Steuersoftware Vergleich 2026
Das sind die besten 21 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
13 Min. Lesezeit
4,7 (38) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Orangener Ordner mit zwei Pfeilen-Etiketten: "Finanzamt" oben und "Erstattung" unten

Lohnsteuerbescheinigung, Rentenbescheid, Handwerkerrechnung: Die Unterlagen liegen irgendwo im Ordner, die Frist rückt näher, dabei holen sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit der Steuererklärung Geld zurück. Wir haben 21 Anbieter von Steuersoftware geprüft.


Steuersoftware im Überblick: Empfohlene Anbieter

QuickSteuer

Software für Windows Sitz in Freiburg Übermittlung per ELSTER

Steuerprogramm für Windows von Lexware für die Einkommensteuererklärung, Ausgabe QuickSteuer 2026 für das Steuerjahr 2025. Sie richtet sich an Arbeitnehmer, Studierende, Rentner, Vermieter, Grenzgänger, Freiberufler und Selbstständige und bietet Schritt-für-Schritt-Führung, Steuerprüfer, Belegabruf (VaSt) und ELSTER-Assistent.

QuickSteuer Screenshot shop.lexware.de

QuickSteuer ist ein Steuerprogramm für Windows 10 und 11 aus dem Lexware-Shop der Haufe-Lexware GmbH & Co. KG in Freiburg, die zur Haufe Group gehört; im Konzern gibt es mit smartsteuer auch eine Online-Lösung. Die Ausgabe QuickSteuer 2026 dient der Steuererklärung für das Steuerjahr 2025. Geeignet ist sie für Arbeitnehmer, Arbeitsuchende, Studierende, Rentner, Eigenheimbesitzer, Grenzgänger, im Ausland Beschäftigte, Vermieter, Freiberufler und Selbstständige.

Das Programm führt Schritt für Schritt durch die Erklärung, eine dynamische Ausfüllhilfe erläutert jedes Feld und die Ratgeberleiste zeigt passende Hilfen. Der zuschaltbare Steuerprüfer meldet unvollständige oder fehlerhafte Angaben und ungenutzte Sparmöglichkeiten, Erstattung oder Nachzahlung werden sofort berechnet. Enthalten sind die Anlagen N, Kind, KAP, SO, R, V, AUS, G, S, Unterhalt und Vorsorgeaufwand, der Abruf der vorausgefüllten Steuererklärung (VaSt), die Datenübernahme aus dem Vorjahr, ein Belegmanager und der Abruf der Bescheiddaten. Der ELSTER-Assistent übermittelt die Erklärung mit Statusanzeige.

QuickSteuer 2026 kostet 19,99 € inkl. MwSt. für bis zu drei Steuererklärungen, QuickSteuer Deluxe 2026 kostet 34,99 € inkl. MwSt. für bis zu fünf Erklärungen und ergänzt EÜR-Rechner, Umsatzsteuer-Voranmeldung sowie Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung. Beide sind Privatlizenzen für einen Arbeitsplatz mit Aktualisierungs-Service, der jährlich die neue Version liefert und jederzeit kündbar ist.

Das spricht für QuickSteuer
Geführte Eingabe
Die Eingabe läuft ohne Formulardschungel, eine dynamische Ausfüllhilfe erklärt, welche Angabe gefragt ist.
Zuschaltbarer Steuerprüfer
Unvollständige oder fehlerhafte Daten und ungenutzte Sparmöglichkeiten werden schon während der Eingabe gemeldet.
Belegabruf und Vorjahr
Die vorausgefüllte Steuererklärung (VaSt) wird abgerufen, Daten aus dem Vorjahr lassen sich übernehmen.
Viele Anlagen enthalten
Anlagen wie N, Kind, KAP, R, V, AUS und Unterhalt sind ebenso enthalten wie der Abruf der Bescheiddaten.
Desktop mit ELSTER-Assistent
Das Windows-Programm übermittelt per ELSTER-Assistent und zeigt den Status bis zur Ankunft beim Finanzamt.
Lizenz ab 19,99 €
Standard für bis zu drei Erklärungen kostet 19,99 €, Deluxe für fünf Erklärungen samt EÜR-Rechner 34,99 €.

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Was ist Steuersoftware?

Orangener Ordner mit zwei Pfeilen-Etiketten: "Finanzamt" oben und "Erstattung" unten
Fragen statt Formulare: Steuersoftware führt durch die Einkommensteuererklärung und übermittelt sie elektronisch an das Finanzamt.

Steuersoftware ist ein Programm, eine Web-Anwendung oder App, mit der Sie Ihre private Einkommensteuererklärung selbst erstellen, auf Fehler prüfen und elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Statt amtliche Formulare Zeile für Zeile auszufüllen, beantworten Sie verständliche Fragen.

Im Hintergrund ordnet die Software Ihre Antworten den richtigen Anlagen zu, etwa der Anlage N für Arbeitnehmer, der Anlage R für Renten, der Anlage V für Vermietung oder der Anlage KAP für Kapitalerträge. Eine Plausibilitätsprüfung weist auf fehlende Angaben und Widersprüche hin, viele Programme berechnen schon während der Eingabe die voraussichtliche Erstattung oder Nachzahlung. In Deutschland läuft die Übermittlung über die amtliche ELSTER-Schnittstelle, in Österreich über FinanzOnline.

Gemeint ist in diesem Vergleich Software für Privatpersonen: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Rentnerinnen und Rentner, Studierende, Vermieter und Selbstständige, die ihre eigene Erklärung machen. Davon zu unterscheiden sind Kanzleisoftware für Steuerberater, Steuersoftware für Unternehmen und reine Buchhaltungsprogramme. Für die Gewinnermittlung von Selbstständigen finden Sie auf Dr. Web einen eigenen Vergleich zu EÜR-Software. Online-Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine übernehmen die Erklärung für Sie und sind deshalb keine Steuersoftware im engeren Sinn.

Die kostenlose Referenz ist das Angebot der Finanzverwaltung. Mit Mein ELSTER füllen Sie in Deutschland die amtlichen Formulare online aus, in Österreich steht FinanzOnline bereit, in der Schweiz stellen die Kantone eigene Programme oder Online-Portale zur Verfügung. Diese Angebote sind vollständig, führen aber weniger durch die Erklärung und geben kaum Hinweise auf Steuerspartipps. Genau dort setzen die privaten Anbieter an.

Der 6-Punkte-Test: Lohnt sich Steuersoftware für Sie?
  • Keine Erklärung bisher: Sie haben in den letzten Jahren keine Steuererklärung abgegeben, obwohl Sie Werbungskosten oder andere Abzüge hatten.
  • Formulare schrecken ab: Die amtlichen Formulare sind Ihnen zu unübersichtlich, und Sie wissen nicht, was in welche Zeile gehört.
  • Belege abtippen: Sie übertragen Lohnsteuerbescheinigung, Rentenbezüge und Versicherungsbeiträge noch von Hand.
  • Unsicher bei Abzügen: Sie sind nicht sicher, ob Sie alle möglichen Werbungskosten, Sonderausgaben und Steuerermäßigungen nutzen.
  • Bescheid ungeprüft: Den Steuerbescheid legen Sie ab, ohne ihn mit Ihrer Erklärung abzugleichen.
  • Beratung zu teuer: Für Ihren eher einfachen Fall erscheinen Ihnen Steuerberatung oder Vereinsbeitrag zu teuer.

Treffen zwei oder mehr Punkte zu, lohnt sich Steuersoftware. Für einfache Fälle als Arbeitnehmer oder Rentner reicht oft eine Steuer-App oder Online-Steuererklärung, für Vermietung, Kapitalerträge oder mehrere Erklärungen im Haushalt ein Steuerprogramm mit großem Anlagenumfang. Bei sehr komplexen Fällen ist Steuerberatung die bessere Wahl.

Typische Probleme ohne passende Steuersoftware

Orangenes Sparschwein mit Etikett "Noch nicht abgesetzt" sitzt auf einem Stapel von Rechnungen und Quittungen
Vergessene Ausgaben, verpasste Fristen, Zahlendreher und ungeprüfte Bescheide: So geht ohne passende Steuersoftware Geld verloren.

Die typischen Probleme ohne passende Steuersoftware sind unverständliche Formulare, verschenkte Erstattungen durch vergessene Ausgaben, verpasste Abgabefristen, Tippfehler beim Übertragen von Bescheinigungen, ungeprüfte Steuerbescheide, Unsicherheit bei Zusammenveranlagung und Sonderfällen sowie unnötig hohe Kosten für Beratung bei einfachen Fällen.

Wer die amtlichen Formulare ohne Hilfe ausfüllt, muss wissen, welche Anlage für welchen Fall gilt und in welche Zeile ein Betrag gehört. Viele geben deshalb gar keine Erklärung ab, obwohl sie nicht verpflichtet sind und Geld zurückbekommen würden. Andere tragen nur das Nötigste ein und vergessen typische Werbungskosten wie Fahrten zur Arbeit, Arbeitsmittel, Fortbildungen, das Homeoffice oder Kontoführungsgebühren. Auch haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen nach § 35a EStG bleiben oft ungenutzt.

Hinzu kommt der Zeitdruck. Wer zur Abgabe verpflichtet ist, muss die Erklärung ohne Steuerberatung grundsätzlich bis zum 31. Juli des Folgejahres einreichen. Wer die Frist verpasst, riskiert einen Verspätungszuschlag nach § 152 AO. Beim Abtippen von Lohnsteuerbescheinigung, Rentenbezugsmitteilung oder Spendenquittungen schleichen sich leicht Zahlendreher ein, die erst im Bescheid auffallen oder gar nicht.

Schwierig wird es bei Sonderfällen: Ehepaare wissen nicht, ob Zusammenveranlagung oder Einzelveranlagung günstiger ist, Vermieter kämpfen mit Abschreibung und Erhaltungsaufwand, Expats mit deutschen Fachbegriffen. Kommt der Steuerbescheid, prüfen ihn viele nicht und lassen die Einspruchsfrist von einem Monat verstreichen. Für einfache Fälle wiederum ist eine Steuerberatung oft teurer als nötig.

Unverständliche Formulare

Welche Anlage gilt, und was gehört in welche Zeile?

Verschenkte Erstattung

Werbungskosten, Sonderausgaben und Handwerkerleistungen werden vergessen.

Verpasste Frist

Pflichterklärungen kommen zu spät, ein Verspätungszuschlag droht.

Zahlendreher

Beim Abtippen von Bescheinigungen schleichen sich Fehler ein.

Paare und Sonderfälle

Zusammen- oder Einzelveranlagung, Vermietung und Auslandseinkünfte überfordern.

Bescheid ungeprüft

Abweichungen des Finanzamts fallen nicht auf, die Einspruchsfrist läuft ab.

Beratung zu teuer

Für einfache Fälle kostet externe Hilfe mehr als nötig.

Welche Arten von Steuersoftware gibt es?

Orangener Werkzeugkasten mit Aufschrift "Für jeden Steuerfall", gefüllt mit Taschenrechner, Stempel und Steuerdokumenten
Steuerprogramm, Online-Steuererklärung, Steuer-App oder Spezialangebot: Jede Art von Steuersoftware passt zu anderen Fällen.

Steuersoftware lässt sich in vier Gruppen einteilen: klassische Steuerprogramme für Windows und Mac, Online-Steuererklärungen im Browser, Steuer-Apps mit Frage- oder Chatführung für das Smartphone und Spezialangebote etwa für Expats oder Selbstständige. Als kostenlose Referenz kommen die amtlichen Portale wie Mein ELSTER und FinanzOnline hinzu.

Klassische Steuerprogramme installieren Sie auf dem Rechner und kaufen meist je Steuerjahr eine neue Version. Sie decken in der Regel viele Anlagen ab, auch Vermietung, Kapitalerträge und Selbstständigkeit, und erlauben häufig mehrere Erklärungen pro Lizenz, etwa für die ganze Familie. Viele Hersteller bieten ihr Programm inzwischen zusätzlich als Web-Version und App an, die Daten werden dann über ein Konto synchronisiert.

Online-Steuererklärungen laufen vollständig im Browser, eine Installation entfällt. Sie führen per Interview durch die Erklärung und rechnen meist je abgegebener Erklärung ab. Steuer-Apps gehen noch einen Schritt weiter: Sie stellen kurze Fragen in einem Chat- oder Karteikartenformat, fotografieren Belege mit der Kamera und eignen sich besonders für Arbeitnehmer, Studierende und Auszubildende mit überschaubaren Fällen.

Spezialangebote richten sich an bestimmte Gruppen. Einige Anbieter führen auf Englisch durch die deutsche Steuererklärung, andere verbinden Buchhaltung und Einkommensteuer für Selbstständige. In Österreich gibt es Apps für die Arbeitnehmerveranlagung, in der Schweiz private Programme neben den kantonalen Lösungen. Für sehr komplexe Fälle mit mehreren Einkunftsarten, Auslandsbezug oder Unternehmensbeteiligungen ist eine Steuerberatung oft die bessere Wahl.

Steuerprogramm

Programm für Windows oder Mac, meist als Lizenz je Steuerjahr mit großem Anlagenumfang.

Online-Steuererklärung

Interview im Browser ohne Installation, meist mit Preis je Erklärung.

Steuer-App

Kurze Fragen im Chat- oder Kartenformat, Belegfoto per Smartphone.

Spezialangebot

Für Expats auf Englisch, für Selbstständige oder für bestimmte Länder.

Amtliches Portal

Mein ELSTER, FinanzOnline oder kantonale Programme als kostenlose Referenz.

Steuerprogramm
Für umfangreiche Fälle und mehrere Erklärungen
  • Viele Anlagen bis zu Vermietung und Selbstständigkeit
  • Oft mehrere Erklärungen pro Lizenz
  • Neue Version für jedes Steuerjahr
  • Mehr Fachbegriffe, mehr Kontrolle
Steuer-App
Für einfache Fälle unterwegs
  • Kurze Fragen ohne Fachjargon
  • Belegfoto mit der Kamera
  • Meist Preis je Erklärung
  • Sonderfälle teils nicht abgedeckt

Whitepaper
Steuererklärung mit Software
2026
Ratgeber für Entscheider
Kostenloser Download

Whitepaper:
Steuererklärung mit Software 2026

Der Leitfaden für Arbeitnehmer, Rentner, Studierende, Vermieter und Selbstständige, die ihre Einkommensteuererklärung selbst erstellen möchten: welche Arten von Steuersoftware es gibt, wie Belegabruf und ELSTER funktionieren, welche Abzüge oft vergessen werden und woran Sie die passende Software erkennen. Mit Checklisten für Unterlagen, Fristen, Prüfung vor der Abgabe und Kontrolle des Steuerbescheids.

Steuersoftware Steuererklärung ELSTER Belegabruf Steuer-App Werbungskosten Einspruch Anbieterübersicht
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Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?

Lupe auf orangem Fehlerprotokoll-Formular mit Kontrollkästchen und Flagge "Hier fehlt was"
Abdeckung der Anlagen, Belegabruf, Führung, Prüfungen, Datenschutz und Preismodell entscheiden über die passende Steuersoftware.

Eine passende Steuersoftware erkennen Sie daran, dass sie alle Anlagen Ihres Falls abdeckt, den Belegabruf unterstützt, verständlich durch die Fragen führt, Ihre Angaben auf Lücken und Steuerspartipps prüft, den Bescheid kontrolliert, Ihre Daten sicher verarbeitet und ein Preismodell bietet, das zu Ihrer Situation passt.

Prüfen Sie zuerst den Umfang. Nicht jede Software unterstützt alle Anlagen. Steuer-Apps konzentrieren sich oft auf Arbeitnehmer und Rentner und decken Vermietung, Selbstständigkeit, Kapitalerträge mit ausländischen Quellen oder die Zusammenveranlagung nur eingeschränkt oder gar nicht ab. Klären Sie außerdem, für welches Steuerjahr die Version gilt und ob Sie Erklärungen für zurückliegende Jahre nachholen können. Freiwillige Erklärungen sind in Deutschland bis zu vier Jahre rückwirkend möglich.

Danach zählen Bedienung und Prüfungen. Ein guter Belegabruf übernimmt Lohnsteuerbescheinigung, Rentenbezüge und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung direkt aus den Daten der Finanzverwaltung. Achten Sie auf eine Plausibilitätsprüfung, Hinweise zu möglichen Abzügen, einen Vergleich von Zusammen- und Einzelveranlagung bei Paaren und eine Bescheidprüfung, die Abweichungen zwischen Erklärung und Steuerbescheid anzeigt. Hilfreich sind außerdem Vorlagen für einen Einspruch.

Bei Steuerdaten geht es um Einkommen, Gesundheit, Familie und Religion. Prüfen Sie deshalb, wo die Daten gespeichert werden, ob Server in der EU stehen, wie lange Daten aufbewahrt werden und ob Sie Ihr Konto vollständig löschen können. Vergleichen Sie zum Schluss das Preismodell: Preis je Erklärung, Jahreslizenz für mehrere Erklärungen, kostenlose Nutzung bis zur Abgabe oder eine Gebühr, die sich an der Erstattung orientiert. Viele Anbieter lassen Sie kostenlos rechnen und verlangen erst bei der Abgabe Geld.

Anlagenumfang
Deckt die Software Ihren Fall ab?

Prüfen Sie, ob alle benötigten Anlagen unterstützt werden, etwa für Rente, Vermietung, Kapitalerträge, Kinder oder Selbstständigkeit.

Alle Einkunftsarten abgedecktZusammenveranlagung möglichAktuelles und frühere Steuerjahre
Praxistipp: Legen Sie die Unterlagen des Vorjahrs neben sich und prüfen Sie jede Anlage einzeln.
Belegabruf
Übernimmt die Software vorhandene Daten?

Der Belegabruf spart Tipparbeit und Zahlendreher, weil Lohn-, Renten- und Versicherungsdaten direkt übernommen werden.

Belegabruf unterstütztÜbernahme von VorjahresdatenImport des elektronischen Bescheids
Praxistipp: Registrieren Sie sich frühzeitig bei ELSTER, der Aktivierungscode kommt per Post.
Führung
Verstehen Sie die Fragen?

Ein verständliches Interview, Erklärtexte und Beispiele sind wichtiger als möglichst viele Funktionen.

Fragen ohne FachjargonHilfetexte zu jedem SchrittZugriff auf Formularansicht
Praxistipp: Erfassen Sie testweise einen Teil der Erklärung, bevor Sie bezahlen.
Prüfungen und Spartipps
Findet die Software Lücken?

Plausibilitätsprüfung, Hinweise auf mögliche Abzüge und der Vergleich der Veranlagungsarten holen mehr aus der Erklärung heraus.

PlausibilitätsprüfungHinweise auf AbzügeVergleich der Veranlagungsarten
Praxistipp: Achten Sie darauf, ob die Software auch Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Dienstleistungen abfragt.
Bescheidprüfung und Hilfe
Was passiert nach der Abgabe?

Eine automatische Bescheidprüfung, Vorlagen für den Einspruch und erreichbarer Support helfen, wenn das Finanzamt abweicht.

Automatische BescheidprüfungVorlagen für den EinspruchSupport per Chat oder E-Mail
Praxistipp: Notieren Sie das Datum des Bescheids, die Einspruchsfrist beträgt einen Monat.
Datenschutz
Wo liegen Ihre Steuerdaten?

Steuerdaten verraten Einkommen, Familienstand, Religion und Gesundheitskosten. Serverstandort, Speicherdauer und Löschung sollten klar geregelt sein.

Server in der EUZwei-Faktor-AnmeldungKonto und Daten löschbar
Praxistipp: Lesen Sie vor der Registrierung die Datenschutzerklärung auf Angaben zum Serverstandort.
Preismodell
Passt das Modell zu Ihrem Haushalt?

Preis je Erklärung, Jahreslizenz mit mehreren Erklärungen oder Erfolgsgebühr wirken sich je nach Haushalt und Erstattung sehr unterschiedlich aus.

Kosten erst bei AbgabeMehrere Erklärungen pro LizenzKeine automatische Verlängerung
Praxistipp: Rechnen Sie die Kosten für alle Erklärungen in Ihrem Haushalt zusammen.
Bedarfscheck in 2 Minuten

Welche Steuersoftware passt zu Ihnen?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 21 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Welche Einkünfte haben Sie?
Davon hängt ab, welche Anlagen die Software abdecken muss.
Lohn oder Gehalt
Einkünfte als Arbeitnehmerin, Arbeitnehmer oder Auszubildende.
Rente oder Pension
Einkünfte aus gesetzlicher, privater oder betrieblicher Rente.
Vermietung
Mieteinnahmen aus Wohnung oder Haus.
Selbstständigkeit
Einkünfte aus Gewerbe oder freiberuflicher Tätigkeit.
Frage 2 von 5
Für wen erstellen Sie die Erklärung?
Paare und Familien brauchen andere Funktionen und Lizenzen.
Nur für mich
Eine Einzelerklärung pro Jahr.
Als Paar
Zusammenveranlagung oder Vergleich mit der Einzelveranlagung.
Für die Familie
Mehrere Erklärungen, etwa auch für Kinder oder Eltern.
Auf Englisch
Ich möchte die deutsche Erklärung auf Englisch erstellen.
Frage 3 von 5
Auf welchem Gerät möchten Sie arbeiten?
Nicht jede Steuersoftware läuft auf allen Systemen.
Windows-PC
Klassisches Programm zum Installieren.
Mac
Programm oder Web-Version für macOS.
Browser
Online im Browser ohne Installation.
Smartphone
Steuer-App mit Belegfoto und kurzen Fragen.
Frage 4 von 5
Wie viel Unterstützung wünschen Sie?
Die Führung durch die Erklärung unterscheidet sich je Anbieter deutlich.
Schnell und einfach
Kurze Fragen, wenig Fachbegriffe.
Gründlich mit Spartipps
Hinweise auf alle möglichen Abzüge.
Volle Kontrolle
Direkter Zugriff auf alle Formulare und Zeilen.
Hilfe bei Rückfragen
Support oder Bescheidprüfung mit Einspruchshilfe.
Frage 5 von 5
Was ist Ihnen besonders wichtig?
Ihre Angabe hilft, passende Anbieter auszuwählen.
Günstiger Preis
Geringe Kosten oder kostenlose Abgabe.
Belegabruf
Vorhandene Daten des Finanzamts automatisch übernehmen.
Datenschutz
Server in der EU und klare Regeln zur Speicherung.
Viele Anlagen
Auch Vermietung, Kapitalerträge und Selbstständigkeit.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

So erstellen Sie Ihre Steuererklärung mit Software

Orangener Umschlag auf weißer Treppe mit Schild "Ab ans Finanzamt" vor grauem Hintergrund
Unterlagen sammeln, Belegabruf einrichten, erfassen, prüfen, übermitteln und Bescheid kontrollieren: So entsteht die Steuererklärung mit Software.

Mit Steuersoftware erstellen Sie Ihre Steuererklärung in sechs Schritten: Unterlagen sammeln, Programm wählen und den Belegabruf einrichten, Daten erfassen, Angaben prüfen und Spartipps nutzen, die Erklärung elektronisch übermitteln und den Steuerbescheid kontrollieren.

Am Anfang steht ein Ordner mit allen Unterlagen: Lohnsteuerbescheinigung oder Rentenbescheid, Nachweise zu Fahrten, Arbeitsmitteln und Fortbildungen, Handwerker- und Nebenkostenabrechnungen, Spendenquittungen, Versicherungsbeiträge und bei Vermietung die Einnahmen und Kosten der Immobilie. Für den Belegabruf in Deutschland brauchen Sie ein Benutzerkonto bei ELSTER. Die Registrierung dauert einige Tage, weil der Aktivierungscode per Post kommt. Planen Sie diese Zeit vor der Frist ein.

In der Software übernehmen Sie dann die abrufbaren Daten und ergänzen den Rest im Interview. Prüfen Sie die übernommenen Werte trotzdem, denn auch elektronisch gemeldete Daten können fehlerhaft oder unvollständig sein. Nutzen Sie die Hinweise der Software auf mögliche Abzüge, vergleichen Sie bei Paaren die Veranlagungsarten und lesen Sie die Zusammenfassung vor dem Absenden in Ruhe durch. Belege müssen Sie in Deutschland meist nicht mehr mitschicken, Sie bewahren sie auf und legen sie auf Anforderung vor.

Nach der Übermittlung erhalten Sie eine Bestätigung. Kommt der Steuerbescheid, gleichen Sie ihn mit Ihrer Erklärung ab. Viele Programme importieren den elektronischen Bescheid und markieren Abweichungen automatisch. Weicht das Finanzamt zu Ihren Ungunsten ab, können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Einspruch einlegen. Speichern Sie die Daten für das Folgejahr, dann geht die nächste Erklärung deutlich schneller.

1 bis 2 Stunden

Unterlagen sammeln

Sie legen Bescheinigungen, Rechnungen und Nachweise des Steuerjahres an einem Ort zusammen.

Lohnsteuerbescheinigung oder RentenbescheidRechnungen und SpendenquittungenNachweise zu Fahrten und Arbeitsmitteln
1
Einige Tage

Software und Belegabruf

Sie wählen die Software und richten den Zugang zum Belegabruf über ELSTER ein.

Software nach Steuerfall wählenELSTER-Konto registrierenAktivierungscode per Post abwarten
2
1 bis 3 Stunden

Daten erfassen

Sie übernehmen die abrufbaren Daten und beantworten die Fragen der Software.

Belegabruf startenFehlende Angaben ergänzenVorjahresdaten übernehmen
3
30 Minuten

Prüfen und optimieren

Sie kontrollieren die übernommenen Werte und nutzen die Hinweise auf mögliche Abzüge.

Übernommene Werte kontrollierenSpartipps durchgehenVeranlagungsarten vergleichen
4
Wenige Minuten

Übermitteln

Sie senden die Erklärung elektronisch an das Finanzamt und speichern die Bestätigung.

Zusammenfassung lesenErklärung elektronisch sendenÜbertragungsprotokoll speichern
5
Nach dem Bescheid

Bescheid prüfen

Sie gleichen den Steuerbescheid mit der Erklärung ab und legen bei Bedarf Einspruch ein.

Abweichungen prüfenEinspruchsfrist notierenDaten für das Folgejahr sichern
6
Erstattung oder Nachzahlung
Differenz zwischen gezahlter Lohnsteuer und festgesetzter Einkommensteuer
Zeitaufwand
Stunden vom Sammeln der Unterlagen bis zur Übermittlung
Abweichungen im Bescheid
Punkte, in denen das Finanzamt von Ihrer Erklärung abweicht
Kosten je Erklärung
Preis der Software geteilt durch die Zahl der Erklärungen im Haushalt

Häufige Fehler bei der Steuererklärung mit Software

Oranges Kassengerät mit ausgerolltem Bondruck. Auf dem Bon ist "VERGESSEN" gestempelt. Aufsicht auf weißem Hintergrund
Vergessene Abzüge, ungeprüfte Daten, falsches Steuerjahr, späte Registrierung und ungeprüfter Bescheid: So entstehen unnötige Fehler.

Die häufigsten Fehler bei der Steuererklärung mit Software sind vergessene Werbungskosten und Abzüge, ungeprüft übernommene Daten aus dem Belegabruf, eine Programmversion für das falsche Steuerjahr, eine zu spät beantragte ELSTER-Registrierung, verpasste Fristen, ein ungeprüfter Steuerbescheid und eine Software, die den eigenen Fall nicht abdeckt.

Der teuerste Fehler ist meist unsichtbar: Ausgaben, die gar nicht erst in der Erklärung landen. Wer Fragen der Software vorschnell mit Nein beantwortet, verschenkt Abzüge für Arbeitsweg, Arbeitsmittel, Umzug, Kinderbetreuung, Handwerker oder Versicherungen. Ebenso riskant ist der umgekehrte Weg: Daten aus dem Belegabruf werden einfach übernommen, obwohl dort ein Arbeitgeber fehlt oder ein Betrag nicht stimmt.

Viele Fehler betreffen Zeit und Version. Ein Steuerprogramm gilt jeweils für ein Steuerjahr, wer eine alte Version nutzt, rechnet mit falschen Werten. Die ELSTER-Registrierung braucht wegen des Briefs mit dem Aktivierungscode einige Tage, und wer erst kurz vor dem 31. Juli startet, gerät unter Druck. Verspätete Pflichterklärungen können einen Verspätungszuschlag auslösen.

Nach der Abgabe wird oft der Bescheid nicht geprüft. Weicht das Finanzamt ab, läuft die Einspruchsfrist von einem Monat ab Bekanntgabe. Und schließlich passt nicht jede Software zu jedem Fall: Eine einfache Steuer-App ist für Arbeitnehmer ideal, bei Vermietung mehrerer Wohnungen, Auslandseinkünften oder Selbstständigkeit kann sie überfordert sein. Prüfen Sie den Umfang vorab und holen Sie bei komplexen Fällen Rat von Steuerberatung oder Lohnsteuerhilfeverein ein.

1
Abzüge vergessen

Fahrten, Arbeitsmittel, Fortbildungen oder Handwerkerleistungen fehlen in der Erklärung.

Alle Fragen der Software gründlich beantworten und Belege vorab sammeln.
2
Belegabruf blind übernommen

Gemeldete Daten werden ungeprüft übernommen, obwohl ein Betrag fehlt oder falsch ist.

Übernommene Werte mit den Originalbescheinigungen abgleichen.
3
Falsches Steuerjahr

Eine alte Programmversion rechnet mit überholten Werten.

Für jedes Steuerjahr die passende Version verwenden.
4
Späte Registrierung

Der Aktivierungscode für ELSTER kommt per Post, kurz vor der Frist wird es knapp.

Das ELSTER-Konto einige Wochen vor der Abgabe einrichten.
5
Frist verpasst

Pflichterklärungen kommen zu spät, ein Verspätungszuschlag droht.

Abgabefrist notieren und rechtzeitig beginnen.
6
Bescheid ungeprüft

Abweichungen des Finanzamts bleiben unbemerkt, die Einspruchsfrist läuft ab.

Bescheid mit der Erklärung abgleichen, bei Bedarf innerhalb eines Monats Einspruch einlegen.
7
Software passt nicht zum Fall

Eine einfache App deckt Vermietung, Auslandseinkünfte oder Selbstständigkeit nicht ab.

Anlagenumfang vor dem Kauf prüfen, bei komplexen Fällen Beratung einholen.

Was kostet Steuersoftware?

Orange Ledergeldbörse, offen, mit Kartenfächern links und Münzfach rechts. Eine Erstattungsquittung ragt oben heraus
Kostenloses Amtsportal, Preis je Erklärung, Jahreslizenz oder Erfolgsgebühr: So setzen sich die Kosten für Steuersoftware zusammen.

Die Kosten für Steuersoftware reichen von kostenlosen amtlichen Portalen und kostenlosen Apps über einen festen Preis je abgegebener Erklärung bei Online-Diensten und Steuer-Apps bis zu Jahreslizenzen für Steuerprogramme mit mehreren Erklärungen. Einige Anbieter rechnen erfolgsabhängig ab.

Mein ELSTER, FinanzOnline und die kantonalen Programme der Schweiz kosten nichts. Sie sind vollständig, verlangen aber, dass Sie die Formulare selbst verstehen. Einige private Anbieter bieten ebenfalls kostenlose Erklärungen an, oft für einfache Fälle oder finanziert über andere Produkte. Fast alle kostenpflichtigen Anbieter lassen Sie die Erklärung kostenlos erfassen und berechnen und verlangen erst bei der Übermittlung eine Gebühr.

Online-Steuererklärungen und Steuer-Apps berechnen meist einen festen Preis je Erklärung, Paare zahlen bei Zusammenveranlagung teils mehr. Klassische Steuerprogramme werden als Lizenz für ein Steuerjahr verkauft, häufig mit mehreren Erklärungen für die Familie und mit Zugang zu Web-Version und App. Einige Apps arbeiten mit einer Gebühr, die sich an der Höhe der Erstattung orientiert. Bei hohen Erstattungen kann das teurer sein als ein Festpreis.

Zum Vergleich: Lohnsteuerhilfevereine erheben einen Mitgliedsbeitrag, der sich meist nach dem Einkommen richtet, Steuerberater rechnen nach der Steuerberatervergütungsverordnung ab. Für einfache Fälle ist Steuersoftware fast immer die günstigste Lösung mit Unterstützung. Rechnen Sie mit der Zahl der Erklärungen in Ihrem Haushalt und prüfen Sie, ob ein Abo automatisch verlängert wird. Die konkreten Preismodelle finden Sie in den Anbieterkarten.

Amtliches Portal kostenlos Mein ELSTER, FinanzOnline, kantonale Programme

Vollständige Formulare ohne Führung durch Fragen und mit wenigen Hinweisen auf Abzüge.

Kostenlose Steuer-App kostenlos je Erklärung, oft für einfache Fälle

Geführte Erklärung ohne Gebühr, teils mit kostenpflichtigen Zusatzleistungen.

Online-Erklärung und App gering Festpreis je abgegebener Erklärung

Rechnen kostenlos, Gebühr erst bei der Übermittlung, Paare teils teurer.

Steuerprogramm gering bis mittel Lizenz je Steuerjahr, oft mehrere Erklärungen

Großer Anlagenumfang, häufig mit Web-Version und App für die ganze Familie.

Erfolgsgebühr variabel Anteil an der Erstattung

Kein Risiko ohne Erstattung, bei hohen Erstattungen teurer als ein Festpreis.

Zum Vergleich: Beratung mittel bis hoch Vereinsbeitrag oder Gebühr nach StBVV

Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberatung übernehmen die Erklärung für Sie.

Wovon die Kosten abhängen

Die Kosten für Steuersoftware richten sich vor allem nach der Zahl der Erklärungen im Haushalt, dem Umfang Ihres Falls, der gewünschten Plattform und dem Preismodell. Mein ELSTER, FinanzOnline und die kantonalen Programme kosten nichts, verlangen aber Formularwissen. Bei erfolgsabhängigen Gebühren steigt der Preis mit der Erstattung, bei Jahreslizenzen sinkt er pro Erklärung, je mehr Erklärungen Sie damit erstellen.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit der Steuererklärung aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Bis wann müssen Pflichtveranlagte ohne Steuerberatung ihre Einkommensteuererklärung in Deutschland grundsätzlich abgeben? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Nach § 149 Abs. 2 AO endet die Frist grundsätzlich am 31. Juli des Folgejahres. Mit Steuerberatung oder Lohnsteuerhilfeverein gilt eine längere Frist.
2 Wie lange können Sie in Deutschland eine freiwillige Steuererklärung rückwirkend abgeben? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Für eine freiwillige Erklärung gilt die vierjährige Festsetzungsfrist. Die Erklärung für ein Steuerjahr können Sie bis zum Ende des vierten Folgejahres abgeben.
3 Wie lange haben Sie Zeit, gegen einen Steuerbescheid Einspruch einzulegen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die Einspruchsfrist beträgt nach § 355 AO einen Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheids.
4 In welche Anlage gehören Mieteinnahmen aus einer vermieteten Wohnung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erklären Sie in der Anlage V. Die Anlage N gilt für Arbeitnehmer, die Anlage KAP für Kapitalerträge.
5 Wie heißt das Portal der österreichischen Finanzverwaltung für die Arbeitnehmerveranlagung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. In Österreich reichen Sie die Arbeitnehmerveranlagung über FinanzOnline ein. Mein ELSTER ist das Portal der deutschen Finanzverwaltung.

Glossar: Begriffe rund um Steuererklärung und Steuersoftware

Die wichtigsten Begriffe rund um Steuersoftware, Einkommensteuererklärung, ELSTER, Anlagen, Abzüge, Fristen und Steuerbescheid, kompakt und anbieterneutral erklärt.

ELSTER

Elektronische Steuererklärung der deutschen Finanzverwaltung. Steuersoftware übermittelt Erklärungen über die ELSTER-Schnittstelle, Mein ELSTER ist das kostenlose Online-Portal.

Belegabruf

Abruf der Daten, die Arbeitgeber, Rentenversicherung, Krankenkassen und andere Stellen elektronisch an das Finanzamt gemeldet haben. Auch vorausgefüllte Steuererklärung genannt.

FinanzOnline

Online-Portal der österreichischen Finanzverwaltung, über das Sie unter anderem die Arbeitnehmerveranlagung einreichen.

Arbeitnehmerveranlagung

Österreichischer Begriff für die Einkommensteuererklärung von Arbeitnehmern, umgangssprachlich auch Steuerausgleich oder Jahresausgleich.

Pflichtveranlagung

Fälle, in denen Sie eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen, etwa bei der Steuerklassenkombination III und V oder bei Lohnersatzleistungen wie Elterngeld.

Antragsveranlagung

Freiwillige Steuererklärung ohne Abgabepflicht, die in Deutschland bis zu vier Jahre rückwirkend möglich ist.

Anlage N

Anlage zur Einkommensteuererklärung für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit und die dazugehörigen Werbungskosten.

Anlage V

Anlage für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung mit Einnahmen, Abschreibung und Werbungskosten der Immobilie.

Anlage KAP

Anlage für Kapitalerträge, etwa um zu viel gezahlte Abgeltungsteuer zurückzuholen oder ausländische Erträge zu erklären.

Werbungskosten

Ausgaben, die mit dem Erwerb, der Sicherung und dem Erhalt von Einnahmen zusammenhängen, etwa Fahrten zur Arbeit, Arbeitsmittel oder Fortbildungen.

Sonderausgaben

Bestimmte private Ausgaben, die das Gesetz zum Abzug zulässt, zum Beispiel Vorsorgeaufwendungen, Kirchensteuer und Spenden.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Leistungen im eigenen Haushalt wie Reinigung, Gartenpflege oder Handwerkerarbeiten, für die nach § 35a EStG eine Steuerermäßigung möglich ist.

Zusammenveranlagung

Gemeinsame Veranlagung von Ehe- und eingetragenen Lebenspartnern, bei der das Splittingverfahren angewendet wird. Alternativ ist eine Einzelveranlagung möglich.

Bescheidprüfung

Abgleich des Steuerbescheids mit der eingereichten Erklärung, um Abweichungen des Finanzamts zu finden.

Einspruch

Rechtsbehelf gegen einen Steuerbescheid, der innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe beim Finanzamt eingelegt werden muss.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Steuersoftware, Steuer-Apps, ELSTER, Belegabruf, Fristen, Einspruch und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Funktionsumfang, unterstützte Anlagen und Preise ändern sich mit jedem Steuerjahr. Prüfen Sie die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter. Die Antworten ersetzen keine Steuerberatung im Einzelfall.

Was ist Steuersoftware?

Steuersoftware ist ein Programm, eine Web-Anwendung oder App, mit der Sie Ihre Einkommensteuererklärung selbst erstellen und elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Statt Formulare auszufüllen, beantworten Sie verständliche Fragen. Die Software ordnet die Angaben den richtigen Anlagen zu, prüft auf Lücken und berechnet die voraussichtliche Erstattung.

Welche Steuersoftware ist die beste?

Die beste Steuersoftware ist die, die alle Anlagen Ihres Falls abdeckt und Sie verständlich durch die Erklärung führt. Für Arbeitnehmer mit einfachen Fällen reicht oft eine Steuer-App oder Online-Steuererklärung. Bei Vermietung, Kapitalerträgen, Selbstständigkeit oder mehreren Erklärungen im Haushalt passt meist ein Steuerprogramm mit großem Funktionsumfang besser.

Ist ELSTER eine Alternative zu Steuersoftware?

Ja, Mein ELSTER ist das kostenlose Portal der Finanzverwaltung und deckt alle Formulare ab. Sie füllen dort allerdings die amtlichen Formulare weitgehend selbst aus und bekommen kaum Hinweise auf mögliche Abzüge. Steuersoftware führt dagegen mit Fragen durch die Erklärung, prüft auf Lücken und nutzt im Hintergrund ebenfalls die ELSTER-Schnittstelle.

Was ist der Belegabruf?

Der Belegabruf ist der Abruf der Daten, die Arbeitgeber, Rentenversicherung, Krankenkassen und andere Stellen bereits elektronisch an das Finanzamt gemeldet haben. Steuersoftware übernimmt diese Daten direkt in die Erklärung. Dafür brauchen Sie in der Regel ein ELSTER-Konto, dessen Aktivierungscode per Post kommt.

Bis wann muss ich die Steuererklärung abgeben?

Wer zur Abgabe verpflichtet ist und ohne Steuerberatung arbeitet, muss die Erklärung in Deutschland grundsätzlich bis zum 31. Juli des Folgejahres abgeben. Mit Steuerberatung oder Lohnsteuerhilfeverein gilt eine längere Frist. Eine freiwillige Erklärung können Sie bis zu vier Jahre rückwirkend einreichen.

Muss ich Belege an das Finanzamt schicken?

Nein, in Deutschland müssen Sie Belege in der Regel nicht mehr mit der Erklärung einreichen. Sie bewahren sie auf und legen sie vor, wenn das Finanzamt danach fragt. Einige Steuer-Apps speichern Fotos Ihrer Belege, damit Sie sie bei einer Rückfrage schnell zur Hand haben.

Sind meine Daten bei Steuersoftware sicher?

Seriöse Anbieter verschlüsseln die Übertragung und speichern Daten auf Servern in der EU, Sie sollten das aber vor der Registrierung prüfen. Lesen Sie in der Datenschutzerklärung nach, wo die Daten liegen, wie lange sie gespeichert werden und wie Sie Ihr Konto löschen. Eine Zwei-Faktor-Anmeldung schützt zusätzlich.

Wann ist ein Steuerberater besser als Steuersoftware?

Ein Steuerberater ist besser, wenn Ihr Fall komplex ist, etwa bei mehreren Einkunftsarten, Auslandsbezug, Unternehmensbeteiligungen, Erbschaften oder dem Verkauf von Immobilien. Für Arbeitnehmer und Rentner mit Einkünften aus Lohn und Rente kommt auch ein Lohnsteuerhilfeverein in Frage. Für einfache und mittlere Fälle reicht Steuersoftware meist aus.

Was kostet Steuersoftware?

Die Kosten reichen von kostenlosen amtlichen Portalen und Gratis-Apps über einen festen Preis je Erklärung bis zu Jahreslizenzen für Steuerprogramme mit mehreren Erklärungen. Einige Apps rechnen erfolgsabhängig ab. Meist können Sie kostenlos rechnen und zahlen erst bei der Abgabe. Die konkreten Preismodelle finden Sie in den Anbieterkarten.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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