Betriebliche Krankenversicherung Vergleich
2026
Das sind die besten 33 Anbieter.
Wie halten Sie gute Leute im Team, wenn höhere Gehälter allein nicht mehr reichen? Eine betriebliche Krankenversicherung bezahlt Ihren Beschäftigten Zahnersatz, Brillen, Vorsorge oder ein Einzelzimmer im Krankenhaus, und das meist ohne Gesundheitsprüfung. Wir haben 33 Anbieter in Deutschland und Österreich geprüft, vom Budgettarif mit Online-Abschluss bis zum Bausteinsystem großer Krankenversicherer, und zeigen, worauf Sie bei Leistungen, Steuern und Kosten achten sollten. Der Überblick ersetzt keine individuelle Steuer- oder Versicherungsberatung.
Versicherungsverein a. G. aus München: Der Münchener Verein bietet Arbeitgebern die bKV „GemeinsamGesund“ mit den Lösungen Start, Budget und Klinik. Abschluss für GKV- und PKV-Versicherte ohne Gesundheitsprüfung und Wartezeit, je nach Tarif ab 5 bzw. 10 Personen, über Vermittler, Agentur oder Maklernetz.
muenchener-verein.de
Die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit Sitz in München. Gemeinsam mit der Münchener Verein Lebensversicherung AG hat sie einen Vorstand, den Vorsitz hat Dr. Rainer Reitzler.
Die betriebliche Krankenversicherung heißt „GemeinsamGesund“ und umfasst drei Lösungen: Start, Budget und Klinik. Start oder Budget lassen sich mit dem Upgrade „GemeinsamGesund Klinik“ (Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus) kombinieren. Beim Tarif Budget bestimmt der Arbeitgeber nur die jährliche Budgethöhe (300 €, 600 €, 1.000 € oder 1.500 €), die Beschäftigten setzen es unter anderem für Vorsorge, Schutzimpfungen, Sehhilfen oder Zahnprophylaxe ein. Die Tarife sind für GKV- und PKV-Versicherte abschließbar, ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeit. In der arbeitgeberfinanzierten Variante gilt der Schutz auch für angeratene und laufende Behandlungen. Optional ist eine Beitragsbefreiung (zum Beispiel bei Arbeitsunfähigkeit, Elternzeit, Pflege oder Sabbatical) bis maximal 36 Monate möglich; kostenfreie Gesundheitsservices gehören dazu.
Die Mindestanzahl liegt je nach Tarif bei 5 beziehungsweise 10 Personen, der Klinik-Tarif ab 10 Personen. Ab 25 versicherten Mitarbeitern entfallen im Klinik-Tarif die Ausschlüsse für schwere Erkrankungen sowie angeratene und laufende Krankenhausbehandlungen. Beiträge werden im Beitragsrechner individuell berechnet. Beratung und Angebot gibt es über Vermittler, Agenturen und das Maklernetz oder per Online-Anfrage.
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Was ist eine betriebliche Krankenversicherung, und für wen lohnt sie sich?

Eine betriebliche Krankenversicherung ist eine private Krankenzusatzversicherung, die der Arbeitgeber als Gruppenvertrag für seine Beschäftigten abschließt. Sie ergänzt die gesetzliche Krankenversicherung um Leistungen, die Krankenkassen nicht oder nur teilweise bezahlen.
Versicherungsnehmer ist das Unternehmen, versichert sind die Mitarbeitenden. Der Arbeitgeber wählt Tarif und Leistungsumfang und zahlt in der Regel den Beitrag. Viele Versicherer verzichten bei Gruppenverträgen auf Gesundheitsfragen und Wartezeiten, sodass auch Beschäftigte mit Vorerkrankungen oder laufender Zahnbehandlung Schutz erhalten. Angehörige lassen sich bei vielen Tarifen zu eigenen Kosten mitversichern.
Die bKV ist vor allem ein Instrument der Mitarbeiterbindung. Im Unterschied zu einer Gehaltserhöhung bleibt sie im Alltag sichtbar: bei jeder Zahnreinigung, jeder neuen Brille und jedem Facharzttermin. Für Agenturen, Handwerksbetriebe, Praxen und Mittelständler, die um Fachkräfte konkurrieren, gehört sie damit zu den greifbarsten Benefits.
Lohnend ist die bKV schon ab wenigen Beschäftigten. Viele Versicherer nehmen kleine Gruppen auf, manche verlangen eine Mindestzahl, bei einigen Budgettarifen etwa fünf Beschäftigte. Entscheidend ist, dass Sie das Angebot für alle oder klar abgegrenzte Gruppen von Beschäftigten einrichten, damit es arbeitsrechtlich sauber bleibt und steuerlich als Sachbezug gilt.
- Fachkräfte gesucht: Offene Stellen bleiben bei Ihnen lange unbesetzt, und Bewerberinnen und Bewerber vergleichen Ihr Angebot mit größeren Arbeitgebern.
- Fluktuation: Gute Beschäftigte wechseln regelmäßig zur Konkurrenz, und jede Neubesetzung kostet Sie Zeit und Einarbeitung.
- Gehaltsspielraum ausgereizt: Weitere Gehaltserhöhungen verpuffen durch Steuern und Abgaben, Sie suchen einen Vorteil mit spürbarem Nettoeffekt.
- Gesetzlich versichertes Team: Der Großteil Ihrer Belegschaft ist gesetzlich versichert und zahlt Zahnersatz, Brillen oder Heilpraktiker oft selbst.
- Fehlzeiten: Krankheitsbedingte Ausfälle belasten Ihre Abläufe, und Termine bei Fachärzten dauern für Ihre Beschäftigten oft Wochen.
- Benefits ausbauen: Sie bieten bereits Jobrad, Essenszuschuss oder Altersvorsorge und möchten das Paket um Gesundheit ergänzen.
- Planbares Budget: Sie möchten pro Kopf einen festen, kalkulierbaren Betrag investieren, der sich in der Stellenanzeige klar beziffern lässt.
Treffen die ersten beiden Punkte zu, lohnt sich ein genauer Blick auf die bKV fast immer. Je mehr weitere Punkte passen, desto eher eignet sich ein Gesundheitsbudget oder eine Kombination aus Budget und Zahnbaustein.
Welche Probleme die bKV im Unternehmen löst

Fachkräftemangel, hohe Fehlzeiten und Lücken in der gesetzlichen Versorgung treffen kleine und mittlere Unternehmen besonders hart. Die betriebliche Krankenversicherung setzt an allen drei Punkten an.
Gesetzlich Versicherte zahlen bei Zahnersatz, Brillen oder Heilpraktikerbehandlungen oft einen großen Teil selbst. Facharzttermine sind in vielen Regionen erst nach Wochen frei. Eine bKV schließt diese Lücken spürbar und zeigt Beschäftigten, dass der Betrieb sich um ihre Gesundheit kümmert.
Für den Arbeitgeber zählt die Wirkung auf Bindung und Recruiting. Bewerberinnen und Bewerber vergleichen heute das gesamte Paket aus Gehalt, Flexibilität und Zusatzleistungen. Wer eine bKV anbietet, kann in Stellenanzeigen mit einem konkreten Vorteil werben, der sich in Euro beziffern lässt.
Dazu kommen Fehlzeiten. Vorsorgeuntersuchungen, schnelle Facharzttermine über Terminservices und Leistungen für Physiotherapie oder Osteopathie helfen, Beschwerden früher zu behandeln. Die bKV ersetzt kein betriebliches Gesundheitsmanagement, ergänzt es aber um eine finanzielle Komponente.
Kleine und mittlere Unternehmen konkurrieren mit Konzernen um dieselben Fachkräfte und brauchen Vorteile, die sich klar kommunizieren lassen.
Ohne greifbare Zusatzleistungen wechseln Beschäftigte schneller, wenn ein anderer Arbeitgeber etwas mehr bietet.
Bei Zahnersatz, Brillen, Kontaktlinsen und Heilpraktikern zahlen gesetzlich Versicherte oft einen großen Teil selbst.
Termine bei Fachärzten dauern in vielen Regionen Wochen, Beschwerden verschleppen sich und führen zu längeren Ausfällen.
Krankheitstage belasten kleine Teams besonders, weil Vertretungen fehlen und Projekte stocken.
Private Zusatzversicherungen lehnen Menschen mit Vorerkrankungen oft ab, im Gruppenvertrag entfällt die Gesundheitsprüfung häufig.
Von einer Gehaltserhöhung kommt nach Steuern und Sozialabgaben nur ein Teil bei den Beschäftigten an.
Welche Arten der betrieblichen Krankenversicherung es gibt

Am Markt haben sich zwei Grundmodelle durchgesetzt: das Gesundheitsbudget und die Bausteintarife. Dazu kommen Varianten bei der Finanzierung und bei der Zielgruppe.
Beim Budgettarif erhält jede versicherte Person ein festes Jahresbudget, etwa 300, 600 oder 1.200 Euro. Daraus erstattet der Versicherer Rechnungen für Zahnbehandlung, Brillen, Vorsorge oder Heilpraktiker, je nach Tarif bis zum vollen Rechnungsbetrag. Beschäftigte entscheiden selbst, wofür sie das Budget nutzen.
Bausteintarife sichern dagegen einzelne Bereiche gezielt ab: Zahnersatz, ambulante Leistungen und Vorsorge, stationäre Behandlung mit Chefarzt und Einbettzimmer oder ein Krankentagegeld. Arbeitgeber kombinieren die Bausteine nach Budget und Belegschaft. Viele Versicherer erlauben es, Budget und Bausteine zu verbinden.
Bei der Finanzierung unterscheiden Fachleute zwischen arbeitgeberfinanzierter bKV, bei der das Unternehmen den Beitrag trägt, und arbeitnehmerfinanzierter Variante, bei der Beschäftigte Gruppenkonditionen selbst bezahlen. In Österreich heißt das Modell meist Gruppenkrankenversicherung und konzentriert sich häufig auf die Sonderklasse im Spital.
Jede versicherte Person erhält ein festes Jahresbudget, das sie flexibel für Zahn, Brille, Vorsorge oder Heilpraktiker einsetzt.
Zuschüsse für Zahnersatz wie Kronen, Brücken und Implantate, oft ergänzt um Zahnreinigung und Zahnbehandlung.
Erstattung für Sehhilfen, Vorsorgeuntersuchungen, Heilpraktiker, Arznei- und Heilmittel außerhalb der Kassenleistung.
Chefarztbehandlung und Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus, teils ergänzt um ein Krankenhaustagegeld.
Zahlt bei längerer Arbeitsunfähigkeit einen Ausgleich zum Krankengeld der gesetzlichen Kasse.
Beschäftigte zahlen selbst, profitieren aber von Gruppenkonditionen und vereinfachter Aufnahme.
Kollektivverträge österreichischer Versicherer, häufig mit Schwerpunkt Sonderklasse im Spital und Privatarzt.
- Festes Jahresbudget pro Person
- Freie Verteilung auf Zahn, Brille, Vorsorge
- Einfach zu erklären und zu kalkulieren
- Ungenutztes Budget verfällt meist zum Jahresende
- Einzelne Bereiche wie Zahnersatz oder Krankenhaus
- Höhere Leistungsgrenzen bei großen Behandlungen
- Kombinierbar nach Belegschaft
- Mehr Erklärungsbedarf gegenüber dem Team
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Worauf Sie bei der Auswahl einer bKV achten sollten

Ein guter bKV-Tarif passt zu Ihrer Belegschaft, nicht zur Hochglanzbroschüre. Prüfen Sie Leistungen, Aufnahmebedingungen, Verwaltung und Service so konkret wie möglich.
Beginnen Sie bei den Beschäftigten. Ein junges Team einer Agentur schätzt ein flexibles Budget für Brille, Zahnreinigung und Osteopathie, eine ältere Belegschaft im Handwerk eher Zahnersatz und Krankenhausleistungen. Eine kurze anonyme Umfrage zeigt, welche Leistungen tatsächlich genutzt würden.
Danach zählen die Bedingungen: Verzichtet der Versicherer auf Gesundheitsfragen und Wartezeiten? Ab wie vielen Personen gilt der Gruppenvertrag? Werden laufende Behandlungen und Vorerkrankungen mitversichert? Wie lange dürfen Beschäftigte den Schutz nach dem Ausscheiden privat weiterführen?
Unterschätzt wird oft die Verwaltung. Ein Arbeitgeberportal für An- und Abmeldungen, eine App für die Rechnungseinreichung und klare Ansprechpartner sparen der Personalabteilung jeden Monat Zeit. Fragen Sie auch nach Gesundheitsservices wie Arzttermin-Service, Videosprechstunde oder Zweitmeinung, die viele Tarife kostenfrei enthalten.
Ein Tarif lohnt sich nur, wenn Beschäftigte die Leistungen auch nutzen. Prüfen Sie, welche Bereiche abgedeckt sind und wie hoch die Erstattung ausfällt.
Gruppenverträge verzichten oft auf Gesundheitsfragen. Das hängt aber von Gruppengröße und Tarif ab.
Viele bKV-Tarife leisten sofort ab Versicherungsbeginn. Bei manchen Bausteinen gelten aber Wartezeiten oder begrenzte Leistungen in den ersten Jahren.
Einheitsbeiträge erleichtern die Planung, altersabhängige Beiträge können für junge Teams günstiger sein.
Arbeitgeberfinanzierter Versicherungsschutz gilt als Sachbezug, solange Beschäftigte keinen Geldbetrag wählen können.
Ein Arbeitgeberportal für An- und Abmeldungen spart der Personalabteilung jeden Monat Zeit.
Viele Tarife enthalten Serviceleistungen, die Beschäftigte im Alltag besonders schätzen.
Scheiden Beschäftigte aus, endet der Gruppenschutz. Viele Versicherer bieten eine private Fortführung ohne neue Gesundheitsprüfung an.
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Einführung der bKV Schritt für Schritt

Die Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung dauert in kleinen und mittleren Unternehmen meist nur wenige Wochen. Wichtig sind eine klare Zielgruppe, saubere Kommunikation und ein durchdachter Start.
Legen Sie zuerst fest, wer versichert wird und wie viel Budget Sie einplanen. Holen Sie dann Angebote mehrerer Versicherer ein, direkt über Online-Rechner oder über Makler und Vermittler mit bKV-Erfahrung. Klären Sie mit Steuerberatung und Lohnbuchhaltung, wie der Beitrag in der Abrechnung behandelt wird.
Nach dem Vertragsschluss meldet die Personalabteilung die Beschäftigten an, häufig über ein Online-Portal. Gibt es einen Betriebsrat, hat er bei der Ausgestaltung von Sozialleistungen mitzureden. Planen Sie eine kurze Informationsveranstaltung und ein Merkblatt, damit alle wissen, welche Leistungen sie nutzen können und wie die Erstattung funktioniert.
Nach dem Start lohnt sich ein Blick auf die Nutzung. Werden Leistungen kaum abgerufen, fehlt meist Kommunikation, nicht Bedarf. Erinnerungen vor Jahresende, wenn Budgets verfallen, und Hinweise im Onboarding neuer Beschäftigter steigern die Wirkung deutlich.
Ziele und Budget festlegen
Klären Sie, wen Sie versichern und wie viel Sie pro Kopf und Monat investieren wollen.
Angebote einholen
Vergleichen Sie Tarife mehrerer Versicherer über Online-Rechner oder spezialisierte Vermittler.
Steuer und Recht klären
Stimmen Sie die lohnsteuerliche Behandlung ab und beziehen Sie einen vorhandenen Betriebsrat ein.
Vertrag abschließen
Schließen Sie den Gruppenvertrag ab und legen Sie den Versicherungsbeginn fest.
Team informieren
Erklären Sie Leistungen und Erstattung so, dass alle den Schutz sofort nutzen können.
Nutzung begleiten
Beobachten Sie, welche Leistungen genutzt werden, und passen Sie den Tarif bei Bedarf an.
Häufige Fehler bei der betrieblichen Krankenversicherung

Die meisten Probleme mit der bKV entstehen nicht beim Versicherer, sondern bei Planung und Kommunikation im eigenen Betrieb. Diese Fehler lassen sich vermeiden.
Ein typischer Fehler ist ein Tarif, der an der Belegschaft vorbeigeht. Ein teurer Krankenhausbaustein bringt wenig, wenn das Team vor allem Zahnreinigung und Brillen nutzen würde. Ebenso riskant ist ein Gesundheitsbudget ohne Hinweis, dass ungenutzte Beträge zum Jahresende meist verfallen.
Steuerlich gilt die bKV nur dann als Sachbezug, wenn Beschäftigte ausschließlich Versicherungsschutz erhalten und keinen Geldbetrag. Wer statt des Beitrags Geld auszahlt oder Beschäftigten die Wahl lässt, verliert diesen Vorteil. Übersteigt der Monatsbeitrag zusammen mit anderen Sachbezügen die Freigrenze, wird der gesamte Betrag lohnsteuerpflichtig.
Schließlich scheitern viele Einführungen an Stille. Wer die bKV nur per Rundmail ankündigt, verschenkt ihre Wirkung. Ohne Erklärung, wie Rechnungen eingereicht werden, nutzen viele Beschäftigte ihren Schutz nie.
Ein Krankenhausbaustein für ein junges Team oder ein reines Brillenbudget für eine ältere Belegschaft wird kaum genutzt.
Wer Beschäftigten die Wahl zwischen Versicherung und Geldbetrag lässt, verliert den Status als Sachbezug.
Beitrag und andere Sachbezüge wie Tankgutscheine überschreiten zusammen die monatliche Freigrenze, dann wird der gesamte Betrag steuerpflichtig.
Eine bKV nur für ausgewählte Personen ohne sachlichen Grund kann gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen.
Zahnstaffeln, Wartezeiten und Höchstbeträge begrenzen die Leistung stärker, als die Broschüre vermuten lässt.
Eine Rundmail reicht nicht. Ohne Erklärung des Erstattungswegs bleibt der Schutz ungenutzt.
An- und Abmeldungen per Formular und Papier kosten die Personalabteilung jeden Monat Zeit.
Was kostet eine betriebliche Krankenversicherung?

Die Kosten einer betrieblichen Krankenversicherung hängen vor allem vom Leistungsumfang ab. Einfache Budgettarife beginnen bei wenigen Euro pro Person und Monat, umfangreiche Bausteinkombinationen kosten deutlich mehr.
Bei Budgettarifen richtet sich der Beitrag nach der Höhe des Jahresbudgets und teils nach der Altersstruktur der Belegschaft. Bausteintarife kalkulieren die Versicherer meist nach Alter oder mit einem Einheitsbeitrag für die ganze Gruppe. Größere Gruppen erhalten oft bessere Konditionen und großzügigere Aufnahmeregeln.
Für den Arbeitgeber ist der Beitrag Betriebsausgabe. Bei den Beschäftigten bleibt eine arbeitgeberfinanzierte bKV als Sachbezug bis zur monatlichen Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro steuer- und sozialabgabenfrei, sofern keine weiteren Sachbezüge diese Grenze belegen. In Österreich sind Beiträge zu Gruppenkrankenversicherungen bis 300 Euro je Person und Jahr steuerfrei.
Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Beitrag, sondern Beitrag und Nutzen. Ein Budgettarif mit 600 Euro Jahresbudget ist für viele Teams attraktiver als ein günstiger Einzelbaustein, den kaum jemand braucht. Die Preisbeispiele unten stammen von den Websites der geprüften Anbieter.
Budgettarife mit kleinem Jahresbudget für Zahn, Brille und Vorsorge, etwa ARAG BudgetFlex ab 10,91 Euro pro Monat und Mitarbeiter.
Mittlere Budgetstufen, etwa DEVK-JobMed 400 mit 400 Euro Jahresbudget ab 18,40 Euro monatlich pro Person.
Mehrere Budgetstufen von 300 bis 1.500 Euro im Jahr, etwa ottonova CrewCare 300 bis 1500. Die LKH nennt für ihre Budgettarife 12,50 bis 46,90 Euro.
Bausteintarife mit Krankenhaus, Zahnersatz oder Krankentagegeld kalkulieren viele Versicherer nach Alter und Gruppengröße. Österreichische und Schweizer Kollektivlösungen werden ebenfalls individuell angeboten.
Der Beitrag richtet sich vor allem nach Leistungsumfang, Budgethöhe und Gruppengröße, bei vielen Tarifen auch nach dem Alter der versicherten Personen. Mitversicherte Angehörige zahlen meist eigene Beiträge. Für Ihr Unternehmen ist der Beitrag Betriebsausgabe, bei den Beschäftigten kann er als Sachbezug steuer- und abgabenfrei bleiben.
1 Wer ist bei einer betrieblichen Krankenversicherung Versicherungsnehmer? Aufklappen ↓
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2 Was kennzeichnet einen Budgettarif? Aufklappen ↓
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3 Wann gilt eine arbeitgeberfinanzierte bKV in Deutschland als Sachbezug? Aufklappen ↓
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4 Welcher Vorteil ist für Gruppenverträge in der bKV typisch? Aufklappen ↓
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5 Was passiert in der Regel, wenn Beschäftigte das Unternehmen verlassen? Aufklappen ↓
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Glossar: Begriffe rund um die betriebliche Krankenversicherung
Die wichtigsten Begriffe rund um bKV und Gruppenkrankenversicherung, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Betriebliche Krankenversicherung (bKV)
Eine private Krankenzusatzversicherung, die der Arbeitgeber als Gruppenvertrag für seine Beschäftigten abschließt.
- Gruppenvertrag
Ein Vertrag, über den mehrere Personen zu gemeinsamen Bedingungen versichert sind, bei der bKV meist alle oder klar abgegrenzte Gruppen von Beschäftigten.
- Budgettarif
Ein Tarif mit festem Jahresbudget pro Person, das für verschiedene Gesundheitsleistungen eingesetzt werden kann.
- Bausteintarif
Ein Tarif, der einzelne Bereiche wie Zahnersatz, ambulante oder stationäre Leistungen gezielt absichert.
- Gesundheitsprüfung
Fragen zu Vorerkrankungen vor Vertragsbeginn. Bei vielen bKV-Gruppenverträgen entfällt sie.
- Wartezeit
Ein Zeitraum nach Versicherungsbeginn, in dem noch keine oder nur eingeschränkte Leistungen gezahlt werden.
- Zahnstaffel
Eine Begrenzung der Erstattung für Zahnleistungen in den ersten Versicherungsjahren.
- Sachbezug
Eine Zuwendung des Arbeitgebers, die nicht in Geld besteht. Arbeitgeberfinanzierter Versicherungsschutz kann als Sachbezug gelten.
- Sachbezugsfreigrenze
Die monatliche Grenze, bis zu der Sachbezüge in Deutschland steuer- und sozialabgabenfrei bleiben.
- Arbeitgeberfinanzierte bKV
Das Unternehmen trägt den Beitrag vollständig. Das ist das häufigste Modell.
- Arbeitnehmerfinanzierte bKV
Beschäftigte zahlen den Beitrag selbst, profitieren aber von Gruppenkonditionen.
- Fortführung
Die Möglichkeit, den Gruppenschutz nach dem Ausscheiden als privaten Einzelvertrag weiterzuführen.
- Sonderklasse
Österreichischer Begriff für die private Unterbringung und Behandlung im Spital, oft Kern der Gruppenkrankenversicherung.
- Kollektivvertrag
In der Schweiz ein Vertrag zwischen Unternehmen und Krankenversicherer, der Mitarbeitenden Sonderkonditionen für Zusatzversicherungen gewährt.
- Arbeitgeberportal
Ein Online-Zugang, über den Unternehmen Beschäftigte an- und abmelden und den Vertrag verwalten.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um die betriebliche Krankenversicherung, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Antworten ersetzen keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Versicherungsberatung.
Was ist eine betriebliche Krankenversicherung?
Eine betriebliche Krankenversicherung ist eine private Krankenzusatzversicherung, die der Arbeitgeber als Gruppenvertrag für seine Beschäftigten abschließt. Sie ergänzt die gesetzliche Krankenversicherung um Leistungen wie Zahnersatz, Brillen, Vorsorge oder Krankenhausleistungen und wird meist vom Arbeitgeber bezahlt.
Für wen lohnt sich eine bKV?
Eine bKV lohnt sich vor allem für Unternehmen, die Fachkräfte gewinnen und halten wollen. Schon kleine Teams können sie einführen, weil viele Versicherer Gruppenverträge ab wenigen Beschäftigten anbieten. Besonders geschätzt wird sie von gesetzlich versicherten Beschäftigten mit hohen Eigenanteilen bei Zahn und Brille.
Was kostet eine betriebliche Krankenversicherung?
Einfache Budgettarife beginnen bei wenigen Euro pro Person und Monat, umfangreiche Kombinationen aus Budget und Bausteinen kosten deutlich mehr. Der Beitrag hängt von Leistungsumfang, Budgethöhe, Gruppengröße und teils vom Alter der Versicherten ab.
Ist die bKV steuerfrei?
Eine arbeitgeberfinanzierte bKV kann in Deutschland als Sachbezug bis zur monatlichen Freigrenze von 50 Euro steuer- und sozialabgabenfrei bleiben. Voraussetzung ist, dass Beschäftigte nur Versicherungsschutz und keinen Geldbetrag erhalten und die Freigrenze nicht schon durch andere Sachbezüge ausgeschöpft ist. Für den Arbeitgeber ist der Beitrag Betriebsausgabe.
Gibt es bei der bKV eine Gesundheitsprüfung?
Bei vielen bKV-Gruppenverträgen entfällt die Gesundheitsprüfung. Dadurch erhalten auch Beschäftigte mit Vorerkrankungen oder laufenden Behandlungen Schutz. Die genauen Aufnahmeregeln hängen von Versicherer, Tarif und Gruppengröße ab.
Was ist der Unterschied zwischen Budgettarif und Bausteintarif?
Ein Budgettarif stellt jeder versicherten Person einen festen Jahresbetrag für verschiedene Gesundheitsleistungen zur Verfügung. Ein Bausteintarif sichert dagegen einzelne Bereiche wie Zahnersatz oder Krankenhaus mit festen Leistungen ab. Viele Versicherer erlauben eine Kombination aus beidem.
Können Angehörige mitversichert werden?
Bei vielen Tarifen können Beschäftigte Partner und Kinder zu Gruppenkonditionen mitversichern. Den Beitrag für Angehörige zahlen sie in der Regel selbst.
Was passiert mit der bKV beim Jobwechsel?
Mit dem Ausscheiden aus dem Unternehmen endet der Gruppenschutz. Viele Versicherer bieten an, den Schutz innerhalb einer Frist als privaten Einzelvertrag ohne neue Gesundheitsprüfung fortzuführen.
Gibt es die bKV auch in Österreich und der Schweiz?
In Österreich heißt das Modell meist Gruppenkrankenversicherung, Beiträge des Arbeitgebers sind bis 300 Euro pro Person und Jahr steuerfrei. In der Schweiz schließen Unternehmen Kollektivverträge mit Krankenversicherern, die Mitarbeitenden Sonderkonditionen für Zusatzversicherungen bieten.
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