Betriebliche Altersvorsorge Vergleich
2026
Das sind die besten 50 Anbieter.
Wie bieten Sie Ihren Beschäftigten eine Altersvorsorge, die mehr bringt als ein Sparvertrag und Sie als Arbeitgeber nicht überfordert? Die betriebliche Altersvorsorge verbindet Steuer- und Abgabenvorteile mit einem Benefit, den Fachkräfte bei der Jobwahl zunehmend vergleichen. Wir haben 50 Anbieter in Deutschland, Österreich und der Schweiz geprüft: Lebensversicherer, Branchenversorgungswerke, digitale bAV-Plattformen, Beratungshäuser, Pensionskassen und Sammelstiftungen. Der Ratgeber zeigt, welche Durchführungswege es gibt, worauf Sie bei der Auswahl achten und welche Kosten auf Ihr Unternehmen zukommen. Der Überblick ersetzt keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Versicherungsberatung.
Pax ist ein Lebensversicherer aus der Schweiz mit genossenschaftlicher Verankerung. Start-ups, KMU und Grossunternehmen erhalten BVG-Lösungen der beruflichen Vorsorge: Pax DuoStar, Pax Vollversicherung und Pax Ergänzungsvorsorge. Online-Portal und Offerten-Tool, Zugang über Beratung und Vertriebspartner.
pax.ch
Pax, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, ist ein Lebensversicherer mit Sitz in Basel und genossenschaftlicher Verankerung. In der beruflichen Vorsorge zählt Pax 27562 aktiv Versicherte und verwaltet Kapitalanlagen von CHF 3.6 Mrd. Das Angebot richtet sich an Start-ups, KMU und Grossunternehmen.
Für die berufliche Vorsorge (BVG) stehen drei Lösungen bereit. Pax DuoStar teilt das Alterskapital je zur Hälfte in einen vollversicherten Garantieteil und einen renditeorientierten Chancenteil. Die Pax Vollversicherung bietet Schutz im Alter, bei Tod und bei Invalidität als Vollversicherung, mit Beiträgen in Prozent der Löhne. Die Pax Ergänzungsvorsorge ergänzt die Basisvorsorge bei Pax oder einem anderen Anbieter, mit eigenen Plänen für Mitarbeitende, Kader oder Geschäftsleitung.
Arbeitgeber nutzen ein Online-Portal für Mutationen, Abfragen und Simulationen. Mit dem BV Online-Offerten-Tool lässt sich in wenigen Schritten eine Offerte für die berufliche Vorsorge erstellen. Der Zugang erfolgt über persönliche Beratung und Vertriebspartner in der Schweiz.
Sind Sie selbst Anbieter? Jetzt empfohlener Anbieter werden
Was ist eine betriebliche Altersvorsorge, und für wen lohnt sie sich?

Die betriebliche Altersvorsorge, kurz bAV, ist eine Zusage des Arbeitgebers auf Leistungen im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall. Sie ergänzt die gesetzliche Rente und wird über einen von fünf Durchführungswegen umgesetzt.
Finanziert wird die bAV vom Arbeitgeber, von den Beschäftigten per Entgeltumwandlung oder von beiden gemeinsam. Bei der Entgeltumwandlung fließt ein Teil des Bruttogehalts direkt in die Vorsorge, bevor Steuern und Sozialabgaben anfallen. Seit 2002 haben Beschäftigte in Deutschland einen Rechtsanspruch darauf, bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung umzuwandeln. Wer umwandelt, erhält bei den versicherungsförmigen Wegen zusätzlich einen Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent, soweit der Betrieb Sozialabgaben spart.
Für Arbeitgeber ist die bAV damit keine Kür, sondern Pflichtprogramm: Fragt ein Beschäftigter nach, müssen Sie einen Weg anbieten. Gleichzeitig eignet sich die bAV als Benefit, der lange wirkt. Ein arbeitgeberfinanzierter Beitrag kommt fast vollständig in der Vorsorge an, während von einer Gehaltserhöhung nach Steuern und Abgaben deutlich weniger übrig bleibt.
Lohnend ist die bAV schon für kleine Betriebe mit wenigen Beschäftigten, denn Versicherer, Branchenversorgungswerke und digitale Plattformen haben Lösungen gerade für kleine Unternehmen entwickelt. Entscheidend ist, dass Sie Durchführungsweg, Anbieter und Zuschussregel einmal sauber festlegen und für alle Beschäftigten gleich anwenden.
- Anfragen zur Entgeltumwandlung: Beschäftigte fragen nach Entgeltumwandlung, und Sie haben noch keinen festen Durchführungsweg oder Anbieter festgelegt.
- Fachkräfte gesucht: Offene Stellen bleiben lange unbesetzt, und Bewerberinnen und Bewerber vergleichen Ihr Angebot mit größeren Arbeitgebern.
- Verträge im Wildwuchs: Im Betrieb laufen Einzelverträge bei mehreren Versicherern, die jemand in der Lohnbuchhaltung von Hand pflegt.
- Zuschuss ungeklärt: Sie wissen nicht genau, ob und in welcher Höhe Sie den gesetzlichen Arbeitgeberzuschuss bei allen Verträgen zahlen.
- Keine Versorgungsordnung: Zusagen sind mündlich oder in Einzelverträgen geregelt, eine schriftliche Versorgungsordnung fehlt.
- Gehaltsspielraum ausgereizt: Weitere Gehaltserhöhungen verpuffen durch Steuern und Abgaben, Sie suchen einen Vorteil mit spürbarem Nettoeffekt.
- Führungskräfte binden: Sie möchten Schlüsselpersonen oder Gesellschafter-Geschäftsführer mit einer höheren Versorgung langfristig an das Unternehmen binden.
Treffen die ersten beiden Punkte zu, sollten Sie die bAV zeitnah strukturiert aufsetzen. Je mehr der übrigen Punkte passen, desto mehr lohnen sich eine Versorgungsordnung, ein Hauptanbieter und eine digitale Verwaltung.
Welche Probleme die bAV im Unternehmen löst

Eine gut aufgesetzte bAV hilft Ihnen beim Gewinnen und Halten von Fachkräften und schließt eine Lücke, die die gesetzliche Rente allein nicht mehr füllt. Gleichzeitig erfüllen Sie damit Ihre gesetzlichen Pflichten.
Die gesetzliche Rente sichert nur einen Teil des letzten Einkommens ab. Viele Beschäftigte wissen das, schieben die private Vorsorge aber auf. Über den Betrieb entsteht Vorsorge fast automatisch, weil Beiträge direkt aus der Gehaltsabrechnung fließen und der Arbeitgeber etwas dazugibt.
Für kleine und mittlere Unternehmen ist die bAV zudem ein Argument im Wettbewerb um Personal. Konzerne werben seit Jahren mit Betriebsrenten, Agenturen, Handwerksbetriebe und Praxen können mit einem klaren Arbeitgeberzuschuss gleichziehen. Weil die Ansprüche nach einigen Jahren unverfallbar werden, belohnt die bAV gerade die Betriebstreue.
Ohne festen Rahmen entsteht dagegen schnell ein Flickenteppich aus Einzelverträgen bei verschiedenen Versicherern. Das kostet Verwaltungszeit und birgt Haftungsrisiken, denn für die zugesagten Leistungen steht am Ende der Arbeitgeber ein. Eine einheitliche Versorgungsordnung und ein Hauptanbieter schaffen hier Ordnung.
Die gesetzliche Rente sichert nur einen Teil des letzten Einkommens, viele Beschäftigte sorgen privat zu wenig vor.
Kleine und mittlere Unternehmen konkurrieren mit Konzernen, die seit Jahren mit Betriebsrenten werben.
Ohne langfristige Vorteile wechseln Beschäftigte schneller, wenn ein anderer Arbeitgeber etwas mehr bietet.
Von einer Gehaltserhöhung kommt nach Steuern und Sozialabgaben nur ein Teil bei den Beschäftigten an.
Für zugesagte Leistungen steht der Arbeitgeber ein, auch wenn ein externer Versorgungsträger zahlt.
Einzelverträge bei vielen Versicherern machen Abrechnung, Zuschüsse und Austritte unübersichtlich.
Anträge, Änderungen und Austritte auf Papier kosten die Personalabteilung jeden Monat Zeit.
Welche Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge es gibt

In Deutschland gibt es fünf Durchführungswege: Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse und Direktzusage. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer das Geld verwaltet, wie es steuerlich behandelt wird und wie stark der Arbeitgeber haftet.
Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds sind externe, versicherungsförmige Wege. Beiträge bleiben bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei und bis zu vier Prozent sozialabgabenfrei. Für kleine Betriebe sind sie der übliche Einstieg, weil Versicherer Verwaltung und Kapitalanlage übernehmen.
Unterstützungskasse und Direktzusage eignen sich vor allem für höhere Beiträge, etwa für Führungskräfte oder Gesellschafter-Geschäftsführer. Bei der Direktzusage verspricht das Unternehmen die Rente selbst und bildet dafür Pensionsrückstellungen, häufig abgesichert über eine Rückdeckungsversicherung. Beide Wege sind über den Pensions-Sicherungs-Verein gegen Insolvenz geschützt, verlangen aber mehr Verwaltung und meist versicherungsmathematische Gutachten.
Daneben gibt es Branchenlösungen, die Arbeitgeber- und Gewerkschaftsseite gemeinsam tragen, etwa für die Metall- und Elektroindustrie, Kliniken oder Banken, sowie das Sozialpartnermodell mit reiner Beitragszusage. In Österreich laufen Betriebspensionen meist über Pensionskassen oder die betriebliche Kollektivversicherung, in der Schweiz ist die berufliche Vorsorge über Pensionskassen und Sammelstiftungen für viele Beschäftigte Pflicht.
Der Arbeitgeber schließt eine Lebens- oder Rentenversicherung auf das Leben der beschäftigten Person ab. Der häufigste Weg in kleinen Betrieben.
Eine eigenständige Versorgungseinrichtung zahlt die Rente. Oft als Branchen- oder Firmenkasse organisiert.
Externer Versorgungsträger mit freierer Kapitalanlage, auch zur Auslagerung bestehender Pensionszusagen genutzt.
Eine rechtsfähige Einrichtung übernimmt die Versorgung, meist rückgedeckt über eine Versicherung. Beiträge sind für Beschäftigte ohne lohnsteuerliche Obergrenze möglich.
Das Unternehmen sagt die Rente selbst zu und bildet Pensionsrückstellungen, häufig für Führungskräfte und Geschäftsführer.
Versorgungswerke, die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften für eine Branche tragen, etwa Metall und Elektro, Kliniken oder Banken.
In Österreich Pensionskasse und betriebliche Kollektivversicherung, in der Schweiz die berufliche Vorsorge über Pensionskassen und Sammelstiftungen.
- Versicherer oder Kasse verwaltet das Geld
- Steuerfrei bis 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze
- Gesetzlicher Zuschuss bei Entgeltumwandlung
- Wenig Verwaltung, gut für kleine Betriebe
- Hohe Versorgung ohne lohnsteuerliche Beitragsgrenze
- Geeignet für Führungskräfte und Gesellschafter
- Pensionsrückstellungen und Gutachten nötig
- Beiträge zum Pensions-Sicherungs-Verein
2026
Whitepaper:
Betriebsrente einfach eingeführt 2026
Der Leitfaden zur betrieblichen Altersvorsorge: welche Durchführungswege es gibt, was beim Arbeitgeberzuschuss gilt, wie Sie Haftungsrisiken begrenzen und wie die Einführung im Betrieb gelingt.
Nach Ihrer Bestätigung per E-Mail gelangen Sie direkt zum Download. Datenschutzerklärung
Worauf Sie bei der Auswahl eines bAV-Anbieters achten sollten

Den besten Anbieter für alle gibt es nicht. Entscheidend sind der passende Durchführungsweg, transparente Kosten, ein wenig Verwaltungsaufwand für Ihre Personalabteilung und ein Partner, der Sie bei Haftungsfragen unterstützt.
Prüfen Sie zuerst, welche Wege ein Anbieter überhaupt abdeckt. Ein Lebensversicherer bietet meist Direktversicherung und Pensionskasse, oft auch Unterstützungskasse und Pensionsfonds. Branchenversorgungswerke stehen nur Unternehmen bestimmter Branchen offen, Beratungshäuser und Plattformen arbeiten mit mehreren Versicherern zusammen.
Achten Sie auf die Kosten im Tarif, denn Abschluss- und Verwaltungskosten mindern die spätere Rente spürbar. Fragen Sie nach Kostenquoten, Garantien und Anlageoptionen und lassen Sie sich die Informationen schriftlich geben. Für Ihre Beschäftigten zählt außerdem, ob ein Vertrag beim Jobwechsel mitgenommen werden kann.
Im Alltag entscheidet die Verwaltung. Ein Arbeitgeberportal, digitale Anträge und eine Schnittstelle zur Lohnabrechnung sparen der Personalabteilung viel Zeit. Wichtig ist auch, wie der Anbieter Ihre Beschäftigten informiert und berät, denn gut erklärte Angebote werden deutlich häufiger genutzt.
Nicht jeder Anbieter bietet alle Wege an. Prüfen Sie, ob der Anbieter heute und bei künftigen Anforderungen passt, etwa für Führungskräfte.
Abschluss- und Verwaltungskosten mindern die spätere Leistung. Gruppenverträge bieten oft bessere Konditionen als Einzelverträge.
Klassische Tarife bieten Garantien, fondsgebundene Tarife mehr Renditechancen. Das Sozialpartnermodell verzichtet ganz auf Garantien.
Digitale Anträge und ein Arbeitgeberportal sparen der Personalabteilung jeden Monat Zeit.
Für Zusagen haftet der Arbeitgeber. Gute Anbieter liefern Musterversorgungsordnungen und Dokumentationshilfen.
Die Beteiligung steigt, wenn Beschäftigte verstehen, was sie einzahlen und was sie bekommen.
Beschäftigte können ihre Anwartschaft unter bestimmten Bedingungen zum neuen Arbeitgeber mitnehmen.
Viele Tarife lassen sich um Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenschutz ergänzen.
Welche betriebliche Altersvorsorge passt zu Ihrem Unternehmen?
Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 50 recherchierten Anbietern ab, nicht nur mit den empfohlenen Anbietern.
Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.
Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.
Einführung der bAV Schritt für Schritt

Mit klarem Ziel, einer schriftlichen Versorgungsordnung und guter Information der Beschäftigten steht die bAV in wenigen Wochen. Planen Sie die Einführung als Projekt, nicht als Nebenbei-Aufgabe der Lohnbuchhaltung.
Am Anfang stehen Ziel und Budget: Wollen Sie nur die Pflicht zur Entgeltumwandlung erfüllen oder einen echten Benefit schaffen? Legen Sie fest, wie hoch Ihr Zuschuss ausfällt und ob er über die gesetzlichen 15 Prozent hinausgeht. Holen Sie danach Angebote mehrerer Anbieter ein und vergleichen Sie Durchführungswege, Kosten und Service.
Die Regeln gehören in eine Versorgungsordnung oder eine Betriebsvereinbarung. Gibt es einen Betriebsrat, hat er bei der Ausgestaltung ein Mitbestimmungsrecht. Klären Sie die steuerliche Behandlung mit Ihrer Steuerberatung und stimmen Sie die Abläufe mit der Lohnabrechnung ab.
Danach folgt die Information der Beschäftigten. Eine Infoveranstaltung, Einzelgespräche mit dem Anbieter und ein kurzes Merkblatt sorgen dafür, dass die bAV angenommen wird. Dokumentieren Sie, dass Sie alle informiert haben, und prüfen Sie das Angebot jedes Jahr auf Aktualität.
Ziele und Budget festlegen
Klären Sie, ob Sie nur die Pflicht erfüllen oder einen Benefit schaffen, und wie hoch Ihr Zuschuss ausfällt.
Angebote vergleichen
Holen Sie Angebote mehrerer Anbieter ein und vergleichen Sie Wege, Kosten und Service.
Regeln dokumentieren
Halten Sie Durchführungsweg, Zuschuss und Zugang in einer Versorgungsordnung fest.
Vertrag und Abrechnung
Schließen Sie den Rahmen- oder Kollektivvertrag ab und richten Sie die Lohnabrechnung ein.
Team informieren
Erklären Sie Vorteile und Zuschuss so, dass alle eine informierte Entscheidung treffen können.
Pflegen und prüfen
Prüfen Sie jährlich Beteiligung, Zuschüsse und neue rechtliche Vorgaben.
Häufige Fehler bei der betrieblichen Altersvorsorge

Die meisten Probleme entstehen nicht beim Abschluss, sondern Jahre später: bei fehlenden Dokumenten, vergessenen Zuschüssen oder unklaren Zusagen. Wer die typischen Fehler kennt, vermeidet Nachzahlungen und Haftungsrisiken.
Ein häufiger Fehler ist der vergessene Arbeitgeberzuschuss. Bei Entgeltumwandlung in Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds ist er gesetzlich vorgeschrieben, soweit der Betrieb Sozialabgaben spart. Fehlt er, drohen Nachforderungen.
Ebenso riskant sind Zusagen ohne schriftliche Grundlage. Ohne Versorgungsordnung lässt sich später kaum nachweisen, was zugesagt wurde, und für die Leistung haftet am Ende der Arbeitgeber. Auch ein Wildwuchs an Einzelverträgen bei vielen Versicherern macht die Verwaltung teuer und unübersichtlich.
Schließlich scheitern viele Angebote an der Kommunikation. Wenn Beschäftigte nicht verstehen, was sie netto einzahlen und was sie später erhalten, bleibt die Beteiligung gering. Ein Angebot, das kaum jemand nutzt, verfehlt sein Ziel als Benefit.
Bei Entgeltumwandlung in Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds ist der Arbeitgeberzuschuss Pflicht, soweit Sie Sozialabgaben sparen.
Mündliche oder lückenhaft dokumentierte Zusagen führen später zu Streit über die Höhe der Leistung.
Jede neue Person bringt einen Vertrag bei einem anderen Versicherer mit, die Verwaltung wird unübersichtlich.
Erreicht der Versorgungsträger die zugesagte Leistung nicht, steht der Arbeitgeber dafür ein.
Lehnen Beschäftigte die Entgeltumwandlung ab, fehlt später oft der Nachweis, dass sie informiert wurden.
Ein Aushang am Schwarzen Brett reicht nicht, die Beteiligung bleibt dann gering.
Beim Ausscheiden bleiben Verträge beitragsfrei liegen, Fristen für Übertragungen werden versäumt.
Was kostet eine betriebliche Altersvorsorge den Arbeitgeber?

Die Kosten der bAV hängen vor allem davon ab, wie viel Sie selbst zuschießen. Pflicht ist bei der Entgeltumwandlung ein Zuschuss von 15 Prozent, soweit Sie Sozialabgaben sparen, alles darüber hinaus legen Sie selbst fest.
Bei reiner Entgeltumwandlung sparen Sie Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, die Sie zum großen Teil als Zuschuss weitergeben. Unterm Strich bleibt die bAV für Ihr Unternehmen dann nahezu kostenneutral, abgesehen vom Verwaltungsaufwand. Beiträge zur bAV sind für den Betrieb in der Regel Betriebsausgaben.
Eine arbeitgeberfinanzierte bAV kostet genau den Betrag, den Sie zusagen. Viele kleine Unternehmen starten mit einem festen Monatsbetrag pro Kopf oder einem Zuschuss, der über die gesetzlichen 15 Prozent hinausgeht. Für Geringverdienende gibt es in Deutschland eine eigene staatliche Förderung, wenn der Arbeitgeber zusätzlich einen Beitrag leistet.
Hinzu kommen Kosten für Beratung und Verwaltung. Bei Versicherungslösungen sind sie meist im Tarif enthalten, Beratungshäuser und Plattformen rechnen teils separat ab. Bei Direktzusagen fallen zusätzlich Gutachten für Pensionsrückstellungen und Beiträge zum Pensions-Sicherungs-Verein an.
Pflichtzuschuss bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds, soweit Sie Sozialabgaben sparen. Unterm Strich für den Betrieb nahezu kostenneutral.
Ein fester Betrag pro Kopf oder ein Zuschuss über 15 Prozent hinaus. Die Kosten entsprechen genau dem zugesagten Beitrag, der in der Regel als Betriebsausgabe gilt.
Mehrere Anbieter stellen Arbeitgebern ihre Verwaltungsportale kostenfrei bereit, etwa WWK, Debeka und der XEMPUS manager. Beim BVV ist die Mitgliedschaft kostenlos, die Verträge sind ohne Provisions- und Abschlusskosten.
Bei Direktzusage und Unterstützungskasse kommen versicherungsmathematische Gutachten, Beiträge zum Pensions-Sicherungs-Verein und Beratungshonorare hinzu. Beratungshäuser kalkulieren individuell.
Die Kosten für Ihr Unternehmen richten sich vor allem nach dem Arbeitgeberzuschuss, der Zahl der Beschäftigten, die umwandeln, und dem gewählten Durchführungsweg. Bei versicherungsförmigen Wegen sind Verwaltung und Beratung meist im Tarif enthalten, bei Direktzusage und Unterstützungskasse kommen Gutachten und Beiträge zur Insolvenzsicherung hinzu. Beiträge sind für den Betrieb in der Regel Betriebsausgaben.
1 Wie viele Durchführungswege der bAV gibt es in Deutschland? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
2 Welchen Zuschuss müssen Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung zahlen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
3 Wer haftet letztlich für die zugesagte Leistung einer bAV? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
4 Welcher Durchführungsweg eignet sich besonders für hohe Versorgungen von Geschäftsführern? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
5 Was regelt eine Versorgungsordnung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Glossar: Begriffe rund um die betriebliche Altersvorsorge
Die wichtigsten Begriffe rund um bAV, Durchführungswege und Pensionskassen, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Leistungen der Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung, die ein Arbeitgeber aus Anlass eines Arbeitsverhältnisses zusagt.
- Entgeltumwandlung
Beschäftigte verzichten auf einen Teil ihres Bruttogehalts zugunsten einer Versorgungszusage.
- Arbeitgeberzuschuss
Der Zuschuss von 15 Prozent, den Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung in versicherungsförmige Wege zahlen, soweit sie Sozialabgaben sparen.
- Durchführungsweg
Die rechtliche Form, über die eine bAV umgesetzt wird. In Deutschland gibt es fünf Wege.
- Direktversicherung
Eine Lebens- oder Rentenversicherung, die der Arbeitgeber auf das Leben der beschäftigten Person abschließt.
- Pensionskasse
Eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung, die Betriebsrenten zahlt.
- Pensionsfonds
Ein externer Versorgungsträger mit größerer Freiheit bei der Kapitalanlage.
- Unterstützungskasse
Eine rechtsfähige Versorgungseinrichtung, die Leistungen ohne Rechtsanspruch gegenüber der Kasse erbringt. Der Anspruch richtet sich gegen den Arbeitgeber.
- Direktzusage
Der Arbeitgeber verspricht die Versorgung selbst und bildet dafür Pensionsrückstellungen.
- Rückdeckungsversicherung
Eine Versicherung, mit der ein Unternehmen das Risiko aus einer Direktzusage oder Unterstützungskasse absichert.
- Unverfallbarkeit
Der Zeitpunkt, ab dem Beschäftigte ihre Anwartschaft auch nach dem Ausscheiden behalten. Bei Entgeltumwandlung gilt das sofort.
- Versorgungsordnung
Das Dokument, in dem ein Unternehmen die Regeln seiner bAV festhält.
- Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG)
Der Träger der gesetzlichen Insolvenzsicherung für Direktzusagen, Unterstützungskassen und Pensionsfonds.
- Sozialpartnermodell
Eine bAV auf Grundlage eines Tarifvertrags mit reiner Beitragszusage, ohne garantierte Leistungshöhe.
- Portabilität
Das Recht, eine Anwartschaft unter bestimmten Bedingungen zum neuen Arbeitgeber mitzunehmen.
- Sammelstiftung
In der Schweiz eine Vorsorgeeinrichtung, der sich viele Unternehmen für die berufliche Vorsorge anschließen.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um die betriebliche Altersvorsorge, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Antworten ersetzen keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Versicherungsberatung.
Was ist eine betriebliche Altersvorsorge?
Die betriebliche Altersvorsorge ist eine Versorgungszusage des Arbeitgebers für das Alter, für Invalidität oder für Hinterbliebene. Sie ergänzt die gesetzliche Rente und läuft über einen von fünf Durchführungswegen.
Muss ich als Arbeitgeber eine bAV anbieten?
Ja, Beschäftigte haben in Deutschland einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung. Den Durchführungsweg und den Anbieter dürfen Sie als Arbeitgeber festlegen. Ohne eigenes Angebot können Beschäftigte eine Direktversicherung verlangen.
Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss?
Bei Entgeltumwandlung in Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds zahlen Arbeitgeber 15 Prozent des umgewandelten Betrags zusätzlich, soweit sie Sozialabgaben sparen. Tarifverträge können abweichende Regeln enthalten.
Welcher Durchführungsweg eignet sich für kleine Unternehmen?
Für kleine Unternehmen ist meist die Direktversicherung der einfachste Weg, weil der Versicherer Verwaltung und Kapitalanlage übernimmt. Branchenversorgungswerke und Pensionskassen sind Alternativen, wenn Ihr Betrieb zu einer passenden Branche gehört.
Was kostet eine bAV den Arbeitgeber?
Bei reiner Entgeltumwandlung bleibt die bAV für Arbeitgeber nahezu kostenneutral, weil der Pflichtzuschuss überwiegend aus gesparten Sozialabgaben stammt. Jeder freiwillige Zuschuss und der Verwaltungsaufwand kommen hinzu.
Wie viel ist steuer- und sozialabgabenfrei?
Beiträge in Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds sind bis 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung steuerfrei und bis 4 Prozent sozialabgabenfrei. Die Rente im Alter ist dann steuer- und beitragspflichtig.
Wer haftet, wenn die Betriebsrente geringer ausfällt?
Der Arbeitgeber haftet für die zugesagte Leistung, auch wenn ein Versicherer oder eine Kasse zahlt. Eine sorgfältige Dokumentation und eine passende Zusageart begrenzen dieses Risiko.
Was passiert mit der bAV beim Jobwechsel?
Anwartschaften aus Entgeltumwandlung bleiben sofort erhalten. Beschäftigte können den Vertrag unter bestimmten Bedingungen zum neuen Arbeitgeber übertragen oder privat fortführen.
Gibt es die bAV auch in Österreich und der Schweiz?
Ja, in Österreich laufen Betriebspensionen meist über Pensionskassen oder die betriebliche Kollektivversicherung. In der Schweiz ist die berufliche Vorsorge für viele Beschäftigte Pflicht und läuft über Pensionskassen und Sammelstiftungen.
IT-Systemhaus Vergleich 2026. Das sind die besten 52 Anbieter.
Der Server streikt am Montagmorgen, das Notebook der neuen Kollegin ist noch nicht eingerichtet, und die nächste Sicherheitslücke wartet schon: Für viele Unternehmen ist die eigene IT längst…
Mehr erfahren-
IT-Beratung Vergleich 2026. Das sind die besten 49 Anbieter.
Cloud, Security, ERP, KI: Kaum ein Unternehmen deckt alle IT-Themen mit eigenem Personal ab. Eine IT-Beratung bringt Erfahrung…
-
Tankkarten Vergleich 2026. Das sind die besten 46 Anbieter.
Quittungen im Handschuhfach, Auslagen auf der Spesenabrechnung und keine Übersicht, wer wann wie viel getankt hat: Ohne Tankkarte…
-
Betriebliche Krankenversicherung Vergleich 2026. Das sind die besten 33 Anbieter.
Wie halten Sie gute Leute im Team, wenn höhere Gehälter allein nicht mehr reichen? Eine betriebliche Krankenversicherung bezahlt…
-
Firmenkreditkarte Vergleich 2026. Das sind die besten 44 Anbieter.
Wer bezahlt die Hotelrechnung auf der Dienstreise, das Software-Abo oder die Anzeigen bei Google und LinkedIn? In vielen…
Mehr solcher Vergleiche?
Jetzt kostenlos abonnieren.
Jeden Dienstag die besten Artikel aus dem Dr. Web-Magazin direkt in Ihr Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.