BMW hat am 30. September den neuen 3er der Baureihe G50 vorgestellt. Tempo und Fahrdaten wandern vom Kombiinstrument in das Anzeigeband Panoramic Vision am Fuß der Frontscheibe. Der Umbau passt zu einer Prüfregel von Euro NCAP, die das Sichtfeld des Fahrers auf 30 Grad genau vermisst.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügen17,9 Zoll misst das zentrale Display im BMW 3er G50.[1] Das Anzeigeband an der Frontscheibe stammt aus dem elektrischen iX3. Fans von Rundinstrumenten für Drehzahl, Öl- und Wassertemperatur suchen hinter dem Lenkrad vergeblich.
Das Wichtigste in Kürze
- Topmodell ist der M350 xDrive mit Sechszylinder und 443 PS.
- Panoramic Vision ersetzt das Kombiinstrument hinter dem Lenkrad.
- Euro NCAP prüft seit 2026 Sichtfeld und echte Tasten für Blinker, Hupe und Warnblinker.
- Die Prüfmaße für Touchflächen taugen auch fürs Web.
Was steckt im neuen BMW 3er?

BMW fährt eine Doppelstrategie: Dingolfing baut die Verbrenner, München den elektrischen i3 auf Basis der Neuen Klasse.[1] Die zwei Milliarden Euro für Werke und Batteriefertigung sind investiert.
An der Spitze steht der M350 xDrive mit Reihensechszylinder und 326 kW (443 PS), darunter der 320 mit Vierzylinder.[1] Ein Plug-in-Hybrid folgt 2027. Laut Branchenmedien bleibt der Verbrenner auf der weiterentwickelten bisherigen Plattform, daher behält der G50 die klassischen Proportionen.
Warum wandert der Tacho an die Frontscheibe?
Panoramic Vision projiziert fahrrelevante Inhalte in die Sichtachse des Fahrers.[1] Euro NCAP definiert diese Zone seit Januar 2026 genau: 30 Grad zu jeder Seite und 30 Grad nach unten, gemessen vom Auge des Fahrers.[2] Tempo, Tempolimit, Licht- und Assistenzstatus müssen dort erscheinen, sonst gilt die Prüfaufgabe als nicht bestanden.
Das Kombiinstrument hat hier eine Schwachstelle: Verdeckt der Lenkradkranz eine Anzeige, fällt diese Anzeige laut Protokoll aus der Sichtlinie.[2] Ein Band am Scheibenfuß liegt oberhalb des Lenkrads und umgeht das Problem. Drehzahl und Temperaturen tauchen in der Liste der Pflichtanzeigen nicht auf.
Welche Tasten verlangt Euro NCAP?
Für Blinker, Wählhebel, Warnblinker, Notruf, Hupe, Frontwischer und Fernlicht fordert das Protokoll eine physische Bedienung an der erwarteten Stelle.[2] Die Bedienprüfung bringt 5 von 30 Punkten der Wertung Driver Engagement, 25 entfallen auf die Fahrerüberwachung per Innenraumkamera.
Mercedes hat den Kurswechsel zurück zu echten Knöpfen verkündet. Laut Fachpresse streicht BMW den iDrive-Controller, behält aber Lenkstockhebel für Blinker und Wischer sowie Tasten für Warnblinker und Lautstärke. Das neue Lenkrad trägt eine mittlere Speiche oben,[1] Freunde des Drei-Speichen-Designs müssen umlernen.
Ein Anzeigeband an der Scheibe misst sich an einer Frage: Wie lange verlässt der Blick die Straße? Blinker, Warnblinker und Wischer gehören deshalb an feste Hebel und Tasten, nicht in ein Menü.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Was lernen Flotten und Designer daraus?
Fuhrparkverantwortliche prüfen vor der Bestellung am besten die Teilwertung Driver Engagement, sobald Euro NCAP den 3er getestet hat. Eine Probefahrt mit Blindtest für Blinker und Lautstärke klärt den Rest.
Auch für Web-Oberflächen taugen die Prüfmaße als Maßstab: Touchflächen sollen mindestens 10 × 10 mm groß sein und 4 mm Abstand halten.[2] Ein Rechtsklick-Menü spart Platz, versteckt aber häufige Aktionen, wie der Dashboard-Umbau bei Vercel zeigt.
Quellen
[1] BMW Group PressClub: „Die neue BMW 3er Reihe“
[2] Euro NCAP: „Safe Driving Driver Engagement Protocol, Version 1.1“
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