Feuerwehr-Software Vergleich 2026
Das sind die besten 32 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
13 Min. Lesezeit
4,7 (38) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Roter und orangefarbener Helm mit schwarzem Visier und Kinnriemen. Etikett mit Text "Alles im Griff"

Der Einsatzbericht liegt noch handschriftlich im Gerätehaus, die Prüffristen der Leitern stehen in einer Tabelle auf dem privaten Rechner des Gerätewarts, und beim Alarm am Vormittag weiß niemand, wer gerade ausrücken kann. Viele Freiwillige Feuerwehren, Berufs- und Werkfeuerwehren sowie Kommunen in Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen deshalb auf Feuerwehr-Software. Sie bündelt Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Fahrzeuge, Geräte, Prüffristen und Atemschutz an einem Ort und bindet auf Wunsch die Alarmierung per App an. Wir haben 32 Anbieter geprüft: Komplettlösungen für die Feuerwehrverwaltung, Alarmierungs-Apps mit Rückmeldung und Einsatzmonitor, Spezialsoftware für Atemschutz, Gerätewartung und Einsatzleitung sowie Lösungen für Feuerwehren in Österreich und der Schweiz. Der Ratgeber erklärt, welche Module es gibt, woran Sie die passende Software für Ihre Wehr erkennen, wie die Einführung gelingt, welche Fehler Sie vermeiden sollten und welche Kosten auf Träger und Wehr zukommen.


Anbieter für Feuerwehr-Software im Überblick: Empfohlene Anbieter

GroupAlarm

Sitz in Herzogenrath App- und Pager-Alarmierung 14 Tage kostenlos testen

GroupAlarm der cubos Internet GmbH in Herzogenrath ist eine Alarmierungs- und Kommunikationsplattform mit App-Alarmierung, Pager F.R.E.D., Alleinarbeiterschutz und Leitstellen-Anbindung für Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Rettungsdienste sowie weitere Branchen, mit öffentlichen Preisen.

GroupAlarm Screenshot groupalarm.com

GroupAlarm ist eine Alarmierungs- und Einsatz-App-Plattform für kritische Kommunikation. Betreiberin der Marke ist die cubos Internet GmbH in Herzogenrath. Die Branchenseite Blaulicht richtet sich an Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Rettungsdienst; daneben bedient die Plattform Industrie, Gesundheitswesen und öffentliche Einrichtungen. Eine reine Feuerwehr-Verwaltung ist das System nicht.

Die Alarmierung erfolgt per App mit Quittierung oder per Pager (F.R.E.D.) auf IoT-Pager PNA-11. Dazu kommen Alleinarbeiterschutz mit Indoor-Ortung, das Sensor- und Alarmierungsnetz GroupAlarm MESH und die GroupAlarm Box als Alarmempfänger und Rückfallebene. Feuerwehren können eine direkte Anbindung an Einsatzleitsysteme nutzen, Integrationen laufen unter anderem über REST-API, Brandmeldeanlagen und Leitstellen. Ein Anwendungsfall ist die Redundanzalarmierung der Leitstelle.

Die Preise sind öffentlich. Non-Profit-Organisationen wie Feuerwehr, THW und Rettungsdienste zahlen je Teilnehmer und Monat zwischen 1,80 € (bis 19 Teilnehmer) und 0,80 € (ab 100 Teilnehmern) inkl. 19 % MwSt., Unternehmen zwischen 9,00 € und 3,00 €. Alarm per App, E-Mail und Pager ist kostenfrei, SMS kostet 12 ct. Eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an, eine lange Vertragslaufzeit ebenfalls nicht, und der kostenlose Test läuft 14 Tage.

Das spricht für GroupAlarm
App-Alarmierung
Gezielte und quittierbare Alarmierung per App mit Rückmeldung der Teilnehmer.
Pager F.R.E.D.
Alarmierung auf IoT-Pager PNA-11 als zusätzlicher Weg neben der App.
Alleinarbeiterschutz
Personen-Notsignalanlage mit Indoor-Ortung für alleinarbeitende Personen.
MESH und Box
Autarkes Sensor- und Alarmierungsnetz sowie Alarmempfänger als Rückfallebene.
Integrationen
Anbindung über REST-API sowie an Brandmeldeanlagen und Leitstellen möglich.
Öffentliche Preise
Ab 0,80 € je Teilnehmer und Monat für Non-Profit, ohne Einrichtungsgebühr und Bindung.

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Was ist Feuerwehr-Software?

Roter und orangefarbener Helm mit schwarzem Visier und Kinnriemen. Etikett mit Text "Alles im Griff"
Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Geräte, Prüffristen und Alarmierung: Feuerwehr-Software bündelt die Verwaltung Ihrer Wehr.

Feuerwehr-Software ist eine Software für die Feuerwehr, mit der Wehrführungen, Gerätewarte und Kommunen Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Fahrzeuge, Geräte und Prüffristen digital verwalten. Viele Lösungen ergänzen das um Atemschutzüberwachung, Dienstplan, Statistik und eine Alarmierungs-App mit Rückmeldung der Einsatzkräfte.

Im Kern ersetzt die Feuerwehrverwaltung Papier, Ordner und verstreute Tabellen. Die Mitgliederverwaltung erfasst Personalien, Dienstgrade, Funktionen und Ehrungen. Die Lehrgangsverwaltung zeigt, wer welche Ausbildung besitzt und wann Fortbildungen oder Untersuchungen anstehen. Im Einsatzbericht dokumentieren Sie Alarmzeit, Kräfte, Fahrzeuge und Maßnahmen. Das digitale Dienstbuch hält Übungen und Dienste fest, die Statistik liefert Zahlen für Kreis und Land.

Weitere Module betreffen Technik und Sicherheit. Gerätewarte verwalten Fahrzeuge, Schläuche, Leitern und persönliche Schutzausrüstung mit Prüffristen nach dem DGUV Grundsatz 305-002. Die Atemschutzwerkstatt dokumentiert Geräte, Masken und Flaschen, die Atemschutzüberwachung unterstützt den Einsatz nach FwDV 7. Alarmierungs-Apps zeigen beim Alarm, wer kommt, und ein Einsatzmonitor im Gerätehaus stellt Einsatzort und Rückmeldungen dar.

Feuerwehr-Software lohnt sich für kleine Freiwillige Feuerwehren ebenso wie für Stadtfeuerwehren mit mehreren Löschzügen. Je größer die Wehr, desto wichtiger werden Rechte, Mandanten und Schnittstellen. Träger des Brandschutzes ist in Deutschland meist die Gemeinde, die nach den Brand- und Hilfeleistungsgesetzen der Länder für Ausstattung und Unterhalt der Feuerwehr sorgt. Deshalb entscheidet und bezahlt oft die Kommune, während die Wehr die Software im Alltag nutzt.

Der 6-Punkte-Test: Lohnt sich Feuerwehr-Software für Ihre Wehr?
  • Papier und Tabellen: Einsatzberichte, Dienstbuch und Prüflisten liegen auf Papier oder in verstreuten Tabellen.
  • Viele Prüffristen: Ihre Gerätewarte behalten Fristen für Fahrzeuge, Leitern, Schläuche und Schutzausrüstung kaum noch im Blick.
  • Atemschutz: Sie führen Atemschutzgeräteträger, Untersuchungen, Übungen und eine Atemschutzwerkstatt.
  • Unklare Verfügbarkeit: Beim Alarm am Tag wissen Sie oft nicht, wer ausrücken kann.
  • Mehrere Wehren: Ihre Gemeinde betreut mehrere Ortsfeuerwehren oder Löschzüge.
  • Statistikpflichten: Die jährlichen Zahlen für Kreis und Land kosten viel Handarbeit.

Treffen zwei oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein Blick auf Feuerwehr-Software. Für die gesamte Verwaltung passt eine Komplettlösung, für schnelle Rückmeldungen beim Alarm eine Alarmierungs-App, für Atemschutz und Geräteprüfung eine Spezialsoftware. Betreut Ihre Gemeinde mehrere Wehren, achten Sie auf Mandantenfähigkeit.

Typische Probleme in der Feuerwehrverwaltung

Zusammengerolltes beiges Seil mit orangem Etikett, auf dem "Frist abgelaufen" steht
Papierberichte, verstreute Prüflisten, verpasste Fristen und unklare Verfügbarkeit: So entstehen Lücken in der Feuerwehrverwaltung.

Die typischen Probleme in der Feuerwehrverwaltung sind Einsatzberichte auf Papier, Prüffristen in verstreuten Tabellen, übersehene Fristen für Lehrgänge und Atemschutz, eine unklare Verfügbarkeit der Einsatzkräfte am Tag, unsicher gespeicherte Mitgliederdaten und viel Handarbeit bei der Statistik für Kreis und Land.

In vielen Wehren hängt die Verwaltung an wenigen Ehrenamtlichen. Der Schriftführer tippt Einsatzberichte nach, der Gerätewart pflegt eine eigene Liste, und der Atemschutzgerätewart führt die Prüfungen in einem Heft. Fällt eine dieser Personen aus, fehlt der Überblick. Werden Prüffristen von Leitern, Schläuchen oder Atemschutzgeräten übersehen, dürfen die Geräte unter Umständen nicht mehr eingesetzt werden.

Auch beim Personal entstehen Lücken. Atemschutzgeräteträger brauchen eine gültige arbeitsmedizinische Eignung und regelmäßige Übungen nach FwDV 7. Ohne zentrale Übersicht merkt die Wehrführung oft zu spät, dass Untersuchungen oder Belastungsübungen fällig sind. Tagsüber arbeiten viele Einsatzkräfte außerhalb des Ortes. Ohne Rückmeldesystem weiß beim Alarm niemand sicher, ob genug Kräfte für das erste Fahrzeug kommen.

Hinzu kommen Datenschutz und Berichtspflichten. Mitgliederdaten, Gesundheitsdaten aus Untersuchungen und Einsatzberichte gehören nicht in private Tabellen oder Messengergruppen. Die DSGVO verlangt Schutz und klare Zuständigkeiten. Gleichzeitig fordern Kreis und Land jährliche Statistiken über Einsätze, Mitglieder und Ausbildung. Ohne Software kostet diese Zusammenstellung viele Abende.

Verpasste Prüffristen

Fristen für Leitern, Schläuche und Atemschutzgeräte stehen in verstreuten Listen.

Einsatzberichte auf Papier

Berichte werden nachgetippt, Daten für die Statistik fehlen.

Unklare Verfügbarkeit

Beim Alarm am Tag ist offen, wer ausrücken kann.

Fristen im Atemschutz

Untersuchungen und Übungen nach FwDV 7 geraten aus dem Blick.

Ungeschützte Daten

Mitglieder- und Gesundheitsdaten liegen auf privaten Rechnern.

Aufwendige Statistik

Zahlen für Kreis und Land entstehen in mühsamer Handarbeit.

Insellösungen

Jeder Ortsteil arbeitet mit eigenen Listen und Programmen.

Welche Arten von Feuerwehr-Software gibt es?

Orangener Kunststoffkoffer mit Schubladeneinsätzen, Tragegriffen und Feuerwehrauto-Dekoration. Label: "Für Ihre Wache"
Verwaltung, Alarmierung, Atemschutz, Gerätewartung oder Einsatzleitung: Jede Art von Feuerwehr-Software deckt einen anderen Bedarf ab.

Feuerwehr-Software lässt sich in fünf Gruppen einteilen: Komplettlösungen für die Feuerwehrverwaltung, Alarmierungs-Apps mit Rückmeldung und Einsatzmonitor, Spezialsoftware für Atemschutz, Software für Gerätewartung und Prüfungen sowie Einsatzleitsoftware für die Führungsunterstützung im Einsatzleitwagen.

Komplettlösungen für die Feuerwehrverwaltung decken Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Dienstbuch, Fahrzeuge, Geräte, Prüffristen und Statistik ab. Häufig gehören Module für Jugendfeuerwehr, Kleiderkammer, Hydranten und Atemschutz dazu. Viele Lösungen sind mandantenfähig, sodass Gemeinde, Ortsfeuerwehren und Kreis in einem System mit getrennten Rechten arbeiten.

Alarmierungs-Apps konzentrieren sich auf den Einsatz. Sie übertragen den Alarm aufs Smartphone, sammeln Rückmeldungen und zeigen Verfügbarkeiten. Viele lesen das Alarmfax oder Daten aus der Integrierten Leitstelle ein und bringen Einsatzort und Stichwort auf einen Einsatzmonitor im Gerätehaus. Spezialsoftware für Atemschutz unterstützt Atemschutzwerkstatt und Atemschutzüberwachung, Software für Gerätewartung führt Prüfbücher für Schläuche, Leitern, Fahrzeuge und persönliche Schutzausrüstung.

Einsatzleitsoftware unterstützt die Führung größerer Einsätze, etwa im Einsatzleitwagen. Sie stellt Lage, Kräfte, Abschnitte und Einsatztagebuch dar und orientiert sich an der FwDV 100. In Österreich und der Schweiz stellen Landesfeuerwehrverbände und kantonale Stellen teils eigene Verwaltungslösungen bereit. Viele Anbieter verbinden mehrere Gruppen, etwa Verwaltung mit Alarmierung.

Komplettlösung für die Feuerwehrverwaltung

Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Geräte, Prüffristen und Statistik.

Alarmierungs-App

Alarm aufs Smartphone, Rückmeldung, Verfügbarkeit und Einsatzmonitor.

Atemschutz-Software

Atemschutzwerkstatt, Geräteträger und Atemschutzüberwachung nach FwDV 7.

Gerätewartung und Prüfbuch

Prüffristen für Fahrzeuge, Leitern, Schläuche und Schutzausrüstung.

Einsatzleitsoftware

Lage, Kräfte und Einsatztagebuch zur Führungsunterstützung im ELW.

Komplettlösung für die Verwaltung
Für Wehren und Gemeinden mit viel Verwaltung
  • Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte und Geräte in einem System
  • Prüffristen und Statistik zentral
  • Oft mandantenfähig für mehrere Wehren
  • Längere Einführung und Datenübernahme
Spezialisierte Alarmierungs-App
Für Wehren mit Fokus auf den Einsatz
  • Alarm, Rückmeldung und Verfügbarkeit aufs Smartphone
  • Einsatzmonitor und Alarmfax-Auswertung
  • Oft kostenlose Basisversion
  • Kaum Verwaltung von Geräten und Lehrgängen

Whitepaper
Feuerwehr-Software erfolgreich auswählen und einführen
2026
Ratgeber für Entscheider
Kostenloser Download

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Feuerwehr-Software erfolgreich auswählen und einführen 2026

Der Leitfaden für Wehrführungen, Gerätewarte und Kommunen, die ihre Feuerwehrverwaltung digitalisieren möchten: welche Module es gibt, wie Alarmierungs-Apps und Leitstellen-Schnittstellen zusammenspielen, was beim Datenschutz zu beachten ist und woran Sie eine passende Lösung erkennen. Mit Checklisten für Auswahl, Datenübernahme, Schulung und Einführung in der Wehr.

Feuerwehr-Software Feuerwehrverwaltung Alarmierungs-App Atemschutzüberwachung Gerätewartung Anbieterübersicht
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Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?

Orangefarbener Kompass mit Windrose, Gradskala und Kompassnadel auf weißem Hintergrund
Module, Leitstellen-Schnittstelle, Mandantenfähigkeit, Datenschutz, App und Bedienbarkeit entscheiden über die passende Feuerwehr-Software.

Eine gute Feuerwehr-Software erkennen Sie an Modulen passend zur Größe Ihrer Wehr, an Schnittstellen zur Leitstelle, an Mandantenfähigkeit für Gemeinde und Kreis, an Datenschutz mit Hosting in der EU, an einer App für Einsatzkräfte, an einfacher Bedienung für Ehrenamtliche, an einer sauberen Datenübernahme und an transparenten Kosten.

Beginnen Sie mit Ihrem Bedarf. Eine kleine Ortswehr braucht vor allem Mitglieder, Einsatzberichte und Prüffristen, eine Stadtfeuerwehr zusätzlich Dienstplan, Atemschutzwerkstatt und Rechte für mehrere Löschzüge. Prüfen Sie, ob sich Module später ergänzen lassen. Klären Sie früh die Schnittstellen: Liest die Software das Alarmfax oder Daten der Integrierten Leitstelle ein, und welche Leitstelle ist für Sie zuständig?

Danach geht es um Datenschutz und Struktur. Mitglieder- und Gesundheitsdaten verlangen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, eine klare Rechtevergabe und Hosting in der EU, idealerweise in Deutschland. Mandantenfähigkeit erlaubt der Gemeinde, mehrere Ortsfeuerwehren in einem System zu führen. Für die Kommune zählen außerdem Vergaberecht, Laufzeit und Kündigungsfristen.

Zum Schluss zählen Bedienung und Begleitung. Ehrenamtliche nutzen die Software abends nach der Arbeit, sie muss deshalb schnell verständlich sein und auf dem Smartphone funktionieren. Fragen Sie nach Datenübernahme aus Tabellen oder Altsystemen, nach Schulung für Gerätewarte und Schriftführer und nach erreichbarem Support. Eine Testphase mit echten Daten zeigt am besten, ob die Lösung zu Ihrer Wehr passt.

Passende Module
Deckt die Software die Aufgaben Ihrer Wehr ab?

Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Geräte, Atemschutz und Statistik sollten zu Größe und Struktur Ihrer Wehr passen und sich später erweitern lassen.

Module für Verwaltung und GeräteAtemschutz und PrüffristenSpäter erweiterbar
Praxistipp: Schreiben Sie vor dem Gespräch auf, welche Listen und Hefte die Software ersetzen soll.
Schnittstelle zur Leitstelle
Kommen die Einsatzdaten automatisch an?

Eine Anbindung an Alarmfax oder Integrierte Leitstelle überträgt Stichwort und Einsatzort in App, Einsatzmonitor und Einsatzbericht.

Alarmfax-AuswertungAnbindung Ihrer Leitstelle geklärtDaten im Einsatzbericht übernommen
Praxistipp: Fragen Sie den Anbieter, ob er bereits Wehren an Ihrer Leitstelle angebunden hat.
Datenschutz und Hosting
Sind Mitglieder- und Gesundheitsdaten sicher?

Ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Hosting in der EU, ein Rechtekonzept und Löschregeln schützen sensible Daten Ihrer Mitglieder.

Vertrag nach Art. 28 DSGVOHosting in der EURollen und Rechte je Funktion
Praxistipp: Binden Sie den Datenschutzbeauftragten der Gemeinde früh in die Auswahl ein.
Mandantenfähigkeit
Lassen sich mehrere Wehren getrennt führen?

Gemeinden mit mehreren Ortsfeuerwehren brauchen getrennte Daten und Rechte je Wehr und gleichzeitig einen Gesamtüberblick.

Getrennte Daten je WehrGesamtauswertung für die GemeindeRechte für Kreis oder Verband
Praxistipp: Klären Sie, ob alle Ortsteile mitziehen, bevor Sie eine Lizenz für die Gemeinde abschließen.
Bedienbarkeit für Ehrenamtliche
Kommen Ihre Mitglieder ohne lange Schulung zurecht?

Ehrenamtliche nutzen die Software nebenbei. Klare Masken, eine gute App und kurze Wege zur häufigsten Aufgabe entscheiden über die Akzeptanz.

Verständliche OberflächeApp für SmartphoneKurze Einarbeitung
Praxistipp: Lassen Sie einen Gruppenführer in der Testphase einen echten Einsatzbericht anlegen.
Datenübernahme und Support
Wer überträgt die Altdaten und hilft bei Fragen?

Mitglieder, Fahrzeuge, Geräte und Prüftermine sollten sich aus Tabellen oder Altsystemen übernehmen lassen. Erreichbarer Support hilft auch abends.

Import aus TabellenHilfe bei der DatenübernahmeSupport zu passenden Zeiten
Praxistipp: Fragen Sie, ob die Datenübernahme im Preis enthalten ist.
Transparente Kosten
Was kostet die Software über mehrere Jahre?

Lizenz, Zusatzmodule, Einrichtung, Schnittstellen, Schulung und Support gehören in eine Rechnung, ebenso Laufzeit und Preisanpassungen.

Alle Module aufgeführtLaufzeit und Kündigung klarDatenexport bei Wechsel
Praxistipp: Lassen Sie sich die Gesamtkosten für fünf Jahre aufstellen.
Bedarfscheck in 2 Minuten

Welche Feuerwehr-Software passt zu Ihrer Wehr?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 32 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Für welche Art von Feuerwehr suchen Sie Software?
Die Art der Feuerwehr bestimmt Module, Rechte und Abrechnung.
Freiwillige Feuerwehr
Eine Ortswehr oder ein einzelner Löschzug.
Gemeinde mit mehreren Wehren
Mehrere Ortsfeuerwehren unter einem Träger.
Berufs- oder Werkfeuerwehr
Hauptamtliche Kräfte mit Wachbetrieb.
Kreis oder Verband
Übergeordnete Verwaltung und Statistik.
Frage 2 von 5
Wie viele aktive Mitglieder hat Ihre Wehr?
Die Größe beeinflusst Preismodell und Funktionsumfang.
Bis 30 Mitglieder
Kleine Ortswehr mit wenigen Fahrzeugen.
31 bis 80 Mitglieder
Mittlere Wehr mit mehreren Gruppen.
81 bis 200 Mitglieder
Große Wehr oder mehrere Löschzüge.
Mehr als 200 Mitglieder
Stadtfeuerwehr oder Verbund mehrerer Wehren.
Frage 3 von 5
Was soll die Software vor allem leisten?
Nicht jede Lösung deckt alle Aufgaben ab.
Komplette Verwaltung
Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte und Geräte.
Alarmierung und Rückmeldung
App, Verfügbarkeit und Einsatzmonitor.
Atemschutz und Geräteprüfung
Atemschutzwerkstatt, Prüfbuch und Prüffristen.
Einsatzleitung
Führungsunterstützung und Einsatztagebuch.
Frage 4 von 5
In welchem Land ist Ihre Feuerwehr tätig?
Vorschriften, Verbände und Statistiken unterscheiden sich je Land.
Deutschland
Feuerwehrdienstvorschriften und Landesrecht.
Österreich
Landesfeuerwehrverbände und eigene Vorgaben.
Schweiz
Kantonale Regelungen und Feuerwehr Koordination Schweiz.
Mehrere Länder
Standorte oder Partner in verschiedenen Ländern.
Frage 5 von 5
Was ist Ihnen besonders wichtig?
Ihre Angabe hilft, passende Anbieter auszuwählen.
Einfache Bedienung
Schnell verständlich für Ehrenamtliche.
Datenschutz und Hosting
Auftragsverarbeitung und Server in Deutschland.
Leitstellen-Schnittstelle
Alarmfax oder Anbindung der Integrierten Leitstelle.
Geringe Kosten
Kostenlose Basis oder günstige Lizenz.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

So führen Sie Feuerwehr-Software ein

Leiterregal aus Aluminium mit Kalendern auf sechs Ebenen, orange "Regelbetrieb" Flagge oben
Bestandsaufnahme, Testphase, Datenübernahme, Schulung, Alarmierung und Regelbetrieb: So gelingt die Einführung von Feuerwehr-Software.

Die Einführung von Feuerwehr-Software läuft in sechs Schritten ab: Bestandsaufnahme mit Wehrführung und Gemeinde, Auswahl und Testphase, Datenübernahme von Mitgliedern, Fahrzeugen und Geräten, Schulung der Gerätewarte und Schriftführer, Anbindung der Alarmierung und schließlich der Regelbetrieb mit fester Zuständigkeit.

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme. Wehrführung, Gerätewarte und Gemeinde klären, welche Listen, Hefte und Programme heute im Einsatz sind und welche Aufgaben die Software übernehmen soll. Legen Sie fest, wer entscheidet, wer bezahlt und wer das System betreut. Danach testen Sie zwei oder drei Lösungen mit echten Fällen, etwa einem Einsatzbericht und einer Geräteprüfung.

Nach der Entscheidung folgt die Datenübernahme. Mitglieder, Lehrgänge, Fahrzeuge, Geräte und Prüftermine wandern aus Tabellen oder Altsystemen in die neue Software. Prüfen Sie die Daten vorher auf Aktualität, denn veraltete Einträge erzeugen später falsche Fristen. Anschließend schulen Sie Gerätewarte, Atemschutzgerätewarte und Schriftführer und zeigen allen Einsatzkräften die App.

Danach binden Sie die Alarmierung an, etwa über Alarmfax oder eine Schnittstelle zur Integrierten Leitstelle, und testen sie bei Übungen. Die bisherige Alarmierung über Meldeempfänger und Sirene bleibt als Rückfallebene bestehen. Im Regelbetrieb messen Sie, wie viele Einsatzberichte digital entstehen und wie hoch die Rückmeldequote bei Alarm liegt. Eine feste Ansprechperson in der Wehr hält das System aktuell.

2 bis 4 Wochen

Bestandsaufnahme

Wehrführung, Gerätewarte und Gemeinde klären Bedarf, Zuständigkeit und Budget.

Vorhandene Listen erfassenZiele und Module festlegenTräger einbinden
1
4 bis 8 Wochen

Auswahl und Testphase

Sie testen zwei oder drei Lösungen mit echten Fällen.

Testzugänge anfordernEinsatzbericht und Geräteprüfung durchspielenDatenschutz prüfen
2
2 bis 6 Wochen

Datenübernahme

Mitglieder, Lehrgänge, Fahrzeuge, Geräte und Prüftermine wandern ins neue System.

Altdaten bereinigenImport durchführenPrüffristen kontrollieren
3
2 bis 4 Wochen

Schulung

Gerätewarte, Schriftführer und Führungskräfte lernen ihre Aufgaben im System.

Schulung nach FunktionApp für alle Einsatzkräfte vorstellenKurzanleitungen bereitstellen
4
Wenige Wochen

Alarmierung anbinden

Alarmfax oder Leitstellen-Schnittstelle werden eingerichtet und getestet.

Schnittstelle mit Leitstelle abstimmenProbealarm bei einer ÜbungRückfallebene festhalten
5
Laufend

Regelbetrieb

Die Software läuft im Alltag, eine feste Ansprechperson hält sie aktuell.

Zuständigkeit festlegenKennzahlen auswertenModule bei Bedarf ergänzen
6
Digitale Einsatzberichte
Anteil der Einsatzberichte, die direkt in der Software entstehen
Rückmeldequote bei Alarm
Anteil der alarmierten Einsatzkräfte, die per App zu- oder absagen
Fristgerechte Prüfungen
Anteil der Geräte, deren Prüfung innerhalb der Prüffrist liegt
Aktive Nutzer
Anteil der Mitglieder, die App oder Software regelmäßig nutzen

Häufige Fehler bei der Einführung von Feuerwehr-Software

Roter Feuerlöscher mit schwarzem Schlauch und orange-schwarzem Griff auf weißem Hintergrund
Ohne Gemeinde geplant, zu viele Module, kein Datenschutzvertrag und keine Rückfallebene: So entstehen Fehler bei der Einführung.

Die häufigsten Fehler bei der Einführung von Feuerwehr-Software sind eine Planung ohne die Gemeinde, zu viele Module auf einmal, ein fehlender Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Ehrenamtliche ohne Schulung, eine Alarmierungs-App ohne Rückfallebene und getrennte Insellösungen in jedem Ortsteil.

Viele Wehren suchen eine Lösung, bevor sie mit dem Träger sprechen. Die Gemeinde bezahlt aber meist, schließt den Vertrag und trägt die Verantwortung für den Datenschutz. Beziehen Sie Bürgermeister, Ordnungsamt oder IT der Verwaltung deshalb früh ein. Ebenso häufig starten Wehren mit allen Modulen gleichzeitig. Die Ehrenamtlichen sind dann überfordert, und die Daten bleiben lückenhaft.

Ein klassischer Fehler betrifft den Datenschutz. Ohne Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Rechtekonzept und Löschregeln liegen Mitglieder- und Gesundheitsdaten ungeschützt beim Anbieter. Auch Schulung wird oft unterschätzt. Wer die Software nur einmal kurz gezeigt bekommt, greift wieder zu Papier und Tabelle. Planen Sie kurze, wiederholte Schulungen für Gerätewarte, Schriftführer und Gruppenführer ein.

Bei der Alarmierung zählt die Rückfallebene. Eine App ergänzt Meldeempfänger und Sirene, ersetzt sie aber in der Regel nicht, denn Mobilfunk und Smartphones können ausfallen. Klären Sie die Vorgaben von Leitstelle und Kreis. Schließlich entstehen Insellösungen, wenn jeder Ortsteil eigene Software kauft. Die Gemeinde verliert dann den Überblick über Geräte, Kosten und Statistik.

1
Ohne die Gemeinde geplant

Die Kommune bezahlt und verantwortet den Datenschutz, wird aber erst spät gefragt.

Träger, Ordnungsamt und IT der Verwaltung von Beginn an einbinden.
2
Zu viele Module auf einmal

Ehrenamtliche sind überfordert, die Daten bleiben lückenhaft.

Mit Mitgliedern, Einsatzberichten und Prüffristen starten und schrittweise erweitern.
3
Auftragsverarbeitung vergessen

Mitglieder- und Gesundheitsdaten liegen ohne Vertrag beim Anbieter.

Vertrag nach Art. 28 DSGVO abschließen und Rechte je Funktion vergeben.
4
Ehrenamtliche nicht geschult

Ohne Schulung greifen Mitglieder wieder zu Papier und Tabelle.

Kurze, wiederholte Schulungen je Funktion einplanen.
5
App ohne Rückfallebene

Fallen Mobilfunk oder Smartphone aus, erreicht der Alarm niemanden.

Meldeempfänger und Sirene als Rückfallebene beibehalten und mit der Leitstelle abstimmen.
6
Insellösungen je Ortsteil

Jede Wehr kauft eigene Software, der Gesamtüberblick fehlt.

Eine mandantenfähige Lösung für die ganze Gemeinde wählen.
7
Altdaten ungeprüft übernommen

Veraltete Einträge erzeugen falsche Prüffristen und Lehrgangsdaten.

Daten vor dem Import bereinigen und Stichproben prüfen.

Was kostet Feuerwehr-Software?

Ein oranges Sparschwein mit Feuerwehrhelm trägt ein Schild mit der Aufschrift "Gut gerüstet"
Lizenz, Einrichtung, Datenübernahme, Schnittstellen, Schulung und Zusatzmodule: So setzen sich die Kosten für Feuerwehr-Software zusammen.

Die Kosten für Feuerwehr-Software setzen sich aus der Lizenz je Wehr, Mitglied, Fahrzeug oder Einwohnerzahl, der Einrichtung und Datenübernahme, Schnittstellen zur Leitstelle, Schulung und Support zusammen. Viele Alarmierungs-Apps bieten eine kostenlose Basisversion, Zusatzmodule wie Atemschutz oder Geräteprüfung kosten meist extra.

Der größte Posten ist meist die laufende Lizenz. Viele Anbieter rechnen ein Abonnement je Feuerwehr oder Gemeinde ab, das sich nach Wehrgröße, Zahl der Mitglieder, Fahrzeuge oder Einwohner staffelt. Andere bepreisen einzelne Module getrennt. Alarmierungs-Apps starten oft mit einer kostenlosen Basisversion und berechnen Funktionen wie Einsatzmonitor, Alarmfax-Auswertung oder Verfügbarkeitsplanung zusätzlich.

Dazu kommen einmalige Kosten für Einrichtung, Datenübernahme und Schulung sowie gegebenenfalls Kosten für Schnittstellen zur Leitstelle oder für Hardware wie einen Einsatzmonitor im Gerätehaus. Für Mehrmandanten-Lösungen auf Ebene der Gemeinde oder des Kreises gelten häufig eigene Konditionen. In manchen Ländern stellen Verbände oder Landesstellen Lösungen bereit, die Kosten für einzelne Wehren senken.

Vergleichen Sie Angebote deshalb über die Gesamtkosten für mehrere Jahre. Fragen Sie nach Laufzeit, Preisanpassungen, Kosten für zusätzliche Module und nach dem Datenexport bei einem Wechsel. Klären Sie mit der Gemeinde, aus welchem Haushalt die Software bezahlt wird und ob Fördermittel oder Sammelverträge möglich sind. Die konkreten Preismodelle finden Sie in den Anbieterkarten.

Alarmierungs-App Basis kostenlos bis gering je Wehr

Alarm und Rückmeldung aufs Smartphone, Zusatzfunktionen meist kostenpflichtig.

Alarmierungs-App mit Zusatzfunktionen gering bis mittel je Wehr oder Mitglied, meist jährlich

Einsatzmonitor, Alarmfax-Auswertung und Verfügbarkeitsplanung.

Komplettlösung für die Verwaltung mittel je Wehr, Mitglied oder Einwohnerzahl, meist jährlich

Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Geräte, Prüffristen und Statistik.

Mehrmandanten-Lösung für Gemeinde oder Kreis mittel bis hoch je Gemeinde oder Kreis, meist jährlich

Mehrere Wehren in einem System mit getrennten Rechten und Gesamtauswertung.

Spezialmodule variabel je Modul

Atemschutzwerkstatt, Gerätewartung, Kleiderkammer oder Einsatzleitung.

Einrichtung, Datenübernahme und Schulung einmalig je Projekt oder auf Anfrage

Import der Altdaten, Schnittstelle zur Leitstelle und Schulung nach Funktion.

Wovon die Kosten abhängen

Die Kosten für Feuerwehr-Software richten sich vor allem nach Wehrgröße, Zahl der Wehren, gewählten Modulen und Abrechnungsmodell. Eine Komplettlösung für eine Gemeinde mit mehreren Ortsfeuerwehren kostet meist mehr als eine Alarmierungs-App für eine einzelne Wehr. Einrichtung, Datenübernahme, Schnittstellen zur Leitstelle, Schulung und Hardware für den Einsatzmonitor kommen hinzu. Verbands- oder Landeslösungen können die Kosten senken.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit Feuerwehr-Software aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Welche Feuerwehrdienstvorschrift regelt den Atemschutz? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die FwDV 7 regelt den Atemschutz, einschließlich Atemschutzüberwachung und Übungen. Die FwDV 100 behandelt Führung und Leitung im Einsatz, die FwDV 3 Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz.
2 Wer ist in Deutschland in der Regel Träger der öffentlichen Feuerwehr? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Nach den Brand- und Hilfeleistungsgesetzen der Länder sind die Gemeinden für den Brandschutz zuständig. Sie stellen und unterhalten die Feuerwehr und entscheiden deshalb oft über die Software.
3 Wofür steht die Abkürzung ILS? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Eine Integrierte Leitstelle bearbeitet Notrufe für Feuerwehr und Rettungsdienst gemeinsam und alarmiert die Einheiten. Viele Alarmierungs-Apps lesen Daten der Leitstelle ein.
4 Was beschreibt der DGUV Grundsatz 305-002? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Der DGUV Grundsatz 305-002 enthält Prüfgrundsätze für Ausrüstung, Geräte und Fahrzeuge der Feuerwehr. Software für Gerätewartung hilft, die Prüfungen zu planen und zu dokumentieren.
5 Welche Rolle spielt eine Alarmierungs-App in den meisten Wehren? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Alarmierungs-Apps liefern Rückmeldungen und Einsatzdaten aufs Smartphone. Die Alarmierung über Meldeempfänger und Sirene bleibt in der Regel als Rückfallebene bestehen, denn Mobilfunk kann ausfallen.

Glossar: Begriffe rund um Feuerwehr-Software

Die wichtigsten Begriffe rund um Feuerwehrverwaltung, Alarmierung, Atemschutz, Geräteprüfung und Datenschutz, kompakt und anbieterneutral erklärt.

FwDV 7

Feuerwehrdienstvorschrift für den Atemschutz. Sie regelt unter anderem Einsatzgrundsätze, Atemschutzüberwachung, Ausbildung und Übungen der Atemschutzgeräteträger.

Atemschutzüberwachung

Überwachung der Trupps unter Atemschutz im Einsatz, etwa von Einsatzzeit, Flaschendruck und Rückzug. Software oder Tafeln unterstützen die Dokumentation.

Alarm- und Ausrückeordnung

Festlegung, welche Einheiten und Fahrzeuge bei welchem Einsatzstichwort alarmiert werden. Kurz AAO, meist mit der Leitstelle abgestimmt.

Integrierte Leitstelle

Leitstelle, die Notrufe für Feuerwehr und Rettungsdienst gemeinsam annimmt und die Einheiten alarmiert. Kurz ILS.

Einsatzbericht

Dokumentation eines Einsatzes mit Alarmzeit, Einsatzort, Kräften, Fahrzeugen und Maßnahmen. Grundlage für Statistik, Abrechnung und Nachweise.

Dienstbuch

Nachweis über Übungen, Ausbildungen und Dienste der Feuerwehr, digital oder auf Papier geführt.

Gerätewart

Feuerwehrangehöriger, der Fahrzeuge und Geräte pflegt, prüft und die Prüfungen dokumentiert. Für Atemschutz gibt es eigene Atemschutzgerätewarte.

Prüffrist

Zeitraum, nach dem ein Gerät erneut geprüft werden muss. Die Fristen ergeben sich aus Herstellerangaben und Prüfgrundsätzen der DGUV.

DGUV Grundsatz 305-002

Regelwerk der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung mit Prüfgrundsätzen für Ausrüstung, Geräte und Fahrzeuge der Feuerwehr.

Rückmeldesystem

Funktion, mit der Einsatzkräfte beim Alarm melden, ob und wann sie kommen. Die Wehrführung sieht so früh, ob genug Kräfte verfügbar sind.

Einsatzmonitor

Anzeige im Gerätehaus, die beim Alarm Stichwort, Einsatzort, Anfahrt und Rückmeldungen der Einsatzkräfte darstellt.

Alarmfax

Fax oder digitale Nachricht der Leitstelle mit den Einsatzdaten. Viele Systeme lesen es automatisch aus und übertragen die Daten in App und Einsatzmonitor.

Auftragsverarbeitung

Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag nach Art. 28 DSGVO. Sie verlangt einen eigenen Vertrag mit dem Anbieter.

Mandantenfähigkeit

Eigenschaft einer Software, mehrere Organisationen wie Ortsfeuerwehren getrennt in einem System zu führen, mit eigenen Daten und Rechten.

ELW

Einsatzleitwagen, ein Fahrzeug zur Führungsunterstützung bei größeren Einsätzen. Einsatzleitsoftware unterstützt dort Lagedarstellung und Einsatztagebuch.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Feuerwehr-Software, Feuerwehrverwaltung, Alarmierungs-Apps, Atemschutzüberwachung, Geräteprüfung, Datenschutz und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung. Vorschriften, Landesrecht und Konditionen ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand bei Ihrem Landesfeuerwehrverband, Ihrer Unfallkasse und direkt beim Anbieter.

Was ist Feuerwehr-Software?

Feuerwehr-Software ist eine Software, mit der Feuerwehren und Kommunen Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Fahrzeuge, Geräte und Prüffristen digital verwalten. Viele Lösungen bieten zusätzlich Atemschutzverwaltung, Dienstbuch, Statistik und eine Alarmierungs-App mit Rückmeldung der Einsatzkräfte.

Für welche Feuerwehren lohnt sich eine Feuerwehrverwaltung?

Eine digitale Feuerwehrverwaltung lohnt sich für kleine Freiwillige Feuerwehren ebenso wie für Stadtfeuerwehren, Berufs- und Werkfeuerwehren. Kleine Wehren sparen vor allem Zeit bei Einsatzberichten und Prüffristen. Gemeinden mit mehreren Ortsfeuerwehren profitieren zusätzlich von einem gemeinsamen Überblick über Geräte, Personal und Statistik.

Wer bezahlt die Software für die Feuerwehr?

Die Software bezahlt in Deutschland meist die Gemeinde, weil sie nach den Brand- und Hilfeleistungsgesetzen der Länder Träger der Feuerwehr ist. Manche Fördervereine übernehmen kleinere Kosten, etwa für eine Alarmierungs-App. Stimmen Sie Auswahl und Vertrag deshalb früh mit der Gemeinde ab.

Gibt es eine kostenlose Feuerwehr-App?

Ja, viele Alarmierungs-Apps bieten eine kostenlose Basisversion mit Alarm und Rückmeldung. Funktionen wie Einsatzmonitor, Alarmfax-Auswertung, Verfügbarkeitsplanung oder Verwaltung von Geräten und Lehrgängen kosten meist extra. Prüfen Sie bei kostenlosen Angeboten besonders Datenschutz und Hosting.

Ersetzt eine Alarmierungs-App den Meldeempfänger?

Nein, eine Alarmierungs-App ersetzt den Meldeempfänger in der Regel nicht, sondern ergänzt ihn. Smartphones und Mobilfunk können ausfallen, deshalb bleiben Meldeempfänger und Sirene als Rückfallebene wichtig. Welche Alarmierungswege gelten, legen Leitstelle, Kreis und Landesrecht fest.

Wie hilft Software bei der Atemschutzüberwachung?

Software hilft bei der Atemschutzüberwachung, indem sie Trupps, Einsatzzeiten und Flaschendruck übersichtlich dokumentiert und an Rückzugszeiten erinnert. In der Verwaltung zeigt sie, welche Atemschutzgeräteträger gültige Untersuchungen und Übungen nach FwDV 7 haben. Die Atemschutzwerkstatt dokumentiert Prüfungen von Geräten, Masken und Flaschen.

Wie verwaltet Feuerwehr-Software Prüffristen?

Feuerwehr-Software verwaltet Prüffristen, indem sie für jedes Gerät die letzte Prüfung speichert und rechtzeitig an die nächste erinnert. Gerätewarte dokumentieren Prüfungen von Fahrzeugen, Leitern, Schläuchen und Schutzausrüstung direkt im Prüfbuch. Grundlage sind Herstellerangaben und der DGUV Grundsatz 305-002.

Was muss ich beim Datenschutz beachten?

Beim Datenschutz brauchen Sie vor allem einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO mit dem Anbieter. Achten Sie außerdem auf Hosting in der EU, ein Rechtekonzept je Funktion und Löschregeln, denn Feuerwehren verarbeiten auch Gesundheitsdaten aus Untersuchungen. Binden Sie den Datenschutzbeauftragten der Gemeinde ein.

Was kostet Feuerwehr-Software?

Die Kosten hängen von Wehrgröße, Zahl der Wehren, Modulen und Abrechnungsmodell ab. Viele Anbieter rechnen ein Abonnement je Wehr, Gemeinde, Mitglied oder Einwohnerzahl ab, Alarmierungs-Apps starten oft kostenlos. Einrichtung, Datenübernahme, Schnittstellen und Schulung kommen hinzu. Die konkreten Preismodelle finden Sie in den Anbieterkarten.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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