JPMorgan stand im Mai unter dem Namen Chase ganz oben in den Tagesgeld-Vergleichen, die Sie abends auf dem Handy durchscrollen, mit 4 Prozent Zins für die ersten vier Monate. Danach gilt der variable Satz von 2 Prozent. Im zweiten Quartal 2026 zahlte JPMorgan auf verzinsliche Einlagen im Schnitt 2,11 Prozent und verlangte für Kredite 6,48 Prozent.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenJPMorgan Chase legt am 13. Oktober die Zahlen für das dritte Quartal vor, und Co-President Doug Petno hat laut Reuters schon Mitte September ein Plus von 15 bis 19 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal bei Investmentbanking-Gebühren und Handelserträgen angekündigt. Seit dem 16. September hilft zusätzlich die US-Notenbank mit einem Leitzins von 3,75 bis 4,00 Prozent, und höhere Zinsen bedeuten für die größte Bank der USA höhere Margen. Aus welchen Quellen der Konzern seine Rekordgewinne schöpft und warum jede Bankenkrise ihn bisher größer gemacht hat, zeigt der Blick in die Bilanz.
Das Wichtigste in Kürze
- JPMorgan Chase verdiente 2025 nach Steuern 51 Milliarden Euro bei Erträgen von 166 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal 2026 lag der Gewinn mit 18,9 Milliarden Euro über dem von Bank of America und Citigroup zusammen.
- Gut die Hälfte der Erträge stammt aus dem Zinsgeschäft. Auf 571 Milliarden Euro Kundeneinlagen zahlt die Bank keine Zinsen, auf den Rest im Schnitt 2,11 Prozent.
- Die Investmentbank mit Handel, Beratung und Zahlungsverkehr bringt den größten Gewinnanteil. Allein der Aktienhandel wuchs im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 86 Prozent.
- In zwei Krisen übernahm JPMorgan drei angeschlagene Konkurrenten: Bear Stearns und Washington Mutual 2008, First Republic 2023. Für First Republic zahlte die Bank 9,5 Milliarden Euro an die US-Einlagensicherung.
- Seit Mai 2026 wirbt JPMorgan unter der Marke Chase in Deutschland um Sparer, bis Ende 2028 soll ein Girokonto folgen.
Fünf Fragen an die größte Bank der USA
1 Wie viel Geld hielten Kunden im zweiten Quartal 2026 im Schnitt auf Konten bei JPMorgan, für die die Bank keine Zinsen zahlt? Aufklappen ↓
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2 Womit begann der älteste Vorläufer von JPMorgan Chase im Jahr 1799? Aufklappen ↓
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3 Wie viel zahlte JPMorgan 2023 für die Übernahme der First Republic Bank an die US-Einlagensicherung FDIC? Aufklappen ↓
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4 Um wie viel Prozent wuchsen die Erträge aus dem Aktienhandel im zweiten Quartal 2026? Aufklappen ↓
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5 Welchen Zins zahlt Chase in Deutschland nach den ersten vier Monaten auf Tagesgeld? Aufklappen ↓
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Wer steckt hinter JPMorgan Chase und wie fing alles an?
Der älteste Vorläufer von JPMorgan Chase war ein Wasserversorger. Alexander Hamilton und Aaron Burr gründeten 1799 in New York die Manhattan Company, um die Stadt nach mehreren Gelbfieber-Wellen mit sauberem Wasser zu versorgen.
Der Gründungsakt enthielt eine Klausel, die Burr laut der Firmenchronik von JPMorgan in die Konzession geschrieben hatte. Die Direktoren durften überschüssiges Kapital, das der Wasserbetrieb nicht brauchte, für ein Bankgeschäft verwenden. Der Gouverneur unterschrieb, und so entstand die Bank of the Manhattan Company. Aus der Nebenklausel wurde das Hauptgeschäft. Der heutige Konzern feiert 2026 sein 227-jähriges Bestehen und datiert die Gründung im Aktionärsbrief auf April 1799.
Die beiden Gründer verband wenig außer diesem Projekt. Hamilton war Gründervater und erster Finanzminister der Vereinigten Staaten, Burr später Vizepräsident. Beide waren politisch erbitterte Gegner, und 1804 erschoss Burr seinen Rivalen in einem Duell. Zwei Pistolen von 1797, die mit Hamilton und Burr in Verbindung stehen, gehören heute zur historischen Sammlung von JPMorgan Chase. Eine Bank, die ihre Gründungsgeschichte mit Duellpistolen erzählt, ahnt offenbar, wie viel Konflikt in ihrem Geschäft steckt.
Der zweite Namensgeber kam gut 70 Jahre später dazu. John Pierpont Morgan, Sohn eines Londoner Handelsbankiers, gründete 1871 mit dem Bankier Anthony Drexel aus Philadelphia eine Bank in New York. Aus dieser Partnerschaft wurde J.P. Morgan & Co., die Bank, die Eisenbahnen, Stahlkonzerne und Versorger finanzierte und damit den Aufstieg der USA zur Industriemacht begleitete. In den Finanzpaniken von 1893 und 1907 organisierte Pierpont Morgan private Rettungsaktionen, Jahre vor der Gründung der US-Notenbank.
- 1799Alexander Hamilton und Aaron Burr gründen die Manhattan Company, einen Wasserversorger mit Bankklausel
- 1871John Pierpont Morgan und Anthony Drexel gründen in New York die Vorläuferbank von J.P. Morgan & Co.
- 1955Die Bank of the Manhattan Company verschmilzt mit der Chase National Bank zur Chase Manhattan Bank
- 2000Chase Manhattan und J.P. Morgan fusionieren zu JPMorgan Chase
- 2004Fusion mit der Bank One, Jamie Dimon kommt und wird 2006 Konzernchef
- 2008Übernahme von Bear Stearns (rund 9 € je Aktie) und Washington Mutual (rund 1,7 Mrd. €)
- 2013Vergleich über Hypothekenpapiere: umgerechnet 11,6 Mrd. €
- 2023Übernahme von First Republic für 9,5 Mrd. € an die Einlagensicherung FDIC
- 2026Start von Chase in Deutschland mit Tagesgeld, Gewinn im zweiten Quartal 18,9 Mrd. €
Zwischen der Wasserfirma von 1799 und dem heutigen Konzern liegt eine lange Kette von Fusionen. Die Bank of the Manhattan Company verschmolz 1955 mit der Chase National Bank, damals die drittgrößte Bank der USA, zur Chase Manhattan Bank. J.P. Morgan wandelte sich 1940 von einer Partnerschaft in eine Aktiengesellschaft. Im Jahr 2000 schlossen sich Chase Manhattan und J.P. Morgan zu JPMorgan Chase zusammen.
Vom ursprünglichen Geschäftsmodell ist mehr übrig, als der Wasserbetrieb vermuten lässt. Die Manhattan Company sammelte Kapital ein, das gerade nicht gebraucht wurde, und verlieh dieses Geld weiter. Vom selben Prinzip lebt JPMorgan Chase heute im großen Maßstab: von Kundengeldern, die auf Girokonten liegen, und von Krediten, die mit diesem Geld vergeben werden. Hinzu kam mit J.P. Morgan das Geschäft mit Großkonzernen und Kapitalmärkten, das die Bank zur Investmentbank machte.
- Manhattan Company: Ein Wasserversorger von 1799 nutzte überschüssiges Kapital für eine Bank.
- J.P. Morgan: Die Investmentbank finanzierte ab 1871 Eisenbahnen, Stahl und Versorger.
- Fusion 2000: Chase Manhattan und J.P. Morgan bilden den heutigen Konzern.
Wie wurde aus der Wasserfirma ein Bankimperium?

Zum Imperium wurde JPMorgan Chase durch Übernahmen, vor allem in Krisenzeiten. Den Kurs prägt seit 2004 Jamie Dimon, der mit der Bank One kam und seit 2006 Vorstandschef ist.
Die Bank One war 2004 ein Übernahmeziel und zugleich ein Personalgeschäft. Laut Fusionsmitteilung vom 15. Januar 2004 erhielten die Aktionäre 1,32 JPMorgan-Aktien je Bank-One-Aktie, und Dimon wurde Präsident und designierter Konzernchef ab 2006. Mit ihm kam eine Kultur der Kostenkontrolle. Dimon setzte auf eine Bilanz mit hohen Kapitalpolstern, die er selbst gern als Festung beschreibt. Der Begriff steht inzwischen als „fortress balance sheet“ im Geschäftsbericht.
Die Finanzkrise 2008 machte aus dieser Vorsicht einen Wettbewerbsvorteil. Im März 2008 übernahm JPMorgan die Investmentbank Bear Stearns, die vor dem Zusammenbruch stand. Das erste Angebot entsprach rund 1,80 Euro je Aktie, nach Protesten der Aktionäre besserte JPMorgan auf etwa 9 Euro je Aktie nach. Im September 2008 folgte das Bankgeschäft von Washington Mutual, der größten Sparkasse der USA, die von der Aufsicht geschlossen und der Einlagensicherung FDIC übergeben worden war. JPMorgan zahlte dafür rund 1,7 Milliarden Euro und bekam mit einem Schlag ein Filialnetz an der Westküste.
Das Muster wiederholte sich 2023. Nach dem Ansturm auf die Silicon Valley Bank geriet die kalifornische First Republic Bank ins Wanken, und die Aufsicht schloss das Institut am 1. Mai 2023. JPMorgan übernahm Kredite über rund 155 Milliarden Euro sowie Einlagen über rund 82 Milliarden Euro und zahlte 9,5 Milliarden Euro an die FDIC. Weil der Preis unter dem Wert der übernommenen Aktiva lag, erwartete die Bank einen einmaligen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro.
| Jahr | Übernahme | Preis | Was JPMorgan bekam |
|---|---|---|---|
| 2004 | Bank One | 1,32 Aktien je Bank-One-Aktie | Filialen im Mittleren Westen, Kreditkarten, Jamie Dimon |
| 2008 | Bear Stearns | rund 9 € je Aktie | Investmentbank, Handel, Prime Brokerage |
| 2008 | Washington Mutual | rund 1,7 Mrd. € an die FDIC | Einlagen und Filialen, vor allem an der Westküste |
| 2023 | First Republic | 9,5 Mrd. € an die FDIC | wohlhabende Kunden, rund 155 Mrd. € Kredite |
| ab 2028 | Apple Card (Kartenbestand) | Abschluss erwartet in etwa 24 Monaten | mehr als 17,9 Mrd. € Kartensalden |
Nicht jeder Schritt gelang. Im Jahr 2012 verlor ein Händler im Londoner Büro, in der Presse „London Whale“ genannt, mit Derivatewetten mindestens 5,5 Milliarden Euro. Ein Jahr später zahlte JPMorgan in einem Vergleich mit dem US-Justizministerium umgerechnet 11,6 Milliarden Euro wegen Hypothekenpapieren aus der Zeit vor der Finanzkrise. Ein großer Teil betraf Altlasten aus den Krisenkäufen Bear Stearns und Washington Mutual.
Trotzdem wuchs der Konzern weiter. Die Erträge stiegen von umgerechnet 106 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 166 Milliarden Euro im Jahr 2025. Die Bilanzsumme lag Mitte 2026 bei 4,5 Billionen Euro, die Bank beschäftigte 320.560 Menschen. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank erreicht knapp ein Drittel dieser Bilanzsumme. An der Börse war JPMorgan Chase Anfang Oktober 2026 rund 790 Milliarden Euro wert.
Auch die Internationalisierung lief über das Geschäft mit Konzernen und Investoren. Die Bank ist in 66 Ländern tätig, 58 Prozent der Beschäftigten arbeiten in den USA. Für die Europäische Union bündelt JPMorgan sein Geschäft seit 2022 in der J.P. Morgan SE mit Sitz in Frankfurt. Mit 434 Milliarden Euro Bilanzsumme (Geschäftsbericht 2025) gehört diese Tochter zu den fünf größten Banken Deutschlands.
- Bank One: Mit der Fusion 2004 kam Jamie Dimon, seit 2006 Konzernchef.
- Krisenkäufe: Bear Stearns, Washington Mutual und First Republic kamen günstig dazu.
- Altlasten: Der Hypothekenvergleich von 2013 kostete umgerechnet 11,6 Milliarden Euro.
Wie verdient JPMorgan tatsächlich sein Geld?

JPMorgan verdient auf drei Wegen: an der Spanne zwischen billigen Einlagen und teuren Krediten, an Gebühren aus Vermögensverwaltung, Zahlungsverkehr und Beratung sowie am Handel mit Wertpapieren. 52 Prozent der Erträge kamen 2025 aus Zinsen, 48 Prozent aus Gebühren und Handel.
Vier Sparten, ein Zinsmotor
Die Bank gliedert ihr Geschäft in vier Segmente. Das Privatkundengeschäft unter der Marke Chase heißt Consumer & Community Banking und brachte im zweiten Quartal 2026 Erträge von 18,1 Milliarden Euro. Die Commercial & Investment Bank, die Firmenkunden, Investmentbanking, Handel und Zahlungsverkehr bündelt, kam auf 22,2 Milliarden Euro. Die Vermögensverwaltung steuerte 6,1 Milliarden Euro bei, der Konzernbereich Corporate weitere 5,4 Milliarden Euro, davon ein großer Teil aus einem Sondergewinn mit Visa-Aktien.
Über alle Segmente hinweg lag der Zinsüberschuss im Gesamtjahr 2025 bei 85,4 Milliarden Euro, die zinsunabhängigen Erträge bei 77,8 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss entsteht aus der Differenz zwischen dem, was die Bank für Kredite und Wertpapiere einnimmt, und dem, was das Institut für Einlagen und eigene Anleihen zahlt. Im zweiten Quartal 2026 brachten Kredite eine Rendite von 6,48 Prozent, verzinsliche Einlagen kosteten 2,11 Prozent. Die Nettozinsmarge über die gesamte Bilanz betrug 2,40 Prozent.
Den größten Hebel liefern Einlagen, die gar nichts kosten. Im Durchschnitt des zweiten Quartals hielten Kunden 571 Milliarden Euro auf unverzinslichen Konten, vor allem Girokonten von Privatleuten und Geschäftskonten von Unternehmen. Bei einem Leitzins von rund 3,6 Prozent im zweiten Quartal entspricht dieser Sockel rechnerisch einem Zinsvorteil von gut 20 Milliarden Euro im Jahr. Über alle Einlagen kommen nach unserer Rechnung nur gut 1,6 Prozent beim Kunden an.
Die zinsunabhängigen Erträge verteilen sich auf viele Töpfe. Der größte Posten waren 2025 mit 24,4 Milliarden Euro die sogenannten Principal Transactions, also Erträge aus dem Handel mit Anleihen, Aktien, Devisen und Derivaten für Kunden. Dahinter folgen Gebühren aus der Vermögensverwaltung mit 18,2 Milliarden Euro, Investmentbanking-Gebühren mit 8,6 Milliarden Euro und Gebühren rund um Kredite und Konten mit 8,1 Milliarden Euro. Die folgende Übersicht zeigt die Aufteilung nach Kategorien.
| Zinsunabhängige Erträge 2025 | Betrag | Veränderung zu 2024 |
|---|---|---|
| Handelserträge (Principal Transactions) | 24,4 Mrd. € | +10 % |
| Gebühren aus der Vermögensverwaltung | 18,2 Mrd. € | +14 % |
| Investmentbanking-Gebühren | 8,6 Mrd. € | +8 % |
| Kredit- und Kontogebühren | 8,1 Mrd. € | +20 % |
| Provisionen und sonstige Gebühren | 7,6 Mrd. € | +13 % |
| Kartenerträge (netto nach Prämien) | 4,2 Mrd. € | −14 % |
| Hypothekengebühren | 1,2 Mrd. € | −1 % |
| Sonstige Erträge | 5,5 Mrd. € | −50 % |
| Summe | 77,8 Mrd. € | +2 % |
Die Kreditkarte als Zinsmaschine
Der Posten Kartenerträge wirkt mit 4,2 Milliarden Euro klein, doch die Zahl führt in die Irre. Die Bank verbucht dort Gebühren aus Kartenzahlungen erst nach Abzug der Prämien und Partnerzahlungen, etwa für Bonuspunkte und Flugmeilen. Der eigentliche Ertrag der Kreditkarte steckt im Zinsüberschuss: Kunden, die ihre Rechnung nicht vollständig begleichen, zahlen in den USA laut Notenbank im Schnitt 22,36 Prozent Zinsen im Jahr. JPMorgan hielt Mitte 2026 Kartenkredite von 223,5 Milliarden Euro in der Bilanz.
Die Karte bringt der Bank im Verhältnis zum Kreditbestand gut 10 Prozent Ertrag im Jahr, die Ausfälle lagen im zweiten Quartal bei 3,34 Prozent. Nach Abzug der Ausfälle bleibt eine Spanne von rund 7 Prozent, bevor Personal, Marketing und Technik bezahlt sind. Mit dem für etwa 2028 erwarteten Wechsel der Apple Card zu Chase kommen weitere Salden von mehr als 17,9 Milliarden Euro dazu.
Was nur im Kleingedruckten steht
Einige der margenstärksten Erträge tauchen im Geschäftsbericht kaum auf. Ein Beispiel liefert der Zahlungsverkehr für Unternehmen: Konzerne wickeln über JPMorgan Überweisungen, Lohnzahlungen und Devisengeschäfte ab und lassen dabei hohe Guthaben auf ihren Konten liegen. Im zweiten Quartal brachte die Sparte Payments 4,7 Milliarden Euro Ertrag, 12 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Nach der sehr weit gefassten Definition von JPMorgan bewegt die Bank täglich rund 10,7 Billionen Euro, interne Verrechnungen eingeschlossen.
Ein zweiter versteckter Strom sind Beteiligungen. Im zweiten Quartal 2026 verbuchte JPMorgan einen Gewinn von 4,1 Milliarden Euro aus Aktien des Kartennetzwerks Visa, die der Bank aus der Zeit vor dem Börsengang von Visa zustanden. Eine weitere knappe Milliarde kam aus anderen Beteiligungen. Ohne diese Sondereffekte hätte der Quartalsgewinn bei 15,1 statt 18,9 Milliarden Euro gelegen. Mehr zur Mechanik des Kartennetzes zeigt unsere Analyse des Geschäftsmodells von Visa.
Ein dritter Strom wächst gerade: Gebühren für den Zugang zu Kundendaten. Seit 2025 verlangt JPMorgan von Datenvermittlern wie Plaid und Yodlee Geld, wenn Fintech-Apps im Auftrag der Kunden Kontodaten abrufen. Laut dem Fachdienst Payments Dive decken die Verträge mehr als 95 Prozent der entsprechenden Anfragen ab. Die Summen nennt die Bank nicht, aber die Kontodaten von 94 Millionen Kunden werden so zur Ware.
Wo die Marge sitzt
Die Segmente unterscheiden sich in ihrer Ertragskraft deutlich. Im zweiten Quartal 2026 blieben im Privatkundengeschäft von 100 Euro Ertrag 26 Euro als Nettogewinn übrig, in der Investmentbank 39 Euro und in der Vermögensverwaltung 29 Euro. Gemessen am eingesetzten Eigenkapital führte die Vermögensverwaltung mit einer Rendite von 48 Prozent, das Privatkundengeschäft kam auf 34 Prozent, die Investmentbank auf 22 Prozent. Die Kapitalbindung erklärt den Unterschied: Handel und Großkredite verlangen viel Eigenkapital, Vermögensverwaltung kaum.
Innerhalb der Investmentbank lieferte der Handel im zweiten Quartal mit 10,8 Milliarden Euro den größten Block. Der Aktienhandel wuchs binnen Jahresfrist um 86 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro und lag damit erstmals fast gleichauf mit dem Anleihenhandel. Die Gebühren aus Beratung und Emissionen stiegen um 30 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro, den höchsten Stand seit 2021. Laut Dealogic hält JPMorgan im Jahr 2026 bisher einen Anteil von 9,3 Prozent an allen Investmentbanking-Gebühren weltweit und liegt damit auf Platz eins.
| Segment (2. Quartal 2026) | Ertrag | Nettogewinn | Gewinn je 100 € Ertrag | Eigenkapitalrendite |
|---|---|---|---|---|
| Privatkunden (Chase) | 18,1 Mrd. € | 4,8 Mrd. € | 26 € | 34 % |
| Investmentbank, Firmenkunden, Zahlungsverkehr | 22,2 Mrd. € | 8,7 Mrd. € | 39 € | 22 % |
| Vermögensverwaltung | 6,1 Mrd. € | 1,8 Mrd. € | 29 € | 48 % |
| Corporate (inkl. Visa-Sondergewinn) | 5,4 Mrd. € | 3,8 Mrd. € | 70 € | k. A. |
Gratiskonto, teure Karte
Quersubventionierung gehört zum Kern des Modells. Das Girokonto bei Chase ist für viele Kunden gebührenfrei, sofern ein Mindestguthaben oder regelmäßige Gehaltseingänge vorliegen. Kostenlos ist das Konto für die Bank aber nicht: Filialen, App und Kundendienst verursachen hohe Kosten. Finanziert wird das Angebot über das unverzinste Guthaben und über die Folgeprodukte, allen voran die Kreditkarte mit ihren Zinsen und Gebühren.
Ein ähnliches Muster zeigt sich bei Großkunden. Kredite an Konzerne bringen oft nur geringe Margen, und trotzdem vergibt die Bank solche Darlehen, weil daran Beratungsmandate, Anleiheemissionen, Devisengeschäfte und Zahlungsverkehr hängen. Im zweiten Quartal 2026 entfielen auf das Kreditgeschäft der Investmentbank nur 1,8 Milliarden Euro Ertrag, auf Investmentbanking und Payments zusammen 8,2 Milliarden Euro. Der Kredit dient als Türöffner für das profitablere Geschäft.
Größe als Kostenvorteil
Kein anderer Faktor erklärt die Ertragskraft so gut wie die Größe. JPMorgan plant für 2026 ein Technologiebudget von rund 17,7 Milliarden Euro, mehr als der Jahresumsatz vieler Konkurrenten. Laut Geschäftsbericht nutzen mehr als 65.000 Beschäftigte der Investmentbank die interne Software „LLM Suite“, mehr als 90 Prozent der Entwickler arbeiten mit KI-Assistenten. Bei 94 Millionen Kunden sinken die Stückkosten mit jedem weiteren Konto.
Netzwerkeffekte verstärken diesen Vorteil. Je mehr Unternehmen ihren Zahlungsverkehr über JPMorgan abwickeln, desto mehr Zahlungen bleiben im eigenen System, desto schneller und billiger wird jede einzelne Überweisung. Im Investmentbanking zieht die Größe der Handelsbücher Kunden an, weil sich umfangreiche Orders bei einem großen Händler leichter platzieren lassen. Bei 4,5 Billionen Euro Bilanzsumme liegt die Effizienzquote bei 47 Prozent: Von 100 Euro Ertrag entfallen 47 Euro auf Kosten.
Mehr Zins, mehr Handel, mehr Vermögen
In den vergangenen fünf Jahren hat sich das Modell deutlich verschoben. Der Zinsüberschuss stieg von 46,8 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf 85,4 Milliarden Euro im Jahr 2025, ein Plus von 82 Prozent. Die zinsunabhängigen Erträge wuchsen im selben Zeitraum nur um ein Viertel. Der Gewinnsprung der vergangenen Jahre beruht also vor allem auf höheren Zinsen.
Zugleich hat die Bank zwei Felder ausgebaut, die weniger von Zinsen abhängen. Die Erträge der Handelssparte Markets stiegen von umgerechnet 18,8 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 32,2 Milliarden Euro im Jahr 2025, die verwalteten Kundenvermögen erreichten Mitte 2026 rund 6,9 Billionen Euro. Für 2026 plant die Bank einen Zinsüberschuss ohne Handel von rund 85 Milliarden Euro, also etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Richtung ist erkennbar: mehr Gebühren aus Vermögen und Handel, damit der Gewinn bei sinkenden Zinsen nicht einbricht.
Wie groß ist die Marktmacht von JPMorgan?

JPMorgan ist in fast jedem US-Bankmarkt die Nummer eins oder zwei. Die Bank hält 11,1 Prozent der Privateinlagen und 23,6 Prozent der Kreditkartenumsätze in den USA und führt weltweit bei den Investmentbanking-Gebühren.
Die Marktanteile hat die Bank beim Investorentag im Februar 2026 selbst ausgewiesen. Bei den Privateinlagen in den USA stieg der Anteil von 8,1 Prozent im Jahr 2015 auf 11,1 Prozent im Jahr 2025. Bei den Umsätzen mit Kreditkarten kommt Chase auf 23,6 Prozent, beim Kartenbestand auf 17,5 Prozent. Im Wertpapierhandel erreicht die Bank 11,8 Prozent, in der Wertpapierverwahrung 10,7 Prozent.
Der Abstand zu den Verfolgern zeigt sich am deutlichsten beim Gewinn. Im zweiten Quartal 2026 verdiente JPMorgan 18,9 Milliarden Euro, die Bank of America 8,1 Milliarden Euro und die Citigroup 5,2 Milliarden Euro. Auch ohne den Sondergewinn aus Visa-Aktien lag JPMorgan mit 15,1 Milliarden Euro vor den beiden Konkurrenten zusammen. Die folgende Tabelle zeigt die Großbanken im Vergleich.
| Bank (2. Quartal 2026) | Erträge | Nettogewinn | Rendite auf das Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| JPMorgan Chase | 51,9 Mrd. € | 18,9 Mrd. € (bereinigt 15,1) | 29 % (bereinigt 23 %), materiell |
| Bank of America | 28,3 Mrd. € | 8,1 Mrd. € | 17,0 %, materiell |
| Citigroup | 22,2 Mrd. € | 5,2 Mrd. € | 13,0 %, materiell |
| Wells Fargo | 20,2 Mrd. € | 5,7 Mrd. € | 17,7 %, materiell |
| Goldman Sachs | 18,2 Mrd. € | 5,9 Mrd. € | 23,5 %, gesamtes Eigenkapital |
Die Kundenbindung hat mehrere Schichten. Privatkunden haben Girokonto, Kreditkarte, Hypothek und Depot oft bei derselben Bank, und jeder Wechsel kostet Zeit, weil Daueraufträge, Gehaltseingang und Lastschriften neu eingerichtet werden müssen. Bei Unternehmen ist der Wechselaufwand noch höher, weil Zahlungsverkehr, Liquiditätssteuerung und Devisengeschäfte tief in die eigene Buchhaltung eingebaut sind.
Im Investmentbanking wirkt ein anderer Mechanismus. Bei Börsengängen, Anleihen und Übernahmen geht die Führungsrolle im Konsortium bevorzugt an Banken mit großer Bilanz und weltweitem Vertrieb. Eine Bank, die viel platziert, sieht mehr Nachfrage und kann deshalb besser bepreisen. Laut Dealogic stieg der Anteil von JPMorgan an den weltweiten Gebühren von 8,4 Prozent im Jahr 2025 auf 9,3 Prozent in den ersten sechs Monaten 2026. Die europäische Konkurrenz ist in diesem Markt weit zurückgefallen, auch die Deutsche Bank spielt dort nur in einzelnen Segmenten vorn mit.
Die Größe hat allerdings eine Grenze im Gesetz. Seit dem Riegle-Neal-Gesetz von 1994 dürfen die Aufseher keine Übernahme über Bundesstaatsgrenzen genehmigen, nach der die kaufende Bank mehr als 10 Prozent aller versicherten Einlagen der USA kontrollieren würde. Den Kauf von First Republic erlaubten die Behörden 2023 über eine Ausnahme für Banken in Zahlungsnot, laut Euromoney eine Umgehung der Konzentrationsregeln. Die Einlagengrenze bremst also nicht das organische Wachstum, wohl aber weitere Zukäufe im Normalbetrieb.
Die Aufsicht stuft JPMorgan als global systemrelevante Bank ein. Laut Geschäftsbericht muss die Bank deshalb einen Kapitalzuschlag von 4,5 Prozent vorhalten, der nach Planung der Bank bis 2028 auf 5,2 Prozent steigen dürfte. Mitte 2026 lag die harte Kernkapitalquote bei 14,1 Prozent, die Pflichtquote bei 11,5 Prozent. Aus dem Puffer dazwischen finanziert die Bank Krisenkäufe, strengere Kapitalregeln würden ihn schmälern.
- Einlagen: JPMorgan hält 11,1 Prozent aller Privateinlagen der USA, 2015 lag der Anteil bei 8,1 Prozent.
- Karten: Auf Chase entfällt fast ein Viertel aller Kreditkartenumsätze in den USA.
- Grenze: Die 10-Prozent-Regel bremst weitere Bankenkäufe außerhalb von Krisen.
Wer ist bei JPMorgan eigentlich das Produkt?

Bei JPMorgan sind die Kunden zugleich Abnehmer und Rohstoff: Die Einlagen liefern das billige Geld, die Zahlungsdaten liefern Wissen über Konsum und Kreditwürdigkeit. Bezahlt wird vor allem mit entgangenen Zinsen.
Aus Sicht eines Privatkunden wirkt das Angebot großzügig. Das Girokonto kostet unter bestimmten Bedingungen nichts, die Kreditkarte bringt Punkte und Meilen, die App funktioniert gut. Bezahlt wird an anderer Stelle: mit Guthaben, auf die kaum oder gar keine Zinsen fließen, und mit Kartenzinsen von durchschnittlich mehr als 22 Prozent im Jahr für alle, die ihre Abrechnung nicht vollständig ausgleichen. Kunden mit offenem Saldo finanzieren damit auch die Prämien derer, die ihre Rechnung jeden Monat begleichen.
Händler sind eine zweite Gruppe, die zahlt, ohne Kunde der Bank zu sein. Bei jeder Kartenzahlung fällt eine Interchange-Gebühr an, die der Händler über seinen Zahlungsdienstleister an die kartenausgebende Bank abführt. In den USA ist diese Gebühr für Kreditkarten nicht gedeckelt. Einen Teil gibt JPMorgan in Form von Bonuspunkten an die Karteninhaber weiter, der Rest bleibt als Ertrag. Die Kosten landen in den Ladenpreisen, auch für Barzahler.
Eine dritte Rolle spielen die Daten. Mit 94 Millionen Kunden und Kartenumsätzen von 1,74 Billionen Euro im Jahr 2025 sieht JPMorgan einen großen Teil des US-Konsums in Echtzeit. Die Bank nutzt diese Daten für Kreditentscheidungen, für gezielte Angebote in der App und für ein eigenes Werbegeschäft namens Chase Media Solutions, das Marken Werbung auf Basis von Kaufdaten anbietet. Der Datenwert taucht in keiner Bilanzzeile auf, bestimmt aber Preise und Margen mit.
Bei Großkunden kehrt sich das Verhältnis teilweise um. Konzerne und Investoren sind hier zahlende Kunden mit Verhandlungsmacht, doch auch diese Kunden liefern etwas: Die Guthaben auf Geschäftskonten sind eine stabile und günstige Finanzierungsquelle, und die Orders verschaffen der Handelsabteilung Informationen über Marktbewegungen. Im zweiten Quartal 2026 hielten Firmenkunden und Investoren einen großen Teil der 571 Milliarden Euro an unverzinsten Einlagen. Die Liquidität der Kunden ist das eigentliche Kapital der Bank.
Eine weitere Gruppe zahlt still mit: die Steuerzahler. Banken dieser Größe gelten als zu groß zum Scheitern, und Ratingagenturen sowie Gläubiger kalkulieren eine mögliche Staatsrettung in ihre Bewertung ein. Die eingepreiste Rettung verschafft JPMorgan einen Finanzierungsvorteil gegenüber kleineren Banken, der sich schwer beziffern lässt, aber jede Anleihe ein wenig billiger macht. Die US-Einlagensicherung, die von allen Banken über Beiträge finanziert wird, hat JPMorgan zudem zweimal Banken zu Preisen überlassen, die unter dem Buchwert lagen.
Was kostet das Bankgeschäft wirklich, und wer trägt die Kosten?

Von 100 Euro Ertrag gab JPMorgan 2025 rund 51,50 Euro für Personal, Technik und Betrieb aus, 7,70 Euro für Kreditausfälle und 10,10 Euro für Steuern. Übrig blieben 30,70 Euro Gewinn.
Die größte Kostenposition ist das Personal. Im Jahr 2025 zahlte JPMorgan umgerechnet 48,7 Milliarden Euro für Gehälter, Boni und Sozialleistungen, das entspricht 29,40 Euro je 100 Euro Ertrag. Technik, Kommunikation und Ausstattung kosteten 9,9 Milliarden Euro, externe Dienstleister und Berater 11,1 Milliarden Euro. Für Marketing gab die Bank 4,9 Milliarden Euro aus, ein großer Teil davon für Kartenwerbung und Neukundenprämien. Die folgende Tabelle schlüsselt die Verwendung von 100 Euro Ertrag auf.
| Wohin 100 € Ertrag fließen (2025) | Betrag | Gesamtsumme 2025 |
|---|---|---|
| Personal (Gehälter, Boni, Sozialleistungen) | 29,40 € | 48,7 Mrd. € |
| Externe Dienstleister und Berater | 6,70 € | 11,1 Mrd. € |
| Technik, Kommunikation, Ausstattung | 5,90 € | 9,9 Mrd. € |
| Marketing | 3,00 € | 4,9 Mrd. € |
| Gebäude und Filialen | 2,90 € | 4,9 Mrd. € |
| Sonstige Kosten | 3,70 € | 6,1 Mrd. € |
| Risikovorsorge für Kreditausfälle | 7,70 € | 12,7 Mrd. € |
| Steuern (inkl. steuerlicher Anpassung) | 10,10 € | 16,7 Mrd. € |
| Nettogewinn | 30,70 € | 51,0 Mrd. € |
Für Kunden bleibt ein Teil des Preises unsichtbar. Ein Girokonto mit 10.000 Euro Guthaben ohne Zinsen bringt der Bank bei einem Leitzins von 3,875 Prozent, der Mitte des aktuellen Zielbands, rechnerisch rund 390 Euro Zinsertrag im Jahr. Der Kunde zahlt diese Summe nicht als Gebühr, er verzichtet nur auf Zinsen. Die Opportunitätskosten des Kunden sind der Ertrag der Bank, und weil dieser Betrag auf keiner Rechnung steht, fällt kaum jemandem der Preis auf.
Bei der Kreditkarte liegt der Preis offener, aber nicht niedriger. Die durchschnittliche Kreditkarte in den USA kostete im August 2026 laut Notenbank 22,36 Prozent Zinsen im Jahr auf verzinste Salden. Bei einem dauerhaft offenen Saldo von 5.000 Euro wären das gut 1.100 Euro Zinsen im Jahr. Von gut 10 Euro Kartenertrag je 100 Euro Kredit entfallen 3,34 Euro auf Ausfälle, also auf Kunden, die nicht mehr zahlen können.
Die Weitergabe von Zinsänderungen läuft asymmetrisch. Als die Fed ab 2022 die Zinsen kräftig erhöhte, stiegen die Kreditzinsen schnell, die Einlagenzinsen langsam. Im zweiten Quartal 2026 zahlte JPMorgan auf verzinsliche Einlagen 2,11 Prozent, ein Jahr zuvor 2,40 Prozent. Die Kreditrendite sank im selben Zeitraum nur von 6,71 auf 6,48 Prozent. Nach der Zinserhöhung vom 16. September wird sich zeigen, ob die Bank die höheren Sätze genauso zögerlich an Sparer weitergibt wie in früheren Zyklen.
Am Ende verteilt sich die Last auf mehrere Gruppen. Sparer finanzieren die Bank mit niedrig verzinstem Geld, Kreditnehmer mit hohen Zinsen, Händler mit Kartengebühren. Der Staat erhält seinen Anteil über Steuern: Laut Geschäftsbericht zahlte JPMorgan 2025 Ertragsteuern von 13,9 Milliarden Euro bei einer effektiven Quote von 21,4 Prozent. Der Gewinn nach Steuern fließt größtenteils an die Aktionäre.
- Girokonto: Das Konto kostet den Kunden nichts, das Guthaben bringt der Bank Zinsertrag.
- Kreditkarte: Karteninhaber zahlen im US-Schnitt mehr als 22 Prozent Zinsen auf offene Salden.
- Gewinn: Von 100 Euro Ertrag blieben 2025 rund 30,70 Euro übrig.
Wer profitiert und wer zahlt drauf?

Die größten Gewinner sind die Aktionäre und das Topmanagement: JPMorgan schüttete zuletzt rund drei Viertel des Gewinns über Dividenden und Rückkäufe aus. Verlierer sind kleinere Banken, die beim Einlagenwettbewerb nicht mithalten, und Kunden mit hohen Kartensalden.
Im zweiten Quartal 2026 zahlte JPMorgan 3,6 Milliarden Euro Dividende und kaufte für 6,0 Milliarden Euro eigene Aktien zurück. Über zwölf Monate gerechnet flossen 73 Prozent des Gewinns an die Anteilseigner zurück. Ab Juli 2026 läuft ein neues Rückkaufprogramm über bis zu 44,7 Milliarden Euro, die Quartalsdividende stieg zum 31. Oktober auf umgerechnet 1,48 Euro je Aktie.
Das Management verdient am Erfolg kräftig mit. Im Juni 2026 ernannte der Verwaltungsrat Doug Petno und Troy Rohrbaugh zu Co-Presidents und damit zu Kandidaten für die Nachfolge von Dimon. Beide erhielten laut Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht Halteprämien von je 26,8 Millionen Euro, zwei weitere Spitzenmanagerinnen je 17,9 Millionen Euro. Ausgezahlt werden die Halteprämien erst nach drei Jahren und nur, wenn die Rendite auf das materielle Eigenkapital im Schnitt mindestens 12 Prozent erreicht. Gemessen an zuletzt 23 Prozent liegt die Hürde niedrig.
Auf der Verliererseite stehen zuerst die kleineren Banken. In jeder Krise fließen Einlagen zu den größten Instituten, weil Kunden dort die höchste Sicherheit vermuten. Nach dem Zusammenbruch der Silicon Valley Bank im März 2023 erlebten Regional- und Gemeindebanken genau diesen Abfluss, und JPMorgan kaufte am Ende mit First Republic eine der Betroffenen. Der Anteil an den US-Privateinlagen stieg seit 2015 um drei Prozentpunkte. Jeder Prozentpunkt mehr bei JPMorgan ist ein Prozentpunkt weniger bei Regionalbanken.
Auch die Belegschaft profitiert nicht gleichmäßig. Die Bank investiert massiv in künstliche Intelligenz, und in der Privatkundensparte rechnet das Management bis 2030 mit mehr als 40 Prozent Produktivitätsgewinn im operativen Betrieb. Nach Berichten über den Analystentermin im Juli 2026 sagte Dimon, KI habe in einzelnen Einheiten bereits 30 bis 40 Prozent der Stellen ersetzt. Die Zahl der Beschäftigten wuchs binnen eines Jahres nur um 1 Prozent. Die Gewinne aus Automatisierung landen bisher vor allem bei den Aktionären.
| Gruppe | Profitiert oder zahlt drauf | Beleg |
|---|---|---|
| Aktionäre | profitieren | 73 % des Gewinns ausgeschüttet, Rückkaufprogramm bis 44,7 Mrd. € |
| Topmanagement | profitiert | Halteprämien bis 26,8 Mio. € je Person |
| Kunden ohne Kartensaldo | profitieren | Prämien und Punkte, finanziert über Interchange und Zinsen anderer |
| Kunden mit Kartensaldo | zahlen drauf | im US-Schnitt 22,36 % Zinsen auf offene Salden |
| Sparer auf Girokonten | zahlen drauf | 571 Mrd. € Einlagen ohne Zinsen |
| Regionalbanken | zahlen drauf | Einlagen wandern in Krisen zu den größten Instituten |
| Beschäftigte im Betrieb | gemischt | KI ersetzt laut Dimon in einzelnen Einheiten 30 bis 40 % der Stellen |
An den Standorten zeigt sich die Größe direkt. In New York eröffnete JPMorgan im Oktober 2025 an der Park Avenue eine neue Konzernzentrale mit Platz für 14.000 Beschäftigte, entworfen von Norman Foster. In Frankfurt beschäftigt die europäische Tochter am Hauptsitz 783 Menschen, in den Niederlassungen der SE quer durch die EU weitere 4.528.
Die Kunden bilden die vielleicht interessanteste Gruppe, denn ein Teil gewinnt, ein anderer verliert. Wer seine Kreditkarte jeden Monat vollständig zurückzahlt, bekommt Punkte, Versicherungen und Lounge-Zugang, finanziert von Händlern und von den Kunden, die Zinsen zahlen. Dieses Muster ähnelt einem Fitnessstudio, das von den Mitgliedern lebt, die nie kommen. Aus unserer Sicht ist genau diese Umverteilung zwischen disziplinierten und verschuldeten Kunden der am wenigsten diskutierte Teil des Geschäftsmodells.
JPMorgan rühmt seine Festungsbilanz, doch deren Fundament sind 571 Milliarden Euro Kundeneinlagen, auf die die Bank keine Zinsen zahlt.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Wie politisch ist JPMorgan?

JPMorgan ist politisch hoch aktiv, in Washington wie in Brüssel. Jamie Dimon kommentiert Wirtschaftspolitik offen, und 2026 verklagte ihn Präsident Trump auf mindestens 4,5 Milliarden Euro Schadenersatz.
Die Lobbyarbeit der großen US-Banken hat 2025 deutlich zugenommen. Nach einer Auswertung von Reuters auf Basis von OpenSecrets-Daten gaben 38 große Banken und sieben ihrer wichtigsten Verbände zusammen umgerechnet 77,7 Millionen Euro für Lobbyarbeit bei Regierung, Behörden und Kongress aus, 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Die acht größten Institute steigerten ihre Ausgaben allein im vierten Quartal 2025 um fast 40 Prozent. Themen waren unter anderem Kartengebühren, Kapitalregeln und Gesetze für Kryptowährungen.
In Brüssel ist JPMorgan im EU-Transparenzregister eingetragen. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete die Bank Lobbykosten zwischen 1,0 und 1,25 Millionen Euro, neun Lobbyisten mit zusammen 0,9 Vollzeitstellen und, laut der Auswertung von LobbyFacts, 110 Treffen mit hochrangigen Vertretern der EU-Kommission seit Beginn der Aufzeichnung. Gemessen an einem Jahresgewinn von 51 Milliarden Euro wirken die gemeldeten Summen klein, die Gesprächsdichte mit der Kommission dagegen hoch.
Der wichtigste politische Kampf betrifft das Eigenkapital. Im März 2026 legten die US-Aufseher einen überarbeiteten Entwurf für die Basel-III-Regeln und den Zuschlag für global systemrelevante Banken vor. JPMorgan rechnet laut Banking Dive mit rund 17,9 Milliarden Euro zusätzlichem Kapitalbedarf. Jeder Euro Puffer fehlt für Kredite, Rückkäufe oder Dividenden. Deshalb wirbt Dimon seit Jahren dafür, die Kapitalanforderungen nicht weiter zu erhöhen, und verweist auf die Stabilität seiner Bank in der Krise von 2023.
| Politische Front | Stand Anfang Oktober 2026 | Was für JPMorgan auf dem Spiel steht |
|---|---|---|
| Basel III und Kapitalzuschlag | Überarbeiteter Entwurf seit März 2026, endgültige Regel offen | rund 17,9 Mrd. € zusätzliches Kapital |
| 10-Prozent-Deckel auf Kartenzinsen | Gesetzentwurf im Bankenausschuss, keine Mehrheit | Zinserträge auf 223,5 Mrd. € Kartenkredite |
| Credit Card Competition Act | Zwei Anläufe 2026 gescheitert | Interchange-Erträge aus Kreditkarten |
| Klage von Donald Trump | Eingereicht am 22.01.2026 in Florida | mindestens 4,5 Mrd. € Schadenersatzforderung |
| EU-Lobbyarbeit | 1,0 bis 1,25 Mio. € gemeldete Kosten 2025 | Kapitalmarktunion, Bankenregulierung, Marktinfrastruktur |
Mit dem Präsidenten liegt die Bank offen im Streit. Am 22. Januar 2026 reichte Donald Trump vor einem Gericht in Florida Klage gegen JPMorgan und Dimon ein und fordert mindestens 4,5 Milliarden Euro. Der Vorwurf: Die Bank habe im Februar 2021, nach dem Sturm auf das Kapitol, seine Konten aus politischen Gründen gekündigt. JPMorgan nennt die Klage unbegründet. Einen Tag vor der Klage hatte Dimon in Davos den Vorschlag des Präsidenten, Kartenzinsen auf 10 Prozent zu deckeln, eine wirtschaftliche Katastrophe genannt.
Der Zinsdeckel und ein Gesetz gegen hohe Kartengebühren sind die beiden Vorhaben, die das Geschäftsmodell direkt treffen würden. Ein Gesetzentwurf von Bernie Sanders und Josh Hawley für einen fünfjährigen 10-Prozent-Deckel liegt im Bankenausschuss des Senats, der Credit Card Competition Act soll Händlern die Wahl eines günstigeren Kartennetzes erlauben. Beide Vorlagen fanden bis Anfang Oktober 2026 keine Mehrheit, laut Payments Dive scheiterten zwei Versuche, das Kartengesetz an andere Vorhaben anzuhängen. Für JPMorgan hängen an beiden Projekten Milliardenerträge.
Bei den Steuern fällt JPMorgan nicht durch aggressive Gestaltung auf. Die effektive Steuerquote lag 2025 bei 21,4 Prozent und damit etwa auf Höhe des US-Bundessatzes von 21 Prozent. Steuern der Bundesstaaten erhöhen die Quote, Steuergutschriften für erneuerbare Energien drücken den Wert. Politisch heikler als die Steuerquote ist die Ausnahmegenehmigung beim Kauf von First Republic, die Kritiker 2023 als Umgehung der Konzentrationsregeln werteten.
Auch die Selbstdarstellung ist politisch. Dimon schreibt jedes Jahr einen langen Aktionärsbrief, der eher einem wirtschaftspolitischen Manifest gleicht. Im Brief für 2025 diagnostiziert er einen langsamen, aber stetigen Niedergang und eine Zersplitterung Europas: Die Wirtschaftsleistung Europas sei relativ zu den USA von 90 Prozent im Jahr 2000 auf rund 70 Prozent gesunken. Für eine Bank, die in Frankfurt eine ihrer größten Töchter betreibt und gerade um deutsche Sparer wirbt, ist diese Diagnose eine bemerkenswert offene Ansage.
- Lobby: Große US-Banken steigerten ihre Ausgaben 2025 um 12 Prozent.
- Kapital: Die Basel-Reform könnte rund 17,9 Milliarden Euro zusätzlich binden.
- Trump: Der Präsident verlangt mindestens 4,5 Milliarden Euro Schadenersatz.
Was könnte JPMorgan zu Fall bringen?

Ein Zusammenbruch ist unwahrscheinlich, die größten Risiken liegen in fallenden Zinsen, einer Kreditkrise bei Verbrauchern, strengeren Regeln und der Nachfolge von Jamie Dimon. Langfristig greifen Stablecoins und Fintechs das Einlagengeschäft an.
Das naheliegende Risiko ist der Zins. Gut die Hälfte der Erträge stammt aus dem Zinsgeschäft, und dessen Marge hängt am Abstand zwischen Leitzins und Einlagenzins. Sinken die Leitzinsen deutlich, schrumpft der Ertrag aus den unverzinsten Einlagen schneller, als sich die Kosten anpassen lassen. Derzeit läuft die Bewegung allerdings in die andere Richtung, nach der Zinserhöhung der Fed im September.
Ein zweites Risiko liegt in der Kreditqualität. Die Ausfälle im Kartengeschäft lagen im zweiten Quartal 2026 bei 3,34 Prozent, die Bank rechnet für das Gesamtjahr mit rund 3,4 Prozent. In einer Rezession mit steigender Arbeitslosigkeit können solche Quoten deutlich klettern, weil Kartenkredite ohne Sicherheiten vergeben werden. Mit Kartenkrediten von 223,5 Milliarden Euro und dem geplanten Zukauf der Apple-Card-Salden wächst das Kreditrisiko genau in dem Segment, das am stärksten auf Konjunktur reagiert.
Ein drittes Risiko betrifft die Regulierung, von Zinsdeckel über Kartengesetz bis Basel-Reform. Einzeln bringt keine dieser Maßnahmen die Bank in Gefahr, zusammen könnten die Vorhaben die Rendite aber deutlich senken. Das Ziel der Bank für die Rendite auf das materielle Eigenkapital über den gesamten Zyklus liegt bei 17 Prozent, weit unter den 23 Prozent des zweiten Quartals.
Das vierte Risiko hat einen Namen. Jamie Dimon leitet die Bank seit 2006, also seit zwei Jahrzehnten. Die Ernennung von Doug Petno und Troy Rohrbaugh zu Co-Presidents im Juni 2026 bereitet die Nachfolge vor, eine Entscheidung steht aus. Investoren bewerten JPMorgan auch wegen des Vertrauens in das Management höher als die Konkurrenz. Ein holpriger Machtwechsel wäre das Szenario, das die Aktie am stärksten treffen könnte.
Langfristig kommt die Konkurrenz von außerhalb der Bankenwelt. Dimon nennt in seinem Aktionärsbrief ausdrücklich neue Wettbewerber auf Blockchain-Basis, also Stablecoins, Smart Contracts und tokenisierte Wertpapiere. Fließen Einlagen von Girokonten in digitale Währungen, verliert die Bank ihren günstigsten Rohstoff. JPMorgan antwortet mit einem eigenen Einlagen-Token für institutionelle Kunden namens JPMD. Ob der Token reicht, hängt davon ab, wie schnell Unternehmen und Verbraucher ihre Liquidität außerhalb klassischer Konten halten.
Hinzu kommt ein Risiko, das Dimon selbst Anfang Oktober benannt hat. In einem Interview mit Bloomberg TV sagte er laut PYMNTS, die Cyberrisiken durch künstliche Intelligenz seien nach dem Erscheinen des Anthropic-Modells Mythos um das Zehnfache gestiegen. Ein erfolgreicher Angriff auf Zahlungssysteme oder Kundendaten wäre der klassische schwarze Schwan: unwahrscheinlich, aber mit Folgen weit über die Bank hinaus.
Aus diesen Risiken ergeben sich drei Szenarien für die nächsten fünf Jahre. Im Basisfall bleibt JPMorgan die profitabelste US-Bank, die Rendite pendelt sich zwischen 17 und 20 Prozent ein, und die Nachfolge gelingt ohne Bruch. Im positiven Fall verdient die Bank an weiteren Krisenübernahmen und an einem Boom im Investmentbanking. Im negativen Fall treffen Zinssenkungen, Zinsdeckel und eine Kreditkrise zusammen, und die Bank muss Rückkäufe zurückfahren, um Kapital zu schonen.
- Zinsen: Gut die Hälfte der Erträge hängt am Abstand zwischen Leitzins und Einlagenzins.
- Karten: Eine Rezession würde die Ausfallquote von 3,34 Prozent schnell erhöhen.
- Nachfolge: Dimon führt die Bank seit 2006, ein Nachfolger ist nicht benannt.
Was bedeutet JPMorgan für deutsche Unternehmer und Verbraucher?

Für deutsche Verbraucher ist JPMorgan seit Mai 2026 ein direkter Anbieter: Chase zahlt Neukunden vier Monate lang 4 Prozent Tagesgeldzins. Für Unternehmen ist die Bank vor allem Finanzierer bei Börsengängen, Anleihen und Übernahmen.
Seit dem 20. Mai 2026 bietet JPMorgan unter der Marke Chase in Deutschland ein Tagesgeldkonto an. Neukunden erhalten in den ersten vier Monaten 4 Prozent Zinsen, danach gilt ein variabler Satz von 2 Prozent. Seit dem 3. September 2026 ist der Aktionszins auf Guthaben bis 500.000 Euro begrenzt. Die Einlagen liegen bei der J.P. Morgan SE in Frankfurt und sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt, darüber hinaus über eine freiwillige Sicherung bis 3 Millionen Euro.
Der Lockzins folgt demselben Muster wie in den USA. Der Satz von 4 Prozent liegt deutlich über dem Einlagesatz der EZB von 2,50 Prozent und kostet die Bank zunächst Geld. Nach vier Monaten sinkt der Zins auf 2 Prozent und damit unter den EZB-Satz. Laut biallo.de plant Chase bis Ende 2028 ein Girokonto. Die Logik dahinter: Chase gewinnt zuerst das Guthaben und verkauft später Konto und Karte.
Für Sparer heißt das konkret: Das Aktionsangebot lohnt sich, sofern Sie das Geld nach vier Monaten weiterziehen lassen oder den Zins regelmäßig mit anderen Angeboten vergleichen. Auf 20.000 Euro Guthaben fallen in den vier Monaten rechnerisch rund 267 Euro Zinsen vor Steuern an. Danach bringen dieselben 20.000 Euro bei 2 Prozent nur noch rund 33 Euro im Monat. Chase bietet derzeit nur eine App ohne Webbanking und Echtzeitüberweisung. Für ein Zweitkonto mit Tagesgeld genügt die App, als Hausbank taugt das Angebot noch nicht.
Für deutsche Unternehmen tritt JPMorgan in anderen Rollen auf. Bei großen Börsengängen, Anleihen und Übernahmen ist die Bank regelmäßig im Konsortium, und mit der J.P. Morgan SE verfügt der Konzern in Frankfurt über eine voll lizenzierte Bank mit 434 Milliarden Euro Bilanzsumme. Gleichzeitig konkurriert JPMorgan mit der Commerzbank und der Deutschen Bank um genau die Firmenkunden, die bisher das Rückgrat der deutschen Großbanken bilden.
Für deutsche Banken und Sparkassen ist der Markteintritt ein Warnsignal. Eine Bank mit einem Technologiebudget von 17,7 Milliarden Euro im Jahr kann Lockangebote länger durchhalten als die meisten Wettbewerber. Wir halten Chase für die ernsteste Konkurrenz im deutschen Einlagengeschäft seit Jahren, weil dahinter kein Start-up mit begrenztem Kapital steht, sondern der profitabelste Konzern der Branche. Kleinere Institute werden mit höheren Einlagenzinsen antworten müssen, auf Kosten der eigenen Marge.
| Szenario für die nächsten 12 Monate | Was passiert | Folge für deutsche Kunden |
|---|---|---|
| Optimistisch | Chase startet früher mit Girokonto und Karte, die EZB erhöht weiter | Höhere Tagesgeldzinsen im ganzen Markt, mehr Wettbewerb bei Konten |
| Realistisch | Chase bleibt beim Tagesgeld, senkt die Aktionsgrenzen schrittweise | Attraktives Zweitkonto, Zinsvorteil nur in den ersten Monaten |
| Pessimistisch | Kreditkrise in den USA, JPMorgan bremst das Wachstum im Ausland | Weniger Lockangebote, deutsche Banken senken ihre Zinsen wieder |
Für Unternehmer, die JPMorgan als Geschäftspartner nutzen, gilt eine Regel aus dem Erlösmodell: Der günstige Kredit ist häufig der Türöffner für Zahlungsverkehr, Devisen und Beratung. Verhandeln Sie diese Leistungen im Paket und vergleichen Sie den Gesamtpreis, nicht nur den Kreditzins. Für Wettbewerber im Zahlungsverkehr und für Fintechs lohnt sich ein Blick auf die Datengebühren in den USA. Verlangt die Bank in Europa eines Tages ebenfalls Geld für den Datenzugriff, ändert sich die Kalkulation vieler Finanz-Apps.
Bleibt die Frage, was Sie aus dem Geschäftsmodell lernen können. JPMorgan verdient am meisten dort, wo der Preis unsichtbar ist: Das Guthaben bleibt unverzinst, die Kartengebühr steckt im Ladenpreis, der Zins läuft auf den offenen Saldo. Prüfen Sie deshalb, wie viel Geld unverzinst auf Ihren Konten liegt, und behandeln Sie Lockzinsen als befristetes Angebot. Die Zahlen für das dritte Quartal am 13. Oktober werden zeigen, wie viel die höheren Zinsen der Bank bereits einbringen. Für deutsche Sparer zahlt sich der Zinsvergleich wieder aus.
Glossar: 13 wichtige Fachbegriffe zum Geschäftsmodell von JPMorgan Chase

Aktienrückkauf
Beim Aktienrückkauf erwirbt ein Unternehmen eigene Aktien an der Börse und zieht diese meist ein. Die Zahl der Aktien sinkt, der Gewinn verteilt sich auf weniger Anteile. JPMorgan kaufte im zweiten Quartal 2026 eigene Aktien für umgerechnet 6,0 Milliarden Euro zurück und hat ein Programm über bis zu 44,7 Milliarden Euro aufgelegt.
Basel III
Basel III ist ein internationales Regelwerk des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, das Mindestanforderungen an Eigenkapital und Liquidität von Banken festlegt. Die US-Aufseher legten im März 2026 einen überarbeiteten Entwurf für die Umsetzung vor. JPMorgan rechnet mit rund 17,9 Milliarden Euro zusätzlichem Kapitalbedarf.
Effizienzquote
Die Effizienzquote setzt die Kosten einer Bank ins Verhältnis zu ihren Erträgen. Ein niedriger Wert steht für effizientes Arbeiten. JPMorgan kam im zweiten Quartal 2026 auf 47 Prozent: Von 100 Euro Ertrag entfielen 47 Euro auf Personal, Technik und Betrieb.
Einlagen-Token
Ein Einlagen-Token ist eine digitale Darstellung eines Bankguthabens auf einer Blockchain. Anders als ein Stablecoin bleibt das Geld eine Einlage bei einer regulierten Bank. JPMorgan bietet institutionellen Kunden mit JPMD einen solchen Token an, um Zahlungen rund um die Uhr abzuwickeln.
Harte Kernkapitalquote
Die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) misst das Eigenkapital höchster Qualität im Verhältnis zu den risikogewichteten Aktiva einer Bank. Die Kennzahl zeigt, wie hohe Verluste ein Institut aus eigener Kraft auffangen kann. JPMorgan lag Mitte 2026 bei 14,1 Prozent, die Pflichtquote bei 11,5 Prozent.
Interchange-Gebühr
Bei jeder Kartenzahlung zahlt die Bank des Händlers die Interchange-Gebühr an die Bank, die die Karte ausgegeben hat. Händler geben diese Kosten über ihre Preise weiter. In der EU ist die Gebühr für Verbraucherkarten gedeckelt, in den USA gilt für Kreditkarten keine gesetzliche Obergrenze.
Kapitalzuschlag für systemrelevante Banken
Der Kapitalzuschlag für global systemrelevante Banken verlangt von besonders großen und vernetzten Instituten zusätzliches Eigenkapital. Die Höhe richtet sich nach Größe, Vernetzung und Komplexität. Für JPMorgan liegt der Zuschlag bei 4,5 Prozent, nach Planung der Bank könnte er bis 2028 auf 5,2 Prozent steigen.
Nettoabschreibungsquote
Die Nettoabschreibungsquote zeigt, welcher Anteil der Kredite in einem Zeitraum endgültig als uneinbringlich ausgebucht wird, abzüglich nachträglicher Eingänge. Die Kennzahl gilt als wichtigster Gradmesser für die Qualität von Kartenkrediten. Im Kartengeschäft von JPMorgan lag die Quote im zweiten Quartal 2026 bei 3,34 Prozent.
Nettozinsmarge
Die Nettozinsmarge setzt den Zinsüberschuss einer Bank ins Verhältnis zu den verzinslichen Vermögenswerten. Die Kennzahl zeigt, wie viel die Bank im Schnitt an jedem angelegten Euro verdient. Bei JPMorgan lag die Marge im zweiten Quartal 2026 bei 2,40 Prozent, ohne das Handelsgeschäft bei 3,65 Prozent.
Principal Transactions
Als Principal Transactions weist JPMorgan Erträge aus dem Handel mit Anleihen, Aktien, Devisen, Rohstoffen und Derivaten aus, bei dem die Bank auf eigene Rechnung als Gegenpartei der Kunden auftritt. Im Jahr 2025 brachte dieser Posten umgerechnet 24,4 Milliarden Euro, den größten Teil der zinsunabhängigen Erträge.
Rendite auf das materielle Eigenkapital
Die Rendite auf das materielle Eigenkapital (ROTCE) setzt den Gewinn ins Verhältnis zum Eigenkapital ohne Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte. Analysten vergleichen Banken bevorzugt mit dieser Kennzahl. JPMorgan erreichte im zweiten Quartal 2026 bereinigt 23 Prozent, das langfristige Ziel liegt bei 17 Prozent.
Wallet Share
Der Wallet Share beschreibt den Anteil einer Bank an allen Gebühren, die in einem Markt gezahlt werden, etwa für Beratung bei Übernahmen, Börsengänge und Anleiheemissionen. Datenanbieter wie Dealogic erheben die Werte. JPMorgan kam in den ersten sechs Monaten 2026 auf 9,3 Prozent der weltweiten Investmentbanking-Gebühren.
Zinsüberschuss
Der Zinsüberschuss ist die Differenz zwischen den Zinserträgen einer Bank aus Krediten und Wertpapieren und den Zinsen, die das Institut für Einlagen und eigene Anleihen zahlt. Bei JPMorgan lag der Zinsüberschuss 2025 bei umgerechnet 85,4 Milliarden Euro, gut die Hälfte der gesamten Erträge.
FAQ: Wie verdient JPMorgan 51 Milliarden Euro im Jahr?

Gehört Chase zu JPMorgan?
Ja. Chase ist die Marke, unter der JPMorgan Chase das Privatkundengeschäft betreibt, in den USA mit rund 5.100 Filialen und in Großbritannien seit 2021 als Digitalbank. In Deutschland tritt Chase seit Mai 2026 mit einem Tagesgeldkonto auf. Rechtlich liegen die deutschen Einlagen bei der J.P. Morgan SE in Frankfurt.
Wie sicher ist das Tagesgeld bei Chase in Deutschland?
Die Einlagen liegen bei der J.P. Morgan SE, einer Bank mit deutscher Vollbanklizenz unter direkter Aufsicht der EZB. Bis 100.000 Euro je Kunde greift die gesetzliche Einlagensicherung. Darüber hinaus sind Guthaben über eine freiwillige Sicherung bis 3 Millionen Euro geschützt.
Wer folgt auf Jamie Dimon?
Ein Nachfolger ist nicht offiziell benannt. Im Juni 2026 ernannte JPMorgan Doug Petno und Troy Rohrbaugh zu Co-Presidents. Petno führt die Investmentbank, Rohrbaugh das Privatkundengeschäft. Beide gelten als Kandidaten, Dimon leitet die Bank seit 2006.
Warum klagt Donald Trump gegen JPMorgan?
Trump reichte am 22. Januar 2026 in Florida Klage gegen JPMorgan und Jamie Dimon ein und fordert mindestens 4,5 Milliarden Euro Schadenersatz. Er wirft der Bank vor, seine Konten 2021 aus politischen Gründen gekündigt zu haben. JPMorgan hält die Klage für unbegründet.
Was hat JPMorgan mit der Apple Card zu tun?
Im Januar 2026 vereinbarten JPMorgan und Apple, dass Chase neuer Herausgeber der Apple Card wird. Der Wechsel soll in etwa 24 Monaten abgeschlossen sein. JPMorgan übernimmt dabei Kartensalden von mehr als 17,9 Milliarden Euro und bildete dafür Ende 2025 eine Vorsorge von rund 2,0 Milliarden Euro.
Wann veröffentlicht JPMorgan die Zahlen zum dritten Quartal 2026?
JPMorgan legt die Zahlen für das dritte Quartal am Dienstag, 13. Oktober 2026, vor Börsenbeginn in New York vor. Co-President Doug Petno hatte im September ein Plus von 15 bis 19 Prozent bei Investmentbanking-Gebühren und Handelserträgen in Aussicht gestellt.
Quellen
JPMorgan Chase | Annual Report 2025 mit Aktionärsbrief von Jamie Dimon | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000162828026023927/annualreport-2025.pdf | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Form 10-K für das Geschäftsjahr 2025 | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000162828026008131/jpm-20251231.htm | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Earnings Release zweites Quartal 2026 (14.07.2026) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000162828026048078/a2q26erfexhibit991narrative.htm | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Earnings Release Financial Supplement zweites Quartal 2026 | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000162828026048078/a2q26erfex992supplement.htm | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Earnings Release Financial Supplement viertes Quartal 2025 | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000162828026001902/a4q25erfex992supplement.htm | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Company Update zum Investorentag (23.02.2026) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000162828026010693/firmoverview.htm | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | JPMorganChase to host third-quarter 2026 earnings call (17.09.2026) | https://www.jpmorganchase.com/ir/news/2026/jpmc-to-host-third-quarter-2026-earnings-call | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | JPMorganChase declares increased common stock dividend (15.09.2026) | https://www.jpmorganchase.com/ir/news/2026/jpmc-declares-increased-common-stock-dividend-9-15 | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Dividend increase and common share repurchase program (24.06.2026) | https://www.jpmorganchase.com/ir/news/2026/jpmc-dividend-increase-common-share-repurchase | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Chase to become new issuer of Apple Card (07.01.2026) | https://www.jpmorganchase.com/ir/news/2026/chase-to-become-new-issuer-of-apple-card | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Form 8-K zu Co-Presidents und Halteprämien (25.06.2026) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000001961726000241/jpm-20260624.htm | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Our History | https://www.jpmorganchase.com/about/our-history | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Political Engagement and Public Policy | https://www.jpmorganchase.com/about/governance/political-engagement-and-public-policy | besucht am 08.10.2026
Investing.com/Reuters | JPMorgan expects investment banking, trading to shine in third quarter (15.09.2026) | https://www.investing.com/news/stock-market-news/jpmorgan-expects-investment-banking-trading-to-shine-in-third-quarter-4902609 | besucht am 08.10.2026
Federal Reserve | Federal Reserve issues FOMC statement (16.09.2026) | https://www.federalreserve.gov/newsevents/pressreleases/monetary20260916a.htm | besucht am 08.10.2026
Federal Reserve | Consumer Credit G.19 (07.10.2026) | https://www.federalreserve.gov/releases/g19/current/default.htm | besucht am 08.10.2026
U.S. Securities and Exchange Commission | XBRL Company Facts JPMorgan Chase | https://data.sec.gov/api/xbrl/companyfacts/CIK0000019617.json | besucht am 08.10.2026
J.P. Morgan SE | Geschäftsbericht 2025 | https://www.jpmorgan.com/content/dam/jpm/global/disclosures/de/2025-annual-report-deutsch.pdf | besucht am 08.10.2026
Chase Deutschland | Zinssätze erklärt | https://www.chase.de/support/zinssaetze-erklaert/ | besucht am 08.10.2026
biallo.de | Chase startet in Deutschland: 4,00 % Tagesgeld (20.05.2026) | https://www.biallo.de/geldanlage/news/chase-startet-in-deutschland-4-00-tagesgeld-neuer-spitzenreiter-im-vergleich/ | besucht am 08.10.2026
biallo.de | Nach BBVA jetzt Chase: Warum die größte Bank der Welt den deutschen Girokonto-Markt aufmischt (18.06.2026) | https://www.biallo.de/konten-karten/news/nach-bbva-jetzt-chase-warum-die-groesste-bank-der-welt-den-deutschen-girokonto-markt-aufmischt/ | besucht am 08.10.2026
Bank of America | Second-quarter 2026 financial results (14.07.2026) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/70858/000007085826000353/bac06302026ex991.htm | besucht am 08.10.2026
Citigroup | Second-quarter 2026 results (14.07.2026) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/831001/000110465926083383/c-20260714xex99d1.htm | besucht am 08.10.2026
Wells Fargo | Second-quarter 2026 results (14.07.2026) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/72971/000007297126000288/wfc2qer07-14x26ex991xrelea.htm | besucht am 08.10.2026
Goldman Sachs | Second-quarter 2026 earnings results (14.07.2026) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/886982/000088698226000294/a2q26gsearningsresults.htm | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Bank One merger announcement (15.01.2004) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000095012304000369/y93280ae425.htm | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Bear Stearns amended agreement (24.03.2008) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000089882208000319/pressrelease.htm | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Washington Mutual acquisition (25.09.2008) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000119312508201638/dex991.htm | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | Settlement with the Department of Justice (19.11.2013) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000119312513447600/d629536dex991.htm | besucht am 08.10.2026
JPMorgan Chase | First Republic acquisition presentation (01.05.2023) | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/19617/000001961723000306/firstrepublicpresentatio.htm | besucht am 08.10.2026
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American Banker | JPMorgan Chase, FDIC put an end to First Republic’s slow bleed (01.05.2023) | https://www.americanbanker.com/news/with-first-republic-on-the-brink-all-eyes-are-on-uninsured-deposits | besucht am 08.10.2026
Euromoney | First Republic failure shows urgent need for deposit insurance reform (02.05.2023) | https://www.euromoney.com/article/2bm06f60qm8s49xc6setc/opinion/first-republic-failure-shows-urgent-need-for-deposit-insurance-reform/ | besucht am 08.10.2026
Federal Reserve | Order: Wells Fargo & Company / Wachovia, Erläuterung der landesweiten Einlagengrenze (12.10.2008) | https://www.federalreserve.gov/pubS/bulletin/2009/legal/q408/order10.htm | besucht am 08.10.2026
Zawya/Reuters | Big US banks boost Washington lobbying muscle as policy fights heat up | https://www.zawya.com/en/news/insights/big-us-banks-boost-washington-lobbying-muscle-as-policy-fights-heat-up-sniud3fg | besucht am 08.10.2026
LobbyFacts | JPMorgan Chase & Co. im EU-Transparenzregister | https://lobbyfacts.eu/representative/aeb70c8b710b418e9ec3655af56146a4/jpmorgan-chase-co | besucht am 08.10.2026
OPB/NPR | Trump sues JPMorgan Chase and CEO Jamie Dimon over alleged debanking (22.01.2026) | https://www.opb.org/article/2026/01/22/trump-sues-jpmorgan-ceo-dimon-over-alleged-debanking | besucht am 08.10.2026
Banking Dive | JPMorgan, Dimon on capital proposals, Basel and GSIB | https://www.bankingdive.com/news/jpmorgan-dimon-capital-proposals-basel-gsib-earnings/817454/ | besucht am 08.10.2026
Payments Dive | CCCA seeks new path to passage (13.03.2026) | https://www.paymentsdive.com/news/ccca-seeks-new-path-to-passage/813789/ | besucht am 08.10.2026
Payments Dive | Plaid to pay for JPMorgan data | https://www.paymentsdive.com/news/plaid-to-pay-for-jpmorgan-data-open-banking-fintechs/760192/ | besucht am 08.10.2026
Kitco/Reuters | JPMorgan Chase launches digital media business (03.04.2024) | https://www.kitco.com/news/off-the-wire/2024-04-03/jpmorgan-chase-launches-digital-media-business | besucht am 08.10.2026
New York Build Expo | JPMorgan holds ribbon cutting for supertall headquarters at 270 Park Avenue | https://www.newyorkbuildexpo.com/industry-news-1/jpmorgan-holds-ribbon-cutting-supertall-headquarters-270-park-avenue-midtown-east-manhattan | besucht am 08.10.2026
PYMNTS | JPMorgan CEO warns AI risks jumped tenfold after Mythos (06.10.2026) | https://www.pymnts.com/news/artificial-intelligence/2026/jpmorgan-ceo-warns-ai-risks-jumped-tenfold-after-mythos/ | besucht am 08.10.2026
The Motley Fool | Jamie Dimon says AI has already cut 30 to 40 percent of jobs (21.07.2026) | https://www.fool.com/investing/2026/07/21/jamie-dimon-says-ai-has-already-cut-30-to-40-of-jo/ | besucht am 08.10.2026
Europäische Zentralbank | Euro-Referenzkurse | https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/index.en.html | besucht am 08.10.2026
Europäische Zentralbank | Geldpolitische Beschlüsse (10.09.2026) | https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2026/html/ecb.mp260910~314e508016.de.html | besucht am 08.10.2026
