Die Leistungsgesellschaft scheitert oft schon im Personalgespräch, wenn Ihre Teilzeitkraft vorrechnet, was ihr fünf Stunden mehr pro Woche nach Steuern und Abgaben einbrächten. Die 25-Stunden-Woche bleibt. Laut einer Allensbach-Umfrage vom März 2026 würde ein Viertel der Teilzeitkräfte mehr arbeiten, wenn die Abzüge durch Steuern nicht so hoch wären.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenIm Mittelalter verriet die Kleidung, zu welchem Stand jemand gehörte. Heute fehlt die Kleiderordnung, die Schichtung aber ist geblieben: Einer schrumpfenden Zahl von Erwerbstätigen steht eine wachsende Zahl von Menschen gegenüber, die von Renten, Pensionen und Transfers leben, während die Zinsen auf die Staatsschuld steigen. In diesem Beitrag lesen Sie, wer den Staat finanziert, warum der Status quo nicht zu halten ist und wie eine solidarische Leistungsgesellschaft aussehen müsste.
Das Wichtigste in Kürze
- Nur 45,8 Prozent der Menschen in Deutschland lebten 2025 laut Mikrozensus überwiegend von eigener Berufstätigkeit. 22,1 Prozent lebten von Renten und Pensionen, 8,7 Prozent von Arbeitslosengeld, Bürgergeld und sonstigen Unterstützungsleistungen.
- Arbeit zahlt die Rechnung: Vom Arbeitgeberaufwand für einen alleinstehenden Durchschnittsverdiener gehen laut OECD 49,3 Prozent an Staat und Sozialkassen, nur Belgien verlangt mehr.
- Der Bund zahlt 2030 laut Finanzplan 80,7 Milliarden Euro Zinsen, nach 30,2 Milliarden Euro im Jahr 2026. Alle Ratingagenturen vergeben noch die Bestnote, Fitch erwartet aber bis 2029 eine Schuldenquote über 70 Prozent.
- Der Ausweg heißt solidarische Leistungsgesellschaft: Ansprüche begrenzen, Arbeit entlasten und Gegenleistung von allen „Ständen“ verlangen, vom Bürgergeld-Empfänger bis zum Erben eines Familienunternehmens.
1 Wie viel Prozent der Menschen in Deutschland lebten 2025 überwiegend von eigener Berufstätigkeit? Aufklappen ↓
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2 Wie viele Generationen dauert der Aufstieg aus einer einkommensschwachen Familie bis zum Durchschnittseinkommen in Deutschland laut OECD? Aufklappen ↓
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3 Wie lange bezogen Rentner 2025 im Durchschnitt ihre Rente? Aufklappen ↓
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4 Welche Zinsausgaben sieht der Finanzplan des Bundes für das Jahr 2030 vor? Aufklappen ↓
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5 Auf wen geht das Leitbild der solidarischen Leistungsgesellschaft zurück? Aufklappen ↓
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Leben wir wieder in einer Ständegesellschaft?

Ohne Kleiderordnung, aber mit klaren Lagern: 2025 lebten laut Mikrozensus 45,8 Prozent der Menschen überwiegend von eigener Arbeit, 22,1 Prozent von Renten oder Pensionen, 8,7 Prozent von Arbeitslosengeld, Bürgergeld oder sonstigen Unterstützungsleistungen. In welchem Lager jemand landet, entscheidet oft die Herkunft.
Um das Jahr 1025 teilte Bischof Adalbero von Laon die Gesellschaft in einem Lehrgedicht an König Robert II. in drei Gruppen: die Betenden, die Kämpfenden und die Arbeitenden. Die Forschung bringt diese Drei-Stände-Lehre später auf die Kurzformel oratores, bellatores, laboratores. Versorgt wurden die beiden oberen Stände durch die Arbeit des dritten.
Um jeden Stand auf den ersten Blick erkennbar zu halten, regelte die Reichspolizeiordnung von 1530 die Kleidung. Die Augsburger Fassung verlangte, dass sich jeder „nach seinem Stand, Ehren und Vermögen“ kleide, Handwerkern waren Gold, Silber, Perlen, Samt und Seide verboten. Bei Verstößen drohten der Verlust des Kleides und eine Geldbuße in doppeltem Wert.
Heute erkennt niemand den Stand am Mantel. Die Statistik zeigt die Lager trotzdem. Der Mikrozensus des Statistischen Bundesamts fragt jedes Jahr, wovon die Menschen überwiegend leben. 2025 nannten 37,9 Millionen ihre Berufstätigkeit, 18,3 Millionen Renten oder Pensionen und 18,5 Millionen den Unterhalt durch Angehörige, meist Kinder, Schüler und nicht erwerbstätige Partner.
Knapp vier Millionen Menschen lebten überwiegend von Arbeitslosengeld oder Bürgergeld, gut drei Millionen von Sozialhilfe, Elterngeld, Pflegegeld und anderen Unterstützungsleistungen. Von eigenem Vermögen, Mieten oder Zinsen lebten nur 881.000 Menschen, 1,1 Prozent der Bevölkerung.
Erstergebnisse des Mikrozensus 2025, Anteile von Dr. Web aus den Personenzahlen berechnet. Studienanfänger laut Nationalem Bildungsbericht 2026, Aufstieg laut OECD 2018.
Renten und Pensionen sind keine Almosen. Rentner haben Beiträge gezahlt, Pensionäre haben dem Staat gedient. Die laufende Rechnung bezahlen trotzdem die heute Erwerbstätigen, denn die gesetzliche Rente funktioniert im Umlageverfahren: Die Beiträge eines Monats fließen im selben Monat an die Rentner, die Pensionen kommen aus den laufenden Steuern.
Anders als im Mittelalter verspricht die Leistungsgesellschaft, dass jeder sein Lager wechseln kann. Die Herkunft wiegt in Deutschland aber schwer. Laut dem Nationalen Bildungsbericht 2026 nehmen 78 von 100 Kindern aus Akademikerfamilien ein Studium auf, von 100 Kindern aus Familien ohne Hochschulabschluss nur 25. Bei Eltern ohne Berufsabschluss beginnen nur 8 von 100 Kindern ein Studium.
Die OECD hat 2018 berechnet, wie lange der Aufstieg aus einer einkommensschwachen Familie bis zum Durchschnittseinkommen dauert. Deutschland braucht dafür sechs Generationen, der Durchschnitt der OECD-Länder viereinhalb, Dänemark zwei.
Der britische Soziologe Michael Young hat den Begriff Meritokratie 1958 mit seinem Buch „The Rise of the Meritocracy“ bekannt gemacht. Gemeint war das Buch als Satire, wie Young 2001 im Guardian schrieb, als Warnung vor einer Gesellschaft, in der die Ausgewählten zu einer neuen Klasse erstarren, die niemanden mehr hereinlässt. Eine Ständegesellschaft im alten Sinn ist Deutschland nicht. Die Lager verfestigen sich aber, und das Lager der Erwerbstätigen, das nicht mehr wächst, finanziert die übrigen mit.
- Lager: Weniger als die Hälfte der Menschen lebt überwiegend von eigener Arbeit, knapp ein Drittel von Renten, Pensionen und Unterstützungsleistungen.
- Herkunft: 78 von 100 Akademikerkindern studieren, aber nur 25 von 100 Kindern aus Familien ohne Hochschulabschluss.
- Aufstieg: Bis eine einkommensschwache Familie das Durchschnittseinkommen erreicht, vergehen laut OECD sechs Generationen.
Wer finanziert den Staat?

Den Staat finanzieren vor allem die Erwerbstätigen und ihre Arbeitgeber. Die Lohnsteuer brachte 2025 laut Bundesfinanzministerium 262,7 Milliarden Euro, gut zehnmal so viel wie die Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge. Auf jeden Bruttolohn fallen außerdem Sozialbeiträge von zusammen gut 42 Prozent an.
Ohne die reinen Gemeindesteuern nahm der Staat 2025 laut Bundesfinanzministerium 901,9 Milliarden Euro an Steuern ein. Fast drei von zehn Euro stammten aus der Lohnsteuer, und das schon nach Abzug des Kindergelds, das aus ihrem Aufkommen bezahlt wird. Die Abgeltungsteuer auf Zinsen und Dividenden brachte 24,8 Milliarden Euro, wegen der gestiegenen Zinsen ungewöhnlich viel.
Innerhalb der Lohn- und Einkommensteuer verteilt sich die Last ungleich. Nach einer Fortschreibung des Bundesfinanzministeriums für 2025 zahlen die oberen zehn Prozent der Steuerpflichtigen 56,3 Prozent des Aufkommens, die oberen 50 Prozent zusammen 93,5 Prozent. Die Gruppe beginnt bei Einkünften von 107.688 Euro im Jahr. Ab wann der Spitzensteuersatz greift und wie wenige Steuerpflichtige ihn zahlen, haben wir gesondert ausgewertet.
Noch schwerer wiegen die Sozialbeiträge, weil sie anders als die Lohnsteuer keinen Grundfreibetrag kennen. 2026 summieren sich die Beitragssätze von Rente, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung auf 42,3 Prozent des Bruttolohns, für Kinderlose auf 42,9 Prozent. Arbeitgeber und Beschäftigte zahlen in der Regel je die Hälfte, erwirtschaftet werden beide Hälften in derselben Arbeitsstunde.
| Sozialversicherung | Beitragssatz 2026 | Ausblick |
|---|---|---|
| Rentenversicherung | 18,6 % | 19,9 % ab 2028 laut Prognose der Rentenversicherung |
| Krankenversicherung | 14,6 % plus durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 % | tatsächlich erhoben Mitte 2026: 3,13 %; Ziel der Bundesregierung für 2027: 2,9 % |
| Pflegeversicherung | 3,6 %, Kinderlose 4,2 % | keine Festlegung |
| Arbeitslosenversicherung | 2,6 % | keine Festlegung |
| Summe | 42,3 %, Kinderlose 42,9 % | etwa 46 % im Jahr 2030, knapp 49 % im Jahr 2035 (Sachverständigenrat) |
Im internationalen Vergleich steht Deutschland damit fast an der Spitze. Die OECD misst in ihrer Studie Taxing Wages den Abgabenkeil, also den Anteil von Steuern und Sozialbeiträgen an den gesamten Arbeitskosten. Für einen alleinstehenden Durchschnittsverdiener lag der Wert in Deutschland zuletzt bei 49,3 Prozent, Platz zwei unter 38 Industrieländern hinter Belgien. Der Durchschnitt der OECD-Länder liegt bei 35,1 Prozent.
Gezahlt wird diese Last von einer Gruppe, die nicht mehr wächst. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 46,0 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig, im August 2026 meldete das Statistische Bundesamt 235.000 Erwerbstätige weniger als ein Jahr zuvor. Sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren im Juli 2026 laut Bundesagentur für Arbeit 34,68 Millionen Menschen.
Die Erwerbstätigen arbeiten zudem immer kürzer. Mit 1.332 Stunden je Erwerbstätigem im Jahr 2025 liegt Deutschland laut OECD auf dem letzten Platz von 42 erfassten Ländern, der OECD-Schnitt beträgt 1.736 Stunden. Die Teilzeitquote der abhängig Beschäftigten erreichte 2025 mit 31,9 Prozent einen Höchststand. Ein Staat, der sich überwiegend aus Löhnen finanziert, bekommt damit ein Problem, sobald weniger Menschen weniger Stunden arbeiten.
- Lohnsteuer: 262,7 Milliarden Euro 2025, gut zehnmal so viel wie die Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge.
- Abgabenkeil: 49,3 Prozent der Arbeitskosten eines Durchschnittsverdieners gehen an Staat und Sozialkassen, Platz zwei in der OECD.
- Arbeitszeit: 1.332 Stunden pro Erwerbstätigem und Jahr, der niedrigste Wert aller OECD-Länder.
Warum wachsen die Sozialausgaben schneller als die Wirtschaft?

Die Sozialausgaben wachsen schneller, weil Renten, Gesundheit und Pflege mit der Alterung teurer werden, während die Politik schneller neue Leistungen beschließt, als sie alte streicht. Das Sozialbudget erreichte 2025 laut Bundesarbeitsministerium 1.431 Milliarden Euro, 32,0 Prozent der Wirtschaftsleistung.
Fast jeder dritte Euro, den die Volkswirtschaft erwirtschaftet, fließt damit in eine Sozialleistung. Das Sozialbudget wuchs 2025 gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent und damit deutlich schneller als die Wirtschaftsleistung, die Quote stieg von 31,3 auf 32,0 Prozent. Den Höchstwert der Quote markiert allerdings das Corona-Jahr 2020 mit 32,5 Prozent, in absoluten Zahlen ist 2025 der Rekord.
Im Bundeshaushalt zeigt sich die Gewichtung noch deutlicher. Der Regierungsentwurf für 2027 sieht Ausgaben von 555,4 Milliarden Euro vor, davon 201,5 Milliarden Euro im Sozialetat des Bundesarbeitsministeriums. Mehr als jeder dritte Euro des Bundes geht damit an Arbeit und Soziales. Rechnet der Finanzplan alle sozialen Funktionen zusammen, liegt die Sozialausgabenquote des Bundes 2027 bei 43,0 Prozent, nach rund 46,7 Prozent im Jahr 2026.
Größter Einzelposten des Bundes sind seit Jahren die Leistungen an die Rentenversicherung. 2027 überweist der Bund laut Entwurf 132,0 Milliarden Euro, bis 2030 soll der Betrag auf rund 164,5 Milliarden Euro steigen. Für das Grundsicherungsgeld, das frühere Bürgergeld, und den Bundesanteil an den Wohnkosten der Empfänger sind 2027 zusammen 40,9 Milliarden Euro veranschlagt, für die Grundsicherung im Alter 13,1 Milliarden Euro.
| Bundeshaushalt in Mrd. € | 2026, beschlossen | 2027, Entwurf | 2030, Finanzplan |
|---|---|---|---|
| Ausgaben insgesamt | 524,5 | 555,4 | 635,4 |
| Sozialetat (Einzelplan 11) | 197,3 | 201,5 | 233,1 |
| Leistungen an die Rentenversicherung | 127,4 | 132,0 | rund 164,5 |
| Grundsicherungsgeld und Bundesanteil an den Wohnkosten | – | 40,9 | – |
| Grundsicherung im Alter | – | 13,1 | 15,8 |
| Zinsausgaben | 30,2 | 41,9 | 80,7 |
| Kredite im Kernhaushalt | 98,0 | 118,7 | 167,3 |
Die Politik hat die Rechnung zuletzt selbst erhöht. Im Dezember 2025 beschloss der Bundestag das Rentenpaket, das ein Rentenniveau von 48 Prozent bis 2031 garantiert. Laut Gesetzentwurf kostet die Haltelinie 2031 rund 11 Milliarden Euro, die Mütterrente III ab 2027 rund 5 Milliarden Euro im Jahr. Seit Januar 2026 bleiben mit der Aktivrente zudem bis zu 2.000 Euro Arbeitslohn im Monat für Beschäftigte jenseits der Regelaltersgrenze steuerfrei.
Einen unbequemen Befund liefert der Finanzplan selbst: 2027 sinken die Sozialausgaben des Bundes gegenüber 2026 um rund 6,2 Milliarden Euro, vor allem durch Reformen bei Wohngeld, Elterngeld und Krankenversicherung. Die Zuschüsse an die Rentenversicherung steigen im selben Jahr trotzdem um 4,6 Milliarden Euro. Die Alterung lässt sich nicht wegkürzen.
Die Finanzplanung des Bundes weist für die Jahre 2028 bis 2030 noch ungedeckte Lücken von 22, 39 und 48 Milliarden Euro aus. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil kommentierte den Entwurf im Juli 2026 mit dem Satz: „Wir können nicht so weitermachen wie in den letzten 20 Jahren.“ Die Bürger sehen das ähnlich: Im Februar 2026 hielten in einer Forsa-Umfrage für Stern und RTL 64 Prozent den Sozialstaat für nicht mehr bezahlbar.
Der Sozialetat des Bundes umfasst 2027 mehr als ein Drittel aller Bundesausgaben, die Zuschüsse an die Rentenversicherung steigen bis 2030 auf rund 164,5 Milliarden Euro. Kürzungen bei Wohngeld und Elterngeld bremsen diesen Anstieg nicht.
Was macht die Demografie aus der Rechnung?

Die Demografie verschiebt das Verhältnis von Zahlern und Empfängern. Bis 2039 erreichen laut Statistischem Bundesamt 13,4 Millionen Erwerbspersonen das Rentenalter, knapp ein Drittel aller Erwerbspersonen. Auf einen Rentner kamen 2025 laut Rentenversicherung 2,10 Beitragszahler, 1960 noch 3,79.
Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer, geboren zwischen Mitte der 1950er und Ende der 1960er Jahre, verlassen nach und nach den Arbeitsmarkt. Der Altenquotient misst, wie viele Menschen ab 67 auf 100 Menschen zwischen 20 und 66 kommen. 2024 lag der Quotient bei 33. Bis 2038 steigt der Wert nach der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung bei moderater Entwicklung auf 45, bis 2070 auf 51.
Zugleich schrumpft die Basis. 2024 waren 51,2 Millionen Menschen im Erwerbsalter zwischen 20 und 66 Jahren. Bis 2035 schrumpft diese Gruppe bei einer Nettozuwanderung von 250.000 Menschen im Jahr um 4,0 Millionen, ohne Zuwanderung um 6,2 Millionen. Die Zahl der Menschen ab 67 wächst im selben Zeitraum von 16,7 Millionen auf mindestens 20,5 Millionen bis Ende der 2030er Jahre.
Die Rente läuft außerdem länger. 1960 bezogen Rentner in Westdeutschland ihre Rente im Schnitt 9,9 Jahre lang, 2025 lag die Bezugsdauer laut Deutscher Rentenversicherung bei 20,7 Jahren. Eine 65-jährige Frau hat heute noch 21,2 Lebensjahre vor sich, ein 65-jähriger Mann 18,2 Jahre. Das durchschnittliche Zugangsalter für eine Altersrente stieg dagegen nur von 62,9 Jahren 2003 auf 64,7 Jahre 2024.
Kennzahl laut Deutscher Rentenversicherung, Rentenversicherung in Zeitreihen 2025, Projektion nach dem Rentenversicherungsbericht. Bezugsdauer laut Rentenversicherung in Zahlen 2026, Erwerbspersonen im Rentenalter laut Statistischem Bundesamt (Meldung vom 3. September 2025), Rentenbeitrag laut Deutscher Rentenversicherung (Juni 2026).
Die Beiträge folgen der Altersstruktur. Bis Ende 2027 bleibt der Rentenbeitrag bei 18,6 Prozent. Für 2028 erwartet die Rentenversicherung 19,9 Prozent. Der Rentenversicherungsbericht 2025 rechnet mit 21,2 Prozent im Jahr 2039, obwohl das Rentenniveau nach 2031 von 48 auf 46,3 Prozent sinken soll. Der Sachverständigenrat erwartet für alle Sozialversicherungen zusammen Beitragssätze von etwa 46 Prozent im Jahr 2030 und knapp 49 Prozent 2035.
Eine Kommission der Bundesregierung hat im Juni 2026 33 Empfehlungen zur Rentenreform vorgelegt. Die wichtigste koppelt die Regelaltersgrenze an die Lebenserwartung: Gewonnene Lebenszeit soll im Verhältnis 2:1 auf Arbeit und Rente verteilt werden, zwei Drittel entfallen also auf das Erwerbsleben. Zwischen 2031 und 2041 stiege das Rentenalter so um etwa sechs Monate auf 67,5 Jahre. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas will die Empfehlungen „möglichst vollständig“ umsetzen.
Die Richtung stimmt. Gemessen an der Rechnung bleibt der Vorschlag trotzdem zaghaft: Ein halbes Jahr mehr Arbeit bis 2041 steht einer Rentenbezugsdauer gegenüber, die sich seit 1960 mehr als verdoppelt hat. Mit weniger zu wirtschaften heißt in einer alternden Gesellschaft zuerst, länger zu arbeiten.
- Zahler: 2,10 Beitragszahler je Rentner 2025, bis 2040 nach Projektion der Rentenversicherung nur noch 1,74.
- Bezugsdauer: 20,7 Jahre Rente im Schnitt nach 9,9 Jahren im Jahr 1960.
- Beiträge: Für alle Sozialversicherungen zusammen erwartet der Sachverständigenrat knapp 49 Prozent im Jahr 2035.
Droht Deutschland ein schlechteres Rating?

Noch nicht: Alle sechs Ratingagenturen, die Deutschland bewerten, vergeben die Bestnote mit stabilem Ausblick, zuletzt Moody’s im September 2026. Fitch erwartet aber bis 2029 eine Schuldenquote über 70 Prozent, die höchste aller Staaten mit Bestnote, und S&P nennt ausdrücklich die Bedingungen für eine Herabstufung.
Die Warnungen stehen in den Berichten selbst. Fitch schrieb im Mai 2026, die aktuelle Haushaltspolitik sei nicht mit einer Stabilisierung der Schulden vereinbar, nach 2028 brauche Deutschland eine deutliche Konsolidierung. S&P könnte die Note senken, falls die Konjunkturprogramme das mittelfristige Wachstum nicht spürbar anheben, und erwartet von 2026 bis 2029 Defizite von durchschnittlich 4 Prozent der Wirtschaftsleistung.
Scope beziffert das Potenzialwachstum Deutschlands auf rund 0,8 Prozent, den niedrigsten Wert unter allen Staaten mit Bestnote, und begründet das mit der Alterung. Die kanadische Agentur DBRS hält ab 2028 Einsparungen von mehr als einem Prozent der Wirtschaftsleistung für nötig, um steigende Renten- und Zinsausgaben zu decken. Die nächsten Prüftermine stehen laut einer Analyse der LBBW am 23. Oktober bei S&P und am 13. November bei Fitch an.
| Agentur | Note und Ausblick | Zuletzt bestätigt | Warnung im jüngsten Bericht |
|---|---|---|---|
| Moody’s | Aaa, stabil | 18.09.2026 | Bericht nicht ausgewertet |
| Scope | AAA, stabil | 04.09.2026 | Schuldenquote 73,9 % bis 2031, Potenzialwachstum rund 0,8 % |
| KBRA | AAA, stabil | 04.09.2026 | Bericht nicht ausgewertet |
| Fitch | AAA, stabil | 15.05.2026 | Schuldenquote über 70 % bis 2029, Konsolidierung nach 2028 nötig |
| Morningstar DBRS | AAA, stabil | 08.05.2026 | ab 2028 Einsparungen von mehr als 1 % der Wirtschaftsleistung nötig |
| S&P | AAA, stabil | 24.04.2026 | Herabstufung möglich, falls das Wachstum ausbleibt; Defizite im Schnitt 4 % |
Spürbar wird die Lage zuerst über den Zins. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag am 6. Oktober 2026 laut Bundesbank bei 3,52 Prozent, im Jahresmittel 2021 bei minus 0,34 Prozent. Der Bund plant für 2026 Zinsausgaben von 30,2 Milliarden Euro, 2027 von 41,9 Milliarden Euro und 2030 von 80,7 Milliarden Euro. Die Bundesregierung begründet den Anstieg mit dem höheren Schuldenstand und gestiegenen Renditen.
Das gewerkschaftsnahe Institut IMK hat nachgerechnet, welcher Anteil der Steuereinnahmen des Bundes dann auf Zinsen entfällt: 2025 lag der Anteil bei 7,7 Prozent, 2030 steigt er nach der Finanzplanung auf 18,1 Prozent. Fast jeder fünfte Steuereuro des Bundes fließt dann an die Gläubiger statt in Straßen, Schienen oder die Bundeswehr.
Wie schnell Vertrauen verloren geht, zeigt Frankreich. Fitch und S&P stuften das Land im Herbst 2025 von AA- auf A+ herab, Moody’s führt die Note mit negativem Ausblick. Im August 2026 rentierten zehnjährige französische Staatsanleihen laut EZB im Monatsschnitt mit 4,00 Prozent, 0,82 Prozentpunkte über deutschen Papieren gleicher Laufzeit und so hoch wie italienische. Wie sich Paris finanziert und warum die Staatsfinanzierung dort inzwischen so teuer ist, beschreibt unser Beitrag über Frankreichs Haushalt.
Die Prognosen für Deutschland zeigen in dieselbe Richtung, nur auf niedrigerem Niveau. Die Bundesbank erwartet für 2028 eine Schuldenquote von fast 70 Prozent, der Sachverständigenrat bis 2035 sogar über 85 Prozent. Der Stabilitätsrat von Bund und Ländern sieht die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen bei einem dauerhaft so steilen Anstieg „mittel- bis langfristig gefährdet“.
Die Gegenposition hat Gewicht. Der Internationale Währungsfonds bescheinigte Deutschland im Februar 2026 die niedrigste Schuldenquote der G7-Staaten und ein geringes Risiko. Mit 63,5 Prozent der Wirtschaftsleistung lag die Schuldenquote 2025 laut Eurostat weit unter dem Euroraum mit 87,8 Prozent, Frankreich mit 115,6 Prozent und Italien mit 137,1 Prozent. 2010 lag der deutsche Wert sogar bei 81 Prozent.
Unsere Einschätzung: Der Vergleich mit Paris und Rom beruhigt die Falschen. Ein Land mit schrumpfender Erwerbsbevölkerung, dem schwächsten Wachstumspotenzial aller Staaten mit Bestnote und Zinsausgaben, die sich bis 2030 fast verdreifachen, verliert sein Rating nicht über Nacht. Die Agenturen sagen offen, dass sie die Note am Wachstum messen. Die Bundesregierung liefert bisher vor allem neue Schulden: Nur 40 Prozent der Ausgaben aus dem Sondervermögen fließen laut Bundesbank bis 2028 in zusätzliche Investitionen.
Deutschland belastet Arbeit stärker als 36 von 38 OECD-Ländern, dabei leben nur 45,8 Prozent der Menschen überwiegend davon.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Lohnt sich Leistung in Deutschland noch?

Für viele Geringverdiener mit Familie bringt mehr Lohn netto wenig oder nichts: Laut ifo kann die Grenzbelastung über 100 Prozent erreichen, sobald Wohngeld und Kinderzuschlag gleichzeitig wegfallen. In einer Statista-Umfrage vom Sommer 2026 sagten 39 Prozent der Erwerbstätigen, Leistung im Job lohne sich nicht.
Die Grenzbelastung gibt an, wie viel von einem zusätzlichen Euro Bruttolohn an Steuern, Sozialbeiträgen und entzogenen Sozialleistungen verloren geht. Beim Bürgergeld sprang die Anrechnung laut ifo im Jahr 2025 je nach Einkommen zwischen 0, 80, 70 und 90 bis 100 Prozent. Wohngeld, Kinderzuschlag und Grundsicherung rechnen jeweils nach eigenen Regeln, die nicht aufeinander abgestimmt sind.
Ein Rechenbeispiel des ifo Instituts aus dem Jahr 2024 zeigt die Folgen. Ein Paar mit zwei Kindern und Münchner Miete steigert sein gemeinsames Erwerbseinkommen von 3.500 auf 5.000 Euro im Monat, und das verfügbare Einkommen sinkt leicht. Ifo-Ökonom Andreas Peichl schrieb dazu in der FAZ: „So macht es für Familien in München kaum einen Unterschied, ob das Bruttoeinkommen 3500 oder 6000 Euro beträgt, da der Nettoeffekt minimal ist.“
Wer mehr arbeitet, muss mehr behalten. Die Wirklichkeit sieht für viele anders aus, und die Menschen spüren das. Im Januar 2024 stimmten in einer Allensbach-Umfrage für die FAZ 53 Prozent der Aussage zu, in Deutschland sei allmählich der Dumme, der sich anstrengt und viel arbeitet. Im März 2026 sagten 25 Prozent der Teilzeitkräfte, sie würden mehr arbeiten, wenn die Abzüge durch Steuern nicht so hoch wären.
| Umfrage | Befund |
|---|---|
| Statista, Juni und Juli 2026, 1.000 Erwerbstätige | 39 % meinen, Leistung im Job lohne sich in Deutschland nicht; 41 % sehen Mehreinsatz nicht oder kaum vergütet |
| Allensbach für die FAZ, Januar 2024 | 53 % stimmen zu, allmählich sei der Dumme, der sich anstrengt und viel arbeitet |
| Allensbach für die FAZ, März 2026, Teilzeitkräfte | 30 % würden bei deutlich mehr Geld mehr arbeiten, 25 % bei geringeren Abzügen durch Steuern |
| Forsa für Stern und RTL, Februar 2026 | 64 % halten den Sozialstaat für nicht mehr bezahlbar |
Mit der neuen Grundsicherung hat die Bundesregierung im Juli 2026 die Pflichten verschärft. Das Sozialgesetzbuch verlangt seitdem ausdrücklich die Aufnahme einer Vollzeittätigkeit, sofern das erforderlich und zumutbar ist, Leistungen können bei Pflichtverletzungen für drei Monate um 30 Prozent gemindert werden. Im September 2026 zählte die Bundesagentur für Arbeit 3,70 Millionen erwerbsfähige Leistungsberechtigte, erwerbstätig waren im Mai 2026 nur 20 Prozent der Leistungsberechtigten.
Finanziell bewegt die Reform wenig. Laut Gesetzentwurf spart der Bund 2027 gerade 113 Millionen Euro, bei 40,9 Milliarden Euro Ausgaben für Grundsicherungsgeld und Wohnkosten. Strengere Regeln ohne bessere Anreize lösen das Kernproblem nicht: Solange ein Mehrverdienst im Transferentzug verschwindet, bleibt das Fordern ein Appell.
Ludwig Erhard hatte vor diesem Zustand gewarnt. In „Wohlstand für Alle“ widmete der Wirtschaftsminister 1957 dem Versorgungsstaat ein eigenes Kapitel, dessen Titel ihn als modernen Wahn bezeichnet. Am Anfang müsse die „eigene Verantwortung stehen, und erst dort, wo diese nicht ausreicht oder versagen muß, setzt die Verpflichtung des Staates oder der Gemeinschaft ein“.
Im Transfersystem kann ein höherer Bruttolohn zu weniger Geld im Portemonnaie führen. Schärfere Pflichten ändern daran nichts, solange Wohngeld, Kinderzuschlag und Grundsicherung nach getrennten Regeln entzogen werden.
Wo beginnt die Anspruchsgesellschaft?

Die Anspruchsgesellschaft beginnt dort, wo Leistungen ohne Gegenleistung zum Besitzstand werden, unten wie oben. Der Freiburger Subventionsbericht beziffert Finanzhilfen und Steuervergünstigungen des Gesamtstaats 2026 auf 321,3 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel, wie der Bund der Rentenversicherung überweist.
Über Ansprüche wird in Deutschland meist am unteren Ende gestritten, beim Bürgergeld und seinen Empfängern. Die Summen dort sind real, aber nicht die größten. Ökonomen des Walter Eucken Instituts in Freiburg zählen für 2026 Subventionen des Bundes von 150 Milliarden Euro an Finanzhilfen und 85,3 Milliarden Euro an Steuervergünstigungen. Rund drei Viertel der Finanzhilfen, 110,8 Milliarden Euro, halten die Autoren für ökonomisch fragwürdig.
Die Bundesregierung kommt in ihrem eigenen Subventionsbericht für 2026 nur auf 77,8 Milliarden Euro, weil sie den Begriff deutlich enger fasst. Beide Zahlen beschreiben dasselbe Muster: Einmal gewährte Vergünstigungen verschwinden selten, weil jede ihre Lobby hat.
Auch beim Erbe zeigt sich die Schieflage. 2025 setzten die Finanzämter laut Statistischem Bundesamt Erbschaft- und Schenkungsteuer von 21,4 Milliarden Euro fest, ein Rekord. Im selben Jahr blieben nach Paragraf 13a des Erbschaftsteuergesetzes Betriebsvermögen von 21,2 Milliarden Euro steuerfrei, 16,8 Milliarden davon bei Schenkungen. Die Verschonung war damit fast so groß wie das gesamte Aufkommen.
| Posten | Betrag | Jahr |
|---|---|---|
| Subventionen des Gesamtstaats (Freiburger Abgrenzung) | 321,3 Mrd. € | 2026 |
| davon ökonomisch fragwürdige Finanzhilfen des Bundes | 110,8 Mrd. € | 2026 |
| Leistungen des Bundes an die Rentenversicherung | 127,4 Mrd. € | 2026 |
| Pensionen und Hinterbliebenenversorgung | 65,9 Mrd. € | 2024 |
| Grundsicherungsgeld und Bundesanteil an den Wohnkosten | 40,9 Mrd. € | 2027, Entwurf |
| Steuerfrei gestellte Betriebsvermögen nach § 13a ErbStG | 21,2 Mrd. € | 2025 |
| Festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer | 21,4 Mrd. € | 2025 |
Eigene Regeln gelten bei der Alterssicherung der Beamten. Am 1. Januar 2025 bezogen 1,42 Millionen frühere Staatsbedienstete eine Pension, im Schnitt 3.416 Euro brutto im Monat. Für Pensionen und Hinterbliebenenversorgung zahlte der Staat 2024 zusammen 65,9 Milliarden Euro, und zwar aus laufenden Steuern, denn Beamte zahlen keine Beiträge in die Rentenversicherung. Die Rentenkommission empfiehlt deshalb, Reformen der Rente wirkungsgleich auf die Beamtenversorgung zu übertragen.
Was solche Sonderregeln kosten, haben wir in unserem Beitrag über die 30 Baustellen im Sozialstaat einzeln beziffert, von der Sonderstellung der Beamten in der Krankenversicherung bis zu den Großerben. Mit weniger zu wirtschaften heißt deshalb nicht, nur beim Grundsicherungsgeld zu kürzen. Eine Gesellschaft, die Sparsamkeit nur von den Schwächsten verlangt, verspielt die Zustimmung der Mitte, auf die sie angewiesen ist.
- Subventionen: 321,3 Milliarden Euro im Gesamtstaat 2026, davon 110,8 Milliarden Euro an fragwürdigen Finanzhilfen des Bundes.
- Erbschaften: 21,2 Milliarden Euro verschonte Betriebsvermögen bei 21,4 Milliarden Euro festgesetzter Steuer.
- Pensionen: 65,9 Milliarden Euro im Jahr 2024, finanziert aus laufenden Steuern.
Wie sähe eine solidarische Leistungsgesellschaft aus?

Eine solidarische Leistungsgesellschaft verbindet zwei Pflichten: Der Staat hilft, wo die eigene Kraft nicht reicht, und jeder, der kann, trägt zum Gemeinwesen bei. Das Leitbild geht auf den früheren bayerischen Landtagspräsidenten Alois Glück zurück und steht seit 2007 im Grundsatzprogramm der CSU.
Der Begriff gehört keiner Partei allein. Auch der Sozialdemokrat Erhard Eppler hat 2011 ein Buch mit dem Titel „Eine solidarische Leistungsgesellschaft“ veröffentlicht. Laut dem Grundsatzprogramm der CSU von 2023 verbindet das Leitbild „Leistung und Solidarität“. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD aus dem Jahr 2025 fehlt der Begriff, dort steht nur: „Leistung und Anstrengung müssen sich lohnen.“
Neu ist die Idee nicht. Der Ökonom Alfred Müller-Armack prägte 1946/47 den Begriff der Sozialen Marktwirtschaft. Deren Sinn sei, schrieb er 1956, „das Prinzip der Freiheit auf dem Markte mit dem des sozialen Ausgleichs zu verbinden“. Die katholische Soziallehre steuerte das Subsidiaritätsprinzip bei. Der Staat soll nach dieser Regel, so formuliert die Bundeszentrale für politische Bildung, „nicht mehr, aber auch nicht weniger tun“ als Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten.
Gemessen an diesem Maßstab hat sich Deutschland vom Leitbild entfernt. Fünf Grundsätze würden die Ordnung wieder vom Kopf auf die Füße stellen:
- Arbeit entlasten, unten zuerst: Wohngeld, Kinderzuschlag und Grundsicherung werden so aufeinander abgestimmt, dass von jedem zusätzlich verdienten Euro spürbar etwas bleibt.
- Gegenleistung einfordern: Erwerbsfähige Empfänger von Unterstützung nehmen Arbeit auf, so wie das Sozialgesetzbuch das unter „Fördern und Fordern“ schon heute verlangt.
- Länger arbeiten, wenn das Leben länger wird: Die Regelaltersgrenze steigt mit der Lebenserwartung, ohne Ausnahme für einzelne Jahrgänge.
- Privilegien oben abbauen: Fragwürdige Subventionen fallen weg, die Verschonung großer Betriebsvermögen wird begrenzt.
- Neue Leistungen nur mit Gegenfinanzierung: Kein Gesetz erweitert einen Anspruch, ohne an anderer Stelle zu sparen.
Keiner dieser Grundsätze ist neu, jeder steht in einem Gutachten oder einem Parteiprogramm. Gefehlt hat bisher der Wille, diese Grundsätze allen Lagern gleichzeitig zuzumuten. Solidarisch wird die Leistungsgesellschaft erst, sobald der Erbe eines Familienunternehmens, der Subventionsempfänger, der Pensionär und der Grundsicherungsempfänger denselben Satz hören: Ihr Beitrag zählt.
Die solidarische Leistungsgesellschaft ist die alte Idee der Sozialen Marktwirtschaft: Hilfe zur Selbsthilfe statt Versorgung. Neu wäre nur, die Gegenleistung von allen Lagern gleichzeitig zu verlangen.
Was bedeutet das für Unternehmer?

Für Unternehmer heißt der Status quo: steigende Lohnnebenkosten, weniger Fachkräfte und teurere Kredite. Der Sachverständigenrat erwartet Sozialbeiträge von etwa 46 Prozent des Bruttolohns im Jahr 2030, Arbeitgeber zahlen davon rund die Hälfte.
S&P beschreibt den Mechanismus in seinem Ratingbericht vom April 2026 nüchtern: Ohne Gegensteuern könnten die Kosten der Alterung höhere Sozialbeiträge erzwingen, was die Arbeitskosten weiter erhöhen würde. Ein Rechenbeispiel: Stiege der Gesamtbeitrag um einen Prozentpunkt, kostete eine Stelle mit 60.000 Euro Jahresbrutto den Arbeitgeber rund 300 Euro mehr im Jahr, solange das Gehalt unter den Beitragsbemessungsgrenzen bleibt.
| Kennzahl | Heute | Ausblick |
|---|---|---|
| Sozialbeiträge insgesamt | 42,3 % (2026) | etwa 46 % (2030) |
| Beitrag zur Rentenversicherung | 18,6 % (2026) | 19,9 % (2028) |
| Bevölkerung im Erwerbsalter | 51,2 Mio. (2024) | rund 4 Mio. weniger bis 2035 |
| Rendite zehnjähriger Bundesanleihen | 3,52 % (06.10.2026) | 2021 im Jahresmittel −0,34 % |
| Zinsausgaben des Bundes | 30,2 Mrd. € (2026) | 80,7 Mrd. € (2030) |
Die zweite Folge ist der Fachkräftemangel. Bis 2035 schrumpft die Bevölkerung im Erwerbsalter um rund 4 Millionen Menschen, selbst bei moderater Zuwanderung. Die Babyboomer in Ihrer Belegschaft gehen in den nächsten Jahren, und die nachrückenden Jahrgänge sind deutlich kleiner.
Ein paar Hebel haben Sie selbst in der Hand. Die Aktivrente lässt seit Januar 2026 Beschäftigten jenseits der Regelaltersgrenze bis zu 2.000 Euro Lohn im Monat steuerfrei. Erfahrene Mitarbeiter länger zu halten, kostet damit weniger Überzeugungsarbeit als früher. Ein Viertel der Teilzeitkräfte würde laut Allensbach mehr arbeiten, sofern weniger abgezogen würde, ein Gespräch über Stunden und Nettolohn lohnt sich deshalb.
Die dritte Folge betrifft die Finanzierung. Die Rendite der Bundesanleihen dient Banken als Orientierung für langfristige Kredite. Steigt deren Rendite, weil Anleger dem Staat weniger vertrauen, steigen mit Verzögerung auch die Zinsen für Ihre Investitionskredite. Für größere Anschaffungen sollten Sie deshalb nicht mit einer Rückkehr zu den Konditionen von 2021 rechnen.
- Lohnnebenkosten: Rechnen Sie Personalkosten bis 2030 mit Sozialbeiträgen von etwa 46 Prozent durch.
- Belegschaft: Mit der Aktivrente lassen sich erfahrene Mitarbeiter leichter über das Rentenalter hinaus halten.
- Kredite: Größere Investitionen kalkulieren Sie besser mit dem heutigen Zinsniveau als mit den Konditionen von 2021.
Utopie oder alternativlos?

Eine solidarische Leistungsgesellschaft ist keine Utopie, sondern die einzige Ordnung, die mit weniger Erwerbstätigen, mehr Rentnern und steigenden Zinsen finanzierbar bleibt. Die Alternative wäre ein Staat, der jedes Jahr mehr Schulden aufnimmt, um Ansprüche zu bedienen, die niemand mehr erwirtschaftet.
Das Wort „alternativlos“ hat einen schlechten Ruf. Die Jury der Aktion Unwort des Jahres wählte den Ausdruck 2010 zum Unwort des Jahres, weil er suggeriere, eine Entscheidung brauche keine Diskussion. Hier passt der Begriff trotzdem, und zwar in einem nüchternen Sinn: Die Rechnung aus Demografie, Zinsen und Abgabenlast lässt keinen Weg offen, auf dem alle Ansprüche bleiben, wie sie sind.
Utopisch ist allein die Vorstellung, der heutige Zustand ließe sich fortschreiben. Weniger als die Hälfte der Menschen lebt überwiegend von eigener Arbeit und trägt eine Abgabenlast, die in der OECD nur Belgien übertrifft. Die Zinsen des Bundes steigen bis 2030 auf 80,7 Milliarden Euro, die Ratingagenturen haben ihre Bedingungen offen benannt.
Ludwig Erhard nannte den Versorgungsstaat einen Wahn, Michael Young warnte vor einer abgeschotteten Leistungselite. Beide hatten recht. Eine Leistungsgesellschaft, die nur die Erwerbstätigen in die Pflicht nimmt, wird zur Ständegesellschaft mit umgekehrten Vorzeichen. Eine Versorgungsgesellschaft, die nichts mehr verlangt, verliert ihr Fundament. Zwischen beiden Irrwegen liegt der Weg, den die Gründer der Bundesrepublik schon einmal gegangen sind: Freiheit, Leistung und ein Ausgleich, der Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Dieser Weg ist nicht bequem, aber der einzige, der bleibt.
Glossar: 16 wichtige Fachbegriffe zur Leistungsgesellschaft

Abgabenkeil
Abgabenkeil nennt die OECD den Anteil von Lohnsteuer und Sozialbeiträgen an den gesamten Arbeitskosten, also einschließlich der Arbeitgeberbeiträge. Für einen alleinstehenden Durchschnittsverdiener lag der Wert in Deutschland zuletzt bei 49,3 Prozent, nur Belgien verlangt mehr.
Aktivrente
Aktivrente heißt die seit Januar 2026 geltende Regel, nach der Beschäftigte jenseits der Regelaltersgrenze bis zu 2.000 Euro Arbeitslohn im Monat steuerfrei verdienen. Die Bundesregierung will damit ältere Fachkräfte länger im Betrieb halten.
Altenquotient
Altenquotient bezeichnet die Zahl der Menschen ab 67 Jahren je 100 Menschen im Alter von 20 bis 66 Jahren. Das Statistische Bundesamt meldet für 2024 einen Wert von 33 und erwartet bei moderater Entwicklung 45 im Jahr 2038.
Beitragsbemessungsgrenze
Beitragsbemessungsgrenze nennt man das Einkommen, bis zu dem Sozialbeiträge erhoben werden. Für den Teil des Gehalts darüber fallen keine weiteren Beiträge an. Renten- und Krankenversicherung haben unterschiedliche Grenzen, die jedes Jahr an die Lohnentwicklung angepasst werden.
Bundeszuschuss
Bundeszuschuss heißt das Geld, das der Bund aus Steuermitteln an die gesetzliche Rentenversicherung überweist. 2025 flossen als allgemeiner und zusätzlicher Bundeszuschuss zusammen rund 93 Milliarden Euro. Die Mittel bezahlen auch Leistungen, für die keine Beiträge geflossen sind.
Drei-Stände-Lehre
Drei-Stände-Lehre nennt die Forschung die mittelalterliche Ordnung aus Betenden, Kämpfenden und Arbeitenden. Bischof Adalbero von Laon beschrieb die Ordnung um 1025 in einem Lehrgedicht. Die beiden oberen Stände wurden durch die Arbeit des dritten versorgt.
Grenzbelastung
Grenzbelastung gibt an, welcher Anteil eines zusätzlich verdienten Euros durch Steuern, Sozialbeiträge und den Entzug von Sozialleistungen verloren geht. Liegt die Grenzbelastung über 100 Prozent, sinkt das verfügbare Einkommen trotz höheren Bruttolohns.
Grundsicherungsgeld
Grundsicherungsgeld heißt seit Juli 2026 die Leistung für erwerbsfähige Hilfebedürftige, die bis dahin Bürgergeld hieß. Mit der Umbenennung kamen ein Vermittlungsvorrang und schärfere Minderungen bei Pflichtverletzungen. Im September 2026 zählte die Bundesagentur für Arbeit 3,70 Millionen erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
Haltelinie
Haltelinie nennt man die gesetzliche Garantie eines Mindest-Rentenniveaus. Das Rentenpaket vom Dezember 2025 sichert ein Niveau von 48 Prozent bis 2031. Die Mehrkosten beziffert der Gesetzentwurf für 2031 auf rund 11 Milliarden Euro.
Meritokratie
Meritokratie bezeichnet eine Ordnung, in der Positionen nach Leistung statt nach Herkunft vergeben werden. Der britische Soziologe Michael Young machte den Begriff 1958 mit einer Satire bekannt, die vor einer neuen, abgeschotteten Leistungselite warnte.
Rating
Rating nennt man die Note, mit der eine Agentur die Kreditwürdigkeit eines Schuldners bewertet. Deutschland hat bei allen sechs Agenturen die Bestnote AAA. Eine schlechtere Note kann die Zinsen erhöhen, zu denen sich ein Staat Geld leiht.
Regelaltersgrenze
Regelaltersgrenze bezeichnet das Alter, ab dem Versicherte ohne Abschläge in Rente gehen können. Die Altersgrenze steigt bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre. Die Rentenkommission empfiehlt, die Grenze danach an die Lebenserwartung zu koppeln.
Sozialleistungsquote
Sozialleistungsquote heißt das Verhältnis aller Sozialleistungen zur Wirtschaftsleistung. Das Bundesarbeitsministerium weist die Quote im Sozialbudget aus, für 2025 mit 32,0 Prozent bei Leistungen von 1.431 Milliarden Euro. Den bisherigen Höchstwert markiert das Corona-Jahr 2020 mit 32,5 Prozent.
Subsidiaritätsprinzip
Subsidiaritätsprinzip nennt man den Grundsatz, nach dem die größere Gemeinschaft erst eingreift, wenn die kleinere eine Aufgabe nicht selbst lösen kann. Für den Sozialstaat bedeutet das Hilfe zur Selbsthilfe. Die katholische Soziallehre formulierte das Prinzip 1931.
Umlageverfahren
Umlageverfahren heißt die Finanzierung der gesetzlichen Rente, bei der die Beiträge der Erwerbstätigen direkt an die heutigen Rentner fließen. Ein Kapitalstock entsteht nicht. Die Rechnung hängt deshalb am Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern.
Verschonungsabschlag
Verschonungsabschlag bezeichnet die Steuerbefreiung von Betriebsvermögen bei Erbschaft oder Schenkung nach Paragraf 13a des Erbschaftsteuergesetzes, 85 oder 100 Prozent, je nachdem, wie lange der Erbe den Betrieb fortführt und die Arbeitsplätze erhält. 2025 blieben so 21,2 Milliarden Euro steuerfrei.
FAQ: Leistungsgesellschaft: Utopie oder alternativlos?

Was versteht man unter Leistungsgesellschaft?
Eine Leistungsgesellschaft verteilt Einkommen, Ansehen und Aufstieg nach dem eigenen Beitrag statt nach Herkunft. Den Gegenbegriff zur Ständegesellschaft machte der Soziologe Michael Young 1958 als Meritokratie bekannt. In Deutschland wirkt die Herkunft trotzdem stark: Laut OECD dauert der Aufstieg aus einer einkommensschwachen Familie sechs Generationen.
Ist der Sozialstaat in Deutschland noch bezahlbar?
In seiner heutigen Form nur mit steigenden Beiträgen und neuen Schulden. Das Sozialbudget erreichte 2025 1.431 Milliarden Euro, 32,0 Prozent der Wirtschaftsleistung. Der Sachverständigenrat erwartet Sozialbeiträge von etwa 46 Prozent im Jahr 2030, der Finanzplan des Bundes weist für 2028 bis 2030 ungedeckte Lücken aus.
Wie viele Menschen in Deutschland leben von Sozialleistungen?
2025 lebten laut Mikrozensus rund 7,2 Millionen Menschen überwiegend von Arbeitslosengeld, Bürgergeld oder sonstigen Unterstützungsleistungen, 8,7 Prozent der Bevölkerung. Weitere 18,3 Millionen lebten überwiegend von Renten und Pensionen, die auf eigenen Beiträgen oder Dienstzeiten beruhen.
Welches Rating hat Deutschland?
Deutschland hat bei allen sechs Ratingagenturen die Bestnote, bei Moody’s Aaa, bei Fitch, Scope, DBRS, KBRA und der US-Agentur Standard and Poor’s jeweils AAA, alle mit stabilem Ausblick. Fitch erwartet aber bis 2029 eine Schuldenquote über 70 Prozent, die höchste aller Staaten mit Bestnote.
Was passiert, wenn Deutschland sein AAA-Rating verliert?
Deutschland bliebe ein sehr sicherer Schuldner, Anleger könnten aber höhere Zinsen verlangen. Frankreich wurde 2025 von zwei Agenturen auf A+ herabgestuft. Zehnjährige französische Anleihen rentierten im August 2026 mit 4,00 Prozent, 0,82 Prozentpunkte über deutschen Anleihen gleicher Laufzeit.
Wie hoch ist die Abgabenlast in Deutschland?
Für einen alleinstehenden Durchschnittsverdiener gehen laut OECD 49,3 Prozent der Arbeitskosten an Steuern und Sozialbeiträge, Platz zwei unter 38 Industrieländern hinter Belgien. Ein Paar mit Kindern kommt auf 42,6 Prozent. Im Durchschnitt der OECD-Länder liegt der Wert bei 35,1 Prozent.
Quellen
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Statistisches Bundesamt | Bevölkerung in Privathaushalten 2025 nach überwiegendem Lebensunterhalt | https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Migration-Integration/Tabellen/migrationshintergrund-lebensunterhalt.html | besucht am 07.10.2026
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PKV-Verband | OECD-Zahlen: Abgabenlast in Deutschland steigt weiter | https://www.pkv.de/verband/presse/meldungen/oecd-zahlen-abgabenlast-in-deutschland-steigt-weiter/ | besucht am 07.10.2026
OECD | Taxing Wages 2026: Executive Summary | https://www.oecd.org/en/publications/taxing-wages-2026_3a5169ef-en/full-report/executive-summary_abb40a1e.html | besucht am 07.10.2026
sozialpolitik-aktuell.de (Universität Duisburg-Essen) | Sozialpolitische Daten und Werte, 2. Halbjahr 2026 | https://www.sozialpolitik-aktuell.de/2026-2-hj.html | besucht am 07.10.2026
Bundesministerium für Gesundheit | Bundestag beschließt GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (10.07.2026) | https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/bundestag-beschliesst-gkv-beitragssatzstabilisierunggesetz-pm-10-07-2026 | besucht am 07.10.2026
Bundesministerium für Gesundheit | Finanzentwicklung der GKV im 1. Halbjahr 2026 | https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/finanzentwicklung-der-gkv-im-1-halbjahr-2026 | besucht am 07.10.2026
Deutsche Rentenversicherung | Pressemitteilung vom 11.06.2026 zur Bundesvertreterversammlung | https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-und-Presse/Presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-aktuell/2026/2026-06-11-bvv-gunkel.html | besucht am 07.10.2026
Statistisches Bundesamt | Pressemitteilung Nr. 001 vom 02.01.2026: Erwerbstätigkeit 2025 | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/01/PD26_001_13321.html | besucht am 07.10.2026
Statistisches Bundesamt | Pressemitteilung Nr. 347 vom 30.09.2026: Erwerbstätigkeit im August 2026 | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/09/PD26_347_132.html | besucht am 07.10.2026
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Bundesagentur für Arbeit | Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt September 2026 | https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202609/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-202609-pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=1 | besucht am 07.10.2026
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Deutsche Rentenversicherung | Rentenatlas 2025 | https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Statistiken-und-Berichte/Rentenatlas/2025/rentenatlas-2025-download.pdf | besucht am 07.10.2026
Statistisches Bundesamt | Pressemitteilung Nr. 236 vom 07.07.2026: Lebenserwartung 2025 | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_236_12621.html | besucht am 07.10.2026
Die Bundesregierung | Rentenversicherungsbericht 2025: Ausblick auf die Entwicklung der Renten | https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/rentenbericht-2025-2394260 | besucht am 07.10.2026
Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung | Frühjahrsgutachten 2026 | https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/fg2026/FG2026_Gesamtausgabe.pdf | besucht am 07.10.2026
Bundesministerium für Arbeit und Soziales | Rentenkommission 2026: 33 Empfehlungen zur Rentenreform | https://www.bmas.de/DE/Soziales/Rente-und-Altersvorsorge/Rentenreform-2025/Rentenkommission-2026/rentenkommission-2026.html | besucht am 07.10.2026
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Scope Ratings | Scope affirms Germany’s AAA rating with Stable Outlook (04.09.2026) | https://www.deutsche-finanzagentur.de/fileadmin/user_upload/Finanzagentur/pdf/ratingberichte/20260904_Scope_Ratings_RAR_Germany.pdf | besucht am 07.10.2026
Morningstar DBRS | Rating Report Germany (08.05.2026) | https://www.deutsche-finanzagentur.de/fileadmin/user_upload/Finanzagentur/pdf/ratingberichte/20260508_Morningstar_DBRS_Rating_Report.pdf | besucht am 07.10.2026
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Internationaler Währungsfonds | Germany: 2025 Article IV Consultation, Staff Report (Country Report 26/36) | https://www.imf.org/-/media/files/publications/cr/2026/english/1deuea2026001.pdf | besucht am 07.10.2026
Eurostat | Government deficit/surplus, debt and associated data (gov_10dd_edpt1) | https://ec.europa.eu/eurostat/api/dissemination/statistics/1.0/data/gov_10dd_edpt1 | besucht am 07.10.2026
ifo Institut | Forschungsbericht 159: Integriertes Sozialtransfersystem (September 2025) | https://www.ifo.de/DocDL/ifo_Forschungsbericht_159_Integriertes-Sozialtransfersystem.pdf | besucht am 07.10.2026
ifo Institut | Forschungsbericht 145: Transferentzug (2024) | https://www.ifo.de/DocDL/ifo_Forschungsbericht_145_Transferentzug.pdf | besucht am 07.10.2026
ifo Institut | Andreas Peichl: Grundsicherung, aber wie? (FAZ, 22.04.2025) | https://www.ifo.de/en/media-contribution/2025-04-22/grundsicherung-aber-wie | besucht am 07.10.2026
Statista | Umfrage Arbeitszeit vs. Lebenszeit (Pressemitteilung vom 29.07.2026) | https://de.statista.com/presse/p/umfrage_arbeitszeit_vs_lebenszeit | besucht am 07.10.2026
Institut für Demoskopie Allensbach | Leistung: Dokumentation für die FAZ (Januar 2024) | https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/kurzberichte_dokumentationen/FAZ_Januar2024_Leistung.pdf | besucht am 07.10.2026
Institut für Demoskopie Allensbach | Teilzeit: Dokumentation für die FAZ (März 2026) | https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/kurzberichte_dokumentationen/FAZ_Ma__rz2026_Teilzeit.pdf | besucht am 07.10.2026
Bundesministerium der Justiz | Sozialgesetzbuch II, Paragraf 2: Grundsatz des Forderns | https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__2.html | besucht am 07.10.2026
Die Bundesregierung | Die neue Grundsicherung | https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/neue-grundsicherung-2399562 | besucht am 07.10.2026
Deutscher Bundestag | Gesetzentwurf zur neuen Grundsicherung, Drucksache 21/3541 | https://dserver.bundestag.de/btd/21/035/2103541.pdf | besucht am 07.10.2026
Zeithistorische Forschungen | Werner Bührer: Ludwig Erhard, Wohlstand für Alle (Heft 2/2007) | https://doks.zeitgeschichte-digital.de/doks/files/1906/ZF_1_2_2007_256_262_Buehrer.pdf | besucht am 07.10.2026
Stiftung Familienunternehmen / Walter Eucken Institut | Freiburger Subventionsbericht 2026 | https://www.familienunternehmen.de/publikationen/freiburger-subventionsbericht-2026 | besucht am 07.10.2026
Bundesministerium der Finanzen | Monatsbericht Oktober 2025: 30. Subventionsbericht der Bundesregierung | https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2025/10/Inhalte/Kapitel-2-Analysen/2-4-30-subventionsbericht-der-bundesregierung.html | besucht am 07.10.2026
Statistisches Bundesamt | Pressemitteilung vom 26.08.2026: Erbschaft- und Schenkungsteuer 2025 | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_306_736.html | besucht am 07.10.2026
Statistisches Bundesamt | Publikationen zur Erbschaft- und Schenkungsteuer (Tabelle 73611-07) | https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/Weitere-Steuern/Publikationen/_publikationen-innen-steuer-erbschaft.html | besucht am 07.10.2026
Statistisches Bundesamt | Pressemitteilung Nr. 455 vom 17.12.2025: Pensionärinnen und Pensionäre | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/12/PD25_455_742.html | besucht am 07.10.2026
CSU | Grundsatzprogramm 2007: Chancen für alle! | https://www.csu.de/common/_migrated/csucontent/grundsatzprogramm.pdf | besucht am 07.10.2026
CSU | Grundsatzprogramm 2023: Näher am Menschen | https://www.csu-geschichte.de/media/user_upload/PDF/CSU-Grundsatzprogramm_06-05-2023.pdf | besucht am 07.10.2026
Hanns-Seidel-Stiftung | Interview mit Klaus Holetschek: Soziale Marktwirtschaft unter Druck (01.07.2026) | https://www.hss.de/news/soziale-marktwirtschaft-unter-druck-warum-leistung-solidaritaet-und-eigenverantwortung-neu-austariert-werden-muessen-news14220/ | besucht am 07.10.2026
Konrad-Adenauer-Stiftung | Alois Glück, Hans Zehetmair (Hg.): Solidarische Leistungsgesellschaft | https://www.kas.de/de/einzeltitel/-/content/solidarische-leistungsgesellschaft | besucht am 07.10.2026
Dietz-Verlag | Erhard Eppler: Eine solidarische Leistungsgesellschaft (Leseprobe) | https://dietz-verlag.de/downloads/leseproben/0422.pdf | besucht am 07.10.2026
CDU | Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD 2025 | https://www.cdu.de/app/uploads/2025/04/KoaV-2025-Gesamt-final-0424.pdf | besucht am 07.10.2026
Konrad-Adenauer-Stiftung | Arnd Küppers: Alfred Müller-Armack, Soziale Marktwirtschaft muss es heißen | https://www.kas.de/de/web/geschichtsbewusst/essay/-/content/alfred-mueller-armack-soziale-marktwirtschaft-muss-es-heissen | besucht am 07.10.2026
ordosocialis | Eduard Gaugler: Die Soziale Marktwirtschaft | https://ordosocialis.de/wp-content/uploads/Gaugler_DE.pdf | besucht am 07.10.2026
Bundeszentrale für politische Bildung | Handwörterbuch politisches System: Subsidiarität | https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/handwoerterbuch-politisches-system/202191/subsidiaritaet/ | besucht am 07.10.2026
Gesellschaft für deutsche Sprache / Unwort des Jahres | Unwörter 2010 bis 2019 | https://www.unwortdesjahres.net/unwort/das-unwort-seit-1991/2010-2019/ | besucht am 07.10.2026
