81.941 reine Elektroautos lieferte BMW von Juli bis September in Europa aus, 37,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Außerhalb Europas sank die Zahl rechnerisch um gut ein Drittel. In Deutschland legten die Münchner bei Stromern nur halb so stark zu wie der Markt, den seit Januar eine Kaufprämie antreibt.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügen„Insbesondere die weiterhin starken Auftragseingänge vollelektrischer Fahrzeuge bestätigen unseren Kurs“, sagt BMW-Vertriebsvorstand Jochen Goller. Weltweit lieferte die BMW Group im dritten Quartal 110.257 Elektroautos aus, 7,2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.[1] Der Absatz über alle Antriebe sank dagegen um 6,3 Prozent auf 551.072 Autos.
Das Wichtigste in Kürze
- In Europa stieg der Absatz reiner Elektroautos gegenüber dem Vorjahresquartal um 37,5 Prozent, gut jeder dritte Neuwagen der BMW Group fuhr dort elektrisch.
- Außerhalb Europas fiel der Elektroabsatz rechnerisch um 34,6 Prozent auf rund 28.300 Autos.
- In China verkaufte BMW 24,8 Prozent weniger Autos aller Antriebe, der neue iX3 startet dort erst im November.
- In Deutschland wuchs BMW bei Elektroautos um 38,5 Prozent, der Gesamtmarkt um 76,9 Prozent.
Wo fehlen BMW die Elektroautos?

Im dritten Quartal 2025 entfielen rechnerisch rund 59.600 der damals 102.900 Stromer auf Europa, ein Jahr später 81.941 von 110.257.[1] Außerhalb Europas sank die Zahl damit von rund 43.300 auf rund 28.300, ein Minus von 34,6 Prozent. Drei von vier Elektroautos der BMW Group gingen an europäische Kunden.
In China verkaufte BMW im Quartal 114.355 Autos, 24,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der neue iX3 kommt dort erst im November auf den Markt, als eigenes Modell zum halben deutschen Preis. Mercedes-Benz verkaufte in China im selben Quartal 31 Prozent weniger Pkw, Volkswagen 38,5 Prozent weniger Fahrzeuge. Weltweit setzte BMW zudem rechnerisch 16 Prozent weniger Plug-in-Hybride ab als im Vorjahresquartal.
Warum wächst BMW in Deutschland langsamer als der Markt?
Von Juli bis September kamen in Deutschland 236.138 neue Elektroautos auf die Straße, 76,9 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.[2] BMW steigerte seinen Elektroabsatz hierzulande um 38,5 Prozent, also halb so stark. Die BMW-Werte zählen Auslieferungen an Kunden, das Kraftfahrt-Bundesamt zählt Zulassungen im selben Zeitraum.
Seit Januar zahlt der Bund Privatleuten mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 80.000 Euro mindestens 3.000 Euro für ein neues Elektroauto, Firmen gehen leer aus. Im September meldeten private Halter 28,5 Prozent mehr Pkw an, gewerbliche 1,2 Prozent weniger.[2] Von der Prämie profitierten vor allem Marken mit günstigen Einstiegsmodellen: Tesla legte im September um 268,7 Prozent zu, BYD um 85,6 Prozent. Ein iX3 kostet in Deutschland ab 63.400 Euro.
BMW verkauft mehr Elektroautos nur noch in Europa, wo Brüssel die Flottenziele setzt. Vom Berliner Prämien-Boom profitieren derweil vor allem Tesla und BYD.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was bedeutet das für Käufer und Fuhrparks?
Für Pkw-Hersteller gilt in der EU ein CO2-Flottenziel, das über die Jahre 2025 bis 2027 gemittelt wird.[3] Jedes in Europa verkaufte Elektroauto senkt den Schnitt, und Volkswagen gleicht so ein schwaches Jahr aus. Mit mehr als 100.000 Bestellungen für den iX3 in Europa hat BMW dafür ein volles Auftragsbuch.
Fuhrparkverantwortliche sollten deshalb mehrere Leasingangebote vergleichen, solange die Hersteller jeden Stromer in Europa für ihre Flottenbilanz brauchen. Privatkäufer prüfen am besten vorab, ob ihr Haushaltseinkommen unter der Grenze der E-Auto-Förderung liegt, und rechnen den Wertverlust des Elektroautos in den Preis ein.
Quellen
3 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- BMW Group PressClubBMW Group im dritten Quartal mit Wachstum in Europa und USA
- Kraftfahrt-Bundesamt: Fahrzeugzulassungen im Juli, August und September 2026 (Pressemitteilungen 32, 35 und 41/2026)
- EUR-LexVerordnung (EU) 2025/1214 zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/631
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