70 Milliarden Euro: Alphabet finanziert den KI-Hunger

Michael Dobler
Autor Dr. Web
2 Min. Lesezeit
70 Milliarden Euro: Alphabet finanziert den KI-Hunger

Google-Mutter Alphabet zieht rund 70 Milliarden Euro frisches Kapital für den KI-Ausbau ein. Mit dabei ist ein Einstieg von Berkshire Hathaway über umgerechnet etwa 8,7 Milliarden Euro.

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Mit der Kapitalrunde über 70 Milliarden Euro stemmt Alphabet die Kosten seines KI-Ausbaus. Der Konzern verkauft dafür Aktien und nutzt den Erlös für Rechenzentren und Recheninfrastruktur. Selbst ein Konzern mit hohen Mittelzuflüssen greift damit zu zusätzlichem Kapital.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alphabet sammelt rund 70 Milliarden Euro über Aktienverkäufe ein.
  • Berkshire Hathaway steigt mit etwa 8,7 Milliarden Euro ein.
  • Das Geld fließt in KI-Infrastruktur und Rechenleistung.
  • Die Investitionen 2026 sollen bis zu 165 Milliarden Euro erreichen.

Wie setzt sich die Kapitalrunde zusammen?

Oranger Benzinkanister mit tropfendem Ausguss und Schild „KI-Compute“ auf Weiß
Alphabet finanziert Aktienrückkäufe über ein At-the-Market-Programm (35 Mrd. Euro), klassische Platzierungen (26 Mrd. Euro) und Berkshire-Hathaway-Einstieg

Alphabet kombiniert mehrere Bausteine. Ein At-the-Market-Programm über umgerechnet rund 35 Milliarden Euro verkauft Aktien ab dem dritten Quartal nach und nach direkt am Markt. Hinzu kommen rund 26 Milliarden Euro aus klassischen Aktien- und Wandelanleihe-Platzierungen sowie der Einstieg von Berkshire Hathaway.

Den Großteil des Markterlöses verwendet Alphabet zunächst für Steuerpflichten aus Mitarbeiteraktien, der Rest fließt in den allgemeinen Konzernbedarf. Als Begründung nennt der Konzern eine Nachfrage, die das verfügbare Angebot an KI-Diensten übersteigt.

Warum steigt Berkshire Hathaway ein?

Ein weißes Sparschwein mit der Aufschrift „70 MILLIARDEN EURO FÜR KI“ und einem herausragenden Tierhinterteil
Berkshire Hathaway investiert 8,7 Milliarden Euro in Alphabet und signalisiert damit Vertrauen in Googles KI-Strategie. Der traditionell technikskeptische Konzern baut seine Position seit Q3 2025 aus

Der Einstieg des Beteiligungskonzerns über rund 8,7 Milliarden Euro setzt ein Signal des Vertrauens in Alphabets KI-Kurs. Berkshire baut seine Position bereits seit dem dritten Quartal 2025 aus. Für einen Investor, der lange Technologiewerte mied, ist das ein bemerkenswerter Schritt.

Die Runde zeigt, wie kapitalintensiv der KI-Ausbau geworden ist. Branchenweit dürften die großen Cloud-Anbieter dieses Jahr Hunderte Milliarden in Infrastruktur stecken. Auch in Europa formiert sich Gegengewicht, etwa wenn Cohere das Heidelberger Aleph Alpha übernimmt oder fünf Konzerne eine deutsche KI-Gigafabrik planen.

Wenn selbst Berkshire bei einem Tech-Konzern einsteigt, ist die KI-Infrastruktur endgültig im Mainstream der Kapitalmärkte angekommen. Das Geld sucht jetzt Rechenleistung.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Behalten Sie im Blick, wie viel des Kapitals tatsächlich in Rechenleistung statt in Bilanzkosmetik fließt, denn daran misst sich der reale Ausbau. Die Eckdaten nennt Alphabet in seiner Mitteilung.

Mehr zu KI bei Dr. Web.

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Michael Dobler
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Ich bin der Herausgeber von Dr. Web. Um praxisfit zu bleiben, unterstütze ich darüber hinaus Kunden bei der digitalen Kundengewinnung und Kundenbindung. Erste eigene Gehversuche im Internet unternahm ich 1999 mit einem Kinomagazin. Nach 15 Jahren in Lohn und Brot, u.a. als Projektmanager für digitale Medien, machte ich mich schließlich Ende 2005 selbständig. Das war die beste berufliche Entscheidung meines Lebens.
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