Kleidung, Möbel und Posen von Politikern lösen ein Urteil aus, lange bevor ein Argument fällt. „Ja, das sieht doch super aus“, sagte Philipp Amthor in der ZDF-Doku „Inside CDU“, als ein Lieferant einen Strandkorb auf den Balkon des Kanzleramts rollte. Nach wenigen Tagen Spott ließ der Staatsminister den Korb zurück nach Mecklenburg-Vorpommern bringen.

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Wie ein Politiker aussieht, entscheidet mit darüber, ob Wähler ihm überhaupt zuhören. Bei der Bundestagswahl 2025 stimmten 13,0 Prozent der 18- bis 24-Jährigen für CDU und CSU, unter den über 70-Jährigen 41,4 Prozent. Hier lesen Sie, was die Psychologie über Kleidung und Sympathie weiß, warum die Grünen 1983 in Wollpullovern in den Bundestag einzogen und was Geschäftsführer daraus für den eigenen Auftritt lernen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wähler urteilen in Sekundenbruchteilen. Kompetenzurteile aus Porträtfotos trafen in einer Science-Studie den Sieger von 71,6 Prozent der untersuchten US-Senatswahlen. In einem polnischen Experiment wirkte derselbe Kandidat im Pullover freundlicher und ehrlicher als im Anzug.
  • Eine geschriebene Kleiderordnung für Abgeordnete kennt der Bundestag nicht. Trotzdem schickte die Sitzungsleitung 2025 eine Linken-Abgeordnete wegen eines „Palestine“-Pullovers aus dem Saal und schloss einen Linken-Abgeordneten wegen seiner Baskenmütze von der Sitzung aus.
  • Bei jungen Wählern liegt die Union weit zurück. CDU und CSU holten 2025 bei den 18- bis 24-Jährigen 13,0 Prozent, die CDU in Mecklenburg-Vorpommern 2026 bei den 16- bis 29-Jährigen nur 2 Prozent.
  • Lässigkeit allein rettet keinen Auftritt. Wähler belohnen Politiker, die privat und öffentlich stimmig wirken, und bestrafen Inszenierungen, die auffliegen.
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Wie gut kennen Sie die Kleiderfragen der Politik?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Wie viel Prozent der 18- bis 24-Jährigen wählten bei der Bundestagswahl 2025 CDU oder CSU? Aufklappen ↓
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Richtig: A. Laut der amtlichen Repräsentativen Wahlstatistik kamen CDU und CSU bei den Jüngsten zusammen auf 13,0 Prozent. Bei den über 70-Jährigen lag der Anteil mit 41,4 Prozent mehr als dreimal so hoch.
2 In welchem Aufzug legte Joschka Fischer 1985 den Amtseid als hessischer Umweltminister ab? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Fischer erschien am 12. Dezember 1985 in Jeans, Sportsakko und weißen Turnschuhen von Nike. Die Schuhe stehen heute im Deutschen Ledermuseum in Offenbach.
3 Welche Eigenschaft eines Politikers fanden britische Bürger in einer Befragung von 2017 am unwichtigsten? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: C. Unter 21 Eigenschaften landeten gute Kleidung sowie ein präsentables Aussehen und eine angenehme Stimme ganz hinten. Unbewusst urteilen Wähler trotzdem nach dem Äußeren, wie Experimente mit Porträtfotos zeigen.
4 Weshalb wurde der Linken-Abgeordnete Marcel Bauer im Mai 2025 von einer Bundestagssitzung ausgeschlossen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Bauer behielt im Plenarsaal seine Baskenmütze auf, obwohl Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ihn gebeten hatte, sie abzunehmen. Eine schriftliche Kleiderordnung für Abgeordnete existiert trotzdem nicht.
5 Wie wirkte ein fiktiver Kandidat im Pullover in einer polnischen Studie im Vergleich zum Auftritt im Anzug? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Die 320 Befragten bewerteten den Kandidaten im Pullover als freundlicher, offener, ehrlicher und zuverlässiger. Der Anzug verschaffte dem Kandidaten nur bei Klugheit und Effektivität einen kleinen Vorsprung.

Was verrät ein Strandkorb über einen Staatsminister?

Sakko mit Strandkorb-Einstecktuch an Kleiderbügel vor weißem Hintergrund
Philipp Amthor in Strandkorb-Szenerie: Nutzer werfen dem Staatsminister „spätrömische Dekadenz“ vor

Der Strandkorb zeigt, wie schnell ein Bild aus Möbel, Anzug und Kulisse den Eindruck von Abgehobenheit erzeugt. Nach einer Szene im Kanzleramt warfen Nutzer in sozialen Netzwerken Philipp Amthor „spätrömische Dekadenz im Endstadium“ vor.

Amthor, Jahrgang 1992, ist seit Ende Juli 2026 Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt. Seit dem 22. September zeigt das ZDF in seinem Streamingangebot die zweite Staffel der Dokureihe „Inside CDU“. In Folge 4 rollt ein Lieferant den Korb auf den Balkon, Amthor kommentiert: „Ja, das sieht doch super aus.“ Von dort könne er einen Fuchs im Garten des Kanzleramts beobachten, erklärt der CDU-Politiker dem Reporter.

Unter einem Instagram-Beitrag des ZDF sammelten sich bis zum Abend des 27. September mehr als 1.600 Kommentare, manche Nutzer hielten den Clip für Satire oder für ein KI-Video. Das Magazin Focus sah in Folge 4 „Maßanzüge, große Posen und luxuriöse Räumlichkeiten“ und hob eine Ledersitzgruppe des Herstellers Cassina im Wert von über 25.000 Euro aus dem Inventar des Bundes hervor. Laut dem Branchenblatt Horizont zeigt die Kamera Amthor im Anzug vor den Porträts früherer Bundeskanzler, unterlegt mit klassischer Musik.

Der Kommunikationsexperte Philipp Jessen beschrieb im selben Bericht, warum solche Einstellungen schaden. Eine Kamera, die einen Politiker im Dreiteiler in der Dienstlimousine von unten filme, sei für die Hauptfigur der Serie „Succession“ eine super Einstellung, „aber für alles andere nicht“. Der Zeitpunkt war denkbar ungünstig: Zwei Tage vor dem Start der Staffel war die CDU bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern auf 4,9 Prozent gefallen. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik verpasste die Partei damit den Einzug in einen Landtag, den Landesvorsitz übernahm Amthor kommissarisch.

Der Regierungssprecher erklärte, der Korb stehe für Amthors Verbundenheit mit der Heimat. Gefertigt wurde das Möbel auf Usedom in Amthors Wahlkreis. Kauf, Lieferung und Aufbau bezahlte der Staatsminister privat. Der Verkäufer Dirk Mund nannte die Aufregung „völlig übertrieben“, der Mainzer Kommunikationswissenschaftler Marcus Maurer hielt die Strandkorb-Debatte ebenfalls für übertrieben.

Unsere Einschätzung: Der Korb selbst ist harmlos, ein Stück Handwerk von der Ostsee. Schaden richtet das Bild drumherum an. Ein Politiker Anfang dreißig posiert im Anzug vor Kanzlerporträts, im Büro steht eine Ledersitzgruppe aus Bundesbesitz, auf dem Balkon lobt der Staatsminister die Optik eines Möbels. Genau diese Mischung aus Kleidung, Kulisse und Pose entscheidet, ob Wähler einen Politiker für einen der ihren halten.

Auf den Punkt

Ein privat bezahlter Strandkorb von Usedom wurde zum Symbol, weil Anzug, Kanzlerporträts und Ledersessel dieselbe Botschaft sendeten: Distanz. Wähler urteilen über das ganze Bild und selten über den einzelnen Gegenstand.

Wie schnell urteilen Wähler über Gesicht und Kleidung?

Stoppuhr auf Krawatte mit Anhänger „SOFORT“
Ein Blick von 250 Millisekunden auf zwei Gesichter genügte Testpersonen für eine Prognose, die gut zwei von drei Gouverneurswahlen traf.

In Sekundenbruchteilen. Schon ein kurzer Blick auf ein Foto reicht Menschen, um einem Kandidaten Kompetenz oder Wärme zuzuschreiben. Diese Blitzurteile sagen Wahlausgänge erstaunlich oft voraus.

Der Psychologe Alexander Todorov ließ an der Universität Princeton Testpersonen Porträtpaare von Kandidaten vergleichen, die den Befragten unbekannt waren. Gefragt war allein, wer kompetenter wirke. Der jeweils kompetenter wirkende Kandidat hatte 71,6 Prozent von 95 Senatswahlen tatsächlich gewonnen, bei 600 Wahlen zum Repräsentantenhaus 66,8 Prozent. Für 2004 lagen die Urteile schon vor der Wahl vor, die Trefferquote lag mit 68,8 Prozent ähnlich hoch. Die Studie erschien 2005 in der Fachzeitschrift Science.

Wie wenig Zeit das Urteil braucht, zeigte ein Folgeexperiment, das 2007 in den Proceedings of the National Academy of Sciences erschien. Nach einem Blick von 250 Millisekunden auf die Gesichter sagten Testpersonen den Ausgang von 68,5 Prozent der 89 Gouverneurswahlen richtig voraus. Schon nach 100 Millisekunden lag die Trefferquote über dem Zufallsniveau. Testpersonen, die sich ausdrücklich Zeit zum Nachdenken nehmen sollten, trafen in einem zweiten Versuch seltener. Die Quote dieser Gruppe sank auf 60 Prozent, ein Wert, der statistisch nicht mehr vom Raten zu unterscheiden war.

Was Menschen in diesen Momenten prüfen, beschreibt das Stereotype Content Model, das die Psychologinnen Susan Fiske und Amy Cuddy gemeinsam mit dem Psychologen Peter Glick entwickelt haben. Zuerst klärt das Gehirn, ob ein Gegenüber wohlwollend ist, also Wärme ausstrahlt. Die Frage nach der Kompetenz, also ob diese Person ihre Absichten auch umsetzen kann, folgt erst danach und wiegt leichter. Für Politiker bestätigten das die Politikwissenschaftler Lasse Laustsen und Alexander Bor 2017 mit US-Wahlstudien von 1984 bis 2008: Wärme beeinflusste die Bewertung von Kandidaten wie auch die Wahlentscheidung stärker als Kompetenz, Führungsstärke und Integrität.

Wie stark die Kleidung in diese Rechnung eingeht, testeten Bożydar Kaczmarek und Marcin Stencel von der Wirtschaftshochschule in Lublin. 320 Befragte zwischen 18 und 78 Jahren bewerteten denselben fiktiven Parlamentskandidaten einmal im Anzug, einmal im Pullover. Im Strick wirkte der Mann deutlich freundlicher, offener, ehrlicher und zuverlässiger. Der Anzug verschaffte dem Kandidaten nur bei Klugheit und Effektivität einen kleinen Vorsprung, bei der Kompetenz blieb der Unterschied im Bereich des Zufalls.

Ein Kandidat, zwei Garderoben
So bewerteten 320 Befragte in Polen denselben fiktiven Parlamentskandidaten im Anzug und im Pullover. Skala von 1 (trifft nicht zu) bis 5 (trifft voll zu).
PulloverAnzug
FreundlichVorteil Pullover
Pullover
4,11
Anzug
3,16
OffenVorteil Pullover
Pullover
4,17
Anzug
3,42
EhrlichVorteil Pullover
Pullover
3,71
Anzug
3,27
ZuverlässigVorteil Pullover
Pullover
3,72
Anzug
3,35
KlugKleiner Vorteil Anzug
Pullover
3,81
Anzug
3,98
EffektivKleiner Vorteil Anzug
Pullover
3,69
Anzug
3,83

Fragt man Wähler direkt, halten sie Kleidung für nebensächlich. Für eine Studie in der Fachzeitschrift Political Studies befragte das Meinungsforschungsinstitut Sky Data im Oktober 2017 genau 1.881 Briten nach den Eigenschaften eines guten Politikers. Unter 21 Merkmalen landeten gute Kleidung sowie ein präsentables Aussehen samt Stimme ganz hinten, vorn stand Integrität. Unbewusst urteilen Wähler trotzdem nach dem Äußeren, wie die Experimente mit Porträtfotos zeigen.

Mit der oft zitierten Faustregel, Wirkung entstehe zu 55 Prozent aus der Mimik, zu 38 Prozent aus der Stimme und nur zu 7 Prozent aus Worten, lässt sich der Befund nicht erklären. Albert Mehrabian, auf dessen Experimente die Zahlen zurückgehen, stellt auf seiner Website selbst klar: Die Formel gilt nur für die Mitteilung von Gefühlen und Einstellungen, nicht für jede Rede.

Auf den Punkt
  • Blitzurteil: Ein Blick von 250 Millisekunden auf zwei Gesichter genügte Testpersonen für eine Prognose, die bei gut zwei von drei Gouverneurswahlen stimmte.
  • Wärme zuerst: Menschen prüfen das Wohlwollen eines Gegenübers vor seiner Kompetenz. Das Wohlwollen zählt dabei mehr.
  • Pullover-Bonus: Im Strick wirkte derselbe Kandidat freundlicher und ehrlicher, im Anzug nur etwas klüger.

Warum zogen die Grünen 1983 im Wollpullover in den Bundestag ein?

Oranger Strickpullover, Sonnenblume und die Zahl 1983 auf weißem Grund
Am 29. März 1983 zogen die Abgeordneten der Grünen mit Sonnenblumen, Tannenzweigen und in Wollpullovern in den Bundestag ein.

Weil die Kleidung zur Botschaft gehörte. Die Grünen zogen am 29. März 1983 mit Sonnenblumen, Zweigen einer umweltkranken Tanne und in Wollpullovern in den Bundestag ein. Der Aufzug grenzte die neue Partei sichtbar von den etablierten Fraktionen ab.

Bei der Wahl am 6. März 1983 hatte die Partei 5,6 Prozent der Zweitstimmen geholt, gut 2,1 Millionen. Zusammen mit dem Abgeordneten aus West-Berlin, der wegen des Sonderstatus der Stadt nicht direkt gewählt wurde, zählte die Fraktion 28 Parlamentarier. Gegen das Berufspolitikertum setzte die Partei das Rotationsprinzip: Die Abgeordneten sollten ihr Mandat zur Mitte der Wahlperiode an Nachrücker abgeben. Das Haus der Geschichte beschreibt Abgeordnete „in Turnschuhen und Rollkragenpulli“ am Rednerpult, dazu Dienstfahrräder und Fraktionssitzungen im Grünen. Viel zitiert wird bis heute das Stricken während der Plenardebatten.

Nicht alle Grünen spielten mit. Otto Schily, einer der Fraktionssprecher, erschien in Anzug und korrekt gebundener Krawatte. Bei der Wahl Helmut Kohls zum Bundeskanzler überreichte die Abgeordnete Marieluise Beck-Oberdorf dem Kanzler einen Tannenzweig, so vermerkt im Plenarprotokoll. Nach Becks Erinnerung rügte Schily die nicht abgesprochene Aktion noch im Plenarsaal.

Die Union reagierte gereizt. Eine Verschärfung der Geschäftsordnung gegen solche „Auswüchse“ wehrte Bundestagspräsident Rainer Barzel (CDU) allerdings ab, schon in seiner Antrittsrede hatte er gemahnt: „Keiner hier hat ein besseres Mandat als ein anderer.“ Am 30. März 1983 rief der CSU-Abgeordnete Theo Waigel dem Parlamentarischen Geschäftsführer der Grünen, Joschka Fischer, „Unverschämtheit!“ entgegen. Fischer konterte: „Es paßt doch nicht zu Ihrem Aufzug, wenn Sie hier so randalieren!“ Kurz darauf legte der Grüne nach: „Sie bezeichnen uns als Spinner und ähnliches, werfen uns vor, wir würden der Würde nicht gerecht werden, verschanzen sich aber hinter Schlips und Kragen.“

Zwei Jahre später machte Fischer aus der Kleiderfrage ein Bild für die Geschichtsbücher. Am 12. Dezember 1985 legte der 37-Jährige im hessischen Landtag den Amtseid als Umweltminister ab, in Jeans, Sportsakko und weißen, knöchelhohen Turnschuhen von Nike. Die Schuhe hatte Fischer erst am Vortag gekauft. Im Tagebuch des neuen Ministers steht dazu der Satz: „Turnschuhe müssen her, denn meine alten sind hinüber.“ Heute steht das Paar im Deutschen Ledermuseum in Offenbach. Als Fischer am 27. Oktober 1998 als Bundesaußenminister vereidigt wurde, trug er einen Anzug.

Die Konsumforscherin Silvia Bellezza und ihre Kolleginnen beschrieben 2014 im Journal of Consumer Research, warum solche Regelbrüche funktionieren können. Ein Professor im T-Shirt wirkte auf Befragte an einer Spitzenuniversität angesehener als ein Kollege mit Krawatte. Der Bonus verschwand, sobald der Verstoß als Versehen galt. Die grünen Abgeordneten von 1983 kannten die Norm genau und verletzten sie mit Absicht. Mit wachsender Macht verlor der Regelbruch seinen Nutzen.

Kurz gemerkt

Die Grünen nutzten 1983 die Kleidung als Programm und brachen bewusst eine Norm, die alle im Saal kannten. Spätestens mit dem Amt des Außenministers kehrte Joschka Fischer 1998 zum Anzug zurück.

Wer bestimmt, was im Plenarsaal angemessen ist?

Schwarze Baskenmütze neben Handglocke mit orangem Anhänger „WÜRDE“
Eine Baskenmütze führte im Mai 2025 zum Ausschluss eines Abgeordneten von der Sitzung, eine geschriebene Kleiderordnung existiert nicht.

Eine geschriebene Kleiderordnung für Abgeordnete existiert nicht. Die Bundestagspräsidentin wahrt nach der Geschäftsordnung die Würde des Parlaments und legt mit ihren Stellvertretern aus, welche Kleidung diese Würde verletzt.

Das Wort „Kleidung“ kommt in der Geschäftsordnung des Bundestags nicht vor. Paragraf 36 erlaubt einen Ordnungsruf bei Verletzung der „Ordnung oder der Würde“, Paragraf 37 ein Ordnungsgeld von 2.000 Euro, im Wiederholungsfall 4.000 Euro, Paragraf 38 den Ausschluss für bis zu 30 Sitzungstage. Der Satz „Die Kleidung und das Verhalten müssen der Würde des Hauses entsprechen“ steht in den Zugangs- und Verhaltensregeln, die der Ältestenrat 2023 beschlossen hat, und richtet sich an Gäste und Besucher. Julia Klöckner (CDU), Bundestagspräsidentin seit dem 25. März 2025, schrieb auf der Plattform Abgeordnetenwatch selbst: „Weder die Geschäftsordnung noch die Hausordnung … kennen eine konkrete Kleiderordnung für Abgeordnete.“

Durchgesetzt wird die ungeschriebene Regel trotzdem. Am 15. Mai 2025 bat Klöckner den Linken-Abgeordneten Marcel Bauer, seine Baskenmütze abzunehmen. Bauer behielt die Mütze auf, Vizepräsidentin Andrea Lindholz schloss ihn später von der Sitzung aus, den Einspruch wies das Plenum am Folgetag zurück. Klöckner verteidigte die Linie in einem Interview: „Das Parlament ist natürlich kein Laufsteg.“ Sonst komme „der nächste mit einer Golfkappe und der dritte mit einem Stahlhelm“.

Am 4. Juni 2025 bat Klöckner die Linken-Abgeordnete Cansın Köktürk, einen Pullover mit der Aufschrift „Palestine“ zu wechseln, und forderte sie danach auf, die Sitzung zu verlassen. Im Juli 2025 verabredete das Präsidium, dass am Revers nur noch Bundesadler, Deutschland- und Europafahne geduldet werden. Die Präsidentin fasste die Linie gegen Anstecker so zusammen: „Die Debatte wird im Plenum über das Wort geführt und ausschließlich über das Wort.“

Neu ist der Streit nicht. 2011 durften der Linke Andrej Hunko und der Grüne Sven-Christian Kindler ohne Krawatte nicht als Schriftführer neben Bundestagspräsident Norbert Lammert sitzen. Im Februar 2014 schaffte das Präsidium die Krawattenpflicht für Schriftführer ab, auf Antrag der Vizepräsidentinnen Claudia Roth und Petra Pau.

DatumWerKleidungsstückFolge
29.03.1983Grünen-Fraktion im BundestagWollpullover, Sonnenblumen, TannenzweigeGereizte Union, keine Verschärfung der Geschäftsordnung
12.12.1985Joschka Fischer, Hessischer LandtagTurnschuhe, Jeans, SportsakkoVereidigung zum Umweltminister, Schuhe heute im Ledermuseum
2011Andrej Hunko (Linke), Sven-Christian Kindler (Grüne)Hemd ohne KrawatteKein Platz als Schriftführer neben dem Präsidenten
Februar 2014BundestagspräsidiumKrawattenpflicht für SchriftführerAbgeschafft
15.05.2025Marcel Bauer (Linke)BaskenmützeAusschluss von der Sitzung
04.06.2025Cansın Köktürk (Linke)Pullover mit Aufschrift „Palestine“Aufforderung, die Sitzung zu verlassen
Juli 2025BundestagspräsidiumPolitische AnsteckerNur noch Bundesadler, Deutschland- und Europafahne
Kleiderkonflikte in deutschen Parlamenten seit 1983. Quellen: Deutscher Bundestag (Plenarprotokolle 10/2, 21/4, 21/9), Haus der Geschichte, 1000dokumente.de, dpa, Tagesspiegel.

Andere Parlamente lösen die Frage ähnlich vage. Im britischen Unterhaus erklärte Speaker John Bercow am 29. Juni 2017, eine Krawatte halte er nicht für unverzichtbar, erwartet werde geschäftsmäßige Kleidung. Auch außerhalb der Parlamente bleibt die Anzugfrage politisch. Im Weißen Haus fragte ein Reporter am 28. Februar 2025 den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, warum er keinen Anzug trage. Selenskyj antwortete, er werde einen tragen, sobald der Krieg vorbei sei.

Die Kleiderordnung ohne Paragrafen wirkt stärker als jede geschriebene. Keine Vorschrift verlangt von Abgeordneten formelle Kleidung, trotzdem prägen dunkle Anzüge bis heute das Bild im Plenarsaal. Die Norm lebt von der Gewohnheit. Gewohnheiten ändern sich in Parlamenten langsamer als in jedem Büro.

Auf den Punkt
  • Keine Paragrafen: Geschäfts- und Hausordnung kennen keine Kleiderordnung für Abgeordnete, nur die Würde des Parlaments.
  • Strenge Auslegung: Seit 2025 ahndet die Sitzungsleitung Mützen, politische Aufschriften und Anstecker.
  • Gelockerter Schlips: Die Krawattenpflicht für Schriftführer fiel schon im Februar 2014.

Warum erinnern so viele Politiker an den Bankberater um die Ecke?

Schlip mit orangefarbenem Kugelschreiber, diebstahlgeschützt, vor weißem Hintergrund
Im Verhandlungsexperiment fühlten sich die Gegenüber von Anzugträgern machtloser, die Männer in Jogginghose machten mehr Zugeständnisse.

Weil Politik und Finanzbranche lange dieselbe Uniform trugen. Der dunkle Anzug signalisiert Status, Kontrolle und Verlässlichkeit, also Kompetenz, während Wärme und Nähe nicht zu seiner Botschaft gehören.

Was ein Anzug beim Gegenüber auslöst, maßen die Psychologen Michael Kraus und Wendy Berry Mendes 2014. Junge Männer verhandelten paarweise über den Verkauf einer fiktiven Fabrik, ein Teil im Anzug, ein Teil in Jogginghose und T-Shirt. Die Anzugträger setzten sich besser durch, ihre Verhandlungspartner fühlten sich machtloser, die Männer in Jogginghose machten mehr Zugeständnisse. Teurer heißt dabei nicht vertrauenswürdiger: In einer britischen Studie von 2013 wirkte ein Mann im Maßanzug auf 274 Befragte selbstbewusster und erfolgreicher als im Anzug von der Stange, aber nicht vertrauenswürdiger.

Für Politiker hat die Uniform einen praktischen Vorteil: Der immer gleiche Anzug spart tägliche Entscheidungen und lenkt nicht von der Botschaft ab. Barack Obama erklärte 2012 dem Autor Michael Lewis, er trage nur graue oder blaue Anzüge, um weniger Entscheidungen treffen zu müssen. Angela Merkel begründete ihre Blazer-Wahl rückblickend mit dem Publikum: Menschen, die sich die ganze Zeit mit der Kleidung der Kanzlerin beschäftigten, hörten nicht mehr richtig zu, „was ich an politischer Botschaft habe“. Für Politikerinnen war schon die Hose ein Signal, den Hosenanzug nannte Merkel für die frühen 1990er-Jahre „ein Politikum“.

Philipp Amthor verkörpert die Uniform-Logik wie kaum ein anderer seiner Generation. Die Zeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik beschrieb den CDU-Politiker 2020 „mit Kassenbrille und Seitenscheitel“, damals war Amthor 27 Jahre alt. Ein junger Mann im Aufzug der Älteren sendet ein starkes Kompetenzsignal und verzichtet auf den Bonus des Ähnlichkeitsprinzips. Menschen finden Gegenüber sympathischer, die ihnen ähneln: In einem Experiment der Universität Stanford von 2008 verschob ein unbemerkt beigemischter Anteil von 40 Prozent des eigenen Gesichts im Porträt eines Kandidaten die Präferenz parteipolitisch ungebundener Wähler zu diesem Kandidaten.

Für viele Erstwähler liegt die letzte Begegnung mit einer Autorität im Sakko nicht lange zurück: der Schulleiter bei der Zeugnisausgabe, die Beraterin bei der Eröffnung des ersten Girokontos. Ein Politiker im selben Aufzug ruft genau diese Rollen ab, bevor er ein Wort sagt. Studien messen diese Verknüpfung nicht direkt. Unsere Deutung stützt sich auf das Wärme-Kompetenz-Modell: Autoritäten im Sakko wirken kompetent, aber selten warm.

Unsere Einschätzung: Der Anzug punktet bei der Kompetenz und büßt an Wärme ein, obwohl Wärme laut Forschung schwerer wiegt. Für eine Partei, der die jungen Wähler davonlaufen, ist das ein schlechter Tausch.

Auf den Punkt
  • Dominanzsignal: Im Verhandlungsexperiment fühlten sich die Gegenüber von Anzugträgern machtloser.
  • Teuer ist nicht vertrauenswürdig: Ein Maßanzug steigert den Eindruck von Erfolg, nicht von Vertrauen.
  • Ähnlichkeit zählt: Wähler mögen Kandidaten, die ihnen ähneln, schon ein unbemerkt beigemischtes eigenes Gesicht verschiebt die Präferenz.

Wie tief ist der Graben zwischen Politik und Jungwählern?

Weißer Sneaker, schwarzer Schuh, Maßband dazwischen, Schild „DER ABSTAND“ auf Weiß
CDU und CSU kamen bei der Bundestagswahl 2025 unter den 18- bis 24-Jährigen auf 13,0 Prozent, unter den über 70-Jährigen auf 41,4 Prozent.

Bei der Union klafft eine tiefe Kluft zwischen Jung und Alt. CDU und CSU holten bei der Bundestagswahl 2025 unter den 18- bis 24-Jährigen 13,0 Prozent der Zweitstimmen, unter den über 70-Jährigen 41,4 Prozent.

Die Zahlen stammen aus der amtlichen Repräsentativen Wahlstatistik der Bundeswahlleiterin. Stärkste Kraft bei den Jüngsten wurde die Linke mit 27,3 Prozent vor der AfD mit 19,0 Prozent. Junge Frauen wählten zu 37,1 Prozent die Linke, junge Männer zu 25,2 Prozent die AfD. Vier Jahre zuvor hatten in derselben Altersgruppe noch die Grünen mit 24,0 Prozent und die FDP mit 20,5 Prozent vorn gelegen.

Noch drastischer fiel das Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern aus. Nach der Wahltagsbefragung der Forschungsgruppe Wahlen stimmten bei der Landtagswahl am 20. September 2026 nur 2 Prozent der 16- bis 29-Jährigen für die CDU. Die AfD kam in dieser Gruppe auf 37 Prozent, die SPD auf 22, die Linke auf 19 Prozent. Selbst bei den über 60-Jährigen erreichte die CDU nur 6 Prozent.

Auch im Parlament bleibt die junge Generation eine kleine Minderheit. Die Abgeordneten des 21. Bundestags waren zum Start im Schnitt 47,1 Jahre alt, nur 32 von 630 Abgeordneten waren bei der Wahl jünger als 30. Das entspricht gut 5 Prozent, während unter 30-Jährige rund 13 Prozent der Wahlberechtigten stellen.

Das Vertrauen junger Menschen in Parteien ist entsprechend gering. Die Shell Jugendstudie 2024 misst auf einer Skala von 1 bis 5 für Parteien einen Mittelwert von 2,6, für Bundesverfassungsgericht und Polizei je 3,7. In der Umfrage „Demokratie in der Krise“ der Körber-Stiftung äußerten 2025 nur 15 Prozent der 18- bis 29-Jährigen großes Vertrauen in Parteien.

Abgehobenheit allein erklärt die Abkehr allerdings nicht. Der Aussage, führende Leute aus Politik und Medien lebten in ihrer eigenen Welt, stimmten in derselben Körber-Umfrage 59 Prozent der 18- bis 29-Jährigen zu, bei den über 60-Jährigen 71 Prozent. Junge Wähler wenden sich weniger von der Politik ab als von bestimmten Parteien. Die Stimmen der Jungen wandern zu Parteien, die deren Sprache sprechen und deren Kanäle bespielen.

Der Graben in Zahlen
Wie weit die Union und der Bundestag von den jüngsten Wählern entfernt sind.
Zweitstimmen für CDU und CSU, Bundestagswahl 2025
18 bis 24
13,0 %
25 bis 34
16,1 %
60 bis 69
31,6 %
70 und älter
41,4 %
Alle Wähler
28,6 %
2 %
der 16- bis 29-Jährigen wählten bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026 die CDU.
32 von 630
Abgeordneten des 21. Bundestags waren bei der Wahl jünger als 30 Jahre.
2,6 von 5
Punkten erreicht das Vertrauen junger Menschen in Parteien in der Shell Jugendstudie 2024.

Was hat TikTok mit dem Kleiderschrank zu tun?

Ein oranger Hoodie an einem weißen Ringlichtständer mit Schild „LIVE“ vor weißem Hintergrund
Im TikTok-Wahlkampf 2025 erreichten CDU und CSU rund 19 Millionen Aufrufe, die AfD rund 98 Millionen.

Auf TikTok sprechen Politiker im Hochformat direkt in die Handykamera. Dort sieht ein Anzug vor der Bücherwand schnell nach Pressekonferenz aus, ein Pullover am Küchentisch nach Gespräch.

Das Institut der deutschen Wirtschaft wertete für den Bundestagswahlkampf 6.995 TikTok-Videos der Parteien und ihrer Spitzenleute aus, veröffentlicht zwischen dem 1. November 2024 und dem 16. Februar 2025. Die AfD erreichte rund 98 Millionen Aufrufe, die SPD 73 Millionen, die Linke 54 Millionen und die Grünen 49 Millionen. CDU und CSU landeten mit rund 19 Millionen Aufrufen auf dem letzten Platz. Das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena zählte für denselben Wahlkampf rund 2.200 Accounts mit mehr als 26.000 Videos. Die Linke sammelte dort mit 60 Prozent weniger Beiträgen mehr Likes als die AfD.

Bekanntestes Gesicht des Linken-Erfolgs auf TikTok ist die Abgeordnete Heidi Reichinnek. Reichinneks TikTok-Account zählte am 2. Oktober 2026 rund 750.700 Follower, der offizielle Account der CDU Deutschlands 119.200. Als Gründe für den Erfolg der Linken bei Jungwählern nannte die Trendstudie „Jugend in Deutschland“ 2025 soziale Gerechtigkeit, die klare Abgrenzung nach rechts und „hunderttausendfach gelikte Videos von Frontfrau Heidi Reichinnek auf TikTok“.

Reichinnek setzt dabei nicht auf Verkleidung. Den tätowierten linken Arm mit Rosa Luxemburg nennt Reichinnek ihren „politischen Arm“, Stil und Botschaft passen zusammen. Über die Stimme entscheidet trotzdem der Inhalt: Nach Infratest dimap nannten 79 Prozent der Linken-Wähler 2025 das Programm als wichtigsten Grund für ihre Wahl, nur 13 Prozent die Kandidaten.

Für junge Menschen ist TikTok längst eine Informationsquelle. 36 Prozent der Befragten der Shell Jugendstudie 2024 vertrauen TikTok und Instagram als Nachrichtenquelle, 2019 lag der Anteil bei 25 Prozent.

Kurz gemerkt

Im TikTok-Wahlkampf 2025 lag die Union bei den Aufrufen weit hinter allen anderen untersuchten Parteien. Stil öffnet die Tür, über die Stimme entscheidet bei Linken-Wählern aber das Programm.

Warum verstehen junge Wähler so oft nur Bahnhof?

Ein weißes Buch mit einem gelben Miniaturschild „BAHNHOF“ darauf
Die Wahlprogramme zur Bundestagswahl 2025 erreichten auf dem Hohenheimer Verständlichkeitsindex im Schnitt 7,3 von 20 Punkten.

Weil Politik in Fachsprache schreibt. Die Wahlprogramme zur Bundestagswahl 2025 erreichten auf dem Hohenheimer Verständlichkeitsindex im Schnitt 7,3 von 20 Punkten, Haushaltsreden im Bundestag kamen 2023 auf 15,0 Punkte.

Das Team um den Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider an der Universität Hohenheim misst Satzlängen, Schachtelsätze, Fachwörter und Anglizismen. Ganz vorn lag 2025 ausgerechnet das Programm von CDU und CSU mit 10,5 Punkten, dem besten Unionswert seit 1949. Dahinter folgten Linke mit 8,3, SPD mit 7,1, FDP mit 6,9, Grüne mit 6,8 und BSW mit 6,6 Punkten, Schlusslicht war die AfD mit 5,1 Punkten. Zum Vergleich: Doktorarbeiten in Politikwissenschaft erreichen im Schnitt 1,2 Punkte.

Die Programme umfassen heute im Schnitt 25.544 Wörter, fast fünfmal so viele wie 1949. Die Prüfer fanden Wortungetüme wie „Telekommunikationsnetzausbaubeschleunigungsgesetz“ bei der FDP und Fachbegriffe wie „Small Modular Reactors“ bei der Union. Brettschneider sieht die Ursache in den Expertenrunden der Parteien, denen meist nicht bewusst sei, dass die Mehrheit der Wähler ihren Fachjargon nicht versteht: „Wir nennen das den ‚Fluch des Wissens‘.“

Auf Landesebene hält die Union ihr Niveau nicht. In Berlin erreichte das CDU-Programm 2026 nur 4,6 Punkte, in Sachsen-Anhalt 5,5. Für Mecklenburg-Vorpommern liegt keine Hohenheimer Auswertung vor.

Sprache trennt nicht nur über Fachwörter. Wie einzelne Bilder eine Debatte vorentscheiden, zeigt unser Beitrag über politische Metaphern am Beispiel der Brandmauer. Kommen schwer verständliche Sätze und ein Auftritt im Bankberater-Look zusammen, entsteht eine doppelte Distanz. Der Absender wirkt fremd, seine Botschaft kommt nicht an.

Verständlichkeit allein gewinnt allerdings keine Wahl. Das AfD-Programm war 2025 das am schwersten verständliche und bestand zugleich zu 7,1 Prozent aus anti-elitären Sätzen, das BSW kam auf 9,3 Prozent. Bei den Grünen sank dieser Anteil von 8,9 Prozent im Jahr 1983 auf 0,6 Prozent. Aus der Protestpartei im Wollpullover ist auch sprachlich eine etablierte Partei geworden.

Auf den Punkt
  • Union vorn: Das Unionsprogramm war 2025 mit 10,5 von 20 Punkten das verständlichste der Bundestagswahl.
  • Fluch des Wissens: Fachkapitel bleiben schwer lesbar, weil Experten für Experten schreiben.
  • Grüne gezähmt: Der Anteil anti-elitärer Sätze im Grünen-Programm sank von 8,9 Prozent 1983 auf 0,6 Prozent.

Die Union hat 2025 das verständlichste Wahlprogramm geschrieben und trotzdem nur 13 Prozent der 18- bis 24-Jährigen gewonnen. An der Sprache allein scheitert die Union also nicht, eher an den Kanälen und an den Bildern, die junge Wähler von der Partei zu sehen bekommen.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Ist lässige Kleidung nur die nächste Verkleidung?

Rückenansicht eines orangefarbenen Kapuzenpullovers am Kleiderbügel mit Etikett „LÄSSIG“
Steigt die wahrgenommene Authentizität eines Kandidaten um eine Skalenstufe, wächst die Wahlwahrscheinlichkeit um 6 bis 25 Prozentpunkte.

Lässigkeit kann genauso inszeniert sein wie der Anzug. Wähler prüfen deshalb weniger das Kleidungsstück als die Stimmigkeit: Wirkt ein Politiker privat und öffentlich gleich, passt der Auftritt zu den Aussagen?

Die Kommunikationswissenschaftler Simon Luebke und Ines Engelmann von der Universität Jena befragten 2023 zwei deutsche Quotenstichproben, eine mit 556, die andere mit 1.210 Personen. Wahrgenommene Authentizität setzt sich demnach aus drei Teilen zusammen: Nahbarkeit, Beständigkeit und Unmittelbarkeit. Im Bundestagswahlkampf 2021 hing die Absicht, Olaf Scholz oder Armin Laschet zu wählen, stark davon ab, wie authentisch die Befragten den jeweiligen Kandidaten fanden.

Eine Studie in der Fachzeitschrift Political Behavior bezifferte den Effekt für sechs Länder. Steigt die wahrgenommene Authentizität eines Kandidaten um eine Skalenstufe, wächst die Wahrscheinlichkeit, seine Partei zu wählen, um 6 bis 25 Prozentpunkte. Laut der britischen Befragung von 2017 achten vor allem misstrauische Bürger darauf, ob Politiker Kontakt zu normalen Menschen halten und deren Alltag verstehen.

Offene Verkleidung schadet dabei nicht. Markus Söder trat bei der „Fastnacht in Franken“ als Gandalf, Shrek, Homer Simpson und 2026 als Braveheart auf. Das Publikum weiß, dass hier gespielt wird, gerade deshalb wirkt Söder im Kostüm nahbar. Riskant wird Lässigkeit am falschen Ort. Mark Zuckerberg erschien 2012 zur Werbetour für den Börsengang von Facebook im Kapuzenpulli, der Analyst Michael Pachter nannte das „a mark of immaturity“, ein Zeichen von Unreife.

Philipp Amthors Strandkorb scheiterte an fehlender Stimmigkeit. Gemeint war ein Heimatsymbol von der Ostsee, gezeigt wurde das Möbel als Teil einer Kanzleramtskulisse. Die schnelle Rückgabe ließ den Korb im Nachhinein wie eine Requisite wirken. Natürlich kann auch lässige Kleidung gespielt sein: Joschka Fischer kaufte seine Turnschuhe erst einen Tag vor der Vereidigung. Gewirkt hat der Auftritt trotzdem, weil er zur Partei, zur Rede und zum Programm passte. Was übrig bliebe, falls Politiker gar nicht mehr inszenieren könnten, haben wir im Gedankenexperiment eines Wahrheitsserums für Politiker durchgespielt.

Auf den Punkt
  • Drei Bausteine: Nahbarkeit, Beständigkeit und Unmittelbarkeit machen laut der Jenaer Studie einen authentischen Auftritt aus.
  • Messbarer Effekt: Eine Skalenstufe mehr Authentizität hebt die Wahlwahrscheinlichkeit um 6 bis 25 Prozentpunkte.
  • Ort und Anlass: Ein erkennbares Kostüm wirkt sympathisch, Lässigkeit am falschen Ort kostet Glaubwürdigkeit.

Was lernen Unternehmer und Führungskräfte daraus?

Blaue Krawatte und oranges Schlüsselband mit Ausweis an einem Metallhaken
Goldman Sachs führte 2019 einen flexiblen Dresscode ein, die BayernLB schaffte ihren Kleiderkodex 2020 ab.

Kleidung wirkt auch im Unternehmen als Signal an Kunden, Bewerber und Belegschaft. Den größten Effekt hat ein bewusster Kontrast zur Kultur des eigenen Unternehmens, solange der Auftritt zur Person passt.

Ausgerechnet die Finanzbranche, das Vorbild des Politiker-Looks, hat die Krawatte längst abgelegt. Goldman Sachs führte im März 2019 einen flexiblen Dresscode für die ganze Bank ein und verwies auf den Wandel der Arbeitswelt hin zu legerer Kleidung. JPMorgan hatte 2016 Business Casual im ganzen Konzern erlaubt, weil sich mehr Kunden informell kleideten. In Deutschland schaffte die BayernLB 2020 unter dem Motto „Come as you are“ ihren Kleiderkodex ab, bei der Hamburger Sparkasse gilt seit 2016 Business Casual.

Die Kunden ziehen mit. Bei einer Abstimmung in 20 Filialen der Frankfurter Sparkasse wünschten sich 2019 nur 21 Prozent Berater in Anzug und Krawatte, 40 Prozent stimmten für Business Casual, 39 Prozent für dunkle Jeans. In einer Umfrage der Beratung BearingPoint unter mehr als 1.000 Büroangestellten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sahen sich 2022 weniger als 2 Prozent künftig täglich mit Krawatte oder Halstuch im Büro. Die Krawatten-Importe nach Deutschland sanken laut Zahlen des Statistischen Bundesamts von 14,4 Millionen Stück im Jahr 2014 auf knapp 4,8 Millionen im Jahr 2023.

Für Führungskräfte liefert eine Studie im Journal of Business Research von 2021 den wichtigsten Hinweis. Formelle Kleidung ließ Manager wie typische Führungskräfte wirken, aber nicht charismatischer. Charisma und Zustimmung stiegen, wenn der Kleidungsstil im Kontrast zur Kultur des eigenen Unternehmens stand. Bei Chefs der Fortune-1000-Konzerne bestätigte sich der Effekt informeller Kleidung.

Vorsicht ist bei der Gegenrichtung geboten. Dass ein Anzug auch das eigene Denken schärft, ist schlechter belegt als oft behauptet. Der viel zitierte Laborkittel-Effekt von 2012, die sogenannte Enclothed Cognition, ließ sich 2019 in einer vorab registrierten Wiederholung mit 200 Teilnehmern an vier Standorten nicht bestätigen.

Für den eigenen Auftritt ergeben sich daraus vier Regeln:

  • Publikum vor Gewohnheit: Richten Sie die Kleidung nach Ihrem Gegenüber. Goldman Sachs bat die eigenen Beschäftigten, sich nach den Erwartungen ihrer Kunden zu kleiden.
  • Kontrast nur mit Absicht: Ein Bruch mit der Kleiderkultur des eigenen Unternehmens wirkt nur, wenn er erkennbar gewollt ist und Ihre Kompetenz außer Frage steht.
  • Stimmigkeit vor Stil: Kleidung, Büro, Dienstwagen und Social-Media-Auftritt müssen dieselbe Geschichte erzählen. Ein einziger Widerspruch bleibt oft länger im Gedächtnis als viele passende Details.
  • Sprache entschlacken: Was für Wahlprogramme gilt, gilt für Stellenanzeigen und Pressemitteilungen genauso. Fachjargon und Schachtelsätze vertreiben gerade junge Leser.
Zum Mitnehmen

Banken und Sparkassen haben die Krawattenpflicht weitgehend abgeschafft. Kunden wünschen sich ihre Berater mehrheitlich leger. Charisma entsteht laut Forschung durch einen gewollten Kontrast zur Firmenkultur, nicht durch den teuersten Anzug.

Was wäre, wenn sich alle Abgeordneten kleideten, wie sie wollen?

Blauer Bürostuhl mit orangefarbenem Pullover und dunkler Krawatte auf weißem Hintergrund
Eine Kleiderordnung für Abgeordnete existiert nicht, geahndet wurden bisher Mützen, Aufschriften und politische Anstecker.

Viel würde sich nicht ändern, denn diese Freiheit besteht schon. Keine Vorschrift zwingt Abgeordnete in Anzug und Krawatte, die ungeschriebene Würde-Regel trifft bisher nur Mützen, Aufschriften und politische Anstecker.

Spielen wir das Szenario trotzdem durch. Säße die Unionsfraktion morgen in Strickpullovern im Plenum, gewönne die Partei bei den 18- bis 24-Jährigen kaum einen Prozentpunkt. Die polnische Pullover-Studie misst Sympathie, keine Wahlentscheidung. Linken-Wähler nannten zu 79 Prozent das Programm als Grund für ihre Wahl.

Wähler hätten mit mehr Lässigkeit wenig Probleme. Als Olaf Scholz im Februar 2022 in Jeans, T-Shirt und Pulli im Regierungsflieger nach Washington saß, fanden das in einer YouGov-Umfrage 60 Prozent angemessen, 18 Prozent unangemessen. Manche Abgeordnete würden trotzdem beim Anzug bleiben, aus Überzeugung oder aus Gewohnheit. Glaubwürdig ist der Anzug für diese Abgeordneten gerade deshalb, weil ihn schon heute niemand vorschreibt.

Wir haben nachgesehen: Auch der Quizmaster am Anfang dieses Artikels trägt Anzug, immerhin in Türkis. Ein Anzug schadet niemandem, solange er nicht die einzige Botschaft bleibt, die junge Wähler von einer Partei empfangen.

Unsere Prognose: Die Lücke zu den Jungwählern schließt kein Kleidungsstück. Den Abstand verringern eher Politiker, die auf TikTok genauso reden wie im Plenum, und Symbole, die mehr als ein paar Tage Spott überstehen.

Zum Mitnehmen

Abgeordnete dürfen sich schon heute weitgehend kleiden, wie sie wollen. Über den Abstand zu den Jungen entscheiden Programm, Kanäle und Stimmigkeit stärker als jedes Kleidungsstück.

Glossar: 14 wichtige Fachbegriffe zur Kleidung von Politikern

Ein geöffnetes Buch mit der Aufschrift „LEXIKON“ und einer orangen Krawatte darauf
Von Ältestenrat bis Wahltagsbefragung: die wichtigsten Begriffe zur Kleidung von Politikern.

Ähnlichkeitsprinzip

Ähnlichkeitsprinzip bezeichnet in der Sozialpsychologie die Neigung, Menschen sympathischer zu finden, die einem selbst in Einstellungen, Herkunft oder Aussehen ähneln. Eine Meta-Analyse über 313 Studien bestätigte den Zusammenhang 2008. Für Politiker bedeutet das: Ein Auftreten, das sich stark von dem der eigenen Wähler unterscheidet, muss die fehlende Ähnlichkeit durch andere Signale ausgleichen.

Ältestenrat

Ältestenrat heißt ein Gremium des Bundestags aus der Präsidentin, ihren Stellvertretern und weiteren Abgeordneten der Fraktionen. Der Ältestenrat unterstützt die Präsidentin bei der Leitung der Geschäfte und beschließt unter anderem die Zugangs- und Verhaltensregeln für die Gebäude des Parlaments, zuletzt im März 2023.

Authentizität (politische)

Politische Authentizität meint den Eindruck, ein Politiker sei echt und meine, was er sagt. Forscher der Universität Jena unterscheiden drei Teile: Nahbarkeit, Beständigkeit und Unmittelbarkeit. Studien aus mehreren Ländern zeigen, dass wahrgenommene Authentizität die Wahlentscheidung messbar beeinflusst, besonders bei Bürgern mit wenig Vertrauen in die Politik.

Enclothed Cognition

Enclothed Cognition beschreibt die These, dass Kleidung das Denken ihres Trägers verändert. Ein Experiment von 2012 berichtete, Testpersonen im Arztkittel hätten aufmerksamer gearbeitet. Eine vorab registrierte Wiederholung an vier Standorten fand 2019 keinen Effekt, deshalb gilt der Befund heute als umstritten.

Fluch des Wissens

Fluch des Wissens nennt die Kommunikationsforschung die Schwierigkeit von Fachleuten, sich in Leser ohne Vorwissen hineinzuversetzen. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim erklärt damit, warum die Fachkapitel von Wahlprogrammen schwer verständlich bleiben, während Einleitungen und Schlussteile meist deutlich besser abschneiden.

Hohenheimer Verständlichkeitsindex

Hohenheimer Verständlichkeitsindex (HIX) heißt ein Messwert der Universität Hohenheim für die formale Verständlichkeit von Texten, von 0 für schwer bis 20 für leicht verständlich. Einbezogen werden unter anderem Satzlänge, Wortlänge, Schachtelsätze und Fremdwörter. Die Wahlprogramme zur Bundestagswahl 2025 kamen im Schnitt auf 7,3 Punkte.

Mehrabian-Regel

Mehrabian-Regel heißt die verbreitete Faustformel, Wirkung entstehe zu 7 Prozent aus Worten, zu 38 Prozent aus der Stimme und zu 55 Prozent aus der Mimik. Der Psychologe Albert Mehrabian stellt selbst klar, dass seine Experimente nur die Mitteilung von Gefühlen und Einstellungen betrafen und sich nicht auf jede Kommunikation übertragen lassen.

Ordnungsruf

Ordnungsruf ist eine Sanktion der Sitzungsleitung im Bundestag nach Paragraf 36 der Geschäftsordnung, wenn ein Abgeordneter die Ordnung oder die Würde des Parlaments verletzt. Härtere Mittel sind das Ordnungsgeld von 2.000 Euro, im Wiederholungsfall 4.000 Euro, und der Ausschluss von bis zu 30 Sitzungstagen.

Red-Sneakers-Effekt

Red-Sneakers-Effekt nennt die Konsumforschung den Befund, dass ein bewusster Verstoß gegen eine Kleidernorm Status und Kompetenz signalisieren kann. Beschrieben haben den Effekt Silvia Bellezza, Francesca Gino und Anat Keinan 2014. Die Wirkung tritt nur auf, wenn der Regelbruch gewollt wirkt und die Beobachter die Norm kennen.

Repräsentative Wahlstatistik

Repräsentative Wahlstatistik heißt die amtliche Auswertung der Bundeswahlleiterin, die Wahlbeteiligung sowie Stimmabgabe nach Alter und Geschlecht erfasst. Grundlage sind gekennzeichnete Stimmzettel in ausgewählten Wahlbezirken. Anders als Wahltagsbefragungen beruht die Statistik auf tatsächlich abgegebenen Stimmen und gilt deshalb als genaueste Quelle für das Wahlverhalten junger Menschen.

Schriftführer

Schriftführer sind Abgeordnete, die im Bundestag neben der amtierenden Präsidentin sitzen und sie bei der Sitzungsleitung unterstützen, etwa beim Führen der Rednerliste und beim Auszählen von Abstimmungen. Bis Februar 2014 galt für männliche Schriftführer eine Krawattenpflicht, dann schaffte das Präsidium diese Vorgabe ab.

Staatsminister

Staatsminister ist im Bund der Titel für Parlamentarische Staatssekretäre im Kanzleramt und im Auswärtigen Amt. Staatsminister unterstützen den Kanzler oder den Außenminister und vertreten die Regierung im Parlament. Philipp Amthor ist seit Juli 2026 Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt.

Stereotype Content Model

Stereotype Content Model heißt ein Modell, das die Psychologinnen Susan Fiske und Amy Cuddy gemeinsam mit dem Psychologen Peter Glick entwickelt haben. Danach beurteilen Menschen andere vor allem nach Wärme und Kompetenz, wobei die Wärme zuerst geprüft wird und schwerer wiegt. Für Politiker heißt das: Ein kompetentes Auftreten gleicht fehlende Nahbarkeit nur begrenzt aus.

Wahltagsbefragung

Wahltagsbefragung bezeichnet eine Umfrage, die Institute wie die Forschungsgruppe Wahlen oder Infratest dimap direkt vor Wahllokalen durchführen. Die Ergebnisse liegen schon am Wahlabend vor und zeigen das Wahlverhalten einzelner Gruppen. Weil nur Stichproben befragt werden, weichen die Werte teils von der späteren amtlichen Statistik ab.

FAQ: „Das sieht doch super aus“: was Politikerkleidung verrät

Blauer Anzug auf Bügel, orange Marke mit FAQ, Miniatur-Strandkorb in Einstecktuch
Häufige Fragen zu Kleiderordnung, Krawatten und dem Auftreten von Politikern.

Gilt im Bundestag eine Kleiderordnung für Besucher?

Ja, allerdings nur als allgemeine Regel: Die Zugangs- und Verhaltensregeln des Bundestags verlangen, dass Kleidung und Verhalten aller Gäste der Würde des Parlaments entsprechen. Eine Liste verbotener Kleidungsstücke existiert nicht. Bei Verstößen gegen die Hausordnung droht ein Verweis aus den Gebäuden. Mäntel, Schirme und Taschen geben Besucher der Plenarsitzungen an der Garderobe ab.

Warum tragen Politiker meistens Anzug?

Der dunkle Anzug gilt als sichere Wahl, weil er Status, Kompetenz sowie Respekt vor dem Amt signalisiert und kaum Angriffsfläche bietet. Barack Obama trug nach eigener Aussage nur graue oder blaue Anzüge, um weniger Entscheidungen treffen zu müssen. Ein teurer Maßanzug wirkt in Experimenten allerdings nur erfolgreicher als ein Anzug von der Stange, nicht vertrauenswürdiger.

Warum tragen Politiker keine Krawatten mehr?

Viele Politiker verzichten auf die Krawatte, um nahbarer zu wirken, und folgen damit einem Trend in der Arbeitswelt. Im Bundestag fiel die Krawattenpflicht für Schriftführer im Februar 2014, im britischen Unterhaus erklärte Speaker John Bercow 2017 die Krawatte für verzichtbar. Schon 2017 hielten in einer YouGov-Umfrage nur 13 Prozent der Deutschen einen Büroalltag ohne Krawatte für unangemessen.

Welche Schuhe trug Joschka Fischer bei seiner Vereidigung?

Joschka Fischer trug bei seiner Vereidigung zum hessischen Umweltminister am 12. Dezember 1985 weiße, knöchelhohe Turnschuhe von Nike, dazu Jeans und Sportsakko. Das Paar hatte Fischer nach eigenen Tagebuchnotizen erst am Vortag gekauft. Heute stehen die Schuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach.

Wie alt ist Philipp Amthor?

Philipp Amthor wurde am 10. November 1992 in Ueckermünde geboren und ist damit 33 Jahre alt (Stand Oktober 2026). Der CDU-Politiker sitzt seit Oktober 2017 im Bundestag und ist seit Juli 2026 Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt. Nach der Landtagswahl 2026 übernahm Amthor kommissarisch den Vorsitz der CDU in Mecklenburg-Vorpommern.

Warum trug Angela Merkel fast immer Blazer?

Angela Merkel wollte mit ihrer gleichförmigen Kleidung verhindern, dass Menschen mehr über ihr Outfit als über ihre Politik reden. Rückblickend sagte die frühere Kanzlerin, Menschen, die sich ständig mit der Kleidung einer Politikerin beschäftigten, hörten nicht mehr richtig zu. Mit kräftigen Blazerfarben wollte Merkel sich als Frau in der Männerwelt ein wenig unterscheiden.

Quellen

ZDF, zdfheute | Philipp Amthor: Strandkorb im Kanzleramt wird zurückgebracht | https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/philipp-amthor-strandkorb-kanzleramt-mecklenburg-vorpommern-100.html | besucht am 02.10.2026

Berliner Zeitung | Heftige Kritik an Strandkorb im Kanzleramt: Philipp Amthor macht Rückzieher | https://www.berliner-zeitung.de/article/philipp-amthor-strandkorb-kanzleramt-sorgt-fuer-spott-10436875 | besucht am 02.10.2026

Focus online | Luxus-Büro, Strandkorb: Heftige Kritik an Amthor-Auftritt | https://www.focus.de/politik/deutschland/luxus-buero-strandkorb-heftige-kritik-an-amthor-auftritt_bc384db8-0c38-429c-ae0a-47c2a8257adc.html | besucht am 02.10.2026

Horizont | „Inside CDU“: Eine ZDF-Doku und ihre Folgen | https://www.horizont.net/medien/nachrichten/inside-cdu-eine-zdf-doku-und-ihre-folgen-236040 | besucht am 02.10.2026

t-online | „Inside CDU“: Partei hat sich mit ZDF-Doku keinen Gefallen getan | https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_101457248/-inside-cdu-partei-hat-sich-mit-zdf-doku-keinen-gefallen-getan.html | besucht am 02.10.2026

Die Bundesregierung | Kanzler Merz zu Veränderungen im Kabinett | https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/merz-veraenderungen-im-kabinett–2448244 | besucht am 02.10.2026

Deutscher Bundestag | Abgeordnetenbiografie von Philipp Amthor | https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/A/amthor_philipp-1043428 | besucht am 02.10.2026

Blätter für deutsche und internationale Politik | Wunderkind im Sturzflug | https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/juli/wunderkind-im-sturzflug | besucht am 02.10.2026

Landesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern | Vorläufiges Ergebnis der Landtagswahl 2026 | https://www.laiv-mv.de/Pressemitteilungen/?id=223732&processor=processor.sa.pressemitteilung | besucht am 02.10.2026

Bundeszentrale für politische Bildung | Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026: AfD stärkste Kraft, CDU verfehlt Einzug in den Landtag | https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/581565/landtagswahl-in-mecklenburg-vorpommern-2026-afd-staerkste-kraft-cdu-verfehlt-einzug-in-den-landtag/ | besucht am 02.10.2026

Forschungsgruppe Wahlen | Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026 | https://www.forschungsgruppe.de/Wahlen/Wahlanalysen/Newsl_Meck_20260921.pdf | besucht am 02.10.2026

Science | Todorov, Mandisodza, Goren, Hall: Inferences of Competence from Faces Predict Election Outcomes | https://doi.org/10.1126/science.1110589 | besucht am 02.10.2026

Proceedings of the National Academy of Sciences | Ballew, Todorov: Predicting political elections from rapid and unreflective face judgments | https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2084277/ | besucht am 02.10.2026

Advances in Experimental Social Psychology | Cuddy, Fiske, Glick: Warmth and Competence as Universal Dimensions of Social Perception: The Stereotype Content Model and the BIAS Map | https://doi.org/10.1016/S0065-2601(07)00002-0 | besucht am 02.10.2026

Trends in Cognitive Sciences | Fiske, Cuddy, Glick: Universal dimensions of social cognition: warmth and competence | https://doi.org/10.1016/j.tics.2006.11.005 | besucht am 02.10.2026

Electoral Studies | Laustsen, Bor: The relative weight of character traits in political candidate evaluations: Warmth is more important than competence, leadership and integrity | https://doi.org/10.1016/j.electstud.2017.08.001 | besucht am 02.10.2026

Current Issues in Personality Psychology | Kaczmarek, Stencel: I believe what I see: Impact of attire and academic degree on evaluation of personality traits of a politician | https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10535635/ | besucht am 02.10.2026

Political Studies | Valgarðsson, Clarke, Jennings, Stoker: The Good Politician and Political Trust: An Authenticity Gap in British Politics? | https://doi.org/10.1177/0032321720928257 | besucht am 02.10.2026

Albert Mehrabian | Silent Messages: A Wealth of Information About Nonverbal Communication | http://www.kaaj.com/psych/smorder.html | besucht am 02.10.2026

Die Bundeswahlleiterin | Bundestagswahl 1983 | https://www.bundeswahlleiterin.de/bundestagswahlen/1983.html | besucht am 02.10.2026

Deutscher Bundestag | 6. März 1983: Die Grünen ziehen in den Bundestag ein | https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/1983-03-06-gruene-bundestag-210888 | besucht am 02.10.2026

Heinrich-Böll-Stiftung | Zum Abschluss der Edition der Fraktionssitzungen: Die Grünen im Bundestag 1983 bis 1990 | https://www.boell.de/de/2016/06/15/zum-abschluss-der-edition-der-fraktionssitzungen-die-gruenen-im-bundestag-1983-bis-1990 | besucht am 02.10.2026

Stiftung Haus der Geschichte | LeMO Kapitel: Die Grünen | https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-krisenmanagement/bundesrepublik-im-umbruch/die-gruenen.html | besucht am 02.10.2026

taz | 30 Jahre Grüne im Bundestag: Die Welt retten, und ja: sofort! | https://taz.de/30-Jahre-Gruene-im-Bundestag/!5071458/ | besucht am 02.10.2026

Deutscher Bundestag | Plenarprotokoll 10/1 vom 29. März 1983 | https://dserver.bundestag.de/btp/10/10001.pdf | besucht am 02.10.2026

Deutscher Bundestag | Plenarprotokoll 10/2 vom 29. März 1983 | https://dserver.bundestag.de/btp/10/10002.pdf | besucht am 02.10.2026

Deutscher Bundestag | Plenarprotokoll 10/3 vom 30. März 1983 | https://dserver.bundestag.de/btp/10/10003.pdf | besucht am 02.10.2026

Deutscher Bundestag | Rainer Barzel: Kluger Anreger und Erneuerer | https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/08-rainer-barzel-405202 | besucht am 02.10.2026

Stiftung Haus der Geschichte | LeMO Biografie Joschka Fischer | https://www.hdg.de/lemo/biografie/joschka-fischer.html | besucht am 02.10.2026

100(0) Schlüsseldokumente zur deutschen Geschichte | Vereidigung Joschka Fischers zum hessischen Minister für Umwelt und Energie | https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0074_tur&object=context&l=de | besucht am 02.10.2026

Deutsches Ledermuseum Offenbach | Museum | https://www.ledermuseum.de/museum | besucht am 02.10.2026

picture alliance | Fischer, Joschka (geb. 12.04.1948) | https://www.picture-alliance.com/en/webseries/fischer-joschka-geb-12041948-w11733 | besucht am 02.10.2026

Journal of Consumer Research | Bellezza, Gino, Keinan: The Red Sneakers Effect: Inferring Status and Competence from Signals of Nonconformity | https://doi.org/10.1086/674870 | besucht am 02.10.2026

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abgeordnetenwatch.de | Woher nehmen Sie sich das Recht, Baskenmützen aus dem Bundestag zu verbannen? (Antwort von Julia Klöckner) | https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/julia-kloeckner/fragen-antworten/woher-nehmen-sie-sich-das-recht-baskenmuetzen-aus-dem-bundestag-zu-verbannen-und-gleichzeitig-florale | besucht am 02.10.2026

Deutscher Bundestag | Plenarprotokoll 21/1 vom 25. März 2025 | https://dserver.bundestag.de/btp/21/21001.pdf | besucht am 02.10.2026

Deutscher Bundestag | Plenarprotokoll 21/4 vom 15. Mai 2025 | https://dserver.bundestag.de/btp/21/21004.pdf | besucht am 02.10.2026

Deutscher Bundestag | Bundestag lehnt Einspruch gegen Sitzungsausschluss ab | https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw20-de-einspruch-ordnungsruf-1067500 | besucht am 02.10.2026

Lippische Landes-Zeitung | Bundestagspräsidentin Julia Klöckner: „Das Parlament ist kein Laufsteg“ | https://www.lz.de/owl/24118880_Bundestagspraesidentin-Julia-Kloeckner-Das-Parlament-ist-kein-Laufsteg.html | besucht am 02.10.2026

Deutscher Bundestag | Plenarprotokoll 21/9 vom 4. Juni 2025 | https://dserver.bundestag.de/btp/21/21009.pdf | besucht am 02.10.2026

Tagesspiegel | Nur noch Bundesadler, deutsche und EU-Fahne: Klöckner will gegen politische Anstecker im Bundestag vorgehen | https://www.tagesspiegel.de/politik/nur-noch-bundesadler-deutsche-und-eu-fahne-klockner-will-gegen-politische-anstecker-im-bundestag-vorgehen-14069003.html | besucht am 02.10.2026

t-online | Krawattenzwang für Schriftführer abgeschafft | https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_67716818/krawattenzwang-fuer-schriftfuehrer-abgeschafft.html | besucht am 02.10.2026

UK Parliament, Hansard | House of Commons, Points of Order, 29. Juni 2017 | https://hansard.parliament.uk/Commons/2017-06-29/debates/1CE749ED-D22B-43DA-B875-87910CCB30B2/PointsOfOrder | besucht am 02.10.2026

U.S. Government Publishing Office | Compilation of Presidential Documents DCPD-202500310 | https://www.govinfo.gov/content/pkg/DCPD-202500310/pdf/DCPD-202500310.pdf | besucht am 02.10.2026

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Vanity Fair | Michael Lewis: Obama’s Way | https://www.vanityfair.com/news/2012/10/michael-lewis-profile-barack-obama | besucht am 02.10.2026

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Mindener Tageblatt | Angela Merkel: Früher war der Hosenanzug ein „Politikum“ | https://www.mt.de/regionales/nrw/Angela-Merkel-Frueher-war-der-Hosenanzug-ein-Politikum-24004757.html | besucht am 02.10.2026

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Journal of Social and Personal Relationships | Montoya, Horton, Kirchner: Is actual similarity necessary for attraction? A meta-analysis of actual and perceived similarity | https://doi.org/10.1177/0265407508096700 | besucht am 02.10.2026

Die Bundeswahlleiterin | Wahl zum 21. Deutschen Bundestag, Heft 4: Wahlbeteiligung und Stimmabgabe nach Geschlecht und Altersgruppen | https://www.bundeswahlleiterin.de/dam/jcr/63623bc5-20fc-449f-a032-7ecd508f04ad/btw25_heft4.pdf | besucht am 02.10.2026

Die Bundeswahlleiterin | Pressemitteilung 30/25: Ergebnisse der Repräsentativen Wahlstatistik | https://www.bundeswahlleiterin.de/info/presse/mitteilungen/bundestagswahl-2025/30_25_ergebnisse-rws.html | besucht am 02.10.2026

Deutscher Bundestag | Abgeordneten-Statistik: Der neue Bundestag in Zahlen | https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw09-wahlergebnis-statistik-1055550 | besucht am 02.10.2026

Shell Deutschland | Jugend 2024: 19. Shell Jugendstudie, Zusammenfassung | https://www.shell.de/about-us/initiatives/shell-youth-study-2024/_jcr_content/root/main/section/simple/call_to_action/links/item0.stream/1730903501282/d8b545435fc2799eb6044e48b4a9fccc80b95b2d/ap-shell-jugendstudie-zusammenfassung-barrierefrei.pdf | besucht am 02.10.2026

Körber-Stiftung | Demokratie in der Krise 2025: Grafiken | https://koerber-stiftung.de/site/assets/files/48723/grafiken_demokratie_in_der_krise_2025.pdf | besucht am 02.10.2026

Körber-Stiftung | Demokratie in der Krise 2025: Tabellenband | https://koerber-stiftung.de/site/assets/files/48905/demokratie-in-der-krise-tabellenkopf_1.pdf | besucht am 02.10.2026

Institut der deutschen Wirtschaft | TikTok im Bundestagswahlkampf: Zwischen Selbstdarstellung und politischer Botschaft | https://www.iwkoeln.de/studien/hendrik-boehmer-jan-felix-engler-zwischen-selbstdarstellung-und-politischer-botschaft.html | besucht am 02.10.2026

Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft | Neue IDZ-Analyse zur TikTok Nutzung im Bundestagswahlkampf 2025 | https://www.idz-jena.de/newsdet/neue-idz-analyse-zur-tiktok-nutzung-im-bundestagswahlkampf-2025 | besucht am 02.10.2026

TikTok | Profil @heidireichinnek | https://www.tiktok.com/@heidireichinnek | besucht am 02.10.2026

TikTok | Profil @insidecdu (CDU Deutschlands) | https://www.tiktok.com/@insidecdu | besucht am 02.10.2026

Trendstudie Jugend in Deutschland | Spezial zur Bundestagswahl 2025 | https://cdn.prod.website-files.com/6729ed5c5e23342c69e72a11/67b46dd7d5f25f6f99865a8d_01%20JID25%20PAPER%20Spezial-zur-Bundestagswahl%20(Trendstudie%20Jugend%20in%20Deutschland%202025).pdf | besucht am 02.10.2026

tagesschau, Infratest dimap | Bundestagswahl 2025: Wer wählte die Linke und warum? | https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2025-02-23-BT-DE/umfrage-linke.shtml | besucht am 02.10.2026

t-online | Heidi Reichinnek: Was ihre Tattoos bedeuten und welches Motiv geplant ist | https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_100612210/heidi-reichinnek-was-ihre-tattoos-bedeuten-und-welches-motiv-geplant-ist.html | besucht am 02.10.2026

Universität Hohenheim | Pressemitteilung: Wahlprogramm-Check zur Bundestagswahl 2025 | https://www.uni-hohenheim.de/pressemitteilung?tx_ttnews%5Btt_news%5D=64753&cHash=df7a39faedd352970b9cd38184204062 | besucht am 02.10.2026

Universität Hohenheim | Wahlprogramm-Check Bundestagswahl 2025 | https://www.uni-hohenheim.de/uploads/media/Wahlprogramm-Check_BTW_2025.pdf | besucht am 02.10.2026

Universität Hohenheim | Wahlprogramm-Check Berlin 2026 | https://komm.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/komm/PDFs/Komm/Wahlprogramm-Check/Wahlprogramm-Check_Berlin_2026.pdf | besucht am 02.10.2026

Universität Hohenheim | Wahlprogramm-Check Sachsen-Anhalt 2026 | https://komm.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/komm/PDFs/Komm/Wahlprogramm-Check/Wahlprogramm-Check_ST_2026.pdf | besucht am 02.10.2026

PLOS ONE | Luebke, Engelmann: Perceiving politicians as true to themselves: Development and validation of the perceived political authenticity scale | https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10208464/ | besucht am 02.10.2026

Political Behavior | Stiers, Larner, Kenny, Breitenstein, Vallée-Dubois, Lewis-Beck: Candidate Authenticity: ‘To Thine Own Self Be True’ | https://doi.org/10.1007/s11109-019-09589-y | besucht am 02.10.2026

nordbayern.de | Kultsendung „Fastnacht in Franken“: So verkleidete sich Markus Söder in Veitshöchheim | https://www.nordbayern.de/franken/gandalf-shrek-und-wilder-punk-das-waren-soders-kostume-bei-der-fastnacht-in-franken-1.14586726 | besucht am 02.10.2026

Computerworld | Hoodie gate: Facebook CEO’s attire a sign of ‘immaturity’? | https://www.computerworld.com/article/2726588/hoodie-gate–facebook-ceo-s-attire-a-sign-of–immaturity–.html | besucht am 02.10.2026

CNBC | Suits and ties now optional: Goldman Sachs says it’s relaxing its dress code | https://www.cnbc.com/2019/03/05/suits-and-ties-now-optional-goldman-sachs-says-its-relaxing-its-dress-code.html | besucht am 02.10.2026

Fortune | J.P. Morgan Says Bankers No Longer Have to Suit-Up | https://fortune.com/2016/06/03/jpmorgan-chase-dimon-casual/ | besucht am 02.10.2026

t-online, dpa | Die Krawatte im Niedergang | https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/id_100361988/die-krawatte-im-niedergang.html | besucht am 02.10.2026

Börsen-Zeitung | Ohne Krawatte | https://www.boersen-zeitung.de/banken-finanzen/ohne-krawatte | besucht am 02.10.2026

frankfurt-live.com | Knappes Kunden-Votum zum Dresscode: Frankfurter Sparkasse künftig in Business Casual | https://www.frankfurt-live.com/knappes-kunden-votum-zum-dresscode-frankfurter-sparkasse-k-uumlnftig-in–bdquobusiness-casual-ldquo-112272 | besucht am 02.10.2026

BearingPoint | BearingPoint-Studie: Warum der Dresscode die Büros spalten wird | https://www.bearingpoint.com/de-de/ueber-uns/pressemitteilungen-und-medienberichte/pressemitteilungen/bearingpoint-studie-warum-der-dresscode-die-bueros-spalten-wird/ | besucht am 02.10.2026

Journal of Business Research | Maran, Liegl, Moder, Kraus, Furtner: Clothes make the leader! How leaders can use attire to impact followers’ perceptions of charisma and approval | https://doi.org/10.1016/j.jbusres.2020.11.026 | besucht am 02.10.2026

Journal of Experimental Social Psychology | Adam, Galinsky: Enclothed cognition | https://doi.org/10.1016/j.jesp.2012.02.008 | besucht am 02.10.2026

Journal of Experimental Social Psychology | Burns, Fox, Greenstein, Olbright, Montgomery: An old task in new clothes: A preregistered direct replication attempt of enclothed cognition effects on Stroop performance | https://doi.org/10.1016/j.jesp.2018.10.001 | besucht am 02.10.2026

YouGov | Angemessene Kleidung im Büro: Das sind die No-Gos am Arbeitsplatz | https://yougov.com/de-de/artikel/18561-angemessene-kleidung-im-buro-das-sind-die-no-gos-a | besucht am 02.10.2026

Schwäbische Zeitung, dpa | Viele fanden legeres Kanzler-Outfit im Flieger angemessen | https://www.schwaebische.de/panorama/viele-fanden-legeres-kanzler-outfit-im-flieger-angemessen-1107496 | besucht am 02.10.2026

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