Das große Robotik Glossar: Über 80 Fachbegriffe von A bis Z
8. April 2026
Reading Time: 28 minutes

Das große Robotik Glossar: Über 80 Fachbegriffe von A bis Z

Michael Dobler

Michael Dobler

Autor Dr. Web
4.5
(23)

Sie wollen in der Robotik mitreden, ohne jedes Mal eine Suchmaschine bemühen zu müssen? Dieses Robotik Glossar erklärt über 80 zentrale Begriffe aus Robotik, Automatisierung und künstlicher Intelligenz. Kompakt, verständlich und alphabetisch sortiert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Über 80 Fachbegriffe aus Robotik, Automatisierung und KI in einem Glossar vereint
  • Jeder Begriff wird in 40 bis 80 Wörtern mit Praxisbezug erklärt
  • Alphabetische Sortierung von Actuator bis Zykluszeitoptimierung
  • Geschrieben für Entscheider, die fundiert mitreden wollen, ohne Ingenieursstudium

Actuator (Aktor)

Kleine Roboterarme interagieren mit aufgeschlagenen Büchern zum Thema Robotik
Aktuatoren wandeln elektrische, hydraulische oder pneumatische Energie in mechanische Bewegung um und ermöglichen Roboterbewegungen in Gelenken, Greifern und Achsen

Ein Actuator wandelt elektrische, hydraulische oder pneumatische Energie in mechanische Bewegung um. Ohne Aktoren bewegt sich kein Roboter. Sie stecken in jedem Gelenk, jedem Greifer und jeder Achse. Elektrische Servomotoren dominieren in der Industrierobotik, hydraulische Varianten kommen bei extrem hohen Lasten zum Einsatz.

Algorithmus

Roboterarm platziert Dominostein in einer Reihe auf weißem Grund
Algorithmen ermöglichen Robotern Navigation, Bildverarbeitung, Greifplanung und Kollisionsvermeidung. Ihre Qualität bestimmt, ob Roboter elegant oder unbeholfen agieren

Ein Algorithmus ist eine eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems in endlich vielen Schritten. Roboter arbeiten auf Basis tausender Algorithmen gleichzeitig: für Navigation, Bildverarbeitung, Greifplanung und Kollisionsvermeidung. Die Qualität der Algorithmen entscheidet darüber, ob ein Roboter elegant oder unbeholfen agiert.

Autonomes Fahren

Weißer, autonomer Bus mit grünem Logo auf weißem Grund und einer Schiebermütze davor
Autonome Fahrzeuge navigieren ohne menschlichen Eingriff. Die SAE International definiert sechs Automatisierungsstufen von Level 0 bis 5. 2026 arbeiten kommerzielle Systeme überwiegend auf Level 2 bis 3

Autonomes Fahren beschreibt die Fähigkeit eines Fahrzeugs, ohne menschlichen Eingriff zu navigieren. Die SAE International unterscheidet sechs Stufen: von Level 0 (keinerlei Automatisierung) bis Level 5 (vollständige Autonomie in jeder Situation). Stand 2026 operieren die meisten kommerziellen Systeme auf Level 2 bis 3.

Autonomie

Roboterfaust mit orangefarbenem Smiley-Aufkleber auf weißem Hintergrund
Roboterautonomie: Von teilautonomen Industrierobotern, die Bestätigung benötigen, bis zu vollautonomen Systemen ohne menschliche Intervention

Autonomie bezeichnet den Grad, in dem ein Roboter eigenständig Entscheidungen trifft und Aufgaben ausführt. Vollautonome Systeme benötigen keinerlei menschliche Intervention. Teilautonome Systeme fordern bei Unsicherheit menschliche Bestätigung an. Die meisten Industrieroboter arbeiten heute teilautonom: programmiert für spezifische Aufgaben, aber unfähig, auf unvorhergesehene Situationen selbstständig zu reagieren.

Bahnplanung (Path Planning)

Roboterarm zeichnet einen Plan zu einem Ziel auf weißem Grund
Bahnplanung berechnet optimale Roboterwege unter Berücksichtigung von Hindernissen, Gelenkgrenzen und Bewegungsparametern. RRT und A* lösen statische Szenarien, Deep Reinforcement Learning dynamische Umgebungen

Bahnplanung berechnet den optimalen Weg eines Roboters von Punkt A nach Punkt B. Dabei berücksichtigt der Algorithmus Hindernisse, Gelenkgrenzen, Geschwindigkeiten und Beschleunigungen. Klassische Verfahren wie RRT (Rapidly Exploring Random Trees) und A* lösen statische Szenarien. Für dynamische Umgebungen kommen zunehmend Deep Reinforcement Learning Methoden zum Einsatz.

Bildverarbeitung (Computer Vision)

Industrieroboterarm mit Kamera blickt auf Badeente mit Brille
Kameras und Sensoren ermöglichen Robotern die visuelle Erfassung ihrer Umgebung. Neuronale Netze erkennen Objekte, Gesichter und Hindernisse. In der Qualitätskontrolle prüfen Bildverarbeitungssysteme Bauteile zuverlässiger als Menschen

Bildverarbeitung ermöglicht Robotern, ihre Umgebung visuell zu erfassen und zu interpretieren. Kameras, LiDAR und Tiefensensoren liefern Rohdaten. Neuronale Netze erkennen daraus Objekte, Gesichter, Gesten oder Hindernisse. In der Qualitätskontrolle prüfen Bildverarbeitungssysteme Bauteile schneller und zuverlässiger als das menschliche Auge.

BLDC Motor (Brushless DC Motor)

Ein Elektromotor mit einem bunten Spielzeugwindrad an der Welle, bezeichnet als
BLDC-Motoren ohne Verschleiß durch fehlende Bürsten ermöglichen präzise Drehzahlregelung. Sie treiben in der Robotik Gelenke, Räder und Propeller an und sind essentiell für Drohnen

Ein BLDC Motor arbeitet ohne mechanische Bürsten und verschleißt dadurch deutlich langsamer als herkömmliche Gleichstrommotoren. Die elektronische Kommutierung ermöglicht präzise Drehzahlregelung bei hohem Wirkungsgrad. In der Robotik treiben BLDC Motoren Gelenke, Räder und Propeller an. Drohnen wären ohne diese Motoren nicht denkbar.

Cobot (Collaborative Robot)

Ein weiß-grüner Roboterarm hält eine grüne Gummiente
Kollaborative Roboter arbeiten ohne Schutzvorrichtungen neben Menschen und führen durch Sensoren und Kraftbegrenzung sichere Interaktionen durch. Sie übernehmen repetitive Aufgaben wie Schrauben, Kleben oder Palettieren

Ein Cobot ist ein kollaborativer Roboter, der ohne Schutzzaun direkt neben Menschen arbeitet. Sensoren und Kraftbegrenzung verhindern Verletzungen bei Kontakt. Universal Robots, FANUC und ABB gehören zu den führenden Herstellern. Cobots übernehmen typischerweise monotone Aufgaben wie Schrauben, Kleben oder Palettieren, während der Mensch die komplexeren Tätigkeiten erledigt.

Compliance (mechanisch)

Roboterarm hält eine Wasserwaage mit oranger Flüssigkeit horizontal vor neutralem Hintergrund
Compliante Greifer passen ihren Druck automatisch an und schützen empfindliche Objekte sowie Arbeiter in der Mensch-Roboter-Zusammenarbeit

Compliance beschreibt die Nachgiebigkeit eines Robotergelenks oder Greifers bei Kontakt mit Objekten. Ein steifer Greifer zerdrückt ein Ei. Ein complianter Greifer passt seinen Druck automatisch an. Die mechanische Compliance lässt sich durch Federelemente, elastische Materialien oder aktive Kraftregelung erreichen. Für die sichere Mensch Roboter Zusammenarbeit ist Compliance unverzichtbar.

Deep Learning

Roboterhände halten ein gelbes Duden-Wörterbuch mit Lesezeichen
Deep Learning Modelle erkennen mittels mehrschichtiger neuronaler Netze Objekte in der Robotik zuverlässiger als handcodierte Regelwerke

Deep Learning nutzt künstliche neuronale Netze mit vielen Schichten, um komplexe Muster in Daten zu erkennen. In der Robotik revolutioniert Deep Learning die Bereiche Bildverarbeitung, Sprachverständnis und Bewegungsplanung. Trainiert auf Millionen von Bildern erkennt ein Deep Learning Modell Objekte zuverlässiger als jedes handcodierte Regelwerk.

Degrees of Freedom (DOF)

Roboterarm mit beschrifteten Gelenken und Bewegungsachsen, der einen Teebeutel in eine Tasse hält
Roboter mit sechs Freiheitsgraden bewegen sich in drei Raumachsen und orientieren ihr Werkzeug in drei Achsen. Sieben oder mehr ermöglichen flexiblere Bewegungen

Degrees of Freedom (Freiheitsgrade) geben an, wie viele unabhängige Bewegungsachsen ein Roboter besitzt. Ein typischer Industrierobotarm hat sechs DOF: drei für die Position im Raum, drei für die Orientierung des Werkzeugs. Sieben oder mehr Freiheitsgrade ermöglichen redundante Konfigurationen und damit flexiblere Bewegungen um Hindernisse herum.

Delta Roboter

Industrieroboter hält einen grünen Gummibären in seinem Greifer auf weißem Grund
Delta Roboter mit drei parallelkinematischen Armen sortieren Produkte auf Förderbändern mit bis zu 300 Pick-and-Place-Zyklen pro Minute

Ein Delta Roboter besteht aus drei parallelkinematischen Armen, die an einer gemeinsamen Plattform befestigt sind. Die Bauweise ermöglicht extrem schnelle Pick and Place Bewegungen mit bis zu 300 Zyklen pro Minute. In der Lebensmittel und Pharmaindustrie sortieren Delta Roboter Produkte auf Förderbändern im Sekundentakt.

Digital Twin (Digitaler Zwilling)

Roboterarm mit Herz-König-Karte und ein blaues, transparentes Hologramm desselben Arms mit Joker
Digital Twin eines Roboters: Virtuelle Echtzeitkopie für Testung von Programmänderungen vor dem Einsatz in der realen Produktionslinie

Ein Digital Twin ist eine virtuelle Echtzeitkopie eines physischen Roboters oder einer gesamten Produktionslinie. Sensordaten des realen Systems fließen kontinuierlich in das digitale Modell ein. Ingenieure testen Programmänderungen am Zwilling, bevor sie diese auf dem realen Roboter ausrollen. Ausfallzeiten und Fehlerrisiken sinken dadurch erheblich.

Drohne (UAV)

Weiße Lieferdrohne transportiert eine Tasse Tee mit Zitrone. Text:
Drohnen als unbemannte Fluggeräte ermöglichen Paketlieferung, landwirtschaftliche Überwachung und Infrastrukturinspektion durch Fernsteuerung oder Autonomie

Eine Drohne (Unmanned Aerial Vehicle) ist ein unbemanntes Fluggerät mit ferngesteuerter oder autonomer Navigation. Multicopter dominieren den zivilen Markt, Starrflügler kommen bei großen Reichweiten zum Einsatz. Anwendungsfelder reichen von der Paketlieferung über Landwirtschaft bis zur Infrastrukturinspektion.

Edge Computing

Grüner Roboterarm mit Mütze hält einen Legostein vor weißem Hintergrund
Roboter mit Edge Computing verarbeiten Daten lokal und reduzieren Latenzzeiten auf Millisekunden für Kollisionsvermeidung und Qualitätsprüfung

Edge Computing verarbeitet Daten direkt am Roboter, statt sie an einen zentralen Server zu senden. Die lokale Berechnung reduziert Latenzzeiten auf Millisekunden. Für zeitkritische Aufgaben wie Kollisionsvermeidung oder Qualitätsprüfung ist diese Geschwindigkeit unverzichtbar. Moderne Robotersteuerungen integrieren leistungsfähige GPU Module für Edge Inferenz.

Effektor (Endeffektor)

Industrieroboterarm mit Greifwerkzeug hält eine halbierte Kirschtomate vor weißem Hintergrund
Endeffektor am Roboterarm bestimmt dessen Funktion: Greifer, Schweißbrenner, Frässpindeln, Saugnapfmodule und Kameras ermöglichen unterschiedliche Aufgaben

Der Endeffektor ist das Werkzeug am Ende eines Roboterarms. Greifer, Schweißbrenner, Frässpindeln, Saugnapfmodule oder Kameras: der Endeffektor bestimmt, was ein Roboter tatsächlich tun kann. Ein Roboterarm ohne Endeffektor ist wie eine Hand ohne Finger.

Embedded System

Elektronikplatine im klaren Gehäuse mit Roboterarm, der eine Kirsche hält
Embedded Systems steuern in Robotern Motoren, Sensoren, Kommunikation und Sicherheit. ARM Cortex Prozessoren ermöglichen energieeffiziente Batteriebetrieblichkeit

Ein Embedded System ist ein spezialisierter Mikrocomputer, der in ein größeres Gerät eingebettet ist. Roboter enthalten dutzende Embedded Systems: in Motorcontrollern, Sensoren, Kommunikationsmodulen und Sicherheitsüberwachungen. Typische Plattformen sind ARM Cortex Prozessoren, die energieeffizient genug für batteriebetriebene Systeme arbeiten.

FANUC

Oranger Fanuc-Industrieroboter hält einen feinen Pinsel vor weißem Hintergrund
FANUC, japanischer Roboterhersteller mit Sitz in Oshino, produziert über 500.000 Roboter jährlich. Die gelben Roboterarme arbeiten weltweit in Automobil-, Elektronik- und Logistikfabriken

FANUC ist ein japanischer Hersteller von Industrierobotern und CNC Steuerungen mit Hauptsitz in Oshino. Das Unternehmen produziert über 500.000 Roboter pro Jahr und gehört damit zu den weltweit größten Roboterherstellern. Die charakteristisch gelben Roboterarme stehen in Automobilfabriken, Elektronikwerken und Logistikzentren auf der ganzen Welt.

Federvorspannung (Pretension)

Teddybär mit Helm und Wender auf Metallfeder mit Manometer
Federvorspannung in Robotergelenken eliminiert Spiel und erhöht Positioniergenauigkeit. Sie ist besonders bei Harmonic Drive Getrieben essentiell zur Vermeidung von Bewegungsfehlern

Federvorspannung beschreibt die absichtliche mechanische Vorspannung in Robotergelenken. Sie eliminiert Spiel (Backlash) und erhöht die Positioniergenauigkeit. Besonders bei Harmonic Drive Getrieben und Seilzugmechanismen spielt Pretension eine zentrale Rolle. Ohne Vorspannung entstehen bei Richtungswechseln unkontrollierbare Bewegungsfehler.

Force Feedback

Roboterarm drückt eine Orange aus; Saft tropft auf weißen Hintergrund. Logo
Force Feedback ermöglicht Teleoperatoren, Kräfte von Robotern haptisch zu spüren. In der Chirurgie erfassen Operateure Gewebewiderstand, in der Unterwasserrobotik und Sprengstoffelimination ermöglicht die Technologie präzises Fernarbeiten

Force Feedback gibt dem Bediener eines Teleoperationssystems haptische Rückmeldung über die Kräfte, die der ferngesteuerte Roboter erfährt. Chirurgische Roboter nutzen Force Feedback, damit Operateure den Gewebewiderstand spüren. Auch in der Unterwasserrobotik und bei der Entschärfung von Sprengkörpern macht diese Technologie präzises Arbeiten auf Distanz möglich.

Freiheitsgrad

Roboterarm mit Gelenk- und Freiheitsgradbeschriftungen hält eine Banane, isoliert auf Weiß
Verschiedene Greifer-Typen: mechanische Greifer mit Backen, Vakuum- und Magnetgreifer sowie adaptive Soft-Robotics-Greifer aus Silikon

Siehe Degrees of Freedom (DOF).

Greifer

Roboter-Greifarm mit Silikonaufsätzen hält eine grüne Tomate vor weißem Hintergrund
Greifsysteme für Roboterarme: mechanische Greifer, Vakuum- und Magnetgreifer sowie adaptive Systeme aus Silikon für empfindliche Objekte

Ein Greifer ist die häufigste Form des Endeffektors. Die drei Grundtypen sind mechanische Greifer (Backen oder Finger), Vakuumgreifer (Saugnapfprinzip) und magnetische Greifer. Adaptive Greifer passen ihre Form automatisch an das Greifobjekt an. Soft Robotics Greifer aus flexiblem Silikon greifen empfindliche Lebensmittel, ohne sie zu beschädigen.

Harmonic Drive

3D-Darstellung eines Wellengetriebes mit zwei grünen Schuhen als Cartoon-Elemente
Harmonic Drive: spielarmes Untersetzungsgetriebe mit hohem Übersetzungsverhältnis für Gelenkachsen moderner Industrie- und Cobots

Ein Harmonic Drive ist ein spielarmes Untersetzungsgetriebe mit extrem hohem Übersetzungsverhältnis bei kompakter Bauform. Drei Komponenten erzeugen die Untersetzung: Wave Generator, Flexspline und Circular Spline. Nahezu jeder moderne Industrieroboter und Cobot nutzt Harmonic Drives in seinen Gelenkachsen.

Humanoider Roboter

Ein humanuider Roboter entstaubt ein Miniatur-Bücherregal mit einem Staubwedel
Humanoide Roboter wie Boston Dynamics Atlas, Teslas Optimus und Agility Robotics Digit imitieren die menschliche Form für Einsatz in menschlichen Umgebungen. Der zweibeinige Gang bleibt technisch höchst anspruchsvoll

Ein humanoider Roboter imitiert die menschliche Körperform mit aufrechtem Gang, zwei Armen und einem Kopf. Boston Dynamics Atlas, Teslas Optimus und Agility Robotics Digit gehören zu den bekanntesten Vertretern. Der humanoide Formfaktor ermöglicht den Einsatz in Umgebungen, die für Menschen gebaut wurden. Die bipede Fortbewegung bleibt allerdings eine der größten Herausforderungen der Robotik.

IIoT (Industrial Internet of Things)

Industrieroboterarm mit metallischen und orangefarbenen Teilen vor weißem Hintergrund
IIoT verbindet Maschinen, Sensoren und Roboter über OPC UA und MQTT. Echtzeit-Betriebsdaten ermöglichen vorausschauende Wartung, automatische Nachbestellung und dynamische Produktionsplanung

Das IIoT vernetzt Maschinen, Sensoren und Roboter in Produktionsumgebungen miteinander. Jedes Gerät sendet Betriebsdaten in Echtzeit an zentrale Analyseplattformen. Vorausschauende Wartung, automatische Nachbestellung von Material und dynamische Produktionsplanung werden dadurch möglich. OPC UA und MQTT sind die dominierenden Kommunikationsprotokolle.

Impedanzregelung

Roboterarm hält einen orangenen Smiley-Ball mit dem Wort „REAKTION!“
Impedanzregelung ermöglicht Roboterarm Nachgiebigkeit bei Kontakt wie ein virtuelles Feder-Dämpfer-System. Essentiell für Montage und sichere Mensch-Roboter-Interaktion

Die Impedanzregelung steuert nicht nur die Position eines Roboterarms, sondern auch dessen mechanisches Verhalten bei Kontakt. Der Roboter verhält sich wie ein virtuelles Feder Dämpfer System. Bei Kontakt mit einem Objekt gibt er definiert nach, statt starr dagegenzudrücken. Für Montageaufgaben und die Mensch Roboter Interaktion ist dieses Regelungskonzept unverzichtbar.

Industrieroboter

Industrieroboter schenkt Tee in eine Tasse ein, Text am Sockel: GLOSSAR: INDUSTRIEROBOTER
Programmierbare Mehrzweckmanipulatoren mit mindestens drei Achsen für Schweißen, Lackieren, Montieren und Palettieren. Weltweit über 4 Millionen aktive Industrieroboter im Einsatz

Ein Industrieroboter ist ein automatisch gesteuerter, programmierbarer Mehrzweckmanipulator mit mindestens drei Achsen. Die ISO 8373 definiert den Begriff verbindlich. Typische Anwendungen: Schweißen, Lackieren, Montieren, Palettieren, Schleifen. Die International Federation of Robotics (IFR) zählt weltweit über 4 Millionen aktive Industrieroboter.

Inverse Kinematik

Ein weißer Roboterarm zeichnet einen gelben Stern auf weißem Grund
Inverse Kinematik berechnet Gelenkwinkel für gewünschte Endeffektorposition. Analytische und numerische Verfahren lösen das komplexe Problem

Die inverse Kinematik berechnet die nötigen Gelenkwinkel, um den Endeffektor an eine gewünschte Position und Orientierung im Raum zu bringen. Das Problem ist mathematisch komplexer als die Vorwärtskinematik, da oft mehrere Lösungen existieren. Analytische Verfahren liefern exakte Ergebnisse, numerische Verfahren wie der Jacobi Algorithmus funktionieren auch bei redundanten Systemen.

Industrieller IO-Link-Sensor mit angeschlossenem Kabel und einer Miniatur-Arbeiterfigur davor
IO Link Kommunikationsprotokoll für bidirektionale Datenübertragung zwischen Sensoren und Aktoren in Roboterzellen über Dreidrahtkabel

IO Link ist ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll (IEC 61131-9) für Sensoren und Aktoren in der Industrieautomatisierung. Die Punkt zu Punkt Verbindung ermöglicht bidirektionale Datenübertragung über gewöhnliche Dreidrahtkabel. Roboterzellen nutzen IO Link für die Anbindung von Greifersensoren, Lichtschranken und pneumatischen Ventilen.

Joint (Gelenk)

Industrieroboterarm mit orange-grün gestrickter Socke an einem Ende
Roboter-Gelenke verbinden starre Glieder. Revolute Joints ermöglichen Drehbewegungen, Prismatic Joints Linearbewegungen. Jedes Gelenk hat Motor, Encoder und Controller

Ein Joint verbindet zwei starre Glieder eines Roboters und ermöglicht kontrollierte Bewegung. Revolute Joints (Drehgelenke) und Prismatic Joints (Lineargelenke) sind die zwei Grundtypen. Die Kombination beider Typen definiert den Arbeitsraum des Roboters. Jedes Gelenk verfügt über einen eigenen Motor, Encoder und Controller.

Kartesischer Roboter

3D-Gantry-Maschine mit montiertiem Taschenmesser über einer grünen Eichel auf weißem Hintergrund
Kartesischer Roboter bewegt sich auf drei linearen Achsen (X, Y, Z) mit hoher Positioniergenauigkeit. Anwendungen: CNC-Fräsmaschinen und 3D-Drucker

Ein kartesischer Roboter bewegt sich entlang dreier linearer Achsen (X, Y, Z). Die Bauweise ermöglicht hohe Positioniergenauigkeit und einfache Programmierung, schränkt aber den Arbeitsraum auf einen Quader ein. CNC Fräsmaschinen und 3D Drucker basieren auf dem kartesischen Prinzip.

Kinematische Kette

Industrieroboter hält Olive mit Cocktail-Sonnenschirm in Greifzange vor weißem Hintergrund
Kinematische Ketten verbinden Roboterglieder und Gelenke von der Basis zum Endeffektor. Offene Ketten haben ein freies Ende, geschlossene bilden einen Kreislauf. Die Struktur bestimmt Arbeitsraum, Steifigkeit und Tragfähigkeit

Eine kinematische Kette beschreibt die Abfolge von Gliedern und Gelenken eines Roboters von der Basis bis zum Endeffektor. Offene kinematische Ketten (wie ein Roboterarm) haben ein freies Ende. Geschlossene Ketten (wie ein Delta Roboter) bilden einen Kreislauf. Die Struktur der Kette bestimmt Arbeitsraum, Steifigkeit und Tragfähigkeit.

Künstliche Intelligenz (KI)

Roboterarm hält Tafel mit Text „KI GLOSSAR... ‘K‘ wie künstlich... aber auch wie ‘Kekse‘?“
KI ermöglicht Robotern adaptives Verhalten und Lernen. Generative KI erzeugt seit 2023 Robotersteuerungscode aus Sprachanweisungen

Künstliche Intelligenz befähigt Maschinen, Aufgaben auszuführen, die menschliche Intelligenz erfordern: Lernen, Schlussfolgern, Planen und Wahrnehmen. In der Robotik ermöglicht KI adaptive Verhaltensweisen, die über starre Programmierung hinausgehen. Generative KI Modelle erzeugen seit 2023 auch Robotersteuerungscode aus natürlichsprachlichen Anweisungen.

KUKA

Ein oranger Roboterarm hält einen rot-weiß gestreiften Leuchtturm auf weißem Hintergrund
Deutscher Roboterhersteller KUKA aus Augsburg seit 2016 mehrheitlich im chinesischen Midea-Besitz. Orangefarbene Industrieroboter dominieren Automobilindustrie weltweit

KUKA ist ein deutscher Roboterhersteller mit Hauptsitz in Augsburg. Seit 2016 gehört das Unternehmen mehrheitlich zum chinesischen Midea Konzern. KUKA Roboter dominieren in der Automobilindustrie und sind bekannt für ihre orangefarbenen Industrieroboter. Die hauseigene Programmiersprache KRL steuert weltweit hunderttausende Roboteranlagen.

Lernende Roboter (Robot Learning)

Roboterarm hält eine Brille und einen Beipackzettel
Roboter lernen durch Erfahrung komplexe Aufgaben wie Manipulation mittels Reinforcement Learning und Imitation Learning, statt nur vorprogrammierte Befehle auszuführen

Lernende Roboter verbessern ihr Verhalten durch Erfahrung, statt ausschließlich auf festprogrammierte Anweisungen angewiesen zu sein. Methoden wie Reinforcement Learning, Imitation Learning und Learning from Demonstration ermöglichen dies. Google DeepMind und OpenAI demonstrieren regelmäßig Roboter, die komplexe Manipulationsaufgaben allein durch Ausprobieren erlernen.

LiDAR

Schwarzer LiDAR-Sensor mit orangefarbener Gummiente obenauf, auf weißem Hintergrund
LiDAR-Sensor misst Entfernungen mittels Laserpulsen und erstellt 3D-Punktwolken. Autonome Fahrzeuge, Roboter und Drohnen nutzen die Technologie zur Navigation. Seit 2020 sanken die Kosten um über 90 Prozent

LiDAR (Light Detection and Ranging) misst Entfernungen durch Laufzeitmessung von Laserpulsen. Der Sensor erzeugt hochpräzise dreidimensionale Punktwolken der Umgebung. Autonome Fahrzeuge, mobile Roboter und Drohnen nutzen LiDAR für Navigation und Kartierung. Die Kosten für LiDAR Sensoren sind seit 2020 um über 90 Prozent gefallen.

Lokalisierung

Roboter-Kompass mit Armen hält Labyrinth-Karte vor weißem Hintergrund
Roboter nutzen SLAM-Technologie, um gleichzeitig eine Karte ihrer Umgebung zu erstellen und sich darin zu lokalisieren. Sensorfusion kombiniert Daten von LiDAR, Kamera und Odometrie für höhere Genauigkeit

Lokalisierung bestimmt die Position und Orientierung eines Roboters in seiner Umgebung. Simultaneous Localization and Mapping (SLAM) löst beide Probleme gleichzeitig: Der Roboter erstellt eine Karte und lokalisiert sich darin. Sensorfusion aus LiDAR, Kamera und Odometrie erhöht die Genauigkeit.

Manipulator

Industrieroboterarm mit Greifer hält einen rot-weißen Legostein vor weißem Hintergrund
Roboterarm mit Gliedern und Gelenken vom Sockel bis zum Endeffektor. Industriemanipulatoren tragen je nach Bauart wenige Gramm bis mehrere Tonnen

Ein Manipulator ist der mechanische Arm eines Robotersystems, bestehend aus Gliedern und Gelenken. Die Bezeichnung umfasst den gesamten Bewegungsapparat vom Sockel bis zum Endeffektor. Industriemanipulatoren tragen je nach Bauart zwischen wenigen Gramm und mehreren Tonnen.

Mechatronik

Industrieroboterarm mit Greifer hält rote Rose vor weißem Hintergrund
Mechatronische Systeme verbinden Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. Sensoren erfassen Umweltdaten, Algorithmen verarbeiten diese, Aktoren setzen Befehle um

Mechatronik verbindet Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik zu einer integrierten Ingenieursdisziplin. Jeder Roboter ist ein mechatronisches System. Sensoren erfassen die Umwelt, Algorithmen verarbeiten die Daten, Aktoren setzen Befehle in Bewegung um.

Mensch Roboter Interaktion (MRI)

Menschliche und Roboterhand reichen sich die Hände
Mensch-Roboter-Interaktion erforscht sichere und intuitive Zusammenarbeit durch physische, kognitive und soziale Interaktion. Vertrauen hängt von Vorhersagbarkeit ab

Die Mensch Roboter Interaktion erforscht, wie Menschen und Roboter sicher, effizient und intuitiv zusammenarbeiten. Das Feld umfasst physische Interaktion (gemeinsame Montage), kognitive Interaktion (Sprachbefehle, Gesten) und soziale Interaktion (Serviceroboter im Einzelhandel). Akzeptanzstudien zeigen, dass Vertrauen in Roboter stark von deren Vorhersagbarkeit abhängt.

Mobile Roboter

Weißer, vierrädriger Roboter mit einem Vogelnest und Gras auf dem Dach, vor weißem Hintergrund
Mobiler Roboter navigiert eigenständig mit Rädern, Ketten, Beinen oder Propellern durch unstrukturierte, sich verändernde Umgebungen

Ein mobiler Roboter bewegt sich eigenständig durch seine Umgebung. Räder, Ketten, Beine oder Propeller dienen als Fortbewegungsmittel. Autonome Gabelstapler in Lagerhallen, Rasenmähroboter und Mars Rover gehören alle zur selben Kategorie. Die zentrale Herausforderung: sichere Navigation in unstrukturierten, sich verändernden Umgebungen.

Motek (Messe)

Ein weiß-grüner Roboterarm hält einen M-förmig gefalteten, orangen Zollstock vor weißem Grund
Internationale Fachmesse Motek in Stuttgart: Über 700 Aussteller präsentieren Greiftechnik, Roboterlösungen und Montageanlagen für Fertigungsindustrie

Die Motek ist die internationale Fachmesse für Produktions und Montageautomatisierung in Stuttgart. Jährlich präsentieren über 700 Aussteller Greiftechnik, Zuführsysteme, Roboterlösungen und Montageanlagen. Für Entscheider in der Fertigungsindustrie bietet die Motek einen kompakten Marktüberblick.

Motion Planning

Ein weißer Roboterarm zeichnet einen grünen Pfeil mit Spiralform auf weißen Untergrund
Motion Planning berechnet kollisionsfreie Bewegungsbahnen mit Gelenkbeschränkungen und optimiert Pfad, Beschleunigung und Energieverbrauch mittels sampling und maschinellem Lernen

Motion Planning berechnet kollisionsfreie Bewegungsbahnen unter Berücksichtigung aller Gelenkbeschränkungen, Geschwindigkeiten und dynamischen Grenzen. Der Algorithmus optimiert nicht nur den Pfad, sondern auch die Beschleunigungsprofile und den Energieverbrauch. Moderne Motion Planner kombinieren samplingbasierte Methoden mit maschinellem Lernen.

Neuromorphe Chips

Neuromorpher Chip mit Gehirnmuster, auf dem ein nachdenklicher Roboter sitzt
Neuromorphe Chips wie Intels Loihi verarbeiten Informationen durch Spike-Signale parallel und energieeffizient, ermöglichen schnellere Sensorverarbeitung in der Robotik

Neuromorphe Chips imitieren die Funktionsweise biologischer Neuronen in Silizium. Statt sequenzieller Berechnung verarbeiten sie Informationen durch Spike Signale parallel und energieeffizient. Intels Loihi und IBMs TrueNorth sind prominente Forschungsplattformen. In der Robotik versprechen neuromorphe Prozessoren deutlich schnellere Sensorverarbeitung bei einem Bruchteil des Energieverbrauchs.

Nutzlast (Payload)

Industrieroboter hält eine Holzkiste mit Aufschrift: „NUTZLAST: 500 KG“
Die Nutzlast gibt an, welches Gewicht ein Roboter maximal tragen kann. Cobots bewegen 3 bis 16 kg, Schwerlastroboter über 1.000 kg bei voller Reichweite

Die Nutzlast gibt an, welches Gewicht ein Roboter am Endeffektor maximal tragen kann, ohne an Genauigkeit oder Geschwindigkeit einzubüßen. Cobots bewegen typischerweise 3 bis 16 Kilogramm. Schwerlastroboter schaffen über 1.000 Kilogramm. Die Angabe bezieht sich immer auf die ungünstigste Armkonfiguration bei voller Reichweite.

Objekterkennung

Kamera scannt Früchte mit Text-Boxen und eine Alien-Figur ist in der Schale auf weißem Grund
Objekterkennungssysteme wie YOLO und DETR nutzen CNNs und Transformer, um Gegenstände in Echtzeit zu lokalisieren. In der Logistik ermöglicht dies Robotern, Pakete verschiedener Größen zuverlässig aus unsortierten Behältern zu greifen

Objekterkennung identifiziert und lokalisiert Gegenstände in Bildern oder Punktwolken. Convolutional Neural Networks (CNNs) und Transformer Modelle wie YOLO und DETR liefern Bounding Boxes und Klassenbezeichnungen in Echtzeit. In der Logistik greifen Roboter dadurch Pakete unterschiedlicher Form und Größe zuverlässig aus unsortierten Behältern.

Odometrie

Saugroboter mit Notiz und Fußabdrücken auf weißem Hintergrund
Odometrie nutzt Radumdrehungen zur Positionsbestimmung von Robotern. Die Methode ist kostengünstig, akkumuliert aber Fehler bei Schlupf und unebenem Gelände

Odometrie schätzt die Position eines mobilen Roboters anhand seiner Radumdrehungen. Das Prinzip ist einfach und kostengünstig, akkumuliert aber über die Zeit Fehler. Schlupf auf glatten Böden oder unebenes Gelände verschlechtern die Genauigkeit erheblich. Deshalb kombinieren Roboter Odometrie immer mit zusätzlichen Sensoren.

Open Source Robotik

Roboterarm mit „OPEN SOURCE“-Schild, der einen Pinsel hält, auf weißem Sockel
Open Source Robotik mit ROS-Framework und Plattformen wie Poppy Humanoid und TurtleBot ermöglicht niedrige Einstiegshürden für Forschung und Lehre

Open Source Robotik stellt Hardware und Softwaredesigns frei zur Verfügung. ROS (Robot Operating System) ist das dominierende Open Source Framework der gesamten Branche. Open Source Hardwareplattformen wie der Poppy Humanoid oder der TurtleBot senken die Einstiegshürde für Forschung und Lehre.

Parallelkinematik

Industrieroboter auf Sockel, der eine Teetasse füllt, vor weißem Hintergrund
Parallelkinematischer Roboter mit mehreren Gelenkketten zur Basis. Vorteile: hohe Steifigkeit, geringe Masse, extreme Geschwindigkeit. Nachteil: eingeschränkter Arbeitsraum

Ein parallelkinematischer Roboter verbindet seine Plattform über mehrere parallele Gelenkketten mit der Basis. Das Gegenteil einer seriellen Kinematik. Vorteile: hohe Steifigkeit, geringe bewegte Masse, extreme Geschwindigkeit. Nachteile: eingeschränkter Arbeitsraum. Delta Roboter und Stewart Plattformen sind die bekanntesten Vertreter.

PID Regler

Orangefarbener PID-Regler mit Drehknöpfen, Display, Kurbel und Sprechblase
PID-Regler mit proportionalem, integralem und derivativem Anteil zur ruckelfreien Positions- und Geschwindigkeitsregelung in der Robotik

Ein PID Regler (Proportional Integral Derivative) ist der Standardregler in der Robotik für Positions und Geschwindigkeitsregelung. Der proportionale Anteil reagiert auf den aktuellen Fehler, der integrale auf den akkumulierten Fehler und der derivative auf die Fehleränderungsrate. Die richtige Parametrierung entscheidet über ruckelfreie oder oszillierende Bewegungen.

Pneumatik

Roboterhand formt OK-Zeichen, ein Schlauch bläst eine Seifenblase
Pneumatische Greifer und Zylinder sind robust und schnell, ermöglichen aber keine präzise Positionsregelung. In der Lebensmittelindustrie beliebt, da keine Schmiermittel ins Produkt gelangen

Pneumatik nutzt Druckluft als Medium zur Erzeugung mechanischer Bewegung. Pneumatische Greifer und Zylinder sind robust, schnell und preiswert. Der Nachteil: Die Kompressibilität der Luft erschwert präzise Positionsregelung. In der Lebensmittelindustrie ist Pneumatik beliebt, weil keine Schmiermittel ins Produkt gelangen können.

Punktschweißen

Industrieroboter schweißt orangefarbenes Metallteil, Funken sprühen, kleine Musiknoten darüber
Roboter setzen beim automatisierten Punktschweißen mehrere tausend Schweißpunkte pro Schicht, um Metallteile in der Automobilproduktion zu verbinden

Punktschweißen verbindet zwei Metallteile durch lokalen Stromdurchgang und Widerstandserwärmung. Robotergestütztes Punktschweißen dominiert die Automobilproduktion. Ein einziger Karosserieroboter setzt mehrere tausend Schweißpunkte pro Schicht.

Reinforcement Learning (RL)

Roboterarm mit Kleeblatt über einem Karton, vor weißem Hintergrund
Roboter lernt durch Belohnung und Bestrafung optimale Strategien, trainiert zunächst in Simulation, dann im realen Einsatz

Reinforcement Learning trainiert einen Agenten durch Belohnung und Bestrafung. Der Roboter probiert Aktionen aus und lernt, welche Strategien langfristig die höchste Belohnung bringen. Sim to Real Transfer trainiert zunächst in der Simulation und überträgt das gelernte Verhalten auf den realen Roboter.

ROS (Robot Operating System)

Roboterhand hält einen Topf mit Sukkulente und Fähnchen
ROS ist ein Open-Source-Framework für Robotersoftwareentwicklung mit Kommunikation, Hardwareabstraktion und Entwicklungstools. ROS 2 bietet Echtzeit, Sicherheit und Mehrrobotersupport. Universitäten und Unternehmen nutzen es weltweit als Standard

ROS ist ein Open Source Framework, das Kommunikation, Hardwareabstraktion und Werkzeuge für die Robotersoftwareentwicklung bereitstellt. ROS 2 (aktueller Standard) bietet Echtzeitfähigkeit, verbesserte Sicherheit und Unterstützung für Mehrrobotersysteme. Nahezu jede Universität und eine wachsende Zahl von Unternehmen setzen ROS als Grundlage ihrer Robotersoftware ein.

Roboterdichte

Industrieroboterarm mit Greifer über einem Origami-Kranich auf weißem Grund
Südkorea führt mit über 1.000 Industrierobotern pro 10.000 Beschäftigte, Deutschland liegt bei etwa 400. Die Roboterdichte wird jährlich von der International Federation of Robotics erfasst

Die Roboterdichte misst die Anzahl installierter Industrieroboter pro 10.000 Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe. Südkorea führt die Statistik mit über 1.000 Robotern pro 10.000 Arbeiter an. Deutschland liegt bei rund 400. Die International Federation of Robotics veröffentlicht die Kennzahl jährlich.

Roboterethik

Weißer sitzender Roboter mit grünem Buch „KATZENPFLEGE FÜR ANFÄNGER“
Roboterethik untersucht Haftung, Datenschutz und emotionale Auswirkungen autonomer Maschinen. Der EU-AI-Act schafft erste Regelungen, doch viele Fragen bleiben offen

Roboterethik untersucht moralische Fragen rund um den Einsatz autonomer Maschinen. Wer haftet, sofern ein autonomer Roboter einen Unfall verursacht? Dürfen Pflegeroboter emotionale Bindungen bei Demenzpatienten erzeugen? Die EU hat mit dem AI Act einen ersten regulatorischen Rahmen geschaffen. Verbindliche Antworten auf die meisten Fragen fehlen allerdings weiterhin.

Roboterzelle

Industrieroboter hält Apfel mit Pausen-Schild
Roboterzelle mit Schutzvorrichtungen wie Zäune und Lichtschranken. Ein oder mehrere Roboter führen definierte Aufgaben aus. Modulare Bauweise ermöglicht schnelle Umkonfiguration in der Lean Production

Eine Roboterzelle ist eine abgegrenzte Produktionseinheit, in der ein oder mehrere Roboter eine definierte Aufgabe ausführen. Schutzzäune, Lichtschranken oder druckempfindliche Bodenmatten sichern den Bereich. Lean Production setzt auf modulare Roboterzellen, die sich schnell umkonfigurieren lassen.

Safety Controller

Orangefarbener Not-Aus-Taster mit Schild und Kabel neben kleinen, weiß-grünen Babyschuhen vor weißem Hintergrund
Safety Controller überwacht kontinuierlich Geschwindigkeit, Kraft und Position eines Roboters und stoppt die Bewegung in Millisekunden bei Grenzwertüberschreitung

Ein Safety Controller überwacht sicherheitsrelevante Funktionen eines Robotersystems in Echtzeit. Geschwindigkeit, Kraft, Position und Kontakt mit Menschen werden permanent gegen Grenzwerte geprüft. Überschreitet ein Parameter den Schwellenwert, stoppt der Controller die Bewegung innerhalb von Millisekunden. Die Normen ISO 13849 und ISO 10218 definieren die Anforderungen.

SCARA Roboter

Ein weißer Industrieroboterarm hält mit seinem Greifer eine kleine Brezel vor weißem Hintergrund
SCARA-Roboter bewegen sich horizontal flexibel und vertikal starr, ideal für schnelle Pick-and-Place-Aufgaben in Elektronikfertigung und Verpackungsindustrie

Ein SCARA (Selective Compliance Articulated Robot Arm) bewegt sich in der horizontalen Ebene flexibel und in der vertikalen Achse starr. Die Bauform eignet sich ideal für schnelle Pick and Place Aufgaben und Montagen von oben. Elektronikfertigung und Verpackungsindustrie setzen SCARA Roboter massenhaft ein.

Sensor

Industrieroboter mit Brille und Gedankenblase vor weißem Hintergrund
Roboter nutzen Encoder, Kraft- und Lagensensoren sowie Kameras zur Wahrnehmung. Sensorqualität limitiert Roboterfähigkeiten stärker als Rechenleistung

Ein Sensor wandelt physikalische Größen in elektrische Signale um. Roboter nutzen dutzende Sensortypen gleichzeitig: Encoder für Gelenkpositionen, Kraftmomentensensoren für Kontaktkräfte, Kameras für visuelle Wahrnehmung, IMUs für Lagebestimmung. Die Sensorqualität limitiert die Fähigkeiten eines Roboters stärker als die Rechenleistung.

Sensorfusion

Kleiner Roboter mit LiDAR-Sensor, Kameras und Ultraschalltechnik auf weißem Untergrund
Sensorfusion kombiniert Daten von Kamera, LiDAR, Radar und GPS mittels Kalman-Filtern für präzise 3D-Umgebungserfassung autonomer Fahrzeuge

Sensorfusion kombiniert Daten mehrerer Sensoren zu einem konsistenteren und genaueren Gesamtbild. Kalman Filter und deren Varianten sind die mathematische Grundlage. Ein autonomes Fahrzeug fusioniert Kamera, LiDAR, Radar und GPS Daten, um seine Umgebung dreidimensional zu verstehen.

Servomotor

Servomotor mit orangefarbenem Kabel und Miniatur-Ballerina auf weißem Grund
Servomotor mit Encoder regelt Position automatisch nach. Robotergelenke nutzen Servomotoren für präzise Positionssteuerung durch Rückführung

Ein Servomotor ist ein Antrieb mit integrierter Positionsrückführung (Closed Loop). Der Encoder meldet die tatsächliche Position an den Regler zurück, der Abweichungen sofort korrigiert. Robotergelenke verwenden fast ausschließlich Servomotoren, weil sie präzise Positionen anfahren und halten können.

Simulation

Industrieroboterarm mit Greifer, der eine Orange hält
Simulationsumgebungen wie Gazebo und Isaac Sim ermöglichen Ingenieuren, Roboterprogramme zu testen und KI-Modelle zu trainieren, ohne reale Hardware zu gefährden

Simulation bildet Roboter und ihre Umgebungen virtuell nach. Gazebo, Isaac Sim (NVIDIA), MuJoCo und PyBullet gehören zu den verbreitetsten Simulationsumgebungen. In der Simulation testen Ingenieure Programme, trainieren KI Modelle und validieren Sicherheitskonzepte, bevor sie reale Hardware riskieren.

SLAM (Simultaneous Localization and Mapping)

Weißer Saugroboter mit Text, Bildschirm und Messlatte vor weißem Hintergrund
SLAM ermöglicht Robotern die gleichzeitige Kartenerstellung unbekannter Umgebungen und Positionsbestimmung. Staubsauger, Gabelstapler und Marsroboter nutzen diese Technologie zur Navigation

SLAM löst zwei Probleme gleichzeitig: Der Roboter erstellt eine Karte seiner unbekannten Umgebung und bestimmt darin seine eigene Position. Staubsaugerroboter, autonome Gabelstapler und Mars Rover nutzen SLAM für die Navigation. Die Echtzeitfähigkeit moderner SLAM Algorithmen ermöglicht flüssige Bewegung in dynamischen Umgebungen.

Soft Robotics

Grün-weißer Soft-Roboter-Arm hält kleinen grünen Frosch im Greifer vor weißem Hintergrund
Roboter aus Silikon und pneumatischen Muskeln greifen empfindliche Objekte sicher. Soft Robotics nutzt elastische Materialien für Lebensmittelverarbeitung und minimalinvasive Chirurgie

Soft Robotics baut Roboter aus weichen, elastischen Materialien statt aus Stahl und Aluminium. Silikon, pneumatische Muskeln und formverändernde Polymere erzeugen Bewegung. Die nachgiebigen Strukturen passen sich Objekten an und greifen empfindliche Gegenstände sicher. Anwendungen reichen von der Lebensmittelverarbeitung bis zur minimalinvasiven Chirurgie.

SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung)

Grüner Gecko mit rotem Helm und Schraubendreher auf einer SPS mit der Anzeige „SPS Läuft“
Speicherprogrammierbare Steuerung orchestriert Roboterzellen, Fördertechnik und Sensoren in Echtzeit. Marktführer sind Siemens S7, Beckhoff TwinCAT und Rockwell Allen Bradley

Eine SPS steuert Maschinen und Anlagen in Echtzeit über ein zyklisch abgearbeitetes Programm. Siemens S7, Beckhoff TwinCAT und Rockwell Allen Bradley dominieren den Markt. In Roboterzellen orchestriert die SPS das Zusammenspiel von Roboter, Fördertechnik, Sensoren und Sicherheitseinrichtungen.

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Stewart Plattform

Stewart-Plattform aus Metall hält einen orangefarbenen Ball vor weißem Hintergrund
Stewart Plattform mit sechs verstellbaren Streben ermöglicht Bewegung in allen Freiheitsgraden und wird in Flugsimulatoren für realistische Bewegungssimulation eingesetzt

Eine Stewart Plattform besteht aus sechs linear verstellbaren Streben zwischen einer Basis und einer beweglichen Plattform. Die Anordnung ermöglicht Bewegung in allen sechs Freiheitsgraden mit hoher Steifigkeit. Flugsimulatoren nutzen Stewart Plattformen für realistische Bewegungssimulation.

Schwarmrobotik (Swarm Robotics)

Roboter-Ameise mit Schild
Schwarmrobotik koordiniert viele einfache Roboter ohne zentrale Steuerung. Inspiriert von Ameisen und Bienen, kommunizieren Einheiten nur mit direkten Nachbarn für Umweltmonitoring, Katastrophenhilfe und Landwirtschaft

Schwarmrobotik koordiniert viele einfache Roboter zu einem kollektiven Verhalten ohne zentrale Steuerung. Inspiriert von Ameisen, Bienen und Fischschwärmen kommunizieren die Einheiten nur mit ihren direkten Nachbarn. Anwendungsszenarien reichen von Umweltmonitoring über Katastrophenhilfe bis zur verteilten Landwirtschaft.

TCP (Tool Center Point)

Roboterarm mit Laser, Origami-Kranich und „DER WAHRE TCP“-Schild auf Weiß
TCP definiert den Referenzpunkt am Endeffektor. Bei Schweißrobotern liegt er an der Elektrodenspitze, bei Greifern im Zentrum der Greifbacken. Korrekte Kalibrierung ist entscheidend für Positionsgenauigkeit

Der TCP definiert den Referenzpunkt am Endeffektor, auf den sich alle Positionsangaben beziehen. Bei einem Schweißroboter liegt der TCP an der Elektrodenspitze, bei einem Greifer im Zentrum der Greifbacken. Die korrekte TCP Kalibrierung ist entscheidend für die Positionsgenauigkeit.

Teach Pendant

Gelbes Programmiergerät mit Display, Tasten, Kabel und kleiner Schiefertafel davor
Teach Pendant: Handprogrammiergerät zur manuellen Programmierung von Industrierobotern durch Speichern von Positionen. Cobots ermöglichen direktes handgeführtes Teachen ohne Pendant

Ein Teach Pendant ist das Handprogrammiergerät für Industrieroboter. Der Bediener führt den Roboter manuell zu den gewünschten Positionen und speichert diese ab. Cobots ersetzen das Pendant zunehmend durch handgeführtes Teachen: Der Bediener bewegt den Arm direkt und der Roboter speichert die Trajektorie.

Teleoperation

Roboterarm hält einen orangefarbenen Origami-Kranich
Teleoperation ermöglicht Fernsteuerung von Robotern durch Menschen. Der da Vinci führt Operationen mit millimetergenauer Bewegungsskalierung durch. Auch Unterwasser- und Bombenentschärfungsroboter nutzen dieses Prinzip

Teleoperation ermöglicht die Fernsteuerung eines Roboters durch einen menschlichen Bediener. Chirurgische Systeme wie der da Vinci Roboter operieren durch Teleoperation mit millimetergenauer Skalierung der Handbewegungen. Unterwasserroboter in der Tiefseeindustrie und Bombenentschärfungsroboter arbeiten nach demselben Prinzip.

Totmannschalter

Totmannschalter mit Spiralkabel und einem Schmetterling
Totmannschalter mit dreistufiger Variante stoppt Roboter sofort beim Loslassen und verhindert unbeabsichtigtes Auslösen sowie panikbedingtes Festkrallen

Ein Totmannschalter ist ein Sicherheitsmechanismus, der den Roboter sofort stoppt, sobald der Bediener die Taste loslässt. Beim Einrichten und Testen von Roboterprogrammen hält der Bediener den Schalter permanent gedrückt. Die dreistufige Variante verhindert sowohl unbeabsichtigtes Loslassen als auch panikbedingtes Festkrallen.

Trajektorie

Roboterarm mit Greifer über Bananenschale, grüner Bogen darüber, weißer Hintergrund
Trajektorie eines Roboters mit zeitlichem Verlauf von Position, Geschwindigkeit und Beschleunigung entlang eines geplanten Pfades mit sanften Beschleunigungsänderungen

Eine Trajektorie beschreibt den zeitlichen Verlauf von Position, Geschwindigkeit und Beschleunigung eines Roboters entlang eines geplanten Pfades. Die Bahnplanung legt den geometrischen Pfad fest. Die Trajektorienplanung fügt das Zeitprofil hinzu. Ruckbegrenzung sorgt dafür, dass Beschleunigungsänderungen sanft verlaufen.

Transfer Learning

Ein großer und ein kleinerer Roboterarm halten gemeinsam einen Origami-Kranich
Transfer Learning ermöglicht Robotern, Greiffähigkeiten aus Simulationen auf neue Objekte mit wenigen realen Beispielen zu übertragen

Transfer Learning überträgt Wissen, das ein Modell bei einer Aufgabe gelernt hat, auf eine verwandte neue Aufgabe. In der Robotik verkürzt dieser Ansatz Trainingszeiten erheblich. Ein Greifmodell, das auf tausende Objekte in der Simulation trainiert wurde, lernt neue Objektformen mit nur wenigen Dutzend realen Beispielen.

TurtleBot

Kleiner zwei-rädriger DIY-Roboter mit Salatblatt auf dem Kopf vor weißem Hintergrund
TurtleBot: ROS-basierte mobile Roboterplattform für Forschung und Hochschulausbildung, seit 2010 Standardwerkzeug an tausenden Universitäten weltweit

Der TurtleBot ist eine kostengünstige, ROS basierte mobile Roboterplattform für Forschung und Ausbildung. Seit der ersten Version 2010 hat sich der TurtleBot zum Standardwerkzeug in der Robotiklehre entwickelt. Tausende Universitäten weltweit setzen ihn in Kursen ein.

Universal Robots

Industrieroboter zeichnet Smiley auf weißen Untergrund
Universal Robots (UR) prägt den Cobot-Markt mit Modellen für 3 bis 20 kg Nutzlast und macht diese durch intuitive Programmierung für KMU zugänglich

Universal Robots (UR) ist ein dänischer Hersteller, der den Cobot Markt praktisch erfunden hat. Die Modelle UR3e, UR5e, UR10e und UR20 decken Nutzlasten von 3 bis 20 Kilogramm ab. Die intuitive Programmierung und das offene Ökosystem UR+ haben Cobots für kleine und mittelständische Unternehmen zugänglich gemacht.

Unterwasserroboter (ROV/AUV)

Grau-oranges Tauchboot AUVIROV, Greifarm, Propeller, Kamera und eine Badeente mit Schnorchel oben
Unterwasserroboter erkunden gefährliche Tiefseebereiche. ROVs werden per Kabel ferngesteuert, AUVs operieren autonom. Die Kommunikation erfolgt über Akustiksignale, da Radiowellen im Wasser gedämpft werden

Unterwasserroboter arbeiten in Tiefen, die für Taucher unerreichbar oder zu gefährlich sind. ROVs (Remotely Operated Vehicles) werden kabelgebunden ferngesteuert. AUVs (Autonomous Underwater Vehicles) operieren autonom. Die Kommunikation unter Wasser funktioniert über Akustiksignale, da Radiowellen im Wasser stark gedämpft werden.

Vorwärtskinematik

Industrieroboter hält Ballettschuhe an Bändern in der Luft
Vorwärtskinematik berechnet Position und Orientierung des Endeffektors aus Gelenkwinkeln und wird von jeder Robotersteuerung in Echtzeit gelöst

Die Vorwärtskinematik berechnet die Position und Orientierung des Endeffektors aus den bekannten Gelenkwinkeln. Das mathematische Problem ist eindeutig lösbar und deutlich einfacher als die inverse Kinematik. Jede Robotersteuerung löst die Vorwärtskinematik in Echtzeit.

Waypoint Navigation

Weißer, zylindrischer Roboter mit grünem Streifen auf weißer Fläche, gefolgt von Legosteinen
Roboter folgt vordefinierten Wegpunkten und interpoliert die Route. Adaptive Systeme passen Koordinaten bei Hindernissen in Echtzeit an

Waypoint Navigation führt einen Roboter über eine Folge vordefinierter Koordinatenpunkte. Der Roboter fährt Punkt für Punkt ab und interpoliert zwischen den Wegpunkten. Drohnen, mobile Roboter und Industrieroboter nutzen dieses Prinzip. Adaptive Systeme passen Wegpunkte in Echtzeit an, sobald Hindernisse auftauchen.

Werkzeugwechsler

Industrieroboterarm mit einem Werkzeugwechsler hält einen Löffel mit einer grünen Erbse
Roboter mit Werkzeugwechsler tauscht Endeffektor automatisch per pneumatischer oder mechanischer Kupplung, um nacheinander zu schweißen, zu schleifen und zu messen

Ein Werkzeugwechsler ermöglicht dem Roboter, seinen Endeffektor automatisch zu tauschen. Pneumatische oder mechanische Kupplungen verbinden und lösen Werkzeuge in Sekundenschnelle. Ein Roboter kann dadurch in derselben Zelle schweißen, schleifen und messen.

Wiederholgenauigkeit (Repeatability)

Roboterarm baut Metallwürfel über einer orangefarbenen Mütze auf einem Stapel
Wiederholgenauigkeit eines Roboters: Präzision beim mehrfachen Anfahren derselben Position mit typischen Werten von ±0,01–0,1 Millimetern

Die Wiederholgenauigkeit gibt an, wie präzise ein Roboter dieselbe Position bei wiederholtem Anfahren trifft. Typische Werte liegen bei plus/minus 0,01 bis 0,1 Millimetern. Die Wiederholgenauigkeit unterscheidet sich von der Absolutgenauigkeit: Ein Roboter kann jedes Mal denselben Punkt treffen, aber systematisch daneben liegen.

YOLO (You Only Look Once)

Industriekamera auf weißem Grund mit AR-Katzen-Erkennung. Text: Das große Robotik Glossar: YOLO
YOLO Echtzeit-Objekterkennungsarchitektur ermöglicht Robotern schnelle Bin-Picking-, Hindernisvermeidungs- und Qualitätskontrollaufgaben

YOLO ist eine Echtzeit Objekterkennungsarchitektur, die ein Bild in einem einzigen Durchlauf analysiert. Roboter nutzen YOLO für Bin Picking (Griff in die Kiste), Hindernisvermeidung und Qualitätskontrolle. Die Geschwindigkeit macht YOLO zur bevorzugten Wahl für Echtzeit Roboteranwendungen.

Zelle

Roboterarm mit Fliege in Glasvitrine vor weißem Hintergrund
Zykluszeitoptimierung reduziert Roboterarbeitsdauer und steigert Durchsatz. Bereits 0,3 Sekunden Einsparung pro Zyklus führt bei Millionen Wiederholungen zu erheblichen Produktivitätsgewinnen

Siehe Roboterzelle.

Zykluszeitoptimierung

Roboterarm mit einer Schildkröte mit Helm und dem Text: ZYKLUSZEITOPTIMIERUNG
Roboter-Zykluszeitoptimierung spart 0,3 Sekunden pro Arbeitsablauf und steigert Durchsatz sowie Produktivität bei Millionenfacher Wiederholung deutlich

Die Zykluszeitoptimierung reduziert die Dauer eines kompletten Arbeitsablaufs eines Roboters. Kürzere Zykluszeiten steigern den Durchsatz und senken die Stückkosten. Bereits eine Einsparung von 0,3 Sekunden pro Zyklus summiert sich bei Millionen von Wiederholungen zu erheblichen Produktivitätsgewinnen.

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Quellen (Auswahl)

IFR World Robotics Report 2025 – Quelle für Roboterdichte, Installationszahlen, Marktdaten https://ifr.org/worldrobotics
ISO 8373:2021 – Die Norm, auf die der Begriff „Industrieroboter“ im Glossar verweist https://www.iso.org/standard/75539.html
ROS 2 Documentation – Referenz für die ROS und Open Source Robotik Einträge https://docs.ros.org/en/rolling/

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