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Seit dem 17. Oktober können KI-Agenten über eine Schnittstelle in der Suchmaschine von DeepSeek recherchieren, 1.000 erfolgreiche Abfragen kosten rund 65 Cent. Zugleich hat der chinesische KI-Entwickler das Modell hinter dem API-Namen deepseek-flash ausgetauscht, ohne dass Kunden etwas umstellen.

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Hunderte Millionen Suchanfragen am Tag beantwortet die Suchmaschine von DeepSeek nach eigenen Angaben, bisher nur für die eigenen Dienste.[1] Jetzt verkauft DeepSeek den Zugang an Entwickler von KI-Agenten. Website-Betreiber bekommen damit einen weiteren Suchindex, aus dem KI-Antworten ihre Quellen beziehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Such-API liefert bis zu 50 Treffer je Anfrage, eine zweite Schnittstelle gibt eine einzelne Webseite als Markdown-Text zurück.
  • Ab dem 1. November berechnet DeepSeek auch die Suchen, die Claude Code, Codex und DeepSeek Harness im Hintergrund auslösen.
  • DeepSeek-V4.1-Flash-1017 beantwortet ab sofort alle Anfragen an deepseek-flash.

Was bietet die Such-API von DeepSeek?

Weiße Lupe auf weißem Grund mit hellblauem Anhänger, beschriftet mit „pro Suche“
DeepSeeks Suchindex umfasst Hunderte Milliarden Webseiten. Die Such-API liefert bis zu 50 Treffer mit Titel und Textauszug, die Fetch-API konvertiert Seiten in Markdown

Der Suchindex umfasst laut DeepSeek Hunderte Milliarden Webseiten in vielen Sprachen.[1] Die Such-API gibt bis zu 50 Treffer mit Titel, Textauszug und auf Wunsch dem vollständigen Seitentext zurück, die Abruf-Schnittstelle (Fetch-API) wandelt eine einzelne Seite in Markdown um.[2]

Je 1.000 erfolgreiche Abfragen verlangt DeepSeek 0,75 US-Dollar, rund 65 Cent (Kurs 0,87).[3] Bis Ende Oktober kostenlos bleiben die Suchen, die Claude Code, Codex oder DeepSeeks eigenes Agenten-Werkzeug Harness mit der DeepSeek-API selbstständig starten. Ab dem 1. November, 0 Uhr Pekinger Zeit, landen auch diese Aufrufe auf der Rechnung.

Was ändert sich für SEO und GEO?

DeepSeek gibt an, SEO-Spam, GEO-Manipulation, also Tricks für bessere Plätze in KI-Antworten, und minderwertige KI-generierte Texte mit strengen Prüfverfahren auszusortieren.[1] Nach welchen Kriterien DeepSeek einen Manipulationsversuch erkennt, legt das Unternehmen nicht offen.

ChatGPT beantwortet laut einer Ahrefs-Auswertung sechs von sieben Fragen ohne Websuche, nur für die übrigen ruft der Chatbot aktuelle Seiten ab. Für die Generative Engine Optimization heißt das: Website-Betreiber setzen auch bei DeepSeek auf belegte Fakten und erkennbare Autoren statt auf Textmasse aus dem Generator.

DeepSeek verspricht, GEO-Tricks auszusortieren, verrät aber nicht, woran. Website-Betreibern bleibt nur sauberes Handwerk.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was Suche und Modell bei DeepSeek kosten
Preise und Kennzahlen nach dem Update vom 17. Oktober 2026
0,65 €
je 1.000 erfolgreiche Abfragen über die Such-API
1. November
ab dann berechnet DeepSeek auch Suchen aus Claude Code und Codex
1,04 €
je Million ausgegebener Token zur Spitzenzeit, sonst 0,52 €
31,2 → 42,3
Punkte im Terminal-Bench 4.0, Vorgänger und neue Flash-Version

Was ändert das neue Flash-Modell?

Mit DeepSeek-V4.1-Flash-1017 hat DeepSeek die im September vorgestellte Version V4.1 Flash überarbeitet.[1] Im Terminal-Bench 4.0, in dem Agenten Aufgaben auf der Kommandozeile lösen, stieg der Wert nach Herstellerangaben von 31,2 auf 42,3 Punkte. Laufzeit und Länge der Ausgaben hat DeepSeek nach eigenen Angaben verkürzt, bei Abrechnung nach Token sinken damit die Kosten je Aufgabe.

Die alten Modellnamen deepseek-v4-flash und deepseek-v4-flash-vision-exp nimmt die API weiter an, beantwortet sie aber mit dem neuen Modell.[3] Beim Vorgänger bleiben können Kunden nicht, Unternehmen bemerken den Wechsel deshalb erst an veränderten Antworten. Die Modellgewichte stehen unter MIT-Lizenz zum Download bereit.[4]

Was bedeutet das für Unternehmen in der DACH-Region?

Jede Suchanfrage geht an DeepSeek, auf Wunsch samt IP-Adresse: Das optionale Feld localization nimmt eine IP-Adresse entgegen, um Treffer regional anzupassen.[2] IP-Adressen können nach der Rechtsprechung des EuGH personenbezogene Daten sein. Die Berliner Datenschutzbeauftragte hatte die DeepSeek-Apps im Juni 2025 wegen rechtswidriger Datenübermittlung nach China bei Apple und Google gemeldet.[5]

Entwickler lassen das Feld localization deshalb leer und schreiben keine Kundendaten in Suchbegriffe. Teams, die Claude Code oder Codex mit der DeepSeek-API betreiben, zählen vor dem 1. November, wie viele Suchen ihre Agenten auslösen. Auch die Uhrzeit wirkt sich aus: Werktags von 8 bis 12 Uhr deutscher Zeit gilt der doppelte Tokenpreis der Spitzenzeit, nach der Zeitumstellung am 25. Oktober von 7 bis 11 Uhr.

Für vertrauliche Daten bleibt der Betrieb des Modells auf eigenen Servern, allerdings ohne Suchfunktion. Datenfluss und Lizenz gehören bei der Wahl des passenden KI-Modells auf die Prüfliste.

Quellen

5 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. DeepSeekChange Log, Einträge „Opening up the in-house search API“ und „DeepSeek-V4.1-Flash-1017 Update“17.10.2026
  2. DeepSeekSearch & Fetch, API-Dokumentation (Stand 19. Oktober 2026)
  3. DeepSeekModels & Pricing (Stand 19. Oktober 2026)
  4. DeepSeekDeepSeek-V4.1-Flash-1017, Modellkarte bei Hugging Face17.10.2026
  5. Berliner Beauftragte für Datenschutz und InformationsfreiheitBerliner Datenschutzbeauftragte meldet KI-App DeepSeek in Deutschland bei Apple und Google als rechtswidrigen Inhalt, Pressemitteilung27.06.2025

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