Engpassberuf

Ein Engpassberuf ist ein Beruf, in dem offene Stellen deutlich schwerer zu besetzen sind als im Durchschnitt.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Jobbörsen, Stellenanzeigen und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet.

Welche Jobbörse ist die beste für Arbeitgeber?

Die beste Jobbörse gibt es nicht, weil jede Plattform andere Berufsgruppen, Regionen und Karrierestufen erreicht. Bewährt hat sich eine Kombination aus kostenlosem Basiskanal, einem Generalisten oder Netzwerk und einer Fachjobbörse passend zur Stelle.

Wo kann ich Stellenanzeigen kostenlos veröffentlichen?

Kostenlos veröffentlichen Arbeitgeber in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und in Österreich auf der Plattform des AMS. Einige Jobbörsen bieten zudem kostenlose Basisanzeigen mit begrenzter Sichtbarkeit an.

Was kostet eine Stellenanzeige?

Eine einzelne Stellenanzeige kostet je nach Jobbörse und Paket zwischen null und rund 1.900 Euro. Sie hängen von Plattform, Laufzeit, Platzierung, Region und Zusatzleistungen ab. Kontingente und Flatrates senken den Preis pro Anzeige bei regelmäßigen Ausschreibungen.

Was ist der Unterschied zwischen Jobbörse und Jobsuchmaschine?

Eine Jobbörse veröffentlicht Anzeigen, die Arbeitgeber direkt dort schalten. Eine Jobsuchmaschine sammelt Anzeigen aus vielen Quellen, zeigt sie gebündelt an und bietet häufig bezahlte Sichtbarkeit pro Klick.

Muss ich in Stellenanzeigen das Gehalt angeben?

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verpflichtet Arbeitgeber, Bewerbenden vor dem Vorstellungsgespräch Angaben zum Einstiegsentgelt oder zur Gehaltsspanne zu machen. Die Angabe direkt in der Anzeige ist der einfachste Weg und erhöht zugleich die Zahl passender Bewerbungen.

Wie lange sollte eine Stellenanzeige laufen?

Die meisten Anzeigen laufen 30 bis 60 Tage. Entscheidend ist, dass die Anzeige in den ersten Tagen gut sichtbar ist und bei ausbleibenden Bewerbungen nachgesteuert wird, etwa über den Titel oder eine bessere Platzierung.

Lohnt sich LinkedIn oder XING für Stellenanzeigen?

Business-Netzwerke eignen sich besonders für Fach- und Führungskräfte, weil sie Anzeigen mit Profilen und direkter Ansprache verbinden. Für gewerbliche Stellen oder Ausbildungsplätze sind andere Kanäle oft wirksamer.

Wie messe ich den Erfolg einer Jobbörse?

Erfassen Sie für jede Bewerbung den Kanal und werten Sie nach der Besetzung aus, woher passende Bewerbungen, Einladungen und Einstellungen gekommen sind. Die Kosten pro Einstellung sind aussagekräftiger als Klicks oder Bewerberzahlen.

Was muss ich bei der Formulierung von Stellenanzeigen beachten?

Stellenanzeigen müssen diskriminierungsfrei nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz formuliert sein. Vermeiden Sie Bezüge auf Alter, Geschlecht oder Herkunft und nennen Sie Aufgaben, Anforderungen und Rahmenbedingungen konkret.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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