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In Österreich fuhr im September jeder dritte neu zugelassene Pkw rein elektrisch, 80,6 Prozent mehr E-Autos als ein Jahr zuvor. Eine Kaufprämie zahlt der österreichische Bund nicht, Deutschland gibt Privatkäufern bis zu 6.000 Euro und kommt auf fast denselben Anteil. Ab Januar sollen Beschäftigte in Österreich für ihren elektrischen Dienstwagen erstmals Lohnsteuer zahlen.

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In Österreich hat Statistik Austria im September 9.723 neu zugelassene Elektroautos gezählt, 80,6 Prozent mehr als im September 2025.[1] Von allen 28.968 neuen Pkw fuhren damit 33,6 Prozent rein elektrisch. Manuela Lenk, Generaldirektorin von Statistik Austria, sagt: „Aktuell wächst der Neuwagenmarkt für Elektro-Pkw am schnellsten.“

Das Wichtigste in Kürze

  • Im September waren 33,6 Prozent der neuen Pkw in Österreich reine E-Autos, von Januar bis September 26,2 Prozent.
  • Österreich zahlt keine Kaufprämie des Bundes, Deutschland kam mit Prämie auf 34,5 Prozent.
  • Ab 2027 soll für E-Dienstwagen ein Sachbezug von bis zu 180 Euro im Monat anfallen, ab 2028 bis zu 300 Euro.

Woher kommt der Sprung bei den E-Autos?

Autoschlüssel mit E-Lade-Anhänger und Zettel „Sachbezug 0 €“
BMW führt bei reinen Stromern mit 10,1 Prozent Marktanteil, gefolgt von Skoda, Tesla und BYD mit 9,1 Prozent. BYD wächst über alle Antriebe um 68,2 Prozent

Statistik Austria führt den Anstieg zum Teil auf neue Modelle zurück, die im September 2025 noch nicht im Handel waren.[1] Von Januar bis September lagen bei den reinen Stromern BMW mit 10,1 Prozent Anteil, Skoda, Tesla, BYD mit 9,1 Prozent und VW vorn. Über alle Antriebe legte BYD um 68,2 Prozent zu, so stark wie keine andere der zehn meistzugelassenen Marken und im Gleichschritt mit chinesischen Automarken in ganz Europa.

Benziner verloren im September 12,1 Prozent, Diesel 28,2 Prozent. Benzin-Hybride kamen auf 34,2 Prozent der Neuzulassungen, Plug-in-Hybride zählt Statistik Austria dabei mit und weist sie nicht getrennt aus.[1] Der Gesamtwert von 70,3 Prozent alternativ angetriebener Pkw verrät deshalb nicht, wie viele dieser Autos an der Steckdose laden.

Wie kommt Österreich ohne Kaufprämie auf das deutsche Niveau?

Das letzte Förderprogramm des Bundes bezuschusste nur noch E-Mopeds, E-Motorräder und Ladepunkte und endete am 31. März 2026.[2] Deutschland zahlt seit Januar dagegen bis zu 6.000 Euro für private E-Autos und kam im September auf einen Elektroanteil von 34,5 Prozent.[3] Private Halter meldeten dort 28,5 Prozent mehr Neuwagen an als ein Jahr zuvor, gewerbliche 1,2 Prozent weniger.

Österreich setzt stattdessen auf die Steuer. Für einen Dienstwagen mit Verbrenner versteuern Beschäftigte jeden Monat 2 Prozent der Anschaffungskosten als Sachbezug, bei niedrigem CO2-Ausstoß 1,5 Prozent.[4] Für ein Auto ohne CO2-Ausstoß liegt der Wert bis Ende 2026 bei null. Für Firmen mit vielen Dienstwagen spricht dieser Nullwert dafür, die Flotte auf Strom umzustellen.

Österreich kommt ohne Kaufprämie auf 33,6 Prozent E-Anteil, Deutschland mit bis zu 6.000 Euro je Auto auf 34,5 Prozent. Knapp ein Prozentpunkt Abstand ist ein teures Argument für die Prämie.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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E-Autos in Österreich und Deutschland im September 2026
Neuzulassungen, Anteile und der geplante Sachbezug für E-Dienstwagen in Österreich
9.723
reine E-Autos kamen in Österreich im September neu auf die Straße, 80,6 % mehr als im September 2025
33,6 %
der neuen Pkw in Österreich fuhren rein elektrisch, ohne Kaufprämie des Bundes
34,5 %
E-Anteil in Deutschland im selben Monat, mit einer Prämie von bis zu 6.000 € für Privatkäufer
180 €
Sachbezug im Monat soll ein E-Dienstwagen in Österreich ab 2027 höchstens kosten, ab 2028 bis zu 300 €

Was ändert sich 2027 für E-Dienstwagen in Österreich?

Nach einem Entwurf des Finanzministeriums vom 10. Juni 2026 fällt ab Januar 2027 ein Sachbezug von 0,375 Prozent der Anschaffungskosten samt Umsatzsteuer an, höchstens 180 Euro im Monat. Ab 2028 steigt der Satz auf 0,625 Prozent und höchstens 300 Euro.[4] Einen Bestandsschutz sieht der Entwurf nicht vor, die neuen Werte gelten also auch für Autos, die Beschäftigte schon fahren. Stand Juli war die Verordnung noch nicht kundgemacht.

Ein Rechenbeispiel: Für ein E-Auto mit 48.000 Euro Anschaffungskosten wären 2027 genau 180 Euro im Monat als geldwerter Vorteil zu versteuern, 2028 dann 300 Euro. Ein gleich teurer Verbrenner käme beim Satz von 2 Prozent auf 960 Euro.

Fuhrparkverantwortliche in Österreich sollten deshalb vor dem Jahreswechsel prüfen, wie ihre Car-Policy den neuen Sachbezug verteilt. Informieren Sie Ihre Beschäftigten gerne früh, denn die höhere Lohnsteuer zeigt sich ab der Januar-Abrechnung auf dem Gehaltszettel.

Quellen

4 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. Statistik AustriaZwischen Jänner und September 2026 um 12,1 % mehr neue Pkw in Österreich zugelassen (Pressemitteilung 14 293-212/26, 9. Oktober 2026, PDF)
  2. ÖAMTCAnkaufsförderungen für Privatpersonen
  3. Kraftfahrt-BundesamtFahrzeugzulassungen im September 2026 (Pressemitteilung 41/2026)05.10.2026
  4. KPMG ÖsterreichAnpassung der Sachbezugsbesteuerung für Elektro-Autos (Tax News)03.07.2026

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