Gewerbestrom Vergleich 2026
Das sind die besten 49 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
9 Min. Lesezeit
4,7 (128) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Orange Steckerleiste mit sechs Steckdosen, Schalter und zwei Stromkabeln. Beschriftung: "Privat" und "Betrieb"

Seit den Preissprüngen der Jahre 2022 und 2023 vergleichen Bäckereien, Praxen und Produktionsbetriebe genauer, wo und wie sie Strom einkaufen. Wir haben 49 Anbieter von Gewerbestrom in Deutschland, Österreich und der Schweiz geprüft.


Anbieter für Gewerbestrom: Empfohlene Anbieter

Green Planet Energy

Sitz in Hamburg Energiegenossenschaft ok-power-plus

Green Planet Energy ist eine Energiegenossenschaft aus Hamburg und liefert Gewerbestrom aus 100 % Ökostrom mit Preisgarantie. Die Tarife Gewerbe 30 und Gewerbe 100 haben keine Mindestvertragslaufzeit und eine vierwöchige Kündigungsfrist. Über 100.000 kWh gibt es Sonderkonditionen für Großkunden.

Green Planet Energy Screenshot green-planet-energy.de

Green Planet Energy ist eine Energiegenossenschaft mit Sitz in Hamburg. Greenpeace Deutschland hat das Unternehmen 1999 als Energieversorger gegründet. Für Geschäftskunden beschafft Green Planet Energy seit mehr als 25 Jahren Strom aus 100 % erneuerbaren Energien und betreut 15.000 Unternehmen.

Der Gewerbestrom ist Echter Ökostrom aus Wind-, Wasser- und Solarkraft mit Preisgarantie und einem günstigeren Tarif für Mitglieder der Genossenschaft. Genannt sind die Tarife Gewerbe 30 und Gewerbe 100 ohne Mindestvertragslaufzeit mit vierwöchiger Kündigungsfrist. Nach Verbrauch gilt: von 1 bis 30.000 kWh Wahl zwischen Privat- und Gewerbestrom, von 30.000 bis 99.999 kWh Gewerbestrom, über 100.000 kWh oder bei Mittelspannungsbezug Sonderkonditionen. Der Strom entspricht den Greenpeace-Stromkriterien (Prüfung durch OmniCert), das Angebot trägt das Grüner Strom-Label und ok-power-plus, der TÜV NORD prüft es jährlich. Alle Lieferantenkraftwerke werden veröffentlicht.

Der Preis wird online mit Postleitzahl, Geschäftsadresse und Jahresverbrauch berechnet. Herkunftsnachweise für die Dokumentation nach ISO 14001, ISO 50001 und EMAS sind erhältlich. Zum Angebot gehören außerdem Gewerbegas, Wärmestrom, Autostrom, Photovoltaik, Stromcontracting und Wärmecontracting, auf Wunsch gibt es individuelle Angebote mit persönlichem Kontakt. Als Referenzen sind unter anderem memo AG, Sodasan und Armedangels genannt.

Das spricht für Green Planet Energy
Gewerbe 30 und 100
Zwei Gewerbetarife ohne Mindestvertragslaufzeit, Kündigungsfrist vier Wochen.
Preisgarantie
Echter Ökostrom mit Preisgarantie für planbare Kosten im Unternehmen.
Mitgliedertarif
Günstigerer Tarif für Mitglieder der Genossenschaft, Energiewende optional fördern.
Geprüfte Qualität
Greenpeace-Stromkriterien, Grüner Strom-Label, ok-power-plus und TÜV NORD.
Herkunftsnachweise
Nachweise für Umwelt- und Energiemanagement nach ISO 14001, ISO 50001 und EMAS.
Online-Preisrechner
Preis mit PLZ, Geschäftsadresse und Jahresverbrauch berechnen.

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Was ist Gewerbestrom, und für wen lohnt sich ein eigener Tarif?

Orange Steckerleiste mit sechs Steckdosen, Schalter und zwei Stromkabeln. Beschriftung: "Privat" und "Betrieb"
Gewerbestrom unterscheidet sich vom Haushaltsstrom nicht technisch, sondern bei Vertrag, Messung und Preis.

Gewerbestrom ist Strom, den ein Unternehmen, eine Selbstständige oder ein Freiberufler für betriebliche Zwecke bezieht, etwa für Büro, Ladengeschäft, Werkstatt, Praxis oder Produktion. Physikalisch unterscheidet er sich nicht vom Haushaltsstrom, wohl aber bei Vertrag, Messung und Preisaufbau.

Energieversorger fassen unter Gewerbestrom meist Tarife für kleine und mittlere Betriebe zusammen, die online abschließbar sind und sich am Jahresverbrauch orientieren. Ab einem höheren Verbrauch, häufig ab 100.000 Kilowattstunden im Jahr, misst der Netzbetreiber den Verbrauch viertelstündlich als Lastgang. Dann kalkulieren Versorger individuelle Angebote mit Arbeitspreis und Leistungspreis, oft mit Festpreis für ein bis drei Jahre oder mit einer Beschaffung in Tranchen.

Kleine Betriebe mit einem Jahresverbrauch von höchstens 10.000 Kilowattstunden gelten nach dem Energiewirtschaftsgesetz rechtlich als Haushaltskunden. Sie dürfen die Grundversorgung nutzen und profitieren von denselben Schutzregeln wie Privathaushalte. Oberhalb dieser Grenze verhandeln Sie Laufzeit, Preisgarantie und Kündigungsfrist frei mit dem Versorger, was Chancen und Risiken zugleich bringt.

Ein eigener Gewerbetarif lohnt sich, sobald Sie einen getrennten Zähler für den Betrieb haben und die Stromkosten spürbar ins Gewicht fallen. Bei Bäckereien, Kühlhäusern, Werkstätten oder Rechenzentren macht Strom einen großen Teil der Betriebskosten aus. Ein Vergleich der Tarife und Beschaffungsmodelle zahlt sich dort besonders aus.

Der 7-Punkte-Test: Brauchen Sie einen eigenen Gewerbestromtarif?
  • Eigener Zähler: Ihr Betrieb hat einen eigenen Stromzähler, getrennt von privat genutzten Räumen.
  • Spürbarer Verbrauch: Der Jahresverbrauch liegt über dem eines typischen Haushalts, etwa durch Maschinen, Kühlung, Beleuchtung oder IT.
  • Vertragsende bekannt: Sie kennen Laufzeit, Kündigungsfrist und das Ende der aktuellen Preisgarantie.
  • Verbrauchsdaten zur Hand: Jahresabrechnung, Zählernummer und Marktlokations-ID liegen vor, bei hohem Verbrauch auch der Lastgang.
  • Planbare Kosten gewünscht: Sie möchten die Stromkosten für ein bis drei Jahre verlässlich kalkulieren.
  • Klimaziele vorhanden: Kunden, Banken oder Ihr eigener Nachhaltigkeitsbericht verlangen Strom aus erneuerbaren Quellen.
  • Neue Verbraucher geplant: E-Firmenwagen, Wärmepumpe oder Photovoltaik verändern Ihren Bedarf in den nächsten Jahren.

Treffen vier oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein gezielter Vergleich von Gewerbestromtarifen. Fehlen Verbrauchsdaten oder Vertragsfristen, holen Sie diese zuerst beim bisherigen Versorger ein.

Welche Probleme löst der richtige Gewerbestromtarif?

Grauer Ordner mit orange Stadtsilhouette und Tabellen, Aufschrift "Kalkulation bitte ruhig halten"
Schwankende Strompreise bringen die Kalkulation durcheinander, ein passender Tarif macht die Kosten planbar.

Strom ist für viele Unternehmen einer der größten Kostenblöcke, den sie kaum beeinflussen können. Der passende Tarif macht diese Kosten planbar, senkt sie oder verbindet sie mit Klimazielen.

Die Preissprünge der Jahre 2022 und 2023 haben gezeigt, wie verwundbar Betriebe mit kurzfristigen Verträgen sind. Wer damals ohne Preisgarantie in die Ersatzversorgung gerutscht ist, hat teils ein Vielfaches gezahlt. Ein Festpreis über eine feste Laufzeit oder eine gestaffelte Beschaffung schützt die Kalkulation vor solchen Ausschlägen.

Viele Unternehmen zahlen außerdem mehr als nötig, weil der Vertrag nach Ablauf stillschweigend in teure Folgekonditionen übergeht oder weil der Tarif nicht zum Lastprofil passt. Betriebe mit hohem Verbrauch in der Nacht oder am Wochenende verschenken Potenzial, wenn sie einen Einheitspreis zahlen. Dynamische Tarife und Lastmanagement setzen genau dort an.

Hinzu kommen Anforderungen von Kunden, Banken und Gesetzgeber. Ökostrom mit Herkunftsnachweisen hilft, die Emissionen aus dem Strombezug in Nachhaltigkeitsberichten zu senken. Ladestrom für E-Firmenwagen, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und Wärmepumpen verändern den Bedarf zusätzlich und verlangen einen Versorger, der diese Bausteine abbildet.

Hohe Stromkosten

Strom gehört in vielen Betrieben zu den größten laufenden Kosten und drückt die Marge.

Schwankende Preise

Ohne Preisgarantie schlagen Börsenpreise schnell auf die Rechnung durch.

Teure Verlängerung

Nach Ablauf der Preisgarantie läuft der Vertrag oft zu deutlich höheren Konditionen weiter.

Leistungsspitzen

Bei Lastgangmessung treibt eine einzige Verbrauchsspitze den Leistungspreis für das ganze Jahr.

Klimaanforderungen

Kunden und Banken fragen nach den Emissionen aus dem Strombezug.

Neue Verbraucher

Ladestationen, Wärmepumpen und Photovoltaik verändern Menge und Zeitpunkt des Verbrauchs.

Fehlender Überblick

Mehrere Standorte mit eigenen Verträgen und Fristen machen die Kosten unübersichtlich.

Welche Arten von Gewerbestromtarifen gibt es?

Drei orange glühbirnen nebeneinander mit beschrifteten zetteln: fest, börse, tranche
Festpreis, dynamischer Tarif oder strukturierte Beschaffung: Der Preismechanismus unterscheidet die Tarifarten.

Gewerbestromtarife unterscheiden sich vor allem darin, wie der Preis zustande kommt und wie lange er gilt. Die Wahl hängt von Verbrauchshöhe, Risikobereitschaft und Lastprofil ab.

Für kleine und mittlere Betriebe sind Festpreistarife mit Preisgarantie verbreitet. Der Arbeitspreis bleibt für zwölf oder 24 Monate stabil, je nach Vertrag mit oder ohne Steuern, Abgaben und Netzentgelte. Daneben gibt es Tarife mit kurzer Laufzeit und monatlicher Kündigung, die mehr Flexibilität bieten, aber Preisänderungen schneller weitergeben.

Seit 2025 müssen Stromlieferanten in Deutschland auch dynamische Tarife anbieten, wenn der Kunde einen intelligenten Zähler hat. Der Preis folgt dabei stündlich oder viertelstündlich der Strombörse. Betriebe, die Verbrauch in günstige Stunden verschieben können, etwa Kühlung, Ladevorgänge oder Wärmepumpen, profitieren davon am meisten.

Großverbraucher mit Lastgangmessung beschaffen Strom häufig strukturiert. Der Versorger kauft die Menge in mehreren Tranchen zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder gibt Börsenpreise mit einem Aufschlag weiter. Langfristige Stromlieferverträge direkt mit Wind- oder Solarparks, sogenannte Power Purchase Agreements, sichern Preise über viele Jahre und belegen die grüne Herkunft.

Festpreistarif

Arbeitspreis mit Preisgarantie für zwölf oder 24 Monate, verbreitet bei kleinen und mittleren Betrieben.

Flexibler Tarif

Kurze Laufzeit und monatliche Kündigung, Preisänderungen werden schneller weitergegeben.

Dynamischer Tarif

Der Preis folgt stündlich oder viertelstündlich der Strombörse, Voraussetzung ist ein intelligenter Zähler.

Ökostromtarif

Strom aus erneuerbaren Quellen mit Herkunftsnachweisen, teils mit Label für den Ausbau neuer Anlagen.

Individuelles Angebot

Für Großverbraucher mit Lastgangmessung, kalkuliert mit Arbeits- und Leistungspreis.

Tranchenbeschaffung

Der Versorger kauft die Jahresmenge in mehreren Teilmengen zu verschiedenen Zeitpunkten.

Power Purchase Agreement

Langfristiger Liefervertrag direkt mit einem Wind- oder Solarpark über viele Jahre.

Rahmenvertrag

Bündelt mehrere Standorte und Abnahmestellen eines Unternehmens in einem Vertrag.

Festpreistarif
Planbar und einfach
  • Stabiler Arbeitspreis über die Laufzeit
  • Einfache Kalkulation
  • Kein intelligenter Zähler nötig
  • Risikoaufschlag im Preis enthalten
Dynamischer Tarif
Börsennah und flexibel
  • Günstige Stunden direkt nutzbar
  • Passend für verschiebbare Verbraucher
  • Intelligenter Zähler erforderlich
  • Preisrisiko liegt beim Unternehmen

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Der Leitfaden zum Gewerbestrom: welche Tarifarten es gibt, wie Sie Preisgarantie, Laufzeit und Ökostrom vergleichen, Lastspitzen senken, Entlastungen nutzen und den Anbieterwechsel Schritt für Schritt vorbereiten.

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Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?

Lupe vergrößert Textabschnitt "Netzentgelte" auf deutschem Dokument mit Aufkleber "Nicht garantiert"
Bei der Auswahl entscheidet das Kleingedruckte: Welche Preisbestandteile die Garantie wirklich abdeckt.

Der günstigste Arbeitspreis allein entscheidet nicht über den besten Gewerbestromtarif. Wichtig sind Preisgarantie, Laufzeit, Vertragsbedingungen und die Frage, ob der Versorger zu Ihrem Verbrauch passt.

Prüfen Sie zuerst, welche Preisbestandteile eine Garantie umfasst. Viele Tarife garantieren nur den Energiepreis, während Netzentgelte, Umlagen und Steuern sich jederzeit ändern können. Eine echte Vollpreisgarantie ist selten und meist etwas teurer, schützt aber vollständig vor Erhöhungen während der Laufzeit.

Achten Sie auf Laufzeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung. Bei Gewerbekunden über 10.000 Kilowattstunden gelten die Schutzregeln für Haushaltskunden nicht, Verträge können sich also auch um ein ganzes Jahr verlängern. Notieren Sie die Fristen und vergleichen Sie rechtzeitig vor dem Ende der Preisgarantie.

Bei Ökostrom lohnt der Blick auf Herkunftsnachweise und Labels wie ok-power oder das Grüner Strom Label, die einen Ausbau neuer Anlagen fordern. Betriebe mit mehreren Standorten sollten klären, ob der Versorger alle Abnahmestellen bundesweit in einem Rahmenvertrag bündelt. Für Großverbraucher zählen zusätzlich Beschaffungsmodell, Lastgangauswertung und ein fester Ansprechpartner.

Gesamtpreis
Was kostet die Kilowattstunde wirklich?

Grundpreis, Arbeitspreis und bei Großverbrauchern Leistungspreis ergeben zusammen die Jahreskosten.

Jahreskosten für Ihren Verbrauch berechnetNetto und brutto sauber getrenntBonus aus dem ersten Jahr herausgerechnet
Praxistipp: Rechnen Sie die Kosten für die gesamte Laufzeit, nicht nur für das erste Jahr mit Neukundenbonus.
Preisgarantie
Was ist wirklich garantiert?

Viele Garantien umfassen nur den Energiepreis, Netzentgelte und Steuern bleiben veränderlich.

Umfang der Garantie geprüftDauer der Garantie notiertRegelung bei Steueränderungen bekannt
Praxistipp: Fragen Sie schriftlich nach, welche Preisbestandteile die Garantie abdeckt.
Laufzeit und Kündigung
Wie lange sind Sie gebunden?

Laufzeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung entscheiden, wann Sie wieder wechseln können.

Mindestlaufzeit bekanntKündigungsfrist im KalenderVerlängerungsregel geprüft
Praxistipp: Setzen Sie sich eine Erinnerung drei Monate vor Ende der Kündigungsfrist.
Ökostromqualität
Wie grün ist der Strom?

Herkunftsnachweise belegen die Quelle, Labels wie ok-power oder Grüner Strom Label fordern zusätzlich den Ausbau.

Herkunftsnachweise vorhandenLabel oder Zertifikat geprüftHerkunft der Anlagen bekannt
Praxistipp: Fragen Sie nach einem Nachweis für Ihren Nachhaltigkeitsbericht.
Passendes Modell
Passt der Tarif zum Verbrauch?

Festpreis, dynamischer Tarif oder Tranchen eignen sich je nach Verbrauchshöhe und Lastprofil unterschiedlich gut.

Jahresverbrauch und Lastprofil bekanntVerschiebbare Verbraucher identifiziertRisikobereitschaft geklärt
Praxistipp: Werten Sie den Lastgang aus, bevor Sie sich für einen dynamischen Tarif entscheiden.
Mehrere Standorte
Lassen sich Abnahmestellen bündeln?

Rahmenverträge fassen Filialen und Standorte zusammen und vereinfachen Abrechnung und Fristen.

Alle Abnahmestellen aufgelistetBundesweite Belieferung möglichSammelrechnung verfügbar
Praxistipp: Bündeln Sie Verträge auf ein gemeinsames Enddatum.
Service und Ansprechpartner
Wer hilft im Problemfall?

Feste Ansprechpartner, Online-Kundenportal und verständliche Rechnungen sparen im Alltag Zeit.

Fester Ansprechpartner benanntKundenportal mit VerbrauchsdatenErreichbarkeit geprüft
Praxistipp: Testen Sie die Erreichbarkeit des Vertriebs schon vor dem Abschluss.
Zusatzleistungen
Was bietet der Versorger darüber hinaus?

Ladestrom, Photovoltaik, Energiemanagement oder Lastgangauswertung können Kosten zusätzlich senken.

Ladelösungen für FirmenwagenAngebote zu PhotovoltaikEnergiemonitoring verfügbar
Praxistipp: Fragen Sie, ob Zusatzleistungen an eine längere Laufzeit gekoppelt sind.
Bedarfscheck in 2 Minuten

Welcher Gewerbestromtarif passt zu Ihrem Betrieb?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 49 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Wie hoch ist Ihr jährlicher Stromverbrauch?
Der Verbrauch entscheidet, ob ein Onlinetarif oder ein individuelles Angebot passt.
Bis 10.000 kWh
Büro, Praxis oder kleines Ladengeschäft.
10.000 bis 100.000 kWh
Handwerk, Gastronomie oder Filiale.
Mehr als 100.000 kWh
Produktion, Kühlung oder große Gebäude mit Lastgangmessung.
Weiß ich nicht
Der Wert steht auf der letzten Jahresabrechnung.
Frage 2 von 5
Wie viele Standorte möchten Sie versorgen?
Mehrere Abnahmestellen lassen sich oft in einem Rahmenvertrag bündeln.
Ein Standort
Eine Abnahmestelle.
Zwei bis fünf Standorte
Kleine Filialstruktur.
Mehr als fünf Standorte
Filialnetz oder mehrere Werke.
Noch offen
Expansion geplant.
Frage 3 von 5
Welches Preismodell bevorzugen Sie?
Planbarkeit und Ersparnischance lassen sich nicht gleichzeitig maximieren.
Festpreis mit Garantie
Planbare Kosten über die Laufzeit.
Dynamischer Tarif
Börsenpreis, günstige Stunden nutzen.
Strukturierte Beschaffung
Tranchen oder Spot für Großverbraucher.
Noch unklar
Ich möchte mich beraten lassen.
Frage 4 von 5
Wie wichtig ist Ihnen Ökostrom?
Herkunftsnachweise und Labels unterscheiden sich deutlich.
Sehr wichtig
Ökostrom mit Label für neue Anlagen.
Wichtig
Ökostrom mit Herkunftsnachweisen genügt.
Nebensächlich
Der Preis steht im Vordergrund.
Für den Bericht nötig
Nachweise für den Nachhaltigkeitsbericht.
Frage 5 von 5
Welche Zusatzleistungen interessieren Sie?
Viele Versorger bieten mehr als die reine Stromlieferung.
Ladestrom
Laden von E-Firmenwagen.
Photovoltaik
Eigene Anlage auf dem Dach.
Energiemanagement
Verbrauch und Lastspitzen auswerten.
Keine
Nur die Stromlieferung.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

So wechseln Sie den Gewerbestromanbieter

Zwei Steckdosen verbunden durch orange Stromkabel mit Steckern und einem Schild "Kein Stromausfall"
Beim Anbieterwechsel bleibt die Versorgung lückenlos, Kündigung und Anmeldung übernimmt meist der neue Versorger.

Der Wechsel des Stromanbieters ist für Unternehmen unkompliziert und unterbricht die Versorgung nicht. Der neue Versorger übernimmt in der Regel Kündigung und Anmeldung beim Netzbetreiber.

Ausgangspunkt sind Ihre Verbrauchsdaten. Für kleine Betriebe genügen die letzte Jahresabrechnung, die Zählernummer und die Marktlokations-Identifikationsnummer. Großverbraucher stellen zusätzlich den Lastgang der letzten zwölf Monate bereit, damit Versorger ein belastbares Angebot kalkulieren können.

Mit diesen Daten holen Sie Angebote ein, online über Tarifrechner der Versorger oder direkt beim Vertrieb. Achten Sie darauf, dass alle Angebote auf denselben Verbrauch und dieselbe Laufzeit rechnen. Individuelle Angebote für Großkunden gelten oft nur wenige Stunden oder Tage, weil sie an aktuelle Börsenpreise gekoppelt sind.

Nach der Unterschrift kündigt der neue Versorger den alten Vertrag fristgerecht und meldet die Belieferung beim Netzbetreiber an. Seit 2025 ist der technische Lieferantenwechsel in Deutschland innerhalb von 24 Stunden möglich, die Kündigungsfrist des alten Vertrags bleibt davon unberührt. Den Zählerstand zum Wechseltag sollten Sie selbst notieren.

1 Tag

Daten sammeln

Sie stellen Jahresabrechnung, Zählernummer, Marktlokations-ID und bei Großverbrauch den Lastgang zusammen.

Letzte Jahresabrechnung bereitlegenZählernummer und Marktlokations-ID notierenLastgang beim Netzbetreiber anfordern
1
1 Tag

Fristen prüfen

Sie klären Laufzeit, Kündigungsfrist und Ende der Preisgarantie des bisherigen Vertrags.

Vertrag heraussuchenKündigungsfrist notierenWechseltermin festlegen
2
1 bis 2 Wochen

Angebote einholen

Sie fragen mehrere Versorger online oder beim Vertrieb an, jeweils mit demselben Verbrauch und derselben Laufzeit.

Mindestens drei Angebote einholenGleiche Bezugsgrößen sicherstellenPreisgarantie vergleichen
3
1 bis 3 Tage

Vertrag abschließen

Sie unterschreiben das beste Angebot, bei Großkundenangeboten oft innerhalb einer kurzen Annahmefrist.

Vertragsbedingungen prüfenAnnahmefrist beachtenVollmacht für Kündigung erteilen
4
bis Vertragsende

Wechsel abwickeln

Der neue Versorger kündigt den alten Vertrag und meldet die Belieferung beim Netzbetreiber an.

Kündigungsbestätigung abwartenLieferbeginn bestätigen lassenZählerstand zum Wechseltag notieren
5
laufend

Verbrauch beobachten

Sie prüfen Abrechnungen, werten Verbrauch und Lastspitzen aus und planen den nächsten Vergleich.

Erste Rechnung kontrollierenLastspitzen auswertenErinnerung vor Vertragsende setzen
6
10.000 kWh
Bis zu diesem Jahresverbrauch gelten Gewerbekunden rechtlich als Haushaltskunden
100.000 kWh
Ab diesem Jahresverbrauch misst der Netzbetreiber in der Regel den Lastgang
24 Stunden
Dauer des technischen Lieferantenwechsels in Deutschland seit 2025
0 Minuten
Versorgungsunterbrechung beim Anbieterwechsel

Typische Fehler beim Gewerbestrom

Orangener Wecker auf Dokumentenstapel mit Text "Preisgarantie endet morgen" auf dem Zifferblatt
Verpasste Fristen nach dem Ende der Preisgarantie gehören zu den teuersten Fehlern beim Gewerbestrom.

Die meisten teuren Fehler beim Gewerbestrom entstehen nicht beim Abschluss, sondern durch verpasste Fristen und fehlenden Überblick. Mit wenigen Routinen lassen sie sich vermeiden.

Der häufigste Fehler ist das Weiterlaufenlassen nach dem Ende der Preisgarantie. Der Vertrag verlängert sich dann zu Konditionen, die der Versorger neu festlegt und die oft deutlich über aktuellen Angeboten liegen. Wer die Verlängerungsfrist kennt, kann rechtzeitig vergleichen und verhandeln.

Ein zweiter Fehler ist, Angebote mit unterschiedlichen Bezugsgrößen zu vergleichen, etwa Nettopreise mit Bruttopreisen oder Energiepreise mit Gesamtpreisen. Auch Sonderregelungen bleiben häufig ungenutzt: Unternehmen des produzierenden Gewerbes können eine Entlastung bei der Stromsteuer beantragen, stromintensive Betriebe Ermäßigungen bei Umlagen und Netzentgelten.

Schließlich unterschätzen viele Betriebe, wie stark ein ungünstiges Lastprofil kostet. Bei Lastgangmessung bestimmt die höchste Leistungsspitze im Jahr den Leistungspreis. Ein einziger Moment, in dem alle Maschinen gleichzeitig anlaufen, kann die Kosten für das ganze Jahr erhöhen.

1
Preisgarantie verpassen

Nach Ablauf der Garantie verlängert sich der Vertrag oft zu deutlich höheren Konditionen.

Ende der Preisgarantie und Kündigungsfrist im Kalender eintragen und rechtzeitig vergleichen.
2
Netto und brutto mischen

Angebote mit und ohne Umsatzsteuer oder mit und ohne Netzentgelte lassen sich nicht vergleichen.

Alle Angebote auf dieselbe Bezugsgröße und denselben Verbrauch umrechnen.
3
Nur den Bonus sehen

Neukundenboni machen das erste Jahr günstig, ab dem zweiten Jahr zahlen Sie den vollen Preis.

Kosten über die gesamte Laufzeit ohne Bonus vergleichen.
4
Lastspitzen ignorieren

Bei Lastgangmessung bestimmt die höchste Spitze im Jahr den Leistungspreis.

Lastgang auswerten und Großverbraucher zeitlich gestaffelt einschalten.
5
Entlastungen nicht beantragen

Ermäßigungen bei Stromsteuer, Umlagen oder Netzentgelten gibt es nur auf Antrag.

Mit Steuerberatung prüfen, welche Entlastungen für Ihren Betrieb infrage kommen.
6
Dynamisch ohne Plan

Ein dynamischer Tarif ohne verschiebbare Verbraucher bringt Preisrisiko ohne Ersparnis.

Erst prüfen, welche Verbraucher sich in günstige Stunden verlegen lassen.
7
Standorte einzeln verwalten

Viele Einzelverträge mit unterschiedlichen Fristen kosten Zeit und Verhandlungsmacht.

Abnahmestellen in einem Rahmenvertrag mit gemeinsamem Enddatum bündeln.

Was kostet Gewerbestrom?

Oranges Sparschwein mit Stromkabel und Quittung, die Energiekosten auflistet: Energie 48,50€, Netz 22,30€, Steuern 19,70€, Umlagen 14,10€
Vom Gewerbestrompreis beeinflusst der Versorger nur den Energieanteil, Netzentgelte und Steuern kommen hinzu.

Der Preis für Gewerbestrom setzt sich aus Energiepreis, Netzentgelten, Abgaben, Umlagen und Steuern zusammen. Nur ein Teil davon hängt vom gewählten Versorger ab.

Kleine Betriebe zahlen wie Haushalte einen Grundpreis pro Monat und einen Arbeitspreis pro Kilowattstunde. Großverbraucher mit Lastgangmessung zahlen zusätzlich einen Leistungspreis pro Kilowatt der höchsten Jahresspitze. Netzentgelte und Konzessionsabgabe unterscheiden sich je nach Netzgebiet deutlich, deshalb weichen Preise für denselben Tarif von Ort zu Ort ab.

Den Energiepreis, also Beschaffung und Vertrieb, bestimmt der Versorger. Steuern und Umlagen legt der Gesetzgeber fest. Die EEG-Umlage ist seit Juli 2022 abgeschafft, die Stromsteuer beträgt regulär 2,05 Cent pro Kilowattstunde. Unternehmen sind in der Regel zum Vorsteuerabzug berechtigt, daher nennen viele Versorger Gewerbepreise netto ohne Umsatzsteuer.

Veröffentlichte Gewerbetarife gelten meist nur bis zu einer Verbrauchsgrenze und für eine bestimmte Postleitzahl. Darüber kalkulieren Versorger individuell. Vergleichen Sie deshalb Angebote immer mit Ihrer eigenen Adresse, Ihrem Jahresverbrauch und derselben Laufzeit.

Festpreis für Gewerbe in Österreich ab 9,9 ct pro kWh netto

Etwa Strom Preisfix Gewerbe der Salzburg AG (9,9 ct/kWh netto, Fixpreis bis 30.06.2028), dual fix business der TIWAG (10,20 ct/kWh netto, nur Tirol), Wien Energie (12,40 ct/kWh netto mit Rabatt) oder Strom Business Fix der Energie Steiermark (13,48 ct/kWh exkl. USt.). Jeweils Energiepreis ohne Netzentgelte und Abgaben.

Börsennaher Tarif Spot + 1,20 ct pro kWh netto

Flex business der TIWAG rechnet viertelstündlich mit dem Börsenpreis EPEX Spot AT plus 1,20 ct/kWh netto. Strom Business Flex der Energie Steiermark passt den Energiepreis monatlich an die Strombörse EEX an (veröffentlicht: 21,32 ct/kWh exkl. USt.).

Grundpreis 5,20 bis 7,59 € pro Monat netto

Energie Steiermark nennt 5,20 € Grundpauschale, Wien Energie 7,59 € Grundpreis pro Monat. Bei Zählern mit registrierender Leistungsmessung verlangt NATURSTROM 30,00 € pro Monat netto (unter 100.000 kWh).

Gewerbetarif in Deutschland nach PLZ im Tarifrechner

Deutsche Versorger nennen Gewerbepreise fast nur im Tarifrechner für Postleitzahl und Jahresverbrauch, weil Netzentgelte und Konzessionsabgabe je Netzgebiet schwanken. Ab etwa 100.000 kWh kalkulieren sie individuelle Angebote.

Wovon die Kosten abhängen

Die Kosten für Gewerbestrom richten sich nach Jahresverbrauch, Netzgebiet, Lastprofil, Laufzeit und Umfang der Preisgarantie. Veröffentlichte Gewerbetarife gelten meist nur bis zu einer Verbrauchsgrenze und für eine bestimmte Postleitzahl, darüber kalkulieren Versorger individuell. Netzentgelte, Umlagen und Steuern machen einen großen Teil des Preises aus und unterscheiden sich je nach Ort. Vergleichen Sie deshalb immer Angebote für Ihre eigene Adresse und Ihren tatsächlichen Verbrauch.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit Gewerbestrom aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Bis zu welchem Jahresverbrauch gelten Gewerbekunden in Deutschland als Haushaltskunden? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Nach § 3 Nr. 22 EnWG zählen gewerbliche Letztverbraucher mit höchstens 10.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch zu den Haushaltskunden.
2 Was bestimmt bei Lastgangmessung den Leistungspreis? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Der Leistungspreis richtet sich nach der höchsten Viertelstundenleistung. Eine einzige Spitze kann so die Kosten für das ganze Jahr erhöhen.
3 Was ist Voraussetzung für einen dynamischen Stromtarif? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Der Preis ändert sich stündlich oder viertelstündlich. Nur ein intelligenter Zähler erfasst, wann Sie wie viel Strom verbrauchen.
4 Welchen Preisbestandteil kann der Stromversorger selbst beeinflussen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Steuern und Umlagen legt der Gesetzgeber fest, Netzentgelte der Netzbetreiber. Der Versorger kalkuliert nur den Energieanteil.
5 Was belegen Herkunftsnachweise beim Ökostrom? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Herkunftsnachweise dokumentieren die Erzeugung aus erneuerbaren Energien. Labels wie ok-power fordern zusätzlich einen Beitrag zum Ausbau neuer Anlagen.

Glossar: Begriffe rund um Gewerbestrom

Die wichtigsten Begriffe rund um Gewerbestrom, Tarife und Preisbestandteile, kompakt und anbieterneutral erklärt.

Gewerbestrom

Strom, den Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler für betriebliche Zwecke beziehen.

Arbeitspreis

Preis pro verbrauchter Kilowattstunde.

Grundpreis

Fester monatlicher oder jährlicher Betrag, unabhängig vom Verbrauch.

Leistungspreis

Preis pro Kilowatt der höchsten Leistungsspitze im Jahr, fällig bei Lastgangmessung.

Standardlastprofil

Typisierter Verbrauchsverlauf, mit dem Netzbetreiber kleinere Abnahmestellen ohne Viertelstundenmessung abrechnen.

Registrierende Leistungsmessung

Viertelstündliche Messung des Verbrauchs bei Großverbrauchern, meist ab 100.000 Kilowattstunden im Jahr.

Lastgang

Verlauf des Stromverbrauchs über die Zeit, meist in Viertelstundenwerten.

Preisgarantie

Zusage des Versorgers, bestimmte Preisbestandteile für eine feste Zeit nicht zu erhöhen.

Dynamischer Stromtarif

Tarif, dessen Preis stündlich oder viertelstündlich dem Börsenstrompreis folgt.

Netzentgelt

Entgelt für die Nutzung des Stromnetzes, das der örtliche Netzbetreiber festlegt.

Konzessionsabgabe

Abgabe an die Gemeinde für die Nutzung öffentlicher Wege durch Stromleitungen.

Stromsteuer

Verbrauchsteuer auf Strom, für Unternehmen des produzierenden Gewerbes teils ermäßigt.

Herkunftsnachweis

Elektronisches Dokument, das die Erzeugung einer Strommenge aus erneuerbaren Energien belegt.

Power Purchase Agreement

Langfristiger Stromliefervertrag zwischen einem Unternehmen und dem Betreiber einer Erzeugungsanlage.

Tranchenbeschaffung

Einkauf der Jahresstrommenge in mehreren Teilmengen zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Marktlokations-ID

Elf-stellige Nummer, die eine Abnahmestelle im Strommarkt eindeutig kennzeichnet.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Gewerbestrom, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Hinweise ersetzen keine individuelle Energie-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Was ist Gewerbestrom?

Gewerbestrom ist Strom, den Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler für betriebliche Zwecke beziehen. Technisch unterscheidet er sich nicht vom Haushaltsstrom. Unterschiede gibt es bei Vertrag, Messung, Preisaufbau und den geltenden Schutzregeln.

Was kostet Gewerbestrom?

Die Kosten hängen von Jahresverbrauch, Netzgebiet, Laufzeit und Preisgarantie ab. Kleine Betriebe zahlen wie Haushalte einen Grundpreis und einen Arbeitspreis pro Kilowattstunde, Großverbraucher zusätzlich einen Leistungspreis. Ein belastbarer Preis entsteht nur mit Ihrer Adresse und Ihrem Verbrauch.

Ist Gewerbestrom günstiger als Haushaltsstrom?

Nicht automatisch. Bei kleinem Verbrauch liegen Gewerbetarife oft auf ähnlichem Niveau wie Haushaltstarife. Mit steigendem Verbrauch, ermäßigter Konzessionsabgabe und individuellen Angeboten sinkt der Preis pro Kilowattstunde meist deutlich.

Ab welchem Verbrauch bekomme ich ein individuelles Angebot?

Viele Versorger bieten Onlinetarife bis etwa 100.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch an. Darüber misst der Netzbetreiber in der Regel den Lastgang, und Versorger kalkulieren ein individuelles Angebot mit Arbeits- und Leistungspreis.

Wie lange dauert ein Wechsel des Gewerbestromanbieters?

Der technische Wechsel dauert in Deutschland seit 2025 höchstens 24 Stunden. Maßgeblich ist aber die Kündigungsfrist des bisherigen Vertrags. Den Wechsel organisiert meist der neue Versorger, die Versorgung wird dabei nicht unterbrochen.

Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif für Unternehmen?

Ein dynamischer Tarif lohnt sich vor allem für Betriebe, die Verbrauch in günstige Stunden verschieben können, etwa Kühlung, Ladevorgänge oder Wärmepumpen. Voraussetzung ist ein intelligenter Zähler. Ohne verschiebbare Verbraucher tragen Sie vor allem das Preisrisiko der Börse.

Woran erkenne ich guten Ökostrom für mein Unternehmen?

Achten Sie auf Herkunftsnachweise und auf Labels wie ok-power oder das Grüner Strom Label. Diese Labels fordern einen Beitrag zum Ausbau neuer Anlagen. Für Nachhaltigkeitsberichte sollte der Versorger die Nachweise schriftlich bestätigen.

Kann ich als Unternehmen Steuern und Abgaben beim Strom senken?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie der Land- und Forstwirtschaft können eine Entlastung bei der Stromsteuer beantragen, stromintensive Betriebe Ermäßigungen bei Umlagen und Netzentgelten. Welche Regel greift, klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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