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Ab dem 4. Dezember nutzen neue Performance-Max-Kampagnen Bilder von der Landingpage, auch wenn Werbetreibende dynamische Bilder im Konto ausgeschaltet haben. Bestehende Kampagnen bleiben unverändert. Abschalten lässt sich die Funktion künftig nur noch in jeder Kampagne einzeln.

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Dora Sun aus dem API-Team von Google Ads kündigte die Änderung am 21. Oktober im Google Ads Developer Blog an.[1] Eine Mitteilung an Werbetreibende in der Oberfläche oder per Mail erwähnt der Beitrag nicht. Die englische und die deutsche Google-Ads-Hilfe beschreiben am 22. Oktober noch die alte Regel.[2][3]

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Neue Performance-Max-Kampagnen starten ab dem 4. Dezember 2026 mit aktivierten Landingpage-Bildern.
  • Der Schalter für dynamische Bilder auf Kontoebene steuert neue Kampagnen dann nicht mehr.
  • Die Änderung gilt für Oberfläche, Google Ads Editor und Google Ads API, laufende Kampagnen behalten ihre Einstellung.
  • Werbetreibende bestätigen mit der Aktivierung, dass sie die Bilder für Werbung nutzen dürfen.

Was ändert sich an der Voreinstellung?

Ein Kranhaken hebt einen Bilderrahmen über einen Karton mit Datum „ab 4. Dezember“
Performance-Max-Kampagnen nutzen ab 4. Dezember automatisch Website-Bilder, unabhängig von der Kontoeinstellung

Bisher erbten Performance-Max-Kampagnen ohne eigene Angabe die Kontoeinstellung. Mit abgeschaltetem Schalter im Konto blieben auch neue Kampagnen ohne Bilder von der eigenen Website. Ab dem 4. Dezember setzt Google die Funktion in jeder neuen Kampagne standardmäßig auf aktiv. Laut Google gilt das ausdrücklich auch dann, wenn dieser Kontoschalter auf aus steht.[1]

Mit der Funktion durchsucht die KI von Google die Landingpages nach hochauflösenden Bildern und ergänzt damit die hochgeladenen Assets. Ausspielen kann Performance Max die Bilder in der Suche, auf YouTube, im Displaynetzwerk, in Discover, in Gmail und in Maps.[1] Vor der Auslieferung durchlaufen die Bilder laut Google-Ads-Hilfe automatische und manuelle Qualitätsprüfungen.[2]

Unklar bleibt der Stichtag selbst: Der Beitrag nennt einmal Kampagnen ab dem 4. Dezember, an anderer Stelle Kampagnen nach dem 4. Dezember. Auch die Folgen für Bestandskampagnen ohne eigene Angabe lässt Google offen, falls jemand später den Kontoschalter umlegt.[1]

Warum trifft die Änderung vor allem Agenturen und Tools?

Legt eine Agentur Kampagnen über Vorlagen, Skripte oder eigene Software an, galt ein Nein auf Kontoebene bislang für jede neue Kampagne mit. Ab Dezember muss jede Vorlage die Abschaltung ausdrücklich mitschicken, sonst übernimmt Performance Max Bilder von der Website.[1]

Eine Falle steckt in der API. Die Automatisierungseinstellungen einer Kampagne liegen dort als Liste vor. Ein Update ersetzt laut Google die gesamte Liste. Ein Tool, das nur den Eintrag für Bilder schickt, löscht dabei etwa die Einstellung zur Textautomatisierung.[1] Die Änderung reiht sich in eine Serie ein: Seit dem 12. Oktober übernimmt Google Ads Rabatte von Websites automatisch in Anzeigen, ebenfalls voreingestellt, mit Widerspruch statt Einwilligung.

Landingpage-Bilder in Performance Max: Was sich am 4. Dezember ändert
Die Ankündigung des Google-Ads-API-Teams im Überblick, Stand 22. Oktober 2026
4.12.2026
Ab diesem Tag gilt der neue Standard für neu angelegte Performance-Max-Kampagnen
6 Kanäle
Suche, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps können die übernommenen Bilder zeigen
3 Wege
Oberfläche, Google Ads Editor und Google Ads API übernehmen die neue Voreinstellung
1 Haken
Abschalten lässt sich die Funktion künftig nur in jeder neuen Kampagne einzeln, der Schalter im Konto reicht nicht mehr

Welche Einstellung künftig zählt

Bisher
Konto entscheidet
Kampagnen ohne eigene Angabe übernahmen den Schalter für dynamische Bilder auf Kontoebene
Ab 4. Dezember
Kampagne entscheidet
Neue Kampagnen starten mit aktivierten Landingpage-Bildern, auch bei ausgeschaltetem Schalter im Konto
Bestand
Bleibt, wie er ist
Laufende Performance-Max-Kampagnen behalten ihre bisherige Konfiguration
Offen
Bildrechte
Werbetreibende bestätigen, dass sie die Bilder ihrer Landingpage für Werbung nutzen dürfen

Ein Nein im Konto war bisher ein Nein für alle Kampagnen. Ab Dezember muss es jede neue Performance-Max-Kampagne einzeln wiederholen.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Welche Rechtsfragen stellen sich in Deutschland?

Mit der Aktivierung bestätigen Werbetreibende laut Google, alle Rechte an den Bildern ihrer Landingpage zu besitzen und sie für Werbung freigeben zu dürfen.[2] Das Urheberrechtsgesetz bindet den Umfang eines Nutzungsrechts an den Vertragszweck, wenn die Nutzungsarten nicht einzeln genannt sind.[4] Eine Lizenz für die Website deckt damit nicht automatisch eine Anzeige auf YouTube oder in Gmail. Zeigen Fotos Beschäftigte oder Kunden, verlangt das Kunsturhebergesetz deren Einwilligung zur Verbreitung.[5]

  • Vorlagen anpassen: Kampagnenvorlagen, Skripte und Tools vor dem 4. Dezember um die ausdrückliche Abschaltung ergänzen, wo Kunden keine Website-Bilder wollen.
  • Abschalten in der Oberfläche: Neue Kampagnen unter Einstellungen, Asset-Optimierung, Kachel „Bilder“ prüfen und den Haken bei „Landingpage-Bilder“ setzen oder entfernen.[3]
  • Bildbestand prüfen: Für Stockfotos auf Landingpages die Lizenzbedingungen auf Werbenutzung prüfen, Anbieter vergleicht der Überblick zu lizenzfreien Bildern.
  • Personenfotos klären: Einwilligungen von Beschäftigten oder Kunden auf Werbung in Google-Anzeigen ausdehnen oder die Bilder ausschließen.

Grundlagen zum Kampagnentyp bietet der Ratgeber zu Google Ads Performance Max, den rechtlichen Rahmen für Bilder der Überblick zum Medienrecht. Unterstützung beim Umbau von Kampagnenvorlagen findet sich im SEA-Agentur-Vergleich.

FAQ: Performance Max: Neue Kampagnen holen ab 4. Dezember Bilder von der Website

Was ändert sich am 4. Dezember bei Performance Max?

Neu angelegte Performance-Max-Kampagnen starten ab dem 4. Dezember 2026 mit aktivierten Landingpage-Bildern. Das gilt laut Google auch dann, wenn dynamische Bilder auf Kontoebene ausgeschaltet sind. Bestehende Kampagnen behalten ihre Einstellung.

Wie schalte ich Landingpage-Bilder in Performance Max ab?

In der Kampagne unter Einstellungen das Menü „Asset-Optimierung“ öffnen, dort die Kachel „Bilder“ und den Haken bei „Landingpage-Bilder“ entfernen. Beim Anlegen einer Kampagne steht dieselbe Kachel in den Kampagneneinstellungen. Über die Google Ads API setzen Tools den Status auf „OPTED_OUT“.

Gilt der Kontoschalter für dynamische Bilder weiter?

Für neue Performance-Max-Kampagnen ab dem 4. Dezember nicht mehr. Bisher übernahmen Kampagnen ohne eigene Angabe den Kontoschalter. Bestehende Kampagnen behalten laut Google ihre Konfiguration.

Welche Rechte brauche ich für die übernommenen Bilder?

Google verlangt von Werbetreibenden die Bestätigung, alle Rechte an den Bildern ihrer Landingpage zu besitzen und sie für Werbung freigeben zu dürfen. Lizenzen für Stockfotos oder Fotografenbilder decken aber nicht zwangsläufig auch Werbung ab. Im Zweifel hilft eine rechtliche Prüfung.

Quellen

5 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. Google Ads Developer BlogUpcoming changes to image extraction in Performance Max campaigns starting December 4, 202621.10.2026
  2. Google-Ads-HilfeOpt in or out of Performance Max landing page images (abgerufen am 22.10.2026)
  3. Google-Ads-HilfeLandingpage-Bilder für Performance Max-Kampagnen aktivieren oder deaktivieren (deutsche Fassung, abgerufen am 22.10.2026)
  4. Gesetze im Internet§ 31 UrhG, Einräumung von Nutzungsrechten (Absatz 5)
  5. Gesetze im Internet§ 22 KunstUrhG

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