Der elektrische BMW i3 kostet in der Basisversion 59.900 Euro und damit 5.000 Euro mehr als der Benziner 320. Beim Dienstwagen fällt die Rechnung anders aus, weil Beschäftigte für ein Elektroauto nur ein Viertel des üblichen geldwerten Vorteils versteuern. Das Risiko beim Wiederverkauf bleibt beim Unternehmen.

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Stellen Sie sich vor, Ihr Vertriebsleiter wählt seinen nächsten Firmenwagen zwischen dem elektrischen BMW i3 und dem Benziner 320. Auf der Preisliste liegt der Benziner vorn, in der Gehaltsabrechnung des Fahrers der i3 mit großem Abstand.

Das Wichtigste in Kürze

  • BMW verlangt für den neuen i3 40 xDrive mindestens 59.900 Euro, für den i3 50 xDrive 65.900 Euro.
  • Als Dienstwagen versteuern Beschäftigte beim i3 monatlich 0,25 Prozent des Listenpreises, beim Benziner 1 Prozent.
  • Unternehmen dürfen ein bis Ende 2027 angeschafftes Elektroauto im ersten Jahr zu 75 Prozent abschreiben.

Was bekommen Käufer für 59.900 Euro?

Kuchen mit Ladestecker, ein Tortenheber mit Etikett „STEUER“ davor auf weißem Grund
BMW i3 40 xDrive: Neue Einstiegsversion mit zwei Motoren (275 kW), 82,8-kWh-Akku und 710 km Reichweite ab 59.900 Euro

Der i3 40 xDrive ist die neue Einstiegsversion des elektrischen 3er. Zwei Motoren leisten zusammen 275 kW, der Akku fasst 82,8 kWh und reicht nach WLTP für 710 Kilometer.[1]

In Deutschland kostet der i3 40 xDrive mindestens 59.900 Euro, der i3 50 xDrive 65.900 Euro und die First Edition 75.340 Euro.[2] Der Aufpreis von 6.000 Euro für den i3 50 xDrive bringt 108,7 kWh und bis zu 912 Kilometer Reichweite. Gebaut wird der i3 im Münchner Stammwerk, für den neuen 3er steckte BMW rund zwei Milliarden Euro in seine bayerischen Werke.

Ein Grund für den knappen Abstand zum Benziner liegt in der Batterie. Für die Rundzellen der Neuen Klasse kalkulierte BMW mit bis zu 50 Prozent geringeren Kosten für den gesamten Hochvoltspeicher gegenüber der Vorgängergeneration.[3] Den Benziner 320, den BMW am selben Tag vorstellte, bietet der Hersteller laut Branchenmedien ab 54.900 Euro an. Für 5.000 Euro mehr bekommen Käufer im i3 zwei Elektromotoren und Allradantrieb, im 320 arbeitet ein Vierzylinder mit Hinterradantrieb.[4]

Warum rechnet sich der i3 als Dienstwagen?

Beim Firmenwagen entscheidet die Steuer über die Kosten für den Fahrer. Für einen privat genutzten Dienstwagen versteuern Beschäftigte monatlich 1 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil. Bei reinen Elektroautos zählt nur ein Viertel davon, sofern der Listenpreis 100.000 Euro nicht übersteigt und der Arbeitgeber den Wagen vor 2031 anschafft.[5]

Ein Rechenbeispiel auf Basis der Grundpreise: Beim Benziner 320 kämen 549 Euro geldwerter Vorteil im Monat zusammen, beim i3 40 xDrive rund 150 Euro. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent würde der Fahrer des i3 damit rund 168 Euro weniger Lohnsteuer im Monat zahlen. Unternehmen dürfen ein zwischen Juli 2025 und Ende 2027 angeschafftes Elektroauto zudem im ersten Jahr zu 75 Prozent abschreiben.[6]

Wie stark Steuerregeln die Preisliste formen, zeigt Irland mit seiner nach CO2-Ausstoß gestaffelten Zulassungssteuer: Dort kostet der i3 40 xDrive 60.285 Euro, der Benziner 320 dagegen 71.935 Euro.[4]

BMW i3 oder BMW 320 als Dienstwagen
Grundpreise in Deutschland und der monatliche geldwerte Vorteil, den Beschäftigte versteuern
BMW i3 40 xDrive
59.900 €
Grundpreis mit Allradantrieb und 710 Kilometern Reichweite nach WLTP
BMW 320
54.900 €
Grundpreis des Benziners mit Vierzylinder und Hinterradantrieb
Vorteil i3 im Monat
150 €
0,25 Prozent des Listenpreises versteuern Sie beim Elektroauto
Vorteil 320 im Monat
549 €
1 Prozent des Listenpreises versteuern Sie beim Benziner

Was sollten Fuhrparkleiter vor der Bestellung prüfen?

Die Steuerersparnis landet beim Fahrer, das Restwertrisiko beim Unternehmen oder bei der Leasinggesellschaft. Die Schwarz Gruppe stoppte im Juli neue Elektro-Dienstwagen, weil der Wiederverkauf gebrauchter Elektroautos zu wenig einbrachte. Für einen stabilen Restwert spricht die Nachfrage nach dem Schwestermodell iX3 mit 100.000 Bestellungen in Europa im ersten Verkaufsjahr.

Beim BMW i3 lenkt der Gesetzgeber die Dienstwagenwahl stärker als der Listenpreis: Der Fahrer spart im Rechenbeispiel rund 168 Euro Lohnsteuer im Monat. Ob sich der Wagen für den Arbeitgeber rechnet, entscheidet erst der Wiederverkauf.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Vor der Bestellung lohnt deshalb ein Leasingangebot mit festem Restwert, das den Wertverlust eines Elektroautos auf die Leasinggesellschaft verlagert. Ob sich E-Auto-Leasing im Gewerbe rechnet, hängt zudem von Laufzeit und Fahrleistung ab, ohne eigene Wallbox auch von den Ladetarifen.

Quellen

[1] BMW Group: „Die neue BMW 3er Reihe“ (30. September 2026)

[2] electrive: „Elektrischer BMW i3 glänzt mit 900 km Reichweite“ (30. September 2026)

[3] BMW Group: „Mehr Leistung, CO2-reduzierte Produktion, Kosten deutlich reduziert: Die BMW Group setzt in der Neuen Klasse ab 2025 innovative BMW Batteriezellen im Rundformat ein“ (9. September 2022)

[4] BMW Group Ireland: „The new BMW 3 Series“ (30. September 2026)

[5] Bundesministerium der Justiz: § 6 Einkommensteuergesetz, Bewertung

[6] Bundesministerium der Justiz: § 7 Einkommensteuergesetz, Absetzung für Abnutzung, Absatz 2a

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