Betriebliche Altersvorsorge Vergleich 2026
Das sind die besten 50 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
10 Min. Lesezeit
4,7 (128) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Grünes Sparschwein mit "Sparer"-Etikett sitzt auf einem Holzschaukelstuhl vor weißem Hintergrund

Wie bieten Sie Ihren Beschäftigten eine Altersvorsorge, die mehr bringt als ein Sparvertrag und Sie als Arbeitgeber nicht überfordert? Die betriebliche Altersvorsorge verbindet Steuer- und Abgabenvorteile mit einem Benefit, den Fachkräfte bei der Jobwahl zunehmend vergleichen. Wir haben 50 Anbieter in Deutschland, Österreich und der Schweiz geprüft: Lebensversicherer, Branchenversorgungswerke, digitale bAV-Plattformen, Beratungshäuser, Pensionskassen und Sammelstiftungen. Der Ratgeber zeigt, welche Durchführungswege es gibt, worauf Sie bei der Auswahl achten und welche Kosten auf Ihr Unternehmen zukommen. Der Überblick ersetzt keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Versicherungsberatung.


Anbieter für betriebliche Altersvorsorge: Empfohlene Anbieter

PAX

Sitz in Basel Lebensversicherer (CH) Online-Portal

Pax ist ein Lebensversicherer aus der Schweiz mit genossenschaftlicher Verankerung. Start-ups, KMU und Grossunternehmen erhalten BVG-Lösungen der beruflichen Vorsorge: Pax DuoStar, Pax Vollversicherung und Pax Ergänzungsvorsorge. Online-Portal und Offerten-Tool, Zugang über Beratung und Vertriebspartner.

PAX Screenshot pax.ch

Pax, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, ist ein Lebensversicherer mit Sitz in Basel und genossenschaftlicher Verankerung. In der beruflichen Vorsorge zählt Pax 27562 aktiv Versicherte und verwaltet Kapitalanlagen von CHF 3.6 Mrd. Das Angebot richtet sich an Start-ups, KMU und Grossunternehmen.

Für die berufliche Vorsorge (BVG) stehen drei Lösungen bereit. Pax DuoStar teilt das Alterskapital je zur Hälfte in einen vollversicherten Garantieteil und einen renditeorientierten Chancenteil. Die Pax Vollversicherung bietet Schutz im Alter, bei Tod und bei Invalidität als Vollversicherung, mit Beiträgen in Prozent der Löhne. Die Pax Ergänzungsvorsorge ergänzt die Basisvorsorge bei Pax oder einem anderen Anbieter, mit eigenen Plänen für Mitarbeitende, Kader oder Geschäftsleitung.

Arbeitgeber nutzen ein Online-Portal für Mutationen, Abfragen und Simulationen. Mit dem BV Online-Offerten-Tool lässt sich in wenigen Schritten eine Offerte für die berufliche Vorsorge erstellen. Der Zugang erfolgt über persönliche Beratung und Vertriebspartner in der Schweiz.

Das spricht für PAX
Drei BVG-Lösungen
Pax DuoStar, Pax Vollversicherung und Pax Ergänzungsvorsorge für Unternehmen.
Garantie plus Chance
Bei Pax DuoStar steht eine Hälfte des Alterskapitals für Sicherheit, die andere für Rendite.
Pläne für Kader
Ergänzungsvorsorge mit eigenen Plänen für Mitarbeitende, Kader oder Geschäftsleitung.
Online-Portal
Mutationen, Abfragen und Simulationen lassen sich online erledigen.
Offerten-Tool
Mit dem BV Online-Offerten-Tool gelangen Firmen in wenigen Schritten zur Offerte.
Beratung und Partner
Zugang über persönliche Beratung und Vertriebspartner in der Schweiz.

Sind Sie selbst Anbieter? Jetzt empfohlener Anbieter werden

Diesen Vergleich teilen

Was ist eine betriebliche Altersvorsorge, und für wen lohnt sie sich?

Grünes Sparschwein mit "Sparer"-Etikett sitzt auf einem Holzschaukelstuhl vor weißem Hintergrund
Die betriebliche Altersvorsorge ergänzt die gesetzliche Rente über den Arbeitgeber.

Die betriebliche Altersvorsorge, kurz bAV, ist eine Zusage des Arbeitgebers auf Leistungen im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall. Sie ergänzt die gesetzliche Rente und wird über einen von fünf Durchführungswegen umgesetzt.

Finanziert wird die bAV vom Arbeitgeber, von den Beschäftigten per Entgeltumwandlung oder von beiden gemeinsam. Bei der Entgeltumwandlung fließt ein Teil des Bruttogehalts direkt in die Vorsorge, bevor Steuern und Sozialabgaben anfallen. Seit 2002 haben Beschäftigte in Deutschland einen Rechtsanspruch darauf, bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung umzuwandeln. Wer umwandelt, erhält bei den versicherungsförmigen Wegen zusätzlich einen Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent, soweit der Betrieb Sozialabgaben spart.

Für Arbeitgeber ist die bAV damit keine Kür, sondern Pflichtprogramm: Fragt ein Beschäftigter nach, müssen Sie einen Weg anbieten. Gleichzeitig eignet sich die bAV als Benefit, der lange wirkt. Ein arbeitgeberfinanzierter Beitrag kommt fast vollständig in der Vorsorge an, während von einer Gehaltserhöhung nach Steuern und Abgaben deutlich weniger übrig bleibt.

Lohnend ist die bAV schon für kleine Betriebe mit wenigen Beschäftigten, denn Versicherer, Branchenversorgungswerke und digitale Plattformen haben Lösungen gerade für kleine Unternehmen entwickelt. Entscheidend ist, dass Sie Durchführungsweg, Anbieter und Zuschussregel einmal sauber festlegen und für alle Beschäftigten gleich anwenden.

Der 7-Punkte-Test: Wie dringend braucht Ihr Unternehmen ein bAV-Konzept?
  • Anfragen zur Entgeltumwandlung: Beschäftigte fragen nach Entgeltumwandlung, und Sie haben noch keinen festen Durchführungsweg oder Anbieter festgelegt.
  • Fachkräfte gesucht: Offene Stellen bleiben lange unbesetzt, und Bewerberinnen und Bewerber vergleichen Ihr Angebot mit größeren Arbeitgebern.
  • Verträge im Wildwuchs: Im Betrieb laufen Einzelverträge bei mehreren Versicherern, die jemand in der Lohnbuchhaltung von Hand pflegt.
  • Zuschuss ungeklärt: Sie wissen nicht genau, ob und in welcher Höhe Sie den gesetzlichen Arbeitgeberzuschuss bei allen Verträgen zahlen.
  • Keine Versorgungsordnung: Zusagen sind mündlich oder in Einzelverträgen geregelt, eine schriftliche Versorgungsordnung fehlt.
  • Gehaltsspielraum ausgereizt: Weitere Gehaltserhöhungen verpuffen durch Steuern und Abgaben, Sie suchen einen Vorteil mit spürbarem Nettoeffekt.
  • Führungskräfte binden: Sie möchten Schlüsselpersonen oder Gesellschafter-Geschäftsführer mit einer höheren Versorgung langfristig an das Unternehmen binden.

Treffen die ersten beiden Punkte zu, sollten Sie die bAV zeitnah strukturiert aufsetzen. Je mehr der übrigen Punkte passen, desto mehr lohnen sich eine Versorgungsordnung, ein Hauptanbieter und eine digitale Verwaltung.

Welche Probleme die bAV im Unternehmen löst

Sanduhr mit grünem Sockel und weißem Etikett "Rentenlücke", symbolisiert die Altersversorgungslücke
Die bAV schließt einen Teil der Rentenlücke und stärkt die Bindung von Fachkräften an den Betrieb.

Eine gut aufgesetzte bAV hilft Ihnen beim Gewinnen und Halten von Fachkräften und schließt eine Lücke, die die gesetzliche Rente allein nicht mehr füllt. Gleichzeitig erfüllen Sie damit Ihre gesetzlichen Pflichten.

Die gesetzliche Rente sichert nur einen Teil des letzten Einkommens ab. Viele Beschäftigte wissen das, schieben die private Vorsorge aber auf. Über den Betrieb entsteht Vorsorge fast automatisch, weil Beiträge direkt aus der Gehaltsabrechnung fließen und der Arbeitgeber etwas dazugibt.

Für kleine und mittlere Unternehmen ist die bAV zudem ein Argument im Wettbewerb um Personal. Konzerne werben seit Jahren mit Betriebsrenten, Agenturen, Handwerksbetriebe und Praxen können mit einem klaren Arbeitgeberzuschuss gleichziehen. Weil die Ansprüche nach einigen Jahren unverfallbar werden, belohnt die bAV gerade die Betriebstreue.

Ohne festen Rahmen entsteht dagegen schnell ein Flickenteppich aus Einzelverträgen bei verschiedenen Versicherern. Das kostet Verwaltungszeit und birgt Haftungsrisiken, denn für die zugesagten Leistungen steht am Ende der Arbeitgeber ein. Eine einheitliche Versorgungsordnung und ein Hauptanbieter schaffen hier Ordnung.

Versorgungslücke

Die gesetzliche Rente sichert nur einen Teil des letzten Einkommens, viele Beschäftigte sorgen privat zu wenig vor.

Fachkräftemangel

Kleine und mittlere Unternehmen konkurrieren mit Konzernen, die seit Jahren mit Betriebsrenten werben.

Mangelnde Bindung

Ohne langfristige Vorteile wechseln Beschäftigte schneller, wenn ein anderer Arbeitgeber etwas mehr bietet.

Verpuffende Gehaltserhöhung

Von einer Gehaltserhöhung kommt nach Steuern und Sozialabgaben nur ein Teil bei den Beschäftigten an.

Haftungsrisiko

Für zugesagte Leistungen steht der Arbeitgeber ein, auch wenn ein externer Versorgungsträger zahlt.

Vertragswildwuchs

Einzelverträge bei vielen Versicherern machen Abrechnung, Zuschüsse und Austritte unübersichtlich.

Verwaltungsaufwand

Anträge, Änderungen und Austritte auf Papier kosten die Personalabteilung jeden Monat Zeit.

Welche Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge es gibt

Grüner Schrank mit fünf Schubladen und weißem Rahmen. Eine Notiz mit "Welcher Weg?" klebt auf der zweiten Schublade
Fünf Durchführungswege stehen zur Wahl, dazu Branchenlösungen und Modelle in Österreich und der Schweiz.

In Deutschland gibt es fünf Durchführungswege: Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse und Direktzusage. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer das Geld verwaltet, wie es steuerlich behandelt wird und wie stark der Arbeitgeber haftet.

Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds sind externe, versicherungsförmige Wege. Beiträge bleiben bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei und bis zu vier Prozent sozialabgabenfrei. Für kleine Betriebe sind sie der übliche Einstieg, weil Versicherer Verwaltung und Kapitalanlage übernehmen.

Unterstützungskasse und Direktzusage eignen sich vor allem für höhere Beiträge, etwa für Führungskräfte oder Gesellschafter-Geschäftsführer. Bei der Direktzusage verspricht das Unternehmen die Rente selbst und bildet dafür Pensionsrückstellungen, häufig abgesichert über eine Rückdeckungsversicherung. Beide Wege sind über den Pensions-Sicherungs-Verein gegen Insolvenz geschützt, verlangen aber mehr Verwaltung und meist versicherungsmathematische Gutachten.

Daneben gibt es Branchenlösungen, die Arbeitgeber- und Gewerkschaftsseite gemeinsam tragen, etwa für die Metall- und Elektroindustrie, Kliniken oder Banken, sowie das Sozialpartnermodell mit reiner Beitragszusage. In Österreich laufen Betriebspensionen meist über Pensionskassen oder die betriebliche Kollektivversicherung, in der Schweiz ist die berufliche Vorsorge über Pensionskassen und Sammelstiftungen für viele Beschäftigte Pflicht.

Direktversicherung

Der Arbeitgeber schließt eine Lebens- oder Rentenversicherung auf das Leben der beschäftigten Person ab. Der häufigste Weg in kleinen Betrieben.

Pensionskasse

Eine eigenständige Versorgungseinrichtung zahlt die Rente. Oft als Branchen- oder Firmenkasse organisiert.

Pensionsfonds

Externer Versorgungsträger mit freierer Kapitalanlage, auch zur Auslagerung bestehender Pensionszusagen genutzt.

Unterstützungskasse

Eine rechtsfähige Einrichtung übernimmt die Versorgung, meist rückgedeckt über eine Versicherung. Beiträge sind für Beschäftigte ohne lohnsteuerliche Obergrenze möglich.

Direktzusage

Das Unternehmen sagt die Rente selbst zu und bildet Pensionsrückstellungen, häufig für Führungskräfte und Geschäftsführer.

Branchenlösungen

Versorgungswerke, die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften für eine Branche tragen, etwa Metall und Elektro, Kliniken oder Banken.

Österreich und Schweiz

In Österreich Pensionskasse und betriebliche Kollektivversicherung, in der Schweiz die berufliche Vorsorge über Pensionskassen und Sammelstiftungen.

Externe Wege
Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds
  • Versicherer oder Kasse verwaltet das Geld
  • Steuerfrei bis 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze
  • Gesetzlicher Zuschuss bei Entgeltumwandlung
  • Wenig Verwaltung, gut für kleine Betriebe
Interne Wege
Direktzusage, Unterstützungskasse
  • Hohe Versorgung ohne lohnsteuerliche Beitragsgrenze
  • Geeignet für Führungskräfte und Gesellschafter
  • Pensionsrückstellungen und Gutachten nötig
  • Beiträge zum Pensions-Sicherungs-Verein

Whitepaper
Betriebsrente einfach eingeführt
2026
Ratgeber für Entscheider
Kostenloser Download

Whitepaper:
Betriebsrente einfach eingeführt 2026

Der Leitfaden zur betrieblichen Altersvorsorge: welche Durchführungswege es gibt, was beim Arbeitgeberzuschuss gilt, wie Sie Haftungsrisiken begrenzen und wie die Einführung im Betrieb gelingt.

Betriebliche Altersvorsorge bAV Betriebsrente Entgeltumwandlung Mitarbeiterbenefits Anbietervergleich
PDF · 20 Seiten · Kostenlos · Versand per E-Mail
Präsentiert von

Nach Ihrer Bestätigung per E-Mail gelangen Sie direkt zum Download. Datenschutzerklärung

Worauf Sie bei der Auswahl eines bAV-Anbieters achten sollten

Grüner Vertrag mit Lupe, die das Wort "KOSTEN" hervorhebt. Deutsche Geschäftsbedingungen sichtbar
Bei der Auswahl zählen Durchführungsweg, Kosten im Tarif, Verwaltungsaufwand und Beratung.

Den besten Anbieter für alle gibt es nicht. Entscheidend sind der passende Durchführungsweg, transparente Kosten, ein wenig Verwaltungsaufwand für Ihre Personalabteilung und ein Partner, der Sie bei Haftungsfragen unterstützt.

Prüfen Sie zuerst, welche Wege ein Anbieter überhaupt abdeckt. Ein Lebensversicherer bietet meist Direktversicherung und Pensionskasse, oft auch Unterstützungskasse und Pensionsfonds. Branchenversorgungswerke stehen nur Unternehmen bestimmter Branchen offen, Beratungshäuser und Plattformen arbeiten mit mehreren Versicherern zusammen.

Achten Sie auf die Kosten im Tarif, denn Abschluss- und Verwaltungskosten mindern die spätere Rente spürbar. Fragen Sie nach Kostenquoten, Garantien und Anlageoptionen und lassen Sie sich die Informationen schriftlich geben. Für Ihre Beschäftigten zählt außerdem, ob ein Vertrag beim Jobwechsel mitgenommen werden kann.

Im Alltag entscheidet die Verwaltung. Ein Arbeitgeberportal, digitale Anträge und eine Schnittstelle zur Lohnabrechnung sparen der Personalabteilung viel Zeit. Wichtig ist auch, wie der Anbieter Ihre Beschäftigten informiert und berät, denn gut erklärte Angebote werden deutlich häufiger genutzt.

Durchführungswege
Was deckt der Anbieter ab?

Nicht jeder Anbieter bietet alle Wege an. Prüfen Sie, ob der Anbieter heute und bei künftigen Anforderungen passt, etwa für Führungskräfte.

Direktversicherung und PensionskasseUnterstützungskasse oder PensionsfondsLösung für Gesellschafter-Geschäftsführer
Praxistipp: Setzen Sie für die Belegschaft auf einen Hauptweg, damit die Verwaltung schlank bleibt.
Kosten im Tarif
Wie viel kommt an?

Abschluss- und Verwaltungskosten mindern die spätere Leistung. Gruppenverträge bieten oft bessere Konditionen als Einzelverträge.

Effektivkosten aus dem ProduktinformationsblattKonditionen im KollektivvertragKosten bei Beitragspausen
Praxistipp: Lassen Sie sich die Effektivkosten für ein Musterbeispiel Ihres Betriebs schriftlich geben.
Garantien und Anlage
Wie sicher, wie chancenreich?

Klassische Tarife bieten Garantien, fondsgebundene Tarife mehr Renditechancen. Das Sozialpartnermodell verzichtet ganz auf Garantien.

Höhe der BeitragsgarantieAuswahl an Fonds oder AnlagestrategienZusageart der Versorgung
Praxistipp: Wählen Sie eine Zusageart, die Ihre Haftung als Arbeitgeber überschaubar hält.
Verwaltung
Wie viel Aufwand entsteht?

Digitale Anträge und ein Arbeitgeberportal sparen der Personalabteilung jeden Monat Zeit.

Arbeitgeberportal für An- und AbmeldungenSchnittstelle zur LohnabrechnungDigitale Unterschrift und Dokumentation
Praxistipp: Lassen Sie sich das Portal in einer Demo zeigen, bevor Sie unterschreiben.
Haftung und Recht
Wer unterstützt Sie?

Für Zusagen haftet der Arbeitgeber. Gute Anbieter liefern Musterversorgungsordnungen und Dokumentationshilfen.

Muster für die VersorgungsordnungDokumentation der BeratungInformationspflichten erfüllt
Praxistipp: Fragen Sie nach einer Vorlage für die Versorgungsordnung, die zum gewählten Weg passt.
Beratung der Beschäftigten
Wer erklärt das Angebot?

Die Beteiligung steigt, wenn Beschäftigte verstehen, was sie einzahlen und was sie bekommen.

Infoveranstaltungen im BetriebPersönliche oder digitale BeratungVerständliche Hochrechnungen
Praxistipp: Vereinbaren Sie feste Beratungstermine für neue Beschäftigte im Onboarding.
Portabilität
Was passiert beim Jobwechsel?

Beschäftigte können ihre Anwartschaft unter bestimmten Bedingungen zum neuen Arbeitgeber mitnehmen.

Übertragung zum neuen ArbeitgeberPrivate Fortführung möglichRegeln zur Übernahme von Altverträgen
Praxistipp: Klären Sie vorab, ob der Anbieter Verträge neuer Beschäftigter übernimmt.
Zusatzbausteine
Was ist noch abgesichert?

Viele Tarife lassen sich um Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenschutz ergänzen.

BerufsunfähigkeitsschutzHinterbliebenenrenteVereinfachte Gesundheitsfragen im Kollektiv
Praxistipp: Prüfen Sie, ob Gesundheitsfragen im Gruppenvertrag vereinfacht sind.
5 Fragen, 2 Minuten

Welche betriebliche Altersvorsorge passt zu Ihrem Unternehmen?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 50 recherchierten Anbietern ab, nicht nur mit den empfohlenen Anbietern.

Frage 1 von 5
Wie viele Beschäftigte hat Ihr Unternehmen?
Die Betriebsgröße bestimmt, welche Anbieter und Durchführungswege infrage kommen.
1 bis 9
Kleines Team, Agentur oder Praxis.
10 bis 49
Kleines Unternehmen.
50 bis 249
Mittelstand mit eigener Personalabteilung.
250 und mehr
Größeres Unternehmen oder Gruppe.
Frage 2 von 5
Wie ist die bAV bei Ihnen heute geregelt?
Der Ausgangspunkt entscheidet, ob Sie neu starten oder aufräumen.
Noch gar nicht
Sie starten neu.
Einzelverträge
Mehrere Verträge bei verschiedenen Versicherern.
Ein Hauptanbieter
Ein Rahmenvertrag besteht bereits.
Versorgungsordnung vorhanden
Sie wollen das Angebot ausbauen.
Frage 3 von 5
Wie möchten Sie die bAV finanzieren?
Die Finanzierung bestimmt Ihre Kosten und den Nutzen als Benefit.
Nur Entgeltumwandlung
Mit dem gesetzlichen Zuschuss.
Höherer Zuschuss
Mehr als die gesetzlichen 15 Prozent.
Fester Arbeitgeberbeitrag
Ein Betrag pro Kopf, unabhängig von Umwandlung.
Noch offen
Sie möchten die Varianten vergleichen.
Frage 4 von 5
Für wen soll die Lösung vor allem gelten?
Die Zielgruppe entscheidet über Durchführungsweg und Beitragshöhe.
Ganze Belegschaft
Ein einheitliches Angebot für alle.
Fachkräfte gewinnen
Benefit für Recruiting und Bindung.
Führungskräfte
Höhere Versorgung für Schlüsselpersonen.
Gesellschafter-Geschäftsführer
Versorgung der Unternehmensleitung.
Frage 5 von 5
Was ist Ihnen beim Anbieter am wichtigsten?
Ihre Priorität bestimmt, welche Bedingungen Sie zuerst prüfen sollten.
Wenig Verwaltung
Arbeitgeberportal und digitale Abläufe.
Niedrige Kosten
Möglichst viel kommt in der Vorsorge an.
Haftung absichern
Klare Dokumente und Unterstützung im Recht.
Persönliche Beratung
Beratung der Beschäftigten vor Ort.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

Einführung der bAV Schritt für Schritt

Aufsteigende Stapel grüner Münzen mit einem Schild, das "RENTE" beschriftet ist
Ziel festlegen, Angebote vergleichen, Regeln dokumentieren und das Team informieren: So gelingt der Start.

Mit klarem Ziel, einer schriftlichen Versorgungsordnung und guter Information der Beschäftigten steht die bAV in wenigen Wochen. Planen Sie die Einführung als Projekt, nicht als Nebenbei-Aufgabe der Lohnbuchhaltung.

Am Anfang stehen Ziel und Budget: Wollen Sie nur die Pflicht zur Entgeltumwandlung erfüllen oder einen echten Benefit schaffen? Legen Sie fest, wie hoch Ihr Zuschuss ausfällt und ob er über die gesetzlichen 15 Prozent hinausgeht. Holen Sie danach Angebote mehrerer Anbieter ein und vergleichen Sie Durchführungswege, Kosten und Service.

Die Regeln gehören in eine Versorgungsordnung oder eine Betriebsvereinbarung. Gibt es einen Betriebsrat, hat er bei der Ausgestaltung ein Mitbestimmungsrecht. Klären Sie die steuerliche Behandlung mit Ihrer Steuerberatung und stimmen Sie die Abläufe mit der Lohnabrechnung ab.

Danach folgt die Information der Beschäftigten. Eine Infoveranstaltung, Einzelgespräche mit dem Anbieter und ein kurzes Merkblatt sorgen dafür, dass die bAV angenommen wird. Dokumentieren Sie, dass Sie alle informiert haben, und prüfen Sie das Angebot jedes Jahr auf Aktualität.

1 Woche

Ziele und Budget festlegen

Klären Sie, ob Sie nur die Pflicht erfüllen oder einen Benefit schaffen, und wie hoch Ihr Zuschuss ausfällt.

Zuschuss pro Kopf festlegenZielgruppen im Betrieb klärenBestehende Verträge erfassen
1
2 bis 3 Wochen

Angebote vergleichen

Holen Sie Angebote mehrerer Anbieter ein und vergleichen Sie Wege, Kosten und Service.

Drei bis fünf Angebote anfordernEffektivkosten vergleichenArbeitgeberportal prüfen
2
1 bis 2 Wochen

Regeln dokumentieren

Halten Sie Durchführungsweg, Zuschuss und Zugang in einer Versorgungsordnung fest.

Versorgungsordnung erstellenBetriebsrat beteiligenSteuerberatung einbinden
3
1 Woche

Vertrag und Abrechnung

Schließen Sie den Rahmen- oder Kollektivvertrag ab und richten Sie die Lohnabrechnung ein.

Rahmenvertrag unterzeichnenLohnarten anlegenZugang zum Portal einrichten
4
2 bis 4 Wochen

Team informieren

Erklären Sie Vorteile und Zuschuss so, dass alle eine informierte Entscheidung treffen können.

Infoveranstaltung anbietenBeratungstermine vergebenVerzichtserklärungen dokumentieren
5
laufend

Pflegen und prüfen

Prüfen Sie jährlich Beteiligung, Zuschüsse und neue rechtliche Vorgaben.

Neue Beschäftigte ansprechenAustritte sauber abwickelnAngebot jährlich prüfen
6
5
Durchführungswege der bAV in Deutschland
15 %
Pflichtzuschuss des Arbeitgebers bei Entgeltumwandlung nach § 1a Abs. 1a BetrAVG
8 %
der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei nach § 3 Nr. 63 EStG
4 %
der Beitragsbemessungsgrenze sozialabgabenfrei

Häufige Fehler bei der betrieblichen Altersvorsorge

Grüner Aktenordner, teilweise geöffnet, mit Aufschrift "Versorgungsordnung fehlt" und Metallverschluss
Fehlende Zuschüsse, mündliche Zusagen und schwache Kommunikation sind die häufigsten Fehler bei der bAV.

Die meisten Probleme entstehen nicht beim Abschluss, sondern Jahre später: bei fehlenden Dokumenten, vergessenen Zuschüssen oder unklaren Zusagen. Wer die typischen Fehler kennt, vermeidet Nachzahlungen und Haftungsrisiken.

Ein häufiger Fehler ist der vergessene Arbeitgeberzuschuss. Bei Entgeltumwandlung in Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds ist er gesetzlich vorgeschrieben, soweit der Betrieb Sozialabgaben spart. Fehlt er, drohen Nachforderungen.

Ebenso riskant sind Zusagen ohne schriftliche Grundlage. Ohne Versorgungsordnung lässt sich später kaum nachweisen, was zugesagt wurde, und für die Leistung haftet am Ende der Arbeitgeber. Auch ein Wildwuchs an Einzelverträgen bei vielen Versicherern macht die Verwaltung teuer und unübersichtlich.

Schließlich scheitern viele Angebote an der Kommunikation. Wenn Beschäftigte nicht verstehen, was sie netto einzahlen und was sie später erhalten, bleibt die Beteiligung gering. Ein Angebot, das kaum jemand nutzt, verfehlt sein Ziel als Benefit.

1
Zuschuss vergessen

Bei Entgeltumwandlung in Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds ist der Arbeitgeberzuschuss Pflicht, soweit Sie Sozialabgaben sparen.

Zuschuss in der Versorgungsordnung regeln und in der Lohnabrechnung fest hinterlegen.
2
Zusagen ohne Dokument

Mündliche oder lückenhaft dokumentierte Zusagen führen später zu Streit über die Höhe der Leistung.

Eine schriftliche Versorgungsordnung erstellen und Zusagen einzeln bestätigen.
3
Vertragswildwuchs

Jede neue Person bringt einen Vertrag bei einem anderen Versicherer mit, die Verwaltung wird unübersichtlich.

Einen Hauptanbieter festlegen und Regeln für mitgebrachte Verträge definieren.
4
Haftung unterschätzen

Erreicht der Versorgungsträger die zugesagte Leistung nicht, steht der Arbeitgeber dafür ein.

Zusageart bewusst wählen und Tarife mit klaren Garantien oder Sozialpartnermodelle prüfen.
5
Verzicht nicht dokumentiert

Lehnen Beschäftigte die Entgeltumwandlung ab, fehlt später oft der Nachweis, dass sie informiert wurden.

Information und Verzicht schriftlich festhalten und in der Personalakte ablegen.
6
Schwache Kommunikation

Ein Aushang am Schwarzen Brett reicht nicht, die Beteiligung bleibt dann gering.

Infoveranstaltung, persönliche Beratung und Erinnerungen im Onboarding einplanen.
7
Austritte falsch abgewickelt

Beim Ausscheiden bleiben Verträge beitragsfrei liegen, Fristen für Übertragungen werden versäumt.

Einen festen Ablauf für Austritte mit dem Anbieter vereinbaren.

Was kostet eine betriebliche Altersvorsorge den Arbeitgeber?

Taschenrechner mit Münzenstapel und Pflanze, beschriftet "15 Prozent", symbolisiert finanzielle Wachstum
Die Kosten der bAV reichen vom gesetzlichen Zuschuss bis zum frei gewählten Arbeitgeberbeitrag.

Die Kosten der bAV hängen vor allem davon ab, wie viel Sie selbst zuschießen. Pflicht ist bei der Entgeltumwandlung ein Zuschuss von 15 Prozent, soweit Sie Sozialabgaben sparen, alles darüber hinaus legen Sie selbst fest.

Bei reiner Entgeltumwandlung sparen Sie Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, die Sie zum großen Teil als Zuschuss weitergeben. Unterm Strich bleibt die bAV für Ihr Unternehmen dann nahezu kostenneutral, abgesehen vom Verwaltungsaufwand. Beiträge zur bAV sind für den Betrieb in der Regel Betriebsausgaben.

Eine arbeitgeberfinanzierte bAV kostet genau den Betrag, den Sie zusagen. Viele kleine Unternehmen starten mit einem festen Monatsbetrag pro Kopf oder einem Zuschuss, der über die gesetzlichen 15 Prozent hinausgeht. Für Geringverdienende gibt es in Deutschland eine eigene staatliche Förderung, wenn der Arbeitgeber zusätzlich einen Beitrag leistet.

Hinzu kommen Kosten für Beratung und Verwaltung. Bei Versicherungslösungen sind sie meist im Tarif enthalten, Beratungshäuser und Plattformen rechnen teils separat ab. Bei Direktzusagen fallen zusätzlich Gutachten für Pensionsrückstellungen und Beiträge zum Pensions-Sicherungs-Verein an.

Reine Entgeltumwandlung 15 % Zuschuss auf den umgewandelten Betrag

Pflichtzuschuss bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds, soweit Sie Sozialabgaben sparen. Unterm Strich für den Betrieb nahezu kostenneutral.

Arbeitgeberfinanzierter Beitrag frei wählbar pro Person und Monat

Ein fester Betrag pro Kopf oder ein Zuschuss über 15 Prozent hinaus. Die Kosten entsprechen genau dem zugesagten Beitrag, der in der Regel als Betriebsausgabe gilt.

Verwaltung über Portale teils kostenfrei für Arbeitgeber

Mehrere Anbieter stellen Arbeitgebern ihre Verwaltungsportale kostenfrei bereit, etwa WWK, Debeka und der XEMPUS manager. Beim BVV ist die Mitgliedschaft kostenlos, die Verträge sind ohne Provisions- und Abschlusskosten.

Direktzusage und Beratung individuell nach Angebot

Bei Direktzusage und Unterstützungskasse kommen versicherungsmathematische Gutachten, Beiträge zum Pensions-Sicherungs-Verein und Beratungshonorare hinzu. Beratungshäuser kalkulieren individuell.

Wovon die Kosten abhängen

Die Kosten für Ihr Unternehmen richten sich vor allem nach dem Arbeitgeberzuschuss, der Zahl der Beschäftigten, die umwandeln, und dem gewählten Durchführungsweg. Bei versicherungsförmigen Wegen sind Verwaltung und Beratung meist im Tarif enthalten, bei Direktzusage und Unterstützungskasse kommen Gutachten und Beiträge zur Insolvenzsicherung hinzu. Beiträge sind für den Betrieb in der Regel Betriebsausgaben.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit der betrieblichen Altersvorsorge aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Wie viele Durchführungswege der bAV gibt es in Deutschland? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse und Direktzusage bilden die fünf Durchführungswege.
2 Welchen Zuschuss müssen Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung zahlen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Nach § 1a Abs. 1a BetrAVG zahlen Arbeitgeber 15 Prozent zusätzlich, soweit sie durch die Umwandlung Sozialversicherungsbeiträge sparen.
3 Wer haftet letztlich für die zugesagte Leistung einer bAV? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Der Arbeitgeber steht nach dem Betriebsrentengesetz für die zugesagten Leistungen ein, auch wenn ein externer Versorgungsträger zahlt.
4 Welcher Durchführungsweg eignet sich besonders für hohe Versorgungen von Geschäftsführern? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Bei der Direktzusage gibt es keine lohnsteuerliche Obergrenze für die Beiträge, das Unternehmen bildet dafür Pensionsrückstellungen.
5 Was regelt eine Versorgungsordnung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die Versorgungsordnung dokumentiert, wer welche Leistungen zu welchen Bedingungen erhält, und schützt Arbeitgeber vor Streit über Zusagen.

Glossar: Begriffe rund um die betriebliche Altersvorsorge

Die wichtigsten Begriffe rund um bAV, Durchführungswege und Pensionskassen, kompakt und anbieterneutral erklärt.

Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

Leistungen der Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung, die ein Arbeitgeber aus Anlass eines Arbeitsverhältnisses zusagt.

Entgeltumwandlung

Beschäftigte verzichten auf einen Teil ihres Bruttogehalts zugunsten einer Versorgungszusage.

Arbeitgeberzuschuss

Der Zuschuss von 15 Prozent, den Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung in versicherungsförmige Wege zahlen, soweit sie Sozialabgaben sparen.

Durchführungsweg

Die rechtliche Form, über die eine bAV umgesetzt wird. In Deutschland gibt es fünf Wege.

Direktversicherung

Eine Lebens- oder Rentenversicherung, die der Arbeitgeber auf das Leben der beschäftigten Person abschließt.

Pensionskasse

Eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung, die Betriebsrenten zahlt.

Pensionsfonds

Ein externer Versorgungsträger mit größerer Freiheit bei der Kapitalanlage.

Unterstützungskasse

Eine rechtsfähige Versorgungseinrichtung, die Leistungen ohne Rechtsanspruch gegenüber der Kasse erbringt. Der Anspruch richtet sich gegen den Arbeitgeber.

Direktzusage

Der Arbeitgeber verspricht die Versorgung selbst und bildet dafür Pensionsrückstellungen.

Rückdeckungsversicherung

Eine Versicherung, mit der ein Unternehmen das Risiko aus einer Direktzusage oder Unterstützungskasse absichert.

Unverfallbarkeit

Der Zeitpunkt, ab dem Beschäftigte ihre Anwartschaft auch nach dem Ausscheiden behalten. Bei Entgeltumwandlung gilt das sofort.

Versorgungsordnung

Das Dokument, in dem ein Unternehmen die Regeln seiner bAV festhält.

Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG)

Der Träger der gesetzlichen Insolvenzsicherung für Direktzusagen, Unterstützungskassen und Pensionsfonds.

Sozialpartnermodell

Eine bAV auf Grundlage eines Tarifvertrags mit reiner Beitragszusage, ohne garantierte Leistungshöhe.

Portabilität

Das Recht, eine Anwartschaft unter bestimmten Bedingungen zum neuen Arbeitgeber mitzunehmen.

Sammelstiftung

In der Schweiz eine Vorsorgeeinrichtung, der sich viele Unternehmen für die berufliche Vorsorge anschließen.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um die betriebliche Altersvorsorge, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Antworten ersetzen keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Versicherungsberatung.

Was ist eine betriebliche Altersvorsorge?

Die betriebliche Altersvorsorge ist eine Versorgungszusage des Arbeitgebers für das Alter, für Invalidität oder für Hinterbliebene. Sie ergänzt die gesetzliche Rente und läuft über einen von fünf Durchführungswegen.

Muss ich als Arbeitgeber eine bAV anbieten?

Ja, Beschäftigte haben in Deutschland einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung. Den Durchführungsweg und den Anbieter dürfen Sie als Arbeitgeber festlegen. Ohne eigenes Angebot können Beschäftigte eine Direktversicherung verlangen.

Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss?

Bei Entgeltumwandlung in Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds zahlen Arbeitgeber 15 Prozent des umgewandelten Betrags zusätzlich, soweit sie Sozialabgaben sparen. Tarifverträge können abweichende Regeln enthalten.

Welcher Durchführungsweg eignet sich für kleine Unternehmen?

Für kleine Unternehmen ist meist die Direktversicherung der einfachste Weg, weil der Versicherer Verwaltung und Kapitalanlage übernimmt. Branchenversorgungswerke und Pensionskassen sind Alternativen, wenn Ihr Betrieb zu einer passenden Branche gehört.

Was kostet eine bAV den Arbeitgeber?

Bei reiner Entgeltumwandlung bleibt die bAV für Arbeitgeber nahezu kostenneutral, weil der Pflichtzuschuss überwiegend aus gesparten Sozialabgaben stammt. Jeder freiwillige Zuschuss und der Verwaltungsaufwand kommen hinzu.

Wie viel ist steuer- und sozialabgabenfrei?

Beiträge in Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds sind bis 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung steuerfrei und bis 4 Prozent sozialabgabenfrei. Die Rente im Alter ist dann steuer- und beitragspflichtig.

Wer haftet, wenn die Betriebsrente geringer ausfällt?

Der Arbeitgeber haftet für die zugesagte Leistung, auch wenn ein Versicherer oder eine Kasse zahlt. Eine sorgfältige Dokumentation und eine passende Zusageart begrenzen dieses Risiko.

Was passiert mit der bAV beim Jobwechsel?

Anwartschaften aus Entgeltumwandlung bleiben sofort erhalten. Beschäftigte können den Vertrag unter bestimmten Bedingungen zum neuen Arbeitgeber übertragen oder privat fortführen.

Gibt es die bAV auch in Österreich und der Schweiz?

Ja, in Österreich laufen Betriebspensionen meist über Pensionskassen oder die betriebliche Kollektivversicherung. In der Schweiz ist die berufliche Vorsorge für viele Beschäftigte Pflicht und läuft über Pensionskassen und Sammelstiftungen.

4,7 128 Bewertungen

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
143 Vergleiche veröffentlicht
Alle Artikel

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Newsletter

Mehr solcher Vergleiche?
Jetzt kostenlos abonnieren.

Jeden Dienstag die besten Artikel aus dem Dr. Web-Magazin direkt in Ihr Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Einmal pro Woche, kein täglicher Spam
Jederzeit mit einem Klick abmeldbar
DSGVO-konform via Brevo