Gewerbestrom Vergleich
2026
Das sind die besten 49 Anbieter.
Seit den Preissprüngen der Jahre 2022 und 2023 vergleichen Bäckereien, Praxen und Produktionsbetriebe genauer, wo und wie sie Strom einkaufen. Wir haben 49 Anbieter von Gewerbestrom in Deutschland, Österreich und der Schweiz geprüft.
Green Planet Energy ist eine Energiegenossenschaft aus Hamburg und liefert Gewerbestrom aus 100 % Ökostrom mit Preisgarantie. Die Tarife Gewerbe 30 und Gewerbe 100 haben keine Mindestvertragslaufzeit und eine vierwöchige Kündigungsfrist. Über 100.000 kWh gibt es Sonderkonditionen für Großkunden.
green-planet-energy.de
Green Planet Energy ist eine Energiegenossenschaft mit Sitz in Hamburg. Greenpeace Deutschland hat das Unternehmen 1999 als Energieversorger gegründet. Für Geschäftskunden beschafft Green Planet Energy seit mehr als 25 Jahren Strom aus 100 % erneuerbaren Energien und betreut 15.000 Unternehmen.
Der Gewerbestrom ist Echter Ökostrom aus Wind-, Wasser- und Solarkraft mit Preisgarantie und einem günstigeren Tarif für Mitglieder der Genossenschaft. Genannt sind die Tarife Gewerbe 30 und Gewerbe 100 ohne Mindestvertragslaufzeit mit vierwöchiger Kündigungsfrist. Nach Verbrauch gilt: von 1 bis 30.000 kWh Wahl zwischen Privat- und Gewerbestrom, von 30.000 bis 99.999 kWh Gewerbestrom, über 100.000 kWh oder bei Mittelspannungsbezug Sonderkonditionen. Der Strom entspricht den Greenpeace-Stromkriterien (Prüfung durch OmniCert), das Angebot trägt das Grüner Strom-Label und ok-power-plus, der TÜV NORD prüft es jährlich. Alle Lieferantenkraftwerke werden veröffentlicht.
Der Preis wird online mit Postleitzahl, Geschäftsadresse und Jahresverbrauch berechnet. Herkunftsnachweise für die Dokumentation nach ISO 14001, ISO 50001 und EMAS sind erhältlich. Zum Angebot gehören außerdem Gewerbegas, Wärmestrom, Autostrom, Photovoltaik, Stromcontracting und Wärmecontracting, auf Wunsch gibt es individuelle Angebote mit persönlichem Kontakt. Als Referenzen sind unter anderem memo AG, Sodasan und Armedangels genannt.
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Was ist Gewerbestrom, und für wen lohnt sich ein eigener Tarif?

Gewerbestrom ist Strom, den ein Unternehmen, eine Selbstständige oder ein Freiberufler für betriebliche Zwecke bezieht, etwa für Büro, Ladengeschäft, Werkstatt, Praxis oder Produktion. Physikalisch unterscheidet er sich nicht vom Haushaltsstrom, wohl aber bei Vertrag, Messung und Preisaufbau.
Energieversorger fassen unter Gewerbestrom meist Tarife für kleine und mittlere Betriebe zusammen, die online abschließbar sind und sich am Jahresverbrauch orientieren. Ab einem höheren Verbrauch, häufig ab 100.000 Kilowattstunden im Jahr, misst der Netzbetreiber den Verbrauch viertelstündlich als Lastgang. Dann kalkulieren Versorger individuelle Angebote mit Arbeitspreis und Leistungspreis, oft mit Festpreis für ein bis drei Jahre oder mit einer Beschaffung in Tranchen.
Kleine Betriebe mit einem Jahresverbrauch von höchstens 10.000 Kilowattstunden gelten nach dem Energiewirtschaftsgesetz rechtlich als Haushaltskunden. Sie dürfen die Grundversorgung nutzen und profitieren von denselben Schutzregeln wie Privathaushalte. Oberhalb dieser Grenze verhandeln Sie Laufzeit, Preisgarantie und Kündigungsfrist frei mit dem Versorger, was Chancen und Risiken zugleich bringt.
Ein eigener Gewerbetarif lohnt sich, sobald Sie einen getrennten Zähler für den Betrieb haben und die Stromkosten spürbar ins Gewicht fallen. Bei Bäckereien, Kühlhäusern, Werkstätten oder Rechenzentren macht Strom einen großen Teil der Betriebskosten aus. Ein Vergleich der Tarife und Beschaffungsmodelle zahlt sich dort besonders aus.
- Eigener Zähler: Ihr Betrieb hat einen eigenen Stromzähler, getrennt von privat genutzten Räumen.
- Spürbarer Verbrauch: Der Jahresverbrauch liegt über dem eines typischen Haushalts, etwa durch Maschinen, Kühlung, Beleuchtung oder IT.
- Vertragsende bekannt: Sie kennen Laufzeit, Kündigungsfrist und das Ende der aktuellen Preisgarantie.
- Verbrauchsdaten zur Hand: Jahresabrechnung, Zählernummer und Marktlokations-ID liegen vor, bei hohem Verbrauch auch der Lastgang.
- Planbare Kosten gewünscht: Sie möchten die Stromkosten für ein bis drei Jahre verlässlich kalkulieren.
- Klimaziele vorhanden: Kunden, Banken oder Ihr eigener Nachhaltigkeitsbericht verlangen Strom aus erneuerbaren Quellen.
- Neue Verbraucher geplant: E-Firmenwagen, Wärmepumpe oder Photovoltaik verändern Ihren Bedarf in den nächsten Jahren.
Treffen vier oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein gezielter Vergleich von Gewerbestromtarifen. Fehlen Verbrauchsdaten oder Vertragsfristen, holen Sie diese zuerst beim bisherigen Versorger ein.
Welche Probleme löst der richtige Gewerbestromtarif?

Strom ist für viele Unternehmen einer der größten Kostenblöcke, den sie kaum beeinflussen können. Der passende Tarif macht diese Kosten planbar, senkt sie oder verbindet sie mit Klimazielen.
Die Preissprünge der Jahre 2022 und 2023 haben gezeigt, wie verwundbar Betriebe mit kurzfristigen Verträgen sind. Wer damals ohne Preisgarantie in die Ersatzversorgung gerutscht ist, hat teils ein Vielfaches gezahlt. Ein Festpreis über eine feste Laufzeit oder eine gestaffelte Beschaffung schützt die Kalkulation vor solchen Ausschlägen.
Viele Unternehmen zahlen außerdem mehr als nötig, weil der Vertrag nach Ablauf stillschweigend in teure Folgekonditionen übergeht oder weil der Tarif nicht zum Lastprofil passt. Betriebe mit hohem Verbrauch in der Nacht oder am Wochenende verschenken Potenzial, wenn sie einen Einheitspreis zahlen. Dynamische Tarife und Lastmanagement setzen genau dort an.
Hinzu kommen Anforderungen von Kunden, Banken und Gesetzgeber. Ökostrom mit Herkunftsnachweisen hilft, die Emissionen aus dem Strombezug in Nachhaltigkeitsberichten zu senken. Ladestrom für E-Firmenwagen, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und Wärmepumpen verändern den Bedarf zusätzlich und verlangen einen Versorger, der diese Bausteine abbildet.
Strom gehört in vielen Betrieben zu den größten laufenden Kosten und drückt die Marge.
Ohne Preisgarantie schlagen Börsenpreise schnell auf die Rechnung durch.
Nach Ablauf der Preisgarantie läuft der Vertrag oft zu deutlich höheren Konditionen weiter.
Bei Lastgangmessung treibt eine einzige Verbrauchsspitze den Leistungspreis für das ganze Jahr.
Kunden und Banken fragen nach den Emissionen aus dem Strombezug.
Ladestationen, Wärmepumpen und Photovoltaik verändern Menge und Zeitpunkt des Verbrauchs.
Mehrere Standorte mit eigenen Verträgen und Fristen machen die Kosten unübersichtlich.
Welche Arten von Gewerbestromtarifen gibt es?

Gewerbestromtarife unterscheiden sich vor allem darin, wie der Preis zustande kommt und wie lange er gilt. Die Wahl hängt von Verbrauchshöhe, Risikobereitschaft und Lastprofil ab.
Für kleine und mittlere Betriebe sind Festpreistarife mit Preisgarantie verbreitet. Der Arbeitspreis bleibt für zwölf oder 24 Monate stabil, je nach Vertrag mit oder ohne Steuern, Abgaben und Netzentgelte. Daneben gibt es Tarife mit kurzer Laufzeit und monatlicher Kündigung, die mehr Flexibilität bieten, aber Preisänderungen schneller weitergeben.
Seit 2025 müssen Stromlieferanten in Deutschland auch dynamische Tarife anbieten, wenn der Kunde einen intelligenten Zähler hat. Der Preis folgt dabei stündlich oder viertelstündlich der Strombörse. Betriebe, die Verbrauch in günstige Stunden verschieben können, etwa Kühlung, Ladevorgänge oder Wärmepumpen, profitieren davon am meisten.
Großverbraucher mit Lastgangmessung beschaffen Strom häufig strukturiert. Der Versorger kauft die Menge in mehreren Tranchen zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder gibt Börsenpreise mit einem Aufschlag weiter. Langfristige Stromlieferverträge direkt mit Wind- oder Solarparks, sogenannte Power Purchase Agreements, sichern Preise über viele Jahre und belegen die grüne Herkunft.
Arbeitspreis mit Preisgarantie für zwölf oder 24 Monate, verbreitet bei kleinen und mittleren Betrieben.
Kurze Laufzeit und monatliche Kündigung, Preisänderungen werden schneller weitergegeben.
Der Preis folgt stündlich oder viertelstündlich der Strombörse, Voraussetzung ist ein intelligenter Zähler.
Strom aus erneuerbaren Quellen mit Herkunftsnachweisen, teils mit Label für den Ausbau neuer Anlagen.
Für Großverbraucher mit Lastgangmessung, kalkuliert mit Arbeits- und Leistungspreis.
Der Versorger kauft die Jahresmenge in mehreren Teilmengen zu verschiedenen Zeitpunkten.
Langfristiger Liefervertrag direkt mit einem Wind- oder Solarpark über viele Jahre.
Bündelt mehrere Standorte und Abnahmestellen eines Unternehmens in einem Vertrag.
- Stabiler Arbeitspreis über die Laufzeit
- Einfache Kalkulation
- Kein intelligenter Zähler nötig
- Risikoaufschlag im Preis enthalten
- Günstige Stunden direkt nutzbar
- Passend für verschiebbare Verbraucher
- Intelligenter Zähler erforderlich
- Preisrisiko liegt beim Unternehmen
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Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?

Der günstigste Arbeitspreis allein entscheidet nicht über den besten Gewerbestromtarif. Wichtig sind Preisgarantie, Laufzeit, Vertragsbedingungen und die Frage, ob der Versorger zu Ihrem Verbrauch passt.
Prüfen Sie zuerst, welche Preisbestandteile eine Garantie umfasst. Viele Tarife garantieren nur den Energiepreis, während Netzentgelte, Umlagen und Steuern sich jederzeit ändern können. Eine echte Vollpreisgarantie ist selten und meist etwas teurer, schützt aber vollständig vor Erhöhungen während der Laufzeit.
Achten Sie auf Laufzeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung. Bei Gewerbekunden über 10.000 Kilowattstunden gelten die Schutzregeln für Haushaltskunden nicht, Verträge können sich also auch um ein ganzes Jahr verlängern. Notieren Sie die Fristen und vergleichen Sie rechtzeitig vor dem Ende der Preisgarantie.
Bei Ökostrom lohnt der Blick auf Herkunftsnachweise und Labels wie ok-power oder das Grüner Strom Label, die einen Ausbau neuer Anlagen fordern. Betriebe mit mehreren Standorten sollten klären, ob der Versorger alle Abnahmestellen bundesweit in einem Rahmenvertrag bündelt. Für Großverbraucher zählen zusätzlich Beschaffungsmodell, Lastgangauswertung und ein fester Ansprechpartner.
Grundpreis, Arbeitspreis und bei Großverbrauchern Leistungspreis ergeben zusammen die Jahreskosten.
Viele Garantien umfassen nur den Energiepreis, Netzentgelte und Steuern bleiben veränderlich.
Laufzeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung entscheiden, wann Sie wieder wechseln können.
Herkunftsnachweise belegen die Quelle, Labels wie ok-power oder Grüner Strom Label fordern zusätzlich den Ausbau.
Festpreis, dynamischer Tarif oder Tranchen eignen sich je nach Verbrauchshöhe und Lastprofil unterschiedlich gut.
Rahmenverträge fassen Filialen und Standorte zusammen und vereinfachen Abrechnung und Fristen.
Feste Ansprechpartner, Online-Kundenportal und verständliche Rechnungen sparen im Alltag Zeit.
Ladestrom, Photovoltaik, Energiemanagement oder Lastgangauswertung können Kosten zusätzlich senken.
Welcher Gewerbestromtarif passt zu Ihrem Betrieb?
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So wechseln Sie den Gewerbestromanbieter

Der Wechsel des Stromanbieters ist für Unternehmen unkompliziert und unterbricht die Versorgung nicht. Der neue Versorger übernimmt in der Regel Kündigung und Anmeldung beim Netzbetreiber.
Ausgangspunkt sind Ihre Verbrauchsdaten. Für kleine Betriebe genügen die letzte Jahresabrechnung, die Zählernummer und die Marktlokations-Identifikationsnummer. Großverbraucher stellen zusätzlich den Lastgang der letzten zwölf Monate bereit, damit Versorger ein belastbares Angebot kalkulieren können.
Mit diesen Daten holen Sie Angebote ein, online über Tarifrechner der Versorger oder direkt beim Vertrieb. Achten Sie darauf, dass alle Angebote auf denselben Verbrauch und dieselbe Laufzeit rechnen. Individuelle Angebote für Großkunden gelten oft nur wenige Stunden oder Tage, weil sie an aktuelle Börsenpreise gekoppelt sind.
Nach der Unterschrift kündigt der neue Versorger den alten Vertrag fristgerecht und meldet die Belieferung beim Netzbetreiber an. Seit 2025 ist der technische Lieferantenwechsel in Deutschland innerhalb von 24 Stunden möglich, die Kündigungsfrist des alten Vertrags bleibt davon unberührt. Den Zählerstand zum Wechseltag sollten Sie selbst notieren.
Daten sammeln
Sie stellen Jahresabrechnung, Zählernummer, Marktlokations-ID und bei Großverbrauch den Lastgang zusammen.
Fristen prüfen
Sie klären Laufzeit, Kündigungsfrist und Ende der Preisgarantie des bisherigen Vertrags.
Angebote einholen
Sie fragen mehrere Versorger online oder beim Vertrieb an, jeweils mit demselben Verbrauch und derselben Laufzeit.
Vertrag abschließen
Sie unterschreiben das beste Angebot, bei Großkundenangeboten oft innerhalb einer kurzen Annahmefrist.
Wechsel abwickeln
Der neue Versorger kündigt den alten Vertrag und meldet die Belieferung beim Netzbetreiber an.
Verbrauch beobachten
Sie prüfen Abrechnungen, werten Verbrauch und Lastspitzen aus und planen den nächsten Vergleich.
Typische Fehler beim Gewerbestrom

Die meisten teuren Fehler beim Gewerbestrom entstehen nicht beim Abschluss, sondern durch verpasste Fristen und fehlenden Überblick. Mit wenigen Routinen lassen sie sich vermeiden.
Der häufigste Fehler ist das Weiterlaufenlassen nach dem Ende der Preisgarantie. Der Vertrag verlängert sich dann zu Konditionen, die der Versorger neu festlegt und die oft deutlich über aktuellen Angeboten liegen. Wer die Verlängerungsfrist kennt, kann rechtzeitig vergleichen und verhandeln.
Ein zweiter Fehler ist, Angebote mit unterschiedlichen Bezugsgrößen zu vergleichen, etwa Nettopreise mit Bruttopreisen oder Energiepreise mit Gesamtpreisen. Auch Sonderregelungen bleiben häufig ungenutzt: Unternehmen des produzierenden Gewerbes können eine Entlastung bei der Stromsteuer beantragen, stromintensive Betriebe Ermäßigungen bei Umlagen und Netzentgelten.
Schließlich unterschätzen viele Betriebe, wie stark ein ungünstiges Lastprofil kostet. Bei Lastgangmessung bestimmt die höchste Leistungsspitze im Jahr den Leistungspreis. Ein einziger Moment, in dem alle Maschinen gleichzeitig anlaufen, kann die Kosten für das ganze Jahr erhöhen.
Nach Ablauf der Garantie verlängert sich der Vertrag oft zu deutlich höheren Konditionen.
Angebote mit und ohne Umsatzsteuer oder mit und ohne Netzentgelte lassen sich nicht vergleichen.
Neukundenboni machen das erste Jahr günstig, ab dem zweiten Jahr zahlen Sie den vollen Preis.
Bei Lastgangmessung bestimmt die höchste Spitze im Jahr den Leistungspreis.
Ermäßigungen bei Stromsteuer, Umlagen oder Netzentgelten gibt es nur auf Antrag.
Ein dynamischer Tarif ohne verschiebbare Verbraucher bringt Preisrisiko ohne Ersparnis.
Viele Einzelverträge mit unterschiedlichen Fristen kosten Zeit und Verhandlungsmacht.
Was kostet Gewerbestrom?

Der Preis für Gewerbestrom setzt sich aus Energiepreis, Netzentgelten, Abgaben, Umlagen und Steuern zusammen. Nur ein Teil davon hängt vom gewählten Versorger ab.
Kleine Betriebe zahlen wie Haushalte einen Grundpreis pro Monat und einen Arbeitspreis pro Kilowattstunde. Großverbraucher mit Lastgangmessung zahlen zusätzlich einen Leistungspreis pro Kilowatt der höchsten Jahresspitze. Netzentgelte und Konzessionsabgabe unterscheiden sich je nach Netzgebiet deutlich, deshalb weichen Preise für denselben Tarif von Ort zu Ort ab.
Den Energiepreis, also Beschaffung und Vertrieb, bestimmt der Versorger. Steuern und Umlagen legt der Gesetzgeber fest. Die EEG-Umlage ist seit Juli 2022 abgeschafft, die Stromsteuer beträgt regulär 2,05 Cent pro Kilowattstunde. Unternehmen sind in der Regel zum Vorsteuerabzug berechtigt, daher nennen viele Versorger Gewerbepreise netto ohne Umsatzsteuer.
Veröffentlichte Gewerbetarife gelten meist nur bis zu einer Verbrauchsgrenze und für eine bestimmte Postleitzahl. Darüber kalkulieren Versorger individuell. Vergleichen Sie deshalb Angebote immer mit Ihrer eigenen Adresse, Ihrem Jahresverbrauch und derselben Laufzeit.
Etwa Strom Preisfix Gewerbe der Salzburg AG (9,9 ct/kWh netto, Fixpreis bis 30.06.2028), dual fix business der TIWAG (10,20 ct/kWh netto, nur Tirol), Wien Energie (12,40 ct/kWh netto mit Rabatt) oder Strom Business Fix der Energie Steiermark (13,48 ct/kWh exkl. USt.). Jeweils Energiepreis ohne Netzentgelte und Abgaben.
Flex business der TIWAG rechnet viertelstündlich mit dem Börsenpreis EPEX Spot AT plus 1,20 ct/kWh netto. Strom Business Flex der Energie Steiermark passt den Energiepreis monatlich an die Strombörse EEX an (veröffentlicht: 21,32 ct/kWh exkl. USt.).
Energie Steiermark nennt 5,20 € Grundpauschale, Wien Energie 7,59 € Grundpreis pro Monat. Bei Zählern mit registrierender Leistungsmessung verlangt NATURSTROM 30,00 € pro Monat netto (unter 100.000 kWh).
Deutsche Versorger nennen Gewerbepreise fast nur im Tarifrechner für Postleitzahl und Jahresverbrauch, weil Netzentgelte und Konzessionsabgabe je Netzgebiet schwanken. Ab etwa 100.000 kWh kalkulieren sie individuelle Angebote.
Die Kosten für Gewerbestrom richten sich nach Jahresverbrauch, Netzgebiet, Lastprofil, Laufzeit und Umfang der Preisgarantie. Veröffentlichte Gewerbetarife gelten meist nur bis zu einer Verbrauchsgrenze und für eine bestimmte Postleitzahl, darüber kalkulieren Versorger individuell. Netzentgelte, Umlagen und Steuern machen einen großen Teil des Preises aus und unterscheiden sich je nach Ort. Vergleichen Sie deshalb immer Angebote für Ihre eigene Adresse und Ihren tatsächlichen Verbrauch.
1 Bis zu welchem Jahresverbrauch gelten Gewerbekunden in Deutschland als Haushaltskunden? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
2 Was bestimmt bei Lastgangmessung den Leistungspreis? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
3 Was ist Voraussetzung für einen dynamischen Stromtarif? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
4 Welchen Preisbestandteil kann der Stromversorger selbst beeinflussen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
5 Was belegen Herkunftsnachweise beim Ökostrom? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Glossar: Begriffe rund um Gewerbestrom
Die wichtigsten Begriffe rund um Gewerbestrom, Tarife und Preisbestandteile, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Gewerbestrom
Strom, den Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler für betriebliche Zwecke beziehen.
- Arbeitspreis
Preis pro verbrauchter Kilowattstunde.
- Grundpreis
Fester monatlicher oder jährlicher Betrag, unabhängig vom Verbrauch.
- Leistungspreis
Preis pro Kilowatt der höchsten Leistungsspitze im Jahr, fällig bei Lastgangmessung.
- Standardlastprofil
Typisierter Verbrauchsverlauf, mit dem Netzbetreiber kleinere Abnahmestellen ohne Viertelstundenmessung abrechnen.
- Registrierende Leistungsmessung
Viertelstündliche Messung des Verbrauchs bei Großverbrauchern, meist ab 100.000 Kilowattstunden im Jahr.
- Lastgang
Verlauf des Stromverbrauchs über die Zeit, meist in Viertelstundenwerten.
- Preisgarantie
Zusage des Versorgers, bestimmte Preisbestandteile für eine feste Zeit nicht zu erhöhen.
- Dynamischer Stromtarif
Tarif, dessen Preis stündlich oder viertelstündlich dem Börsenstrompreis folgt.
- Netzentgelt
Entgelt für die Nutzung des Stromnetzes, das der örtliche Netzbetreiber festlegt.
- Konzessionsabgabe
Abgabe an die Gemeinde für die Nutzung öffentlicher Wege durch Stromleitungen.
- Stromsteuer
Verbrauchsteuer auf Strom, für Unternehmen des produzierenden Gewerbes teils ermäßigt.
- Herkunftsnachweis
Elektronisches Dokument, das die Erzeugung einer Strommenge aus erneuerbaren Energien belegt.
- Power Purchase Agreement
Langfristiger Stromliefervertrag zwischen einem Unternehmen und dem Betreiber einer Erzeugungsanlage.
- Tranchenbeschaffung
Einkauf der Jahresstrommenge in mehreren Teilmengen zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
- Marktlokations-ID
Elf-stellige Nummer, die eine Abnahmestelle im Strommarkt eindeutig kennzeichnet.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Gewerbestrom, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Hinweise ersetzen keine individuelle Energie-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Was ist Gewerbestrom?
Gewerbestrom ist Strom, den Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler für betriebliche Zwecke beziehen. Technisch unterscheidet er sich nicht vom Haushaltsstrom. Unterschiede gibt es bei Vertrag, Messung, Preisaufbau und den geltenden Schutzregeln.
Was kostet Gewerbestrom?
Die Kosten hängen von Jahresverbrauch, Netzgebiet, Laufzeit und Preisgarantie ab. Kleine Betriebe zahlen wie Haushalte einen Grundpreis und einen Arbeitspreis pro Kilowattstunde, Großverbraucher zusätzlich einen Leistungspreis. Ein belastbarer Preis entsteht nur mit Ihrer Adresse und Ihrem Verbrauch.
Ist Gewerbestrom günstiger als Haushaltsstrom?
Nicht automatisch. Bei kleinem Verbrauch liegen Gewerbetarife oft auf ähnlichem Niveau wie Haushaltstarife. Mit steigendem Verbrauch, ermäßigter Konzessionsabgabe und individuellen Angeboten sinkt der Preis pro Kilowattstunde meist deutlich.
Ab welchem Verbrauch bekomme ich ein individuelles Angebot?
Viele Versorger bieten Onlinetarife bis etwa 100.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch an. Darüber misst der Netzbetreiber in der Regel den Lastgang, und Versorger kalkulieren ein individuelles Angebot mit Arbeits- und Leistungspreis.
Wie lange dauert ein Wechsel des Gewerbestromanbieters?
Der technische Wechsel dauert in Deutschland seit 2025 höchstens 24 Stunden. Maßgeblich ist aber die Kündigungsfrist des bisherigen Vertrags. Den Wechsel organisiert meist der neue Versorger, die Versorgung wird dabei nicht unterbrochen.
Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif für Unternehmen?
Ein dynamischer Tarif lohnt sich vor allem für Betriebe, die Verbrauch in günstige Stunden verschieben können, etwa Kühlung, Ladevorgänge oder Wärmepumpen. Voraussetzung ist ein intelligenter Zähler. Ohne verschiebbare Verbraucher tragen Sie vor allem das Preisrisiko der Börse.
Woran erkenne ich guten Ökostrom für mein Unternehmen?
Achten Sie auf Herkunftsnachweise und auf Labels wie ok-power oder das Grüner Strom Label. Diese Labels fordern einen Beitrag zum Ausbau neuer Anlagen. Für Nachhaltigkeitsberichte sollte der Versorger die Nachweise schriftlich bestätigen.
Kann ich als Unternehmen Steuern und Abgaben beim Strom senken?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie der Land- und Forstwirtschaft können eine Entlastung bei der Stromsteuer beantragen, stromintensive Betriebe Ermäßigungen bei Umlagen und Netzentgelten. Welche Regel greift, klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung.
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