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Dieter Petereit 15. Februar 2019

Minimal Webdesign macht glücklich

Wenn wir uns mit Minimal Webdesign befas­sen, so ist das bloß eine Facette eines grö­ße­ren Themas. Denn das Konzept kommt nicht aus dem Design und ist auch nicht dar­auf limi­tiert. In die­sem Wissen schau­en wir genau­er hin.

Minimalistisches Design ist in. Sämtliche Flat-Design-Ansätze, Material Design und wie sie nicht alle hei­ßen, bewe­gen sich in Richtung Minimalismus. Allerdings geht es dabei im Wesentlichen um den Minimalismus in der Darstellung. Icons wer­den optisch ver­ein­facht, Farben wer­den stark redu­ziert, Seiten erhal­ten viel Whitespace.

So wir­ken moder­ne Websites aus­ge­gli­che­ner, ruhi­ger und über­schau­ba­rer. Das ist gut. Aber eigent­lich spie­gelt es nur einen Teilaspekt des­sen wider, was sein könn­te.

Minimalismus als Lebensphilosophie

Minimalismus oder Simplizität oder Essenzialismus – drei Worte für den glei­chen Ansatz – beschrei­ben die bewuss­te Reduktion des Vorhandenen auf das abso­lut not­wen­di­ge Minimum. Wobei sich Minimum hier als das erstre­bens­wer­te Maß defi­niert, nicht etwa als gera­de noch akzep­ta­ble Untergrenze.

Wieviel brauchst du wirk­lich? (Bildquelle: Pixabay)

Bezogen auf das Leben an sich, beschreibt Minimalismus den weit­ge­hen­den Verzicht auf über­flüs­si­gen Konsum, das Wertschätzen der ver­blei­ben­den Besitztümer und das acht­sa­me Wahrnehmen sei­nes Umfelds.

Die Wohnung eines Essenzialisten glänzt qua­si durch viel Whitespace. Die weni­gen Möbel sind sorg­fäl­tig aus­ge­sucht. Eine voll­ge­stopf­te Bücherwand gibt es eben­so wenig wie ande­re Sammlungen von Gegenständen, die nur Platz weg­neh­men. Im Keller lagern nicht die Klamotten der letz­ten drei­ßig Jahre und es gibt auch kei­ne Bestände an Dingen, die even­tu­ell noch­mal irgend­wann gebraucht wer­den könn­ten.

Stell dir vor, was du allein an Zeit gewin­nen könn­test, wenn du nicht mehr auf­räu­men müss­test, weil gar nicht genug da ist, um eine Unordnung zu erzeu­gen.

Minimalismus spie­gelt sich im Lebensumfeld wider. (Bildquelle: Pixabay)

Der Minimalist braucht kei­ne 600 Facebook-Freunde und legt kei­nen Wert dar­auf, ob ihm bei Twitter auch nur eine Person folgt. Wenn er über­haupt einen zwei­ten Social-Media-Account unter­hält, oder über­haupt irgend­ei­nen. Auch in Beziehungsfragen im wei­te­ren Sinne gilt, weni­ger ist mehr. Wenn du dich nicht mehr für jeden zum bil­li­gen Umzugshelfer machst, blei­ben nur ech­te Freunde übrig. Dadurch hast du für jene ver­blie­be­nen mehr Zeit und zum ande­ren viel Oberflächlichkeit aus dei­nem Leben ent­fernt.

Meine Lieblingsgeschichte ist die der jun­gen Familie, die sich ein gro­ßes Haus auf dem Land gekauft hat­te. Schnell stell­ten sie fest, dass es einen gan­zen Haufen Arbeit bedeu­tet, die­ses Haus zu bewirt­schaf­ten. Die wenigs­ten die­ser Tätigkeiten hät­ten eine Vergnügungssteuerpflicht aus­ge­löst. Nach lan­gem Hin und Her und mit einem schlech­ten Gewissen (Hey, so ein Haus. Da träumt doch jeder von, sagt die Immobilienindustrie) beschlos­sen sie, das gro­ße Haus wie­der zu ver­kau­fen und sich eine Wohnung zu neh­men. Am ers­ten Wochenende in der neu­en Wohnung wuss­ten sie erst nicht, was sie mit sich anfan­gen soll­ten. Es gab kei­nen Zaun zu repa­rie­ren, kein Fenster zu strei­chen. Deshalb mach­ten sie einen Ausflug an den Strand und gin­gen schwim­men.

Menschen, die den Minimalismus für sich ent­deckt haben, füh­len sich häu­fig glück­li­cher, weil sie ihr Leben über­schau­en kön­nen, sich nicht getrie­ben füh­len und acht­sam im Umgang mit sich selbst sind. Von die­ser Sorte Menschen gibt es lei­der viel zu weni­ge, da die­ser Lebensentwurf völ­lig kon­trär zu dem läuft, was uns die Werbeindustrie mit bra­chia­ler Gewalt täg­lich um die Ohren haut. Dabei hast du sicher­lich selbst schon bemerkt, dass Konsum allein nicht glück­lich macht.

Mit Sicherheit kann ich eines sagen: Minimalismus funk­tio­niert, wenn du ihn kon­se­quent umsetzt.

Minimalismus als Designphilosophie

Im Produktdesign der letz­ten Jahrzehnte hat sich eben­falls gezeigt, dass mini­ma­lis­ti­sche Ansätze sehr erfolg­reich sind. Der berühm­te Produktdesigner Dieter Rams ver­such­te sei­ne Produkte stets so mini­ma­lis­tisch zu gestal­ten, dass sie prak­tisch kei­ne Benutzeroberfläche mehr hat­ten, die hät­te erklärt wer­den müs­sen. Apple ori­en­tiert sich bis zum heu­ti­gen Tage an den Ansätzen des Herrn Rams und ist damit eben­falls sehr erfolg­reich.

An einem mini­ma­lis­tisch aus­ge­stat­te­ten Arbeitsplatz arbei­tet es sich kon­zen­trier­ter. (Bildquelle: Pixabay)

Es ist nur logisch: Je ein­fa­cher das Design eines Produkts ist, des­to ein­fa­cher ist des­sen Bedienung, des­to gerin­ger ist die Schwelle für den poten­zi­el­len Bediener, sich mit dem Produkt aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Niemand liest ger­ne Handbücher. Deshalb ist es nicht nur wich­tig, ein gutes Handbuch zu schrei­ben, son­dern vor allem im Vorfeld dar­auf zu ach­ten, dass es so weni­ge erklä­rungs­be­dürf­ti­ge Elemente wie mög­lich gibt. Entsprechend dünn wird dann das Handbuch aus­fal­len.

Minimalismus im Webdesign: Wenn das Web ganz klein wird

Du hast sicher­lich inzwi­schen erkannt, wor­auf ich hin­aus will. Minimalismus exis­tiert auf allen Ebenen. Stets ist es mög­lich, etwas wei­ter zu ver­ein­fa­chen. Dabei musst du natür­lich den bekann­ten Spruch Albert Einsteins im Kopf behal­ten, der da lau­tet:

Mach die Dinge so ein­fach wie mög­lich, aber nicht ein­fa­cher.

Im Webdesign bist du sehr tren­dy unter­wegs, wenn du dich an einen der moder­nen Designansätze hältst und somit ein Minimal Webdesign ablie­ferst. Allerdings ist die­se eher ober­fläch­li­che Betrachtung des Layouts, der rei­nen Optik, nicht aus­rei­chend, um von einem wah­ren mini­ma­lis­ti­schen Webdesign spre­chen zu kön­nen. Dazu bedarf es wei­te­rer Elemente.

Zieldefinition: Was soll die Website errei­chen?

Gerade im Webdesign wird häu­fig, ger­ne auch kun­den­in­du­ziert, der Fehler gemacht, Webseiten mit jeg­li­chem vor­han­de­nen Content zu fül­len. Dem liegt der Gedanke zugrun­de, dass man ja schließ­lich im Netz eine unbe­grenz­te Menge an Fläche hat. Warum soll­te man also nicht auch noch den Geschäftsbericht von 2009 zei­gen? Frisst doch kein Brot.

Unter dem Gedanken des Minimalismus soll­test du indes genau umge­kehrt vor­ge­hen und so tun, als wäre der Platz tat­säch­lich knapp. Die hilf­reichs­te Überlegung, um hier auf die rich­ti­ge Spur zu gelan­gen, ist, die Frage zu stel­len, was das Ziel der geplan­ten Website ist. Soll sie ver­kau­fen? Wenn ja, was? Soll sie infor­mie­ren? Wenn ja, wor­über? Je nach Projekt stel­len sich wei­te­re Fragen.

Bei der Beantwortung ist es wie­der wich­tig, mini­ma­lis­tisch vor­zu­ge­hen, also die Dinge klar auf den Punkt zu brin­gen. Soll die Website ein Produkt ver­kau­fen, gilt es, die Gestaltung voll­stän­dig dar­auf aus­zu­rich­ten. Kommen meh­re­re Produkte in Betracht, kann das Paretoprinzip hel­fen.

Minimales Design mit Hilfe des Paretoprinzips

Das Paretoprinzip beschreibt ein sta­tis­ti­sches Phänomen, dass dar­in besteht, dass eine klei­ne Anzahl von hohen Werten einer Wertemenge mehr zu deren Gesamtwert bei­trägt als die hohe Anzahl der klei­nen Werte der­sel­ben Menge.

Minimal Webdesign funk­tio­niert auch im E-Commerce. (Screenshot: Dr. Web)

Landläufig ist der Effekt bekannt durch die Aussage, dass man mit 20 Prozent des Einsatzes 80 Prozent des Ergebnisses errei­chen kann, wäh­rend man für die ver­blei­ben­den 20 Ergebnisprozent 80 Prozent des Einsatzes brin­gen müss­te. Die Erkenntnis, die sich dar­aus ergibt, ist an sich ein­deu­tig. Wenn man ein­mal iden­ti­fi­ziert hat, wel­che kon­kre­ten Tätigkeiten es sind, die einem 80 Prozent des Ergebnisses brin­gen, kann man sich voll dar­auf fokus­sie­ren. Auf die rest­li­chen 20 Prozent Ergebnis, auf die wir 80 Prozent unse­res Aufwands ver­wen­den müss­ten, ver­zich­ten wir ein­fach.

Im Falle unse­res Beispiels mit der E-Commerce-Website wür­den wir also mit unse­rem Kunden ver­su­chen, zu ermit­teln, wel­che 20 Prozent der Produktpalette 80 Prozent des Umsatzes gene­rie­ren. Auf die­se 20 Prozent wür­den wir dann die Website opti­mie­ren.

Zielerreichung ist das allei­ni­ge Kriterium für die Aufnahme von Inhalten

Generell soll­ten Inhalte nur dann auf eine Website gelan­gen, wenn sie dem zuvor defi­nier­ten Ziel die­nen und zu des­sen Erreichung bei­tra­gen kön­nen. Schließlich ist zu beach­ten, dass wir für best­mög­li­che Ergebnisse die höchst­mög­li­che Aufmerksamkeit des Website-Besuchers benö­ti­gen. Wenn wir ihn nun durch irrele­van­te, weil nicht ziel­füh­ren­de Inhalte ablen­ken, tun wir nie­man­dem einen Gefallen.

Übertrage die­se Überlegung ein­fach auf alle Elemente der Website und du wirst zu einer schlan­ken, schnel­len, effi­zi­en­ten Präsenz gelan­gen, die unter allen denk­ba­ren Aspekten erfolg­ver­spre­chend ist.

Minimal Webdesign: Das machst du alles nicht

Du brauchst nicht vie­le Bilder. Bilder ver­zö­gern den Seitenaufbau. Die Bilder, die du ver­wen­dest, schickst du vor­her durch einen Minimalisierer wie TinyPNG oder JPEGmini. Unter dem Gesichtspunkt der Performancesteigerung soll­test du eben­so die­sen Beitrag noch ein­mal auf­merk­sam lesen und umset­zen. Darin geht es um eine Möglichkeit, das neue platz­spa­ren­de Bildformat WebP sinn­voll ein­zu­set­zen.

Du brauchst auch nicht vie­le Farben. Weniger ist mehr. Achte bei den Farben dar­auf, dass die Elemente, die du zum Auslöser einer Aktion (CTA) erklä­ren willst, eine domi­nan­te Farbe haben, die kei­nes der ande­ren Elemente hat. Zugleich soll­te kei­nes der ande­ren Elemente farb­lich ähn­lich domi­nant gekenn­zeich­net sein.

Ein ein­zi­ges Bild als Aufmacher. Radikal, oder? (Screenshot: Dr. Web)

Wenn du Dateien auf der Website anbie­ten musst, dann stel­le sicher, dass du wirk­lich nur rele­van­te, aktu­el­le und wirk­lich erfor­der­li­che online lässt. Der wei­ter oben genann­ten Geschäftsbericht von 2009 erfüllt die letzt­ge­nann­ten Kriterien sicher­lich nicht. Am bes­ten ist es indes, wenn du kei­ne Dateien auf der Website vor­hältst.

Wenn mög­lich, soll­test du kei­ne Dropdown-Menüs ver­wen­den. Wenn du es aber doch tun musst, dann nimm bit­te nicht sol­che, die inner­halb der zwei­ten Ebene, also dem eigent­li­chen Drop-Down, noch wei­te­re Flyouts bie­ten. Das ist nicht im Sinne der Klarheit und Übersichtlichkeit und bie­tet dem Besucher viel zu vie­le Alternativen, als dass er sich auf eine Aktion kon­zen­trie­ren könn­te.

Bei der Gelegenheit ent­schei­dest du dich rich­ti­ger­wei­se dafür, kei­ne Sidebar anzu­le­gen.

Am Ende die­ses radi­kal mini­ma­len Prozesses hast du eine ziem­lich klei­ne Website, sowohl vom Gesamtumfang als auch vom Dateigewicht her. Das ist gut unter SEO-Aspekten, aber eben­so unter Konversions-Gesichtspunkten. Stell dir vor, du hät­test ein Labyrinth oder eine gera­de Linie zur Kasse zu bewäl­ti­gen. Auf wel­chem Weg wür­dest du nicht nur leich­ter zum Ziel fin­den, son­dern auch lie­ber gehen?

Benötigst du Inspiration für dein nächs­tes mini­ma­lis­ti­sches Projekt? Dann schau dir ein­fach mal die Nominierten-Liste der Awwwards-Website an. Du fin­dest dort aktu­ell kaum noch ande­re Vorschläge als mini­ma­lis­ti­sche.

Sei aber vor­sich­tig, an wem du dir ein Beispiel nimmst. Eine rein mini­ma­lis­ti­sche Optik bedeu­tet kein mini­ma­lis­ti­sches Webdesign. Ich ken­ne Designs, die zwar sehr redu­ziert rüber­kom­men, aber denen dann auch wesent­li­che Elemente feh­len. Es geht nicht dar­um, maxi­mal wenig zu prä­sen­tie­ren, son­dern dar­um, nicht mehr als abso­lut erfor­der­lich ist, zu zei­gen. Das abso­lut Erforderliche muss schon da sein, sonst ist es kein Minimal Webdesign, son­dern ein­fach eine schlech­te Website.

Umgekehrt fin­dest du auch eini­ge „Inspirationen”, die auf der Startseite mini­ma­lis­tisch aus­se­hen, dich dann aber auf den Folgeseiten mit all ihrer Monstranz erschla­gen. Ich schie­le mal rüber zu Zino Davidoff

Awwwards Februar 2019: Kaum ein Design, das nicht mini­ma­lis­tisch ist. (Screenshot: Dr. Web)

Wie, keine Riesen-Website?

Am Ende mag es dir irgend­wie selt­sam vor­kom­men, dass du kei­nen Boliden erschaf­fen hast. Das ist ver­ständ­lich und soll­te dich nicht beun­ru­hi­gen. Immerhin stehst du seit Jahrzehnten unter dem Bombardement der Werbeindustrie, die dir tag­täg­lich ent­ge­gen­schreit, dass du nichts bist, wenn du nicht X, Y oder Z und noch viel mehr hast. Inzwischen sollst du ja sogar im Halbjahres-Rhythmus immer teu­rer wer­den­de Smartphones kau­fen, die sich immer weni­ger von ihren Vorgängern unter­schei­den. Wenn du es schaffst, die­ses Rufen zu igno­rie­ren, merkst du sogar, dass du sel­ber ruhi­ger wirst. Besitz macht nicht glück­lich, son­dern unru­hig, weil du nie genug hast.

Aus den glei­chen Gründen ist es gut mög­lich, dass auch dein Kunde zunächst irri­tiert ist. Ihm geht es schließ­lich genau­so. Erklär ihm das Konzept des Minimalismus. Er wird es dir dan­ken.

Zum Schluss lass mich noch ein­räu­men, dass der Titel des Beitrags natür­lich nur sehr ein­ge­schränkt, wenn über­haupt, stimmt. Minimal Webdesign macht sicher­lich nicht glück­lich, aber als Teil dei­ner neu­en Lebensphilosophie trägt es viel­leicht ein klei­nes biss­chen dazu bei! Und schön wäre es auf jeden Fall, wenn es das täte.

(Der Beitrag erschien erst­mals im März 2018. Seitdem unter­liegt er regel­mä­ßi­ger Pflege. Das letz­te Update erfolg­te am 14. Februar 2019) 

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

11 Kommentare

  1. Schöner Artikel. Genrell ist es ja wie immer bei Aufträgen und so hal­te ich es schon immer bei Webseiten: Die Beratung und das Konzept sowie die Strategie bestim­men den Umfang einer Webseite. Am Anfang steht der Kunde, der immer beein­flußt durch sein Umfeld, alles haben will, ohne sich Gedanken zu machen, was er wirk­lich braucht, wel­che Ziele er hat und wer das auch noch pfle­gen muss.
    Es geht gar nicht dar­um mini­ma­lis­tisch zu gestal­ten, son­dern das zu kre­ieren, was der Kunde und Sein Produkt benö­tigt. Weniger war schon immer mehr. Und genau das ist die Kunst, dem Kunden auf­zu­zei­gen, war­um eine Webseite anders sein kann oder muß.
    Dabei soll­te auch berück­sich­tig wer­den, dass der Besucher gut durch die Seite geführt wer­den muss.
    Und von den Kosten her spielt es kei­ne Rolle, ob eine Seite mini­ma­lis­tisch ist oder nicht. Die Idee und das Konzept ist das, was im Vordergrund ste­hen soll­te und das hat eben­so sei­nen Preis, erst recht bei mini­ma­lis­ti­schen Designs, da es hier umso schwie­ri­ger ist etwas anspre­chen­des zu schaf­fen.

    Und so kann ich mich nur allen Vorrednern und dem Autor anschlie­ßen. :-)

  2. Moin Dieter,

    ich habe gera­de schon ein­mal bei einem ande­ren Artikel von dir kommentiert:D.
    Super inter­es­san­ter Artikel zum Thema Minimalismus im Webdesign! Recherchierst du alle Themen selbst?

  3. Hallo!

    Leider muss ich die­se Lobhudelei unter­bre­chen. Denn es gibt nichts häss­li­che­res als die­se mini­ma­lis­ti­schen Sites!
    Die kom­men mit
    – eini­gen gigan­ti­schen Bildern (jedes 10x mehr MB als eine toll design­te Site alter Bauart) uo. Videos mit 150MB die unge­fragt im Header los­plär­ren (aber man ist ja soooo SEO)
    – 5 Zeilen Text, die alles und nichts sagen (haupt­sa­che 20 Jahre stu­dier­ter Werbetexter)
    – 3 Buttons, so groß das man es mit dem Garagentor ver­wech­selt (der Rest des Contents ist wie zu fin­den?)
    … Das wars …

    Dahinter wer­keln 1000 Scripts, die die­ses “Werk” auf­recht hal­ten sol­len, wo 5 Zeilen HTML u. CSS rei­chen wür­den.
    Ladezeiten von 5 – 10 sec für … nichts!

    Apropos Ladezeiten: man hat heu­te im bil­ligs­ten SharedHosting eine gute Leistung, das Netz wur­de zig x schnel­ler – aber die SEO Gurus glau­ben, wenn man bei einem 100x100px Thumbnail 1 byte spart, ist man gleich Nr. 1 in Google.
    Heutige Handys haben 5x mehr Leistung wie der alte PC auf dem ich das da tip­pe. Aber wir müs­sen ja spa­ren.
    Warum? Na, weil gewis­se Analyseportale uns das vor­be­ten. Die Bewertungen der Urenkel-Sites des Pagespeed sind halt die ein­zi­ge Anlaufstelle für Advertiser – statt sich die ech­ten redak­tio­nel­len Qualitäten einer Website anzu­se­hen.

    Doch die alten Zeiten wer­den wie­der modern, evtl. erle­ben wir wie­der einen Trend weg von den Flachpfeifen zu rich­ti­gen Websites mit wert­vol­lem, leicht erreich­ba­ren, schnel­lem Content.

    Warum ich mich so auf­re­ge?
    Weil ich in 2 Wochen eine voll ursu­per schö­ne Website umbau­en muss – auf so eine besch… Rollbalken-Design.
    Und: Ich ken­ne schon jetzt sie Reaktionen der Betreiber: “… wo ist denn das … und das .. und da war doch und war­um? …”
    Denn im Grunde wol­len ALLE alles auf einen Blick – doch nichts darf auf der Startseite sein, außer 2 Riesen-Bilder/Videos und 3 faust­gro­ße Buttons und 5 Zeilen Text …

    • Ach, wie auf­ge­bla­sen ein Design unter der Haube ist kann man ja abspre­chen und umset­zen. Da lohnt sich ehr­li­che Kommunikation mit dem Kunden. Minimalistisch muss nicht per sé kom­plex sein. Übrigens ist Ladegeschwindigkeit ein Rankfaktor.

  4. Schöner Artikel, genau so sehe ich das auch, funk­tio­na­le, flat Design Webseiten, wel­che mit guten Inhalten punk­ten und einem zeit­lo­sen Design punk­ten :)

  5. Ein unglaub­lich schö­ner Artikel. Und freu­dig schaue ich mich dabei in mei­ner redu­zier­ten Wohnung um die mich atmen lässt.

  6. Top Artikel und sehr inspi­rie­rend!

  7. Super Artikel wie­der mal, vie­len Dank!

  8. Schöner und wei­ser Artikel Herr Petereit.

  9. Hallo Dieter,

    sehr inter­es­san­ter Artikel – vie­len Dank!

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