
Microsoft Edge 142 macht Passwörter überflüssig
Microsoft integriert Passkey-Sync in den Password Manager von Edge. Für Entscheider bedeutet das: Ein Sicherheitsfeature weniger, um das sich die IT-Abteilung sorgen muss. Und für Mitarbeiter wird das lästige Passwort-Chaos endlich Geschichte.
Das Ende der Passwort-Zettelwirtschaft
Kommt Ihnen das bekannt vor? Der Kollege klebt sein Passwort unter die Tastatur. Die Praktikantin nutzt „Sommer2024!“ für alle Accounts. Und die Geschäftsführung fragt zum dritten Mal diese Woche nach dem VPN-Zugang. Passwörter sind Sicherheitsrisiko und Produktivitätskiller zugleich.
Microsoft adressiert dieses Problem nun mit einer Funktion, die überraschend lange auf sich warten ließ. Ab Edge-Version 142 lassen sich Passkeys direkt im Microsoft Password Manager speichern und über Windows-Geräte hinweg synchronisieren.
So funktioniert die neue Passkey-Verwaltung
Passkeys basieren auf dem FIDO2-Standard und ersetzen klassische Passwörter durch kryptografische Schlüsselpaare. Der private Schlüssel verbleibt sicher auf Ihrem Gerät. Websites speichern lediglich den öffentlichen Schlüssel.
Die Authentifizierung erfolgt über biometrische Merkmale oder eine PIN. Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN genügen. Das macht Phishing-Attacken und Credential Stuffing praktisch wirkungslos.
Business-Relevanz: Weniger Helpdesk, mehr Sicherheit
Für Unternehmen steckt der eigentliche Mehrwert im reduzierten Support-Aufwand. Passwort-Resets gehören zu den häufigsten Helpdesk-Anfragen. Mit Passkeys entfällt dieses Problem weitgehend.
Die Synchronisation über Microsoft-Konten ermöglicht zudem ein reibungsloses Onboarding neuer Geräte. Mitarbeiter müssen nicht mehr dutzende Zugänge neu einrichten. Ein zusätzlicher PIN schützt die Passkeys beim Transfer auf neue Hardware.
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Einschränkungen für Unternehmenskunden
Aktuell gibt es allerdings Limitierungen für Enterprise-Umgebungen. Die Funktion steht zunächst nur für private Microsoft-Konten bereit. Microsoft Entra-Accounts (ehemals Azure AD) werden noch nicht unterstützt.
Auch mobile Geräte bleiben vorerst außen vor. Microsoft kündigt Erweiterungen für zusätzliche Plattformen an. Ein konkreter Zeitplan fehlt jedoch. Unternehmen mit gemischten Geräteflotten sollten dies bei der Planung berücksichtigen.
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Jetzt testen oder abwarten?
Die Funktion wird schrittweise mit Edge 142 ausgerollt. Voraussetzungen sind Windows 10 oder höher sowie ein Microsoft-Konto. Ein Plugin für die Nutzung in anderen Browsern und Anwendungen soll folgen.
Für IT-Verantwortliche empfiehlt sich ein Pilotprojekt mit ausgewählten Nutzern. Die Consumer-Variante eignet sich ideal zum Sammeln von Erfahrungswerten. Sobald Entra-Support verfügbar ist, steht dem unternehmensweiten Rollout nichts im Weg.
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