Workflow Management Systeme Vergleich 2026
Das sind die besten 39 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
11 Min. Lesezeit
4,7 (46) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Holzfiguren sitzen um grünen Tisch mit Stempel. Auf Papier mit Stempelabdrücken. Schild: "Bitte hier abzeichnen, dann hier, dann hier"

Ein Urlaubsantrag liegt seit einer Woche im Postfach der Teamleitung, die Rechnung eines Lieferanten wartet auf die dritte Unterschrift, und die neue Kollegin sitzt am ersten Tag ohne Laptop da, weil die Bestellung nie bei der IT angekommen ist. Ein Workflow-Management-System beendet solche Hängepartien: Jeder Antrag folgt festen Schritten, landet automatisch bei der zuständigen Person und meldet sich, wenn eine Frist abläuft. Wir haben 39 Anbieter geprüft, vom No-Code-Workflow-Tool für Fachabteilungen über BPM-Suiten mit Prozess-Engine und Low-Code-Plattformen bis zur Workflow-Automatisierung zwischen Apps. Der Ratgeber erklärt, welche Art von Workflow-Software zu Ihren Abläufen passt, worauf Sie bei Formularen, Schnittstellen, Datenschutz und Kosten achten und wie Sie Ihren ersten Prozess digitalisieren.


Workflow-Software im Vergleich: Empfohlene Anbieter

IBM Business Automation Workflow

Cloud oder lokal 30 Tage kostenlos testen Für Konzerne

IBM Business Automation Workflow ist eine BPM- und Workflow-Suite für Konzerne und große Mittelständler. Sie automatisiert digitale Workflows mit integriertem BPM und Fallmanagement, lokal installiert oder in der Cloud, als Teil von IBM Cloud Pak for Business Automation, mit Abomodell und 30-Tage-Test.

IBM Business Automation Workflow Screenshot ibm.com

IBM Business Automation Workflow ist eine BPM- und Workflow-Plattform für Konzerne und große Unternehmen. Sie ist ein zentraler Bestandteil von IBM Cloud Pak for Business Automation und lässt sich wahlweise lokal oder in der Cloud betreiben. Anbieter ist IBM.

Die Lösung vereint Informationen, Prozesse und Anwender, um digitale Workflows zu automatisieren. Integriertes BPM und Fallmanagement kombinieren prozess- und fallorientierte Tätigkeiten zu wiederholbaren Geschäftsworkflows. Workflowteilnehmer und Fallmitarbeiter greifen direkt auf Systeme, Informationen und Analysen zu, und integrierte Transparenz und Analysen helfen IT- und Fachteams beim Entscheiden und Zusammenarbeiten. Ein Anwendungsfall ist die Anbindung an IBM Process Mining, das mit echten Ereignisdaten den Status von Prozessen sichtbar macht.

Das Nutzungsmodell ist abonnementbasiert, sodass kleine Projekte mit überschaubaren Kosten beginnen und später zu einem unternehmensweiten Programm wachsen können. Eine 30-Tage-Testversion steht bereit. Aktuelle Preise und Konditionen stehen auf der Produktseite von IBM.

Das spricht für IBM Business Automation Workflow
BPM und Fallmanagement
Prozess- und fallorientierte Tätigkeiten werden zu wiederholbaren Geschäftsworkflows kombiniert.
Lokal oder in der Cloud
Die Lösung läuft lokal installiert oder cloudbasiert, je nach Anforderung des Unternehmens.
Transparenz und Analysen
Integrierte Einblicke beschleunigen die Fallbearbeitung und Entscheidungen.
Anbindung Process Mining
Echte Ereignisdaten aus IBM Process Mining zeigen Ineffizienzen in bestehenden Workflows.
Teil der Cloud Pak Suite
Die Funktion gehört zu IBM Cloud Pak for Business Automation und ist skalierbar bis zum Konzern.
Abonnement mit Testphase
Kleiner Start mit überschaubaren Kosten im Abomodell, vorab 30 Tage kostenlos testen.

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Was ist ein Workflow-Management-System, und für wen lohnt es sich?

Holzfiguren sitzen um grünen Tisch mit Stempel. Auf Papier mit Stempelabdrücken. Schild: "Bitte hier abzeichnen, dann hier, dann hier"
Feste Schritte, klare Zuständigkeiten, sichtbarer Stand: So wird aus dem Abzeichnen ein digitaler Workflow.

Ein Workflow-Management-System ist Software, die wiederkehrende Abläufe wie Urlaubsanträge, Rechnungsfreigaben oder Bestellanforderungen als feste Abfolge von Schritten abbildet, jede Aufgabe automatisch der zuständigen Person zuweist und den Stand jedes Vorgangs sichtbar macht. Statt Mails, Zettel und Zurufe gibt eine digitale Regel vor, wer wann was erledigt.

Ein Workflow besteht aus Schritten, Rollen und Regeln. Ein Formular startet den Vorgang, etwa ein Urlaubsantrag mit Zeitraum und Vertretung. Danach prüft die Teamleitung, die Personalabteilung trägt den Urlaub ein, und die Antragstellerin erhält eine Nachricht. Bedingungen steuern den Weg: Eine Bestellanforderung über einer festgelegten Grenze geht zusätzlich an die Geschäftsführung, eine kleinere direkt an den Einkauf.

Der Unterschied zwischen Prozess und Workflow ist schnell erklärt. Der Prozess beschreibt, was im Unternehmen fachlich passiert, etwa die Einstellung neuer Mitarbeiter. Der Workflow ist die ausführbare Fassung davon: konkrete Aufgaben, Formulare, Fristen und Benachrichtigungen, die die Software Schritt für Schritt abarbeitet. Workflow-Software protokolliert dabei jeden Schritt, sodass Sie später nachvollziehen, wer was wann freigegeben hat.

Ein Workflow-Management-System lohnt sich, sobald Abläufe regelmäßig wiederkehren, mehrere Personen beteiligt sind und Freigaben nachweisbar sein müssen. Kleine Unternehmen starten oft mit einem No-Code-Workflow-Tool für Anträge und Checklisten. Fachabteilungen digitalisieren Onboarding oder Rechnungsprüfung, und größere Organisationen setzen auf BPM-Suiten, die viele Systeme verbinden und Prozesse nach dem Standard BPMN ausführen.

Der 6-Punkte-Test: Brauchen Sie ein Workflow-Management-System?
  • Liegende Freigaben: Anträge und Rechnungen warten tagelang auf eine Unterschrift.
  • Unklarer Stand: Niemand weiß, bei wem ein Vorgang gerade liegt.
  • Doppelte Eingaben: Daten aus Formularen werden mehrfach von Hand abgetippt.
  • Wiederkehrende Abläufe: Urlaub, Bestellungen und Onboarding laufen jede Woche gleich ab.
  • Fehlende Vertretung: Bei Urlaub oder Krankheit bleibt der ganze Ablauf stehen.
  • Nachweispflichten: Prüfer oder GoBD verlangen belegbare Freigaben.

Treffen zwei oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein Vergleich von Workflow-Software. Kleine Teams starten oft mit einem No-Code-Workflow-Tool für Anträge und Checklisten. Wer viele Systeme verbinden muss, komplexe Kernprozesse hat oder strenge Vorgaben zum Datenschutz erfüllen will, prüft BPM-Suiten und Low-Code-Plattformen mit Betrieb in der EU oder auf eigenen Servern.

Typische Probleme ohne Workflow-Software

Ein grünes Notizbuch mit dem Aufkleber "Umlauf seit März" liegt auf einem weißen Hintergrund, daneben ein aufgeschlagenes Blatt mit Datumslisten und einem gelben Notizzettel
Liegengebliebene Freigaben, doppelte Abschriften und fehlende Nachweise: Ohne Workflow-Software bleibt der Stau unsichtbar.

Ohne Workflow-Software bleiben Freigaben liegen, weil niemand weiß, wer gerade am Zug ist. Anträge gehen in Postfächern verloren, Daten werden mehrfach abgetippt, Fristen wie Skonto verstreichen, und im Nachhinein lässt sich kaum belegen, wer eine Entscheidung getroffen hat.

Das häufigste Problem ist der unsichtbare Stau. Eine Rechnung wandert per Mail von der Buchhaltung zur Fachabteilung und zurück, die Bestellanforderung liegt ausgedruckt in einer Umlaufmappe. Wer nachfragt, wo der Vorgang steht, telefoniert sich durch drei Büros. Ist eine Freigeberin im Urlaub, wartet der ganze Ablauf, weil keine Vertretung hinterlegt ist.

Teuer wird der Medienbruch. Daten aus einem Formular werden in eine Tabelle übertragen, dann in die Buchhaltung und noch einmal in das Personalsystem. Jede Abschrift kostet Zeit und erzeugt Tippfehler. Bei Rechnungen verfallen Skontofristen, beim Onboarding fehlen am ersten Arbeitstag Zugänge, Schlüssel oder Arbeitsplatz, weil die Information nie bei IT und Hausverwaltung angekommen ist.

Schließlich fehlen Nachweis und Überblick. Ohne Protokoll lässt sich nicht zeigen, wer eine Zahlung freigegeben oder einen Vertrag geprüft hat, was bei Prüfungen und nach den GoBD zum Problem wird. Die Leitung weiß nicht, wie lange Anträge dauern, wo sie hängen und welche Schritte überflüssig sind, und Verbesserungen bleiben deshalb Bauchgefühl.

Liegende Freigaben

Anträge warten in Postfächern, niemand weiß, wer am Zug ist.

Unsichtbarer Stand

Wer nachfragt, telefoniert sich durch mehrere Abteilungen.

Medienbrüche

Daten wandern von Papier in Tabellen und Systeme, jedes Mal von Hand.

Fehlende Vertretung

Fehlt eine Freigeberin, steht der gesamte Ablauf still.

Verpasste Skonti

Rechnungen bleiben liegen, Zahlungsfristen verstreichen.

Kein Nachweis

Wer was wann freigegeben hat, lässt sich nicht belegen.

Keine Kennzahlen

Durchlaufzeiten und Engpässe bleiben unbekannt.

Welche Arten von Workflow-Software gibt es?

Modellbahnanlage mit Weichenstellwerk und zwei Signalen. Links "GENEHMIGT", rechts "ABGELEHNT". Symbolisiert Entscheidungsfindung
No-Code-Workflow-Tool, BPM-Suite, Low-Code-Plattform, Automatisierung zwischen Apps oder Prozessmanagement: Jede Art stellt die Weichen anders.

Workflow-Software lässt sich in fünf Gruppen einteilen: No-Code-Workflow-Tools für Fachabteilungen, BPM-Suiten mit Prozess-Engine, Low-Code-Plattformen mit Workflow-Funktionen, Werkzeuge zur Workflow-Automatisierung zwischen Apps und Prozessmanagement-Lösungen mit Ausführung. Viele Anbieter decken mehrere Gruppen ab.

No-Code-Workflow-Tools richten sich an Fachabteilungen. Formulare, Freigabeschritte und Checklisten entstehen per Ziehen und Ablegen, ohne Programmierkenntnisse, und laufen als Cloud-Dienst. Typische Einsätze sind Urlaubsanträge, Onboarding-Checklisten und Bestellanforderungen. BPM-Suiten gehen tiefer: Sie modellieren Prozesse im Standard BPMN 2.0, führen sie in einer Prozess-Engine aus und binden ERP, CRM und Altsysteme an. Sie passen zu Organisationen mit vielen, verzahnten Abläufen und eigener IT.

Low-Code-Plattformen verbinden Workflows mit eigenen kleinen Anwendungen, Datenbanken und Oberflächen. Sie eignen sich, wenn neben dem Ablauf auch eine Fachanwendung entstehen soll, etwa eine Vertragsdatenbank mit Freigabe. Werkzeuge zur Workflow-Automatisierung zwischen Apps, oft iPaaS genannt, verknüpfen Cloud-Dienste nach dem Muster Auslöser und Aktion: Ein neues Formular erzeugt einen Eintrag im CRM und eine Nachricht im Team-Chat. Bekannte Beispiele sind Zapier, n8n oder Microsoft Power Automate.

Prozessmanagement-Lösungen kommen aus der Dokumentation von Abläufen. Einige davon führen modellierte Prozesse inzwischen auch aus, sodass Prozesslandkarte und digitaler Workflow in einem System liegen. Für die Wahl entscheidend sind die Frage, wer Workflows bauen soll, Fachabteilung oder IT, und wie viele Systeme beteiligt sind.

No-Code-Workflow-Tool

Formulare, Freigaben und Checklisten per Baukasten für Fachabteilungen.

BPM-Suite

Prozess-Engine mit BPMN 2.0 für komplexe, systemübergreifende Abläufe.

Low-Code-Plattform

Workflows plus eigene Fachanwendungen, Datenbanken und Oberflächen.

Automatisierung zwischen Apps

Cloud-Dienste über Auslöser und Aktionen verknüpfen, oft je Ausführung.

Prozessmanagement mit Ausführung

Prozesslandkarte und ausführbarer Workflow in einem System.

Open Source und On-Premises

Workflow-Engine auf eigenen Servern mit voller Kontrolle über die Daten.

No-Code-Workflow-Tool
Für Fachabteilungen
  • Workflows per Baukasten ohne Programmierung
  • Schnell startklar als Cloud-Dienst
  • Abrechnung meist je Nutzer und Monat
  • Grenzen bei komplexen Schnittstellen
BPM-Suite
Für die IT und komplexe Prozesse
  • Modellierung nach BPMN 2.0
  • Prozess-Engine für viele Systeme
  • Auch auf eigenen Servern möglich
  • Einrichtung oft mit Partner

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2026
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Der Leitfaden zu Workflow-Software für Unternehmen: welche Arten es gibt, wie Sie Prozess-Designer, Formulare, Schnittstellen, Datenschutz und Preismodelle bewerten und wie Sie Ihren ersten Prozess digitalisieren. Mit Checklisten für Auswahl, Pilotprozess und Kostenvergleich.

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Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?

Flowchart unter grüner Lupe mit zentraler Frage "Wo hängt es?" und Verzweigungen zu verschiedenen Schritten und Stoppunkten
Designer, Regeln, Schnittstellen, Datenschutz und Protokoll entscheiden über die passende Workflow-Software.

Das passende Workflow-Management-System erkennen Sie an einem Prozess-Designer, mit dem Ihre Fachabteilung selbst arbeiten kann, an Formularen, Regeln und Vertretungen, an Schnittstellen zu Ihren vorhandenen Programmen, an Datenschutz und Speicherort, an Protokollen und Auswertungen sowie an einem Preismodell, das zu Ihrem Volumen passt.

Beginnen Sie mit der Frage, wer Workflows baut und pflegt. Für Fachabteilungen zählt ein grafischer Designer mit Formularbaukasten, Bedingungen und Vorlagen. Wenn die IT komplexe Prozesse mit vielen Systemen umsetzt, sind BPMN-Unterstützung, Versionierung, Testumgebungen und eine Programmierschnittstelle wichtig. Prüfen Sie außerdem Fristen, Erinnerungen, Eskalationen und Vertretungsregeln, damit kein Antrag bei Abwesenheit hängen bleibt.

Schnittstellen entscheiden über den Nutzen. Ein Workflow-Management-System sollte Daten aus Personal-, Buchhaltungs- und ERP-System lesen und Ergebnisse dorthin zurückschreiben. Fertige Konnektoren zu Microsoft 365, Google Workspace, CRM und DMS sparen Entwicklungsaufwand. Prüfen Sie, ob Konnektoren im Tarif enthalten sind oder je Ausführung abgerechnet werden, und ob Workflows auch auf dem Smartphone freigegeben werden können.

Beim Datenschutz klären Sie, wo die Daten gespeichert werden, ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO vorliegt und welche Sicherheitsmaßnahmen nach Artikel 32 gelten. Workflows mit Personaldaten, Gehältern oder Rechnungen brauchen feine Rechte je Rolle, ein unveränderbares Protokoll und Löschfristen. Wer strenge Vorgaben hat, prüft Betrieb in Deutschland oder auf eigenen Servern und orientiert sich an den Empfehlungen des BSI zur Cloud-Nutzung.

Prozess-Designer
Kann Ihre Fachabteilung selbst bauen?

Ein grafischer Designer mit Formularbaukasten, Bedingungen und Vorlagen macht Fachabteilungen unabhängig. Für komplexe Abläufe zählen BPMN, Versionierung und Testumgebungen.

Grafischer Designer mit FormularenBedingungen und VerzweigungenVersionen und Testumgebung
Praxistipp: Lassen Sie im Test eine Fachkraft den Urlaubsantrag selbst nachbauen.
Regeln und Fristen
Bleibt kein Vorgang liegen?

Fristen, Erinnerungen, Eskalationen und Vertretungsregeln sorgen dafür, dass Anträge auch bei Urlaub oder Krankheit weiterlaufen. Rollen statt fester Namen erleichtern Änderungen.

Fristen mit ErinnerungVertretungsregelnEskalation an nächste Ebene
Praxistipp: Spielen Sie im Test einen Antrag mit abwesender Freigeberin durch.
Schnittstellen
Passt die Lösung zu Ihren Programmen?

Konnektoren zu Buchhaltung, ERP, Personalsystem, CRM, DMS und Microsoft 365 oder Google Workspace vermeiden Abschriften. Eine offene Programmierschnittstelle sichert Sonderfälle ab.

Konnektoren zu KernsystemenOffene ProgrammierschnittstelleKosten je Konnektor bekannt
Praxistipp: Listen Sie vorab die drei Systeme auf, die jeder Workflow berühren muss.
Datenschutz und Rechte
Sind Personal- und Rechnungsdaten sicher?

Speicherort in der EU oder auf eigenen Servern, ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Rechte je Rolle, zentrale Anmeldung und Löschfristen gehören zur Grundausstattung.

Vertrag zur AuftragsverarbeitungSpeicherort bekanntRechte je Rolle und Löschfristen
Praxistipp: Fragen Sie, wo Formulardaten und Protokolle gespeichert werden.
Protokoll und Nachweis
Ist jede Freigabe belegbar?

Ein unveränderbares Protokoll hält fest, wer welchen Schritt wann erledigt hat. Bei Rechnungs-Workflows hilft es, die Anforderungen der GoBD an Nachvollziehbarkeit zu erfüllen.

Lückenloses ProtokollExport für PrüferAufbewahrung geregelt
Praxistipp: Lassen Sie sich im Test das Protokoll einer Rechnungsfreigabe zeigen.
Auswertungen
Sehen Sie, wo Abläufe hängen?

Berichte zu Durchlaufzeit, offenen Vorgängen, Rückläufern und Engpässen zeigen, welche Schritte bremsen. Prüfen Sie, ob eigene Auswertungen und Exporte möglich sind.

Durchlaufzeit je WorkflowÜbersicht offener VorgängeEigene Auswertungen
Praxistipp: Legen Sie vorab fest, welche drei Kennzahlen Sie monatlich sehen wollen.
Kosten
Was kostet die Lösung bei Ihrem Volumen?

Abo je Nutzer, Abrechnung je Ausführung, Aufpreise für Konnektoren und Umgebungen oder Einrichtung durch einen Partner: Vergleichen Sie die Gesamtkosten mit Wachstum.

Abrechnungsmodell verstandenAusführungen und Konnektoren geprüftWachstum eingerechnet
Praxistipp: Rechnen Sie mit der Zahl der Vorgänge, die Sie in drei Jahren erwarten.
Bedarfscheck in 2 Minuten

Welche Workflow-Software passt zu Ihnen?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 39 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Welche Abläufe wollen Sie digitalisieren?
Der Einsatzzweck bestimmt die passende Art.
Anträge und Freigaben
Urlaub, Bestellanforderung, Rechnungsfreigabe.
Personalprozesse
Onboarding, Offboarding, Vertragsänderungen.
Daten zwischen Apps
Cloud-Dienste automatisch verknüpfen.
Komplexe Kernprozesse
Viele Systeme, Abteilungen und Ausnahmen.
Frage 2 von 5
Wie viele Personen arbeiten mit den Workflows?
Viele Tarife rechnen je Nutzer ab.
1 bis 10
Kleines Team oder Einzelabteilung.
11 bis 50
Mehrere Abteilungen.
51 bis 250
Mittelständisches Unternehmen.
Mehr als 250
Große Organisation oder Konzern.
Frage 3 von 5
Wer soll die Workflows bauen?
No-Code, Low-Code und BPM setzen unterschiedliches Wissen voraus.
Fachabteilung
Ohne Programmierkenntnisse per Baukasten.
Fachabteilung mit IT
Einfache Abläufe selbst, Schnittstellen durch die IT.
IT-Abteilung
Modellierung nach BPMN und eigene Entwicklung.
Externer Partner
Einrichtung und Pflege durch einen Dienstleister.
Frage 4 von 5
Wo sollen die Daten liegen?
Speicherort und Betrieb unterscheiden sich stark.
Egal, Hauptsache einfach
Cloud-Dienst ohne eigenen Aufwand.
In der EU
Cloud-Dienst mit Rechenzentrum in Europa.
In Deutschland
Anbieter oder Rechenzentrum in Deutschland.
Auf eigenen Servern
On-Premises oder Open Source.
Frage 5 von 5
Welches Budget planen Sie?
Ihre Angabe hilft, passende Tarife auszuwählen.
Möglichst kostenlos
Gratistarif oder Open Source.
Kleines Abo
Günstiger Tarif je Nutzer und Monat.
Profi-Tarif
Mit Schnittstellen, Rechten und Auswertungen.
Individuelles Projekt
BPM-Suite oder Plattform nach Angebot.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

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So digitalisieren Sie Ihren ersten Workflow

Die Einführung beginnt mit einem überschaubaren Pilotprozess wie dem Urlaubsantrag oder der Rechnungsfreigabe, führt über die Aufnahme des Ist-Ablaufs und einen schlanken Soll-Workflow zu einem Test mit echten Vorgängen und endet mit dem schrittweisen Ausbau auf weitere Prozesse. Ein erster Workflow läuft oft nach wenigen Wochen produktiv.

Wählen Sie zuerst einen Pilotprozess, der häufig vorkommt, wenige Beteiligte hat und spürbar nervt. Urlaubsanträge, Bestellanforderungen und Rechnungsfreigaben sind klassische Kandidaten. Zeichnen Sie gemeinsam mit den Beteiligten auf, wie der Ablauf heute tatsächlich läuft, mit allen Umwegen, Rückfragen und Ausnahmen. Oft fallen dabei Schritte auf, die niemand mehr braucht.

Bauen Sie danach den Soll-Workflow so schlank wie möglich: ein Formular mit den nötigen Feldern, klare Rollen statt fester Namen, Fristen, Vertretungen und Benachrichtigungen. Testen Sie zwei oder drei Lösungen mit echten Vorgängen und einem kleinen Kreis von Nutzern. Prüfen Sie dabei die Bedienung am Smartphone, die Anbindung an Buchhaltung oder Personalsystem und die Lesbarkeit des Protokolls.

Erst wenn der Pilot stabil läuft, folgen weitere Abläufe wie Onboarding, Vertragsfreigabe oder Reisekosten. Legen Sie fest, wer Workflows ändern darf, und dokumentieren Sie jede Version. Messen Sie Durchlaufzeit, offene Vorgänge und Rückläufer, und verbessern Sie die Schritte anhand dieser Zahlen regelmäßig.

1 Woche

Pilotprozess wählen

Sie wählen einen häufigen, überschaubaren Ablauf mit spürbarem Nutzen.

Kandidaten sammelnNutzen und Aufwand abschätzenPilotprozess festlegen
1
1 Woche

Ist-Ablauf aufnehmen

Gemeinsam mit den Beteiligten entsteht ein ehrliches Bild des heutigen Ablaufs.

Schritte und Rollen aufzeichnenUmwege und Ausnahmen notierenÜberflüssige Schritte streichen
2
1 bis 2 Wochen

Soll-Workflow bauen

Formular, Rollen, Regeln, Fristen und Vertretungen werden schlank angelegt.

Formular gestaltenRollen und Vertretungen festlegenFristen und Benachrichtigungen einrichten
3
2 bis 3 Wochen

Lösungen testen

Zwei oder drei Systeme laufen mit echten Vorgängen in einem kleinen Kreis.

Echte Anträge durchspielenSchnittstellen prüfenBedienung am Smartphone bewerten
4
1 bis 2 Wochen

Live gehen

Der Pilot startet für alle Beteiligten, alte Wege werden geschlossen.

Beteiligte kurz schulenAlte Formulare abschaffenVerantwortliche benennen
5
Laufend

Messen und ausbauen

Kennzahlen zeigen Engpässe, danach folgen weitere Workflows.

Durchlaufzeit monatlich prüfenSchritte nachschärfenNächsten Prozess wählen
6
Durchlaufzeit
Zeit vom Start eines Vorgangs bis zum Abschluss
Offene Vorgänge
Zahl der laufenden Anträge zu einem Stichtag
Rückläufer
Anteil der Vorgänge, die wegen fehlender Angaben zurückgehen
Fristtreue
Anteil der Schritte, die innerhalb der Frist erledigt werden

Häufige Fehler bei Workflow-Projekten

Ein Knäuel grünes Garn mit einem Etikett, das "Unser Freigabeprozess" beschriftet ist
Alte Umwege digitalisieren, alles auf einmal starten, Ausnahmen vergessen: So verheddert sich ein Workflow-Projekt.

Die meisten Workflow-Projekte scheitern nicht an der Software, sondern daran, dass ein chaotischer Ablauf eins zu eins digitalisiert wird, zu viele Prozesse gleichzeitig starten, Vertretungen und Ausnahmen fehlen oder Schatten-Automatisierungen ohne Verantwortliche entstehen. Wer diese Fehler kennt, erreicht schneller sichtbare Ergebnisse.

Der häufigste Fehler ist, einen schlechten Ablauf einfach abzubilden. Wer jede Unterschrift aus der Papierwelt übernimmt, hat danach einen digitalen Umlauf mit sieben Freigaben, der kaum schneller ist. Prüfen Sie vor dem Bau jeden Schritt: Wer braucht diese Information wirklich, und welche Freigabe lässt sich durch eine Regel ersetzen? Ebenso schädlich ist der Start mit zu vielen Prozessen auf einmal, weil dann keiner davon sauber funktioniert.

Problematisch sind auch fehlende Vertretungen und Ausnahmen. Ein Workflow, der nur den Normalfall kennt, bleibt bei Krankheit, Urlaub oder einem ungewöhnlichen Antrag stehen, und die Beteiligten weichen wieder auf Mail aus. Planen Sie für jeden Schritt eine Vertretung, eine Frist und einen Weg für Sonderfälle ein.

Ein neueres Risiko sind Schatten-Automatisierungen. Fachabteilungen verknüpfen Cloud-Dienste auf eigene Faust, oft mit privaten Konten und ohne Dokumentation. Wenn die Person das Unternehmen verlässt, weiß niemand, welche Abläufe im Hintergrund laufen und wohin Daten fließen. Führen Sie ein Verzeichnis aller Workflows mit Verantwortlichen, und erlauben Sie Automatisierungen nur über freigegebene Konten.

1
Chaos digitalisiert

Der alte Ablauf wird mit allen Umwegen eins zu eins abgebildet.

Vor dem Bau jeden Schritt hinterfragen und streichen, was keiner braucht.
2
Alles auf einmal

Viele Prozesse starten gleichzeitig, keiner läuft sauber.

Mit einem Pilotprozess beginnen und erst danach ausbauen.
3
Keine Vertretung

Bei Urlaub oder Krankheit bleiben Anträge hängen.

Für jeden Schritt Vertretung und Frist hinterlegen.
4
Nur der Normalfall

Sonderfälle passen nicht in den Workflow und laufen wieder per Mail.

Einen definierten Weg für Ausnahmen einplanen.
5
Schatten-Automatisierung

Abteilungen verknüpfen Dienste mit privaten Konten ohne Dokumentation.

Verzeichnis aller Workflows mit Verantwortlichen führen.
6
Feste Namen statt Rollen

Jeder Personalwechsel erfordert Änderungen an vielen Workflows.

Aufgaben an Rollen und Gruppen statt an Personen binden.
7
Kosten je Ausführung unterschätzt

Workflows mit vielen Schritten sprengen das Kontingent.

Volumen vorab hochrechnen und Verbrauch monatlich prüfen.

Was kostet eine Workflow-Software?

Grünes Taxameter auf Stapel von Dokumenten, Display zeigt Fahrzeit und Betrag 112,80 Euro
Gratistarif, Open Source, Abo je Nutzer oder Abrechnung je Ausführung: Die Gesamtkosten hängen von Nutzern, Volumen und Konnektoren ab.

Workflow-Software reicht von kostenlosen Open-Source-Engines und Gratistarifen über Abos je Nutzer und Monat bis zu individuellen Angeboten für Plattformen im Konzern. Bei der Automatisierung zwischen Apps hängen die Kosten zusätzlich von der Zahl der Ausführungen ab, bei BPM-Suiten von Einrichtung und Anpassung.

Für den Einstieg gibt es Gratistarife mit wenigen Workflows oder Ausführungen sowie Open-Source-Engines und Community-Editionen, die Sie auf eigenen Servern betreiben. No-Code-Workflow-Tools und Low-Code-Plattformen rechnen meist je Nutzer und Monat ab, manchmal mit einer Mindestzahl an Lizenzen. Höhere Tarife bringen zentrale Anmeldung, feine Rechte, Versionierung, Testumgebungen und ausführliche Auswertungen.

Achten Sie besonders auf nutzungsabhängige Kosten. Werkzeuge zur Automatisierung zwischen Apps berechnen Ausführungen, Aufgaben oder Operationen, und ein Workflow mit vielen Schritten verbraucht schnell ein Vielfaches des Kontingents. Premium-Konnektoren, zusätzliche Umgebungen und KI-Funktionen kosten bei vielen Anbietern extra. Bei BPM-Suiten und Low-Code-Plattformen kommen Einrichtung, Schulung und oft ein Implementierungspartner hinzu.

Vergleichen Sie die Gesamtkosten über mehrere Jahre mit Ihrer realen Nutzerzahl und dem erwarteten Volumen an Vorgängen. Rechnen Sie dagegen, wie viel Arbeitszeit heute für Nachfragen, Abschriften und Suchen nach Freigaben verloren geht, und welche Skontobeträge durch schnellere Rechnungsfreigaben gesichert werden.

Open Source 0 ohne Lizenz

Workflow-Engine oder Community-Edition auf eigenen Servern, Hosting und Updates in eigener Verantwortung.

Gratistarif 0 begrenzt

Cloud-Dienst mit Grenzen bei Nutzern, Workflows oder Ausführungen.

Einstiegstarif niedrig je Nutzer und Monat

Formulare, Freigaben, Checklisten und einfache Regeln für ein Team.

Profi-Tarif mittel je Nutzer und Monat

Bedingungen, Vertretungen, Konnektoren, Auswertungen und zentrale Anmeldung.

Enterprise und Plattform hoch individuelles Angebot

BPM-Suite oder Low-Code-Plattform mit Prozess-Engine, Umgebungen und Betrieb nach Wahl.

Zusatzkosten variabel einmalig oder laufend

Ausführungen und Tasks, Premium-Konnektoren, KI-Funktionen, Einrichtung und Schulung.

Wovon die Kosten abhängen

Die Kosten einer Workflow-Software richten sich vor allem nach der Zahl der Nutzer, dem Tarif, der Zahl der Ausführungen und den benötigten Konnektoren. Open-Source-Engines kosten keine Lizenz, brauchen aber Hosting, Updates und Fachwissen. No-Code- und Low-Code-Lösungen rechnen meist je Nutzer und Monat ab, Automatisierung zwischen Apps oft je Ausführung. Rechnen Sie Einrichtung, Schulung und Wachstum immer mit ein.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit Workflow-Software aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Was ist ein Workflow? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Ein Workflow legt fest, welche Schritte ein Vorgang durchläuft, wer sie erledigt und nach welchen Regeln er weitergeht. Ein Workflow-Management-System führt diese Schritte automatisch aus.
2 Wofür steht BPMN? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. BPMN 2.0 ist eine standardisierte grafische Notation für Geschäftsprozesse, auch als ISO/IEC 19510 veröffentlicht. Viele BPM-Suiten führen BPMN-Modelle direkt in einer Prozess-Engine aus.
3 Was regelt eine Vertretungsregel im Workflow? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die Vertretungsregel leitet Aufgaben bei Urlaub oder Krankheit automatisch an eine festgelegte Person weiter. So bleibt kein Antrag liegen, nur weil jemand fehlt.
4 Welche Kennzahl zeigt, wie lange ein Vorgang vom Start bis zum Abschluss dauert? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die Durchlaufzeit misst die Spanne vom Start eines Vorgangs bis zu seinem Abschluss. Sie zeigt, ob die Digitalisierung einen Ablauf tatsächlich beschleunigt hat.
5 Was ist eine Schatten-Automatisierung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Schatten-Automatisierungen entstehen, wenn Fachabteilungen Dienste auf eigene Faust verknüpfen. Ohne Verzeichnis und Verantwortliche weiß später niemand, wohin Daten fließen.

Glossar: Begriffe rund um Workflow-Management-Systeme

Die wichtigsten Begriffe rund um Workflows, Prozessautomatisierung, BPMN und Schnittstellen, kompakt und anbieterneutral erklärt.

Workflow

Feste Abfolge von Schritten mit Rollen, Regeln und Fristen, die einen wiederkehrenden Vorgang wie einen Urlaubsantrag abbildet.

Workflow-Management-System

Software, die Workflows modelliert, automatisch ausführt, Aufgaben zuweist und den Stand jedes Vorgangs protokolliert, kurz WMS.

Geschäftsprozess

Fachliche Beschreibung eines Ablaufs im Unternehmen, aus dem ein ausführbarer Workflow abgeleitet wird.

Business Process Management

Ansatz, Geschäftsprozesse systematisch zu erfassen, zu gestalten, auszuführen und zu verbessern, kurz BPM.

BPMN 2.0

Standardisierte grafische Notation für Geschäftsprozesse, auch als ISO/IEC 19510 veröffentlicht.

Prozess-Engine

Kern einer BPM-Suite, der modellierte Prozesse ausführt, Aufgaben verteilt und Zustände speichert.

No-Code

Erstellung von Workflows und Formularen per Baukasten ohne Programmierkenntnisse.

Low-Code

Entwicklung von Anwendungen und Workflows überwiegend grafisch, ergänzt um wenige Zeilen eigenen Code.

iPaaS

Integrationsplattform als Cloud-Dienst, die Anwendungen über Auslöser und Aktionen verbindet.

Konnektor

Fertige Anbindung an ein anderes Programm, etwa Buchhaltung, CRM oder Microsoft 365, ohne eigene Programmierung.

Auslöser

Ereignis, das einen Workflow startet, etwa ein abgeschicktes Formular oder eine eingegangene Rechnung.

Freigabe

Schritt, in dem eine berechtigte Person einen Antrag genehmigt oder ablehnt, mit Eintrag im Protokoll.

Vertretungsregel

Regel, die Aufgaben bei Abwesenheit automatisch an eine festgelegte Person weiterleitet.

Durchlaufzeit

Zeit vom Start eines Vorgangs bis zu seinem Abschluss, zentrale Kennzahl für digitale Workflows.

Audit-Trail

Unveränderbares Protokoll, das festhält, wer welchen Schritt wann ausgeführt oder freigegeben hat.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Workflow-Management-Systeme, Prozessautomatisierung, BPMN, Schnittstellen, Datenschutz und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Funktionen und Tarife ändern sich häufig, prüfen Sie den aktuellen Stand direkt beim Anbieter.

Was ist ein Workflow-Management-System?

Ein Workflow-Management-System ist Software, die wiederkehrende Abläufe wie Urlaubsanträge, Rechnungsfreigaben oder Bestellanforderungen als feste Schritte abbildet und automatisch ausführt. Sie weist jede Aufgabe der zuständigen Person zu, überwacht Fristen und protokolliert, wer was wann freigegeben hat.

Was ist der Unterschied zwischen Workflow und Prozess?

Der Prozess beschreibt fachlich, was im Unternehmen passiert, der Workflow ist seine ausführbare digitale Fassung. Ein Workflow legt konkrete Schritte, Formulare, Rollen, Fristen und Benachrichtigungen fest, die die Software abarbeitet.

Was ist der Unterschied zwischen BPM-Suite, Low-Code und Workflow-Automatisierung zwischen Apps?

Eine BPM-Suite führt komplexe, nach BPMN modellierte Prozesse in einer Prozess-Engine aus, eine Low-Code-Plattform verbindet Workflows mit eigenen Fachanwendungen. Werkzeuge zur Automatisierung zwischen Apps wie Zapier, n8n oder Microsoft Power Automate verknüpfen Cloud-Dienste über Auslöser und Aktionen und rechnen oft je Ausführung ab.

Was ist BPMN?

BPMN steht für Business Process Model and Notation und ist ein Standard zur grafischen Darstellung von Geschäftsprozessen. Die Version BPMN 2.0 ist auch als ISO/IEC 19510 veröffentlicht, und viele BPM-Suiten führen solche Modelle direkt aus.

Welche Prozesse eignen sich für den Einstieg?

Am besten eignen sich häufige, überschaubare Abläufe mit wenigen Beteiligten, etwa Urlaubsanträge, Bestellanforderungen, Rechnungsfreigaben oder Onboarding-Checklisten. Solche Pilotprozesse zeigen schnell Nutzen und liefern Erfahrung für komplexere Workflows.

Gibt es kostenlose Workflow-Software?

Ja, Open-Source-Engines und Community-Editionen lassen sich kostenlos auf eigenen Servern betreiben, und mehrere Cloud-Anbieter haben Gratistarife. Gratistarife begrenzen meist Nutzer, Workflows oder Ausführungen, Open Source verlangt eigene Arbeitszeit für Betrieb, Updates und Sicherheit.

Worauf muss ich beim Datenschutz achten?

Achten Sie auf den Speicherort der Daten, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO, Rechte je Rolle und feste Löschfristen. Workflows mit Personal- oder Rechnungsdaten brauchen zusätzlich ein unveränderbares Protokoll, bei strengen Vorgaben kommt Betrieb in Deutschland oder auf eigenen Servern infrage.

Wie lange dauert die Einführung eines Workflow-Management-Systems?

Ein erster Pilot-Workflow läuft mit einem No-Code-Workflow-Tool oft nach zwei bis sechs Wochen, BPM-Projekte mit vielen Schnittstellen dauern meist mehrere Monate. Planen Sie danach den schrittweisen Ausbau auf weitere Prozesse und laufende Verbesserungen ein.

Was kostet eine Workflow-Software?

Die Kosten reichen von kostenlosen Open-Source-Engines und Gratistarifen über Abos je Nutzer und Monat bis zu individuellen Angeboten für BPM-Suiten und Plattformen. Dazu kommen häufig Kosten je Ausführung, Aufpreise für Konnektoren sowie Einrichtung und Schulung.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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