Feuerwehr-Software Vergleich
2026
Das sind die besten 32 Anbieter.
Der Einsatzbericht liegt noch handschriftlich im Gerätehaus, die Prüffristen der Leitern stehen in einer Tabelle auf dem privaten Rechner des Gerätewarts, und beim Alarm am Vormittag weiß niemand, wer gerade ausrücken kann. Viele Freiwillige Feuerwehren, Berufs- und Werkfeuerwehren sowie Kommunen in Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen deshalb auf Feuerwehr-Software. Sie bündelt Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Fahrzeuge, Geräte, Prüffristen und Atemschutz an einem Ort und bindet auf Wunsch die Alarmierung per App an. Wir haben 32 Anbieter geprüft: Komplettlösungen für die Feuerwehrverwaltung, Alarmierungs-Apps mit Rückmeldung und Einsatzmonitor, Spezialsoftware für Atemschutz, Gerätewartung und Einsatzleitung sowie Lösungen für Feuerwehren in Österreich und der Schweiz. Der Ratgeber erklärt, welche Module es gibt, woran Sie die passende Software für Ihre Wehr erkennen, wie die Einführung gelingt, welche Fehler Sie vermeiden sollten und welche Kosten auf Träger und Wehr zukommen.
GroupAlarm der cubos Internet GmbH in Herzogenrath ist eine Alarmierungs- und Kommunikationsplattform mit App-Alarmierung, Pager F.R.E.D., Alleinarbeiterschutz und Leitstellen-Anbindung für Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Rettungsdienste sowie weitere Branchen, mit öffentlichen Preisen.
groupalarm.com
GroupAlarm ist eine Alarmierungs- und Einsatz-App-Plattform für kritische Kommunikation. Betreiberin der Marke ist die cubos Internet GmbH in Herzogenrath. Die Branchenseite Blaulicht richtet sich an Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Rettungsdienst; daneben bedient die Plattform Industrie, Gesundheitswesen und öffentliche Einrichtungen. Eine reine Feuerwehr-Verwaltung ist das System nicht.
Die Alarmierung erfolgt per App mit Quittierung oder per Pager (F.R.E.D.) auf IoT-Pager PNA-11. Dazu kommen Alleinarbeiterschutz mit Indoor-Ortung, das Sensor- und Alarmierungsnetz GroupAlarm MESH und die GroupAlarm Box als Alarmempfänger und Rückfallebene. Feuerwehren können eine direkte Anbindung an Einsatzleitsysteme nutzen, Integrationen laufen unter anderem über REST-API, Brandmeldeanlagen und Leitstellen. Ein Anwendungsfall ist die Redundanzalarmierung der Leitstelle.
Die Preise sind öffentlich. Non-Profit-Organisationen wie Feuerwehr, THW und Rettungsdienste zahlen je Teilnehmer und Monat zwischen 1,80 € (bis 19 Teilnehmer) und 0,80 € (ab 100 Teilnehmern) inkl. 19 % MwSt., Unternehmen zwischen 9,00 € und 3,00 €. Alarm per App, E-Mail und Pager ist kostenfrei, SMS kostet 12 ct. Eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an, eine lange Vertragslaufzeit ebenfalls nicht, und der kostenlose Test läuft 14 Tage.
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Was ist Feuerwehr-Software?

Feuerwehr-Software ist eine Software für die Feuerwehr, mit der Wehrführungen, Gerätewarte und Kommunen Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Fahrzeuge, Geräte und Prüffristen digital verwalten. Viele Lösungen ergänzen das um Atemschutzüberwachung, Dienstplan, Statistik und eine Alarmierungs-App mit Rückmeldung der Einsatzkräfte.
Im Kern ersetzt die Feuerwehrverwaltung Papier, Ordner und verstreute Tabellen. Die Mitgliederverwaltung erfasst Personalien, Dienstgrade, Funktionen und Ehrungen. Die Lehrgangsverwaltung zeigt, wer welche Ausbildung besitzt und wann Fortbildungen oder Untersuchungen anstehen. Im Einsatzbericht dokumentieren Sie Alarmzeit, Kräfte, Fahrzeuge und Maßnahmen. Das digitale Dienstbuch hält Übungen und Dienste fest, die Statistik liefert Zahlen für Kreis und Land.
Weitere Module betreffen Technik und Sicherheit. Gerätewarte verwalten Fahrzeuge, Schläuche, Leitern und persönliche Schutzausrüstung mit Prüffristen nach dem DGUV Grundsatz 305-002. Die Atemschutzwerkstatt dokumentiert Geräte, Masken und Flaschen, die Atemschutzüberwachung unterstützt den Einsatz nach FwDV 7. Alarmierungs-Apps zeigen beim Alarm, wer kommt, und ein Einsatzmonitor im Gerätehaus stellt Einsatzort und Rückmeldungen dar.
Feuerwehr-Software lohnt sich für kleine Freiwillige Feuerwehren ebenso wie für Stadtfeuerwehren mit mehreren Löschzügen. Je größer die Wehr, desto wichtiger werden Rechte, Mandanten und Schnittstellen. Träger des Brandschutzes ist in Deutschland meist die Gemeinde, die nach den Brand- und Hilfeleistungsgesetzen der Länder für Ausstattung und Unterhalt der Feuerwehr sorgt. Deshalb entscheidet und bezahlt oft die Kommune, während die Wehr die Software im Alltag nutzt.
- Papier und Tabellen: Einsatzberichte, Dienstbuch und Prüflisten liegen auf Papier oder in verstreuten Tabellen.
- Viele Prüffristen: Ihre Gerätewarte behalten Fristen für Fahrzeuge, Leitern, Schläuche und Schutzausrüstung kaum noch im Blick.
- Atemschutz: Sie führen Atemschutzgeräteträger, Untersuchungen, Übungen und eine Atemschutzwerkstatt.
- Unklare Verfügbarkeit: Beim Alarm am Tag wissen Sie oft nicht, wer ausrücken kann.
- Mehrere Wehren: Ihre Gemeinde betreut mehrere Ortsfeuerwehren oder Löschzüge.
- Statistikpflichten: Die jährlichen Zahlen für Kreis und Land kosten viel Handarbeit.
Treffen zwei oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein Blick auf Feuerwehr-Software. Für die gesamte Verwaltung passt eine Komplettlösung, für schnelle Rückmeldungen beim Alarm eine Alarmierungs-App, für Atemschutz und Geräteprüfung eine Spezialsoftware. Betreut Ihre Gemeinde mehrere Wehren, achten Sie auf Mandantenfähigkeit.
Typische Probleme in der Feuerwehrverwaltung

Die typischen Probleme in der Feuerwehrverwaltung sind Einsatzberichte auf Papier, Prüffristen in verstreuten Tabellen, übersehene Fristen für Lehrgänge und Atemschutz, eine unklare Verfügbarkeit der Einsatzkräfte am Tag, unsicher gespeicherte Mitgliederdaten und viel Handarbeit bei der Statistik für Kreis und Land.
In vielen Wehren hängt die Verwaltung an wenigen Ehrenamtlichen. Der Schriftführer tippt Einsatzberichte nach, der Gerätewart pflegt eine eigene Liste, und der Atemschutzgerätewart führt die Prüfungen in einem Heft. Fällt eine dieser Personen aus, fehlt der Überblick. Werden Prüffristen von Leitern, Schläuchen oder Atemschutzgeräten übersehen, dürfen die Geräte unter Umständen nicht mehr eingesetzt werden.
Auch beim Personal entstehen Lücken. Atemschutzgeräteträger brauchen eine gültige arbeitsmedizinische Eignung und regelmäßige Übungen nach FwDV 7. Ohne zentrale Übersicht merkt die Wehrführung oft zu spät, dass Untersuchungen oder Belastungsübungen fällig sind. Tagsüber arbeiten viele Einsatzkräfte außerhalb des Ortes. Ohne Rückmeldesystem weiß beim Alarm niemand sicher, ob genug Kräfte für das erste Fahrzeug kommen.
Hinzu kommen Datenschutz und Berichtspflichten. Mitgliederdaten, Gesundheitsdaten aus Untersuchungen und Einsatzberichte gehören nicht in private Tabellen oder Messengergruppen. Die DSGVO verlangt Schutz und klare Zuständigkeiten. Gleichzeitig fordern Kreis und Land jährliche Statistiken über Einsätze, Mitglieder und Ausbildung. Ohne Software kostet diese Zusammenstellung viele Abende.
Fristen für Leitern, Schläuche und Atemschutzgeräte stehen in verstreuten Listen.
Berichte werden nachgetippt, Daten für die Statistik fehlen.
Beim Alarm am Tag ist offen, wer ausrücken kann.
Untersuchungen und Übungen nach FwDV 7 geraten aus dem Blick.
Mitglieder- und Gesundheitsdaten liegen auf privaten Rechnern.
Zahlen für Kreis und Land entstehen in mühsamer Handarbeit.
Jeder Ortsteil arbeitet mit eigenen Listen und Programmen.
Welche Arten von Feuerwehr-Software gibt es?

Feuerwehr-Software lässt sich in fünf Gruppen einteilen: Komplettlösungen für die Feuerwehrverwaltung, Alarmierungs-Apps mit Rückmeldung und Einsatzmonitor, Spezialsoftware für Atemschutz, Software für Gerätewartung und Prüfungen sowie Einsatzleitsoftware für die Führungsunterstützung im Einsatzleitwagen.
Komplettlösungen für die Feuerwehrverwaltung decken Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Dienstbuch, Fahrzeuge, Geräte, Prüffristen und Statistik ab. Häufig gehören Module für Jugendfeuerwehr, Kleiderkammer, Hydranten und Atemschutz dazu. Viele Lösungen sind mandantenfähig, sodass Gemeinde, Ortsfeuerwehren und Kreis in einem System mit getrennten Rechten arbeiten.
Alarmierungs-Apps konzentrieren sich auf den Einsatz. Sie übertragen den Alarm aufs Smartphone, sammeln Rückmeldungen und zeigen Verfügbarkeiten. Viele lesen das Alarmfax oder Daten aus der Integrierten Leitstelle ein und bringen Einsatzort und Stichwort auf einen Einsatzmonitor im Gerätehaus. Spezialsoftware für Atemschutz unterstützt Atemschutzwerkstatt und Atemschutzüberwachung, Software für Gerätewartung führt Prüfbücher für Schläuche, Leitern, Fahrzeuge und persönliche Schutzausrüstung.
Einsatzleitsoftware unterstützt die Führung größerer Einsätze, etwa im Einsatzleitwagen. Sie stellt Lage, Kräfte, Abschnitte und Einsatztagebuch dar und orientiert sich an der FwDV 100. In Österreich und der Schweiz stellen Landesfeuerwehrverbände und kantonale Stellen teils eigene Verwaltungslösungen bereit. Viele Anbieter verbinden mehrere Gruppen, etwa Verwaltung mit Alarmierung.
Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Geräte, Prüffristen und Statistik.
Alarm aufs Smartphone, Rückmeldung, Verfügbarkeit und Einsatzmonitor.
Atemschutzwerkstatt, Geräteträger und Atemschutzüberwachung nach FwDV 7.
Prüffristen für Fahrzeuge, Leitern, Schläuche und Schutzausrüstung.
Lage, Kräfte und Einsatztagebuch zur Führungsunterstützung im ELW.
- Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte und Geräte in einem System
- Prüffristen und Statistik zentral
- Oft mandantenfähig für mehrere Wehren
- Längere Einführung und Datenübernahme
- Alarm, Rückmeldung und Verfügbarkeit aufs Smartphone
- Einsatzmonitor und Alarmfax-Auswertung
- Oft kostenlose Basisversion
- Kaum Verwaltung von Geräten und Lehrgängen
2026
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Feuerwehr-Software erfolgreich auswählen und einführen 2026
Der Leitfaden für Wehrführungen, Gerätewarte und Kommunen, die ihre Feuerwehrverwaltung digitalisieren möchten: welche Module es gibt, wie Alarmierungs-Apps und Leitstellen-Schnittstellen zusammenspielen, was beim Datenschutz zu beachten ist und woran Sie eine passende Lösung erkennen. Mit Checklisten für Auswahl, Datenübernahme, Schulung und Einführung in der Wehr.
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Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?

Eine gute Feuerwehr-Software erkennen Sie an Modulen passend zur Größe Ihrer Wehr, an Schnittstellen zur Leitstelle, an Mandantenfähigkeit für Gemeinde und Kreis, an Datenschutz mit Hosting in der EU, an einer App für Einsatzkräfte, an einfacher Bedienung für Ehrenamtliche, an einer sauberen Datenübernahme und an transparenten Kosten.
Beginnen Sie mit Ihrem Bedarf. Eine kleine Ortswehr braucht vor allem Mitglieder, Einsatzberichte und Prüffristen, eine Stadtfeuerwehr zusätzlich Dienstplan, Atemschutzwerkstatt und Rechte für mehrere Löschzüge. Prüfen Sie, ob sich Module später ergänzen lassen. Klären Sie früh die Schnittstellen: Liest die Software das Alarmfax oder Daten der Integrierten Leitstelle ein, und welche Leitstelle ist für Sie zuständig?
Danach geht es um Datenschutz und Struktur. Mitglieder- und Gesundheitsdaten verlangen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, eine klare Rechtevergabe und Hosting in der EU, idealerweise in Deutschland. Mandantenfähigkeit erlaubt der Gemeinde, mehrere Ortsfeuerwehren in einem System zu führen. Für die Kommune zählen außerdem Vergaberecht, Laufzeit und Kündigungsfristen.
Zum Schluss zählen Bedienung und Begleitung. Ehrenamtliche nutzen die Software abends nach der Arbeit, sie muss deshalb schnell verständlich sein und auf dem Smartphone funktionieren. Fragen Sie nach Datenübernahme aus Tabellen oder Altsystemen, nach Schulung für Gerätewarte und Schriftführer und nach erreichbarem Support. Eine Testphase mit echten Daten zeigt am besten, ob die Lösung zu Ihrer Wehr passt.
Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Geräte, Atemschutz und Statistik sollten zu Größe und Struktur Ihrer Wehr passen und sich später erweitern lassen.
Eine Anbindung an Alarmfax oder Integrierte Leitstelle überträgt Stichwort und Einsatzort in App, Einsatzmonitor und Einsatzbericht.
Ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Hosting in der EU, ein Rechtekonzept und Löschregeln schützen sensible Daten Ihrer Mitglieder.
Gemeinden mit mehreren Ortsfeuerwehren brauchen getrennte Daten und Rechte je Wehr und gleichzeitig einen Gesamtüberblick.
Ehrenamtliche nutzen die Software nebenbei. Klare Masken, eine gute App und kurze Wege zur häufigsten Aufgabe entscheiden über die Akzeptanz.
Mitglieder, Fahrzeuge, Geräte und Prüftermine sollten sich aus Tabellen oder Altsystemen übernehmen lassen. Erreichbarer Support hilft auch abends.
Lizenz, Zusatzmodule, Einrichtung, Schnittstellen, Schulung und Support gehören in eine Rechnung, ebenso Laufzeit und Preisanpassungen.
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So führen Sie Feuerwehr-Software ein

Die Einführung von Feuerwehr-Software läuft in sechs Schritten ab: Bestandsaufnahme mit Wehrführung und Gemeinde, Auswahl und Testphase, Datenübernahme von Mitgliedern, Fahrzeugen und Geräten, Schulung der Gerätewarte und Schriftführer, Anbindung der Alarmierung und schließlich der Regelbetrieb mit fester Zuständigkeit.
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme. Wehrführung, Gerätewarte und Gemeinde klären, welche Listen, Hefte und Programme heute im Einsatz sind und welche Aufgaben die Software übernehmen soll. Legen Sie fest, wer entscheidet, wer bezahlt und wer das System betreut. Danach testen Sie zwei oder drei Lösungen mit echten Fällen, etwa einem Einsatzbericht und einer Geräteprüfung.
Nach der Entscheidung folgt die Datenübernahme. Mitglieder, Lehrgänge, Fahrzeuge, Geräte und Prüftermine wandern aus Tabellen oder Altsystemen in die neue Software. Prüfen Sie die Daten vorher auf Aktualität, denn veraltete Einträge erzeugen später falsche Fristen. Anschließend schulen Sie Gerätewarte, Atemschutzgerätewarte und Schriftführer und zeigen allen Einsatzkräften die App.
Danach binden Sie die Alarmierung an, etwa über Alarmfax oder eine Schnittstelle zur Integrierten Leitstelle, und testen sie bei Übungen. Die bisherige Alarmierung über Meldeempfänger und Sirene bleibt als Rückfallebene bestehen. Im Regelbetrieb messen Sie, wie viele Einsatzberichte digital entstehen und wie hoch die Rückmeldequote bei Alarm liegt. Eine feste Ansprechperson in der Wehr hält das System aktuell.
Bestandsaufnahme
Wehrführung, Gerätewarte und Gemeinde klären Bedarf, Zuständigkeit und Budget.
Auswahl und Testphase
Sie testen zwei oder drei Lösungen mit echten Fällen.
Datenübernahme
Mitglieder, Lehrgänge, Fahrzeuge, Geräte und Prüftermine wandern ins neue System.
Schulung
Gerätewarte, Schriftführer und Führungskräfte lernen ihre Aufgaben im System.
Alarmierung anbinden
Alarmfax oder Leitstellen-Schnittstelle werden eingerichtet und getestet.
Regelbetrieb
Die Software läuft im Alltag, eine feste Ansprechperson hält sie aktuell.
Häufige Fehler bei der Einführung von Feuerwehr-Software

Die häufigsten Fehler bei der Einführung von Feuerwehr-Software sind eine Planung ohne die Gemeinde, zu viele Module auf einmal, ein fehlender Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Ehrenamtliche ohne Schulung, eine Alarmierungs-App ohne Rückfallebene und getrennte Insellösungen in jedem Ortsteil.
Viele Wehren suchen eine Lösung, bevor sie mit dem Träger sprechen. Die Gemeinde bezahlt aber meist, schließt den Vertrag und trägt die Verantwortung für den Datenschutz. Beziehen Sie Bürgermeister, Ordnungsamt oder IT der Verwaltung deshalb früh ein. Ebenso häufig starten Wehren mit allen Modulen gleichzeitig. Die Ehrenamtlichen sind dann überfordert, und die Daten bleiben lückenhaft.
Ein klassischer Fehler betrifft den Datenschutz. Ohne Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Rechtekonzept und Löschregeln liegen Mitglieder- und Gesundheitsdaten ungeschützt beim Anbieter. Auch Schulung wird oft unterschätzt. Wer die Software nur einmal kurz gezeigt bekommt, greift wieder zu Papier und Tabelle. Planen Sie kurze, wiederholte Schulungen für Gerätewarte, Schriftführer und Gruppenführer ein.
Bei der Alarmierung zählt die Rückfallebene. Eine App ergänzt Meldeempfänger und Sirene, ersetzt sie aber in der Regel nicht, denn Mobilfunk und Smartphones können ausfallen. Klären Sie die Vorgaben von Leitstelle und Kreis. Schließlich entstehen Insellösungen, wenn jeder Ortsteil eigene Software kauft. Die Gemeinde verliert dann den Überblick über Geräte, Kosten und Statistik.
Die Kommune bezahlt und verantwortet den Datenschutz, wird aber erst spät gefragt.
Ehrenamtliche sind überfordert, die Daten bleiben lückenhaft.
Mitglieder- und Gesundheitsdaten liegen ohne Vertrag beim Anbieter.
Ohne Schulung greifen Mitglieder wieder zu Papier und Tabelle.
Fallen Mobilfunk oder Smartphone aus, erreicht der Alarm niemanden.
Jede Wehr kauft eigene Software, der Gesamtüberblick fehlt.
Veraltete Einträge erzeugen falsche Prüffristen und Lehrgangsdaten.
Was kostet Feuerwehr-Software?

Die Kosten für Feuerwehr-Software setzen sich aus der Lizenz je Wehr, Mitglied, Fahrzeug oder Einwohnerzahl, der Einrichtung und Datenübernahme, Schnittstellen zur Leitstelle, Schulung und Support zusammen. Viele Alarmierungs-Apps bieten eine kostenlose Basisversion, Zusatzmodule wie Atemschutz oder Geräteprüfung kosten meist extra.
Der größte Posten ist meist die laufende Lizenz. Viele Anbieter rechnen ein Abonnement je Feuerwehr oder Gemeinde ab, das sich nach Wehrgröße, Zahl der Mitglieder, Fahrzeuge oder Einwohner staffelt. Andere bepreisen einzelne Module getrennt. Alarmierungs-Apps starten oft mit einer kostenlosen Basisversion und berechnen Funktionen wie Einsatzmonitor, Alarmfax-Auswertung oder Verfügbarkeitsplanung zusätzlich.
Dazu kommen einmalige Kosten für Einrichtung, Datenübernahme und Schulung sowie gegebenenfalls Kosten für Schnittstellen zur Leitstelle oder für Hardware wie einen Einsatzmonitor im Gerätehaus. Für Mehrmandanten-Lösungen auf Ebene der Gemeinde oder des Kreises gelten häufig eigene Konditionen. In manchen Ländern stellen Verbände oder Landesstellen Lösungen bereit, die Kosten für einzelne Wehren senken.
Vergleichen Sie Angebote deshalb über die Gesamtkosten für mehrere Jahre. Fragen Sie nach Laufzeit, Preisanpassungen, Kosten für zusätzliche Module und nach dem Datenexport bei einem Wechsel. Klären Sie mit der Gemeinde, aus welchem Haushalt die Software bezahlt wird und ob Fördermittel oder Sammelverträge möglich sind. Die konkreten Preismodelle finden Sie in den Anbieterkarten.
Alarm und Rückmeldung aufs Smartphone, Zusatzfunktionen meist kostenpflichtig.
Einsatzmonitor, Alarmfax-Auswertung und Verfügbarkeitsplanung.
Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Geräte, Prüffristen und Statistik.
Mehrere Wehren in einem System mit getrennten Rechten und Gesamtauswertung.
Atemschutzwerkstatt, Gerätewartung, Kleiderkammer oder Einsatzleitung.
Import der Altdaten, Schnittstelle zur Leitstelle und Schulung nach Funktion.
Die Kosten für Feuerwehr-Software richten sich vor allem nach Wehrgröße, Zahl der Wehren, gewählten Modulen und Abrechnungsmodell. Eine Komplettlösung für eine Gemeinde mit mehreren Ortsfeuerwehren kostet meist mehr als eine Alarmierungs-App für eine einzelne Wehr. Einrichtung, Datenübernahme, Schnittstellen zur Leitstelle, Schulung und Hardware für den Einsatzmonitor kommen hinzu. Verbands- oder Landeslösungen können die Kosten senken.
1 Welche Feuerwehrdienstvorschrift regelt den Atemschutz? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
2 Wer ist in Deutschland in der Regel Träger der öffentlichen Feuerwehr? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
3 Wofür steht die Abkürzung ILS? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
4 Was beschreibt der DGUV Grundsatz 305-002? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
5 Welche Rolle spielt eine Alarmierungs-App in den meisten Wehren? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Glossar: Begriffe rund um Feuerwehr-Software
Die wichtigsten Begriffe rund um Feuerwehrverwaltung, Alarmierung, Atemschutz, Geräteprüfung und Datenschutz, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- FwDV 7
Feuerwehrdienstvorschrift für den Atemschutz. Sie regelt unter anderem Einsatzgrundsätze, Atemschutzüberwachung, Ausbildung und Übungen der Atemschutzgeräteträger.
- Atemschutzüberwachung
Überwachung der Trupps unter Atemschutz im Einsatz, etwa von Einsatzzeit, Flaschendruck und Rückzug. Software oder Tafeln unterstützen die Dokumentation.
- Alarm- und Ausrückeordnung
Festlegung, welche Einheiten und Fahrzeuge bei welchem Einsatzstichwort alarmiert werden. Kurz AAO, meist mit der Leitstelle abgestimmt.
- Integrierte Leitstelle
Leitstelle, die Notrufe für Feuerwehr und Rettungsdienst gemeinsam annimmt und die Einheiten alarmiert. Kurz ILS.
- Einsatzbericht
Dokumentation eines Einsatzes mit Alarmzeit, Einsatzort, Kräften, Fahrzeugen und Maßnahmen. Grundlage für Statistik, Abrechnung und Nachweise.
- Dienstbuch
Nachweis über Übungen, Ausbildungen und Dienste der Feuerwehr, digital oder auf Papier geführt.
- Gerätewart
Feuerwehrangehöriger, der Fahrzeuge und Geräte pflegt, prüft und die Prüfungen dokumentiert. Für Atemschutz gibt es eigene Atemschutzgerätewarte.
- Prüffrist
Zeitraum, nach dem ein Gerät erneut geprüft werden muss. Die Fristen ergeben sich aus Herstellerangaben und Prüfgrundsätzen der DGUV.
- DGUV Grundsatz 305-002
Regelwerk der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung mit Prüfgrundsätzen für Ausrüstung, Geräte und Fahrzeuge der Feuerwehr.
- Rückmeldesystem
Funktion, mit der Einsatzkräfte beim Alarm melden, ob und wann sie kommen. Die Wehrführung sieht so früh, ob genug Kräfte verfügbar sind.
- Einsatzmonitor
Anzeige im Gerätehaus, die beim Alarm Stichwort, Einsatzort, Anfahrt und Rückmeldungen der Einsatzkräfte darstellt.
- Alarmfax
Fax oder digitale Nachricht der Leitstelle mit den Einsatzdaten. Viele Systeme lesen es automatisch aus und übertragen die Daten in App und Einsatzmonitor.
- Auftragsverarbeitung
Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag nach Art. 28 DSGVO. Sie verlangt einen eigenen Vertrag mit dem Anbieter.
- Mandantenfähigkeit
Eigenschaft einer Software, mehrere Organisationen wie Ortsfeuerwehren getrennt in einem System zu führen, mit eigenen Daten und Rechten.
- ELW
Einsatzleitwagen, ein Fahrzeug zur Führungsunterstützung bei größeren Einsätzen. Einsatzleitsoftware unterstützt dort Lagedarstellung und Einsatztagebuch.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Feuerwehr-Software, Feuerwehrverwaltung, Alarmierungs-Apps, Atemschutzüberwachung, Geräteprüfung, Datenschutz und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung. Vorschriften, Landesrecht und Konditionen ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand bei Ihrem Landesfeuerwehrverband, Ihrer Unfallkasse und direkt beim Anbieter.
Was ist Feuerwehr-Software?
Feuerwehr-Software ist eine Software, mit der Feuerwehren und Kommunen Mitglieder, Lehrgänge, Einsatzberichte, Fahrzeuge, Geräte und Prüffristen digital verwalten. Viele Lösungen bieten zusätzlich Atemschutzverwaltung, Dienstbuch, Statistik und eine Alarmierungs-App mit Rückmeldung der Einsatzkräfte.
Für welche Feuerwehren lohnt sich eine Feuerwehrverwaltung?
Eine digitale Feuerwehrverwaltung lohnt sich für kleine Freiwillige Feuerwehren ebenso wie für Stadtfeuerwehren, Berufs- und Werkfeuerwehren. Kleine Wehren sparen vor allem Zeit bei Einsatzberichten und Prüffristen. Gemeinden mit mehreren Ortsfeuerwehren profitieren zusätzlich von einem gemeinsamen Überblick über Geräte, Personal und Statistik.
Wer bezahlt die Software für die Feuerwehr?
Die Software bezahlt in Deutschland meist die Gemeinde, weil sie nach den Brand- und Hilfeleistungsgesetzen der Länder Träger der Feuerwehr ist. Manche Fördervereine übernehmen kleinere Kosten, etwa für eine Alarmierungs-App. Stimmen Sie Auswahl und Vertrag deshalb früh mit der Gemeinde ab.
Gibt es eine kostenlose Feuerwehr-App?
Ja, viele Alarmierungs-Apps bieten eine kostenlose Basisversion mit Alarm und Rückmeldung. Funktionen wie Einsatzmonitor, Alarmfax-Auswertung, Verfügbarkeitsplanung oder Verwaltung von Geräten und Lehrgängen kosten meist extra. Prüfen Sie bei kostenlosen Angeboten besonders Datenschutz und Hosting.
Ersetzt eine Alarmierungs-App den Meldeempfänger?
Nein, eine Alarmierungs-App ersetzt den Meldeempfänger in der Regel nicht, sondern ergänzt ihn. Smartphones und Mobilfunk können ausfallen, deshalb bleiben Meldeempfänger und Sirene als Rückfallebene wichtig. Welche Alarmierungswege gelten, legen Leitstelle, Kreis und Landesrecht fest.
Wie hilft Software bei der Atemschutzüberwachung?
Software hilft bei der Atemschutzüberwachung, indem sie Trupps, Einsatzzeiten und Flaschendruck übersichtlich dokumentiert und an Rückzugszeiten erinnert. In der Verwaltung zeigt sie, welche Atemschutzgeräteträger gültige Untersuchungen und Übungen nach FwDV 7 haben. Die Atemschutzwerkstatt dokumentiert Prüfungen von Geräten, Masken und Flaschen.
Wie verwaltet Feuerwehr-Software Prüffristen?
Feuerwehr-Software verwaltet Prüffristen, indem sie für jedes Gerät die letzte Prüfung speichert und rechtzeitig an die nächste erinnert. Gerätewarte dokumentieren Prüfungen von Fahrzeugen, Leitern, Schläuchen und Schutzausrüstung direkt im Prüfbuch. Grundlage sind Herstellerangaben und der DGUV Grundsatz 305-002.
Was muss ich beim Datenschutz beachten?
Beim Datenschutz brauchen Sie vor allem einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO mit dem Anbieter. Achten Sie außerdem auf Hosting in der EU, ein Rechtekonzept je Funktion und Löschregeln, denn Feuerwehren verarbeiten auch Gesundheitsdaten aus Untersuchungen. Binden Sie den Datenschutzbeauftragten der Gemeinde ein.
Was kostet Feuerwehr-Software?
Die Kosten hängen von Wehrgröße, Zahl der Wehren, Modulen und Abrechnungsmodell ab. Viele Anbieter rechnen ein Abonnement je Wehr, Gemeinde, Mitglied oder Einwohnerzahl ab, Alarmierungs-Apps starten oft kostenlos. Einrichtung, Datenübernahme, Schnittstellen und Schulung kommen hinzu. Die konkreten Preismodelle finden Sie in den Anbieterkarten.
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