Steuersoftware Vergleich
2026
Das sind die besten 21 Anbieter.
Lohnsteuerbescheinigung, Rentenbescheid, Handwerkerrechnung: Die Unterlagen liegen irgendwo im Ordner, die Frist rückt näher, dabei holen sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit der Steuererklärung Geld zurück. Wir haben 21 Anbieter von Steuersoftware geprüft.
Steuerprogramm für Windows von Lexware für die Einkommensteuererklärung, Ausgabe QuickSteuer 2026 für das Steuerjahr 2025. Sie richtet sich an Arbeitnehmer, Studierende, Rentner, Vermieter, Grenzgänger, Freiberufler und Selbstständige und bietet Schritt-für-Schritt-Führung, Steuerprüfer, Belegabruf (VaSt) und ELSTER-Assistent.
shop.lexware.de
QuickSteuer ist ein Steuerprogramm für Windows 10 und 11 aus dem Lexware-Shop der Haufe-Lexware GmbH & Co. KG in Freiburg, die zur Haufe Group gehört; im Konzern gibt es mit smartsteuer auch eine Online-Lösung. Die Ausgabe QuickSteuer 2026 dient der Steuererklärung für das Steuerjahr 2025. Geeignet ist sie für Arbeitnehmer, Arbeitsuchende, Studierende, Rentner, Eigenheimbesitzer, Grenzgänger, im Ausland Beschäftigte, Vermieter, Freiberufler und Selbstständige.
Das Programm führt Schritt für Schritt durch die Erklärung, eine dynamische Ausfüllhilfe erläutert jedes Feld und die Ratgeberleiste zeigt passende Hilfen. Der zuschaltbare Steuerprüfer meldet unvollständige oder fehlerhafte Angaben und ungenutzte Sparmöglichkeiten, Erstattung oder Nachzahlung werden sofort berechnet. Enthalten sind die Anlagen N, Kind, KAP, SO, R, V, AUS, G, S, Unterhalt und Vorsorgeaufwand, der Abruf der vorausgefüllten Steuererklärung (VaSt), die Datenübernahme aus dem Vorjahr, ein Belegmanager und der Abruf der Bescheiddaten. Der ELSTER-Assistent übermittelt die Erklärung mit Statusanzeige.
QuickSteuer 2026 kostet 19,99 € inkl. MwSt. für bis zu drei Steuererklärungen, QuickSteuer Deluxe 2026 kostet 34,99 € inkl. MwSt. für bis zu fünf Erklärungen und ergänzt EÜR-Rechner, Umsatzsteuer-Voranmeldung sowie Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung. Beide sind Privatlizenzen für einen Arbeitsplatz mit Aktualisierungs-Service, der jährlich die neue Version liefert und jederzeit kündbar ist.
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Was ist Steuersoftware?

Steuersoftware ist ein Programm, eine Web-Anwendung oder App, mit der Sie Ihre private Einkommensteuererklärung selbst erstellen, auf Fehler prüfen und elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Statt amtliche Formulare Zeile für Zeile auszufüllen, beantworten Sie verständliche Fragen.
Im Hintergrund ordnet die Software Ihre Antworten den richtigen Anlagen zu, etwa der Anlage N für Arbeitnehmer, der Anlage R für Renten, der Anlage V für Vermietung oder der Anlage KAP für Kapitalerträge. Eine Plausibilitätsprüfung weist auf fehlende Angaben und Widersprüche hin, viele Programme berechnen schon während der Eingabe die voraussichtliche Erstattung oder Nachzahlung. In Deutschland läuft die Übermittlung über die amtliche ELSTER-Schnittstelle, in Österreich über FinanzOnline.
Gemeint ist in diesem Vergleich Software für Privatpersonen: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Rentnerinnen und Rentner, Studierende, Vermieter und Selbstständige, die ihre eigene Erklärung machen. Davon zu unterscheiden sind Kanzleisoftware für Steuerberater, Steuersoftware für Unternehmen und reine Buchhaltungsprogramme. Für die Gewinnermittlung von Selbstständigen finden Sie auf Dr. Web einen eigenen Vergleich zu EÜR-Software. Online-Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine übernehmen die Erklärung für Sie und sind deshalb keine Steuersoftware im engeren Sinn.
Die kostenlose Referenz ist das Angebot der Finanzverwaltung. Mit Mein ELSTER füllen Sie in Deutschland die amtlichen Formulare online aus, in Österreich steht FinanzOnline bereit, in der Schweiz stellen die Kantone eigene Programme oder Online-Portale zur Verfügung. Diese Angebote sind vollständig, führen aber weniger durch die Erklärung und geben kaum Hinweise auf Steuerspartipps. Genau dort setzen die privaten Anbieter an.
- Keine Erklärung bisher: Sie haben in den letzten Jahren keine Steuererklärung abgegeben, obwohl Sie Werbungskosten oder andere Abzüge hatten.
- Formulare schrecken ab: Die amtlichen Formulare sind Ihnen zu unübersichtlich, und Sie wissen nicht, was in welche Zeile gehört.
- Belege abtippen: Sie übertragen Lohnsteuerbescheinigung, Rentenbezüge und Versicherungsbeiträge noch von Hand.
- Unsicher bei Abzügen: Sie sind nicht sicher, ob Sie alle möglichen Werbungskosten, Sonderausgaben und Steuerermäßigungen nutzen.
- Bescheid ungeprüft: Den Steuerbescheid legen Sie ab, ohne ihn mit Ihrer Erklärung abzugleichen.
- Beratung zu teuer: Für Ihren eher einfachen Fall erscheinen Ihnen Steuerberatung oder Vereinsbeitrag zu teuer.
Treffen zwei oder mehr Punkte zu, lohnt sich Steuersoftware. Für einfache Fälle als Arbeitnehmer oder Rentner reicht oft eine Steuer-App oder Online-Steuererklärung, für Vermietung, Kapitalerträge oder mehrere Erklärungen im Haushalt ein Steuerprogramm mit großem Anlagenumfang. Bei sehr komplexen Fällen ist Steuerberatung die bessere Wahl.
Typische Probleme ohne passende Steuersoftware

Die typischen Probleme ohne passende Steuersoftware sind unverständliche Formulare, verschenkte Erstattungen durch vergessene Ausgaben, verpasste Abgabefristen, Tippfehler beim Übertragen von Bescheinigungen, ungeprüfte Steuerbescheide, Unsicherheit bei Zusammenveranlagung und Sonderfällen sowie unnötig hohe Kosten für Beratung bei einfachen Fällen.
Wer die amtlichen Formulare ohne Hilfe ausfüllt, muss wissen, welche Anlage für welchen Fall gilt und in welche Zeile ein Betrag gehört. Viele geben deshalb gar keine Erklärung ab, obwohl sie nicht verpflichtet sind und Geld zurückbekommen würden. Andere tragen nur das Nötigste ein und vergessen typische Werbungskosten wie Fahrten zur Arbeit, Arbeitsmittel, Fortbildungen, das Homeoffice oder Kontoführungsgebühren. Auch haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen nach § 35a EStG bleiben oft ungenutzt.
Hinzu kommt der Zeitdruck. Wer zur Abgabe verpflichtet ist, muss die Erklärung ohne Steuerberatung grundsätzlich bis zum 31. Juli des Folgejahres einreichen. Wer die Frist verpasst, riskiert einen Verspätungszuschlag nach § 152 AO. Beim Abtippen von Lohnsteuerbescheinigung, Rentenbezugsmitteilung oder Spendenquittungen schleichen sich leicht Zahlendreher ein, die erst im Bescheid auffallen oder gar nicht.
Schwierig wird es bei Sonderfällen: Ehepaare wissen nicht, ob Zusammenveranlagung oder Einzelveranlagung günstiger ist, Vermieter kämpfen mit Abschreibung und Erhaltungsaufwand, Expats mit deutschen Fachbegriffen. Kommt der Steuerbescheid, prüfen ihn viele nicht und lassen die Einspruchsfrist von einem Monat verstreichen. Für einfache Fälle wiederum ist eine Steuerberatung oft teurer als nötig.
Welche Anlage gilt, und was gehört in welche Zeile?
Werbungskosten, Sonderausgaben und Handwerkerleistungen werden vergessen.
Pflichterklärungen kommen zu spät, ein Verspätungszuschlag droht.
Beim Abtippen von Bescheinigungen schleichen sich Fehler ein.
Zusammen- oder Einzelveranlagung, Vermietung und Auslandseinkünfte überfordern.
Abweichungen des Finanzamts fallen nicht auf, die Einspruchsfrist läuft ab.
Für einfache Fälle kostet externe Hilfe mehr als nötig.
Welche Arten von Steuersoftware gibt es?

Steuersoftware lässt sich in vier Gruppen einteilen: klassische Steuerprogramme für Windows und Mac, Online-Steuererklärungen im Browser, Steuer-Apps mit Frage- oder Chatführung für das Smartphone und Spezialangebote etwa für Expats oder Selbstständige. Als kostenlose Referenz kommen die amtlichen Portale wie Mein ELSTER und FinanzOnline hinzu.
Klassische Steuerprogramme installieren Sie auf dem Rechner und kaufen meist je Steuerjahr eine neue Version. Sie decken in der Regel viele Anlagen ab, auch Vermietung, Kapitalerträge und Selbstständigkeit, und erlauben häufig mehrere Erklärungen pro Lizenz, etwa für die ganze Familie. Viele Hersteller bieten ihr Programm inzwischen zusätzlich als Web-Version und App an, die Daten werden dann über ein Konto synchronisiert.
Online-Steuererklärungen laufen vollständig im Browser, eine Installation entfällt. Sie führen per Interview durch die Erklärung und rechnen meist je abgegebener Erklärung ab. Steuer-Apps gehen noch einen Schritt weiter: Sie stellen kurze Fragen in einem Chat- oder Karteikartenformat, fotografieren Belege mit der Kamera und eignen sich besonders für Arbeitnehmer, Studierende und Auszubildende mit überschaubaren Fällen.
Spezialangebote richten sich an bestimmte Gruppen. Einige Anbieter führen auf Englisch durch die deutsche Steuererklärung, andere verbinden Buchhaltung und Einkommensteuer für Selbstständige. In Österreich gibt es Apps für die Arbeitnehmerveranlagung, in der Schweiz private Programme neben den kantonalen Lösungen. Für sehr komplexe Fälle mit mehreren Einkunftsarten, Auslandsbezug oder Unternehmensbeteiligungen ist eine Steuerberatung oft die bessere Wahl.
Programm für Windows oder Mac, meist als Lizenz je Steuerjahr mit großem Anlagenumfang.
Interview im Browser ohne Installation, meist mit Preis je Erklärung.
Kurze Fragen im Chat- oder Kartenformat, Belegfoto per Smartphone.
Für Expats auf Englisch, für Selbstständige oder für bestimmte Länder.
Mein ELSTER, FinanzOnline oder kantonale Programme als kostenlose Referenz.
- Viele Anlagen bis zu Vermietung und Selbstständigkeit
- Oft mehrere Erklärungen pro Lizenz
- Neue Version für jedes Steuerjahr
- Mehr Fachbegriffe, mehr Kontrolle
- Kurze Fragen ohne Fachjargon
- Belegfoto mit der Kamera
- Meist Preis je Erklärung
- Sonderfälle teils nicht abgedeckt
2026
Whitepaper:
Steuererklärung mit Software 2026
Der Leitfaden für Arbeitnehmer, Rentner, Studierende, Vermieter und Selbstständige, die ihre Einkommensteuererklärung selbst erstellen möchten: welche Arten von Steuersoftware es gibt, wie Belegabruf und ELSTER funktionieren, welche Abzüge oft vergessen werden und woran Sie die passende Software erkennen. Mit Checklisten für Unterlagen, Fristen, Prüfung vor der Abgabe und Kontrolle des Steuerbescheids.
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Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?

Eine passende Steuersoftware erkennen Sie daran, dass sie alle Anlagen Ihres Falls abdeckt, den Belegabruf unterstützt, verständlich durch die Fragen führt, Ihre Angaben auf Lücken und Steuerspartipps prüft, den Bescheid kontrolliert, Ihre Daten sicher verarbeitet und ein Preismodell bietet, das zu Ihrer Situation passt.
Prüfen Sie zuerst den Umfang. Nicht jede Software unterstützt alle Anlagen. Steuer-Apps konzentrieren sich oft auf Arbeitnehmer und Rentner und decken Vermietung, Selbstständigkeit, Kapitalerträge mit ausländischen Quellen oder die Zusammenveranlagung nur eingeschränkt oder gar nicht ab. Klären Sie außerdem, für welches Steuerjahr die Version gilt und ob Sie Erklärungen für zurückliegende Jahre nachholen können. Freiwillige Erklärungen sind in Deutschland bis zu vier Jahre rückwirkend möglich.
Danach zählen Bedienung und Prüfungen. Ein guter Belegabruf übernimmt Lohnsteuerbescheinigung, Rentenbezüge und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung direkt aus den Daten der Finanzverwaltung. Achten Sie auf eine Plausibilitätsprüfung, Hinweise zu möglichen Abzügen, einen Vergleich von Zusammen- und Einzelveranlagung bei Paaren und eine Bescheidprüfung, die Abweichungen zwischen Erklärung und Steuerbescheid anzeigt. Hilfreich sind außerdem Vorlagen für einen Einspruch.
Bei Steuerdaten geht es um Einkommen, Gesundheit, Familie und Religion. Prüfen Sie deshalb, wo die Daten gespeichert werden, ob Server in der EU stehen, wie lange Daten aufbewahrt werden und ob Sie Ihr Konto vollständig löschen können. Vergleichen Sie zum Schluss das Preismodell: Preis je Erklärung, Jahreslizenz für mehrere Erklärungen, kostenlose Nutzung bis zur Abgabe oder eine Gebühr, die sich an der Erstattung orientiert. Viele Anbieter lassen Sie kostenlos rechnen und verlangen erst bei der Abgabe Geld.
Prüfen Sie, ob alle benötigten Anlagen unterstützt werden, etwa für Rente, Vermietung, Kapitalerträge, Kinder oder Selbstständigkeit.
Der Belegabruf spart Tipparbeit und Zahlendreher, weil Lohn-, Renten- und Versicherungsdaten direkt übernommen werden.
Ein verständliches Interview, Erklärtexte und Beispiele sind wichtiger als möglichst viele Funktionen.
Plausibilitätsprüfung, Hinweise auf mögliche Abzüge und der Vergleich der Veranlagungsarten holen mehr aus der Erklärung heraus.
Eine automatische Bescheidprüfung, Vorlagen für den Einspruch und erreichbarer Support helfen, wenn das Finanzamt abweicht.
Steuerdaten verraten Einkommen, Familienstand, Religion und Gesundheitskosten. Serverstandort, Speicherdauer und Löschung sollten klar geregelt sein.
Preis je Erklärung, Jahreslizenz mit mehreren Erklärungen oder Erfolgsgebühr wirken sich je nach Haushalt und Erstattung sehr unterschiedlich aus.
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So erstellen Sie Ihre Steuererklärung mit Software

Mit Steuersoftware erstellen Sie Ihre Steuererklärung in sechs Schritten: Unterlagen sammeln, Programm wählen und den Belegabruf einrichten, Daten erfassen, Angaben prüfen und Spartipps nutzen, die Erklärung elektronisch übermitteln und den Steuerbescheid kontrollieren.
Am Anfang steht ein Ordner mit allen Unterlagen: Lohnsteuerbescheinigung oder Rentenbescheid, Nachweise zu Fahrten, Arbeitsmitteln und Fortbildungen, Handwerker- und Nebenkostenabrechnungen, Spendenquittungen, Versicherungsbeiträge und bei Vermietung die Einnahmen und Kosten der Immobilie. Für den Belegabruf in Deutschland brauchen Sie ein Benutzerkonto bei ELSTER. Die Registrierung dauert einige Tage, weil der Aktivierungscode per Post kommt. Planen Sie diese Zeit vor der Frist ein.
In der Software übernehmen Sie dann die abrufbaren Daten und ergänzen den Rest im Interview. Prüfen Sie die übernommenen Werte trotzdem, denn auch elektronisch gemeldete Daten können fehlerhaft oder unvollständig sein. Nutzen Sie die Hinweise der Software auf mögliche Abzüge, vergleichen Sie bei Paaren die Veranlagungsarten und lesen Sie die Zusammenfassung vor dem Absenden in Ruhe durch. Belege müssen Sie in Deutschland meist nicht mehr mitschicken, Sie bewahren sie auf und legen sie auf Anforderung vor.
Nach der Übermittlung erhalten Sie eine Bestätigung. Kommt der Steuerbescheid, gleichen Sie ihn mit Ihrer Erklärung ab. Viele Programme importieren den elektronischen Bescheid und markieren Abweichungen automatisch. Weicht das Finanzamt zu Ihren Ungunsten ab, können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Einspruch einlegen. Speichern Sie die Daten für das Folgejahr, dann geht die nächste Erklärung deutlich schneller.
Unterlagen sammeln
Sie legen Bescheinigungen, Rechnungen und Nachweise des Steuerjahres an einem Ort zusammen.
Software und Belegabruf
Sie wählen die Software und richten den Zugang zum Belegabruf über ELSTER ein.
Daten erfassen
Sie übernehmen die abrufbaren Daten und beantworten die Fragen der Software.
Prüfen und optimieren
Sie kontrollieren die übernommenen Werte und nutzen die Hinweise auf mögliche Abzüge.
Übermitteln
Sie senden die Erklärung elektronisch an das Finanzamt und speichern die Bestätigung.
Bescheid prüfen
Sie gleichen den Steuerbescheid mit der Erklärung ab und legen bei Bedarf Einspruch ein.
Häufige Fehler bei der Steuererklärung mit Software

Die häufigsten Fehler bei der Steuererklärung mit Software sind vergessene Werbungskosten und Abzüge, ungeprüft übernommene Daten aus dem Belegabruf, eine Programmversion für das falsche Steuerjahr, eine zu spät beantragte ELSTER-Registrierung, verpasste Fristen, ein ungeprüfter Steuerbescheid und eine Software, die den eigenen Fall nicht abdeckt.
Der teuerste Fehler ist meist unsichtbar: Ausgaben, die gar nicht erst in der Erklärung landen. Wer Fragen der Software vorschnell mit Nein beantwortet, verschenkt Abzüge für Arbeitsweg, Arbeitsmittel, Umzug, Kinderbetreuung, Handwerker oder Versicherungen. Ebenso riskant ist der umgekehrte Weg: Daten aus dem Belegabruf werden einfach übernommen, obwohl dort ein Arbeitgeber fehlt oder ein Betrag nicht stimmt.
Viele Fehler betreffen Zeit und Version. Ein Steuerprogramm gilt jeweils für ein Steuerjahr, wer eine alte Version nutzt, rechnet mit falschen Werten. Die ELSTER-Registrierung braucht wegen des Briefs mit dem Aktivierungscode einige Tage, und wer erst kurz vor dem 31. Juli startet, gerät unter Druck. Verspätete Pflichterklärungen können einen Verspätungszuschlag auslösen.
Nach der Abgabe wird oft der Bescheid nicht geprüft. Weicht das Finanzamt ab, läuft die Einspruchsfrist von einem Monat ab Bekanntgabe. Und schließlich passt nicht jede Software zu jedem Fall: Eine einfache Steuer-App ist für Arbeitnehmer ideal, bei Vermietung mehrerer Wohnungen, Auslandseinkünften oder Selbstständigkeit kann sie überfordert sein. Prüfen Sie den Umfang vorab und holen Sie bei komplexen Fällen Rat von Steuerberatung oder Lohnsteuerhilfeverein ein.
Fahrten, Arbeitsmittel, Fortbildungen oder Handwerkerleistungen fehlen in der Erklärung.
Gemeldete Daten werden ungeprüft übernommen, obwohl ein Betrag fehlt oder falsch ist.
Eine alte Programmversion rechnet mit überholten Werten.
Der Aktivierungscode für ELSTER kommt per Post, kurz vor der Frist wird es knapp.
Pflichterklärungen kommen zu spät, ein Verspätungszuschlag droht.
Abweichungen des Finanzamts bleiben unbemerkt, die Einspruchsfrist läuft ab.
Eine einfache App deckt Vermietung, Auslandseinkünfte oder Selbstständigkeit nicht ab.
Was kostet Steuersoftware?

Die Kosten für Steuersoftware reichen von kostenlosen amtlichen Portalen und kostenlosen Apps über einen festen Preis je abgegebener Erklärung bei Online-Diensten und Steuer-Apps bis zu Jahreslizenzen für Steuerprogramme mit mehreren Erklärungen. Einige Anbieter rechnen erfolgsabhängig ab.
Mein ELSTER, FinanzOnline und die kantonalen Programme der Schweiz kosten nichts. Sie sind vollständig, verlangen aber, dass Sie die Formulare selbst verstehen. Einige private Anbieter bieten ebenfalls kostenlose Erklärungen an, oft für einfache Fälle oder finanziert über andere Produkte. Fast alle kostenpflichtigen Anbieter lassen Sie die Erklärung kostenlos erfassen und berechnen und verlangen erst bei der Übermittlung eine Gebühr.
Online-Steuererklärungen und Steuer-Apps berechnen meist einen festen Preis je Erklärung, Paare zahlen bei Zusammenveranlagung teils mehr. Klassische Steuerprogramme werden als Lizenz für ein Steuerjahr verkauft, häufig mit mehreren Erklärungen für die Familie und mit Zugang zu Web-Version und App. Einige Apps arbeiten mit einer Gebühr, die sich an der Höhe der Erstattung orientiert. Bei hohen Erstattungen kann das teurer sein als ein Festpreis.
Zum Vergleich: Lohnsteuerhilfevereine erheben einen Mitgliedsbeitrag, der sich meist nach dem Einkommen richtet, Steuerberater rechnen nach der Steuerberatervergütungsverordnung ab. Für einfache Fälle ist Steuersoftware fast immer die günstigste Lösung mit Unterstützung. Rechnen Sie mit der Zahl der Erklärungen in Ihrem Haushalt und prüfen Sie, ob ein Abo automatisch verlängert wird. Die konkreten Preismodelle finden Sie in den Anbieterkarten.
Vollständige Formulare ohne Führung durch Fragen und mit wenigen Hinweisen auf Abzüge.
Geführte Erklärung ohne Gebühr, teils mit kostenpflichtigen Zusatzleistungen.
Rechnen kostenlos, Gebühr erst bei der Übermittlung, Paare teils teurer.
Großer Anlagenumfang, häufig mit Web-Version und App für die ganze Familie.
Kein Risiko ohne Erstattung, bei hohen Erstattungen teurer als ein Festpreis.
Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberatung übernehmen die Erklärung für Sie.
Die Kosten für Steuersoftware richten sich vor allem nach der Zahl der Erklärungen im Haushalt, dem Umfang Ihres Falls, der gewünschten Plattform und dem Preismodell. Mein ELSTER, FinanzOnline und die kantonalen Programme kosten nichts, verlangen aber Formularwissen. Bei erfolgsabhängigen Gebühren steigt der Preis mit der Erstattung, bei Jahreslizenzen sinkt er pro Erklärung, je mehr Erklärungen Sie damit erstellen.
1 Bis wann müssen Pflichtveranlagte ohne Steuerberatung ihre Einkommensteuererklärung in Deutschland grundsätzlich abgeben? Aufklappen ↓
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2 Wie lange können Sie in Deutschland eine freiwillige Steuererklärung rückwirkend abgeben? Aufklappen ↓
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3 Wie lange haben Sie Zeit, gegen einen Steuerbescheid Einspruch einzulegen? Aufklappen ↓
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4 In welche Anlage gehören Mieteinnahmen aus einer vermieteten Wohnung? Aufklappen ↓
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5 Wie heißt das Portal der österreichischen Finanzverwaltung für die Arbeitnehmerveranlagung? Aufklappen ↓
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Glossar: Begriffe rund um Steuererklärung und Steuersoftware
Die wichtigsten Begriffe rund um Steuersoftware, Einkommensteuererklärung, ELSTER, Anlagen, Abzüge, Fristen und Steuerbescheid, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- ELSTER
Elektronische Steuererklärung der deutschen Finanzverwaltung. Steuersoftware übermittelt Erklärungen über die ELSTER-Schnittstelle, Mein ELSTER ist das kostenlose Online-Portal.
- Belegabruf
Abruf der Daten, die Arbeitgeber, Rentenversicherung, Krankenkassen und andere Stellen elektronisch an das Finanzamt gemeldet haben. Auch vorausgefüllte Steuererklärung genannt.
- FinanzOnline
Online-Portal der österreichischen Finanzverwaltung, über das Sie unter anderem die Arbeitnehmerveranlagung einreichen.
- Arbeitnehmerveranlagung
Österreichischer Begriff für die Einkommensteuererklärung von Arbeitnehmern, umgangssprachlich auch Steuerausgleich oder Jahresausgleich.
- Pflichtveranlagung
Fälle, in denen Sie eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen, etwa bei der Steuerklassenkombination III und V oder bei Lohnersatzleistungen wie Elterngeld.
- Antragsveranlagung
Freiwillige Steuererklärung ohne Abgabepflicht, die in Deutschland bis zu vier Jahre rückwirkend möglich ist.
- Anlage N
Anlage zur Einkommensteuererklärung für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit und die dazugehörigen Werbungskosten.
- Anlage V
Anlage für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung mit Einnahmen, Abschreibung und Werbungskosten der Immobilie.
- Anlage KAP
Anlage für Kapitalerträge, etwa um zu viel gezahlte Abgeltungsteuer zurückzuholen oder ausländische Erträge zu erklären.
- Werbungskosten
Ausgaben, die mit dem Erwerb, der Sicherung und dem Erhalt von Einnahmen zusammenhängen, etwa Fahrten zur Arbeit, Arbeitsmittel oder Fortbildungen.
- Sonderausgaben
Bestimmte private Ausgaben, die das Gesetz zum Abzug zulässt, zum Beispiel Vorsorgeaufwendungen, Kirchensteuer und Spenden.
- Haushaltsnahe Dienstleistungen
Leistungen im eigenen Haushalt wie Reinigung, Gartenpflege oder Handwerkerarbeiten, für die nach § 35a EStG eine Steuerermäßigung möglich ist.
- Zusammenveranlagung
Gemeinsame Veranlagung von Ehe- und eingetragenen Lebenspartnern, bei der das Splittingverfahren angewendet wird. Alternativ ist eine Einzelveranlagung möglich.
- Bescheidprüfung
Abgleich des Steuerbescheids mit der eingereichten Erklärung, um Abweichungen des Finanzamts zu finden.
- Einspruch
Rechtsbehelf gegen einen Steuerbescheid, der innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe beim Finanzamt eingelegt werden muss.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Steuersoftware, Steuer-Apps, ELSTER, Belegabruf, Fristen, Einspruch und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Funktionsumfang, unterstützte Anlagen und Preise ändern sich mit jedem Steuerjahr. Prüfen Sie die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter. Die Antworten ersetzen keine Steuerberatung im Einzelfall.
Was ist Steuersoftware?
Steuersoftware ist ein Programm, eine Web-Anwendung oder App, mit der Sie Ihre Einkommensteuererklärung selbst erstellen und elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Statt Formulare auszufüllen, beantworten Sie verständliche Fragen. Die Software ordnet die Angaben den richtigen Anlagen zu, prüft auf Lücken und berechnet die voraussichtliche Erstattung.
Welche Steuersoftware ist die beste?
Die beste Steuersoftware ist die, die alle Anlagen Ihres Falls abdeckt und Sie verständlich durch die Erklärung führt. Für Arbeitnehmer mit einfachen Fällen reicht oft eine Steuer-App oder Online-Steuererklärung. Bei Vermietung, Kapitalerträgen, Selbstständigkeit oder mehreren Erklärungen im Haushalt passt meist ein Steuerprogramm mit großem Funktionsumfang besser.
Ist ELSTER eine Alternative zu Steuersoftware?
Ja, Mein ELSTER ist das kostenlose Portal der Finanzverwaltung und deckt alle Formulare ab. Sie füllen dort allerdings die amtlichen Formulare weitgehend selbst aus und bekommen kaum Hinweise auf mögliche Abzüge. Steuersoftware führt dagegen mit Fragen durch die Erklärung, prüft auf Lücken und nutzt im Hintergrund ebenfalls die ELSTER-Schnittstelle.
Was ist der Belegabruf?
Der Belegabruf ist der Abruf der Daten, die Arbeitgeber, Rentenversicherung, Krankenkassen und andere Stellen bereits elektronisch an das Finanzamt gemeldet haben. Steuersoftware übernimmt diese Daten direkt in die Erklärung. Dafür brauchen Sie in der Regel ein ELSTER-Konto, dessen Aktivierungscode per Post kommt.
Bis wann muss ich die Steuererklärung abgeben?
Wer zur Abgabe verpflichtet ist und ohne Steuerberatung arbeitet, muss die Erklärung in Deutschland grundsätzlich bis zum 31. Juli des Folgejahres abgeben. Mit Steuerberatung oder Lohnsteuerhilfeverein gilt eine längere Frist. Eine freiwillige Erklärung können Sie bis zu vier Jahre rückwirkend einreichen.
Muss ich Belege an das Finanzamt schicken?
Nein, in Deutschland müssen Sie Belege in der Regel nicht mehr mit der Erklärung einreichen. Sie bewahren sie auf und legen sie vor, wenn das Finanzamt danach fragt. Einige Steuer-Apps speichern Fotos Ihrer Belege, damit Sie sie bei einer Rückfrage schnell zur Hand haben.
Sind meine Daten bei Steuersoftware sicher?
Seriöse Anbieter verschlüsseln die Übertragung und speichern Daten auf Servern in der EU, Sie sollten das aber vor der Registrierung prüfen. Lesen Sie in der Datenschutzerklärung nach, wo die Daten liegen, wie lange sie gespeichert werden und wie Sie Ihr Konto löschen. Eine Zwei-Faktor-Anmeldung schützt zusätzlich.
Wann ist ein Steuerberater besser als Steuersoftware?
Ein Steuerberater ist besser, wenn Ihr Fall komplex ist, etwa bei mehreren Einkunftsarten, Auslandsbezug, Unternehmensbeteiligungen, Erbschaften oder dem Verkauf von Immobilien. Für Arbeitnehmer und Rentner mit Einkünften aus Lohn und Rente kommt auch ein Lohnsteuerhilfeverein in Frage. Für einfache und mittlere Fälle reicht Steuersoftware meist aus.
Was kostet Steuersoftware?
Die Kosten reichen von kostenlosen amtlichen Portalen und Gratis-Apps über einen festen Preis je Erklärung bis zu Jahreslizenzen für Steuerprogramme mit mehreren Erklärungen. Einige Apps rechnen erfolgsabhängig ab. Meist können Sie kostenlos rechnen und zahlen erst bei der Abgabe. Die konkreten Preismodelle finden Sie in den Anbieterkarten.
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