5.000 Euro sofort und weitere 45.000 Euro binnen zehn Tagen verlangt Tesla in Deutschland als Anzahlung für den neuen Roadster, einen Kaufpreis nennt der Konzern nicht. Bei der Vorstellung am 15. Oktober sprang der Sportwagen mit Druckluftdüsen über fünf andere Tesla-Modelle. Die Flugversion Rocket ist nach Teslas eigenem Hinweis nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenAuf einem SpaceX-Testgelände nahe Waco in Texas fuhr der weiße Zweisitzer ohne Fahrer eine überhängende Rampe hinauf, drehte sich in der Luft und setzte mit Hilfe seiner Düsen wieder auf. Elon Musk kündigte die Serienfertigung für 2028 an. Erstmals gezeigt hatte Tesla den Roadster im November 2017, damals mit Produktionsstart 2020.
Das Wichtigste in Kürze
- Tesla bietet drei Versionen an: Performance für die Straße, Thrust mit Kaltgasdüsen im Heck und Rocket mit Düsen rund um die Karosserie.
- Deutsche Käufer zahlen 50.000 Euro an, davon gilt nur die erste Rate über 5.000 Euro ausdrücklich als vollständig rückerstattbar.
- Die Flugversion Rocket vergibt Tesla nur auf Einladung und nicht in allen Regionen.
- Musk spricht selbst von Hüpfern statt Flügen, die Serienfertigung soll 2028 beginnen.
Wie hebt ein Auto mit Druckluft ab?
Im Heck und an den Flanken sitzen Kaltgasdüsen, die gespeicherte Druckluft ausstoßen, ohne etwas zu verbrennen.[1] Laut TechCrunch speisen sich die zehn Düsen der Rocket-Version aus 600 Litern Druckluft, die Tesla-Manager Lars Moravy als nachfüllbar beschrieb. Für die Tanks greift Tesla auf kohlefaserumwickelte Druckbehälter zurück, wie SpaceX sie in seinen Raketen einsetzt.
Für Haftung sorgt ein Saugsystem: Lüfter ziehen die Luft unter dem Wagenboden ab, der Unterdruck hält das Auto nach Tesla-Angaben selbst im Stand kopfüber.[1] Einen längeren Flug zeigte Tesla nicht, und Musk dämpfte die Erwartungen bei der Vorführung selbst: „Wir reden nicht von dauerhaftem Flug. Wir reden buchstäblich vom Hüpfen.“
Was zahlen Käufer in Deutschland?
Die deutsche Reservierungsseite verlangt für die Performance-Version 5.000 Euro sofort und weitere 45.000 Euro innerhalb von zehn Tagen.[2] Als vollständig rückerstattbar weist Tesla dort nur die erste Rate aus. Geht die zweite Zahlung nicht fristgerecht ein, kann Tesla die Reservierung stornieren.
In den USA kostet die Reservierung der Performance-Version 50.000 US-Dollar, umgerechnet rund 43.500 Euro, die der limitierten Thrust-Version 250.000 US-Dollar oder rund 217.500 Euro, berichtet TechCrunch. Deutsche Kunden zahlen also rund 6.500 Euro mehr an. Alle Dollarbeträge sind zum Kurs von 0,87 Euro je US-Dollar umgerechnet, Stand 16. Oktober 2026.
Hält Tesla diesmal den Zeitplan?
Den Elektro-Lkw Semi liefert Tesla seit September an Serienkunden, sieben Jahre später als versprochen. Beim Solardach stellte Musk 1.000 Dächer pro Woche in Aussicht, nach rund 3.000 Dächern hat Tesla das Solar Roof eingestellt. Die Roadster-Vorstellung selbst verschob Musk seit Ende 2025 dreimal, zuletzt den Termin am 1. Oktober wegen Unwetters.
Tesla nimmt 50.000 Euro Anzahlung für ein Auto ohne Preis. Die Version, die fliegen soll, darf nicht einmal auf die Straße.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Die deutschen Flugtaxi-Pioniere Lilium und Volocopter meldeten Insolvenz an, während XPengs Flugauto-Sparte AeroHT in einem staatlichen Reallabor in den Emiraten testet. Roger Conner, Luftfahrt-Kurator am Smithsonian National Air and Space Museum, hält Mischformen für schwach in beiden Rollen: Flugzeuge reagieren empfindlich auf Gewicht, Autos brauchen schwere Crashstrukturen, sagte Conner dem Sender CNN.
Was bedeutet das für Interessenten in Deutschland?
Musk nennt den Roadster ein Imageprodukt. Das Geld verdient Tesla mit Volumenmodellen wie dem Model Y, deren Absatz in Deutschland schwächelt: Im Juli kam die Marke hierzulande auf nur 367 Neuzulassungen. Für Privatkäufer und Firmen mit Interesse am Roadster heißt das:
- Die zweite Rate über 45.000 Euro erst überweisen, wenn die Erstattungsbedingungen dafür schriftlich vorliegen.
- Bei einem Firmenkauf einplanen, dass die Anzahlung bis zur Auslieferung frühestens 2028 Liquidität bindet.
- Den Restwert eines Kleinserien-Sportwagens vorsichtig ansetzen, Hintergründe liefert der Ratgeber zum Wertverlust bei Elektroautos.
FAQ: Tesla-Roadster mit Kaltgasdüsen: 50.000 Euro Anzahlung ohne Kaufpreis
Kann der neue Tesla-Roadster fliegen?
Nur die Version Rocket hebt mit zehn Kaltgasdüsen kurz ab. Elon Musk spricht selbst von Hüpfern, nicht von dauerhaftem Flug. Tesla vergibt diese Version nur auf Einladung, für den öffentlichen Straßenverkehr ist sie nicht zugelassen.
Was kostet der Tesla-Roadster?
Einen Kaufpreis nennt Tesla nicht. In Deutschland verlangt der Hersteller 50.000 Euro Anzahlung: 5.000 Euro sofort und 45.000 Euro innerhalb von zehn Tagen. In den USA kostet die Reservierung der Thrust-Version 250.000 US-Dollar, rund 217.500 Euro.
Wann kommt der Tesla-Roadster auf den Markt?
Elon Musk kündigt die Serienfertigung für 2028 an. Tesla hatte den Roadster im November 2017 vorgestellt und damals die Produktion für 2020 versprochen. Seither verschob der Hersteller den Termin mehrfach, auch die Vorstellung selbst.
Wie schnell beschleunigt der Roadster?
Tesla gibt für die Thrust-Version weniger als eine Sekunde von 0 auf 100 km/h an, Kaltgasdüsen im Heck liefern dafür den zusätzlichen Schub. Für alle Versionen nennt Tesla rund 480 Kilometer Reichweite und mehr als 370 km/h Spitze.
Quellen
2 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- TeslaRoadster (Produktseite Deutschland, abgerufen am 16. Oktober 2026)
- TeslaRoadster reservieren (abgerufen am 16. Oktober 2026)
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