Der Shop zieht um, die Kasse bleibt offen. Beim Wechsel von WooCommerce zu Shopify wandern Produkte, Kundenkonten und Bestellungen in ein neues System, während Kunden weiter einkaufen wollen.
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- Auf welchem Weg ziehen Ihre Daten zu Shopify um?
- Wie exportieren Sie die Produktdaten aus WooCommerce?
- Wie bereiten Sie die Produkt-CSV für Shopify vor?
- Wie importieren Sie die Produktdaten in Shopify?
- Was prüfen Sie nach dem Produktimport?
- Wie exportieren Sie die Kundendaten aus WooCommerce?
- Wie machen Sie die Kundendatei Shopify-tauglich?
- Wie importieren Sie die Kundendaten in Shopify?
- Wie ziehen die Bestellungen zu Shopify um?
- Wie bekommt der Shop ein überzeugendes Erscheinungsbild?
- Wie richten Sie den Versand in Shopify ein?
- Wie konfigurieren Sie die Steuern in Shopify?
- Welche Zahlungsanbieter binden Sie im Checkout ein?
- Was zeigt eine Testbestellung vor dem Start?
- Wie richten Sie die Domain für Shopify ein?
- Welche SEO-Einstellungen braucht der neue Shop?
- Was prüfen Sie vor und nach dem Start?
- Fazit: Ihr Shop in neuem Glanz
- FAQ: Von WooCommerce zu Shopify wechseln: Der Weg zum neuen Online-Shop
Shopify liefert für diesen Umzug Vorlagen, Importfunktionen und eine eigene Migrations-App. Einen Direktimport für die Bestellhistorie bietet Shopify allerdings nicht, und an solchen Stellen entscheidet die Vorbereitung darüber, ob der neue Shop reibungslos startet.
Vor dem ersten Export steht eine schlichte Frage: Was soll eigentlich mit? Ein Shop-Umzug gleicht einem Wohnungsumzug. Den Keller räumt dabei niemand vollständig in den Transporter, mit kommt nur, was in der neuen Wohnung einen Platz bekommt. Den Kern bilden in der Regel Produkte, Kundendaten, abgeschlossene Bestellungen und Bewertungen. Alles, was im laufenden Geschäft eine Rolle spielt, sollte mitziehen, denn Stammkunden erwarten ihr Konto und ihre Kaufhistorie auch im neuen Shop.
Auf welchem Weg ziehen Ihre Daten zu Shopify um?

Für die Übertragung bietet Shopify mehrere Migrationswege. Welcher passt, hängt von der Größe des Katalogs ab, davon, wie geübt Sie im Umgang mit Tabellen sind, und vom Umfang der Handarbeit, die Sie sich sparen wollen:
- Manuelle Übertragung: Produkte von Hand anzulegen lohnt sich bei kleinen Katalogen oder sobald Sie die Produktbeschreibungen ohnehin überarbeiten wollen.
- Migrations-App von Shopify: Shopify stellt eine eigene App für den Umzug bereit, die vor allem den Produktkatalog überträgt.
- CSV-Import: Sie exportieren die Daten aus WooCommerce und lesen die CSV-Datei in Shopify ein. Für Produkte und Kunden klappt der Weg gut, Bestellungen brauchen auf diesem Weg ein Zusatzwerkzeug.
- Migrations-Apps von Drittanbietern: Im Shopify App Store finden Sie spezialisierte Apps, die auch Bestellhistorien und weitere Datenarten übertragen.
- Migrationsexperten: Shopify-Partner und Agenturen übernehmen den kompletten Umzug und klären die Details für Sie.
Welche Daten auf welchem Weg umziehen
Wie exportieren Sie die Produktdaten aus WooCommerce?

Die Produktdaten bilden den Kern des Shops, vom Einzelstück bis zur Bestseller-Kollektion. Für den Umzug brauchen Sie einen sauber strukturierten Export, den Shopify ohne große Nacharbeit lesen kann.
Der Export Schritt für Schritt
WooCommerce bringt den Produktexport von Haus aus mit. So gehen Sie vor:
- Öffnen Sie im WordPress-Dashboard Produkte > Alle Produkte.
- Klicken Sie auf „Exportieren“ und wählen Sie die Spalten und Produktkategorien aus, die mitziehen sollen. Nicht jeder Altbestand gehört in den neuen Shop.
- Haben Sie eigene Metadaten angelegt, aktivieren Sie das Kästchen „Ja, alle benutzerdefinierten Metadaten exportieren“. So geht kein Zusatzfeld verloren.
- Speichern Sie die Datei, etwa als WooProductDownload.csv, griffbereit auf Ihrem Rechner.
Shopify liest Produkte als CSV-Datei ein. Eine saubere Spaltenstruktur schon beim Export erspart Ihnen im nächsten Schritt viel Arbeit, weil Sie weniger Felder umbauen müssen.
Wie bereiten Sie die Produkt-CSV für Shopify vor?

Die Daten sind aus WooCommerce heraus, doch vor dem Import wartet Feinarbeit. Eine CSV-Datei gleicht einem Umzugskarton: Nur was geordnet darin liegt, kommt vollständig und am richtigen Platz an.
Die CSV-Datei an Shopify anpassen
Shopify erwartet eigene Spaltennamen und eine feste Reihenfolge. Mit wenigen Anpassungen sprechen WooCommerce und Shopify dieselbe Sprache:
- Vorlage herunterladen: Die Produkt-CSV-Vorlage von Shopify zeigt, wie die Spalten heißen und in welcher Reihenfolge die Angaben stehen. Verlangt Shopify „Titel“, benennen Sie Ihre Spalte „Name“ entsprechend um.
- Spaltenüberschriften umbenennen: Passen Sie die Überschriften der WooCommerce-Datei an das Shopify-Format an. Aus „Normaler Preis“ wird etwa „Preis der Variante“, und aus „Gewicht (lbs)“ wird die Gewichtsangabe der Variante in Gramm.
- Zusammengefasste Werte aufteilen: Stehen in WooCommerce mehrere Werte in einem Feld, trennen Sie die Werte auf. Shopify erwartet Einzelwerte, damit jede Größe, Farbe und Variante in der richtigen Zeile landet.
Die Checkliste für die CSV-Datei
Beim Bearbeiten zählt jedes Detail, damit der Import reibungslos läuft:
- Beispielprodukt entfernen: Die Vorlage von Shopify enthält ein Demo-Produkt. Löschen Sie alle Beispieldaten, sonst steht später ein Phantomartikel im Shop.
- Ein Standort oder mehrere: Die Spalte „Variant Inventory Qty“ gibt den Lagerbestand an. Welche Angaben Shopify dort erwartet, hängt davon ab, ob Ihre Ware an einem oder an mehreren Lagerorten liegt.
- Preise für einzelne Länder: Die Spalten für Länderpreise füllen Sie nur, sofern Sie für ein Land feste Preise vorgeben wollen. Andernfalls bleiben die Felder leer.
Google Sheets oder Excel eignen sich gut, um die CSV-Datei zu bearbeiten. Speichern Sie das Ergebnis wieder im CSV-Format und prüfen Sie vor dem Import, ob Trennzeichen und Formatierungen stimmen.
Wie importieren Sie die Produktdaten in Shopify?

Mit der präparierten CSV-Datei kommt der eigentliche Import. Die Importfunktion von Shopify überträgt den Katalog mit wenigen Klicks, und eine Vorschau zeigt vorab, ob jedes Feld sitzt.
Der Import Schritt für Schritt
- Öffnen Sie im Shopify-Adminbereich Produkte und wählen Sie Importieren.
- Klicken Sie auf Datei hinzufügen und wählen Sie die vorbereitete CSV-Datei aus.
- Entfernen Sie den Haken bei „Neue Produkte auf allen Vertriebskanälen veröffentlichen“, falls Sie die Darstellung erst prüfen möchten, bevor die Artikel für Kunden sichtbar werden.
- Klicken Sie auf Hochladen und Vorschau anzeigen.
Die Importvorschau nutzen
Vor dem Import zeigt Ihnen Shopify eine Vorschau der Produkte. Prüfen Sie hier, ob alle Felder sauber gefüllt sind, denn größere Änderungen kosten nach dem Import deutlich mehr Aufwand.
Passt alles, klicken Sie auf Produkte importieren. Nach Abschluss schickt Shopify eine Bestätigung per E-Mail.
Fehler beim Import beheben
Die häufigsten Stolpersteine lassen sich schnell beheben:
- Produkte importiert, aber nicht sichtbar: Die Artikel sind möglicherweise als ausgeblendet markiert. Aktivieren Sie die gewünschten Vertriebskanäle.
- Fehlende Angaben: Fehlt eine Beschreibung oder ein Preis, prüfen Sie die betreffende Spalte der CSV-Datei und ergänzen Sie die Angabe im Shopify-Adminbereich.
- Probleme mit Varianten: Varianten verlangen bestimmte Felder und Werte. Fehlt eine Variante, legen Sie die Variante von Hand an und prüfen Sie die Struktur der CSV-Datei.
Was prüfen Sie nach dem Produktimport?

Die Produkte sind angekommen, doch vor dem Start steht die Feinabstimmung. Importfehler fallen jetzt noch niemandem außer Ihnen auf, und ein Artikel ohne Preis oder in der falschen Kategorie verkauft sich nicht.
Importierte Produkte prüfen
Gehen Sie die frisch importierten Produkte durch und achten Sie auf diese Punkte:
- Preise und Lagerbestände: Stimmen Preise und Bestände? Ein falscher Preis oder ein zu hoher Bestand führt schnell zu Ärger mit Kunden.
- Bilder und Beschreibungen: Sind die Produktbilder vollständig und richtig zugeordnet? Investieren Sie Zeit in die Beschreibungen, denn gute Produkttexte entscheiden oft über den Kauf.
- Varianten: Hat Shopify alle Varianten erfasst? Prüfen Sie, ob Farben, Größen und weitere Optionen sauber angelegt sind.
- Abgeschnittene Texte: Überarbeiten Sie Beschreibungen, die der Import gekürzt hat oder die lückenhaft angekommen sind.
Kleine Fehler korrigieren Sie direkt im Shopify-Adminbereich. Ein zweiter Import für einzelne Korrekturen kostet deutlich mehr Zeit.
Kollektionen anlegen
Kollektionen funktionieren in Shopify wie Regale im Laden. Kunden finden darüber schneller das passende Produkt, und Sie können ausgewählte Artikel gezielt hervorheben. Shopify kennt zwei Arten:
- Automatische Kollektionen: Sie definieren Regeln, etwa für „Wintermode“ oder „Top-Seller“, und Shopify ordnet passende Produkte selbst zu. Diese Variante eignet sich für saisonale und zeitlich begrenzte Aktionen.
- Manuelle Kollektionen: Sie bestimmen selbst, welche Produkte erscheinen. Praktisch ist die Handauswahl für eine exklusive Zusammenstellung oder für Artikel, die Sie gezielt nach vorn stellen wollen.
Bestände und Lager im Blick behalten
Neben der Ordnung im Katalog lohnt ein Blick auf die Bestandsführung. So behalten Sie den Überblick über Ihre Ware und sind vorbereitet, sobald die Nachfrage anzieht.
- Apps für die Bestandsführung prüfen: Im Shopify App Store finden Sie Apps, die Bestände nachverfolgen. Bei großen Katalogen oder starken saisonalen Schwankungen spart eine solche App viel Arbeit.
- Umlagerungen und Wareneingänge verwalten: Im Adminbereich verwalten Sie Umlagerungen und Wareneingänge und sehen jederzeit, welche Lagerbewegungen und Nachbestellungen anstehen.
Wie exportieren Sie die Kundendaten aus WooCommerce?

Dieser Schritt ist optional, für Shops mit Stammkundschaft aber lohnend: Treue Käufer sollen ihr Konto und ihre Kaufhistorie nicht verlieren, nur weil der Shop umzieht. Shopify kann Kundendaten übernehmen, doch zuerst müssen die Datensätze sauber aus WooCommerce heraus. Für den Export brauchen Sie ein Plug-in wie die Import Export Suite, die Kunden und Bestellungen als CSV-Datei ausgibt.
Der Export Schritt für Schritt
- Öffnen Sie in WordPress die Import Export Suite und wählen Sie Exportieren.
- Wählen Sie im Auswahlmenü den Eintrag Benutzer/Kunde und klicken Sie auf Schritt 2: Exportmethode auswählen.
- Legen Sie im nächsten Dialog fest, welche Felder exportiert werden. Hier entscheiden Sie auch, ob Gastbestellungen mitkommen, also Käufer ohne Kundenkonto.
- Speichern Sie die Datei mit einem eindeutigen Namen wie WooCustomerDownload.csv auf Ihrem Rechner.
Wählen Sie das Komma als Trennzeichen, damit die Daten in sauber getrennten Spalten landen. Die spätere Bearbeitung wird dadurch deutlich einfacher.
Was steckt in der Kundendatei?
Die exportierte Datei enthält Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Standardadressen und weitere Angaben zu Ihren Käufern. Auf diesen Kundendaten bauen personalisierte Angebote und gezieltes Marketing auf. Vor dem Import braucht die Datei allerdings Nacharbeit, weil Shopify andere Spaltennamen erwartet als WooCommerce:
- Öffnen Sie die Datei in einem Tabellenprogramm wie Google Sheets oder Excel.
- Notieren Sie, welche WooCommerce-Spalten Sie brauchen, etwa „first_name“ für den Vornamen oder „billing_address_1“ für die erste Adresszeile. Im nächsten Schritt bekommen diese Spalten die Bezeichnungen von Shopify.
- Entfernen Sie Angaben, die Shopify nicht importieren kann, und speichern Sie die bereinigte Datei.
Wie machen Sie die Kundendatei Shopify-tauglich?

Bevor die Kunden im neuen Shop ankommen, bekommen Spaltenüberschriften und Inhalte das Shopify-Format. Sonst landen die Datensätze als Datensalat im System, und Kunden finden ihr Konto nicht wieder.
Die Kunden-CSV an Shopify anpassen
- Vorlage herunterladen: Shopify bietet eine Kunden-CSV-Vorlage mit den korrekten Spaltenbezeichnungen, an der Sie sich orientieren.
- Spaltennamen anpassen: Benennen Sie die WooCommerce-Überschriften nach dem Shopify-Schema um. Aus „first_name“ wird „Vorname“, aus „billing_company“ wird „Standardadresse Unternehmen“.
- Daten in die Vorlage übertragen: Kopieren Sie die WooCommerce-Daten spaltenweise in die Shopify-Vorlage. Der Weg über die Vorlage spart Zeit und verhindert Tippfehler.
Unsicher, welche Spalten nötig sind? Beschränken Sie sich auf das Wichtigste: Name, Adresse und E-Mail. Weitere Angaben ergänzen Sie später von Hand.
Fehlerquellen vermeiden
Bei Kundendaten nimmt Shopify die Struktur genau: Die Importdatei darf nur die Spalten der Shopify-Vorlage enthalten. Fehlende oder falsch benannte Spalten führen zu Importfehlern, und gerade diese Datensätze bilden das Fundament Ihrer Kundenbeziehungen.
- Überflüssige Spalten entfernen: Interne Notizen und ähnliche Zusatzfelder braucht Shopify nicht. Lassen Sie solche Felder weg, damit die Importdatei schlank bleibt.
- ISO-Codes für Länder und Regionen: Shopify ordnet Adressen anhand von ISO-Codes zu. Prüfen Sie, ob alle Adressfelder korrekt formatiert sind.
Datenqualität sichern
Prüfen Sie nach der Bearbeitung jede Adresse und jeden Kontakt auf Vollständigkeit. Eine falsch formatierte E-Mail-Adresse oder eine fehlende Postleitzahl kostet im schlimmsten Fall einen treuen Kunden, der im neuen Shop sein Konto nicht mehr findet.
Wie importieren Sie die Kundendaten in Shopify?

Mit der bereinigten Datei folgt der Kundenimport. Ein sauberer Import sorgt dafür, dass Ihre Kunden vom Plattformwechsel kaum etwas merken und sich nicht neu registrieren müssen.
Der Import Schritt für Schritt
- Öffnen Sie im Shopify-Adminbereich Kunden und klicken Sie auf Importieren.
- Wählen Sie Datei hinzufügen und laden Sie die bearbeitete CSV-Datei hoch.
- Klicken Sie auf Kunden importieren. Nach Abschluss erscheinen die Datensätze in der Kundenübersicht.
Die importierten Kundendaten prüfen
Nach dem Import lohnt ein Blick in den Kundenbereich. Diese Punkte sollten Sie kontrollieren:
- Namen und Adressen: Sind alle Namen und Adressen vollständig und korrekt angekommen?
- E-Mail-Adressen und Kundenstatus: Stimmen die Adressen, und hat jeder Kunde den richtigen Status?
- Importfehler: Fehlen Datensätze, hilft das Importprotokoll von Shopify weiter. Meist stecken Kleinigkeiten dahinter, die sich schnell beheben lassen.
Eine manuelle Zuordnung der Spalten erlaubt Shopify beim Kundenimport nicht. Deshalb entscheidet allein die vorbereitete CSV-Datei darüber, ob der Import fehlerfrei durchläuft.
Wie ziehen die Bestellungen zu Shopify um?

Die Bestellhistorie dokumentiert jede Kundenbeziehung, von der ersten Bestellung bis zum Stammkunden. Ziehen die Bestellungen mit um, stehen im neuen Shop alle Vorgänge vollständig zur Verfügung. Den Export übernimmt auch hier ein Plug-in.
Der Export Schritt für Schritt
Mit der Import Export Suite laden Sie die Bestelldaten als CSV-Datei herunter:
- Öffnen Sie in WordPress die Import Export Suite und wählen Sie Exportieren.
- Wählen Sie Bestellungen als Beitragstyp und klicken Sie auf Schritt 2: Exportmethode auswählen.
- Legen Sie fest, welche Felder exportiert werden. Nehmen Sie Zahlungsarten und Lieferadressen mit, damit die Historie vollständig bleibt.
- Speichern Sie die Datei mit einem Namen wie WooOrdersDownload.csv auf Ihrem Rechner. Ein eindeutiges Trennzeichen hält die Struktur der CSV-Datei lesbar.
Die Bestellhistorie in Shopify importieren
Einen Direktimport für Bestellhistorien bietet Shopify nicht. Diese Lücke schließen Migrations-Apps wie LitExtension Store Migration, Matrixify oder Ablestar WooCommerce Importer, die Bestellungen samt Details in den neuen Shop übernehmen:
- Installieren Sie eine der Apps und starten Sie den Import für Bestellungen.
- Laden Sie die exportierte CSV-Datei in der App hoch und prüfen Sie, ob alle Spalten richtig zugeordnet sind.
- Starten Sie den Import. Je nach Umfang der Historie dauert der Vorgang einige Minuten.
Die Apps bieten in der Regel Optionen, um abweichende Datenformate anzupassen, sodass die Bestellungen vollständig im Shopify-Adminbereich ankommen.
Wozu die Bestellhistorie dient
Mit vollständiger Historie sehen Sie in Shopify alle Transaktionen auf einen Blick und erkennen das Kaufverhalten Ihrer Kunden. Diese Auswertung hilft, Stammkunden gezielt anzusprechen oder Rabatte und Treueaktionen zu planen. Ihre Kunden merken vom Umzug dann nichts außer einem flüssigen Einkauf, und die treuesten unter ihnen sind vom ersten Tag an wieder dabei.
Beim Wechsel zu Shopify zieht die Bestellhistorie nur über Zusatz-Apps um, und an dieser Lücke entscheidet sich der Umzug.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Wie bekommt der Shop ein überzeugendes Erscheinungsbild?

Produkte, Kunden und Bestellungen sind an Bord, doch der erste Eindruck zählt auch im Netz. Vor dem Start braucht der Shop deshalb den letzten Schliff im Design. Shopify stellt dafür eine breite Auswahl an Themes und Anpassungen bereit, mit denen der Shop Ihre Marke widerspiegelt.
Ein Theme auswählen
Beim Anlegen des Shops richtet Shopify ein kostenloses Theme ein, das Sie jederzeit wechseln können. Zur Wahl stehen kostenlose Themes, die Shopify selbst entwickelt, und kostenpflichtige Themes, die auf bestimmte Branchen und Stile zugeschnitten sind.
- Kostenloses Theme auswählen: Öffnen Sie im Shopify-Adminbereich Onlineshop > Themes und scrollen Sie zum Bereich mit den beliebten kostenlosen Themes.
- Premium-Theme testen und kaufen: Im Shopify Theme Store finden Sie kostenpflichtige Themes mit zusätzlichen Funktionen und feineren Einstellmöglichkeiten.
Jedes kostenpflichtige Theme lässt sich vor dem Kauf kostenlos in der Vorschau testen. So sehen Sie, wie Ihr Shop damit aussieht und ob das Design Ihre Anforderungen erfüllt.
Lesetipp: Vom Konzept zum Kunden: So verkaufen Sie mit einem Shopify-Shop Verpackungsmaterialien
Das Theme an Ihre Marke anpassen
Ein Theme legt den Rahmen fest, den Feinschliff übernehmen Sie im Theme-Editor. Dort passen Sie Farben, Schriften und Layouts so an, dass Kunden Ihre Marke auf Anhieb wiedererkennen:
- Logo und Farben: Fügen Sie Ihr Logo ein und übernehmen Sie die Farben Ihres Corporate Designs.
- Navigation und Startseite: Richten Sie Menü und Startseite so ein, dass Kunden ohne Umwege zu den Produkten finden.
- Produktseiten: Preis, Verfügbarkeit und eine aussagekräftige Beschreibung gehören gut sichtbar auf jede Produktseite.
Wie richten Sie den Versand in Shopify ein?

Der schönste Shop nützt wenig, falls Bestellungen nicht zuverlässig und zu klaren Kosten beim Kunden landen. Eine durchdachte Versandeinrichtung bringt die Ware pünktlich ans Ziel, ohne dass die Versandkosten im Checkout jemanden überraschen. Shopify lässt sich dafür flexibel an Sortiment und Kundenwünsche anpassen.
Versandzonen und Tarife einrichten
Je nach Zielregion legen Sie in Shopify eigene Versandtarife fest, für das Inland wie für das Ausland. So sieht jeder Kunde im Checkout den Preis, der für seine Adresse gilt.
- Shop-Adresse prüfen: Shopify berechnet die Versandkosten auf Grundlage Ihrer Shop-Adresse. Hinterlegen Sie die Adresse deshalb korrekt.
- Versandzonen anlegen: Legen Sie getrennte Zonen für verschiedene Regionen an, etwa für Inland und Ausland. Kunden sehen so sofort, wohin Sie liefern.
- Tarife festlegen: Definieren Sie Tarife nach Gewicht, Bestellwert oder als Pauschale. Tarife, die Shopify direkt beim Versanddienstleister abfragt, richten sich nach den Paketmaßen.
Bei internationalen Kunden lohnt der genaue Blick auf Paketmaße und Gewicht, sonst fallen die Versandkosten unerwartet hoch aus.
Versandoptionen kombinieren
Shopify erlaubt, mehrere Versandangebote zu kombinieren. Eine flexible Versandstrategie gibt jedem Kunden die passende Option, vom kostenlosen Standardversand bis zur Eillieferung:
- Kostenloser Versand ab einem Mindestbestellwert: Der Klassiker motiviert Kunden, mehr in den Warenkorb zu legen.
- Expressversand: Für eilige Kunden bieten Sie eine schnellere Zustellung gegen Aufpreis an.
- Versand nach Gewicht oder Volumen: Variieren Ihre Produkte stark in der Größe, kalkulieren Sie die Kosten so genauer.
Selbst verschicken oder auslagern?
Beim Versand haben Sie die Wahl zwischen eigener Abwicklung und einem Fulfillment-Dienstleister. Händler, die selbst verschicken, erzeugen Versandetiketten und Sendungsnummern für mehrere Paketdienste meist über eine an Shopify angebundene Versandsoftware; welche Programme dafür infrage kommen, zeigt der Vergleich der Versandsoftware. In beiden Fällen behalten Sie Bestände und Bestellstatus mit den Verwaltungswerkzeugen von Shopify im Blick.
- Eigene Abwicklung: Sie steuern den Versand selbst und verschicken Pakete mit persönlicher Note.
- Fulfillment-Dienstleister: Möchten Sie den Versand auslagern, binden Sie einen mit Shopify kompatiblen Dienstleister ein, der die Logistik übernimmt.
Versandbedingungen im Checkout
Kunden sollten vor dem Kauf wissen, was sie erwartet. Hinterlegte Versand- und Rückgabebedingungen im Checkout schaffen Vertrauen und beugen Missverständnissen vor. Klar kommuniziert sein sollten diese Punkte:
- Lieferzeit: Nennen Sie eine realistische Versanddauer.
- Rückgabe: Erklären Sie, unter welchen Bedingungen Kunden Ware zurückschicken können.
- Gebühren bei Auslandsbestellungen: Kunden im Ausland sollten Zoll- und Einfuhrgebühren vor dem Kauf kennen.
Versandstrategien im Überblick
| Versandstrategie | Beschreibung | Vorteil |
|---|---|---|
| Kostenloser Versand ab Mindestbestellwert | Kunden zahlen ab einem bestimmten Bestellwert keine Versandkosten | Kann Bestellmenge und Umsatz erhöhen |
| Expressversand | Schnellere Lieferung gegen Aufpreis | Gibt Kunden Flexibilität |
| Gewichtsbasierte Versandtarife | Versandkosten richten sich nach dem Gewicht der Bestellung | Nachvollziehbare Kosten nach Gewicht |
| Fulfillment-Dienstleister | Externe Partner übernehmen den Versand | Spart Zeit und Aufwand für die eigene Versandlogistik |
Wie konfigurieren Sie die Steuern in Shopify?

Bei Steuern verdreht mancher Händler die Augen, im Shop führt aber kein Weg daran vorbei. Eine korrekt eingerichtete Steuerberechnung erspart später viel Kopfzerbrechen und zeigt Kunden in jeder Region den richtigen Betrag.
Steuern nach Versandziel berechnen
Shopify berechnet Steuern automatisch anhand des Versandziels. Je nach Lieferort weist der Shop die passende Mehrwertsteuer oder andere länderspezifische Steuern aus und stellt sie dem Kunden in Rechnung. Die Automatik nimmt Ihnen einen Großteil der Arbeit ab.
- Einstellungen öffnen: Unter Einstellungen > Steuern und Zollabgaben legen Sie fest, wie Shopify Steuern berechnet.
- Steuern nach Region aktivieren: Für ausgewählte Regionen schalten Sie die automatische Berechnung ein und wenden je nach Versandziel eigene Steuerregeln an, ein Vorteil für international verkaufende Shops.
- Abweichende Steuersätze festlegen: Für Produkte mit Sondersteuersätzen oder Regionen mit abweichenden Vorschriften legen Sie eigene Sätze von Hand fest.
Digitale Produkte und Verkäufe in der EU
Verkaufen Sie digitale Produkte oder Dienstleistungen in Europa, gelten zusätzliche Regeln: Für digitale Produkte richtet sich die Mehrwertsteuer in der EU nach eigenen Vorgaben. Shopify berechnet die passenden Steuersätze über spezielle Einstellungen automatisch, damit Sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.
Steuereinnahmen im Blick behalten
Berichte in Shopify zeigen, wie viel Steuern Sie in jeder Region eingenommen haben, und erleichtern so Buchhaltung und Steuererklärung.
- Buchhaltungs-Apps nutzen: Im Shopify App Store finden Sie Apps, die Steuereinnahmen dokumentieren und an Ihre Buchhaltungssoftware übergeben.
- Einstellungen regelmäßig prüfen: Kontrollieren Sie die Steuerkonfiguration mindestens einmal im Jahr und bei jeder Gesetzesänderung.
Steueroptionen im Überblick
| Steueroption | Beschreibung | Vorteil |
|---|---|---|
| Standortbasierte Steuerberechnung | Berechnung nach Versandziel und Standort des Kunden | Automatische Steuerregeln für verschiedene Regionen |
| Abweichende Steuersätze | Manuelle Anpassung der Steuersätze für besondere Produkte | Flexibilität für Sonderregelungen |
| Digitale Produkte in der EU | Eigene Regeln und Steuersätze für digitale Produkte | Erfüllt die EU-Vorgaben für digitale Waren |
| Buchhaltungs-Apps | Anbindung von Apps für Steuerverwaltung und Buchhaltung | Effiziente Steuerverwaltung und Dokumentation |
Welche Zahlungsanbieter binden Sie im Checkout ein?

Ohne Zahlungsanbieter bleibt der Shop ein Schaufenster, denn Kunden sollen nicht nur stöbern, sondern auch bezahlen können. Ein sauber eingerichteter Zahlungsprozess wickelt Transaktionen reibungslos ab und stärkt das Vertrauen in Ihren Shop.
Shopify Payments als einfachster Weg
Shopify Payments heißt die hauseigene Zahlungslösung von Shopify, verfügbar in vielen Ländern. Der größte Vorteil: Shopify erhebt keine zusätzliche Transaktionsgebühr, Sie zahlen nur die üblichen Gebühren für Kartenzahlungen.
- Öffnen Sie im Shopify-Adminbereich Einstellungen > Zahlungen und aktivieren Sie Shopify Payments.
- Hinterlegen Sie Geschäftsangaben und Bankverbindung, damit die Auszahlungen auf Ihr Konto gehen.
- Wählen Sie die gewünschten Zahlungsarten, etwa Kreditkarte oder Apple Pay.
Shopify Payments steht nicht in jedem Land zur Verfügung. Prüfen Sie deshalb vorab, ob Ihr Unternehmen den Dienst nutzen kann.
Externe Zahlungsanbieter einbinden
Kommt Shopify Payments nicht infrage oder wollen Sie weitere Zahlungsarten anbieten, stehen zahlreiche externe Anbieter bereit, darunter PayPal, Stripe und Klarna. Alle drei lassen sich in Shopify integrieren und erweitern die Auswahl für Ihre Kunden.
- PayPal: PayPal zählt zu den verbreitetsten Zahlungsdiensten weltweit. Shopify bindet den Dienst direkt an, Sie brauchen nur ein aktives PayPal-Konto.
- Klarna: Der Anbieter ermöglicht Ratenzahlung, interessant für Kunden, die größere Käufe in Monatsraten abzahlen möchten.
- Stripe: Der Dienst ist schnell eingerichtet und eignet sich für Kartenzahlungen außerhalb von Shopify Payments.
Zahlungen autorisieren und einziehen
Shopify lässt Sie festlegen, wann Zahlungen autorisiert und eingezogen werden: direkt bei der Bestellung oder erst beim Versand. Zur Wahl stehen zwei Varianten:
- Sofortiger Einzug: Shopify bucht den Betrag sofort nach dem Kauf ab. Diese Variante passt zu Shops mit schnellem Versand.
- Einzug nach Prüfung: Shopify reserviert den Betrag und zieht ihn erst bei der Bearbeitung der Bestellung ein. Die Variante lohnt sich, falls Sie vorab Verfügbarkeit oder Versandoptionen prüfen müssen.
Sicherheit und Richtlinien im Checkout
Bei Online-Zahlungen entscheidet Vertrauen. Shopify verschlüsselt alle Zahlungen und erfüllt den Sicherheitsstandard PCI DSS, der den Zahlungsverkehr mit Kreditkarten schützt.
- Rückgabe- und Versandrichtlinien: Hinterlegen Sie klare Richtlinien im Checkout, damit Kunden wissen, was bei Rücksendung oder Umtausch gilt.
- Kundendaten schützen: Shopify verschlüsselt die Verbindung per SSL und stellt Werkzeuge gegen Betrug bereit.
Zahlungsanbieter im Überblick
| Zahlungsanbieter | Beschreibung | Vorteil |
|---|---|---|
| Shopify Payments | Direkt integriert, keine zusätzliche Transaktionsgebühr von Shopify | Spart Transaktionskosten, einfache Einrichtung |
| PayPal | Weit verbreitet und vertraut | Gut geeignet für internationale Kunden |
| Klarna | Ratenzahlung als flexible Kaufoption | Attraktiv für Kunden mit größeren Einkäufen |
| Stripe | Flexibler Anbieter für Kartenzahlungen | Alternative zu Shopify Payments |
Was zeigt eine Testbestellung vor dem Start?

Vor den ersten echten Bestellungen sollte der ganze Ablauf funktionieren, von der Produktauswahl über die Zahlung bis zur Versandbestätigung. Eine Testbestellung gleicht der Generalprobe vor der Premiere: Sie durchlaufen den Kauf aus Kundensicht und beheben Schwachstellen, bevor echte Kunden darauf stoßen.
So führen Sie eine Testbestellung durch
Shopify erlaubt Testbestellungen, ohne dass echtes Geld fließt. Mit Shopify Payments aktivieren Sie dafür den Testmodus und spielen alle Schritte einer echten Bestellung durch:
- Öffnen Sie im Shopify-Adminbereich Einstellungen > Zahlungen und aktivieren Sie den Testmodus von Shopify Payments.
- Öffnen Sie den Shop in der Vorschau und legen Sie ein Produkt in den Warenkorb, so wie ein Kunde.
- Geben Sie Testdaten für Versand und Zahlung ein und durchlaufen Sie den gesamten Kauf.
Schalten Sie den Testmodus nach der Probe wieder aus, damit echte Kunden später regulär bezahlen können.
Verschiedene Szenarien testen
Eine einzelne Bestellung prüft nur den Idealfall. Diese Szenarien haben sich in der Praxis bewährt:
- Erfolgreiche Zahlung: Wird die Bestellung korrekt abgewickelt, und erhält der Kunde die Bestätigung per E-Mail?
- Fehlgeschlagene Zahlung: Simulieren Sie eine abgelehnte Zahlung und prüfen Sie, ob der Shop dem Kunden klare Hinweise gibt.
- Stornierung und Erstattung: Testen Sie, wie Shopify eine Erstattung oder Stornierung verarbeitet und welche E-Mails der Kunde erhält.
Benachrichtigungen prüfen
Shopify verschickt automatisch E-Mails zum Bestellstatus. Prüfen Sie, ob jede Nachricht vollständig und korrekt ist und zum Erscheinungsbild Ihres Shops passt:
- Bestellbestätigung: Shopify verschickt die Bestätigung, sobald die Bestellung abgeschlossen ist.
- Versandbestätigung: Die Nachricht informiert über den Versand und enthält auf Wunsch eine Sendungsnummer.
- Erstattungsbestätigung: Kunden erhalten die Mail, sobald Sie eine Erstattung auslösen.
Die Vorlagen lassen sich in Shopify anpassen, damit Gestaltung und Tonfall zu Ihrer Marke passen.
Zahlung und Versand kontrollieren
Die Testbestellung zeigt auch, ob Zahlungsarten und Versandkosten korrekt arbeiten. Achten Sie besonders auf die berechneten Versandkosten und die Autorisierung der Zahlung, damit Kunden weder mehr noch weniger zahlen als vorgesehen:
- Zahlungsarten: Testen Sie jede Zahlungsart, die der Shop anbietet.
- Versandkosten: Prüfen Sie, ob Shopify die Kosten je nach Zone und Gewicht richtig berechnet und alle Versandangebote greifen.
Testaufgaben im Überblick
| Testaufgabe | Ziel |
|---|---|
| Testmodus aktivieren und Bestellung durchführen | Simuliert eine vollständige Bestellung ohne echte Zahlung |
| Erfolgreiche und abgebrochene Zahlungen testen | Stellt sicher, dass alle Zahlungsabläufe reibungslos laufen |
| Erstattungen und Stornierungen prüfen | Zeigt, wie Erstattungen und Kundenbenachrichtigungen funktionieren |
| E-Mail-Benachrichtigungen kontrollieren | Sichert Vollständigkeit und markengerechte Gestaltung der Nachrichten |
| Versand- und Zahlungsoptionen testen | Prüft, ob Versandkosten und Zahlungen korrekt berechnet werden |
Wie richten Sie die Domain für Shopify ein?

Die eigene Domain gibt dem Shop eine professionelle Adresse, unter der Kunden ihn erreichen, und hält den Markenauftritt stimmig. Sie können eine neue Domain über Shopify kaufen, eine vorhandene Domain übertragen oder die bisherige Adresse nur verbinden.
Eine neue Domain über Shopify kaufen
Haben Sie noch keine Domain oder wünschen Sie eine zusätzliche Adresse, kaufen Sie die Domain direkt über Shopify. Die gesamte technische Einrichtung übernimmt dann Shopify:
- Öffnen Sie im Adminbereich Einstellungen > Domains und klicken Sie auf Domain kaufen.
- Geben Sie die gewünschte Adresse ein und prüfen Sie Verfügbarkeit und jährliche Kosten.
- Klicken Sie auf Kaufen. Shopify richtet die Domain automatisch ein und legt sie als Hauptdomain fest.
Beim Kauf über Shopify entfällt das Einrichten der DNS-Einträge, weil Shopify diese Einstellungen selbst vornimmt.
Eine bestehende Domain zu Shopify übertragen
Eine vorhandene Domain lässt sich zu Shopify übertragen und danach komplett im Adminbereich verwalten. Der Vorteil: Alle Domains liegen an einem Ort, und Shopify kümmert sich um die nötigen Einstellungen.
- Öffnen Sie Einstellungen > Domains und klicken Sie auf Vorhandene Domain übertragen.
- Geben Sie den Domainnamen ein und folgen Sie den Anweisungen von Shopify zur Aktualisierung der DNS-Einstellungen.
- Die Übertragung kann einige Tage dauern. Die Domain bleibt in dieser Zeit erreichbar.
Achten Sie darauf, dass die Domain während des Transfers nicht abläuft, und starten Sie die Übertragung rechtzeitig.
Eine bestehende Domain mit Shopify verbinden
Möchten Sie die Domain beim bisherigen Anbieter behalten, verbinden Sie die Adresse nur mit Shopify. Die Verwaltung bleibt dann beim Domain-Anbieter, Besucher landen trotzdem in Ihrem Shopify-Shop.
- Öffnen Sie Einstellungen > Domains und wählen Sie Vorhandene Domain verbinden.
- Geben Sie Ihre Domain ein und passen Sie beim Domain-Anbieter die DNS-Einträge an, in der Regel den A-Record und den CNAME-Record.
- Bis die Verbindung aktiv ist, können bis zu 48 Stunden vergehen.
Bei Fragen zur DNS-Konfiguration hilft der Support Ihres Domain-Anbieters weiter.
URL-Weiterleitungen einrichten
Beim Umzug von WooCommerce zu Shopify ändern sich häufig die URL-Strukturen. Weiterleitungen sorgen dafür, dass Kunden und Suchmaschinen mit alten Links nicht auf Fehlerseiten landen, sondern auf den neuen Shopify-Seiten:
- Öffnen Sie im Shopify-Adminbereich die Verwaltung der URL-Weiterleitungen.
- Klicken Sie auf URL-Weiterleitung erstellen und geben Sie die alte URL sowie die neue Shopify-URL ein.
- Speichern Sie die Weiterleitung. Besucher alter Links landen danach automatisch auf der neuen Seite.
SSL-Verschlüsselung prüfen
Für jede über Shopify gekaufte oder verbundene Domain aktiviert Shopify automatisch ein SSL-Zertifikat. Das Zertifikat verschlüsselt die Verbindung und zeigt das Schloss-Symbol in der Adresszeile. Prüfen Sie nach der Einrichtung, ob das Symbol erscheint.
Welche SEO-Einstellungen braucht der neue Shop?

Ein glänzender Shop ist nur die halbe Miete, Kunden müssen ihn auch finden. Suchmaschinenoptimierung (SEO) entscheidet mit darüber, ob Ihre Produkte in den Suchergebnissen weit oben stehen und organische Besucher anziehen. Für die SEO-Grundlagen bringt Shopify zahlreiche Werkzeuge mit.
Rankings mit Weiterleitungen sichern
Die URL-Weiterleitungen aus dem Domain-Kapitel schützen auch Ihre Rankings. Führt jede alte WooCommerce-Adresse auf die passende Shopify-Seite, bleiben Besucher und Sichtbarkeit der früheren Seiten erhalten.
Meta-Titel und Meta-Beschreibungen formulieren
Meta-Titel und Meta-Beschreibung erscheinen als Textausschnitt in den Suchergebnissen und beeinflussen direkt, wie oft Nutzer klicken. Formulieren Sie beide sorgfältig:
- Öffnen Sie die Produkt-, Kollektions- oder Blogseite und scrollen Sie zum Bereich „Suchmaschineneintrag bearbeiten“.
- Schreiben Sie einen knappen Meta-Titel, der den Begriff enthält, nach dem Kunden suchen, und Interesse weckt.
- Schreiben Sie eine Meta-Beschreibung mit etwa 150 bis 160 Zeichen, die klar sagt, was die Seite bietet.
Einfache, direkte Sprache zeigt Suchenden auf einen Blick, was sie erwartet, und macht Lust auf den Klick.
Alt-Texte für Bilder hinzufügen
Alt-Texte beschreiben den Inhalt eines Bildes für Suchmaschinen und für Menschen, die das Bild nicht sehen können. Gute Alt-Texte helfen Ihren Produkten außerdem, in der Bildersuche aufzutauchen.
- Wählen Sie ein Produktbild aus und geben Sie im Feld Alt-Text eine kurze, genaue Beschreibung ein, etwa „Handgefertigte Armbanduhr aus Holz“.
- Ein Foto für ein Pasta-Rezept könnte so beschrieben sein: „Kleine Portion Nudeln mit einer Mini-Tomate obenauf, daneben aufgeschnittene Mini-Tomaten“.
- Verwenden Sie passende Suchbegriffe, aber vermeiden Sie Keyword-Stuffing, also das Überladen mit Suchbegriffen.
Strukturierte Daten ergänzen
Strukturierte Daten liefern Suchmaschinen zusätzlichen Kontext zu Ihren Seiten. Google kann daraus Rich Snippets mit Bewertungen, Preisen oder Verfügbarkeit erzeugen, und solche Einträge können die Klickrate deutlich steigern.
- Viele Shopify-Themes bringen strukturierte Daten bereits mit. Fehlen die Angaben, ergänzen Apps das Schema-Markup automatisch.
- Prüfen Sie mit dem Google-Test für Rich-Suchergebnisse, ob alle Angaben korrekt eingebunden sind.
Ladezeit verkürzen
Schnelle Seiten verbessern die Nutzererfahrung und zählen bei Google zu den Rankingfaktoren. Mit diesen Maßnahmen verkürzen Sie die Ladezeit Ihres Shops:
- Bilder komprimieren: Laden Sie Produktbilder in komprimierter Form hoch, etwa als JPEG oder PNG.
- Apps aufräumen: Ungenutzte Apps können den Shop bremsen. Deinstallieren Sie alles, was Sie nicht brauchen.
- Code verkleinern: Viele Themes erlauben, CSS und JavaScript zu minifizieren, also überflüssige Zeichen zu entfernen, was den Seitenaufbau beschleunigt.
Messen Sie die Geschwindigkeit regelmäßig mit Werkzeugen wie Google PageSpeed Insights, um Schwachstellen früh zu erkennen.
Sitemap bei Google einreichen
Shopify erzeugt automatisch eine Sitemap (sitemap.xml) mit allen wichtigen Seiten Ihres Shops. Reichen Sie die Datei bei Google ein, damit die Suchmaschine Ihre Seiten schneller und vollständiger indexiert:
- Öffnen Sie die Google Search Console und fügen Sie Ihre Website als Property hinzu.
- Rufen Sie den Bereich „Sitemaps“ auf und geben Sie die Adresse Ihrer Sitemap ein, in der Regel ihredomain.de/sitemap.xml.
- Klicken Sie auf Senden.
Solange der Shop passwortgeschützt ist, sehen Suchmaschinen die Sitemap nicht. Entfernen Sie den Passwortschutz deshalb spätestens zum Start.
SEO-Maßnahmen im Überblick
| SEO-Maßnahme | Beschreibung | Vorteil |
|---|---|---|
| URL-Weiterleitungen | Alte URLs auf die neue Struktur weiterleiten | Verhindert SEO-Verluste und Fehlerseiten |
| Meta-Titel und Beschreibungen | Gut formulierte Meta-Angaben für die Suchergebnisse | Steigert Sichtbarkeit und Klickrate |
| Alt-Texte für Bilder | Bildbeschreibungen für SEO und Barrierefreiheit | Erhöht die Sichtbarkeit in der Bildersuche |
| Strukturierte Daten | Ermöglichen Rich Snippets mit Bewertungen und Preisen | Bessere Darstellung in den Suchergebnissen |
| Ladezeit | Kürzere Ladezeiten der Seiten | Zufriedenere Nutzer und bessere Rankings |
| Sitemap einreichen | Schnelleres Crawling und Indexieren | Erhöht die Sichtbarkeit Ihrer Seiten |
Was prüfen Sie vor und nach dem Start?

Nach allen Vorbereitungen steht der Launch an. Ein letzter Test und eine gründliche Kontrolle entscheiden darüber, ob der Start souverän gelingt oder in Hektik endet.
Die letzte Checkliste vor dem Launch
Ein letzter Rundgang durch den Shop zeigt, ob wirklich alles an seinem Platz ist. Achten Sie auf diese Punkte:
- Produkte und Bestände: Erscheinen alle Produkte korrekt, stimmen Preise und Lagerbestände? Ein falscher Bestand enttäuscht Kunden schnell.
- Zahlung und Versand: Funktionieren alle Zahlungsarten und Versandoptionen? Eine letzte Testbestellung prüft den gesamten Checkout.
- SEO und Metadaten: Stimmen Meta-Titel, Meta-Beschreibungen und Alt-Texte? Die Kontrolle hilft Suchmaschinen, den Shop zu finden und richtig einzuordnen.
- Rechtliche Seiten: Sind Impressum, Datenschutzerklärung, Rückgaberegeln und weitere Pflichtseiten vollständig und korrekt? Die Datenschutzerklärung aus WooCommerce-Zeiten gleichen Sie dabei mit den Diensten ab, die Shopify und seine Apps neu einbinden, oder Sie erzeugen den Text mit einem Generator neu; welche Anbieter dafür infrage kommen, zeigt der Vergleich der Datenschutzerklärung-Generatoren.
- Mobile Darstellung: Rufen Sie den Shop auf verschiedenen Geräten auf und prüfen Sie Darstellung und Bedienung.
Den Shop freischalten
Ist alles bereit, entfernen Sie den Passwortschutz und geben den Shop für Kunden frei:
- Öffnen Sie im Shopify-Adminbereich die Einstellungen des Onlineshops und dort den Passwortschutz.
- Deaktivieren Sie den Passwortschutz, damit Kunden den Shop erreichen.
- Betrachten Sie den Shop danach noch einmal aus Kundensicht.
- Prüfen Sie im selben Zug Domain und URL-Weiterleitungen, damit kein Besucher auf einer Fehlerseite landet.
Die ersten Wochen nach dem Launch
Mit dem Launch beginnt die eigentliche Arbeit. In den ersten Wochen stabilisieren Sie den Betrieb und beseitigen Kinderkrankheiten, deshalb lohnt der genaue Blick auf jede Rückmeldung:
- Besucher beobachten: Mit Shopify-Apps oder Werkzeugen wie Google Analytics verfolgen Sie Besucherzahlen und Verhalten im Shop und erkennen Schwachstellen.
- Feedback einholen: Bitten Sie Kollegen, Bekannte oder erste Kunden um Rückmeldung zum Einkauf und beheben Sie Mängel schnell.
- Startaktionen planen: Eine kleine Rabattaktion oder ein exklusives Angebot für die ersten Käufer bringt erste Umsätze und wertvolle Rückmeldungen.
Die letzten Schritte im Überblick
| Aufgabe | Ziel |
|---|---|
| Produkte und Lagerbestände überprüfen | Stellt sicher, dass alle Artikel korrekt angezeigt werden |
| Zahlungs- und Versandoptionen testen | Prüft, ob der Checkout reibungslos funktioniert |
| SEO und Metadaten prüfen | Sorgt dafür, dass Suchmaschinen den Shop indexieren können |
| Rechtliche Seiten hinzufügen | Schafft Vertrauen und erfüllt gesetzliche Anforderungen |
| Mobile Darstellung testen | Gewährleistet, dass der Shop auf allen Geräten gut aussieht |
| Besucheranalyse einrichten | Macht den Start messbar und zeigt, wo nachzubessern ist |
Fazit: Ihr Shop in neuem Glanz

Der Wechsel von WooCommerce zu Shopify ist ein technischer Umzug und zugleich die Gelegenheit, den Shop aufzuräumen. Produkte und Kunden ziehen per CSV um, die Bestellhistorie braucht eine Migrations-App, und Domain, Weiterleitungen und Tests entscheiden über einen sauberen Start. Nach dem Launch zählt das Feedback der ersten Besucher. Optimieren Sie die Ladezeit laufend, werten Sie Bestellungen aus und machen Sie aus Besuchern Stammkunden. Shopify lässt sich dabei flexibel an wachsende Anforderungen anpassen.
FAQ: Von WooCommerce zu Shopify wechseln: Der Weg zum neuen Online-Shop

Kann Shopify die Bestellhistorie aus WooCommerce direkt importieren?
Nein. Shopify bietet keinen Direktimport für Bestellhistorien. Migrations-Apps wie LitExtension Store Migration, Matrixify oder Ablestar WooCommerce Importer übernehmen die Bestellungen aus der exportierten CSV-Datei.
Wie exportiere ich Produkte aus WooCommerce?
Unter Produkte > Alle Produkte klicken Sie auf „Exportieren“, wählen Spalten und Kategorien und aktivieren bei Bedarf den Export aller benutzerdefinierten Metadaten. Die entstandene CSV-Datei passen Sie vor dem Import an die Produkt-CSV-Vorlage von Shopify an.
Welche Daten sollten beim Wechsel zu Shopify mitziehen?
Den Kern bilden Produkte, Kundendaten, abgeschlossene Bestellungen und Kundenbewertungen. Der Umzug von Kundendaten und Bestellhistorie ist optional, für Shops mit Stammkunden aber sinnvoll, damit Konten und Kaufhistorie erhalten bleiben.
Wie lange dauert die Einrichtung der Domain?
Eine über Shopify gekaufte Domain richtet Shopify automatisch ein. Die Übertragung einer bestehenden Domain kann einige Tage dauern, die Verbindung einer Domain beim bisherigen Anbieter bis zu 48 Stunden.
Warum brauche ich nach dem Umzug URL-Weiterleitungen?
Beim Wechsel ändern sich häufig die URL-Strukturen. Weiterleitungen führen alte WooCommerce-Adressen auf die neuen Shopify-Seiten, damit Besucher nicht auf Fehlerseiten landen und Rankings erhalten bleiben.
Wie teste ich den Shop vor dem Start ohne echtes Geld?
Mit Shopify Payments aktivieren Sie unter Einstellungen > Zahlungen den Testmodus und spielen eine Bestellung mit Testdaten durch. Nach der Probe schalten Sie den Testmodus wieder aus.
