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Anwar Ibrahim sprach am Samstag nur von einem der größten Investoren der Welt, Bloomberg nannte tags darauf den Namen: Masayoshi Son. Gemeint sind 50 Milliarden Dollar, umgerechnet 43,5 Milliarden Euro, für Standorte auf Borneo und in Westmalaysia. Auf dem Papier steht bisher nur eine Rahmenvereinbarung, die ein KI-Projekt im Bundesstaat Sarawak erst ausloten soll.

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„Der Investor sagte, er habe Kuching in Sarawak und Westmalaysia für eine Investition von 50 Milliarden US-Dollar ausgewählt“, sagte Anwar am Samstag in Melaka, wie die Nachrichtenagentur Bernama berichtete.[1] Fließen soll das Geld in KI, neue Technologien und Rechenzentren.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Malaysias Premier kündigte 43,5 Mrd. € für KI und Rechenzentren an, das Geld kommt laut Bloomberg von Masayoshi Son.
  • Unterschrieben ist nur eine Rahmenvereinbarung ohne Summe, SoftBank schweigt.
  • Für personenbezogene Daten in Malaysia brauchen EU-Firmen eigene Garantien.

Was plant Masayoshi Son in Malaysia?

Server-Gehäuse mit orangefarbenem Aufsteller mit dem Text „Reserviert“ auf weißem Hintergrund
Anwar hielt den Namen des Investors geheim. Bloomberg berichtete von Masayoshi Son, Gründer der SoftBank Group, als möglichem Investor für 43,5 Milliarden Euro

Den Namen des Investors behielt Anwar für sich. Bloomberg berichtete am Sonntag, dahinter stehe Masayoshi Son, Gründer und Vorstandschef der SoftBank Group.[2] Eine Anfrage der Agentur beantwortete SoftBank zunächst nicht. Einen Vertrag oder Zeitplan für die 43,5 Milliarden Euro hat bislang keine Seite genannt.

Anwar verband die Ankündigung mit einer Mahnung: Investoren kämen nur, solange die Regierung stabil sei und die Führung nicht streite.

Warum setzt Son auf Sarawak?

Am 8. Oktober unterschrieb Son in Kuching mit dem südostasiatischen Plattformkonzern Grab und dem sarawakischen Energiekonzern PETROS eine Rahmenvereinbarung.[3] Die Partner wollen einen Fahrplan für eine KI-Plattform erarbeiten, PETROS soll Energie und Infrastruktur liefern. Eine Summe nannten die drei Unternehmen nicht.

In Frankreich stellte Son im Juni gemeinsam mit Präsident Emmanuel Macron bis zu 75 Milliarden Euro für Rechenzentren vor. Woher SoftBank das Geld für beide Vorhaben nimmt, ist offen. Die OpenAI-Beteiligung bezahlt SoftBank teils mit Hochzinsanleihen, für einen neuen Fonds sucht Son laut Financial Times bis zu 87 Milliarden Euro am Golf.

Als Standort für KI-Chips geriet Malaysia zuletzt in die Schlagzeilen: Anfang Oktober ließ die US-Justiz einen Händler festnehmen, der Nvidia-Server über Malaysia nach China geschleust haben soll.

Sons Milliardenplan für Malaysia
Was bekannt ist, Stand 26. Oktober 2026
Angekündigte Summe
43,5 Mrd. €

Laut Premier Anwar für KI, neue Technologien und Rechenzentren

Standorte
2 Regionen

Kuching auf Borneo und Westmalaysia

Zum Vergleich: Frankreich
bis 75 Mrd. €

Im Juni 2026 angekündigt, erste Ausbaustufe 45 Mrd. €

Wie die Zahl bekannt wurde
  • 8. Oktober: Rahmenvereinbarung mit Grab und PETROS in Kuching, ohne Summe
  • 20. Oktober: Videokonferenz zwischen Son und Anwar, laut Anwar
  • 24. Oktober: Anwar nennt in Melaka 43,5 Mrd. €, aber keinen Namen
  • 25. Oktober: Bloomberg nennt Son als Investor

43,5 Milliarden Euro aus dem Mund eines Premierministers sind eine Absicht, kein Vertrag, solange SoftBank selbst schweigt.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Was heißt das für Unternehmen im DACH-Raum?

KI-Rechenleistung entsteht dort, wo Staaten Strom bereitstellen: in Frankreich aus Atomkraft, in Sarawak über einen Staatskonzern. OpenAI bezieht bereits Rechenleistung aus Malaysia. Auch Dienste, die deutsche Firmen nutzen, laufen so zunehmend in Rechenzentren in einem Drittland.

Für Malaysia hat die EU-Kommission keinen Angemessenheitsbeschluss erlassen.[4] Laufen personenbezogene Daten über Rechenzentren dort, brauchen Unternehmen eigene Garantien nach Artikel 46 DSGVO, etwa Standardvertragsklauseln. Fragen Sie Ihre KI-Anbieter gerne schriftlich, in welchen Ländern Ihre Daten verarbeitet werden, und lassen Sie sich neue Standorte vertraglich vorab mitteilen.

Quellen

4 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. The Star (Bernama)Anwar says ‚global investor‘ has chosen Malaysia for US$50bil tech sector investment (englisch)24.10.2026
  2. Bloomberg über The StarSoftBank’s Son plans US$50bil Malaysia tech outlay, PM says (englisch)26.10.2026
  3. SoftBank GroupSoftBank Group, Grab and PETROS Sign Framework Agreement to Explore AI Infrastructure and Ecosystem Development in Sarawak, Malaysia (englisch)08.10.2026
  4. Europäische KommissionAdequacy decisions (englisch)

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