
SpaceX peilt 800 Milliarden Dollar an
Michael Dobler
Autor Dr. WebWas wäre, wenn das wertvollste Privatunternehmen der Welt bald an die Börse geht? Elon Musks Raumfahrtkonzern SpaceX bereitet einen Börsengang für Ende 2026 vor. Mit einer Zielbewertung von 800 Milliarden Dollar würde das Unternehmen nicht nur OpenAI überholen, sondern direkt in die Liga der 20 wertvollsten börsennotierten Konzerne weltweit aufsteigen.
Der Weg zum größten Tech-IPO aller Zeiten
Für Investoren und Tech-Beobachter beginnt gerade eine der spannendsten Countdown-Phasen der Finanzgeschichte. SpaceX-CFO Bret Johnsen hat in den vergangenen Tagen ausgewählten Investoren und Finanzinstituten die Pläne präsentiert.
Das Unternehmen startet aktuell einen sogenannten Secondary Share Sale, bei dem Mitarbeiter und frühe Investoren ihre Anteile verkaufen können. Die angestrebte Bewertung von 800 Milliarden Dollar ist dabei das Doppelte dessen, was SpaceX noch im Juli 2025 bei einer Finanzierungsrunde erreichte.
Starlink als Wachstumsmotor
Der Wertzuwachs kommt nicht von ungefähr. Das Satelliten-Netzwerk Starlink umfasst mittlerweile über 9.000 Satelliten im niedrigen Erdorbit und versorgt mehr als acht Millionen aktive Kunden weltweit mit Internet. Im November vereinbarte SpaceX den Kauf von Spektrumlizenzen von EchoStar für rund 2,6 Milliarden Dollar.
Weitere Wireless-Spektrum-Transaktionen im Gesamtwert von etwa 17 Milliarden Dollar unterstreichen die aggressive Expansionsstrategie.
Staatliche Großaufträge sichern die Basis
SpaceX profitiert massiv von Regierungsaufträgen. Ein 5,9 Milliarden Dollar schwerer Vertrag mit der Space Force sichert 28 Missionen bis 2029. Zusätzlich soll das Unternehmen 2 Milliarden Dollar für die Entwicklung von Satelliten im Rahmen des „Golden Dome“-Projekts erhalten.
Die Falcon 9 Rakete dominiert den kommerziellen Raumfahrtmarkt, während die Starship-Entwicklung für NASAs geplante Mondlandung mit Astronauten fortschreitet.
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Was der IPO für den Markt bedeutet
Würde SpaceX bei einem Börsengang nur 5 % seiner Anteile verkaufen, entspräche das einem Erlös von 40 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Saudi Aramcos Rekord-IPO 2019 brachte 29 Milliarden Dollar ein.
Für die Raumfahrtbranche könnte der Gang aufs Parkett weitreichende Folgen haben. Analysten erwarten eine Neubewertung von Wettbewerbern wie Blue Origin und Rocket Lab.
Timing bleibt unsicher
Die Details wurden am vergangenen Donnerstag vom SpaceX-Board im texanischen Starbase besprochen. Die finale Bewertung könnte je nach Interesse der Käufer und Verkäufer zwischen 560 und 800 Milliarden Dollar liegen. Obwohl das Unternehmen seit fast 25 Jahren existiert, blieb es bisher privat.
Auf Teslas Hauptversammlung im November deutete Musk bereits an, dass er an einem Weg arbeite, damit Tesla-Aktionäre auch SpaceX-Anteile halten können.
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