EOR Vergleich
2026
Das sind die besten 37 Anbieter.
Die passende Entwicklerin sitzt in Lissabon, der neue Vertriebsleiter in Wien, aber eine eigene Gesellschaft gibt es dort nicht. Ein Employer of Record (EOR) übernimmt in solchen Fällen die rechtliche Arbeitgeberrolle: Er schließt den landesüblichen Arbeitsvertrag, rechnet Lohn, Steuern und Sozialversicherung ab und kümmert sich um Benefits und Compliance, während Sie die tägliche Arbeit steuern. Wir haben 37 EOR-Anbieter geprüft, von globalen Plattformen mit eigener Software über EOR-Spezialisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zu beratungsnahen Dienstleistern und Corporate-Services-Konzernen. Der Ratgeber erklärt, worin sich EOR von Zeitarbeit, PEO und Freelancer-Verträgen unterscheidet, welche Rolle die Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland spielt und wie Sie einen EOR-Anbieter auswählen.
Boundless ist eine globale EOR-Plattform für Start-ups, Mittelstand und Enterprise-Teams mit Employer of Record in 110+ Ländern und Agent of Record für Contractor in 160+ Ländern. Die Marke gehört jetzt zu Payoneer Workforce Management. EOR ab 175 EUR beziehungsweise 199 USD je Mitarbeitendem und Monat.
boundlesshq.com
Boundless ist eine globale EOR-Plattform für Start-ups, Mittelstand und Enterprise-Teams, die ohne eigene Gesellschaft im Ausland einstellen wollen. Auf der Startseite wird Boundless als Payoneer Workforce Management (WFM) ausgewiesen. Der Employer-of-Record-Service gilt in über 110 Ländern, Agent of Record für Contractor in über 160 Ländern.
Der EOR-Dienst umfasst Onboarding, Arbeitsverträge, Global Payroll, Benefits und Kündigungen. Der Agent-of-Record-Service deckt Onboarding, Contractor-Verträge, Contractor-Klassifizierung, Zahlungen und Offboarding ab. Dazu kommen Länderleitfäden mit Hinweisen zu lokalen Anstellungsregeln und ein Employment-Cost-Calculator, der Arbeitgeberkosten, gesetzliche Abgaben und Nettolohn zeigt. Ein Switch-Hub-Leitfaden hilft beim Wechsel von einem anderen Anbieter. Eine deutsche Website gibt es nicht.
Die Preise für Employer of Record beginnen bei 175 EUR beziehungsweise 199 USD je Mitarbeitendem und Monat. Die endgültigen Kosten hängen vom Einzelfall ab. Weitere Angaben erfolgen im Beratungsgespräch.
Sind Sie selbst Anbieter? Jetzt empfohlener Anbieter werden
Was ist ein Employer of Record (EOR)?

Ein Employer of Record (EOR) ist ein Dienstleister, der für Ihr Unternehmen rechtlicher Arbeitgeber einer Person in einem Land wird, in dem Sie keine eigene Gesellschaft haben. Er schließt den Arbeitsvertrag, rechnet Lohn, Steuern und Sozialversicherung ab und sorgt für die Einhaltung des örtlichen Arbeitsrechts. Die Aufgaben und die tägliche Führung bleiben bei Ihnen.
Das Prinzip ist eine Arbeitsteilung. Der EOR-Anbieter hat in dem jeweiligen Land eine eigene Gesellschaft oder arbeitet mit einem Partner vor Ort. Über diese Gesellschaft stellt er die gewünschte Person ein, meldet sie bei Behörden und Sozialversicherung an, zahlt das Gehalt in der Landeswährung und führt Steuern und Abgaben ab. Sie zahlen dem EOR die Arbeitgeberkosten und eine Servicegebühr. Im Alltag arbeitet die Person wie ein Teammitglied: Sie verteilen die Aufgaben, führen Gespräche und planen Projekte.
Wichtig ist die Abgrenzung zu verwandten Modellen. Ein Freelancer oder Contractor arbeitet selbstständig auf eigene Rechnung, ohne Arbeitsvertrag und ohne Sozialversicherung durch Sie. Bei einer PEO (Professional Employer Organization) haben Sie bereits eine eigene Gesellschaft im Land und teilen die Arbeitgeberpflichten mit dem Dienstleister. Klassische Zeitarbeit überlässt Personal für Einsatzspitzen, das der Verleiher selbst sucht. Beim EOR finden Sie die Person selbst, und der Dienstleister stellt nur den rechtlichen Rahmen.
Ein EOR lohnt sich vor allem für Unternehmen, die einzelne Fachkräfte im Ausland einstellen, einen neuen Markt testen oder Remote-Mitarbeiter in mehreren Ländern beschäftigen möchten, ohne dafür jeweils eine Gesellschaft zu gründen. Wächst das Team in einem Land auf eine größere Zahl an Personen, rechnet sich oft eine eigene Gesellschaft. Viele EOR-Anbieter begleiten dann auch den Wechsel der Arbeitsverträge.
- Talent im Ausland: Sie möchten eine Person in einem Land einstellen, in dem Sie keine Gesellschaft haben.
- Wenige Personen je Land: Eine eigene Gesellschaft lohnt sich für die geplante Teamgröße noch nicht.
- Schneller Start: Die Einstellung soll in Wochen statt Monaten stehen.
- Freelancer im Team: Ein Auftragnehmer arbeitet fest im Team und weisungsgebunden nur für Sie.
- Markttest: Sie möchten einen neuen Markt mit eigenen Leuten testen.
- Remote-Team: Ihr Team arbeitet verteilt aus mehreren Ländern.
Treffen zwei oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein Blick auf EOR-Anbieter. Für einzelne Fachkräfte in vielen Ländern passen globale EOR-Plattformen, für Deutschland, Österreich und die Schweiz Spezialisten mit den nötigen Erlaubnissen. Planen Sie ein größeres Team in einem Land, prüfen Sie zusätzlich die Gründung einer eigenen Gesellschaft.
Typische Probleme ohne Employer of Record

Ohne Employer of Record müssen Sie für jede Einstellung im Ausland eine eigene Gesellschaft gründen, sich in fremdes Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht einarbeiten oder auf Freelancer-Verträge ausweichen. Daraus entstehen Verzögerungen, Haftungsrisiken und steuerliche Fallstricke.
Eine Tochtergesellschaft im Ausland zu gründen dauert meist mehrere Monate. Sie brauchen Notar, Handelsregister, Bankkonto, Steuernummer, Anmeldung bei der Sozialversicherung und eine laufende Buchhaltung vor Ort. Für eine oder zwei Personen ist das ein hoher Aufwand. Gute Kandidaten warten so lange oft nicht und nehmen ein anderes Angebot an.
Viele Unternehmen beschäftigen ausländische Fachkräfte deshalb als Freelancer. Arbeitet die Person aber weisungsgebunden, fest im Team und nur für Sie, droht Scheinselbstständigkeit. In Deutschland klärt die Deutsche Rentenversicherung den Status im Statusfeststellungsverfahren, andere Länder kennen ähnliche Prüfungen. Stellt eine Behörde eine abhängige Beschäftigung fest, können Sozialabgaben nachgefordert werden, oft für mehrere Jahre.
Hinzu kommen steuerliche Risiken. Arbeitet eine Person dauerhaft für Ihr Unternehmen in einem anderen Land, kann dort eine Betriebsstätte entstehen, etwa nach § 12 der Abgabenordnung oder nach Art. 5 des OECD-Musterabkommens. Dann wird ein Teil Ihres Gewinns im Ausland steuerpflichtig. Lohnabrechnung in fremder Währung, unbekannte Kündigungsfristen und ein strenger Kündigungsschutz machen die Sache nicht einfacher.
Eine Gesellschaft im Ausland braucht meist mehrere Monate.
Verträge, Fristen und Pflichten unterscheiden sich in jedem Land.
Freelancer, die wie Angestellte arbeiten, können Nachzahlungen auslösen.
Dauerhafte Tätigkeit im Ausland kann dort Steuerpflichten auslösen.
Fremde Währung, Abgaben und Meldepflichten kosten Zeit.
Kündigungsfristen und Abfindungen sind oft unbekannt.
Gute Kandidaten warten nicht, bis die Gesellschaft steht.
Welche Arten von EOR-Anbietern gibt es?

EOR-Anbieter lassen sich in vier Gruppen einteilen: globale EOR-Plattformen mit eigener Software und vielen Ländern, EOR-Spezialisten mit Sitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, beratungsnahe EOR-Dienstleister mit persönlicher Betreuung und Corporate-Services-Konzerne mit einer Sparte für internationale Beschäftigung. Daneben gibt es Contractor Management, PEO und Payrolling als verwandte Modelle.
Globale EOR-Plattformen decken viele Länder ab und steuern Angebot, Vertrag, Onboarding, Lohnabrechnung und Abwesenheiten über ein eigenes Portal. Sie eignen sich für Unternehmen mit verteilten Remote-Teams, die schnell in neuen Ländern einstellen möchten. Häufig verwalten sie auf derselben Oberfläche auch Freelancer-Verträge und Zahlungen an Contractors. Ein Teil der Länder läuft über eigene Gesellschaften, ein anderer über Partner vor Ort.
EOR-Spezialisten aus dem deutschsprachigen Raum kennen das Arbeitsrecht in Deutschland, Österreich und der Schweiz besonders gut. Sie arbeiten in Deutschland in der Regel mit einer Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung und in der Schweiz mit einer Bewilligung für den Personalverleih. Beratungsnahe EOR-Dienstleister setzen auf feste Ansprechpartner, prüfen Verträge individuell und unterstützen oft bei Visa, Arbeitserlaubnis und Markteintritt.
Corporate-Services-Konzerne bieten EOR als Teil eines größeren Pakets an, zusammen mit Buchhaltung, Steuerberatung, Gesellschaftsgründung und Lohnabrechnung. Für größere Unternehmen mit vielen Ländern ist das praktisch, wenn später eigene Gesellschaften entstehen sollen. Viele EOR-Anbieter decken mehrere dieser Gruppen ab, die Grenzen sind fließend.
Viele Länder, eigenes Portal, oft mit Contractor Management.
Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland, Personalverleih in der Schweiz.
Feste Ansprechpartner, individuelle Verträge, Hilfe bei Visa.
EOR zusammen mit Buchhaltung, Steuern und Gesellschaftsgründung.
Verwandte Modelle für Freelancer oder bei eigener Gesellschaft.
- Viele Länder über ein Portal
- Schnelles Onboarding mit festen Abläufen
- Freelancer und Angestellte an einem Ort
- Betreuung meist über Support statt festen Ansprechpartner
- Fester Ansprechpartner, oft auf Deutsch
- Individuell geprüfte Verträge
- Hilfe bei Visa, Arbeitserlaubnis und Markteintritt
- Weniger Länder und weniger Selbstbedienung
2026
Whitepaper:
Den passenden Employer of Record finden 2026
Der Leitfaden zur Einstellung im Ausland ohne eigene Gesellschaft: welche Arten von EOR-Anbietern es gibt, worin sich EOR von Zeitarbeit, PEO und Freelancer-Verträgen unterscheidet und wie Sie Länderabdeckung, Erlaubnisse, Preisstruktur, Zusatzleistungen und Vertragsklauseln bewerten. Mit Checklisten für Auswahl, Onboarding und den späteren Wechsel in eine eigene Gesellschaft.
Nach Ihrer Bestätigung per E-Mail gelangen Sie direkt zum Download. Datenschutzerklärung
Worauf sollten Sie bei der Auswahl eines EOR-Anbieters achten?

Den passenden EOR-Anbieter erkennen Sie an eigenen Gesellschaften in Ihren Zielländern, an der rechtlichen Absicherung in Deutschland, Österreich und der Schweiz, an einer transparenten Preisstruktur mit Kaution und Zusatzgebühren, an Leistungen wie Benefits, Visa und Equipment sowie an Support, Vertragsklauseln und Datenschutz.
Fragen Sie zuerst, ob der Anbieter in Ihrem Zielland eine eigene Gesellschaft betreibt oder mit einem Partner arbeitet. Eigene Gesellschaften bedeuten meist mehr Kontrolle über Abrechnung und Verträge, Partnernetzwerke dafür mehr Länder. Für Einstellungen in Deutschland ist die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung durch die Bundesagentur für Arbeit wichtig, für die Schweiz eine Bewilligung für den Personalverleih nach dem Arbeitsvermittlungsgesetz und für Österreich die Berechtigung zur Arbeitskräfteüberlassung. Lassen Sie sich die Nachweise zeigen.
Danach zählen die Kosten. Die meisten EOR-Anbieter berechnen eine feste Monatsgebühr je Mitarbeitendem, auf die die Arbeitgeberkosten des Landes kommen. Fragen Sie nach Kaution, Einrichtungsgebühr, Währungsaufschlägen, Kosten für Benefits, Visa und Equipment sowie nach Gebühren bei Beendigung oder Wechsel in eine eigene Gesellschaft. Prüfen Sie, welche Zusatzleistungen enthalten sind, etwa betriebliche Altersvorsorge, Zusatzversicherungen oder Unterstützung bei Arbeitserlaubnissen.
Zum Schluss geht es um Betreuung und Vertrag. Klären Sie Reaktionszeiten, Ansprechpartner auf Deutsch, Unterstützung bei Kündigungen und Konflikten sowie die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags. Achten Sie darauf, dass Rechte an Arbeitsergebnissen und Erfindungen wirksam an Ihr Unternehmen übergehen. Beim Datenschutz prüfen Sie die Vereinbarung zur Verarbeitung der Personaldaten und die Übermittlung in Drittländer nach Art. 44 ff. DSGVO.
Eigene Gesellschaften bedeuten mehr Kontrolle über Verträge und Abrechnung, Partnernetzwerke dafür mehr Länder.
Prüfen Sie heutige und geplante Länder. Ein Anbieter für alle Länder spart Abstimmung und vereinheitlicht die Abrechnung.
In Deutschland ist EOR in der Regel Arbeitnehmerüberlassung mit Erlaubnispflicht, Höchstdauer und Equal Pay. Die Schweiz verlangt eine Bewilligung für den Personalverleih.
Monatsgebühr je Person, Arbeitgeberkosten des Landes, Kaution, Einrichtung, Währungsaufschläge und Beendigungsgebühren gehören in eine Rechnung.
Benefits, Zusatzversicherungen, Visa und Arbeitserlaubnis, Equipment und Contractor Management unterscheiden sich stark zwischen den Anbietern.
Wichtig sind Reaktionszeiten, feste Ansprechpartner, deutschsprachige Betreuung und Unterstützung bei Kündigungen und Konflikten.
Der Vertrag muss Rechte an Arbeitsergebnissen auf Ihr Unternehmen übertragen. Klären Sie die Verarbeitung der Personaldaten und die Übermittlung in Drittländer.
Welcher EOR-Anbieter passt zu Ihnen?
Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 37 recherchierten Anbietern ab.
Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.
Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.
So läuft eine Einstellung über einen EOR ab

Eine Einstellung über einen Employer of Record läuft in sechs Schritten ab: Bedarf und Land klären, Angebot und Kaution vereinbaren, den Arbeitsvertrag aufsetzen, Onboarding und Anmeldung erledigen, die laufende Lohnabrechnung begleiten und später den Wechsel in eine eigene Gesellschaft oder die Beendigung planen.
Am Anfang stehen Land, Rolle, Gehalt und geplanter Starttermin. Der EOR-Anbieter prüft, ob er in dem Land einstellen kann, welche Arbeitgeberkosten anfallen und ob eine Arbeitserlaubnis nötig ist. Sie erhalten ein Angebot mit Monatsgebühr, Arbeitgeberkosten und Kaution. Klären Sie in diesem Schritt auch, ob für Deutschland die Regeln der Arbeitnehmerüberlassung gelten und welche Höchstdauer daraus folgt.
Danach setzt der Anbieter einen landesüblichen Arbeitsvertrag auf, mit Probezeit, Kündigungsfristen, Urlaub, Arbeitszeit und Benefits. Sie stimmen Aufgaben, Gehalt und Klauseln zu Geheimhaltung und Rechten an Arbeitsergebnissen ab. Nach der Unterschrift meldet der EOR die Person bei Steuer- und Sozialversicherungsbehörden an und richtet die Lohnabrechnung ein. Je nach Land und Visum dauert das von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen.
Im laufenden Betrieb erhalten Sie monatlich eine Rechnung über Gehalt, Abgaben und Gebühr. Abwesenheiten, Spesen und Gehaltsänderungen melden Sie über das Portal oder Ihren Ansprechpartner. Wächst das Team im Land, prüfen Sie den Wechsel in eine eigene Gesellschaft. Endet die Zusammenarbeit, übernimmt der EOR die Kündigung nach Landesrecht, die Sie gemeinsam vorbereiten.
Bedarf und Land
Sie legen Rolle, Land, Gehalt und Starttermin fest.
Angebot und Kaution
Der EOR-Anbieter kalkuliert Kosten und prüft die Machbarkeit.
Arbeitsvertrag
Ein landesüblicher Arbeitsvertrag entsteht mit allen Klauseln.
Onboarding und Anmeldung
Der EOR meldet die Person an und richtet die Abrechnung ein.
Lohnabrechnung
Gehalt, Abgaben und Gebühren werden monatlich abgerechnet.
Wechsel oder Beendigung
Das Arbeitsverhältnis geht in eine eigene Gesellschaft über oder endet.
Häufige Fehler beim Einsatz eines EOR

Die häufigsten Fehler beim Einsatz eines Employer of Record sind EOR als ungeprüfte Dauerlösung, übersehene Regeln der Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland, der Blick nur auf den Monatspreis, vergessene Kündigungsfristen und Abfindungen, ungeregelte Rechte an Arbeitsergebnissen und ein unterschätztes Betriebsstätten-Risiko.
Ein EOR ist schnell eingerichtet und wird deshalb gern zur Dauerlösung. Bei vielen Personen im selben Land kann eine eigene Gesellschaft auf Dauer günstiger sein und mehr Kontrolle bringen. Besonders wichtig ist Deutschland: Arbeitet eine Person über einen EOR weisungsgebunden für Ihr Unternehmen, liegt in der Regel Arbeitnehmerüberlassung vor. Dann gelten die Erlaubnispflicht, die Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten und der Grundsatz der gleichen Bezahlung. Lassen Sie diese Punkte vor dem Start prüfen.
Ebenso häufig wird nur die Monatsgebühr verglichen. Die tatsächlichen Kosten hängen von den Arbeitgeberabgaben des Landes, Kaution, Benefits, Währungsaufschlägen und Gebühren bei Beendigung ab. Auch Kündigungen werden unterschätzt: In vielen Ländern gelten lange Fristen, Abfindungen oder ein strenger Kündigungsschutz, die der EOR an Sie weiterberechnet.
Schließlich fehlen oft klare Vertragsregeln. Rechte an Software, Texten oder Erfindungen entstehen zunächst beim rechtlichen Arbeitgeber, also beim EOR. Der Dienstleistungsvertrag muss die Übertragung an Ihr Unternehmen eindeutig regeln. Und ein EOR schützt nicht automatisch vor einer Betriebsstätte. Schließt eine Person im Ausland für Sie Verträge ab oder leitet dort Ihr Geschäft, sollten Sie das steuerlich prüfen lassen.
Bei vielen Personen im selben Land bleibt die eigene Gesellschaft unbedacht.
In Deutschland gelten Erlaubnispflicht, Höchstdauer und Equal Pay.
Arbeitgeberkosten, Kaution und Zuschläge fehlen in der Rechnung.
Lange Fristen und Abfindungen im Zielland kommen überraschend.
Rechte an Arbeitsergebnissen liegen zunächst beim EOR als Arbeitgeber.
Vertriebs- oder Führungsaufgaben im Ausland können Steuerpflichten auslösen.
Weisungsgebundene Freelancer bergen das Risiko der Scheinselbstständigkeit.
Was kostet ein Employer of Record?

Ein Employer of Record berechnet meist eine feste Monatsgebühr je Mitarbeitendem. Hinzu kommen das Bruttogehalt und die Arbeitgeberkosten des jeweiligen Landes, oft eine Kaution sowie Zuschläge für Benefits, Visa, Equipment und die Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Die Servicegebühr ist bei vielen EOR-Anbietern ein fester Monatsbetrag je Person, der sich nach Land und Leistungsumfang richtet. Manche Anbieter rechnen einen Prozentsatz des Gehalts ab, andere erstellen individuelle Angebote. Bei Jahresverträgen oder mehreren Personen gibt es häufig Rabatte. Contractor Management für Freelancer kostet deutlich weniger, weil keine Lohnabrechnung und keine Arbeitgeberpflichten anfallen.
Den größten Teil der Rechnung machen meist nicht die Gebühren aus, sondern Gehalt und Arbeitgeberabgaben. Sozialversicherungsbeiträge, Pflichtversicherungen und gesetzliche Zusatzleistungen unterscheiden sich von Land zu Land erheblich. Viele EOR-Anbieter verlangen außerdem eine Kaution, die sich oft an einem oder mehreren Monatsgehältern orientiert, damit Gehälter auch bei Zahlungsverzug gesichert sind.
Rechnen Sie neben den laufenden Kosten mit Einmal- und Zusatzkosten: Einrichtung, Visa und Arbeitserlaubnis, Laptop und Versand, Zusatzversicherungen, Währungsumrechnung sowie Kosten bei Kündigung oder Übernahme in eine eigene Gesellschaft. Stellen Sie die Gesamtkosten für die geplante Laufzeit der Gründung einer eigenen Gesellschaft gegenüber. Die konkreten Preismodelle finden Sie in den Anbieterkarten.
Verträge, Rechnungen und Zahlungen an Selbstständige, ohne Arbeitgeberrolle.
Feste Servicegebühr, oft mit Rabatt bei Jahresvertrag oder mehreren Personen.
Fester Ansprechpartner, individuelle Verträge und Beratung.
Sozialversicherung, Pflichtversicherungen und gesetzliche Leistungen, oft der größte Posten.
Sicherheitsleistung, oft orientiert an einem oder mehreren Monatsgehältern.
Einrichtung, Benefits, Visa, Equipment, Währungsaufschläge und Beendigung.
Die Kosten eines Employer of Record richten sich vor allem nach dem Zielland, dem Bruttogehalt und dem Leistungsumfang. Die Servicegebühr je Person ist meist kleiner als die Arbeitgeberabgaben, die je nach Land stark schwanken. Kaution, Benefits, Visa, Equipment und Gebühren bei Beendigung kommen hinzu. Bei größeren Teams in einem Land lohnt sich der Blick auf eine eigene Gesellschaft.
1 Wer ist bei einem Employer of Record der rechtliche Arbeitgeber? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
2 Wie lange darf eine Person in Deutschland in der Regel höchstens an denselben Entleiher überlassen werden? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
3 Wo lässt sich in Deutschland klären, ob eine Person scheinselbstständig ist? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
4 Was unterscheidet eine PEO von einem Employer of Record? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
5 Welche Vorschrift definiert die Betriebsstätte im deutschen Steuerrecht? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Glossar: Begriffe rund um Employer of Record
Die wichtigsten Begriffe rund um EOR, internationale Einstellung, Arbeitnehmerüberlassung und Lohnabrechnung, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Employer of Record (EOR)
Dienstleister, der für ein Unternehmen rechtlicher Arbeitgeber einer Person in einem Land wird, in dem das Unternehmen keine eigene Gesellschaft hat.
- PEO
Professional Employer Organization, Dienstleister, der Arbeitgeberpflichten mit einem Unternehmen teilt, das bereits eine eigene Gesellschaft im Land hat.
- Arbeitnehmerüberlassung
Überlassung von Beschäftigten eines Arbeitgebers an einen Dritten, der ihre Arbeit steuert. In Deutschland geregelt im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz.
- Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung
Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit, die ein Verleiher in Deutschland für die Überlassung von Beschäftigten braucht.
- Höchstüberlassungsdauer
Zeitraum, für den eine Person höchstens an denselben Entleiher überlassen werden darf, in Deutschland grundsätzlich 18 Monate.
- Equal Pay
Grundsatz, dass überlassene Beschäftigte so bezahlt werden wie vergleichbare Stammbeschäftigte des Entleihers, mit begrenzten Abweichungen durch Tarifvertrag.
- Personalverleih
Schweizer Begriff für Arbeitnehmerüberlassung. Verleiher brauchen eine Bewilligung nach dem Arbeitsvermittlungsgesetz.
- Scheinselbstständigkeit
Formal selbstständige Tätigkeit, die tatsächlich einer abhängigen Beschäftigung entspricht und zu Nachforderungen von Sozialabgaben führen kann.
- Statusfeststellungsverfahren
Verfahren der Deutschen Rentenversicherung, das klärt, ob eine Tätigkeit selbstständig ist oder eine abhängige Beschäftigung vorliegt.
- Betriebsstätte
Feste Geschäftseinrichtung eines Unternehmens, die im jeweiligen Land eine Steuerpflicht auslösen kann, geregelt in § 12 AO und Art. 5 OECD-Musterabkommen.
- Contractor Management
Verwaltung von Verträgen, Rechnungen und Zahlungen an selbstständige Auftragnehmer im Ausland über eine Plattform.
- Global Payroll
Lohnabrechnung für Beschäftigte in mehreren Ländern über einen Dienstleister, meist für Unternehmen mit eigenen Gesellschaften vor Ort.
- Kaution
Sicherheitsleistung, die viele EOR-Anbieter zu Beginn verlangen, um Gehälter und Abgaben bei Zahlungsverzug abzusichern.
- Arbeitgeberkosten
Kosten zusätzlich zum Bruttogehalt, etwa Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Pflichtversicherungen und gesetzliche Zusatzleistungen.
- A1-Bescheinigung
Nachweis, welches Sozialversicherungsrecht bei einer Tätigkeit in einem anderen Land der EU, des EWR oder der Schweiz gilt.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Employer of Record, Arbeitgeberrolle, Arbeitnehmerüberlassung, Scheinselbstständigkeit, Betriebsstätte, Laufzeit und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung. Leistungen und Konditionen ändern sich häufig, prüfen Sie den aktuellen Stand direkt beim Anbieter.
Was ist ein Employer of Record (EOR)?
Ein Employer of Record ist ein Dienstleister, der für Ihr Unternehmen rechtlicher Arbeitgeber einer Person in einem Land wird, in dem Sie keine eigene Gesellschaft haben. Er schließt den Arbeitsvertrag, rechnet Lohn, Steuern und Sozialversicherung ab und kümmert sich um Benefits und Compliance. Die tägliche Arbeit steuern Sie selbst.
Was ist der Unterschied zwischen EOR und PEO?
Bei einem EOR brauchen Sie keine eigene Gesellschaft im Land, bei einer PEO schon. Der EOR-Anbieter ist allein rechtlicher Arbeitgeber. Eine PEO teilt die Arbeitgeberpflichten mit Ihrer bestehenden Gesellschaft und übernimmt vor allem Verwaltung, Lohnabrechnung und Benefits.
Was ist der Unterschied zwischen EOR und Zeitarbeit?
Beim EOR suchen Sie die Person selbst aus, bei der Zeitarbeit stellt der Verleiher das Personal. Zeitarbeit dient meist dazu, Einsatzspitzen abzufangen. Ein EOR schafft den rechtlichen Rahmen für eine Person, die Sie langfristig in Ihr Team holen möchten. In Deutschland unterliegen beide Modelle in der Regel dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz.
Ist ein EOR in Deutschland erlaubt?
Ja, ein EOR ist in Deutschland möglich, gilt mit Einsatz für Ihr Unternehmen aber in der Regel als Arbeitnehmerüberlassung. Der EOR-Anbieter braucht dann eine Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit. Außerdem gelten die Höchstüberlassungsdauer von grundsätzlich 18 Monaten und der Grundsatz der gleichen Bezahlung. Lassen Sie die Gestaltung im Einzelfall rechtlich prüfen.
Wie schnell kann ich über einen EOR einstellen?
In vielen Ländern ist eine Einstellung über einen EOR innerhalb weniger Tage bis einiger Wochen möglich. Die Dauer hängt von Land, Vertragsprüfung, Kündigungsfrist beim bisherigen Arbeitgeber und einem eventuell nötigen Visum ab. Eine eigene Gesellschaft zu gründen dauert dagegen meist mehrere Monate.
Schützt ein EOR vor Scheinselbstständigkeit?
Ja, ein EOR senkt das Risiko der Scheinselbstständigkeit, weil die Person regulär angestellt und sozialversichert ist. Statt eines Freelancer-Vertrags entsteht ein Arbeitsvertrag mit dem EOR-Anbieter. In Deutschland sind dabei die Regeln der Arbeitnehmerüberlassung zu beachten.
Vermeidet ein EOR eine Betriebsstätte im Ausland?
Nicht automatisch, ein EOR verringert das Risiko einer Betriebsstätte, schließt es aber nicht in jedem Fall aus. Schließt eine Person im Ausland für Ihr Unternehmen Verträge ab oder leitet dort Ihr Geschäft, kann trotzdem eine Steuerpflicht entstehen. Lassen Sie die Aufgaben der Person vor dem Start steuerlich prüfen.
Wann lohnt sich eine eigene Gesellschaft statt eines EOR?
Eine eigene Gesellschaft lohnt sich meist, wenn Sie dauerhaft ein größeres Team in einem Land aufbauen. Dann können die laufenden EOR-Gebühren die Kosten für Gründung, Buchhaltung und Verwaltung übersteigen. Viele EOR-Anbieter begleiten den Wechsel der Arbeitsverträge in die neue Gesellschaft.
Was kostet ein Employer of Record?
Ein Employer of Record berechnet meist eine feste Monatsgebühr je Mitarbeitendem, zusätzlich zu Bruttogehalt und Arbeitgeberkosten des Landes. Hinzu kommen häufig eine Kaution sowie Zuschläge für Benefits, Visa, Equipment und Beendigung. Die konkreten Preismodelle finden Sie in den Anbieterkarten.
Business Coaching Vergleich 2026. Das sind die besten 50 Anbieter.
Montag, 8 Uhr: Die frisch beförderte Teamleiterin führt seit drei Wochen ihre früheren Kollegen und merkt, dass die alten Gespräche nicht mehr funktionieren. Zwei Etagen höher sucht der…
Mehr erfahren-
Feuerwehr-Software Vergleich 2026. Das sind die besten 32 Anbieter.
Der Einsatzbericht liegt noch handschriftlich im Gerätehaus, die Prüffristen der Leitern stehen in einer Tabelle auf dem privaten…
-
Fachkräfte aus dem Ausland Vergleich 2026. Das sind die besten 59 Anbieter.
Die Pflegestation sucht seit Monaten examinierte Kräfte, die Werkstatt findet keinen Elektroniker, und auf die Stellenanzeige für den…
-
Arbeitsrecht-Kanzlei Vergleich 2026. Das sind die besten 80 Anbieter.
Eine Kündigung mit Formfehler, ein Betriebsrat, der widerspricht, und eine Klagefrist von nur drei Wochen: Im Arbeitsrecht entscheiden…
-
Workflow Management Systeme Vergleich 2026. Das sind die besten 39 Anbieter.
Ein Urlaubsantrag liegt seit einer Woche im Postfach der Teamleitung, die Rechnung eines Lieferanten wartet auf die dritte…
Mehr solcher Vergleiche?
Jetzt kostenlos abonnieren.
Jeden Dienstag die besten Artikel aus dem Dr. Web-Magazin direkt in Ihr Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.