Gründungsberatung Vergleich
2026
Das sind die besten 59 Anbieter.
Eine gute Geschäftsidee ist erst der Anfang: Bis zur Eröffnung warten Businessplan, Fördermittel, Rechtsform, Steuern und Versicherungen, und jede Entscheidung wirkt lange nach. Wir haben 59 Anbieter für Gründungsberatung geprüft.
karriere.haus ist ein Coaching-Träger aus Leipzig. Im Gründerbereich gibt es AVGS-Gründercoaching und Coaching für Selbstständige als virtuelles 1:1-Coaching, auch für Privatzahler: von Businessplan und Finanzplan über Fördermittel bis Marketing und Buchhaltung. Online bundesweit.
karriere.haus
karriere.haus ist der gemeinsame Auftritt der EWU GmbH und der EWU Dr. Wallberg & Partner GmbH mit Sitz in Leipzig. Neben Bewerbungs- und Karrierecoaching gibt es einen Gründerbereich für Gründende und Selbstständige, die ihr Business aufbauen oder weiterentwickeln möchten, auch nebenberuflich. Das Coaching findet online statt und ist bundesweit nutzbar.
Im virtuellen 1:1-Coaching arbeitet ein Coach an den aktuellen Fragen des Gründers, ohne starres Curriculum. Themen sind Businessplan, Finanzplan mit Förderungen und Zuschüssen, Buchhaltung für Selbstständige, Online-Marketing, rechtliche Unterstützung durch Juristen und Anwälte sowie Gründung neben dem Job. Die Beratung deckt Planung, Vorbereitung und Vermarktung der Gründung ab.
Für Arbeitsuchende wird das Gründercoaching mit einem AVGS-Gutschein der Arbeitsagentur oder des Jobcenters vollständig gefördert. Wer keinen Gutschein hat, kann das Coaching als Privatzahler buchen. Ein Infogespräch lässt sich online anfragen, telefonisch ist die kostenlose Hotline erreichbar.
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Was ist Gründungsberatung, und wann lohnt sie sich?

Gründungsberatung begleitet Gründerinnen und Gründer von der Idee bis zum Start: mit Prüfung des Geschäftsmodells, Businessplan, Finanzierung, Förderung, Rechtsform und Formalitäten. Sie lohnt sich, sobald Sie Geld, Zeit oder Ihre berufliche Existenz in ein Vorhaben stecken und Entscheidungen nicht allein auf Bauchgefühl stützen wollen.
Ein Gründungsberater prüft zunächst, ob Ihre Idee tragfähig ist: Gibt es zahlende Kundschaft, wie sieht der Wettbewerb aus, und lassen sich Ihre Kosten mit realistischen Preisen decken? Darauf aufbauend entstehen Businessplan, Umsatz- und Liquiditätsplanung sowie ein Finanzierungskonzept. Viele Beratungen helfen außerdem bei Förderanträgen, bei der Wahl der Rechtsform und bei Anmeldungen wie Gewerbeamt, Finanzamt und Handelsregister.
Eine kostenlose Erstberatung bieten öffentliche Anlaufstellen wie IHK, Handwerkskammer, Gründerzentren und Wirtschaftsförderungen, in Österreich der Gründerservice der WKO und in der Schweiz kantonale Stellen sowie das KMU-Portal des SECO. Diese Stellen informieren neutral, begleiten aber meist nicht über Wochen. Kommerzielle Gründungsberater arbeiten dagegen intensiv an Ihrem konkreten Vorhaben, oft über mehrere Termine und bis nach dem Start.
Besonders sinnvoll ist eine Gründungsberatung, wenn Sie eine Finanzierung oder Förderung brauchen, aus der Arbeitslosigkeit gründen, eine GmbH oder UG planen, einen Betrieb übernehmen oder erstmals selbstständig sind. Wer aus der Arbeitslosigkeit gründet, kann ein Gründungscoaching über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein nach § 45 SGB III erhalten. Für den Gründungszuschuss nach § 93 SGB III verlangt die Agentur für Arbeit zudem eine Tragfähigkeitsbescheinigung einer fachkundigen Stelle.
- Zahlen fehlen noch: Ihre Idee steht, aber Umsatz, Kosten und Kapitalbedarf sind nicht belastbar gerechnet.
- Finanzierung nötig: Sie brauchen einen Kredit, einen Förderkredit oder Kapital von Investoren.
- Gründung aus der Arbeitslosigkeit: Sie planen Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld und brauchen eine Tragfähigkeitsbescheinigung.
- Rechtsform unklar: Sie schwanken zwischen Einzelunternehmen, GbR, UG und GmbH.
- Förderwege unübersichtlich: Sie wissen nicht, welche Zuschüsse, Gutscheine oder Kredite für Sie in Frage kommen.
- Kein Sparringspartner: Niemand prüft Preise, Angebot und Planung kritisch, bevor Sie Verträge unterschreiben.
Treffen zwei oder mehr Punkte zu, lohnt sich eine Gründungsberatung. Nutzen Sie zuerst die kostenlose Erstberatung von Kammer oder Gründerzentrum, klären Sie den Förderweg und beauftragen Sie dann gezielt einen Gründungsberater für Businessplan, Finanzierung oder Formalitäten. Stellen Sie Förderanträge vor dem ersten Vertrag.
Typische Probleme bei der Existenzgründung

Die meisten Gründungen geraten nicht wegen der Idee ins Wanken, sondern wegen fehlender Zahlen, zu knapper Finanzierung und unterschätzter Formalitäten. Hinzu kommen der Förderdschungel, eine unpassende Rechtsform, Steuern und Sozialversicherung, falsch kalkulierte Preise und die erste Kundengewinnung.
Viele Businesspläne beschreiben die Idee ausführlich, bleiben bei den Zahlen aber vage. Banken, Förderbanken und die Agentur für Arbeit prüfen jedoch vor allem Umsatzplanung, Kosten, Liquidität und Kapitalbedarf. Fehlt diese Grundlage, scheitert der Kreditantrag oder die Tragfähigkeitsbescheinigung. Eng damit verbunden ist die Finanzierungslücke: Anlaufkosten, Vorfinanzierung von Aufträgen und die eigenen Lebenshaltungskosten werden häufig zu niedrig angesetzt.
Der zweite Stolperstein sind Förderung und Formalitäten. Zuschüsse, Förderkredite, Bürgschaften und geförderte Beratung kommen von Bund, Ländern, Förderbanken und der Agentur für Arbeit, jeweils mit eigenen Bedingungen und Fristen. Dazu kommen Gewerbeanmeldung, Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, Kammermitgliedschaft, Genehmigungen und bei Kapitalgesellschaften Notar und Handelsregister. Wer hier Reihenfolge oder Fristen verpasst, verliert Zeit und manchmal auch Fördergeld.
Unterschätzt werden außerdem Steuern und Sozialversicherung. Umsatzsteuer, Vorauszahlungen, Krankenversicherung und Altersvorsorge belasten das Budget, oft erst Monate nach dem Start. Bei der Rechtsform entscheiden Haftung, Kosten und Außenwirkung, nicht das Bauchgefühl. Und nicht zuletzt fehlt vielen Einzelgründern ein Sparringspartner, der Preisgestaltung, Angebot und Kundengewinnung kritisch hinterfragt, bevor das erste Geld fließt.
Die Idee ist gut beschrieben, Umsatz, Kosten und Liquidität bleiben vage.
Anlaufkosten, Vorfinanzierung und Lebenshaltung sind zu knapp angesetzt.
Zuschüsse, Gutscheine und Förderkredite haben eigene Bedingungen und Fristen.
Haftung, Kosten und Pflichten passen nicht zum Vorhaben.
Gewerbeamt, Finanzamt, Kammer und Register in falscher Reihenfolge.
Vorauszahlungen, Krankenversicherung und Altersvorsorge belasten später das Budget.
Preise decken die Kosten nicht, und die ersten Aufträge bleiben aus.
Arten von Gründungsberatung im Überblick

Gründungsberatung lässt sich in sechs Gruppen einteilen: Gründungs- und Unternehmensberatung mit Gründerschwerpunkt, AVGS-Gründungscoaching, Businessplan- und Fördermittel-Service, Online-Gründungsservice, Steuerberatung mit Gründerfokus und Start-up-Beratung. Daneben stehen öffentliche Anlaufstellen für die kostenlose Erstberatung.
Gründungs- und Unternehmensberatungen mit Gründerschwerpunkt begleiten das gesamte Vorhaben: Geschäftsmodell, Businessplan, Finanzierung, Förderanträge und die ersten Monate nach dem Start. Teils lässt sich diese Beratung über Programme von Bund und Ländern bezuschussen, wenn der Berater dafür zugelassen ist. AVGS-Gründungscoaching richtet sich an Menschen, die aus der Arbeitslosigkeit gründen. Die Träger sind nach AZAV zertifiziert und rechnen das Coaching direkt mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter ab.
Businessplan- und Fördermittel-Services konzentrieren sich auf ein klares Ergebnis: einen bankfähigen Businessplan mit Finanzplan, die Tragfähigkeitsbescheinigung für den Gründungszuschuss oder Anträge bei KfW und Landesförderbanken. Online-Gründungsservices übernehmen dagegen die formale Seite, etwa Gesellschaftsvertrag, Koordination mit dem Notar, Kontoeröffnung für das Stammkapital und Anmeldungen. Sie passen, wenn das Konzept steht und die GmbH oder UG schnell eingetragen werden soll.
Steuerberatungskanzleien mit Gründerfokus verbinden Rechtsformwahl, steuerliche Erfassung, Buchhaltung und Planung von Vorauszahlungen. Sie bleiben oft dauerhaft an Ihrer Seite. Start-up-Beratungen helfen Teams mit Wachstumsplänen bei Pitch Deck, Bewertung, Beteiligungsverträgen und Gesprächen mit Investoren. Welche Art zu Ihnen passt, hängt davon ab, ob Sie vor allem Orientierung, Finanzierung, Formalitäten oder Wachstumskapital brauchen.
Begleitung von der Idee bis nach dem Start, teils über Förderprogramme bezuschusst.
Coaching bei zertifizierten Trägern für Gründende aus der Arbeitslosigkeit.
Businessplan, Finanzplan, Tragfähigkeitsbescheinigung und Förderanträge.
Gesellschaftsvertrag, Notar-Koordination und Anmeldungen für GmbH, UG und Einzelunternehmen.
Rechtsform, steuerliche Erfassung, Buchhaltung und Planung der Vorauszahlungen.
Pitch Deck, Bewertung, Beteiligungsverträge und Gespräche mit Investoren.
- Meist kostenlos und neutral
- Guter Überblick über Pflichten und Förderwege
- Wenige Termine, kaum Arbeit am eigenen Businessplan
- Keine Begleitung über Wochen oder nach dem Start
- Intensive Arbeit am konkreten Vorhaben
- Businessplan, Förderanträge und Formalitäten aus einer Hand
- Kostenpflichtig, teils gefördert oder per Gutschein
- Qualität und Unabhängigkeit sorgfältig prüfen
2026
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Gründungsberatung richtig auswählen und nutzen 2026
Der Leitfaden zur Gründungsberatung: welche Arten von Anbietern zur Wahl stehen, wie Sie Förderwege wie Gründungszuschuss, AVGS-Coaching und geförderte Beratung einordnen, Branchenerfahrung, Zulassungen und Unabhängigkeit prüfen, Businessplan, Finanzierung, Rechtsform und Anmeldungen planen und die Kosten für Beratung, Gründungsservice und Nachbetreuung einschätzen.
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Worauf Sie bei der Auswahl einer Gründungsberatung achten sollten

Die passende Gründungsberatung hängt von Branche, Förderweg und Ziel ab. Prüfen Sie Branchenerfahrung, Qualifikation und Zulassungen, Förderfähigkeit, Leistungsumfang und Ergebnis, Erreichbarkeit, Preismodell, Unabhängigkeit und die Begleitung nach der Gründung.
Beginnen Sie mit der Erfahrung: Hat der Berater bereits Gründungen in Ihrer Branche begleitet, etwa im Handwerk, in der Gastronomie, im Handel oder bei freien Berufen? Branchenwissen zeigt sich in realistischen Annahmen zu Preisen, Kosten und Anlaufzeit. Prüfen Sie außerdem Qualifikation und Zulassungen. Für AVGS-Coaching braucht der Träger eine AZAV-Zertifizierung, für geförderte Beratung oft eine Zulassung im jeweiligen Programm, für die Tragfähigkeitsbescheinigung die Anerkennung als fachkundige Stelle.
Klären Sie früh den Förderweg. Ein guter Gründungsberater sagt Ihnen vor dem Auftrag, ob ein Gutschein, ein Zuschuss oder eine Landesförderung in Frage kommt und welche Anträge vor Vertragsabschluss gestellt werden müssen. Lassen Sie sich genau beschreiben, was am Ende vorliegt: ein fertiger Businessplan, eine Finanzplanung zum Weiterrechnen, ein eingereichter Förderantrag oder eine eingetragene Gesellschaft. Auch die Frage, ob die Beratung vor Ort, online oder gemischt stattfindet, gehört dazu.
Beim Preismodell stehen Pauschalpakete, Stunden- oder Tagessätze und geförderte Modelle mit Eigenanteil nebeneinander. Achten Sie auf Unabhängigkeit: Ein Berater, der an vermittelten Krediten, Versicherungen oder Produkten verdient, sollte das offenlegen. Seien Sie vorsichtig bei Angeboten mit „garantierter Förderung“, denn über Zuschüsse und Kredite entscheiden allein die Förderstellen. Wertvoll ist schließlich eine Nachbetreuung, die Sie in den ersten Monaten bei Abweichungen vom Plan unterstützt.
Wer Gründungen in Ihrer Branche begleitet hat, setzt realistische Preise, Kosten und Anlaufzeiten an. Das macht Businessplan und Finanzierung glaubwürdiger.
Für AVGS-Coaching ist eine AZAV-Zertifizierung nötig, für geförderte Beratung oft eine Zulassung im Programm, für die Tragfähigkeitsbescheinigung die Anerkennung als fachkundige Stelle.
Ein guter Gründungsberater klärt vor dem Auftrag, ob Gutschein, Zuschuss oder Landesförderung möglich sind und welche Anträge zuerst gestellt werden müssen.
Businessplan, Finanzplan zum Weiterrechnen, Tragfähigkeitsbescheinigung, eingereichte Anträge oder eine eingetragene Gesellschaft: Das Ergebnis sollte vorab feststehen.
Persönliche Termine erleichtern den Einstieg, Online-Beratung spart Wege. Wichtig ist, dass Sie Ihren Ansprechpartner auch zwischen den Terminen erreichen.
Pauschalpaket, Stunden- oder Tagessatz und geförderte Modelle mit Eigenanteil haben unterschiedliche Risiken. Zusatzkosten für Notar, Register oder Buchhaltung gehören ins Angebot.
Provisionen für vermittelte Kredite, Versicherungen oder Produkte können die Empfehlung färben. Seriöse Anbieter legen solche Interessen offen und versprechen keine Förderzusagen.
In den ersten Monaten zeigt sich, ob Umsatz und Liquidität dem Plan folgen. Eine Nachbetreuung hilft beim Nachsteuern, bevor Abweichungen teuer werden.
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So läuft eine Gründung mit Beratung Schritt für Schritt ab

Eine Gründung mit Beratung beginnt mit der Prüfung der Idee, nicht mit der Gewerbeanmeldung. Planen Sie Erstgespräch, Förderweg, Businessplan, Finanzierung, Rechtsform und Anmeldungen sowie die Begleitung nach dem Start in festen Schritten.
Im Erstgespräch klären Sie mit dem Gründungsberater Idee, Zielgruppe, persönliche Voraussetzungen und Zeitplan. Danach steht der Förderweg fest: Gründen Sie aus der Arbeitslosigkeit, mit Gutschein für ein Coaching und Antrag auf Gründungszuschuss, oder kommt eine geförderte Beratung von Bund oder Land in Frage? Diese Reihenfolge ist wichtig, weil viele Programme den Antrag verlangen, bevor ein Vertrag geschlossen oder die Selbstständigkeit aufgenommen wird.
Im Kern der Beratung entstehen Businessplan und Finanzplan mit Kapitalbedarf, Umsatzplanung, Rentabilität und Liquidität. Auf dieser Grundlage folgen Gespräche mit Hausbank und Förderbank, Anträge auf Förderkredite oder Zuschüsse und bei Bedarf die Tragfähigkeitsbescheinigung. Parallel fällt die Entscheidung für eine Rechtsform. Eine GmbH braucht ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro, eine UG lässt sich ab 1 Euro gründen, beide benötigen eine notarielle Beurkundung und die Eintragung ins Handelsregister.
Mit der Anmeldung beim Gewerbeamt oder, bei freien Berufen, direkt beim Finanzamt beginnt der offizielle Teil. Der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung wird elektronisch eingereicht, hinzu kommen Kammer, Berufsgenossenschaft, Versicherungen und Geschäftskonto. Nach dem Start lohnt eine Nachbetreuung: In den ersten Monaten zeigt sich, ob Umsatz und Liquidität dem Plan folgen, und ein Gründungsberater hilft beim Nachsteuern, bevor kleine Abweichungen teuer werden.
Erstgespräch und Ideenprüfung
Idee, Zielgruppe, Wettbewerb und persönliche Voraussetzungen werden geprüft.
Förderweg klären
Gutschein, Gründungszuschuss, geförderte Beratung oder Förderkredit werden geprüft und beantragt.
Businessplan und Finanzplan
Konzept, Kapitalbedarf, Umsatz-, Rentabilitäts- und Liquiditätsplanung entstehen.
Finanzierung und Förderanträge
Gespräche mit Hausbank und Förderbank, Kreditanträge und Zuschussanträge folgen.
Rechtsform und Anmeldungen
Rechtsform wird gewählt, bei GmbH und UG folgen Notar und Handelsregister, danach die Anmeldungen.
Start und Nachbetreuung
Das Unternehmen startet, Umsatz und Liquidität werden mit dem Plan abgeglichen.
Häufige Fehler bei der Gründung und der Wahl der Beratung

Viele Fehler lassen sich vor der Gewerbeanmeldung vermeiden. Die häufigsten betreffen eine zu späte Beratung, Förderanträge nach Vertragsabschluss, zu optimistische Finanzpläne, fehlende private Absicherung, eine Rechtsform nach Bauchgefühl, Berater ohne Branchenkenntnis und eine Gründung ohne Liquiditätspuffer.
Ein typischer Fehler ist, erst dann Rat zu suchen, wenn Mietvertrag, Leasing oder Wareneinkauf schon unterschrieben sind. Damit entfallen oft Förderchancen, denn zahlreiche Programme verlangen den Antrag vor Beginn des Vorhabens. Ebenso folgenreich sind Finanzpläne, die von Beginn an volle Auslastung annehmen. Realistisch geplant wird mit Anlaufzeit, Zahlungszielen der Kundschaft und einem Puffer für unerwartete Ausgaben.
Häufig vergessen wird die private Absicherung. Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge und bei manchen Tätigkeiten die Rentenversicherungspflicht für Selbstständige gehören in jede Planung. Auch die Rechtsform verdient mehr als eine schnelle Entscheidung: Haftung, Gründungsaufwand, Buchführungspflichten und steuerliche Folgen unterscheiden sich deutlich zwischen Einzelunternehmen, GbR, UG und GmbH.
Bei der Wahl der Beratung schadet ein Gründungsberater ohne Branchenkenntnis, weil Annahmen zu Preisen und Kosten dann auf Durchschnittswerten beruhen. Vorsicht ist geboten, wenn ein Anbieter eine Förderung als sicher darstellt oder hohe Vorkasse verlangt, bevor Leistungen beschrieben sind. Und wer ganz ohne Liquiditätspuffer startet, gerät schon bei einer verspäteten Zahlung in Bedrängnis, auch wenn das Geschäftsmodell trägt.
Mietvertrag, Leasing oder Wareneinkauf sind schon unterschrieben, bevor das Konzept geprüft ist.
Viele Programme schließen bereits begonnene Vorhaben aus.
Volle Auslastung ab dem ersten Monat lässt die Liquidität früh kippen.
Krankenversicherung, Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit fehlen in der Planung.
Haftung, Kosten und Pflichten passen nicht zum Vorhaben.
Annahmen zu Preisen und Kosten beruhen auf Durchschnittswerten.
Schon eine verspätete Zahlung bringt das junge Unternehmen in Bedrängnis.
Was kostet Gründungsberatung?

Die Kosten reichen von der kostenlosen Erstberatung öffentlicher Stellen bis zur intensiven Begleitung über mehrere Monate. Entscheidend sind Umfang, Förderweg, Ergebnis, Rechtsform und die Frage, ob Sie nach dem Start weiter betreut werden.
Am günstigsten ist die Erstberatung bei IHK, Handwerkskammer, Gründerzentren, WKO oder kantonalen Stellen, die meist kostenlos ist. Ein AVGS-Gründungscoaching ist für Gründende aus der Arbeitslosigkeit in der Regel kostenfrei, weil der Träger direkt mit Agentur für Arbeit oder Jobcenter abrechnet. Geförderte Gründungsberatung über Programme von Bund und Ländern ist mit einem Eigenanteil verbunden, dessen Höhe vom Programm abhängt.
Businessplan-Pakete und Tragfähigkeitsbescheinigungen werden häufig als Festpreis angeboten, deren Höhe vom Umfang des Plans und der Finanzplanung abhängt. Online-Gründungsservices für GmbH und UG berechnen ein Paket für Vorbereitung und Koordination, dazu kommen Notar- und Registergebühren, die sich nach gesetzlichen Gebührenordnungen richten. Freie Gründungsberater und Steuerkanzleien rechnen oft nach Stunden- oder Tagessatz ab.
Aussagekräftig ist erst ein Angebot mit klar benannten Leistungen, Terminen und Ergebnis. Fragen Sie, welche Kosten zusätzlich entstehen, etwa für Notar, Register, Kammerbeitrag oder laufende Buchhaltung. Förderprogramme können einen Teil der Beratungskosten übernehmen, Konditionen, Zielgruppen und Laufzeiten ändern sich jedoch regelmäßig. Prüfen Sie den aktuellen Stand deshalb tagesaktuell bei Förderdatenbanken, Kammern oder Förderbanken, bevor Sie einen Auftrag erteilen.
Erstberatung bei IHK, Handwerkskammer, Gründerzentrum, WKO oder kantonalen Stellen. Überblick über Pflichten und Förderwege, aber keine intensive Arbeit am eigenen Businessplan.
Für Gründende aus der Arbeitslosigkeit. Der zertifizierte Träger rechnet direkt mit Agentur für Arbeit oder Jobcenter ab. Umfang und Dauer legt der Gutschein fest.
Beratung über Programme von Bund oder Ländern mit Eigenanteil. Höhe und Bedingungen hängen vom Programm ab, Konditionen tagesaktuell prüfen.
Businessplan mit Finanzplan, Tragfähigkeitsbescheinigung oder Förderantrag. Umfang der Planung und Zahl der Abstimmungsrunden verschieben den Preis.
Vorbereitung von Gesellschaftsvertrag und Anmeldungen sowie Koordination mit dem Notar. Notar- und Registergebühren kommen nach gesetzlichen Gebührenordnungen hinzu.
Begleitung über mehrere Monate, Investorenansprache oder laufende Steuerberatung. Dauer, Erfahrung des Beraters und Komplexität des Vorhabens bestimmen die Kosten.
Die Kosten für Gründungsberatung richten sich nach Förderweg, Umfang, Ergebnis, Rechtsform und Dauer der Begleitung. Bei GmbH und UG kommen Notar- und Registergebühren hinzu, später Kammerbeitrag und Buchhaltung. Bewerten Sie deshalb nicht nur den Preis der Beratung, sondern das gesamte Paket bis zum Start, und prüfen Sie Förderprogramme tagesaktuell vor dem Auftrag.
1 Wofür braucht man eine Tragfähigkeitsbescheinigung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
2 Wie hoch ist das gesetzliche Mindeststammkapital einer GmbH? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
3 Was ist ein AVGS im Zusammenhang mit einer Gründung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
4 Wann sollten Sie eine geförderte Beratung oder einen Förderkredit in der Regel beantragen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
5 Welche Rechtsgrundlage regelt den Gründungszuschuss in Deutschland? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Glossar: Begriffe rund um Gründungsberatung
Die wichtigsten Begriffe rund um Gründungsberatung, Businessplan, Förderung, Finanzierung und Rechtsform, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Gründungsberatung
Beratung für Gründerinnen und Gründer zu Geschäftsmodell, Businessplan, Finanzierung, Förderung, Rechtsform und Formalitäten bis zum Start und darüber hinaus.
- Gründungscoaching
Begleitung über mehrere Termine, bei der ein Coach die Gründung Schritt für Schritt mit Ihnen vorbereitet, häufig über Gutscheine oder Förderprogramme finanziert.
- Businessplan
Schriftliches Konzept mit Geschäftsidee, Markt, Wettbewerb, Marketing, Organisation und Finanzplan. Grundlage für Banken, Förderstellen und die eigene Steuerung.
- Finanzplan
Zahlenteil des Businessplans mit Kapitalbedarf, Umsatz- und Rentabilitätsplanung sowie Liquiditätsplanung für die ersten Jahre.
- Liquiditätsplanung
Monatliche Übersicht über Ein- und Auszahlungen, die zeigt, ob das Unternehmen jederzeit zahlungsfähig bleibt.
- Tragfähigkeitsbescheinigung
Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit einer Gründung. Voraussetzung für den Gründungszuschuss nach § 93 SGB III.
- Gründungszuschuss
Ermessensleistung der Agentur für Arbeit für Gründende aus dem Bezug von Arbeitslosengeld, geregelt in § 93 SGB III.
- AVGS
Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein nach § 45 SGB III. Damit lässt sich ein Gründungscoaching bei einem zertifizierten Träger in Anspruch nehmen.
- AZAV
Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung. Träger, die AVGS-Coachings anbieten, müssen danach zertifiziert sein.
- Einstiegsgeld
Mögliche Leistung des Jobcenters für Menschen im Bürgergeldbezug, die eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen.
- Förderkredit
Darlehen von KfW oder Landesförderbanken mit besonderen Konditionen für Gründungen, meist über die Hausbank beantragt.
- Rechtsform
Rechtlicher Rahmen eines Unternehmens, etwa Einzelunternehmen, GbR, UG oder GmbH. Sie bestimmt Haftung, Gründungsaufwand, Pflichten und Besteuerung.
- Unternehmergesellschaft (UG)
Haftungsbeschränkte Variante der GmbH, die ab 1 Euro Stammkapital gegründet werden kann und Rücklagen aus dem Jahresüberschuss bilden muss.
- Stammkapital
Kapital, das Gesellschafter bei Gründung einer GmbH aufbringen. Das gesetzliche Minimum beträgt 25.000 Euro.
- Fragebogen zur steuerlichen Erfassung
Elektronisches Formular für das Finanzamt nach Aufnahme der Tätigkeit. Daraus ergeben sich Steuernummer und Vorauszahlungen.
- Pitch Deck
Kurze Präsentation eines Start-ups für Investoren mit Problem, Lösung, Markt, Geschäftsmodell, Team und Finanzbedarf.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Gründungsberatung, Gründungscoaching, Businessplan, Förderung, Rechtsform und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Hinweise ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.
Was macht ein Gründungsberater?
Ein Gründungsberater begleitet Gründerinnen und Gründer von der Idee bis zum Start. Er prüft das Geschäftsmodell, erstellt mit Ihnen Businessplan und Finanzplan, klärt Finanzierung und Förderung, berät zur Rechtsform und hilft bei Anmeldungen. Viele Anbieter betreuen auch die ersten Monate nach der Gründung.
Ist Gründungsberatung kostenlos?
Eine kostenlose Erstberatung bieten öffentliche Stellen wie IHK, Handwerkskammer, Gründerzentren, in Österreich die WKO und in der Schweiz kantonale Stellen. Kommerzielle Gründungsberatung ist kostenpflichtig, kann aber über Förderprogramme bezuschusst oder bei Gründung aus der Arbeitslosigkeit über einen AVGS-Gutschein bezahlt werden.
Wer bietet Gründungsberatung an?
Gründungsberatung bieten öffentliche Anlaufstellen für die Erstberatung sowie kommerzielle Anbieter an. Dazu gehören Gründungs- und Unternehmensberatungen, AVGS-zertifizierte Coaching-Träger, Businessplan-Services, Online-Gründungsservices für GmbH und UG, Steuerkanzleien mit Gründerfokus und Start-up-Beratungen.
Brauche ich einen Gründungsberater?
Ein Gründungsberater lohnt sich vor allem, wenn Sie eine Finanzierung oder Förderung brauchen, aus der Arbeitslosigkeit gründen oder eine GmbH oder UG planen. Für kleine Gründungen ohne Kapitalbedarf reicht oft die kostenlose Erstberatung von Kammer oder Gründerzentrum, ergänzt durch eine Steuerberatung.
Was kostet eine Gründungsberatung?
Die Kosten hängen vor allem von Förderweg, Umfang und Ergebnis ab. Öffentliche Erstberatung ist meist kostenlos, AVGS-Coaching für Gründende aus der Arbeitslosigkeit in der Regel ebenfalls. Geförderte Beratung ist mit einem Eigenanteil verbunden, Businessplan-Pakete und Gründungsservices werden oft zum Festpreis angeboten. Details finden Sie in den Anbieterkarten.
Wird Gründungsberatung gefördert?
Gründungsberatung kann über Programme von Bund, Ländern und der Agentur für Arbeit gefördert werden, etwa über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein nach § 45 SGB III oder über Landesprogramme. Bedingungen und Konditionen ändern sich regelmäßig, prüfen Sie deshalb den aktuellen Stand tagesaktuell und stellen Sie Anträge vor Vertragsabschluss.
Was ist eine Tragfähigkeitsbescheinigung?
Eine Tragfähigkeitsbescheinigung ist die Stellungnahme einer fachkundigen Stelle, dass eine Gründung wirtschaftlich tragfähig ist. Die Agentur für Arbeit verlangt sie für den Gründungszuschuss nach § 93 SGB III. Ausstellen können sie etwa Kammern, Steuerberater, Banken oder Gründungsberater auf Grundlage Ihres Businessplans.
Was ist ein AVGS-Gründungscoaching?
Ein AVGS-Gründungscoaching ist eine Beratung für Menschen, die aus der Arbeitslosigkeit gründen, bezahlt über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein von Agentur für Arbeit oder Jobcenter. Der Träger muss nach AZAV zertifiziert sein und rechnet direkt mit der ausgebenden Stelle ab. Über die Ausgabe des Gutscheins entscheidet die Arbeitsvermittlung.
Welche Rechtsform ist für Gründer die richtige?
Die richtige Rechtsform hängt von Haftung, Kapital, Kosten und Zielen ab. Einzelunternehmen und GbR sind schnell gegründet, haften aber mit dem Privatvermögen. Eine GmbH braucht ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro, eine UG lässt sich ab 1 Euro gründen, beide begrenzen die Haftung und benötigen Notar und Handelsregister. Lassen Sie die Wahl steuerlich prüfen.
Wie finde ich eine seriöse Gründungsberatung?
Eine seriöse Gründungsberatung erkennen Sie an Branchenerfahrung, nachweisbaren Zulassungen, einem schriftlich beschriebenen Ergebnis und transparenten Preisen. Vorsicht ist geboten bei garantierten Förderzusagen, hoher Vorkasse ohne Leistungsbeschreibung und nicht offengelegten Provisionen für vermittelte Kredite oder Versicherungen.
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