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Black Forest Labs aus Freiburg hat am 15. Oktober FLUX 3 Image Klein veröffentlicht, ein Bildmodell mit 5,6 Milliarden Parametern zum Herunterladen. In einer 8-Bit-Fassung läuft das Modell auf Grafikkarten mit 8 Gigabyte Speicher. Gewerblich kostenlos bleibt die Nutzung aber nur für Firmen unter rund 4,4 Millionen Euro Jahresumsatz.

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Wann haben Sie zuletzt nachgezählt, wie viele Programme an einem einzigen KI-Bild rechnen? Bei FLUX 3 Image Klein arbeiten drei Modelle zusammen, die 5,6 Milliarden Parameter der Ankündigung zählen nur eines davon.[2]

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Modell erzeugt und bearbeitet Bilder bis 4K, mit bis zu zehn Vorlagenbildern je Anfrage.
  • Für gute Ergebnisse braucht das Modell ein vorgeschaltetes Sprachmodell mit 18,8 Gigabyte.
  • Seit August verlangt die KI-Verordnung von Anbietern maschinenlesbar gekennzeichnete KI-Bilder.

Wie viel Hardware braucht FLUX 3 Image Klein?

Weiße Staffelei mit blauer Leinwand, kleiner Palette und Tag mit „GRATIS“-Aufdruck
Alibabas Qwen3-VL-4B bereitet Prompts für Flux 3 auf. Ein 18,8-GB-Sprachmodell wandelt sie in detaillierte Bildbeschreibungen um

Zum Bildmodell, einem kleinen Ableger von Flux 3, gehört Alibabas Sprachmodell Qwen3-VL-4B, das den Prompt aufbereitet.[2] Dazu kommt ein drittes Modell: Black Forest Labs rät dringend, jede Eingabe vorher von einem 18,8 Gigabyte großen Sprachmodell zu einer ausführlichen Bildbeschreibung ausbauen zu lassen. Kurze Prompts liefern sonst austauschbare Bilder.

Die 8 Gigabyte gelten für die 8-Bit-Dateien in ComfyUI, etwa auf einer RTX 3070.[3] Die Referenzsoftware des Start-ups belegt auf Nvidias Rechenzentrumschip B200 bis zu 31 Gigabyte, das Zusatzmodell weitere rund 28. Eine verdichtete Fassung kommt mit 16 statt 50 Rechenschritten aus und liefert auf einer RTX 5090 ein Bild mit einem Megapixel in rund vier Sekunden.[1]

Was erlaubt die Lizenz von FLUX 3 Image Klein?

Nach der Lizenz, die Black Forest Labs „FLUX Kommunity License“ nennt, darf jeder das Modell nichtgewerblich nutzen. Gewerblich Bilder erzeugen dürfen nur Nutzer, die samt verbundenen Unternehmen weniger als 5 Millionen US-Dollar im Jahr umsetzen, umgerechnet rund 4,4 Millionen Euro.[2] Gewerbliches Nachtrainieren und Weitergeben deckt diese Ausnahme nicht. Verboten sind unter anderem militärische Zwecke, Überwachung, biometrische Auswertung und das Training konkurrierender Bildmodelle mit den erzeugten Bildern.

Größere Firmen brauchen ein Lizenzpaket: Das kleinste, Builder, erlaubt 10.000 Bilder im Monat für eine Domain, aber keine Kundenaufträge.[4] Über die API kostet ein Bild mit rund einem Megapixel ab 0,8 Cent.[1]

Beim kleinsten Vorgänger fehlte die Umsatzgrenze: Die 4-Milliarden-Variante von FLUX.2 [klein] erschien im Januar unter der freien Apache-2.0-Lizenz.[5] Gegenüber der 9-Milliarden-Variante beziffert Black Forest Labs den Vorsprung des neuen Modells bei Bildern aus Text auf 91 Punkte in einer Rangliste aus direkten Bildvergleichen.[1]

FLUX 3 Image Klein in Zahlen
Was das Freiburger Bildmodell an Speicher braucht und wo die Lizenz endet
5,6 Mrd.
Parameter zählt allein das Bildmodell, die beiden Sprachmodelle kommen hinzu
8 GB
Grafikspeicher reichen für die 8-Bit-Fassung in ComfyUI
31 GB
belegt die Referenzsoftware auf einer B200, ohne das empfohlene Zusatzmodell
4,4 Mio. €
Jahresumsatz, ab dem Firmen für gewerbliche Bilder eine Lizenz brauchen

Sekunden je Bild mit einem Megapixel

Nvidia GB300 (4 Bit)
unter 0,6 s
RTX 5090 (8 Bit)
rund 4 s
RTX 4070 (8 Bit)
unter 9 s

Verdichtete Fassung mit 16 Rechenschritten, gemessen von Nvidia. Ein kürzerer Balken bedeutet ein schnelleres Bild.

Black Forest Labs verschenkt FLUX 3 Image Klein an kleine Firmen und schickt allen anderen eine Preisliste.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was müssen Unternehmen auf eigenen Servern klären?

Seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 der KI-Verordnung, dass Anbieter generativer KI-Systeme ihre Bilder maschinenlesbar als künstlich erzeugt kennzeichnen.[7] Über die eigene API hängt Black Forest Labs Herkunftsdaten nach dem Standard C2PA an.[6] Die Referenzsoftware schreibt dagegen nur EXIF-Einträge wie „Software: AI generated“, ihre Sicherheitsprüfung ist ab Werk ausgeschaltet.[3] Ein Unternehmen, das aus dem Modell ein eigenes Werkzeug baut und unter eigenem Namen betreibt, kann damit selbst zum Anbieter werden. Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht kosten bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

  • Umsatz prüfen: Maßgeblich ist der Jahresumsatz der ganzen Gruppe, nicht der einer einzelnen Tochter.
  • Kennzeichnung nachrüsten: Ergänzen Sie die C2PA-Daten im eigenen Betrieb selbst, ein EXIF-Feld ersetzt keine signierte Herkunftsangabe.
  • Prüfung einschalten: Erst dann erkennt die Referenzsoftware geschützte Figuren, Marken und Personen des öffentlichen Lebens.
  • Erst ausprobieren: Testen Sie das Modell gerne über die API, bevor Sie Grafikkarten für den Betrieb auf eigener Hardware kaufen.

Quellen

7 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. Black Forest LabsFLUX 3 Image Klein: open weights, 5.6B parameters15.10.2026
  2. Black Forest LabsModellkarte und FLUX Kommunity License zu FLUX 3 Image Klein auf Hugging Face
  3. Black Forest LabsReferenzcode zu FLUX 3 Image Klein auf GitHub (Abschnitte Memory und Safety)
  4. Black Forest LabsOpen Weights Licensing
  5. Black Forest LabsModellkarte zu FLUX.2 [klein] 4B auf Hugging Face (Apache-2.0-Lizenz)
  6. Black Forest LabsCapable, Open, and Safe: Combating AI Misuse24.02.2026
  7. Europäische UnionVerordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz, Artikel 3, 50 und 99

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