Das Geschäftsmodell von Revolut steckt in einer App, die für die meisten ihrer Kunden keinen Cent kostet. Trotzdem blieben dem Londoner Finanzkonzern im vergangenen Geschäftsjahr vor Steuern umgerechnet zwei Milliarden Euro, von jedem Euro Umsatz also 38 Cent. Den größten Einzelposten zahlen Händler, die meist gar kein Konto bei Revolut besitzen.

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Revolut sammelte im September 2026 binnen drei Wochen Bankgenehmigungen in Nord- und Südamerika. Am 3. September erteilte die US-Bankenaufsicht OCC eine vorläufige Zulassung für eine nationale Bank, am 15. September folgte die Betriebserlaubnis der kolumbianischen Finanzaufsicht, am 24. September die Zustimmung der argentinischen Zentralbank zum Kauf einer örtlichen Bank. In der Schweiz beantragte der Konzern am 16. September eine Lizenz. Mitten in diese Serie platzte eine unangenehme Meldung: Am 12. September bestätigte Revolut, dass Betrüger mit gefälschten Behördenanfragen an Kundendaten gelangt waren, darunter Ausweiskopien, Selfies und Kontoauszüge.

Die jüngste Bewertung stammt aus der Zeit vor dem Datenleck. Im Juli startete ein Verkauf von Mitarbeiteraktien, der Revolut nach Berichten von Bloomberg und dem Wall Street Journal mit umgerechnet rund 101 Milliarden Euro bewertete, dem 66-Fachen des Nettogewinns von 2025. Hinter dieser Zahl steht die Erwartung an ein Modell, das Kartenzahlungen, Abos, Wertpapierhandel, Devisentausch und Zinsen in einer einzigen App bündelt. Diese Analyse zerlegt den Jahresbericht 2025 und zeigt, woraus Revolut seine Marge zieht und wer die Rechnung bezahlt. Am Ende steht die Frage, was der Konzern für drei Millionen deutsche Kunden und für heimische Banken bedeutet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Revolut setzte 2025 umgerechnet 5,26 Milliarden Euro um, 46 Prozent mehr als im Vorjahr, und verdiente vor Steuern 2,0 Milliarden Euro. Die Vorsteuermarge lag bei 38 Prozent.
  • Größte Einzelquelle sind Kartenzahlungen mit 22 Prozent des Umsatzes, knapp vor den Zinsen auf angelegte Kundengelder (ebenfalls rund 22 Prozent) und den Abo-Gebühren (16 Prozent).
  • Rund 84 Prozent der Zinserträge stammen aus dem Anlegen von Kundeneinlagen, nur 176 Millionen Euro aus Krediten. Die Kredit-Einlagen-Quote lag bei 6,2 Prozent.
  • Europa ohne Großbritannien lieferte 71 Prozent der Gebührenerlöse. In Deutschland zählt Revolut rund drei Millionen Kunden, ihre Konten führt die litauische Revolut Bank.
  • Im September 2026 kamen eine vorläufige US-Zulassung und eine Lizenz in Kolumbien hinzu, zugleich bestätigte Revolut ein Datenleck über gefälschte Behördenanfragen.

Fünf Fragen an die Finanz-App

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie das Geschäftsmodell von Revolut?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Welche Erlösquelle brachte Revolut 2025 den größten Anteil am Umsatz? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Kartenzahlungen machten 22,2 Prozent des Umsatzes aus, knapp vor den Zinserträgen mit 21,6 Prozent. Die Aufschlüsselung steht im Kapitel zum Erlösmodell.
2 Wie viel blieb 2025 von jedem Euro Umsatz vor Steuern übrig? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Revolut erzielte einen Vorsteuergewinn von umgerechnet 2,0 Milliarden Euro bei 5,26 Milliarden Euro Umsatz, eine Marge von 38 Prozent.
3 Bei welcher Gesellschaft führen deutsche Kunden ihr Revolut-Konto derzeit? Aufklappen ↓
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Richtig: A. Die Konten liegen bei der Revolut Bank UAB in Litauen, auch mit deutscher IBAN. Ein späterer Wechsel zur französischen Revolut Bank S.A. ist geplant.
4 Wie hoch war die Kredit-Einlagen-Quote von Revolut Ende 2025? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Revolut verleiht nur einen kleinen Teil seiner Einlagen und legt den Rest in Barmitteln und Anleihen an. Klassische Banken verleihen einen Großteil.
5 Wie viele Beschäftigte zählte Revolut zum Jahresende 2025? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Zum 31. Dezember 2025 arbeiteten 12.200 Menschen für Revolut, im Jahresmittel knapp 10.900, davon 4.700 im Kundenbetrieb.

Wer steckt hinter Revolut und wie fing alles an?

Revolut wurde am 1. Juli 2015 in London von Nikolay Storonsky und Vlad Yatsenko gegründet, zwei früheren Angestellten großer Investmentbanken. Am Anfang stand eine Prepaid-Karte, mit der Reisende im Ausland ohne teure Wechselkursaufschläge bezahlen sollten.

Storonsky handelte ab 2006 bei Lehman Brothers in London mit Aktienderivaten und wechselte später zu Credit Suisse, wo er bis 2013 blieb. Nach seiner eigenen, oft erzählten Version ärgerte er sich auf Reisen über die Aufschläge, die Banken beim Bezahlen in fremder Währung verlangten. Belegen lässt sich diese Anekdote nicht, sie gehört zur Gründerüberlieferung. Belegt ist, was daraus wurde: eine Karte samt App, die Devisen zum Großhandelskurs tauschte und die Banken ausgerechnet dort angriff, wo sie jahrzehntelang bequem verdient hatten, beim Wechselkurs.

Mitgründer Vlad Yatsenko übernahm die Technik. Er hatte zuvor bei UBS, der Deutschen Bank und Credit Suisse gearbeitet und kannte die IT-Systeme der Banken von innen. Das junge Unternehmen zog in den Fintech-Inkubator Level39 im Londoner Bankenviertel Canary Wharf, mitten unter die Großbanken, deren Kunden Revolut abwerben wollte. Die Adresse passte zum Anspruch: Revolut wollte Bankgeschäfte mit den Werkzeugen eines Softwareunternehmens erledigen.

Das erste Geld kam 2015 vom Wagniskapitalgeber Balderton Capital, der eine Runde über umgerechnet rund 2,0 Millionen Euro anführte. Mit Seedcamp, Point Nine, Venrex und Index Ventures wuchs die Seed-Finanzierung auf umgerechnet 4,2 Millionen Euro. Für eine Bank wäre die Summe viel zu wenig gewesen, für eine Prepaid-Karte mit App genügte der Betrag. Revolut brauchte anfangs keine Einlagen, vergab keine Kredite und verdiente allein an Kartenzahlungen und am Umtausch. Dieses schlanke Modell ohne Kreditrisiko prägt die Erlösstruktur bis heute.

Der entscheidende Kurswechsel folgte im Dezember 2018. Über die litauische Zentralbank erhielt Revolut eine Banklizenz der Europäischen Zentralbank. Die Lizenz erlaubte Revolut, Einlagen anzunehmen und die Dienste in der gesamten EU anzubieten. Aus der Reisekarte wurde ein Girokonto mit Sparfunktion, Wertpapierdepot, Kryptohandel, Firmenkonten und Abo-Tarifen. Elf Produktlinien brachten 2025 jeweils mehr als 117 Millionen Euro Umsatz ein. Vom Gründungsprodukt ist der Devisentausch übrig geblieben, heute nur noch eine von mehreren Säulen.

Revolut bediente den deutschen Markt zunächst aus der Ferne über die litauische Bank, mit litauischer IBAN. Manche Arbeitgeber und Versorger akzeptierten diese Kontonummern nur widerwillig, obwohl EU-Recht sie gleichstellt. Anfang Oktober 2024 änderte sich die Lage: Über eine bei der BaFin registrierte Zweigniederlassung in Berlin erhielten Neukunden eine deutsche IBAN, Bestandskunden folgten in den Monaten danach. Damals zählte Revolut rund zwei Millionen deutsche Kunden, im Januar 2026 meldete der Konzern drei Millionen und ein um 67 Prozent gestiegenes Transaktionsvolumen.

Wie wurde aus der Reisekarte ein Finanzimperium?

Turm aus Holzwürfeln mit orangefarbenen Fahnen und der Beschriftung LIZENZ
Von der Reisekarte zur Bank: Lizenzen in Litauen, Großbritannien und Frankreich ermöglichten das Wachstum.

Revolut wuchs über günstige Kundengewinnung per App, eine europäische Banklizenz aus Litauen und immer neue Produkte auf derselben Plattform. Der Umsatz stieg von 256 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 5,26 Milliarden Euro 2025, aus einem Verlust von 261 Millionen Euro wurde ein Nettogewinn von 1,52 Milliarden Euro.

Das Wachstum verlief in Stufen, und jede Stufe hing an einer Lizenz. Die litauische Banklizenz von 2018 öffnete den EU-Binnenmarkt und rettete das Europageschäft über den Brexit hinweg, denn eine britische Erlaubnis allein hätte nach dem Austritt nicht mehr für Kunden in Madrid oder München gereicht. Revolut führte die Konten kontinentaleuropäischer Kunden deshalb über die litauische Bank. Diese Entscheidung erklärt, warum Europa ohne Großbritannien heute mit 71 Prozent den größten Teil der Gebührenerlöse liefert.

Das Kapital für den Ausbau kam in großen Runden. Im Juli 2021 investierten der SoftBank Vision Fund 2 und Tiger Global umgerechnet 703 Millionen Euro bei einer Bewertung von 29 Milliarden Euro. Im August 2024 bewertete ein Verkauf von Mitarbeiteraktien den Konzern mit 39,6 Milliarden Euro, im November 2025 eine Kapitalrunde unter Führung von Coatue, Greenoaks, Dragoneer und Fidelity mit 65,9 Milliarden Euro. Auch NVentures, die Wagniskapitaltochter des Chipkonzerns Nvidia, stieg ein. Der Sekundärverkauf vom Juli 2026 hob die Bewertung nach Medienberichten auf rund 101 Milliarden Euro.

Wachstum
Vom Verlust zur Gewinnmaschine
Umsatz und Nettoergebnis der Revolut-Gruppe 2020 bis 2025. Der Verlust von 2020 ist grau dargestellt.
Umsatz
  • 2020256 Mio. €
  • 2021742 Mio. €
  • 20221.075 Mio. €
  • 20232.096 Mio. €
  • 20243.602 Mio. €
  • 20255.264 Mio. €
Nettoergebnis
  • 2020−261 Mio. €
  • 202131 Mio. €
  • 20227 Mio. €
  • 2023401 Mio. €
  • 2024921 Mio. €
  • 20251.521 Mio. €

Die Infografik zeigt den Wendepunkt im Jahr 2023. Steigende Leitzinsen verwandelten die Kundengelder, die bis dahin kaum etwas abwarfen, in eine Ertragsquelle, und der Vorsteuergewinn sprang auf umgerechnet 510 Millionen Euro. Ohne diesen Zinsschub wäre der Gewinn deutlich später in diese Größenordnung gewachsen. Seither wachsen die Gebühren wieder schneller als die Zinsen, der Anteil gebührenbasierter Erlöse stieg 2025 um 4,2 Prozentpunkte auf 76 Prozent.

Der längste Kampf galt der Heimat. Die britische Bankenaufsicht PRA erteilte Revolut am 25. Juli 2024 eine vorläufige Lizenz und schickte das Unternehmen in die sogenannte Mobilisierungsphase, in der eine Bank nur eingeschränkt arbeiten darf. Erst am 12. März 2026 startete die Revolut Bank UK regulär, mit britischer Einlagensicherung bis umgerechnet rund 140.000 Euro. Für Großbritannien hat Revolut Investitionen von umgerechnet 3,5 Milliarden Euro und 1.000 neue Stellen zugesagt.

Ende 2025 zählte Revolut 68,3 Millionen Privatkunden, 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, und 767.000 Geschäftskunden. Allein 2025 kamen 16 Millionen Privatkunden hinzu, in Pressemitteilungen vom Sommer 2026 spricht das Unternehmen von mehr als 75 Millionen. Zum Vergleich: Der Berliner Wettbewerber N26 meldete für 2025 rund 5,6 Millionen umsatzrelevante Kunden und Bruttoerträge von 501,6 Millionen Euro. Revolut setzt damit gut das Zehnfache um, mit 12.200 Beschäftigten zum Jahresende.

Auf den PunktWachstum in Lizenzstufen
  • 2018: EZB-Banklizenz über Litauen öffnet den EU-Binnenmarkt
  • 2023: Zinswende macht Kundengelder zur Ertragsquelle, erster großer Gewinn
  • 2025: 5,26 Milliarden Euro Umsatz, 68,3 Millionen Privatkunden, 12.200 Beschäftigte

Wie verdient Revolut tatsächlich sein Geld?

Sieben Tortenstücke, eins orange mit „KARTE“-Fähnchen, auf Weiß
Kartenzahlungen, Zinsen und Abos liefern den Großteil des Umsatzes von Revolut.

Revolut verdient vor allem auf drei Wegen: an den Gebühren, die bei jeder Kartenzahlung an den Kartenherausgeber fließen, an Abos für Premiumtarife und an Zinsen auf Kundengelder, die der Konzern bei Banken und in Wertpapieren anlegt. Gebühren machten 2025 insgesamt 76 Prozent des Umsatzes aus.

Der Jahresbericht 2025 weist einen Umsatz von 5,26 Milliarden Euro aus, davon 4,0 Milliarden Euro Gebühren, 1,14 Milliarden Euro Zinsen und 131 Millionen Euro sonstige Erträge. Finanzchef Victor Stinga nennt die hohe Gebührenquote im Brief an die Aktionäre ausdrücklich untypisch für eine Bankengruppe. Die Quote fällt auf, weil klassische Banken den Großteil ihres Geldes mit Krediten verdienen. Revolut dagegen lebt von Transaktionen, also davon, wie oft Kunden bezahlen, tauschen, handeln und sparen.

Erlösquellen
Woher der Umsatz von Revolut stammt
Oben stehen alle Erlösquellen 2025, unten die Gebührenerlöse nach Wohnsitz der Kunden.
Umsatz 2025 nach Erlösquellen, gesamt 5.264 Mio. €
  • Kartenzahlungen1.170 Mio. € (22,2 %)
  • Zinserträge1.136 Mio. € (21,6 %)
  • Abos826 Mio. € (15,7 %)
  • Vermögen (Aktien, Krypto, Fonds)773 Mio. € (14,7 %)
  • Devisentausch706 Mio. € (13,4 %)
  • Sonstige Gebühren297 Mio. € (5,6 %)
  • Prämienprogramm RevPoints225 Mio. € (4,3 %)
  • Sonstige Erträge131 Mio. € (2,5 %)
Gebührenerlöse 2025 nach Regionen, gesamt 3.997 Mio. €
  • Europa ohne Großbritannien2.841 Mio. € (71 %)
  • Großbritannien979 Mio. € (25 %)
  • Übrige Welt178 Mio. € (4 %)

Die Karte als Kasse

Kartenzahlungen brachten 2025 umgerechnet 1,17 Milliarden Euro, 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Geld stammt aus dem Interchange, einem Entgelt, das die Bank des Händlers bei jeder Zahlung an den Herausgeber der Karte überweist. In der EU begrenzt eine Verordnung von 2015 dieses Entgelt für Privatkundenkarten auf 0,2 Prozent bei Debitkarten und 0,3 Prozent bei Kreditkarten. Firmenkarten fallen nicht unter die Obergrenze, und das Geschäftskundensegment wuchs 2025 schneller als das Privatkundengeschäft. Revolut Business steuert inzwischen 16 Prozent der Erträge bei.

Die Abo-Gebühren stiegen um 67 Prozent auf 826 Millionen Euro. Rechnerisch zahlte jeder Privatkunde damit rund 12 Euro im Jahr für Tarife, wobei die große Mehrheit weiter das kostenlose Standardkonto nutzt und eine Minderheit zwischen 2,99 und 65 Euro im Monat überweist. Der Anteil zahlender Kunden wuchs laut Jahresbericht um 9 Prozent. Abos haben für Revolut einen doppelten Wert: Die Tarife bringen planbare Monatserlöse und binden genau die Kunden, die viel reisen, handeln und tauschen, also auch in den anderen Erlösquellen überdurchschnittlich viel einbringen.

Das Geld im Kleingedruckten

Der Devisentausch, das Gründungsprodukt, brachte 706 Millionen Euro, ein Plus von 43 Prozent. Im Standardtarif tauscht Revolut in Deutschland werktags bis 1.000 Euro im Monat ohne Aufschlag, darüber fallen 0,5 Prozent Fair-Usage-Gebühr an, am Wochenende zusätzlich 1 Prozent. Die Aufschläge sind zu klein, um Kunden abzuschrecken, und summieren sich bei 68 Millionen Kunden dennoch zu einem spürbaren Erlös. Hinzu kommen 122 Millionen Euro aus Devisenswaps, die Revolut unter sonstigen Erträgen verbucht: Der Konzern hält Liquidität in vielen Währungen und verdient an der Differenz zwischen Kassa- und Terminkurs.

Der unauffälligste Posten wächst am schnellsten. Das Prämienprogramm RevPoints steigerte seine Erlöse von 28 Millionen auf 225 Millionen Euro. Kunden sammeln bei Kartenzahlungen und Reisebuchungen Punkte, Revolut bucht dafür einen Teil der Karten- und Provisionserträge zunächst als Verpflichtung und realisiert den Umsatz erst, wenn Punkte eingelöst werden oder nach rund drei Jahren verfallen. Ende 2025 standen 307 Millionen Euro solcher Verpflichtungen in der Bilanz. Einlösungen kosteten 143 Millionen Euro.

Daten ohne Bilanzposten

Einen Posten für Datenerlöse sucht man im Jahresbericht vergeblich, und einen Bilanzwert für den Datenschatz weist Revolut nicht aus. Wertvoll sind die Daten trotzdem, nur indirekt. Ein Anbieter, der Gehaltseingänge, Mieten und Reisen seiner Kunden kennt, kann Betrug früher erkennen und Kredite gezielter vergeben. Außerdem lässt sich jedem Nutzer das Produkt anbieten, das zu seinem Verhalten passt. Solche Verhaltensdaten bilden den Kern jeder Super-App: Je mehr Finanzgeschäfte ein Kunde über dieselbe Oberfläche abwickelt, desto genauer wird das Bild.

Wie sensibel dieser Bestand ist, zeigte der 12. September 2026. Nach Angaben des Technikportals Techcrunch gaben Revolut-Mitarbeiter Ausweisdokumente, Selfies, Adressen und Transaktionslisten an Betrüger heraus, die sich über eine echte Behördendomain als staatliche Stelle ausgaben. Revolut spricht von einer begrenzten Zahl Betroffener, Euronews nannte rund 680 Kunden in mehreren europäischen Ländern. Nach Darstellung von Revolut waren Systeme und Kundengelder nicht betroffen. Für ein Modell, dessen Wert auf Vertrauen ruht, trifft der Vorfall dennoch den empfindlichsten Punkt.

Zinsquelle20252024
Guthaben bei Banken und Zentralbanken523 Mio. €614 Mio. €
Wertpapiere (zu fortgeführten Anschaffungskosten)421 Mio. €199 Mio. €
Übrige Wertpapiere und Zinsswaps15 Mio. €22 Mio. €
Kredite an Kunden176 Mio. €86 Mio. €
Zinserträge gesamt1.136 Mio. €921 Mio. €
Zinsen an Sparer (Sparkonten)−85 Mio. €−17 Mio. €
Zinsüberschuss1.039 Mio. €871 Mio. €
Zinserträge der Revolut Group Holdings nach Jahresbericht 2025, Anhang 7. Beträge in Euro, Umrechnung nach EZB-Referenzkurs vom 28.09.2026, Rundungsdifferenzen möglich.

Wo die Marge entsteht

Segmentmargen veröffentlicht Revolut nicht, doch die Tabelle zeigt, wo das Geld fast ohne Gegenkosten entsteht. Den 1,14 Milliarden Euro Zinserträgen standen 2025 nur 85 Millionen Euro Zinsen an Sparer gegenüber. Die Kundeneinlagen in der eigenen Bilanz, umgerechnet 43,0 Milliarden Euro, wirken wie ein zinsloses Darlehen: 90 Prozent der Bilanz bestehen aus Barmitteln sowie Anleihen von Staaten und staatsnahen Emittenten. Dieser Float ist das bankähnlichste Element des Modells und zugleich das bequemste: Er verlangt keine Kreditprüfung, nur Einlagen und steigende Leitzinsen.

Ähnlich asymmetrisch sind die Abos. Den 826 Millionen Euro Abo-Erlösen stehen vergleichsweise geringe direkte Kosten gegenüber, für Karten, Lesegeräte und Terminals verbuchte Revolut insgesamt nur 49 Millionen Euro. Kartenzahlungen dagegen verursachen reale Abwicklungskosten, die Verarbeitungsgebühren summierten sich auf 488 Millionen Euro. Das Kartengeschäft bringt also den meisten Umsatz, die höchste Marge liefern Zinsen und Abos.

Das Gratiskonto als Lockangebot

Das kostenlose Standardkonto ist aus Sicht der Bilanz ein Vertriebskanal. Revolut gab 2025 umgerechnet 616 Millionen Euro für Werbung und Marketing aus, 47 Prozent mehr als im Vorjahr, dazu 29 Millionen Euro für die Aufnahme neuer Kunden. Bei 16 Millionen Neukunden ergibt das rechnerisch rund 40 Euro Marketing je gewonnenem Kunden. Diese Summe holt Revolut bei einem Nutzer, der gelegentlich mit Karte zahlt und am Wochenende tauscht, in wenigen Jahren wieder herein. Aus unserer Sicht ist das Gratiskonto deshalb kein Geschenk, sondern eine Investition mit kalkulierter Rendite.

Kredite spielen dagegen nur eine Nebenrolle. Die Kundenkredite verdoppelten sich zwar auf 2,51 Milliarden Euro, die Kredit-Einlagen-Quote lag laut Jahresbericht aber nur bei 6,2 Prozent. Eine klassische Filialbank verleiht einen Großteil ihrer Einlagen. Revolut verzichtet bewusst auf diesen Hebel und damit auf das größte Risiko des Bankgeschäfts. Anders als der Rechnungskauf-Anbieter Klarna, dessen Modell auf kurzfristigen Krediten aufbaut, bleibt Revolut vorerst ein Zahlungsdienst mit Banklizenz.

Ein Netz, das mit jeder Überweisung wächst

Überweisungen zwischen Revolut-Kunden sind kostenlos und kommen sofort an. Jeder neue Nutzer macht das Konto damit für seine Freunde, Mitbewohner und Reisebegleiter attraktiver, ein klassischer Netzwerkeffekt. Revolut beziffert seine Reichweite in Europa auf jeden fünften Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter. Größe senkt zugleich die Kosten je Kunde: Der Umsatz je durchschnittlich Beschäftigtem lag 2025 bei rund 482.000 Euro. Von den knapp 10.900 Beschäftigten im Jahresmittel arbeiteten allerdings 4.700 im Kundenbetrieb, ein Hinweis darauf, dass die App nicht alles allein erledigt.

Erlösquelle20242025Veränderung
Kartenzahlungen809 Mio. €1.170 Mio. €+45 %
Zinserträge921 Mio. €1.136 Mio. €+23 %
Abos493 Mio. €826 Mio. €+67 %
Vermögen (Aktien, Krypto, Fonds)590 Mio. €773 Mio. €+31 %
Devisentausch492 Mio. €706 Mio. €+43 %
Prämienprogramm RevPoints28 Mio. €225 Mio. €rund das Achtfache
Sonstige Gebühren172 Mio. €297 Mio. €+73 %
Sonstige Erträge97 Mio. €131 Mio. €+35 %
Umsatz3.602 Mio. €5.264 Mio. €+46 %
Erlösmix der Revolut Group Holdings nach Jahresbericht 2025, Anhänge 6 bis 8. Beträge in Euro, Umrechnung nach EZB-Referenzkurs vom 28.09.2026, Rundungsdifferenzen möglich.

Fünf Jahre, neue Gewichte

2020 setzte Revolut 256 Millionen Euro um und verlor mehr, als der Konzern einnahm. Der Umsatz hat sich seither verzwanzigfacht, und die Gewichte haben sich verschoben. Die Zinsen, 2023 der Treiber der Wende, wachsen inzwischen am langsamsten, weil die Leitzinsen sinken: Die Erträge aus Bankguthaben fielen 2025 von 614 auf 523 Millionen Euro. Neu hinzugekommen sind das Prämienprogramm, Sparkonten mit Zinsweitergabe, Kredite und Firmenkonten. Revolut baut die Gebührenbasis erkennbar aus, um vom Zinszyklus unabhängiger zu werden.

Der nächste Baustein heißt Stablecoin. Seit dem 26. August 2026 verteilt Revolut in ersten EU-Ländern den Euro-Stablecoin EURR, herausgegeben von der luxemburgischen Bridge Building S.A., die zum Zahlungsabwickler Stripe gehört. Revolut vertreibt den Token über eine in Zypern lizenzierte Tochter nach der EU-Kryptoverordnung MiCA. Mit dem Token rückt Revolut in einen Markt vor, in dem auch Visa und Mastercard Stablecoin-Abrechnungen testen. Ob daraus eine eigene Erlösquelle wird oder nur ein weiterer Grund, Geld in der App zu lassen, lässt der Jahresbericht offen.

Auf den PunktDrei Hebel erzeugen die Marge
  • Karte: 1,17 Milliarden Euro aus Entgelten, die bei jeder Zahlung vom Händler zum Kartenherausgeber fließen
  • Float: 1,14 Milliarden Euro Zinsen auf 58,5 Milliarden Euro Kundengeld, nur 85 Millionen Euro gehen an Sparer
  • Abos: 826 Millionen Euro von einer zahlenden Minderheit, fast ohne direkte Gegenkosten

Wie groß ist die Marktmacht von Revolut?

Silberner Hufeisenmagnet zieht orange Chips an, Aufschrift „„75 MIO.““ auf weißem Grund
Mit mehr als 75 Millionen Kunden ist Revolut die größte Neobank Europas.

Gemessen an Kunden ist Revolut die größte Neobank Europas, mit 68,3 Millionen Privatkunden Ende 2025. Marktmacht im klassischen Sinn fehlt trotzdem: Kredite vergibt der Konzern kaum, im Zahlungsverkehr hängt er an den Netzen von Visa und Mastercard.

Im Heimatmarkt Großbritannien zählte Revolut Ende 2025 rund 13 Millionen Kunden. Der schärfste britische Rivale Monzo meldete für das Geschäftsjahr bis März 2026 mehr als 15 Millionen Kunden, einen Umsatz von 1,98 Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn von 102 Millionen Euro. Monzo hat also mehr Kunden auf der Insel, verdient aber nur einen Bruchteil. Der Unterschied liegt in der Internationalisierung: Revolut verteilt Entwicklungs- und Marketingkosten auf Dutzende Länder, Monzo konzentriert sich im Wesentlichen auf Großbritannien.

In Deutschland ist das Feld dichter. Die Fachzeitschrift IT-Finanzmagazin zählte im September 2026 im deutschsprachigen Raum 59 Neobanken, davon 21 mit Vollbanklizenz. Revolut kommt hierzulande auf drei Millionen Kunden. N26 meldet 5,6 Millionen umsatzrelevante Kunden über alle Märkte, Trade Republic bereits im September 2025 europaweit mehr als zehn Millionen Kunden und 150 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen. Belastbare Marktanteile im deutschen Girokontomarkt veröffentlicht keiner der Anbieter, die Sparkassen und Genossenschaftsbanken dominieren das Hauptkonto weiterhin.

AnbieterKundenUmsatz oder ErträgeErgebnis
Revolut (Konzern, 2025)68,3 Mio. Privatkunden, davon rund 3 Mio. in Deutschland5,26 Mrd. € Umsatz2,0 Mrd. € vor Steuern
Monzo (Geschäftsjahr bis März 2026)über 15 Mio.1,98 Mrd. € Umsatz102 Mio. € vor Steuern
N26 (2025)5,6 Mio. umsatzrelevante Kunden501,6 Mio. € Bruttoerträge1,6 Mio. € Gewinn
Trade Republic (Stand September 2025)über 10 Mio. in Europakeine Angabekeine Angabe
Kennzahlen europäischer Neobanken nach Geschäftsberichten und Unternehmensangaben. Revolut- und Monzo-Werte in Euro umgerechnet nach EZB-Referenzkurs vom 28.09.2026.

Die Wechselkosten sind für Kunden niedrig, denn ein Revolut-Konto lässt sich in Minuten eröffnen und ebenso schnell stilllegen. Revolut setzt deshalb auf Bindung durch Breite. Kunden, die Depot, Sparkonto, Punkte und Firmenkonto in einer App bündeln, ziehen nicht mehr so leicht um. Revolut folgt damit einer ähnlichen Strategie wie der Bezahldienst PayPal, der über Jahre sein Netz aus Käufern und Händlern verteidigt hat, allerdings mit einem Unterschied: Revolut besitzt die Banklizenz und damit direkten Zugang zu den Einlagen.

Die Abhängigkeit liegt woanders. Jede Revolut-Karte läuft über Visa oder Mastercard, deren Netze Revolut für jede Transaktion bezahlt. Die Verarbeitungs- und Abwicklungsgebühren von 488 Millionen Euro zeigen, wie viel vom Kartenumsatz bei Dritten landet. Kartellrechtliche Verfahren gegen Revolut hat Dr. Web bei der Recherche nicht gefunden, der Konzern ist eher Herausforderer etablierter Banken als ein Marktbeherrscher.

Stärker als bei Privatkunden wächst die Position bei Firmen. Revolut zählte Ende 2025 rund 767.000 Geschäftskunden, ein Drittel mehr als im Vorjahr, und das Segment brachte 16 Prozent der Erträge. Kleine Exporteure, Agenturen und Onlinehändler nutzen die Konten für Zahlungen in Fremdwährung und für Firmenkarten ihrer Mitarbeiter. In diesem Segment konkurriert Revolut weniger mit Neobanken als mit den Firmenkundenabteilungen der Sparkassen und Volksbanken, deren Auslandszahlungsverkehr traditionell gut bezahlt wird.

Eine Studie des Wagniskapitalgebers Andreessen Horowitz, zugleich Revolut-Aktionär, sieht den Konzern in sechs Märkten als häufigste Wahl bei neu eröffneten Konten. Der Absender macht die Zahl nicht wertlos, verlangt aber eine vorsichtige Lesart. Unstrittig ist die Reichweite: Mehr als 75 Millionen Kunden weltweit sind eine Größe, die sonst nur Großbanken erreichen.

Auf den PunktGroß, aber nicht beherrschend
  • Reichweite: größte Neobank Europas nach Kunden, rund zehnmal so viel Umsatz wie N26
  • Bindung: Breite statt Wechselhürde, von Sparkonto bis Firmenkonto
  • Abhängigkeit: Kartennetze von Visa und Mastercard kassieren bei jeder Zahlung mit

Wer ist bei Revolut eigentlich das Produkt?

Glasglas mit orangefarbenen Münzen, Plastikhuhn, Etikett mit Aufschrift
Die Guthaben der Kunden sind für Revolut eine der wichtigsten Ertragsquellen.

Bei Revolut ist der Kunde Käufer und Rohstoff zugleich: Er zahlt für Abos und Umtausch, seine Einlagen liefern die Zinserträge, seine Kartenzahlungen die Händlerentgelte. Das kostenlose Konto finanzieren vor allem Händler und die Kunden, die mehr nutzen als die Grundfunktionen.

Der größte stille Beitrag der Kunden ist ihr Guthaben. Ende 2025 verwaltete Revolut Kundenguthaben von 58,5 Milliarden Euro, zwei Drittel mehr als ein Jahr zuvor, davon 43,0 Milliarden Euro in der eigenen Bilanz, der Rest auf Sparkonten bei Partnern und in Geldmarktfonds. Ein Kunde mit 1.000 Euro auf dem Girokonto ohne Sparfunktion bekommt keine Zinsen, Revolut legt das Geld an und behält den Ertrag. Auf diese Weise flossen 2025 rund 1,14 Milliarden Euro Zinsen, während die Sparer 85 Millionen Euro erhielten. Im Modell dient das Guthaben also als Rohmaterial.

Auch die Aufmerksamkeit der Kunden hat einen Preis. Über RevPoints sammeln Nutzer bei Kartenzahlungen Punkte und lösen sie für Flüge, Hotels oder Erlebnisse ein, die sie wiederum über die App buchen. Revolut verdient dabei an den Provisionen der Partner und an der Bindung: Ein Kunde, der auf die nächste Prämie spart, zahlt eher mit der Revolut-Karte als mit der Karte seiner Hausbank. Das Prämienprogramm verwandelt Kaufverhalten so in Kartenumsatz.

Die zweite Gruppe hat mit Revolut nie direkt zu tun. Händler zahlen über ihre Bank bei jeder Kartenzahlung das Entgelt, das beim Kartenherausgeber landet. Bei einem Einkauf über 50 Euro mit einer Revolut-Debitkarte in der EU sind das höchstens 10 Cent. Klein wirkt der Betrag nur im Einzelfall, bei einem Transaktionsvolumen von umgerechnet 1,52 Billionen Euro im Jahr 2025 addiert er sich zur größten Erlösquelle des Konzerns. Der Einzelhandel finanziert so einen Teil der kostenlosen Kontoführung mit.

Die dritte Rolle spielen die Daten. Erlöse aus Datenverkauf weist der Jahresbericht nicht aus, doch jedes Produkt baut auf dem Wissen über Zahlungen, Reisen und Anlagen auf. Das Datenleck vom September zeigt die Kehrseite: Betrüger interessierten sich gezielt für genau die Unterlagen, die Revolut für die Identitätsprüfung sammelt. Die britische Datenschutzbehörde ICO prüft den Fall, federführend für EU-Kunden ist die Datenschutzaufsicht in Litauen. Ob deutsche Kunden betroffen sind, hat Revolut bislang nicht mitgeteilt.

Eine vierte Gruppe zahlt unfreiwillig. Die britische Verbraucherorganisation Which? zählte für 2023 fast 10.000 Betrugsanzeigen bei der Meldestelle Action Fraud, in denen Revolut genannt wurde, mehr als bei jeder großen Bank des Landes. Beim Finanz-Ombudsmann gingen 2024 rund 3.200 Beschwerden wegen Überweisungsbetrugs ein. Sofortüberweisungen und eine einfache Kontoeröffnung sind für ehrliche Kunden bequem und für Betrüger attraktiv. Die Geschwindigkeit, mit der Revolut wirbt, fordert ihren Preis, und den zahlen im Zweifel die Opfer.

Was kostet Revolut wirklich, und wer trägt die Kosten?

Abgerollter Bon mit „Abo“-Schildchen, Gesamtsumme 6,00 EUR und angewendetem Rabatt-Code
Das Standardkonto ist kostenlos, Aufschläge fallen erst jenseits der Freigrenzen an.

Kunden in Deutschland zahlen für Revolut zwischen 0 und 65 Euro im Monat. Teuer wird das Standardkonto jenseits der Freigrenzen: 0,5 Prozent auf Devisentausch über 1.000 Euro im Monat, 1 Prozent Aufschlag am Wochenende und 2 Prozent auf Abhebungen über 200 Euro.

Im Mai 2026 erhöhte Revolut die Preise für die oberen Tarife, für Neukunden ab dem 7. Mai, für Bestandskunden ab dem 9. Juli. Premium stieg von 7,99 auf 8,99 Euro im Monat, Metal von 13,99 auf 15,99 Euro, Ultra von 60 auf 65 Euro. Standard und Plus blieben unverändert. Das Finanzportal Finanztip listet die aktuellen Konditionen, die Tabelle fasst die wichtigsten Tarifpreise zusammen.

TarifMonatspreis seit Mai 2026Preis davorDevisentausch werktags ohne Aufschlag
Standard0 €0 €bis 1.000 € im Monat, danach 0,5 %; Wochenende 1 %
Plus2,99 €2,99 €bis 3.000 € im Monat, danach 0,5 %; Wochenende 0,5 %
Premium8,99 €7,99 €ohne Monatslimit
Metal15,99 €13,99 €ohne Monatslimit
Ultra65,00 €60,00 €ohne Monatslimit
Revolut-Tarife für Kunden in Deutschland nach Finanztip (Stand 25.09.2026) und biallo (Preiserhöhung 2026). Abhebungen im Standardtarif gebührenfrei bis 200 € oder fünf Abhebungen im Monat, danach 2 %, mindestens 1 €.

Beim Handel mit Kryptowährungen nennen Vergleichsportale für den Standardtarif eine Gebühr von 1,49 Prozent je Transaktion, in höheren Tarifen weniger. Eine Girocard und einen Dispositionskredit bietet Revolut in Deutschland nicht an. Für Kunden, die das Konto als Zweitkonto für Reisen und Online-Einkäufe nutzen, bleibt Revolut häufig kostenlos. Kosten entstehen vor allem für Menschen, die am Wochenende größere Beträge tauschen, viel Bargeld abheben oder regelmäßig Krypto kaufen, ohne die Tarifgrenzen zu kennen.

Aus Sicht des Konzerns lohnt der Blick auf die Gegenseite der Rechnung. Wohin fließen 100 Euro Umsatz? Die Infografik zerlegt die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 2025 in ihre Bestandteile, vom Entgelt an Kartennetze bis zum Gewinn vor Steuern. Vergleichsweise gering fallen die Kreditausfälle aus: Sie schlugen nur mit 1,80 Euro je 100 Euro Umsatz zu Buche.

Kostenstruktur
Wohin 100 Euro Umsatz fließen
Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 2025, umgerechnet auf 100 Euro Umsatz. Vom Vorsteuergewinn gingen weitere 9,00 € an den Fiskus.
Je 100 Euro Umsatz im Jahr 2025
  • Gebühren an Kartennetze und Partner17,00 €
  • Personal (inkl. Aktienvergütung)20,40 €
  • Werbung und Marketing11,70 €
  • Übrige Verwaltungskosten7,80 €
  • Zinsen an Sparer und Refinanzierung1,80 €
  • Kreditausfälle1,80 €
  • Sonstige direkte Kosten1,50 €
  • Gewinn vor Steuern37,90 €

Die Kosten verteilen sich auf mehrere Schultern. Händler zahlen über den Interchange einen Teil des Kartenumsatzes, Vielnutzer über Aufschläge und Abos, die Aktionäre über die Verwässerung durch aktienbasierte Vergütung von 225 Millionen Euro. Der Staat bekommt seinen Teil: Revolut wies 2025 einen Steueraufwand von 476 Millionen Euro aus, knapp 24 Prozent des Vorsteuergewinns und damit nahe am britischen Regelsatz von 25 Prozent.

Bei den Preisen zeigt sich eine Asymmetrie, die auch klassische Banken kennen. Die Erhöhung der Premiumtarife galt für Bestandskunden bereits zwei Monate nach Neukunden, Zinsen auf Sparkonten sind dagegen variabel und lassen sich jederzeit senken, wenn die Leitzinsen fallen. Lockangebote für Neukunden laufen zudem befristet. Sie sollten also den Gesamtpreis im Blick behalten, nicht nur den Lockzins.

Wer profitiert und wer zahlt drauf?

Wippe mit silberner und orangefarbener Münze, beschriftet mit 'ANTEILE', vor weißem Hintergrund
Gründer, Investoren und Beschäftigte mit Aktien profitieren am stärksten vom Wachstum.

Am meisten profitieren Gründer Nikolay Storonsky, die Wagniskapitalgeber der frühen Runden und Beschäftigte mit Aktienoptionen. Draufzahlen können Händler über Kartenentgelte, Kunden mit Nutzung jenseits der Freigrenzen und Betrugsopfer, deren Geld per Sofortüberweisung verschwindet.

Storonsky ist laut Jahresbericht die einzige Person mit maßgeblicher Kontrolle über die Gruppe. Nach Medienberichten hält er rund 29 Prozent der Anteile. Ein bestehender Vergütungsplan sichert ihm bis zu zehn Prozent weitere Anteile zu, sobald Revolut eine Bewertung von umgerechnet 131,8 Milliarden Euro erreicht. Anfang August 2026 berichtete die Financial Times über Gespräche zu einem neuen Paket, gekoppelt an eine Bewertung von 439 Milliarden Euro. Solche Ziele verschieben die Anreize der Führung in Richtung Wachstum um fast jeden Preis.

Die Beschäftigten profitieren über Aktien. Revolut verbuchte 2025 aktienbasierte Vergütung von 225 Millionen Euro und organisiert regelmäßig Sekundärverkäufe, bei denen Mitarbeiter Anteile an Investoren verkaufen. Der Verkauf von 2024 brachte ihnen rund 439 Millionen Euro. Das höchstbezahlte Mitglied des Verwaltungsrats erhielt dagegen Bezüge von umgerechnet 408.000 Euro, der eigentliche Reichtum liegt in den Anteilen.

GewinnerWarumVerliererWarum
Gründer und FrühinvestorenBewertung von 29 auf rund 101 Mrd. € in fünf JahrenFilialbanken und Sparkassenverlieren junge Kunden, Auslandszahlungen und Devisenerlöse
Beschäftigte mit Aktien225 Mio. € aktienbasierte Vergütung, regelmäßige SekundärverkäufeHändlerzahlen bei jeder Kartenzahlung das Entgelt an den Kartenherausgeber
Vielreisende mit DisziplinDevisentausch innerhalb der Freigrenzen ohne AufschlagKunden jenseits der Freigrenzen0,5 bis 1 Prozent Aufschlag, 2 Prozent auf Abhebungen
Standorte Vilnius, London, ParisLizenzsitze, Arbeitsplätze, SteuernBetrugsopferSofortüberweisungen lassen sich kaum zurückholen
Gewinner und Verlierer des Revolut-Modells, Einordnung von Dr. Web auf Basis von Jahresbericht 2025, Finanztip und Which?.

Unter den Standorten gewinnt vor allem Paris. Mit der französischen Vollbanklizenz vom 10. August 2026 soll die Revolut Bank S.A. ab 2027 das westeuropäische Geschäft führen, Revolut kündigte dafür Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro und über 600 Stellen an. Deutsche Kunden sollen später von der litauischen zur französischen Gesellschaft wechseln. Die Berliner Zweigniederlassung Unter den Linden bleibt vorerst ein Vertriebsstandort ohne eigene Lizenz.

Unter den Kunden gewinnen jene, die die Tarifregeln kennen. Ein Urlauber, der unter der Woche 800 Euro in eine fremde Währung tauscht, zahlt im Standardtarif keinen Aufschlag. Tauscht er dieselbe Summe am Samstag, kostet ihn das 8 Euro, und hebt er vor Ort 500 Euro in bar ab, werden auf die 300 Euro über der Freigrenze weitere 6 Euro fällig. Die Beträge sind klein, doch sie zeigen, wie das Modell funktioniert: Revolut belohnt Disziplin und verdient an Spontaneität.

Eine Plattform-Falle, aus der sie nicht mehr herauskommen, erleben Revolut-Kunden bisher selten, weil sie das Konto leicht wechseln können. Händler haben weniger Wahl: Wer Kartenzahlungen akzeptiert, akzeptiert auch Revolut-Karten und zahlt das Entgelt. Für Banken bleibt die bittere Einsicht, dass ihnen ausgerechnet die margenstärksten Kleinigkeiten abhandenkommen, der Auslandseinsatz der Karte und der Umtausch vor dem Urlaub.

Revolut verdient dort, wo klassische Banken aus Bequemlichkeit teuer geblieben sind, beim Devisentausch und bei der Karte im Ausland: Das Gratiskonto ist der Köder, die Freigrenze der Haken. Kunden, die das Kleingedruckte kennen, fahren mit Revolut günstig, die übrigen finanzieren die Bewertung.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Wie politisch ist Revolut?

Weißer Stempel auf Papier mit orangefarbenem Aufdruck „GENEHMIGT!“ und Datum
Revolut verhandelt parallel mit Aufsichtsbehörden in Europa sowie Nord- und Südamerika.

Revolut ist politisch vor allem als Lizenzsammler aktiv und verhandelt parallel mit Aufsichtsbehörden in Europa sowie in Nord- und Südamerika. Die Lobbyausgaben in Brüssel sind mit rund 300.000 Euro im Jahr klein, die Konflikte mit Aufsehern über Kontrollen und Buchführung waren dagegen groß.

Laut EU-Transparenzregister, ausgewertet von der Plattform LobbyFacts, meldete Revolut für 2023 und 2024 jeweils Lobbyausgaben von rund 300.000 Euro. Im Vergleich zu großen Banken und Zahlungskonzernen fällt dieser Betrag gering aus. Wichtiger als Brüssel sind für Revolut die nationalen Aufseher, denn jedes neue Land verlangt eine eigene Genehmigung. Die Infografik zeigt die Lizenzkette seit 2018 mit den Stationen der vergangenen Wochen.

Lizenzkette
Wie Revolut sich Land für Land zur Bank macht
Ausgewählte Genehmigungen seit 2018. Gestrichelte Punkte markieren Schritte, die noch nicht abgeschlossen sind.
  • Dezember 2018LitauenBanklizenz der EZB über die litauische Zentralbank, Grundlage für das gesamte EU-Geschäft
  • 25. Juli 2024GroßbritannienVorläufige Lizenz der Aufsicht PRA, Beginn der Mobilisierungsphase
  • 12. März 2026GroßbritannienRegulärer Start der Revolut Bank UK mit britischer Einlagensicherung
  • 10. August 2026FrankreichVollbanklizenz für die Revolut Bank S.A., künftiger Sitz für Westeuropa einschließlich Deutschland
  • 3. September 2026USAVorläufige Zulassung des OCC für eine nationale Bank, Start frühestens 2027
  • 15. September 2026KolumbienBetriebserlaubnis der Finanzaufsicht, sechste Vollbanklizenz der Gruppe
  • 16. September 2026SchweizLizenzantrag bei der FINMA, Zusage von rund 158 Mio. € über fünf Jahre
  • 24. September 2026ArgentinienZentralbank genehmigt den Kauf einer örtlichen Bank, Marktstart für 2027 geplant

Die US-Zulassung vom 3. September ist nur ein Zwischenschritt. Bevor die Revolut Bank US ihre Türen öffnen darf, braucht sie noch die Einlagenversicherung der FDIC, die Zustimmung der Notenbank Federal Reserve und die endgültige Genehmigung des OCC. Revolut peilt den Start für das erste Halbjahr 2027 an, beantragt hatte der Konzern die Lizenz im März 2026. Gelingt der Schritt, verfügt Revolut über Vollbanklizenzen in den drei wichtigsten Finanzmärkten des Westens.

Der Weg dorthin war nicht glatt. Der Wirtschaftsprüfer BDO schränkte das Testat für 2021 ein, weil er Umsätze von umgerechnet rund 556 Millionen Euro wegen Schwächen in den IT-Kontrollen nicht prüfen konnte. Auch das Testat für 2022 war eingeschränkt, allerdings nur wegen der Vorjahreszahlen. Im April 2025 verhängte die litauische Zentralbank eine Geldbuße von 3,5 Millionen Euro wegen Mängeln bei der Geldwäscheprävention, die höchste Strafe dieser Art in ihrer Geschichte. Einen konkreten Geldwäschefall stellte die Behörde nicht fest.

Für Irritation sorgte auch der Gründer selbst. Im Oktober 2025 zeigte eine Meldung im britischen Handelsregister Companies House, dass Storonsky seinen Wohnsitz bereits ein Jahr zuvor in die Vereinigten Arabischen Emirate verlegt hatte. Nach Berichten der Financial Times hatte Revolut die britischen Aufseher darüber nicht informiert. Später korrigierte das Unternehmen den Eintrag und nannte ihn einen Formfehler, Storonsky sprach von Falschmeldungen. Wir halten die Episode für mehr als einen Formfehler: Bei einer Bank, deren wichtigste Ressource das Vertrauen der Aufsicht ist, zählt jede Meldung.

Steuerlich ist Revolut unauffälliger, als die Größe vermuten lässt. Die Konzernmutter Revolut Group Holdings sitzt in Großbritannien, ein Steuersparmodell über ferne Holdings lässt sich aus den Zahlen nicht ablesen. Die Steuerquote von knapp 24 Prozent liegt nahe am britischen Regelsatz.

In Deutschland verhält sich Revolut politisch zurückhaltend. Die Berliner Zweigniederlassung ist bei der BaFin registriert, die eigentliche Aufsicht liegt bei der litauischen Zentralbank. Mit dem geplanten Wechsel zur französischen Gesellschaft wandert die Zuständigkeit nach Paris. Deutsche Politik und Bankenaufsicht haben damit auf einen Anbieter mit drei Millionen deutschen Kunden nur mittelbaren Zugriff.

Was könnte Revolut zu Fall bringen?

Ein Stapel weißer Holzklötze, ein schiefer oranger Klotz, ein Schild mit der Aufschrift „Zinsen“
Sinkende Zinsen, ein Datenleck oder strengere Aufsicht sind die größten Risiken für das Modell.

Am verwundbarsten ist Revolut bei Vertrauen, Zinsen und Regulierung. Ein weiteres Datenleck, sinkende Leitzinsen oder Aufseher, die das Tempo bremsen, würden die Bewertung von rund 101 Milliarden Euro schneller infrage stellen als jeder Wettbewerber.

Die Zinsen sind das offensichtlichste Risiko. 22 Prozent des Umsatzes stammen aus Zinserträgen, und die Erträge aus Bankguthaben sanken 2025 bereits um 15 Prozent. Jede weitere Zinssenkung der großen Zentralbanken kostet Revolut Marge, ohne dass der Konzern direkt gegensteuern kann. Die Antwort des Managements ist die höhere Gebührenquote, doch Gebühren lassen sich nur begrenzt erhöhen, ohne das Versprechen des Gratiskontos anzugreifen.

Das zweite Risiko steckt im Vermögensgeschäft. Unter der Position Vermögen verbucht Revolut Aktien-, Fonds- und Kryptohandel gemeinsam, 773 Millionen Euro im Jahr 2025. Wie viel davon auf Kryptowährungen entfällt, weist der Bericht nicht aus. Unter den Risiken nennt Revolut selbst das Platzen einer Blase bei künstlicher Intelligenz und Krypto. Eine längere Flaute an den Kryptomärkten würde einen Teil dieser Handelserlöse schnell schrumpfen lassen.

Risiko-Matrix
Was Revolut gefährlich werden kann
Einschätzung von Dr. Web nach Wahrscheinlichkeit und Wirkung auf das Geschäftsmodell.
Hohe Wahrscheinlichkeit, hohe WirkungSinkende Leitzinsen22 Prozent des Umsatzes sind Zinserträge, die Erträge aus Bankguthaben fielen 2025 bereits um 15 Prozent.
Mittlere Wahrscheinlichkeit, hohe WirkungVertrauensverlust nach DatenleckGefälschte Behördenanfragen im September 2026, Prüfung durch Datenschutzbehörden in Großbritannien und Litauen.
Mittlere Wahrscheinlichkeit, mittlere WirkungKrypto- und Börsenflaute773 Mio. € Vermögenserlöse, der Kryptoanteil ist nicht ausgewiesen.
Mittlere Wahrscheinlichkeit, mittlere WirkungStrengere AufsichtNeue Lizenzen in Frankreich, den USA, Kolumbien und der Schweiz bringen neue Auflagen, die Geldbuße in Litauen zeigt die Schwachstellen.
Geringe Wahrscheinlichkeit, hohe WirkungAusfall der SchlüsselpersonGründer Storonsky kontrolliert die Gruppe und prägt Strategie und Kultur.
Geringe Wahrscheinlichkeit, mittlere WirkungKreditausfälleKredite verdoppelt auf 2,51 Mrd. €, Kreditausfälle auf 71 Mio. €, Kredit-Einlagen-Quote aber nur 6,2 Prozent.

Beim Kreditgeschäft ist das Risiko heute klein, wächst aber. Die Kundenkredite verdoppelten sich 2025, die Kreditausfälle ebenfalls auf 71 Millionen Euro. Wie empfindlich Anleger auf Kreditqualität reagieren, zeigt Klarna, dessen Aktie im September rund zwei Drittel unter dem Ausgabepreis lag. Revolut plant den Börsengang frühestens 2028 und strebt nach Berichten der Irish Times eine Bewertung von umgerechnet rund 176 Milliarden Euro an. Diese Erwartung setzt voraus, dass das Wachstum ohne größere Pannen weitergeht.

Hinzu kommt die Abhängigkeit von einer Person. Storonsky kontrolliert die Gruppe, prägt die Kultur und verhandelt über Vergütungspakete in Größenordnungen, die Aufseher und Aktionäre gleichermaßen beschäftigen. Ein erzwungener Rückzug, ob durch Regulierung oder Konflikt, würde das Unternehmen unvorbereitet treffen. Die Schlüsselperson ist bei Revolut zugleich größter Aktionär und stärkste Stimme.

Für die kommenden fünf Jahre sehen wir drei Szenarien. Im günstigen Fall startet die US-Bank wie geplant im ersten Halbjahr 2027, der Börsengang gelingt, und Revolut wird zur ersten globalen Neobank mit Vollbanklizenzen auf mehreren Kontinenten. Im mittleren Fall wächst der Konzern weiter, aber langsamer, weil Zinsen sinken und die USA teuer werden. Im ungünstigen Fall trifft ein größerer Datenskandal auf strengere Auflagen und zwingt Revolut, Expansion und Produktvielfalt zurückzufahren.

Auf den PunktDie drei Bruchstellen
  • Zinsen: 22 Prozent des Umsatzes hängen am Leitzins, die Bankzinsen sanken 2025 bereits um 15 Prozent
  • Vertrauen: Datenleck und Betrugsanzeigen treffen ein Modell, das von Einlagen lebt
  • Regulierung: jede neue Lizenz bringt neue Aufseher und neue Pflichten

Was bedeutet Revolut für deutsche Unternehmer und Verbraucher?

Ein weißer Rollkoffer mit ausgezogenem Griff und einem orangen Gepäckanhänger
Für viele Deutsche ist Revolut ein Zweitkonto für Reisen und Devisen.

Für Verbraucher in Deutschland ist Revolut ein günstiges Zweitkonto für Reisen, Devisen und Einsteiger-Anlagen, mit Einlagensicherung bis 100.000 Euro über Litauen. Für Banken ist der Konzern mit drei Millionen deutschen Kunden ein ernsthafter Wettbewerber, für Mittelständler eine Alternative beim Firmenkonto.

Das Datenleck vom September betrifft deutsche Kunden zunächst mittelbar. Revolut hat nicht mitgeteilt, ob Konten aus Deutschland unter den Betroffenen sind, zuständig ist die litauische Datenschutzaufsicht. Für Kunden folgt daraus vor allem eine Pflicht zur Vorsicht: Betrüger mit echten Ausweisdaten können überzeugende Anrufe und Nachrichten fälschen. Seriöse Banken fragen am Telefon nie nach Codes oder Passwörtern, jede solche Anfrage ist ein Warnsignal.

Der geplante Wechsel von der litauischen zur französischen Revolut Bank ist für deutsche Kunden die zweite offene Frage. Einen Termin nennt Revolut noch nicht, ebenso wenig Details zu IBAN und Einlagensicherung, die in Frankreich ebenfalls bis 100.000 Euro reicht. Bis dahin gilt die litauische Einlagensicherung auch für Konten mit deutscher IBAN. Für Sparer, die höhere Beträge parken, lohnt ein Blick in die jeweils aktuellen Bedingungen.

Szenario für die nächsten zwölf MonateWas passiertFolge für deutsche Kunden und Unternehmen
OptimistischDatenleck bleibt begrenzt, Wechsel zur französischen Bank verläuft reibungslos, Revolut wächst in Deutschland auf deutlich über drei Millionen Kundenmehr Produkte wie Kredite und Sparangebote, stärkerer Preisdruck auf Filialbanken
RealistischWachstum setzt sich fort, weitere Preisanpassungen in den oberen Tarifen, sinkende SparzinsenStandardkonto bleibt günstig, Vielnutzer zahlen mehr, Banken verlieren weiter Auslandsgeschäft
PessimistischDatenleck betrifft mehr Kunden als bekannt, Aufseher verschärfen Auflagen, Kontosperrungen häufen sichVertrauensverlust, Kunden kehren zur Hausbank zurück, Händler spüren kaum Veränderung
Szenarien für Revolut in Deutschland, Einschätzung von Dr. Web auf Basis der Entwicklungen bis 29.09.2026.

Für Unternehmer hat Revolut zwei Gesichter. Als Anbieter von Firmenkonten gewinnt Revolut Business Kunden, die international zahlen und Devisen tauschen, Ende 2025 weltweit rund 767.000 Firmen. Für kleinere Exporteure und Onlinehändler kann ein solches Konto die Bankgebühren bei Auslandszahlungen senken. Als Wettbewerber setzt Revolut Hausbanken und Sparkassen unter Druck, die bisher gerade bei Fremdwährungen gut verdient haben.

Verbrauchern empfehlen wir, Revolut bewusst einzusetzen: als Zweitkonto für Reisen und Online-Zahlungen, mit Umtausch unter der Woche und innerhalb der Freigrenzen. Bei Bargeldbedarf sollten Sie die fünf freien Abhebungen im Monat im Blick behalten, und Krypto-Käufe lohnen sich im Standardtarif wegen der Gebühr kaum für kleine Beträge. Als alleiniges Konto eignet sich Revolut nur mit Einschränkungen, weil Girocard und Dispo fehlen.

Vor jeder Reise empfiehlt sich deshalb ein Vergleich mit dem eigenen Girokonto. Viele deutsche Banken berechnen für Kartenzahlungen außerhalb des Euroraums ein Auslandseinsatzentgelt, bei Revolut entfällt dieses Entgelt im Rahmen der Freigrenzen. Für Zahlungen in Euro innerhalb der Eurozone bringt Revolut dagegen keinen Preisvorteil, dort sind Kartenzahlungen bei den meisten Banken ohnehin kostenlos. Der Nutzen hängt also stark vom Reiseziel ab.

Banken und Mittelständler können von Revolut lernen, auch ohne das Modell zu kopieren. Revolut zeigt, dass Kunden bereit sind, für Bequemlichkeit und Transparenz zu zahlen, solange der Grundpreis bei null liegt. Deutsche Institute, die heute noch Auslandseinsatzentgelte von mehreren Prozent verlangen, verlieren genau dort Kunden, wo der Wechsel am leichtesten fällt. Die Lehre aus zehn Jahren Revolut lautet deshalb: Die Marge wandert zu dem Anbieter, der die kleinen Ärgernisse zuerst abschafft.

Auf den PunktSo nutzen Sie Revolut klug
  • Verbraucher: als Zweitkonto, Umtausch werktags und innerhalb der Freigrenzen
  • Datenleck: keine Codes am Telefon herausgeben, Anfragen immer in der App prüfen
  • Unternehmen: Firmenkonto für Auslandszahlungen prüfen, Gebühren der Hausbank vergleichen

Glossar: 14 wichtige Fachbegriffe zum Revolut-Geschäftsmodell

Offenes Buch mit orangefarbenem Lesezeichen links und einer Lupe über dem Wort 'Kleingedruckte'
Vierzehn Fachbegriffe erklären, wie das Geschäftsmodell von Revolut funktioniert.

Aktienbasierte Vergütung

Aktienbasierte Vergütung: Teil des Gehalts, den ein Unternehmen in Aktien oder Optionen statt in Geld zahlt. Revolut verbuchte dafür 2025 umgerechnet 225 Millionen Euro. Der Aufwand senkt den Gewinn und verwässert die Anteile der übrigen Aktionäre, belastet die Kasse aber nicht.

Fair-Usage-Gebühr

Fair-Usage-Gebühr: Aufschlag, den Revolut erhebt, sobald ein Kunde eine tarifabhängige Freigrenze überschreitet. Im Standardtarif greift der Aufschlag beim Devisentausch über 1.000 Euro im Monat und beträgt 0,5 Prozent. Die Gebühr soll verhindern, dass Vieltauscher das kostenlose Konto wie einen Devisenhändler nutzen.

Float

Float: Kundengeld, das ein Finanzdienstleister verwahrt und bis zur Auszahlung gewinnbringend anlegen kann. Bei Revolut entsteht der Float aus Guthaben auf Girokonten, für die Kunden keine oder nur geringe Zinsen erhalten. Die Differenz zum Anlagezins fließt als Zinsertrag in den Umsatz.

Interchange

Interchange: Entgelt, das die Bank des Händlers bei jeder Kartenzahlung an den Herausgeber der Karte zahlt. In der EU ist das Entgelt für Privatkundenkarten auf 0,2 Prozent bei Debitkarten und 0,3 Prozent bei Kreditkarten begrenzt. Firmenkarten fallen nicht unter diese Obergrenze.

Kredit-Einlagen-Quote

Kredit-Einlagen-Quote: Verhältnis der vergebenen Kredite zu den Kundeneinlagen einer Bank. Ein niedriger Wert bedeutet, dass die Bank ihre Einlagen überwiegend anlegt statt verleiht. Revolut kam Ende 2025 auf 6,2 Prozent, klassische Filialbanken liegen meist weit darüber.

Mobilisierungsphase

Mobilisierungsphase: Übergangszeit nach einer vorläufigen Banklizenz in Großbritannien. Die neue Bank darf in dieser Phase nur eingeschränkt arbeiten und muss Systeme, Kapital und Personal aufbauen. Revolut verbrachte darin die Zeit von Juli 2024 bis März 2026.

Neobank

Neobank: Bank ohne Filialnetz, die ihre Dienste ausschließlich über App und Website anbietet. Neobanken setzen auf niedrige Kosten je Kunde und schnelle Produktentwicklung. Zu den bekanntesten in Europa zählen Revolut, N26, Monzo und Trade Republic.

Netzwerkeffekt

Netzwerkeffekt: Eigenschaft eines Angebots, mit jedem weiteren Nutzer für alle Nutzer wertvoller zu werden. Bei Revolut entsteht er durch kostenlose Sofortüberweisungen zwischen Kunden. Je mehr Freunde und Kollegen ein Konto haben, desto eher eröffnet ein weiterer Mensch ebenfalls ein Konto.

Passporting

Passporting: Recht einer in einem EU-Land zugelassenen Bank, ihre Dienste in allen übrigen EU-Staaten anzubieten, ohne dort eine eigene Lizenz zu beantragen. Revolut nutzt dafür die litauische Lizenz. Britische Institute verloren dieses Recht mit dem Brexit.

RevPoints

RevPoints: Prämienprogramm von Revolut, bei dem Kunden für Kartenzahlungen Punkte sammeln und gegen Reisen oder Erlebnisse eintauschen. Den zugehörigen Umsatz verbucht Revolut erst bei Einlösung oder Verfall der Punkte. Ende 2025 standen dafür 307 Millionen Euro Verpflichtungen in der Bilanz.

Sekundärverkauf

Sekundärverkauf: Verkauf bestehender Aktien von Altaktionären, etwa Mitarbeitern, an neue Investoren. Das Unternehmen selbst erhält dabei kein frisches Kapital. Solche Transaktionen setzen bei nicht börsennotierten Firmen wie Revolut einen Marktpreis für die Anteile.

Stablecoin

Stablecoin: Digitaler Token, dessen Wert an eine Währung wie den Euro gekoppelt ist und durch Rücklagen gedeckt sein soll. In der EU regelt die Kryptoverordnung MiCA Ausgabe und Vertrieb. Revolut verteilt seit August 2026 den Euro-Token EURR eines externen Herausgebers.

Super-App

Super-App: Anwendung, die viele Dienste unter einer Oberfläche bündelt, bei Revolut etwa Girokonto, Sparkonto, Depot, Kryptohandel, Reisebuchung und Firmenkonto. Ziel ist, dass Kunden möglichst viele Finanzgeschäfte in derselben App erledigen und seltener zu Konkurrenten wechseln.

Vorsteuermarge

Vorsteuermarge: Anteil des Gewinns vor Steuern am Umsatz. Revolut erreichte 2025 eine Vorsteuermarge von 38 Prozent, im Vorjahr lag der Wert bei 35 Prozent. Die Kennzahl zeigt, wie viel vom Umsatz nach allen betrieblichen Kosten und vor dem Fiskus übrig bleibt.

FAQ: Revolut Geschäftsmodell

Ein weißes Sparschwein mit einem orangefarbenen Fragezeichen und einem FAQ-Anhänger
Sechs häufige Fragen zu Revolut, von den Tarifen bis zum Datenleck.

Wie verdient Revolut am kostenlosen Standardkonto?

Am Standardkonto verdient Revolut vor allem über Händlerentgelte bei Kartenzahlungen und über Zinsen auf die Guthaben der Kunden. Hinzu kommen Aufschläge jenseits der Freigrenzen, etwa 0,5 Prozent beim Devisentausch über 1.000 Euro im Monat oder 1 Prozent am Wochenende. Viele Standardkunden wechseln zudem später in einen bezahlten Tarif.

Was kostet Revolut in Deutschland im Monat?

Das Standardkonto kostet nichts. Plus kostet 2,99 Euro, Premium 8,99 Euro, Metal 15,99 Euro und Ultra 65 Euro im Monat. Die Preise der oberen Tarife stiegen 2026, für Neukunden ab dem 7. Mai und für Bestandskunden ab dem 9. Juli. Bei jährlicher Zahlung gewährt Revolut einen Rabatt.

Ist mein Geld bei Revolut gesichert?

Guthaben auf dem Girokonto sind über die litauische Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde geschützt, auch bei deutscher IBAN. Revolut plant, die Konten deutscher Kunden später zur französischen Revolut Bank S.A. zu übertragen. In Frankreich gilt ebenfalls eine Sicherung bis 100.000 Euro. Für Sparprodukte bei Partnerbanken gelten deren Regeln.

Hat Revolut eine deutsche IBAN?

Ja. Seit Oktober 2024 erhalten Neukunden eine deutsche IBAN über die bei der BaFin registrierte Berliner Zweigniederlassung, Bestandskunden wurden danach schrittweise umgestellt. Das Konto selbst führt weiterhin die Revolut Bank in Litauen. Eine Girocard bietet Revolut in Deutschland nicht an.

Was ist beim Revolut-Datenleck im September 2026 passiert?

Am 12. September 2026 bestätigte Revolut, dass Betrüger mit gefälschten Behördenanfragen von einer echten Behördendomain Kundendaten erhalten hatten, darunter Ausweiskopien, Selfies und Transaktionslisten. Euronews berichtete von rund 680 Betroffenen in mehreren Ländern. Revolut erklärte, Kundengelder und Systeme seien nicht betroffen gewesen.

Plant Revolut einen Börsengang?

Revolut strebt einen Börsengang frühestens 2028 an. Nach Berichten der Irish Times peilt das Unternehmen dabei eine Bewertung von umgerechnet rund 176 Milliarden Euro an. Bis dahin handeln Investoren und Mitarbeiter Anteile über Sekundärverkäufe, zuletzt im Juli 2026 bei rund 101 Milliarden Euro Bewertung.

Quellen

Revolut Group Holdings Ltd | Annual Report 2025 | https://assets.revolut.com/pdf/annualreport2025.pdf | besucht am 29.09.2026

Revolut Group Holdings Ltd | Annual Report 2024 | https://assets.revolut.com/pdf/annualreport2024.pdf | besucht am 29.09.2026

Revolut Ltd | Annual Report 2021 | https://assets.revolut.com/pdf/Revolut_Ltd_Annual_Report_YE_2021.pdf | besucht am 29.09.2026

Office of the Comptroller of the Currency | Conditional Approval Revolut Bank US (03.09.2026) | https://www.occ.gov/topics/charters-and-licensing/interpretations-and-decisions/2026/cd1390.pdf | besucht am 29.09.2026

Techcrunch | Revolut confirms customer data breach through fake government requests (12.09.2026) | https://techcrunch.com/2026/09/12/revolut-confirms-customer-data-breach-through-fake-government-requests/ | besucht am 29.09.2026

Euronews | Hackers impersonating government agency hit Revolut customers (16.09.2026) | https://www.euronews.com/2026/09/16/hackers-impersonating-government-agency-hit-revolut-customers-in-the-uk | besucht am 29.09.2026

Revolut | Revolut secures bank licence in Colombia (Pressemitteilung, 15.09.2026) | https://www.revolut.com/news/revolut_secures_bank_licence_in_colombia_accelerating_progress_towards_launch/ | besucht am 29.09.2026

Revolut | Revolut applies for Swiss banking licence (Pressemitteilung, 16.09.2026) | https://www.revolut.com/news/revolut_applies_for_swiss_banking_licence_and_commits_chf_150_million_investment/ | besucht am 29.09.2026

Bloomberg | Revolut wins Argentina central bank approval (24.09.2026) | https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-09-24/revolut-wins-argentina-central-bank-approval-plans-2027-launch | besucht am 29.09.2026

Euronews | Revolut bags full French banking licence (10.08.2026) | https://www.euronews.com/business/2026/08/10/revolut-bags-full-french-banking-licence-in-european-growth-push | besucht am 29.09.2026

tech.eu | Revolut confirms fresh secondary share sale (22.07.2026) | https://tech.eu/2026/07/22/revolut-confirms-fresh-secondary-share-sale-at-reported-115bn-valuation/ | besucht am 29.09.2026

Coindesk | Euro stablecoins get a mainstream push as Revolut begins rolling out EURR (26.08.2026) | https://www.coindesk.com/business/2026/08/26/euro-stablecoins-get-a-mainstream-push-as-revolut-begins-rolling-out-eurr-in-europe | besucht am 29.09.2026

Revolut / EQS News | Revolut erreicht 3 Millionen Kunden in Deutschland (29.01.2026) | https://www.eqs-news.com/news/corporate-news/revolut-erreicht-3-millionen-kunden-in-deutschland/1d98e5ab-510f-49ec-9f23-f0fdbc10c21d_de | besucht am 29.09.2026

heise online | Neobank Revolut: DE-IBAN for German accounts (04.10.2024) | https://www.heise.de/en/news/Neobank-Revolut-DE-IBAN-for-German-accounts-9962876.html | besucht am 29.09.2026

Finanztip | Revolut Girokonto im Test | https://www.finanztip.de/girokonto/revolut-girokonto/ | besucht am 29.09.2026

biallo | Revolut erhöht Preise 2026 | https://www.biallo.de/konten-karten/news/revolut-erhoeht-preise-2026-alle-neuen-tarife-und-die-besten-alternativen/ | besucht am 29.09.2026

LRT | Revolut Bank fined for breaching anti-money laundering rules (08.04.2025) | https://www.lrt.lt/en/news-in-english/19/2531818/revolut-bank-fined-eur3-5m-for-breaching-anti-money-laundering-rules | besucht am 29.09.2026

Which? | Revolut still the worst UK firm for fraud complaints (01.10.2025) | https://www.which.co.uk/news/article/revolut-still-the-worst-uk-firm-for-fraud-complaints-warns-which-axqr43W94wLn | besucht am 29.09.2026

Irish Times | Revolut aims for valuation in stock market listing (21.04.2026) | https://www.irishtimes.com/business/2026/04/21/revolut-aims-for-200bn-valuation-in-stock-market-listing/ | besucht am 29.09.2026

Irish Times | Revolut chief in talks over new share award (05.08.2026) | https://www.irishtimes.com/business/2026/08/05/revolut-chief-in-talks-over-new-share-award-if-company-hits-500bn-valuation/ | besucht am 29.09.2026

Irish Times | Revolut did not tell UK regulators CEO was listed as UAE resident (01.12.2025) | https://www.irishtimes.com/business/2025/12/01/revolut-did-not-tell-uk-regulators-ceo-was-listed-as-uae-resident/ | besucht am 29.09.2026

CNBC | Revolut valued in new funding round (15.07.2021) | https://www.cnbc.com/2021/07/15/digital-bank-revolut-valued-at-33-billion-in-new-funding-round.html | besucht am 29.09.2026

Techcrunch | Revolut hits new valuation in capital raise (24.11.2025) | https://techcrunch.com/2025/11/24/revolut-hits-75b-valuation-in-new-capital-raise/ | besucht am 29.09.2026

Payment Expert | Monzo FY2026 results | https://paymentexpert.com/2026/05/19/monzo-fy2026-results-revenue-profit/ | besucht am 29.09.2026

N26 | N26 erzielt 2025 Bruttoerträge von über 500 Mio. Euro (Pressemitteilung) | https://n26.com/de-de/presse/pressemitteilung/n26-erzielt-2025-bruttoertraege-von-ueber-500m-euro-einen-rohertrag-von-350m-euro-und-erreicht-erstmals-profitabilitaet-auf-gesamtjahresbasis | besucht am 29.09.2026

Börsen-Zeitung | Trade Republic überschreitet Marke von 10 Millionen Kunden | https://www.boersen-zeitung.de/banken-finanzen/trade-republic-ueberschreitet-marke-von-10-millionen-kunden | besucht am 29.09.2026

IT-Finanzmagazin | Neobanken-Marktübersicht 2026 (16.09.2026) | https://www.it-finanzmagazin.de/neobanken-marktuebersicht-2026-248961/ | besucht am 29.09.2026

LobbyFacts | Revolut Ltd, EU-Transparenzregister | https://www.lobbyfacts.eu/datacard/revolut-ltd?rid=534817947413-51 | besucht am 29.09.2026

Seedcamp | Revolut (Portfolio) | https://seedcamp.com/company/revolut/ | besucht am 29.09.2026

Europäische Zentralbank | Euro-Referenzkurse vom 28.09.2026 | https://www.ecb.europa.eu/stats/eurofxref/eurofxref-daily.xml | besucht am 29.09.2026

Europäische Union | Verordnung (EU) 2015/751 über Interbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge | https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32015R0751 | besucht am 29.09.2026

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