Ein Tonbandgerät auf einer Gartenparty, ein Plasmafernseher für einen Schiedsrichter, ein Umschlag im Garten einer Tante: Die großen Skandale des Fußballs begannen unscheinbar. Ende September 2026 befand eine Kommission der Premier League, Manchester City habe Einnahmen um mehr als 830 Millionen Pfund zu hoch ausgewiesen, umgerechnet rund 990 Millionen Euro. Der Klub hat Berufung eingelegt.
Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügenEuropas Profiklubs setzten in der Saison 2024/25 nach Zahlen von Deloitte erstmals mehr als 40 Milliarden Euro um, und an diesem Geschäft hängen Sponsoren, Wettanbieter und Investoren. Von Offenbach 1971 bis Manchester 2026 zeigt die Geldspur, wer an den Skandalen des Fußballs verdiente, wer am Ende bezahlte und warum die Rechnung oft erst Jahre später kam.
Das Wichtigste in Kürze
- Beim Bundesliga-Skandal kaufte Arminia Bielefeld 1971 einen Sieg auf Schalke für 40.000 D-Mark, nach heutiger Kaufkraft rund 82.000 Euro. Bielefeld und Offenbach verloren die Lizenz.
- Schiedsrichter Robert Hoyzer bekam für seine Taten 67.000 Euro und einen Plasmafernseher. Der DFB zahlte dem Hamburger SV 2 Millionen Euro Entschädigung.
- Wegen der 6,7 Millionen Euro aus der Sommermärchen-Affäre verlor der DFB die Gemeinnützigkeit für 2006 und zahlte rund 22 Millionen Euro Steuern nach.
- Seit der Saison 2025/26 dürfen Klubs in den Wettbewerben der UEFA höchstens 70 Prozent ihrer Einnahmen für den Kader ausgeben. Im Juni 2026 verhängte die UEFA Strafen von 103,5 Millionen Euro gegen 14 Klubs.
Archivprüfung: Wie gut kennen Sie die Skandale des Fußballs?
1 Wie viel zahlte Arminia Bielefeld im April 1971 für den 1:0-Sieg auf Schalke? Aufklappen ↓
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2 Was bekam Schiedsrichter Robert Hoyzer laut Landgericht Berlin für seine Taten? Aufklappen ↓
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3 Was bedeuten die rund 680 Spiele aus der Europol-Ermittlung von 2013? Aufklappen ↓
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4 Wie viel Steuern zahlte der DFB nach, nachdem er die Gemeinnützigkeit für 2006 verloren hatte? Aufklappen ↓
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5 Wie viel Prozent der Sportwetteinsätze in Deutschland entfielen 2025 auf Fußball? Aufklappen ↓
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Was spielte Horst-Gregorio Canellas am 6. Juni 1971 vor?

Tonbänder, auf denen Bundesligaspieler um Geld für Ergebnisse feilschten. Der Präsident der Kickers Offenbach spielte die Mitschnitte auf der Gartenparty zu seinem 50. Geburtstag vor, unter den Gästen saß Bundestrainer Helmut Schön. Die Aufnahmen lösten den Bundesliga-Skandal aus.
Einen Tag zuvor war die Saison 1970/71 zu Ende gegangen, und Offenbach war zusammen mit Rot-Weiß Essen abgestiegen. Canellas, im Hauptberuf Südfrüchtehändler, hatte sich laut dem Bericht des Spiegel vom 13. Juni 1971 ein Tonbandgerät von Telefunken geliehen und Telefonate mitgeschnitten. Den Spielern von Hertha BSC versprach er darin 120.000 D-Mark für einen Sieg gegen Arminia Bielefeld, heute rund 247.000 Euro. Nach seiner eigenen Darstellung bot er nur zum Schein, um Beweise zu sammeln.
Der Herthaner Tasso Wild antwortete, vom anderen Verein bekämen die Spieler mehr, nämlich „220 000 Mark in bar“. Nach heutiger Kaufkraft wären das gut 450.000 Euro.
Schön verließ die Feier laut Spiegel „aschfahl“, ein Glas Orangensaft in der Hand, und strich danach den Berliner Nationalspieler Bernd Patzke aus seinem Kader.
Bielefeld gewann am letzten Spieltag 1:0 in Berlin, nach den Recherchen des Spiegel mit einer Viertelmillion D-Mark Schmiergeld an die Hertha-Spieler.
Über die ganze Saison flossen im Abstiegskampf mehr als eine halbe Million D-Mark, nach heutiger Kaufkraft mehr als eine Million Euro.
Den bekanntesten Kauf tätigte Arminia Bielefeld am 17. April 1971 auf Schalke. Der 1:0-Sieg kostete 40.000 D-Mark, 2.300 D-Mark für jeden Schalker Spieler. Heute entspräche das rund 82.000 Euro für das Spiel und gut 4.700 Euro pro Kopf.
Die Schalker leugneten den Verkauf später unter Eid vor Gericht, im Volksmund hieß der Klub danach „FC Meineid“.
Der Kontrollausschuss des DFB unter dem Stuttgarter Landgerichtsdirektor Hans Kindermann ermittelte über Jahre. Am Ende standen Sperren und Geldstrafen für gut 50 Spieler, zwei Trainer und sechs Funktionäre. Arminia Bielefeld und die Kickers Offenbach verloren die Lizenz.
Laut Spiegel lag ein Motiv in der Gehaltsobergrenze: Der DFB deckelte Gehälter und Prämien. Das Höchstgehalt hatte der Verband 1962 auf 1.200 D-Mark im Monat festgelegt, nach heutiger Kaufkraft rund 3.200 Euro.
Die 2.300 D-Mark für jeden Schalker entsprachen fast zwei Monatsgehältern an der Obergrenze von 1962.
Ein geliehenes Tonbandgerät brachte 1971 den ersten großen Skandal der Bundesliga ans Licht. Der Sieg auf Schalke kostete Bielefeld 40.000 D-Mark, am Ende verloren Bielefeld und Offenbach die Lizenz.
Warum lohnt sich Betrug im Fußball überhaupt?

Weil ein einziges Ergebnis über sehr viel Geld entscheidet und die Bestechung im Verhältnis dazu billig ist. Ein Abstieg kostet Zuschauer, Fernsehgeld und Sponsoren. Auf dem Wettmarkt bringt ein gekauftes Spiel dem Manipulator ein Vielfaches dessen, was er an Spieler oder Schiedsrichter zahlt.
Eine zweite Bundesliga existierte 1971 noch nicht, ein Absteiger landete in der Regionalliga. Nach dem Skandal forderten die Klubs 1972 eine zweite Bundesliga, um den Absturz der Absteiger zu mildern. Die Angst vor diesem Absturz erklärt, warum Bielefeld und Offenbach 1971 Geld in Spiele steckten.
Mit den Sportwetten kam ein zweites Motiv dazu, und das hat mit dem Tabellenplatz nichts mehr zu tun. Der Kroate Ante Sapina hatte bis zum Frühjahr 2004 beim staatlichen Anbieter Oddset nach den Feststellungen des Landgerichts Berlin zwischen 300.000 und 500.000 Euro verloren. Danach beschloss er, Spiele zu kaufen.
Seine Rechnung ging auf: Den Bestochenen zahlte er zwischen 3.000 und 50.000 Euro, in vier Fällen gewann er zwischen 300.000 und 870.000 Euro.
Wettbetrug ähnelt dem Insiderhandel an der Börse. Der Täter kennt das Ergebnis, bevor der Markt davon erfährt.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder zählte für 2025 in Deutschland 8,3 Milliarden Euro Wetteinsätze bei Sportwetten, 77 Prozent davon auf Fußball.
Mehr als die Hälfte der Einsätze, 53 Prozent, entfällt auf Live-Wetten während des Spiels. Auf jeden Sportwetteinsatz erhebt der Staat 5,3 Prozent Steuer.
Die Wettanbieter werben auf Trikots, Banden und im Fernsehen. Ihr Branchenverband DSWV beziffert die Ausgaben für 2025 auf rund 136 Millionen Euro für Werbung und 47 Millionen Euro für Sponsoring.
Ob die Sportwette dem Fußball nützt, haben wir an anderer Stelle untersucht.
Weltweit meldete der Datendienstleister Sportradar für 2025 insgesamt 1.116 Spiele mit auffälligen Wettmustern, 618 davon im Fußball. Überwacht hat das Unternehmen dafür mehr als eine Million Partien in 70 Sportarten. Eine auffällige Partie ist noch keine nachgewiesene Manipulation, aber ein Anlass für Ermittler.
Das Urteil der Kommission gegen Manchester City ist nicht rechtskräftig, der Klub bestreitet die Vorwürfe. Der Betrag ist zum EZB-Referenzkurs vom 21. Oktober 2026 umgerechnet.
Wie kam der Wettbetrug in den deutschen Fußball?

Über Hintermänner wie Ante Sapina, die Schiedsrichter und Spieler bestachen und dann bei Wettanbietern auf die gekauften Ergebnisse setzten. Robert Hoyzer pfiff 2004 in Sapinas Auftrag, fünf Jahre später flog ein zweites, größeres Netzwerk um Sapina auf.
Am 21. August 2004 führte der Hamburger SV in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten SC Paderborn mit 2:0. Schiedsrichter Robert Hoyzer gab danach zwei fragwürdige Elfmeter für Paderborn und stellte den Hamburger Stürmer Emile Mpenza vom Platz. Paderborn gewann 4:2.
Aufmerksam wurde der DFB im Januar 2005 durch Hinweise aus dem eigenen Schiedsrichterwesen. Hoyzer bestritt zunächst alles und trat zurück.
Das Landgericht Berlin verurteilte am 17. November 2005 Ante Sapina wegen Betrugs in zehn Fällen zu zwei Jahren und elf Monaten Haft, Hoyzer wegen Beihilfe in sechs Fällen zu zwei Jahren und fünf Monaten ohne Bewährung.
Das DFB-Sportgericht hatte Hoyzer schon im April 2005 lebenslang gesperrt.
Die Bundesanwaltschaft forderte vor dem Bundesgerichtshof einen Freispruch, weil die Tat nach geltendem Recht nicht zu fassen sei. Der BGH entschied am 15. Dezember 2006 anders: Wer eine Wette abschließt, erklärt stillschweigend, das Spiel nicht manipuliert zu haben. Der Wettbetrug war damit Betrug im Sinne des Strafgesetzbuchs.
| Fall | Spiele | Geld | Urteil |
|---|---|---|---|
| Hoyzer und Sapina, 2004 | Zehn Taten in Regionalliga, 2. Bundesliga und DFB-Pokal | 3.000 bis 50.000 € Bestechung je Fall, knapp 2 Mio. € Schaden bei Wettanbietern | Sapina 2 Jahre 11 Monate, Hoyzer 2 Jahre 5 Monate, 2006 vom BGH bestätigt |
| Bochumer Netzwerk, aufgedeckt 2009 | Rund 270 verdächtige Spiele in Europa, 53 in Deutschland | 12 Mio. € Einsätze, 1,5 Mio. € Bestechung, 7,5 Mio. € Gewinn | Sapina 5 Jahre, rechtskräftig seit 2015 |
| Europol-Ermittlung, vorgestellt 2013 | Rund 380 verdächtige Spiele in Europa, rund 680 weltweit | 8 Mio. € belegte Wettgewinne in Deutschland, laut Reuters bis zu 100.000 € Bestechung je Spiel | Laut Reuters 14 Verurteilte in Deutschland |
Sapina kam nach 17 Monaten auf Bewährung frei und machte weiter. Bochumer Ermittler hörten 2009 in einem Verfahren gegen Drogenhändler zufällig Gespräche über Fußballspiele mit. Am 19. November 2009 folgten Razzien, in Deutschland nahm die Polizei 15 Verdächtige fest, darunter wieder Sapina. Die Staatsanwaltschaft Bochum zählte im Juli 2010 rund 270 verdächtige Spiele in Europa, 53 davon in Deutschland. Auf diese Spiele setzte das Netzwerk nach Angaben der Staatsanwaltschaft rund 12 Millionen Euro, zahlte 1,5 Millionen Euro Bestechungsgeld und strich 7,5 Millionen Euro Gewinn ein.
Das Landgericht Bochum verurteilte Sapina 2011 zu fünfeinhalb Jahren, nach einer Teilaufhebung durch den BGH wurden daraus 2014 fünf Jahre. Seit 2015 ist das Urteil rechtskräftig.
Drei Jahre nach Bochum präsentierte Europol die bis dahin größte Ermittlung zu Spielmanipulation in Europa: rund 380 verdächtige Profispiele auf dem Kontinent und 425 Verdächtige aus mehr als 15 Ländern.
Mit Spielen in Afrika, Asien und Lateinamerika kamen die Ermittler laut Reuters auf rund 680 Partien. Die deutsche Polizei konnte 8 Millionen Euro Wettgewinne belegen.
Erst am 9. März 2017 beschloss der Bundestag die Straftatbestände Sportwettbetrug und Manipulation berufssportlicher Wettbewerbe, Paragrafen 265c und 265d des Strafgesetzbuchs. Seitdem ist die verabredete Manipulation selbst strafbar, auch ohne Betrug an einem Wettanbieter.
Sapina folgte 2004 und 2009 demselben Geschäftsmodell: wenig Geld für die Bestochenen, hohe Gewinne bei den Wettanbietern. Ein eigener Straftatbestand für Spielmanipulation kam erst 2017, zwölf Jahre nach dem Fall Hoyzer.
Wer hat an den Skandalen verdient, und wer hat bezahlt?

Verdient haben vor allem die Hintermänner. Ante Sapina und seine Komplizen nahmen im Bochumer Fall nach den Feststellungen des Gerichts 2,3 Millionen Euro ein, der Schiedsrichter Robert Hoyzer bekam 2004 für sechs Taten 67.000 Euro. Bezahlt haben Wettanbieter, betrogene Vereine, Zuschauer und oft die Verbände selbst.
Für 1,5 Millionen Euro Bestechungsgeld verbuchte das ganze Bochumer Netzwerk mit rund 250 Verdächtigen nach Angaben der Staatsanwaltschaft 7,5 Millionen Euro Wettgewinn. Jeder Euro an Spieler und Schiedsrichter brachte also fünf Euro zurück. Den Schaden aus den Hoyzer-Spielen bezifferte das Landgericht Berlin auf knapp 2 Millionen Euro bei den Wettanbietern, dazu kam eine Vermögensgefährdung von rund 1 Million Euro. Die Anbieter hatten Quoten auf Spiele angeboten, deren Ausgang der Wettende schon kannte.
Für das verlorene Pokalspiel entschädigte der DFB den HSV. Vor dem eigenen Sportgericht einigte sich der Verband am 11. Februar 2005 mit dem Hamburger SV auf eine Entschädigung von 2 Millionen Euro: 500.000 Euro in bar, den Rest aus den Einnahmen eines Länderspiels in Hamburg.
Theo Zwanziger, damals an der Spitze des DFB, sagte dazu laut Spiegel: „Wir wollten dem HSV signalisieren, dass wir als DFB für den Fall verantwortlich sind.“
Zwei Jahre später forderte der DFB 1,8 Millionen Euro von Hoyzer zurück, für Honorare, Verfahrenskosten und den Vergleich mit dem HSV. Den Bundesliga-Skandal von 1971 bezahlten die Klubs mit ihren Zuschauern. In der Saison 1971/72 kamen laut Spiegel 800.000 Zuschauer weniger in die Bundesliga-Stadien, im Jahr darauf noch einmal 1,3 Millionen weniger. Kostendeckend spielte ein Klub nach einer Rechnung des Spiegel erst ab rund 20.000 Zuschauern, der Schnitt lag 1971/72 bei 17.618.
| Jahr | Ereignis | Betrag damals | Kaufkraft heute | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| 1971 | Bielefeld kauft den Sieg auf Schalke | 40.000 D-Mark | rund 82.000 € | Spiegel |
| 1971 | Schmiergeld im Abstiegskampf insgesamt | über 500.000 D-Mark | über 1 Mio. € | Spiegel |
| 2004 | Lohn des Schiedsrichters Hoyzer | 67.000 € und ein Fernseher | rund 102.000 € ohne Fernseher | LG Berlin |
| 2004 | Gewinn Sapinas je Spiel in vier Fällen | 300.000 bis 870.000 € | 456.000 € bis 1,32 Mio. € | LG Berlin |
| 2004 | Schaden der Wettanbieter | knapp 2 Mio. € | knapp 3 Mio. € | LG Berlin |
| 2005 | Entschädigung des DFB an den HSV | 2 Mio. € | 3 Mio. € | Spiegel |
| 2005 | Zahlung des DFB an die Fifa | 6,7 Mio. € | rund 10 Mio. € | LTO |
| 2009 | Bestechungsgeld im Bochumer Netzwerk | 1,5 Mio. € | rund 2,1 Mio. € | StA Bochum |
| 2009 | Wettgewinne im Bochumer Netzwerk | 7,5 Mio. € | rund 10,5 Mio. € | StA Bochum |
| 2017 | Steuernachzahlung des DFB für 2006 | rund 22 Mio. € | rund 27,7 Mio. € | LTO |
Die Summen, mit denen Spiele gekauft wurden, liegen im vier- bis sechsstelligen Bereich. Die Folgekosten für Verbände und Vereine liegen fast immer darüber. Bei der Sommermärchen-Affäre stand kein gekauftes Spiel im Raum, am Ende zahlte der DFB dort das Dreifache der ursprünglichen Summe an Steuern nach.
Robert Hoyzer kassierte 67.000 Euro, der DFB zahlte dem HSV fast das Dreißigfache.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Wie teuer wurde der Betrug für Juventus und Marseille?

Juventus Turin verlor durch Calciopoli 2006 zwei Meistertitel und musste in die Serie B. Olympique Marseille verlor 1993 den französischen Meistertitel und stieg zwangsweise ab. 2023 bestrafte die Sportjustiz Juventus ein zweites Mal: zehn Punkte Abzug und ein Jahr ohne Europapokal.
Totonero 1980: Festnahmen nach dem Abpfiff
Italien erlebte seinen ersten großen Skandal neun Jahre nach dem Bundesliga-Skandal. Am 1. März 1980 zeigten der Großhändler Massimo Cruciani und der Gastwirt Alvaro Trinca Spieler wegen Betrugs an. Die beiden hatten hoch auf abgesprochene Spiele gewettet, und nicht alle Spiele endeten wie vereinbart.
Am 23. März 1980 holte die Polizei in mehreren Stadien Spieler ab, die RAI-Sendung „90° minuto“ zeigte die Festnahmen.
Die Sportjustiz versetzte den AC Mailand und Lazio Rom in die Serie B. Milan-Präsident Felice Colombo wurde lebenslang gesperrt. Auch Paolo Rossi, damals bei Perugia, erhielt eine mehrjährige Sperre und beteuerte stets seine Unschuld.
Calciopoli 2006: Zwangsabstieg für den Rekordmeister
Im Mai 2006 wurden Telefonate öffentlich, die die Staatsanwaltschaften Turin und Neapel abgehört hatten. Im Mittelpunkt stand Juventus-Generaldirektor Luciano Moggi. Der italienische Verbandspräsident Franco Carraro trat zurück und wurde später vollständig entlastet. Nach drei Instanzen stand fest: Juventus musste mit neun Minuspunkten in die Serie B, der Titel von 2004/05 wurde aberkannt, den von 2005/06 bekam Inter Mailand.
Auch der AC Mailand, Lazio Rom und der AC Florenz erhielten Punktabzüge. Moggi und der frühere Juventus-Geschäftsführer Antonio Giraudo wurden lebenslang gesperrt.
Mit dem Abstieg verlor Juventus einen Teil seiner Stammspieler. Fabio Cannavaro, Lilian Thuram, Gianluca Zambrotta, Patrick Vieira und Zlatan Ibrahimović gingen. Gianluigi Buffon, Alessandro Del Piero und Pavel Nedvěd blieben und stiegen mit dem Klub direkt wieder auf.
In Neapel erhielt Moggi zwei Jahre und vier Monate Haft wegen krimineller Vereinigung, doch der Kassationshof hob das Urteil am 24. März 2015 wegen Verjährung auf. Die Zeitung Il Post fasste das so zusammen: verjährt, nicht freigesprochen.
| Fall | Jahr | Sportliche Strafe | Weitere Folgen |
|---|---|---|---|
| Bundesliga-Skandal | 1971 | Lizenzentzug für Bielefeld und Offenbach, Sperren für gut 50 Spieler | Meineid-Verfahren gegen Schalker Spieler |
| Totonero | 1980 | Zwangsabstieg für den AC Mailand und Lazio Rom | Lebenslange Sperre für Milan-Präsident Felice Colombo |
| Valenciennes gegen Marseille | 1993 | Meistertitel aberkannt, Zwangsabstieg 1994 | Haftstrafe für Präsident Bernard Tapie |
| Calciopoli | 2006 | Serie B mit neun Minuspunkten, zwei Meistertitel weg | Strafverfahren 2015 verjährt |
| Plusvalenze | 2023 | Zehn Punkte Abzug, ein Jahr ohne Europapokal, 20 Mio. € UEFA-Strafe | Strafabsprachen 2025, Agnelli ein Jahr acht Monate auf Bewährung |
Plusvalenze 2023: Gewinne nur auf dem Papier
Die Staatsanwaltschaft Turin ermittelte wegen überhöhter Gewinne aus Spielerverkäufen, den Plusvalenze, und wegen verschobener Gehaltszahlungen in der Corona-Zeit. Gestützt auf die Turiner Ermittlungsakten rollte die Sportjustiz ein schon abgeschlossenes Verfahren neu auf.
Am 22. Mai 2023 zog das Verbandsgericht Juventus zehn Punkte ab, der Klub fiel von Platz zwei auf Platz sieben und verpasste die Champions League.
Für die Gehaltsmanöver einigte sich Juventus mit der Anklagebehörde des Verbands auf rund 718.000 Euro Geldstrafe. Die UEFA löste im Juli 2023 einen bestehenden Vergleich mit dem Klub auf, schloss ihn für die Saison 2023/24 vom Europapokal aus und verhängte 20 Millionen Euro Strafe, die Hälfte davon auf Bewährung.
Punktabzug und Ausschluss schlugen sich im Umsatz nieder. Nach der Football Money League von Deloitte sank der Umsatz von Juventus in der Saison 2023/24 gegenüber der Vorsaison um 18 Prozent auf 356 Millionen Euro, die Erlöse aus Medienrechten sogar um 37 Prozent. Im Ranking fiel der Klub von Platz 11 auf Platz 16, seine schlechteste Platzierung in der Geschichte der Money League.
Im Strafverfahren handelten der frühere Präsident Andrea Agnelli und weitere Ex-Manager 2025 vor einem Gericht in Rom Strafen aus. Agnelli bekam ein Jahr und acht Monate auf Bewährung, der Klub zahlte 156.000 Euro.
Marseille 1993: ein Umschlag im Garten
Am 20. Mai 1993 gewann Olympique Marseille in Valenciennes 1:0, sechs Tage vor dem Finale der Champions League gegen den AC Mailand. In der Halbzeitpause meldete Valenciennes-Verteidiger Jacques Glassmann, Marseiller Funktionäre hätten ihm und zwei Mitspielern Geld geboten, damit die drei nicht voll dagegenhielten.
Am 24. Juni 1993 fanden Ermittler im Garten der Tante von Glassmanns Mitspieler Christophe Robert einen Umschlag mit Bargeld, umgerechnet rund 38.000 Euro.
Marseille gewann das Finale in München, verlor aber den französischen Meistertitel 1992/93 und musste 1994 zwangsweise in die zweite Liga. Die UEFA ließ dem Klub den Titel der Champions League, schloss ihn aber für die folgende Saison vom Europapokal aus. Präsident Bernard Tapie saß nach dem Berufungsurteil von Douai 1997 rund fünf Monate im Gefängnis.
- Sportgerichte strafen binnen Monaten, mit Zwangsabstieg oder aberkannten Titeln.
- Strafgerichte brauchen Jahre, in Italien endete der Calciopoli-Prozess mit Verjährung.
- Der Umsatz folgt der Strafe: Ohne Europapokal sank der Umsatz von Juventus 2023/24 um 18 Prozent.
Warum enden so viele Fußball-Skandale beim Finanzamt?

Weil verdeckte Zahlungen und Scheinverträge Spuren in Buchhaltung und Steuererklärung hinterlassen. Die Sommermärchen-Affäre des DFB, die Liquidation der Glasgow Rangers und die Ermittlungen gegen den FC Barcelona im Fall Negreira drehen sich um Steuern oder begannen mit einer Steuerprüfung.
Das Sommermärchen und die Gala, die nie stattfand
Im April 2005 überwies der DFB 6,7 Millionen Euro an die Fifa, deklariert als Beitrag zu einer Eröffnungsgala der WM 2006. Die Gala fand nie statt.
Die Fifa leitete das Geld am selben Tag an den früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus weiter, der Franz Beckenbauer 2002 ein Darlehen gegeben hatte. Die Darlehenssumme war auf dem Konto einer Firma des Fifa-Funktionärs Mohamed bin Hammam in Katar gelandet.
Der DFB setzte die 6,7 Millionen Euro in seiner Steuererklärung für 2006 als Betriebsausgabe ab. Öffentlich wurde die Zahlung durch einen Bericht des Spiegel im Oktober 2015, wenige Wochen später trat DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zurück. Die Finanzverwaltung entzog dem DFB 2017 rückwirkend für 2006 die Gemeinnützigkeit. Die Steuernachzahlung lag bei rund 22 Millionen Euro, mehr als dem Dreifachen der ursprünglichen Zahlung. Gegen den Bescheid klagt der Verband seit 2022 vor dem Finanzgericht Kassel.
Das Landgericht Frankfurt verhängte gegen den DFB am 25. Juni 2025 wegen Steuerhinterziehung Verbandsgeldbußen von zusammen 130.000 Euro, 20.000 Euro davon erließ das Gericht wegen einer rechtsstaatswidrigen Verzögerung des Verfahrens. Die Verfahren gegen Niersbach, Zwanziger und den früheren Generalsekretär Horst R. Schmidt stellte das Gericht gegen Geldauflagen ein, ohne Schuldspruch. Alle drei haben die Vorwürfe stets bestritten. Der DFB hat Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt.
Nach Überzeugung der Frankfurter Kammer war die Zahlung Schmiergeld für Mitglieder der Fifa-Finanzkommission. Verurteilt wurde dafür niemand. Ein Schweizer Strafverfahren gegen die DFB-Funktionäre endete am 27. April 2020 ohne Urteil, weil die Vorwürfe verjährt waren.
Uli Hoeneß und das Konto in der Schweiz
Der damalige Präsident des FC Bayern hatte über ein geheimes Schweizer Konto an der Börse spekuliert. Im Januar 2013 zeigte er sich selbst an, als ein Reporter des Stern schon recherchierte.
Das Landgericht München II hielt die Selbstanzeige für unwirksam und verurteilte Hoeneß am 13. März 2014 wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu drei Jahren und sechs Monaten Haft. Hoeneß nahm das Urteil an, trat im Juni 2014 die Haft an und kam im Februar 2016 auf Bewährung frei.
Im November 2016 wählten die Mitglieder des FC Bayern Hoeneß erneut zum Präsidenten.
Rangers 2012: Liquidation nach acht Minuten
Die Betreibergesellschaft der Glasgow Rangers meldete im Februar 2012 wegen unbezahlter Steuern Insolvenz an, ein Verwalter übernahm die Geschäfte. Die Gesellschaft hatte umgerechnet rund 65,6 Millionen Euro Schulden, davon rund 25,1 Millionen Euro bei der Steuerbehörde HMRC. Aus einem Streit um Spielerdarlehen, die HMRC als verdeckten Lohn wertete, drohten bis zu 89,5 Millionen Euro weitere Forderungen.
HMRC lehnte im Juni 2012 einen Vergleich mit den Gläubigern ab. Die Gläubigerversammlung im Stadion Ibrox dauerte acht Minuten, dann war die Gesellschaft in Liquidation. Eine neue Gesellschaft kaufte Stadion und Mannschaft und begann in der vierten Liga. Im Streit um die Darlehen gab der Supreme Court in London der Steuerbehörde am 5. Juli 2017 einstimmig recht.
Der Fall Negreira: ein Verfahren ohne Urteil
Ausgelöst hat den Fall eine Steuerprüfung bei der Firma Dasnil. Laut der Anzeige der spanischen Staatsanwaltschaft zahlte der FC Barcelona von 2001 bis 2018 rund 7,3 Millionen Euro an zwei Firmen von José María Enríquez Negreira, damals Vizepräsident des spanischen Schiedsrichterkomitees.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Klub Korruption im Sport vor. Barça erklärt, mit dem Geld Schiedsrichterberichte und technische Beratung bezahlt zu haben, und bestreitet jedes Fehlverhalten.
Ein Gericht in Barcelona ließ den Vorwurf der Bestechung 2024 fallen, weil Negreira kein Amtsträger war. Die Ermittlungen wegen Korruption im Sport laufen weiter, ein Hauptverfahren hat die zuständige Richterin bis heute nicht eröffnet. Auch die UEFA ermittelt seit 2023. Im Schnitt flossen rund 430.000 Euro im Jahr, für einen Klub, der heute fast eine Milliarde Euro im Jahr umsetzt, ein kleiner Posten.
Wo die Strafjustiz an der Verjährung scheiterte, setzten sich die Steuerbehörden durch. Bei den Rangers kostete der Streit mit der britischen Steuerbehörde die ganze Betreibergesellschaft.
Wann wird aus kreativer Buchhaltung ein Regelbruch?

Sobald ein Klub Geld seines Eigentümers als Sponsoreinnahme ausweist, Zahlungen an Spieler am Klub vorbeileitet oder mehr Verlust schreibt, als die Regeln erlauben. Laut einer Kommission der Premier League verbuchte Manchester City neun Spielzeiten lang Eigentümergeld als Sponsoring. City hat Berufung eingelegt.
Ein Klub soll nicht dauerhaft mehr ausgeben, als er mit Fußball einnimmt. Seit die UEFA 2010 ihr Financial Fairplay einführte, zählen Einlagen der Eigentümer nicht zu den anrechenbaren Einnahmen, Sponsorengeld dagegen schon. Ein Klub, der Eigentümergeld als Sponsoring verbucht, spielt deshalb mit gezinkten Karten.
Dieses Muster stellte eine unabhängige Kommission der Premier League am 29. September 2026 bei Manchester City fest. Ab Anfang 2010 zahlten Sponsoren aus Abu Dhabi nach dem Urteil nur einen Teil der vertraglich vereinbarten Sponsorsummen, den Rest übernahm der Eigentümer, die Abu Dhabi United Group. Die Einnahmen der Spielzeiten 2009/10 bis 2017/18 waren nach dem Befund der Kommission dadurch um umgerechnet mehr als 990 Millionen Euro zu hoch ausgewiesen. Mit den zu niedrig ausgewiesenen Kosten kommt die Kommission auf mehr als 1,07 Milliarden Euro.
Ligachef Richard Masters nannte das Verfahren und die Entscheidung „die bedeutendsten in der Geschichte der Premier League“.
City zeigte sich „enttäuscht und überrascht“, sieht sich als unschuldig und legte am 1. Oktober 2026 Berufung ein. Nach Berichten von Sky Sports könnte ein Berufungsurteil im Januar 2027 fallen. Über die Strafe entscheidet dieselbe Kommission in einer eigenen, vertraulichen Anhörung, möglich sind Geldstrafen, Punktabzüge und weitere sportliche Sanktionen.
Ermittelt hatte die Premier League seit Dezember 2018, nachdem der Spiegel aus gehackten internen Daten des Klubs zitiert hatte.
Schon 2020 hatte die UEFA City wegen des Vorwurfs überhöhter Sponsoreinnahmen für zwei Jahre aus ihren Wettbewerben ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hob den Ausschluss im Juli 2020 auf, weil die meisten Vorwürfe nicht erwiesen oder verjährt waren, und senkte die Strafe von 30 auf 10 Millionen Euro.
| Klub | Instanz | Befund | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Manchester City | UEFA, 2020 | Vorwurf: Sponsoreinnahmen 2012 bis 2016 zu hoch angegeben | Ausschluss vom CAS aufgehoben, 10 statt 30 Mio. € |
| Everton | Premier League, 2023/24 | Verlust von rund 148,5 Mio. €, erlaubt waren rund 125 Mio. € | Sechs und zwei Punkte Abzug |
| Nottingham Forest | Premier League, 2024 | Verlustgrenze um rund 41 Mio. € überschritten | Vier Punkte Abzug |
| Chelsea | Premier League und FA, 2026 | Verdeckte Zahlungen 2011 bis 2018, Verstöße gegen Beraterregeln | Rund 12,8 und 11,9 Mio. €, Transfersperren auf Bewährung |
| Manchester City | Premier League, 2026 | Eigentümergeld als Sponsoring verbucht, 2009/10 bis 2017/18 | Schuldspruch der Kommission, Berufung läuft, Strafe offen |
Chelsea ging den umgekehrten Weg und zeigte sich selbst an. Die neuen Eigentümer meldeten nach dem Kauf 2022, dass die Finanzangaben aus der Zeit von Roman Abramowitsch unvollständig waren.
Zwischen 2011 und 2018 waren nach Feststellung der Premier League verdeckte Zahlungen von Dritten mit Verbindung zum Klub an Spieler und nicht registrierte Berater geflossen. Die Liga verhängte im März 2026 umgerechnet rund 12,8 Millionen Euro Strafe, die höchste ihrer Geschichte, und eine Transfersperre auf Bewährung. Ohne die Selbstanzeige wäre die Sperre nach Einschätzung der Liga länger ausgefallen.
Der englische Verband FA legte im Juli 2026 für 74 eingeräumte Verstöße gegen die Beraterregeln umgerechnet rund 11,9 Millionen Euro nach.
Nach den Gewinn- und Nachhaltigkeitsregeln der Premier League durfte ein Klub über drei Jahre höchstens umgerechnet rund 125 Millionen Euro Verlust schreiben. Everton kam auf rund 148,5 Millionen Euro und verlor in der Saison 2023/24 nach Berufung zunächst sechs, später zwei weitere Punkte. Nottingham Forest verlor vier Punkte.
Chelsea kam mit der Selbstanzeige bei Geldstrafe und Transfersperre auf Bewährung davon. Manchester City droht nach dem nicht rechtskräftigen Befund der Kommission mehr, bis hin zum Punktabzug.
Wer blieb nach den Skandalen auf der Strecke?

Gläubiger, Zuschauer, ganze Vereine und ausgerechnet die Spieler, die Bestechung meldeten. Hertha BSC verlor nach 1971 fast die Hälfte seiner Zuschauer, der FC Parma ging 2015 mit 218 Millionen Euro Schulden in Konkurs.
Hertha BSC zählte in der Saison 1970/71 nach Angaben des Spiegel 746.410 Zuschauer, ein Jahr später noch 394.215. Der Klub saß 1972 auf 6 Millionen D-Mark Schulden, nach heutiger Kaufkraft rund 11,7 Millionen Euro, und deckte 2 Millionen D-Mark davon mit dem Verkauf seines Geländes am Gesundbrunnen.
Arminia Bielefeld musste die Bundesliga verlassen und hatte 1972 mehr als eine Million D-Mark Schulden, nach heutiger Kaufkraft mehr als 1,9 Millionen Euro.
In Glasgow traf die Liquidation der Rangers vor allem die Gläubiger. Allein der Ticketfinanzierer Ticketus forderte umgerechnet rund 32 Millionen Euro. Den neuen Eigentümer kosteten Stadion, Trainingsgelände und Parkplatz umgerechnet rund 6,6 Millionen Euro.
Beim FC Parma folgten zwei Pleiten aufeinander. Der Lebensmittelkonzern Parmalat, unter dessen Gründer Calisto Tanzi der Klub 1993 den Europapokal der Pokalsieger gewann, brach Ende 2003 mit einem Bilanzloch von rund 14 Milliarden Euro zusammen. Tanzi erhielt 2010 in Parma 18 Jahre Haft wegen betrügerischen Bankrotts. Der Klub selbst ging im März 2015 mit 218 Millionen Euro Schulden in Konkurs. Zeitweise standen rund 230 Spieler unter Vertrag, viele davon verliehen. Ein Käufer fand sich nicht, der Neustart begann in der Serie D.
Im Strafprozess erhielten der frühere Präsident Tommaso Ghirardi 2020 in erster Instanz vier Jahre Haft, Ex-Geschäftsführer Pietro Leonardi sechs Jahre.
Bitter endete der Fall Marseille für den Mann, der ihn ins Rollen brachte. Jacques Glassmann erhielt 1995 den Fair-Play-Preis der Fifa, wurde aber von Teilen der eigenen Fans ausgepfiffen.
- Zuschauer strafen sofort: Herthas Besucherzahl sank nach 1971 fast auf die Hälfte.
- Gläubiger zahlen bei der Pleite: In Parma blieben 218 Millionen Euro Schulden zurück.
- Jacques Glassmann bekam für seinen Hinweis einen Fair-Play-Preis und Pfiffe der eigenen Fans.
Was haben die Verbände aus den Skandalen gelernt?

Die Verbände kontrollieren heute vorher statt nur hinterher. Die DFL prüft jeden Klub vor der Saison auf seine Liquidität, seit 2005 lassen die Verbände den Wettmarkt überwachen, und die UEFA begrenzt seit 2025/26 die Kaderkosten auf 70 Prozent der Einnahmen.
Die DFL vergibt die Lizenz jeweils für eine Saison. Vorrangiges Kriterium ist nach ihrer Lizenzierungsordnung die Liquidität des Klubs, dazu kommt das Eigenkapital als Risikopuffer. Die Liga kann die Lizenz an Bedingungen knüpfen und auch während der Saison Auflagen erteilen, bis hin zur Pflicht, neue Spieler nur mit ihrer Zustimmung zu verpflichten.
Gegen Spielmanipulation setzen DFL und DFB seit 2011 eine Ombudsperson ein, die auch anonyme Hinweise annimmt. Seit 2012 schulen beide Verbände die Lizenzmannschaften, Spieler müssen jedes Manipulationsangebot melden. Den Wettmarkt bis hinunter zur Oberliga lässt der DFB vom Dienstleister Genius Sports überwachen.
Die UEFA führte 2010 ihr Financial Fairplay ein. Die UEFA beziffert den Nettoverlust der Erstligaklubs Europas für 2009 auf 1,6 Milliarden Euro, für 2018 meldet sie einen Gewinn von 140 Millionen Euro. Seit 2022 gilt ein neues Regelwerk mit einer Kaderkostenquote, die Gehälter, Ablösen und Beraterhonorare schrittweise auf 70 Prozent der Einnahmen begrenzt. Im Juni 2026 bat die UEFA 14 Klubs mit zusammen 103,5 Millionen Euro zur Kasse.
Die Premier League ersetzt ihre Verlustgrenze ab der Saison 2026/27 durch eine eigene Kaderkostenquote von 85 Prozent. Anders als die DFL bestraft die Premier League Verstöße bisher vor allem nachträglich mit Punktabzug, ein Unterschied, den wir im Porträt der Premier League genauer beschrieben haben.
In Deutschland begrenzt zusätzlich die 50+1-Regel den Einfluss von Investoren. Das Bundeskartellamt hält die Regel für zulässig, sofern die DFL sie konsequent anwendet, und stellte sein Verfahren im August 2026 ein.
Die Strafe gegen Manchester City von 2020 über 30 Millionen Euro senkte der Internationale Sportgerichtshof auf 10 Millionen Euro.
Welches Muster verbindet die Skandale von 1971 bis 2026?

Die großen Fälle flogen fast alle durch Insider, Ermittler, Journalisten oder Zufall auf und nur selten durch die Kontrollen der Verbände. Die Strafjustiz kam oft zu spät, mehrere Verfahren endeten mit Verjährung.
Am Anfang der großen Fälle standen:
- 1971 ein Tonband, mitgeschnitten von einem Präsidenten, der selbst mitgeboten hatte
- 1980 eine Anzeige zweier Geschäftsleute, die mit gekauften Spielen Geld verloren hatten
- 1993 ein Verteidiger, der in der Halbzeitpause redete
- 2005 Hinweise von Schiedsrichterkollegen auf Robert Hoyzer
- 2009 eine Telefonüberwachung im Drogenmilieu
- 2015 und 2018 Recherchen des Spiegel zum Sommermärchen und zu Manchester City
- 2023 der Fall Negreira, ausgelöst durch eine Steuerprüfung bei der Firma des spanischen Schiedsrichterfunktionärs
In mehreren Fällen kam danach die Verjährung. Der Calciopoli-Prozess endete 2015 ohne Urteil gegen Moggi, das Schweizer Sommermärchen-Verfahren 2020. Der CAS kassierte die UEFA-Sperre gegen City 2020 auch, weil Vorwürfe verjährt waren. Im Fall Negreira hält die spanische Staatsanwaltschaft nur noch die Zahlungen ab 2014 für verfolgbar.
Die Sportgerichte haben mehr bewirkt als die Strafjustiz: Hoyzer war gesperrt, bevor das Landgericht urteilte, Juventus spielte in der Serie B, bevor ein Strafgericht über Moggi befand. Punktabzug, Zwangsabstieg und Lizenzentzug treffen den Klub dort, wo der Betrug ihm nützen sollte, in der Tabelle.
Im Fall Manchester City brauchte die Kommission vom Ende der Anhörung bis zum Urteil fast zwei Jahre und nannte die Verzögerung selbst bedauerlich. Über die Strafe ist noch nicht entschieden.
Ein Sponsor sollte wissen, wer neben ihm noch zahlt und woher dieses Geld kommt.
Ein Investor sollte fragen, ob der Klub ein Hinweisgebersystem hat, denn in mehreren der großen Fälle packten Insider aus. Und jeder sollte die Kalkulation kennen, die sich durch die Fälle des Wettbetrugs zieht: Die Bestechung kostet wenig, die Rechnung kommt Jahre später.
Glossar: 17 wichtige Fachbegriffe zu Skandalen und Finanzregeln im Fußball

Break-even-Regel
Break-even-Regel hieß der Kern des Financial Fairplay der UEFA. Ein Klub durfte über drei Jahre nicht mehr ausgeben, als er mit Fußball einnahm, mit einer begrenzten Abweichung. Einlagen der Eigentümer zählten nicht als Einnahme. Seit 2022 heißt die Nachfolgeregel Football Earnings Rule und erlaubt bis zu 60 Millionen Euro Abweichung.
Financial Fairplay
Financial Fairplay (FFP) war das Regelwerk, mit dem die UEFA von 2010 an die Finanzen der Klubs in ihren Wettbewerben überwachte. Die Regeln sollten verhindern, dass Klubs dauerhaft über ihre Verhältnisse wirtschaften. 2022 ersetzte die UEFA das FFP durch Regeln zur finanziellen Nachhaltigkeit mit einer Kaderkostenquote.
Gemeinnützigkeit
Gemeinnützigkeit ist ein steuerlicher Status für Vereine und Verbände, die gemeinnützige Zwecke wie den Sport fördern. Gemeinnützige Organisationen zahlen auf ihren ideellen Bereich keine Körperschaftsteuer. Verliert ein Verband den Status für ein Jahr, besteuert das Finanzamt seine Einnahmen dieses Jahres wie die eines Unternehmens.
Gewinn- und Nachhaltigkeitsregeln
Gewinn- und Nachhaltigkeitsregeln (Profit and Sustainability Rules, PSR) heißen die Finanzregeln der Premier League bis 2025/26. Ein Klub durfte über drei Jahre höchstens umgerechnet rund 125 Millionen Euro bereinigten Verlust vor Steuern ausweisen. Seit der Saison 2026/27 gilt stattdessen eine Kaderkostenquote.
Insolvenz in Großbritannien
Insolvenz in Großbritannien läuft meist als Administration: Ein Verwalter führt die Geschäfte weiter und sucht einen Vergleich mit den Gläubigern. Scheitert der Vergleich, folgt die Liquidation, wie 2012 bei der Betreibergesellschaft der Glasgow Rangers.
Kaderkostenquote
Kaderkostenquote (Squad Cost Ratio) ist das Verhältnis der Ausgaben für Gehälter von Spielern und Trainern, Transferabschreibungen und Beraterhonorare zu den Einnahmen eines Klubs. Die UEFA erlaubt seit der Saison 2025/26 höchstens 70 Prozent, die Premier League ab 2026/27 höchstens 85 Prozent. Überschreitungen kosten Geld oder Punkte.
Kaufkraftäquivalent
Kaufkraftäquivalent nennt die Deutsche Bundesbank den Betrag, den ein historischer Geldbetrag heute wert wäre. Grundlage sind Preisindizes für die Lebenshaltung. Nach der Tabelle der Bundesbank, Stand Januar 2026, entspricht eine D-Mark von 1971 rund 2,06 Euro im Durchschnitt des Jahres 2025.
Lizenzierungsverfahren
Lizenzierungsverfahren heißt die jährliche Prüfung, mit der die DFL über die Spielberechtigung der 36 Profiklubs entscheidet. Die Klubs müssen vor jeder Saison ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, vor allem ausreichende Liquidität. Die DFL kann die Lizenz verweigern, an Bedingungen knüpfen oder mit Auflagen versehen.
Ombudsperson
Ombudsperson nennen DFL und DFB die unabhängige Anlaufstelle für Hinweise auf Spielmanipulation. Seit 2011 übt ein Bielefelder Rechtsanwalt das Amt aus. Spieler, Trainer und Schiedsrichter können sich auch anonym melden, die Ombudsperson prüft die Hinweise und gibt sie an die Rechtsabteilungen der Verbände weiter.
Plusvalenza
Plusvalenza (Mehrzahl Plusvalenze) ist das italienische Wort für den Buchgewinn aus einem Verkauf, im Fußball aus einem Spielertransfer. Liegt der Verkaufspreis über dem Restbuchwert des Spielers, entsteht ein Gewinn. Setzen zwei Klubs die Preise beim Tausch von Spielern künstlich hoch, entstehen Gewinne, denen kein echtes Geld gegenübersteht.
Selbstanzeige
Selbstanzeige heißt im deutschen Steuerrecht die nachträgliche Erklärung hinterzogener Steuern beim Finanzamt. Ist die Erklärung vollständig und kommt sie, bevor die Tat entdeckt ist, bleibt der Steuerpflichtige straffrei. Im Fall Uli Hoeneß hielt das Landgericht München II die Selbstanzeige für unwirksam.
Spielmanipulation
Spielmanipulation ist in Deutschland seit 2017 ein eigener Straftatbestand. Paragraf 265d des Strafgesetzbuchs bestraft Sportler, Trainer und Schiedsrichter, die sich für die Beeinflussung eines Profispiels einen Vorteil versprechen lassen, ebenso alle, die ihnen den Vorteil anbieten. Eine Wette muss dafür nicht im Spiel sein.
Sportwettbetrug
Sportwettbetrug regelt Paragraf 265c des Strafgesetzbuchs. Strafbar machen sich Sportler, Trainer und Schiedsrichter, die einen Vorteil dafür annehmen, ein Spiel zugunsten einer Wette zu beeinflussen, und die Bestechenden. Vor 2017 ließ sich Wettbetrug nur über den allgemeinen Betrugsparagrafen verfolgen, wie im Fall Hoyzer.
Strafabsprache
Strafabsprache (italienisch Patteggiamento) ist eine Einigung zwischen Angeklagtem und Staatsanwaltschaft über das Strafmaß, die ein Gericht genehmigen muss. Ein Schuldspruch im üblichen Sinn entfällt. Im Bilanzprozess um Juventus Turin endeten 2025 die Verfahren gegen Andrea Agnelli und andere Ex-Manager auf diesem Weg.
Verbandsgeldbuße
Verbandsgeldbuße ist eine Geldbuße gegen ein Unternehmen oder einen Verein nach Paragraf 30 des Ordnungswidrigkeitengesetzes. Die Buße setzt eine Straftat einer Führungsperson zugunsten der Organisation voraus, verurteilt werden muss die Person dafür nicht. Das Landgericht Frankfurt verhängte 2025 auf diesem Weg Geldbußen von zusammen 130.000 Euro gegen den DFB.
Verjährung
Verjährung bedeutet, dass eine Tat nach Ablauf einer gesetzlichen Frist nicht mehr verfolgt werden darf. Die Fristen hängen vom Delikt und vom Land ab. Verjährt ist nicht dasselbe wie freigesprochen: Das Gericht beendet das Verfahren, ohne über Schuld oder Unschuld zu entscheiden.
Zwangsabstieg
Zwangsabstieg nennt der Fußball die Versetzung eines Klubs in eine tiefere Liga als Strafe, unabhängig vom Tabellenplatz. Italienische Sportgerichte verhängten ihn 1980 gegen den AC Mailand und Lazio Rom und 2006 gegen Juventus Turin, der französische Verband 1994 gegen Olympique Marseille.
FAQ: Gekaufte Spiele waren billig, die Rechnung kam Jahre später

Was war der größte Skandal im Fußball?
Eine amtliche Rangliste führt niemand. Gemessen an den Beträgen ist das Verfahren der Premier League gegen Manchester City der größte Fall: Eine unabhängige Kommission sah 2026 Einnahmen um umgerechnet mehr als 990 Millionen Euro zu hoch ausgewiesen. Der Klub bestreitet das und hat Berufung eingelegt.
Welche Vereine waren am Bundesliga-Skandal 1971 beteiligt?
Neben Arminia Bielefeld, den Kickers Offenbach und Schalke 04 waren nach den Recherchen des Spiegel Hertha BSC, der MSV Duisburg, der VfB Stuttgart, der 1. FC Köln, Rot-Weiß Oberhausen und Eintracht Braunschweig in Spielverschiebungen verwickelt. Bielefeld und Offenbach verloren die Lizenz.
Wie lange war Robert Hoyzer gesperrt?
Lebenslang. Das DFB-Sportgericht sperrte den Schiedsrichter am 29. April 2005 lebenslang. Strafrechtlich verurteilte ihn das Landgericht Berlin zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft ohne Bewährung, der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil im Dezember 2006.
Wie lange spielte Juventus in der Serie B?
Eine Saison. Juventus startete 2006/07 mit neun Minuspunkten in der Serie B, gewann die Meisterschaft drei Spieltage vor Schluss und kehrte 2007 in die Serie A zurück. Buffon, Del Piero und Nedvěd blieben dem Klub in der zweiten Liga treu.
Kann Manchester City aus der Premier League ausgeschlossen werden?
Über die Strafe entscheidet dieselbe unabhängige Kommission, die City im September 2026 schuldig gesprochen hat. Das Regelwerk erlaubt Geldstrafen, Punktabzüge und weitere sportliche Sanktionen. Laut Sky Sports bräuchte ein Ausschluss aus der Liga die Zustimmung von 15 Klubs. Das Berufungsverfahren läuft.
Ist Spielmanipulation in Deutschland strafbar?
Ja, seit 2017. Paragraf 265c des Strafgesetzbuchs bestraft Sportwettbetrug, Paragraf 265d die Manipulation berufssportlicher Wettbewerbe, jeweils mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe. In besonders schweren Fällen, etwa bei gewerbsmäßigem Handeln, drohen drei Monate bis fünf Jahre.
Quellen
91 Quellen anzeigenQuellen ausblendenabgerufen am 22.10.2026
- Der Spiegel»Ein Elfmeter kostet 1000 Mark«
- Der SpiegelHintergrund: Der Bundesliga-Skandal von 1971
- Der Spiegel, Deutsche WelleKalenderblatt: 6.6.1971
- Der SpiegelPleite in Raten
- Der SpiegelBis Kapstadt
- Deutsche BundesbankKaufkraftäquivalente historischer Beträge in deutschen Währungen, Stand Januar 2026
- DeloitteAnnual Review of Football Finance 2026
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der LänderTätigkeitsbericht 2025
- BundesportalRennwett-, Lotterie- oder Sportwettensteuer anmelden und bezahlen
- Deutscher SportwettenverbandDSWV-Jahrespressekonferenz: Legaler Sportwettenmarkt wächst kaum noch
- SportradarSports Integrity Strengthens as Global Match-Fixing Declines in 2025
- Der SpiegelManipulationsvorwurf: Schiri Hoyzer beteuert seine Unschuld
- Der SpiegelWettskandal-Urteil: Zwei Millionen für den HSV
- Der SpiegelUrteil: Hoyzer lebenslang gesperrt
- Der SpiegelJahreschronik 2005: Haft für Hoyzer
- Bundesgerichtshof über HRRSUrteil vom 15.12.2006, 5 StR 181/06 (Fall Hoyzer)
- Der SpiegelManipulationsskandal: Millionenforderung gegen Schiri Hoyzer
- Der SpiegelWettskandal-Chronik: Am Anfang stand ein Zufallstreffer
- Der SpiegelFußball-Wettskandal: Weitere Spiele unter Manipulationsverdacht
- Der SpiegelFußball-Manipulation: Gericht verurteilt Wettpaten Sapina zu Haftstrafe
- Legal Tribune OnlineBGH hebt Urteil im Fußballwettskandal auf
- Der SpiegelFußball-Wettskandal: Ante Sapina zu fünf Jahren Haft verurteilt
- Der SpiegelWettpate Sapina muss ins Gefängnis
- EuropolUpdate: Results from the largest football match-fixing investigation in Europe
- Reuters über Voice of AmericaInvestigators expose global soccer fixing scam
- Deutscher BundestagNeue Straftatbestände beim Sportwettbetrug eingeführt
- buzer.deStrafgesetzbuch, Paragrafen 265c bis 265e
- PanoramaMarzo 1980: scoppia lo scandalo del Totonero
- Il PostPaolo Rossi compie sessant’anni
- Sky Sport ItaliaCalciopoli, tutte le tappe della giustizia sportiva dal 2006
- Al JazeeraItalian cheats prosper
- Il PostLa Cassazione ha annullato la condanna di Moggi e Giraudo per prescrizione
- The NationalCannavaro hopes to open Juve’s gate
- 90min Italia2006/2007: il primo e unico anno in Serie B della Juventus
- Il PostLa nuova penalizzazione della Juventus è di 10 punti in classifica
- Sky TG24Juve, manovra stipendi: patteggiamento accettato
- UEFAThe CFCB concludes its proceedings against Juventus and Chelsea FC
- DeloitteDeloitte Football Money League 2025
- Sky Sport ItaliaInchiesta plusvalenze, da gup Roma ok a patteggiamento per ex vertici Juve
- Il PostSono state accolte le richieste di patteggiamento degli ex dirigenti della Juventus
- La Libre BelgiqueChronologie de l’affaire VA-OM
- La Libre BelgiqueDécès de Bernard Tapie
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- Der SpiegelChronologie des Skandals um die WM-Vergabe 2006
- Legal Tribune OnlineLandgericht verurteilt den DFB wegen Steuerhinterziehung
- Der SpiegelSommermärchen-Prozess: Gericht verurteilt DFB wegen Steuerhinterziehung
- Der SpiegelSommermärchen-Affäre beim DFB: Verfahren gegen Theo Zwanziger wird eingestellt
- Der SpiegelDFB im Sommermärchen-Prozess: Rechtsstreit um WM 2006 geht wohl in nächste Runde
- Der SpiegelDFB arbeitet Sommermärchen-Affäre noch einmal auf, weil Prozess verjährt
- Der SpiegelUli Hoeneß: Urteil im Steuer-Prozess
- Der SpiegelUli Hoeneß: Chronologie zum Fall der Steuerhinterziehung
- Der SpiegelFC Bayern: Der Fall Uli Hoeneß, eine Chronologie
- Inside World FootballRangers condemned to liquidation after creditors‘ deal is rejected
- Glasgow Evening Times140 years of Rangers liquidated after just 8 minutes of meeting
- Fox SportsRangers relegated to Third Division
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- El PaísLa Fiscalía concluye que el Barcelona pagó a Negreira
- El PaísLa Audiencia de Barcelona tumba la imputación al Barça por cohecho
- El PaísLas claves del caso Negreira, ahora sin Negreira
- EFE über InfobaeLa jueza rechaza prorrogar el caso Negreira
- El PaísLa UEFA confirma la recepción del informe del Real Madrid sobre el caso Negreira
- Premier LeaguePremier League Statement: Manchester City FC
- Premier LeagueIndependent Commission: Redacted Core Decision, Manchester City
- AP über NBC NewsMan City guilty of almost all of the 115 financial charges
- Sky SportsMan City lodge appeal against guilty verdict of independent Commission
- Sky SportsMan City charges: clubs do not expect City to be in Premier League next season if appeal fails
- UEFAClub Financial Control Body Adjudicatory Chamber decision on Manchester City
- CBS SportsManchester City’s UEFA ban overturned by CAS
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- Premier LeagueNottingham Forest FC deducted four points by independent Commission
- Calcio e FinanzaFallimento Parma, arrivano le condanne
- Il PostIl Parma ripartirà dalla Serie D, oggi è ufficialmente fallito
- AvvenireCalisto Tanzi: una vita tra l’azienda, il calcio e poi i processi
- DFL Deutsche Fußball LigaLizenzierungsordnung, Stand 21.04.2026
- DFL Deutsche Fußball LigaAnhang IX zur Lizenzierungsordnung, Stand 05.12.2025
- DFL Deutsche Fußball LigaDFL und Sportradar setzen Zusammenarbeit zur Überwachung des Wettmarkts fort
- DFL Deutsche Fußball LigaPrävention von Spielmanipulation
- DFL Deutsche Fußball LigaOmbudsperson
- DFBFAQ zu den Themen Spielmanipulation und Hinweisgebersystem
- UEFAFinancial sustainability
- UEFANine clubs sign settlement agreements
- UEFAUEFA Executive Committee approves new financial sustainability regulations
- UEFACFCB First Chamber finalises the assessment of the financial sustainability requirements in the 2024/25 season
- UEFAFinalisation of club monitoring for the 2025/26 season
- Premier LeagueNew Premier League financial system explained
- BundeskartellamtBundeskartellamt schließt Verfahren zur kartellrechtlichen Bewertung der 50+1-Regel ab
- Europäische ZentralbankEuro foreign exchange reference rates
